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5.0 von 5 Sternen gelungen
Endlich ein Überblickswerk zu den altperuanischen Kulturen, das mit aktuellen Informationen aufwartet und auch hält, was es verspricht. Es ergänzt die hervorragende Darstellung von Doris Kurellas "Kulturen und Bauwerke des Alten Peru".
Der Autor Michael Zick beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema und hat keine Mühen gescheut, mit einer...
Veröffentlicht am 4. Mai 2011 von Mario Koch

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3.0 von 5 Sternen Geheimnisvolles Amerika
Als die Spanier in Peru einfielen und das dort in seiner Blüte stehende Inka-Reich vernichteten, beendeten sie nicht nur jäh dessen Expansion der letzten 98 Jahre sondern schufen auch einen gewaltigen kulturellen Bruch in der Geschichte Südamerikas. Doch man sollte nicht dem Trugschluss erliegen dass die Entwicklung peruanischer Hochkultur erst mit den Inka...
Veröffentlicht am 18. August 2011 von Mario Pf.


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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gelungen, 4. Mai 2011
Von 
Mario Koch (Rogeez) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die rätselhaften Vorfahren der Inka (Gebundene Ausgabe)
Endlich ein Überblickswerk zu den altperuanischen Kulturen, das mit aktuellen Informationen aufwartet und auch hält, was es verspricht. Es ergänzt die hervorragende Darstellung von Doris Kurellas "Kulturen und Bauwerke des Alten Peru".
Der Autor Michael Zick beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema und hat keine Mühen gescheut, mit einer Vielzahl von Archäologen zu sprechen, die in Peru gearbeitet haben oder noch dort arbeiten. Diese immense Fülle an Wissen hat er gekonnt in seinem Text verarbeitet. Das Buch mit dem Titel "Die rätselhaften Vorfahren der Inka" macht im Gegensatz zu vielen anderen Büchern mit ähnlichen Titeln keine leeren Versprechungen und bietet einen sehr breiten Überblick über die heute bekannten Vorgängerkulturen der Inka - wo sich andere Bücher auf Moche und Nazca beschränken.
Zick berichtet über Caral, Sechin Bajo, Casma, Chavin de Huantar, Moche, Nazca, Tiwanaku, Huari, Sican, Chimu, Chachapoya und über neuere Ausgrabungen in der Amazonasregion. Hinzu kommt eine Darstellung der Besiedlung des Doppelkontinents Amerika.
Zicks Text ist sehr informativ, vermittelt aber auch viele der heutigen Probleme: seien es Zerstörungen archäologischer Stätten, fehlende Gelder für den Schutz oder die Ausgrabung dieser Stätten oder sensationslüsterne "Forscher", deren manchmal unseriöse Arbeitsweise einer wissenschaftlichen Forschung nicht immer förderlich ist.
Eine gelungene Karte am Anfang des Buches zeigt die wichtigsten Ausgrabungsstätten für verschiedene Zeiträume. Diese hätte man sich aber gern etwas größer und zentraler angeordnet gewünscht.
Einige Kritikpunkte muss ich jedoch anbringen, auch wenn diese dem Gesamteindruck nicht schaden. Aber auch ein gutes Buch hat kleine Fehler oder Ungenauigkeiten:
Auf Seite 61 werden die existenziellen Fragen der Bewohner von Sejin Bacho folgendermaßen angegeben: "Wo komme ich her, wozu bin ich da, wohin gehe ich?" Als EXISTENZIELLE Frage geht mir das zu weit - da finde ich: "Was esse ich heute, was esse ich morgen?" eher für existenziell.
Bei der Vorstellung von Chavin de Huantar fehlen leider Abbildungen der Raimondi-Stele und des Tello-Obelisken. Für ein Buch, das für den Laien geschrieben wurde, wären diese Abbildungen gut gewesen. Denn ansonsten ist das Buch größtenteils mit guten und aussagestarken Bildern versehen.
Auf Seite 120 schreibt der Autor vom Eingang zum Fegefeuer, "wie der indigene Name "Purgutario" nahelegte". Hier meint er sicher Purgatorio, die lateinische Bezeichnung, die von den Peruanern aus dem Spanischen übernommen wurde und keinesfalls indigenen Ursprungs ist - was sich auch aus dem Kontext des Textes ergibt.
Die Verwendung des falschen Begriffs "vorkolumbianisch" (es MUSS vorkolumbisch heißen) ausgerechnet durch Michael Zick (S. 141) ist verwunderlich und dürfte vom Verlag bei der Nachauflage, die das Buch auf jeden Fall verdient hat, korrigiert werden.
Gelungen sind die Kapitel über die Chachapoya und Amazonien.
Neben einem Glossar mit Begriffserläuterungen bietet der Anhang auch eine Liste von Büchern und Webseiten (hier wurde eine gute Auswahl getroffen), die noch mehr Informationen zum Thema bieten.
Trotz kleiner Ungenauigkeiten, ein gutes Buch, das lange fällig war. Danke an den Autor (und natürlich an den Verlag).
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein neues Kapitel der Vor- und Frühgeschichte, 20. März 2011
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die rätselhaften Vorfahren der Inka (Gebundene Ausgabe)
"Wir wollen so viele Besucher anlocken wie Machu Picchu."
(Ruth Martha Shady Solís, Anthropologin und Altamerikanistin)

