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33 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der vergessene Krieg um das Meer das einst die Welt bedeutete, 27. Januar 2010
Von 
Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Entscheidung im Mittelmeer: Europas Seekrieg gegen das Osmanische Reich 1521-1580 (Gebundene Ausgabe)
Es mag an den unterschiedlichen Schwerpunkten der europäischen Geschichtsschreibung liegen, dass einem als Mitteleuropäer beim Gedanken an die Expansionsgeschichte des osmanischen Reichs zunächst die beiden Türkenbelagerungen Wiens, die Eroberung des Balkans und nicht zuletzt auch dank Roger Crowleys "Konstantinopel 1453: Die letzte Schlacht" der Fall Konstantinopels und damit der Untergang des oströmischen Reichs in den Sinn kommen. Doch wie Roger Crowley entschieden feststellt lag das Epizentrum der schicksalsträchtigen Konfrontation zwischen dem Osmanischen Reich und seinen europäischen Gegnern im 16. Jahrhundert eindeutig im Mittelmeer. Wäre der langwierige Krieg zwischen Christentum und Islam dort anders verlaufen, die Geschichte Europas hätte wohl eine gänzlich andere Wendung nehmen können.

Wie im zur Legende gewordenen Kampf um Wien ist es auch im Mittelmeer ein Habsburger der sich den osmanischen Expansionsplänen in den Weg stellt, allerdings erst nachdem der ehrgeizige Sultan Suleiman der Prächtige die Johanniter in der Schlacht um Rhodos geschlagen und damit ihres Hauptquartiers beraubt hat. Noch zeichnet sich kein Krieg zwischen den beiden Weltmächten ab, beschränken sich die Osmanen doch vorerst auf eine Förderung muslimischer Piraten, darunter die berühmt-berüchtigten Barbarossa Brüder, welche als Statthalter des Sultans auf sehr denkwürdige Art und Weise Karriere machen. Raub, Mord und Sklaverei prägen das Bild von den Piraten im Dienste des Sultans, welche die Märkte des Maghreb mit einem steten Nachschub an Sklaven versorgen, die sie auch selbst für ihre Rudergaleeren benötigen. Diese Galeeren sind es mit welchen der Krieg um den Nabel der damaligen Welt geführt wird und die auch maßgeblicher Anlass für die Versklavung so vieler Bewohner der Mittelmeerregion sind, dass ganze Landstriche entvölkert werden. Die Rudersklaven führen ein elendes und kurzes Leben, dass Roger Crowley in aller Brutalität beschreibt, um zu verdeutlichen dass sich in diesem Konflikt keine Seite mit Ruhm bekleckert hat. Denn auch die Soldaten Christis, die Johanniter mit ihrem päpstlichen Auftrag, verdienen sich als erfolgreiche Sklavenjäger, wenngleich auch mit zahlenmäßig weniger Opfern.

Keiner blieb verschont, denn um Roger Crowley direkt zu zitieren (S. 14) "In diesen Kampf wurden alle Nationen und Interessengruppen hineingezogen, die am Mittelmeer lebten oder mit ihm zu tun hatten: die Türken, Griechen, Nordafrikaner, Spanier, Italiener und Franzosen; die Bewohner der Adriaküste und Dalmatiens; Kaufleute, Eroberer, Piraten und Glaubenskrieger. Niemand konnte lange eine neutrale Position innehaben, wenn sich auch die Venezianer darum bemühten." Es galt also Farbe zu bekennen und sich unter einem Banner zu sammeln, wollte man nicht zwischen die Fronten geraten. Dabei ist der Krieg um das Mittelmeer den einstigen Kreuzzügen nicht unähnlich und sogar eine Fortsetzung dieser. Crowley nennt ihn (S. 81) "Eine gefährliche Mischung aus Glaubenskrieg, Kampf um die Sicherung des Reiches und Plünderungslust motivierte die Seeleute." Sultan Suleiman fühlt sich zu höchstem berufen, als Enkel des Eroberers von Konstantinopel will er seinem Anspruch auf den Titel des Cäsaren Geltung verschaffen und richtet den Blick nach Westen, in die für das Osmanische Reich "Neue Welt". Doch auch ein anderer Cäsar hat seinen Blick in die Neue Welt gerichtet, nur dass diese in Südamerika liegt, während der für Suleiman interessante Maghreb für ihn zu einer vergessenen Grenze seines Weltreichs geworden ist in dem Sonne angeblich nie untergeht. Karl V. seines Zeichens mächtigster Habsburgerkaiser aller Zeiten wird zum König von Spanien als osmanisch gesponserte Piraten die Vorherrschaft Spaniens im westlichen Mittelmeer bedrohen.

