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4.0 von 5 Sternen Hadrian der Griechenfreund und sein Imperium
Als Begleitband zur Ausstellung "Hadrian: Empire & Conflict" entstanden ist Thorsten Oppers "Hadrian: Machtmensch und Mäzen" der Versuch an der Ära Hadrians interessierten Lesern einen soliden Überblick zu bieten. Dass das Werk dabei manchmal etwas zu oberflächlich erscheinen kann liegt auch daran dass es sich klar in der Tradition diverser...
Veröffentlicht am 13. Juli 2011 von Mario Pf.

versus
5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hadrian als saturierter Imperator
Ausgezeichnet wird der Gegensatz zu Trajan herausgearbeitet. Auch der Antinoos-Kult wird unter neuem Aspekt gewürdigt. Die unter Hadrian erfolgten Bauwerke (Tivoli, Pantheon, Mausoleum) werden unter neuem Blickwinkel beschrieben. Die Persönlichkeit Hadrians findet eine adäquate Würdigung. Sie steht im Gegensatz zum bisher bekannten Bild.
Leider...
Veröffentlicht am 23. April 2010 von J. Ritz


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hadrian der Griechenfreund und sein Imperium, 13. Juli 2011
Von 
Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Hadrian: Machtmensch und Mäzen (Gebundene Ausgabe)
Als Begleitband zur Ausstellung "Hadrian: Empire & Conflict" entstanden ist Thorsten Oppers "Hadrian: Machtmensch und Mäzen" der Versuch an der Ära Hadrians interessierten Lesern einen soliden Überblick zu bieten. Dass das Werk dabei manchmal etwas zu oberflächlich erscheinen kann liegt auch daran dass es sich klar in der Tradition diverser Ausstellungskataloge bewegt, vor allem einen Überblick zu bieten und dabei oft nicht so in die Tiefe zu gehen wie es Biografien und andere themenspezifische Sachbücher tun würden, aber das ist eben auch der Sinn einer Ausstellung, etwas vorzuzeigen und durch eine Themenbreite möglichst Interesse zu wecken. Dieser Gleichklang von Buch und Ausstellung schlägt sich auch in der Unterteilung in Kapitel nieder, die sich relativ strikt an die der Ausstellung hält (I A New Elite, II War and Peace, III Architecture and Identity, IV Hadrian's Villa, V Antinous, VI Sabina, VII Towards Eternity).

Dass der dritte der, nach Niccolo Macchiavelli, fünf guten Kaiser in Großbritannien weit mehr Aufmerksamkeit erfährt als im deutschsprachigen Raum ist nicht verwunderlich, wurde doch dort der Hadrianswall errichtet, gewissermaßen ein Monument des romano-britischen Erbes, dem in jüngeren Jahren auch immer wieder filmisch Tribut gezollt wurde. Doch im Gegensatz zum oft verklärten "optimus princeps" Trajan, dessen Feldzüge das Imperium zu seiner größten Ausdehnung führten steht dessen Nachfolger Hadrian klar im Schatten, denn unter ihm mussten mühevoll eroberte Gebiete preisgegeben und die Grenzen des Reichs oftmals hinter den von Trajan gezogenen konsolidiert werden. Kein Wunder wenn Hadrian für noch dem Glanz Trajans anhängende Historiographen daher zu dem Mann wurde der sich seines Erbes als unfähig erwiesen haben soll. Thorsten Opper deutet diese Geschichte jedoch anders. Nicht Hadrian sondern Trajan weist er die Schuld für die Gebietsverluste zu, hatte seine rücksichtslose Expansion die Grenzen und Ressourcen des Reichs schließlich einfach überdehnt, schlicht zu weit um alles Eroberte auch auf Dauer halten zu können. Hadrian schließlich ist die Aufgabe zugefallen das Reich aus dieser nach dem Feldzug die Parther aufgekommenen Krise zu retten. Und so würdigt Opper dann auch die Qualitäten Hadrians als Mäzen und reisender Kaiser, der es als einziger vermochte beinahe alle Provinzen seines Imperiums zu bereisen und mit seiner Zuneigung zu allem Griechischen von einigen Althistorikern (wie Robin Lane Fox) gar als der letzte Kaiser der klassischen Antike ausgewiesen wird.