Das präkolumbische Inka-Reich ist als Synonym der peruanischen Hochkultur weitverbreitet bekannt geworden. Weniger bekannt ist wohl jedoch, dass die Herrschaft der Inka nur knapp 100 Jahre währte und die zivilisatorische Entwicklung in dieser Weltgegend 5000 Jahre zurückreicht. Zu deren Errungenschaften zählen fugenlose Zyklopenmauern, ausgeklügelte Bewässerungssystem, grandiose Steinmetzarbeiten und eine Monumentalarchitektur, die älter ist als jene Ägyptens und Mesopotamiens....

Die Archäologie in Peru hatte erst Mitte des 20. Jahrhunderts erst richtig begonnen, um dann ab 1990 mit immer rasanter werdendem Tempo in die Tiefe der Vergangenheit vorzudringen. Sicherlich sind nicht alle der beinahe wöchentlich gemeldeten archäologischen Entdeckungen seriös, da sie eher die Erlangung finanzieller Förderungsmittel zum Ziel haben. Mit seinen vielen Fragezeichen hinsichtlich der Vor- und Frühgeschichte bleibt Peru dennoch ein archäologisches Eldorado. Noch ist überhaupt nicht abzuschätzen, wie viele Zeugnisse der frühgeschichtlichen Kulturen der Chavin, Chimu, Huari, Moche, Nazca und Tiwanaku noch im Verborgenen der Erde schlummern. Wie bei keiner anderen Region der Welt, werden in Peru durch die archäologischen Forschungen die Anfänge der Zivilisation immer weiter in die Vergangenheit zurück geschoben. Zu Beginn waren es sicherlich keine staatliche Organisationen, sondern eher räumliche Einflussbereiche, die durch religiöse Gemeinsamkeiten verbunden und geprägt worden sind. Die Übersicht "Perus wichtigste Kulturen" (Seite 9) stellt nebeneinander auf sechs einzelnen Karten die aufeinander folgende Epochen vom Archaikum (4500 - 1800 v. Chr.) bis zum "Späten Horizont" des Inka-Imperiums (1438 - 1534 n. Chr.) dar.

Die nachfolgenden sechs Kapitel sind das Ergebnis mehrerer Reisen nach zu den Stätten vor Ort , zu der auch eine 6000 Kilometer lange Recherchefahrt vom Süden bis in den den Norden Perus gehört, sowie unzählige Gespräche mit Archäologen unterschiedlicher Nationalität.