Obwohl ziemlich planlos im Umgang mit der Bedrohung durch die Piraten beginnt unter Karl ein Abwehrkampf der nach der Verteidigung Maltas durch die Johanniter in der Schlacht um Lepanto schließlich zum osmanischen Waterloo führen wird. Bis dahin ist es allerdings ein weiter Weg, reicht "Entscheidung im Mittelmeer" doch von 1521 bis 1580. Dabei zeichnet sich Crowley vor allem dadurch aus dass er Geschichte sehr plastisch zu vermitteln versteht, natürlich auch in aller Blutrünstigkeit die sich schlichtweg nicht relativieren lässt und dennoch Bilder vor dem inneren Auge entstehen lässt die schon einer hollywoodreifen Verfilmung würdig wären. Zugegeben, Crowley begeht den Fehler (den ihm manche Historiker und sehr auf political correctness bedachte Leser ankreiden werden) sich oft zu manch subjektiver Formulierung hinreißen zu lassen, wenn er etwa "König des Bösen" als Kapitelüberschrift verwendet. Doch auch das trägt meiner Ansicht nach sehr gut zur Atmosphäre des Buchs bei, das sich eben mit einem zeitweise unter religiös-moralischen Deckmäntelchen geführten brutalen Krieg beschäftigt, der fast vergessen wurde, aber dennoch schicksalsträchtiger sein könnte als die Erste Türkenbelagerung.

Fazit:
Packende Lektüre die sich nicht scheut diesen vergessenen Krieg in all seinen schauderhaften Facetten vor dem inneren Auge wiederauferstehen zu lassen. Meisterhaft erzählt.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berauschend eine Tour de Force durch die Geschichte des Mittelmeers im 16. Jh, 6. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Entscheidung im Mittelmeer: Europas Seekrieg gegen das Osmanische Reich 1521-1580 (Gebundene Ausgabe)
Ich habe dieses Buch "zwischen den Jahren" gelesen, einer Zeit in der man eigentlich mehr Zeit mit seinen Lieben verbringt und Blicke nach vorne wirft. Allerdings konnte ich mich der erzählerischen Kraft des Buches nicht mehr entziehen und liess mich in eine längst vergangene Welt reinversetzen!

Inhalt ist die Auseinandersetzung um die Vorherrschaft im Mittelmeer im 16 Jh zwischen dem aufstrebenden alles zu besiegenden scheinenden Osmanischen Reich und der christlichen abendländischen Welt. Hierbei gelingt es dem Autor von der ersten Seite an den Leser die Welt des 16 Jh hineinzuversetzen. Man meint sich mitten in einer belagerten Festung oder auf einer Galeere wiederzufinden und die salzige Luft des Mittelmeers einzuatmen und nicht zuletzt neben den genannten Protagonisten zu stehen. Kurzum unterhaltsame historische Kost in bester angelsächsicher Tradition!

