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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen guter populärwissenschaftlicher Überblick, 11. Dezember 2011
Von 
Mario Koch (Rogeez) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Preußen: Aufstieg und Fall einer Großmacht (Gebundene Ausgabe)
Die drei Autoren dieses Buches sind alle am Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Potsdam tätig. Potsdam ist mit der preussischen Geschichte eng verbunden und die drei Autoren sind es auch. Ihnen ist ein facettenreicher Überblick über eine lange Geschichtsepoche gelungen. Stilistisch ist das Buch durchaus anspruchsvoll, liest sich aber leicht. Die vielen Ereignisse und Zahlen, die dem Leser präsentiert werden, sind verständlich beschrieben, so dass auch ein Laie wenig Mühe hat, dem Text zu folgen.
Das Buch ist ein populärwissenschaftlicher Überblick. Wer eine tiefgreifende Darstellung erwartet, wird nur bedingt zufrieden zu stellen sein.
Das Buch gliedert sich in zwei große Teilbereiche: Entwicklungen und Ereignisse sowie Lebenswelten.
Im ersten Teil wird die Entwicklung Preussens von den Anfängen bis zum Untergang dargestellt. Anhand bestimmter Ereignisse oder wichtiger Personen in der preussischen Historie wird die Entwicklung überblicksartig dargestellt. Dabei sparen die Autoren auch nicht mit kritischen Tönen: sie präsentieren nicht nur eine belanglose Auflistung von Glanz und Gloria, sondern beleuchten auch Hintergründe und benennen Kritikpunkte. Kritisch muss jedoch angemerkt werden, dass die drei Verfasser in ihrem Text so einiges an Wissen voraussetzen. Wer sich also mit der preussischen Geschichte nicht so gut auskennt, muss die eine oder andere Sache dann doch nachschlagen.
Der zweite Teil konzentriert sich auf das gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Leben in Preussen. Glücklicherweise haben sich die Verfasser nicht nur auf die politische Geschichte beschränkt, sondern zeigen auch, welche große Rolle Preussen für die kulturelle, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland spielte. Dabei kommen weder die preußischen Junker noch Schriftsteller wie Bettina von Arnim oder Heinrich von Kleist zu kurz. Auch der Philosoph Georg Freidrich Wilhelm Hegel, der Unternehmer Johann Carl Friedrich Borsig, der Arzt Rudolf Virchow oder Walther Rathenau werden ausführlich behandelt.
Der Anhang bietet eine Zeittafel und mehrere Karten. Dazu ein Quellen- und Literaturverzeichnis sowie ein Namens- und Sachregister.
Der Verlag hat keine Mühe gescheut und für eine üppige Bebilderung gesorgt. Somit bietet sich dem Leser ein interessanter Streifzug durch die preussische Geschichte, untermalt mit passenden Illustrationen, die auch allesamt in einem großen Format abgebildet sind, das das Anschauen zum Genuss macht.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Staat einer Armee, 27. November 2011
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Preußen: Aufstieg und Fall einer Großmacht (Gebundene Ausgabe)
"Der Staat Preußen, seine Zentralregierung und alle nachgeordneten Behörden werden hiermit aufgelöst."
(Art. I. Kontrollratsgesetz Nr. 46)

Bei keinem anderen Land in der europäischen Geschichte treffen Befürwortung und Verachtung so hart aufeinander wie bei dem Staat Preußen, der keine Nation, sondern eher ein künstliches und fragiles Gebilde eroberter Landesflecken darstellte. Hervorgegangen aus sehr verschiedenen deutsch-slawischen und deutsch-baltischen Kolonialgebieten, zu denen später noch nord- und westdeutsche Gebiete hinzugewonnen werden konnten. Dem aufgeklärten und religiös toleranten Staat Friedrichs II., dem Freiheitskampf gegen Napoleon und der Sozialgesetzgebung Bismarcks stehen die Niederschlagung der 1848er Revolution, die nach einem vom Zaun gebrochenen Krieg, erzwungenen kleindeutsche Einheit, der imperiale Wahn Wilhelms II., der "Preußenschlag" sowie der "Tag von Potsdam" gegenüber. Dem Junkernstaat folgte das "Rote Preußen". Auf der einen Seite der Philosoph Wilhelm Hegel, der Dramatiker Heinrich von Kleist, die Multitalente Rudolf Virchow und August Wilhelm Iffland und dem Widerstandskämpfer Henning von Treschow und auf der anderen Seite ein gnadenloser Militarismus mit preußischen Tugenden, deren Disziplin zur "Nibelungentreue" und zum "Kadavergehorsam" auswachsen. Dann jedoch auch die Publizistin Marion Gräfin Dönhoff, die als Chefredakteurin und Mitherausgeberin der Wochenzeitung "Die Zeit" das echte Preußentum als eine Verpflichtung zu Kultur und Moral gesehen hat.

Bereits im 18. Jahrhundert bemerkten kritische Zeitgenossen, dass "andere Staaten eine Armee besitzen, während in Preußen die Armee einen Staat besitzt." So kann auch Die Begründung des Alliierten Kontrollrates für sein Gesetz Nr. 46 vom 25. Februar 194, wonach "der Staat Preußen, seit jeher Träger des Militarismus und der Reaktion in Deutschland gewesen ist..." nicht von der Hand gewiesen werden.

Die Autoren Epkenhans, Gross und Köster haben ihre "Chronik & Facetten Preussens" an insgesamt 54 Zuständen, Ereignissen, Personen und Errungenschaften, sprich Kapiteln und - farblich in hellblau abgesetzten - Kurzbiographen festgemacht. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass alle drei Autoren im Forschungsbereich des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes (MGFA) in Potsdam beschäftigt, und der Geschichte Preußens sehr verbunden sind.

Am 14. Februar 2002, 47 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges schlug brandenburgische Sozialminister Alwin Ziel (SPD) vor, das aus einer geplanten Fusion von Berlin und Brandenburg entstehende neue Bundesland "Preußen" zu nennen. Bis jetzt ist jedoch erfreulicherweise aus einem derartigen Anachronismus noch nichts geworden....

Neben 164, teilweise farbiger Fotos und Abbildung, die durchschnittlich mindestens auf jeder zweiten Seite zu finden sind, bietet ein 18seitiger Anhang weitere Materialien: Eine Zeittafel zur Geschichte und Kulturgeschichte, acht historische Landkarten, die der Visualisierung der Expansion Brandenburg-Preußens von 1415 bis 1918 dienen, ein Quellen- und Literaturverzeichnis, ein Namens- und Sachregister und ein Bildnachweis.

Der großformatige Band "Preußen. Aufstieg und Fall einer Großmacht" ist als reich ausgestattetes, populärwissenschaftliches Werk für einen Einstieg in die Thematik durchaus geeignet. Wer jedoch an einer mehr hintergründigen und distanzierteren Darstellung interessiert ist, sei Christopher Clarks Standardwerk "Preußen. Aufstieg und Niedergang 1600 - 1947" empfohlen.

4 Amazonsterne.
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0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gut!!, 21. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Preußen: Aufstieg und Fall einer Großmacht (Gebundene Ausgabe)
Die Erledigung der Bestellung ging sehr schnell. Die Qualität ist ebenfalls sehr zufriedenstellend. Würde hier auch wieder bestellen. Herzlichen Dank.
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Preußen: Aufstieg und Fall einer Großmacht
Preußen: Aufstieg und Fall einer Großmacht von Burkhard Köster (Gebundene Ausgabe - 1. September 2011)
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