Eine Vielzahl von Farbfotos veranschaulicht auf beeindruckende Weise rätselhafte Bauwerke und fremd wirkende Artefakte, die von den Nachfahren eines Volkes geschaffen wurden, das zwischen 14.000 ' 12.000 v. Chr. im heutigen chilenischen Monte Verde die erste Siedlung gegründet hatte. Hierzu gehören eine gigantische kreisrunde Terrassenanlage (S. 18), ein Rondell, das mit einem Durchmesser von nahezu 40 Metern an ein Amphitheater erinnert (S. 26/27) und die drei Meter hohen Mumiensarkophage in der Felswand von Karajia (S. 137). Für die gigantische, im Zickzack erbaute Sacsayhuamán-Mauer wurden bis zu 9x5x4 Meter große Steinblöcke ohne Rad transportiert, ohne Metallwerkzeuge bearbeitet und dennoch fugenlos aufeinander gesetzt. Ungeklärt ist noch, wie 3 Meter hohe Monolithe für den Kultbau von Ollantaytambo in eine Höhe von 2800 Metern transportiert wurden. Allen Spekulationen der sogenannten Paläo-SETI à la Eich von Däniken u. a. zum Trotz, erklärt der Autor das Rätsel um die Nazca-Linien als gelöst (S. 98 ff.). Thematische und optische Auflockerung erhält der Band durch Kurzessays und diverse Landkarten.

Bei aller Faszination für die zum Teil rätselhaften Bauwerke und Anlagen der präkolumbischen Kulturen Perus spricht Michael Zick an mehreren Stellen auch das Problem an, dass sich zwangsläufig aus dem Eingangszitat Rith Shadys ergibt, der Zwiespalt zwischen Archäologie und Tourismus. Während einerseits der forcierte Ausbau des Tourismus der Sicherung wirtschaftlicher Grundlagen dienlich ist, führt dies andererseits dazu, dass eine wichtige archäologische Stätte wie Machu Picchu kurz vor dem Kollaps steht (S. 31). Túcume, dem größten Pyramidenfeld der Welt droht durch moderne Bebauung und fehlende Schutzmaßnahmen der erneute, diesmal wohl endgültige Untergang. Auch Chanquillo, das mit seinem Tempel und dem ältesten Observatorium Amerikas noch gar nicht richtig erforscht ist, steht bereits auf der Liste der gefährdeten Monumente. Trotz der relativ wenigen Besucher, zerbröselt die massive Mauer bereits unter deren Füssen....

Das letzte Kapitel ist "Ein Abgesang" auf die 300jährige Vorherrschaft der Iberer über große Teile Amerikas, bei der schließlich Spanien als Verlierer hervorgehen sollte. Durch die Ausbeutung der Schätze Lateinamerikas - die timediver® zu einem recht kleinen Teil im April 2010 im Madrider "Museo de América" bewundern konnte - versäumte das Königreich in seinem Inneren erforderlich wirtschaftliche, technische und gesellschaftliche Reformen, so dass hinter Großbritannien und die Niederlande fiel.

Dem Epilog des Autors folgt ein kurzer Anhang, zu dem neben einem Glossar, eine synoptische Chronik der "Alten und Neuen Welt", ein Verzeichnis weiterführender Literatur (inklusive Internetadressen und eine Liste Großer Museen mit Mittel- und Südamerika-Abteilungen in D und CH) und ein Orts- und Namensregister gehören.

Michael Zicks Buch ist derart aktuell, dass man die in den 1960er und 1970er Jahren erschienene Fachliteratur getrost in die hintere Reihe des Bücherregals verschieben kann. timediver® bietet es zahlreiche Anreize für die Reiseplanungen der nächsten Jahre.