Hadrians politischen und militärischen Leben sind vor allem die ersten beiden Kapitel gewidmet, welche auch die Herkunft und Kindheit des späteren Kaisers nachzeichnen. Wie auch Trajan umgibt Hadrian der Nimbus ein einfacher Mann aus der spanischen Provinz gewesen zu sein, was auch in seinem Fall nicht stimmt. Zwar hatten sich die Vorfahren Hadrians und Trajans in der von Scipio Africanus während des zweiten Punischen Krieges zurückgelassenen Soldaten gegründeten iberischen Stadt Italica niedergelassen, doch ursprünglich stammen Hadrians Vorfahren aus dem mittelitalienischen Hadria. War wohl bereits der Großvater von Hadrians Urgroßvater Senator gewesen zog Hadrians Vater wieder in den Senat ein, was wohl auch auf das erkleckliche Familienvermögen schließen lassen dürfte. Mit 9 zur Halbwaise geworden durfte sich Hadrian dann auch rühmen Marcus Ulpius Trajanus (Trajan) und P. Acilius Attianus als Vormünder erhalten zu haben. Nach Trajans Bestellung zum consul ordinarius unter Domitian durfte Hadrian den späteren Kaiser sogar nach Rom begleiten. Im Unterschied zu den dynastischen Kaisern wurde jedoch auch Hadrian kaum auf seine künftige Regentschaft vorbereitet, sondern zunächst für eine reguläre Laufbahn im öffentlichen Dienst ausgebildet.

Nach seiner Zeit als Militärtribun bei der Legion II Adiutrix nicht in das zivile Leben zurück, sondern schlug eine klare Militärkarriere ein. Mit dem Aufstieg Trajans, der Hadrian nach dem Putsch gegen Domitian und die Hinrichtung der Verschwörer aus Nervas engstem Kreis adoptierte, begann auch Hadrians Karriere an Schwung zu gewinnen, wenngleich er bald in Spannungsverhältnis zu seinem Konkurrenten und Schwager Lucius Julius Servianus treten sollte. Schon drei Jahre nach seinem ersten Konsulat sollte Hadrian jedoch als Freund der Griechen von sich reden machen, als er Athen besuchte. Dort wurde ihm gar das athenische Bürgerrecht verliehen und er gewann die Wahl zum obersten Beamten archon eponymos. Die Wende in Hadrians Leben vom Günstling zum Erben Trajans vollzug sich schließlich endgültig als er diesen auf dessen Partherfeldzug begleitete und zum Statthalter Syriens erhoben wurde. Nachdem es für Trajan keine Rückkehr mehr aus diesen Krieg geben sollte, adoptierte er Hadrian erst offiziell auf seinem Sterbebett, was den Unsicherheiten um die Kaisernachfolge natürlich kaum einen Abbruch tun konnte.

Hatte der Tod Trajan noch erspart den Verlust seiner östlichen Eroberungen mitansehen und die prekäre Lage des überdehnten Reichs erfassen zu müssen, fiel diese Aufgabe nun in vollem Umfang dem neuen Augustus zu, der sich neben Aufständen in den östlichen Provinzen auch mit einer überaus angespannten Situation im von Trajan eroberten Dakien auseinderzusetzen hatte. Hatte sich der "Mehrer des Reiches" für den Sieg über die Daker noch pompöse Triumphe ausrichten lassen, drohte unter Hadrian ein böses Erwachen, keine günstigen Vorzeichen für ein römische Kaiserkarriere. Dazu kam noch die Ermordung von vier Senatoren, die wohl auf das Konto Hadrians einstigen Vormunds und nunmehrigen Gardepräfekten Attianus gehen dürften, eine düstere Erinnerung an die Schreckensherrschaft des senatorenfeindlichen Domitians, die kaum 20 Jahre zuvor blutig beendet worden war.

Woran es jeder Beschäftigung mit Hadrian allerdings immer mangelt sind zureichende Zeugnisse über sein Leben, so dass ein biografischer Abschnitt immer auch etwas bescheiden ausfallen muss. Umso mehr Raum erhalten dafür architektonische Zeugnisse der Ära Hadrians, wie in Kapitel III vorgestellt, aber auch Hadrians Villa (Kapitel IV), von deren Areal heute immer noch 40 von ursprünglich womöglich 120 ha zugänglich sind wird entsprechend gewürdigt.