5 Amazonsterne.
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4.0 von 5 Sternen Umfassende Information der heute definierten Kulturen, 4. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die rätselhaften Vorfahren der Inka (Gebundene Ausgabe)
Kurze aber prägnante Information des heutigen Wissenstand
Gut dokumentiert - interessante Ansichten und Fragen - wie - was - wann!
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Geheimnisvolles Amerika, 18. August 2011
Von 
Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die rätselhaften Vorfahren der Inka (Gebundene Ausgabe)
Als die Spanier in Peru einfielen und das dort in seiner Blüte stehende Inka-Reich vernichteten, beendeten sie nicht nur jäh dessen Expansion der letzten 98 Jahre sondern schufen auch einen gewaltigen kulturellen Bruch in der Geschichte Südamerikas. Doch man sollte nicht dem Trugschluss erliegen dass die Entwicklung peruanischer Hochkultur erst mit den Inka ihren Anfang nahm. Jene Reiche die von den spanischen Konquistadoren in ihrer Suche nach den Schätzen Südamerikas zerschlagen wurden fußten bereits auf einer über 5000jährigen zivilisatorischen Entwicklung.

Diesen Vorfahren der Inka nachzuspüren hat sich Wissenschaftsjournalist Michael Zick in "Die rätselhaften Vorfahren der Inka" zur Aufgabe gemacht und setzt dabei zu einem interessanten Streifzug durch die vorkolumbische Geschichte Südamerikas an. Das faszinierende daran, die präkolumbischen Kulturen haben sich fast gänzlich unabhängig von europäischen Einflüssen entwickelt und doch schon vor den Ägyptern etwa Monumentalarchitektur geschaffen. Völlig isoliert und unberührt von asiatischen und europäischen Gedankengut entstanden in Südamerika Hochkulturen, die den Vergleich mit ihren Gegenstücken auf anderen Kontinenten nicht zu scheuen brauchten. Mit seinem Buch tritt Wissenschaftsjournalist Michael Zick dafür ein die südamerikanischen Hochkulturen eindeutig als solche zu bezeichnen und ihr Licht nicht länger unter den Scheffel zu stellen, denn auch wenn sie kein Schriftgut entwickelt haben sind ihre Leistungen angesichts der räumlichen und kulturellen Isoliertheit umso beeindruckender. Will man die vorkolumbischen Kulturen verstehen, so rät einem Zick sich von einem europäischen Kontext zu befreien und sich die Rahmenbedingungen vor Augen zu führen, in denen diese erblüht sind. In Peru etwa trotz fortwährender Naturkatastrophen.

Es ist kein Wunder dass Michael Zick sein Buch über die Vorfahren der Inka mit der Ankunft der Spanier und dem Untergang der letzten eigenständigen peruanischen Hochkultur beginnt. Ist doch genau dies die große Zäsur in der peruanischen Geschichte. Nur wo lagen die Wurzeln jener Kulturen denen die Spanier bei ihrem Vordringen in Südamerika begegneten und irrevisibel zerstörten? Aufschluss darüber geben, wie Zick vorführt, die Ausgrabungen der peruanischen Archäologin Ruth Shady in Caral. Quasi im Alleingang und gegen die Widerstände der amerikanischen Fachwelt die damals noch die Clovis-Kultur vehement als älteste Ansiedlung am amerikanischen Kontinent verteidigten ist ihr eine Sensation gelungen.

Wie bei Shady befasst sich Zick auch bei anderen von ihm vorgestellten Ausgräbern sehr genau mit der Fundgeschichte, aber auch den Empfindlichkeiten und Richtungskämpfen innerhalb der Fachwelt über die Deutung und Bedeutung der Funde. Das kann manchmal wie ein Schuss am Ziel vorbei wirken, da es zu einem tieferen Verständnis der Thematik nicht wirklich beiträgt. Es liegt wohl an Zicks Berufung als Journalist dass er sich zumindest in "Die rätselhaften Vorfahren der Inka" daran versucht durch solche zutiefst menschliche Auseinandersetzungen ein wenig Spannung zu erzeugen. Das hätte aber auch anders sehr gut gelingen können, etwa wenn er sich stattdessen vielleicht mehr auf einen chronologischen Aufbau seines Buchs oder eine Konstruktion als Überblickslektüre konzentriert hätte. Stattdessen kommt es zu oft nicht ganz nachvollziehbaren Standortwechseln. Über die Lebenswelt und Geschichte der präkolumbischen Hochkulturen erfährt man vorwiegend durch Einschübe und Ranbemerkungen mehr. Im Fokus stehen vor allem die Ausgrabungsstätten, Bauwerke und der Blick auf die Entdeckungsgeschichten und ihre Implikationen. Deutlich handfester erweisen sich da schon Kapitel in denen Zick der Frage nachgeht, ob die Südamerikaner vielleicht gar die ersten sesshaften Amerikaner waren. Nicht allzu eindeutig und für den Leser schlüssig erweist sich zudem, dass "Die rätselhaften Vorfahren der Inka" eigentlich ein Buch sein soll dass sich auf Peru konzentriert.

- Resümee -
Es kommt wohl ganz drauf an was man sich von "Die rätselhaften Vorfahren der Inka" erwartet. Südamerika ist durchaus nicht arm an Hochkulturen, die Inka und ihre Vorfahren sind jedoch jene derer sich Michael Zicks vorliegendes Buch gewidmet hat. So faszinierend die Ausführungen Zicks zur Besiedlung Südamerikas und dem Aufkeimen der präkolumbischen Hochkulturen auch sind, so wenig wird schließlich der Übergang von dieser allgemeinen zur spezifisch peruanischen Geschichtsschreibung vollzogen, man erfährt es gerade noch am Rande dass es sich jetzt "nur" noch um Peru dreht. Ein Manko ist auch dass die Aufarbeitung der peruanischen Geschichte vor den Inka vorwiegend nebenbei aufgearbeitet wird, so dass zeitweise die großen Fundorte und die Empfindlichkeiten ihrer Entdecker im Mittelpunkt stehen und nicht was diese womöglich über die Lebenswelt frühen Peruaner verraten könnten. Das mag zwar auch mit dem Fehlen von Schriftzeugnissen zu begründen sein, nichtsdestotrotz kann es sein dass man entsprechende Passagen vermisst. Zwar sind Zick einige der erläuternden und einführenden Passagen sehr gut gelungen, doch um dem Leser wirklich einen soliden Überblick zu vermitteln fehlt doch manchmal etwas der erklärende Überbau.