Während die Ausführungen des sechsten Kapitels zu Hadrians Gattin Vibia Sabina vergleichsweise eher unspektakulär ausgefallen sind, was daran liegen dürfte dass die Kaisergattin politisch eher absent war, ganz im Gegensatz zu den Frauen julisch-claudischen Hauses ein Jahrhundert zuvor, nimmt die "Affäre Antinoos" eine deutlich prominentere Stelle ein (Kapitel V) - Der Gebliebte Hadrians, dem zu Ehrend er Kaiser sogar eine Stadt gründen ließ und den er nach dessen Tod in den Fluten des Nil sogar zum Osiris erheben ließ.

Im letzten Kapitel (Hin zur Ewigkeit) kommt Opper schließlich auch auf die Nachfolger Hadrians zu sprechen, wobei diese zunächst mit ihren ursprünglichen Namen genannt werden, etwa Marcus Annius Verus (Marc Aurel) , L. Ceionius Commodus (Lucius Verus), Lucius Ceionius Commodus (Aelius Cäsar) oder auch T. Aurelius Fulvus Boionius Arrius Antoninus (Antoninus Pius), eine für Biografien römischer Feldherren und Politiker nicht unübliche Vorgehensweise. Dass das Buch eine Übersetzung ist merkt man vor allem daran dass nicht alles sprichwörtlich eingedeutscht wurde, Rom etwa als Kapitale geführt wird und man manche englische Ortsbezeichnungen in ihrem Urzustand belassen hat, was aber gerade angesichts der im Bereich der Sachliteratur über die Antike angesichts der vielmals differierenden Namens- und Ortsbezeichnungen kaum eine Schwierigkeit darstellen sollte. Kurios wirkt allerdings manchmal dass etwa systematisch die Rede von einer Legion II Adiutrix anstatt Legio II Adiutrix ist.

Fazit:
Ein als Begleitbuch zur Ausstellung verständlicherweise reich bebilderter und generös mit Kartenmaterial ausgestatteter Überblicksband zu bedeutenden Aspekten Hadrians Lebens.
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5.0 von 5 Sternen Kaiser Hadrian, 10. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hadrian: Machtmensch und Mäzen (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch beleuchtet nicht nur das Leben des Kaisers, der ja als Nachfolger von Trajan als erster nicht auf Eroberung und Vergrößerung des Reiches aus war, sondern das römische Reich konsolidierte; er gibt auch eine gute Beschreibung der Hintergründe des röm Reiches während seiner größten Ausdehnung. Gratulation an den Autor. Der Band ist reich illustriert und ist gut lesbar. Ein gut verarbeitetes Buch, welches nicht nach ein Mal lesen gleich auseinanderfällt (oder die Bilder verblassen, wenn sie einmal in der Sonne ausgesetzt waren), wie es bei heutigen Büchern leider oft der Fall ist.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hadrian als saturierter Imperator, 23. April 2010
Von 
J. Ritz (Obersontheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Hadrian: Machtmensch und Mäzen (Gebundene Ausgabe)
Ausgezeichnet wird der Gegensatz zu Trajan herausgearbeitet. Auch der Antinoos-Kult wird unter neuem Aspekt gewürdigt. Die unter Hadrian erfolgten Bauwerke (Tivoli, Pantheon, Mausoleum) werden unter neuem Blickwinkel beschrieben. Die Persönlichkeit Hadrians findet eine adäquate Würdigung. Sie steht im Gegensatz zum bisher bekannten Bild.
Leider merkt man dem Text an, dass es sich um eine Übersetzung handelt. An manchen Stellen wären auch Verständnishilfen angebracht (z.B. wäre es sinnvoll die später bekannten Kaisernamen wie Mark Aurel und Lucius Verus zumindest in Klammern zu erwähnen.)
Insgesamt aber im Urteil: sehr lesenswert für den geschichtlich interessierten Leserkreis.
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5.0 von 5 Sternen Kaiser Hadrian, 18. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Hadrian: Machtmensch und Mäzen (Gebundene Ausgabe)
Über das Buch finde ich wenig negatives zu sagen.
Es ist einfach gut Gestaltet – echt empfehlenswert ………….
Inhaltlich gut gegliedert, in Kapiteln unterteilt und mit zahlreichen zusätzlichen Informationen und sowie Bildern Fotos, Zeichnungen und Skizzen, alle in guter Qualität, versehen.
Für Geschichteliebhaber sollte das Buch zuhause nicht fehlen.
Verkäufer – sehr gut
Versand & Verpackung – sehr gut
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Hadrian: Machtmensch und Mäzen
Hadrian: Machtmensch und Mäzen von Thorsten Opper (Gebundene Ausgabe - 1. September 2009)
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