Fazit:
Eher eine Ergänzungslektüre für Leser die schon ihren Einstieg in die südamerikanischen Hochkulturen gefunden haben - daher nur eingeschränkt empfehlenswert.
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7 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Für mich ein echter PR-Archäologe, 18. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Die rätselhaften Vorfahren der Inka (Gebundene Ausgabe)
Ich besitze einige Bücher über Inkas und Südamerika, zudem habe ich das Land auch bereist.
Mit freude habe ich mir dieses Buch gekauft, weil ich mich für das Thema interessiere, und es ja viel verspricht. Der 2 Satz im Buch hat mich aber stutzig gemacht. "Doch das Inka-Reich bestimmte ganze 98Jahre die geschicke dieser Weltgegend." Ich glaube mehr Inka-Könige mit Namen zu kennen, als das diese Behauptung stimmen kann. Man bedenke die 24000km langen Inkastrassen abgesehen von X-Hunderten von Tempeln und Städte die sie gebaut haben. Zudem schreibt er am Ende des Buches selber:"...von eindeutigen Inka-Häuser konnte Meyers über C-Untersuchungen auf etwa 1260nChr. datieren"... wäre dann ja schon 272Jahre.
Er Titelt sogar: "Das Rätsel ist gelöst- die Nazca-Linien" klar.... seine Erklärung für die geometrischen Linien:"vermutlich 200vChr kam mit der Nazca-Kultur ein neuer Kunststiel auf die Künstler bevorzugen nun Linien und Flächen" ich lach mich krank. Dann schreibt er tatsächlich "...die Bolivianer nennen sie lieber Pachamama,die "Große Mutter"" Obwohl man schon in der ersten Indianer-Unterichts-Stunde lernt das "Pacha" Erde heisst, aso richtig "Muttererde" Über die Tiwanaku-Kultur wird nur gemutmasst,nichts neues er fantasiert wie EvD.
Und zum Schluss noch ein Zitat vom Schriftsteller:" Solche Pr-Archäologen verstehen sich selten als Kulturwissenschaftler" vorallen wenn Sie Zahlen und Buchstaben zu oft verwechseln.
Mein Fazit: Nicht Empfehlenswert
Für die 160 Seiten Hochglanzpapier, das nur mit frischem Zellstoff hergestellt werden kann gibt es nochmals Abzug (aber das wusste ich ja vor dem Kauf)
Wenn ich nicht alles Sammeln würde aus diesem Thema würde ich dieses Buch bei E-Bay für 1 Euro sofort verkaufen.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Lese- und Augenschmaus, 1. April 2011
Von 
Klaus Grunenberg (97447 Gerolzhofen, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die rätselhaften Vorfahren der Inka (Gebundene Ausgabe)
Die Inka, Peru in den Anden und jetzt dieses Buch von Michael Zick, der anhand von neuen Erkenntnissen und Forschungsarbeiten berichtet, nein erzählt, was es mit den Vorfahren der Inka auf sich hat. -
Bestimmte das Inkareich etwa 100 Jahre die Geschicke dieser Gegend in Südamerika, so gab es bereits 5000 Jahre zuvor schon eine Entwicklung, die großartig war und die Monumentalarchitektur Ägyptens nicht zu scheuen braucht.
Und diese kulturelle und zivilisatorische Entwicklung reichte großräumig von der Pazifikküste bis ins Amazonasbecken, von Ecuador bis Chile. Sehr schön zeigt der Autor uns die historische Entwicklung anhand schablonenhafter Bilder auf der Seite neun.
Grenzenloses Staunen rufen die ältesten Bauten Amerikas hervor, wie z.B.in Sechin Bajo, auch die herrlichen Steinmetzarbeiten der Cavin- Kultur, die bemalte Keramik der Nazca und die Kyklopenmauern der Inka.
Michael Zick berauscht aber nicht nur mit schönen Bildern, auch die Geschichte kommt nicht zu kurz.
Wieder einmal mehr bekommt man einen Eindruck davon, wie die Spanier eroberten, den Häptling gefangennahmen und erdrosslten.
Goldgier beherrschte die Zeit, Brutalität regierte, das ist die Mahnung für uns und die Indios heute.
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5.0 von 5 Sternen Peru - Geschichte und Pyramiden jenseits von Ägypten, 20. März 2011
Von 
Jaun Hans-peter "hanspeterjaun" (Steffisburg / Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die rätselhaften Vorfahren der Inka (Gebundene Ausgabe)
Was vor 30 Jahren kaum vorstellbar gewesen wäre, ist nun Fakt. Peru kennt eine Geschichte, die den Vergleich mit jener in Ägypten oder mit jener der Sumerer nicht scheuen braucht. Der Autor stellt seiner Leserschaft 5'000 Jahre peruanischer Geschichte vor, basierend auf z.T. sensationellen Entdeckungen in den vergangenen Jahren.
Es fällt schwer zu glauben, dass sich in Peru Pyramiden finden, die älter sind als jene in Ägypten! Wie kann es möglich sein, dass in Peru Hochkulturen vor der Zeit der Inkas Spuren hinterlassen haben, welche erst in jüngster Zeit von Archäologen entdeckt und ausgegraben worden sind? Die den leicht lesbaren Text begleitenden Bilder sprechen eine klare Sprache. Der Autor spricht in seinem Buch über Fakten, über 5'000 Jahre peruanische Geschichte, die erstmals so kompakt und zusammenhängend einem breiten Publikum vorgestellt wird.
Als wertvoll wie nützlich erweisen sich die Hinweise auf Bücher und Websites, damit sich die Leserschaft vertieft mit Geschichte Perus befassen kann.
Keine Frage, dieses Buch begeistert und lädt ein zu einer faszinierenden Reise zu den Wurzeln peruanischer Geschichte.
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Die rätselhaften Vorfahren der Inka
Die rätselhaften Vorfahren der Inka von Michael Zick (Gebundene Ausgabe - 1. Februar 2011)
EUR 34,95
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