Kritikpunkt mag sein dass das Buch rein den o.g. Konflikt wiedergibt und somit politisch und militärische Geschichte im Wesentlichen berichtet. Ein Vergleich zu dem von meinem Vorrezesenten genannten Werk von Fernand Braudel wäre nicht fair. Dieses ist dreibändig und behandelt die geografische, ökonomische und politische Entwicklung dieser Zei in der Tradition der Annales Schule welche ganzheitlich wissenschaftlich ausgelegt ist. Hier geht es eher um die Vermittlung einer Auseinandersetzung aber auf mitreissenden sprachlichem Nivieau!
Ich kann dieses Buch allen Interessierten oder Unentschlossenden ans Herz legen, welche sich für die Epoche interessieren oder wieder mal ein interessant erzähltes Buch lesen mögen!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen uneigeschränkt empfehlenswertes Sachbuch, 12. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Entscheidung im Mittelmeer: Europas Seekrieg gegen das Osmanische Reich 1521-1580 (Gebundene Ausgabe)
Vielleicht liegt es an der Herkunft des Autors, jedenfalls beweist Roger Crowley, dass hervorragend recherchierte Sachbücher nicht staubtrocken, sondern auch richtig spannend geschrieben sein können. Für alle, die sich mit den Auseinandersetzungen der Türken und den christlichen Mittelmeeranrainern im 16. Jahrhundert beschäftigen möchten, die mehr über den Johanniterorden oder über das Korsaren(un)wesen lesen möchten, ist dieses Buch ob seiner ordentlichen Recherche und seinem spannenden Stil eine exzellente Wahl.

Das Buch führt detailliert in die von den beiden Großmächten Osmanisches Reich und Spanien geprägte politische Großwetterlage am Anfang des 16. Jahrhunderts im Mittelmeerraum und in Europa ein. Der Aufstieg und die Organisation des osmanischen Reiches werden ebenso dargestellt wie die Entwicklungen in Spanien, seinen Kolonien und den daraus resultierenden Zwängen. Weiterhin erhält der Leser einen detaillierten Überblick über Bedeutung und Vorgehensweise der Korsaren und die Entwicklung des Johanniterordens.

Schwerpunktmäßig werden folgende Ereignisse hochdetailliert, fast schon minutiös dargestellt:

* Eroberung von Rhodos durch Suleiman (etwas oberflächlicher)
* Belagerung Maltas
* Schlacht bei Lepanto (sehr detailliert)

Im Weiteren wird auch auf die Rolle Venedigs und die Eroberung Zyperns durch die Türken konkreter eingegangen.

Der Autor hat umfangreiches Quellenmaterial gesichtet und verweist darauf, ohne dass es den Lesefluss stört. Zweifel an Überlieferungen werden aufgezeigt und mögliche Erklärungen diskutiert.

Sehr erfreulich ist der überaus flüssig zu lesende Stil, welcher insbesondere bei der Schilderung der o. g. Ereignisse fast schon gutes "Romanniveau" hat. Der Leser wird mitgerissen und es dämmert die Erkenntnis, dass dieser (fast vergessene) Konflikt im Mittelmeer eine herausragende Bedeutung für die Entwicklung in Europa hatte.

Das Buch ist sehr ansprechend aufgemacht, enthält das wesentliche Kartenmaterial und im umfassenden Quellenverzeichnis die eine oder andere Anregung, sich noch tiefer mit diesem Thema zu beschäftigen.

Wer zu diesem Themenkomplex sehr gut recherchierte und geschriebene Romane lesen will, den kann ich zur Eroberung von Rhodos Die Mauern von Rhodos. und zur Belagerung von Malta Asha: (Aufkleber: Der Bestseller) empfehlen (s. meine Rezensionen hierzu).

Insgesamt ein uneingeschränkt empfehlenswertes Buch!
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So macht Geschichte Spaß!, 14. Dezember 2009
Von 
Caliban (Süddeutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Entscheidung im Mittelmeer: Europas Seekrieg gegen das Osmanische Reich 1521-1580 (Gebundene Ausgabe)
Das Buch wurde letztens im Feuilleton einer großen deutschen Tageszeitung verrissen. Anders als Braudels umfassende Studie zum Mittelmeer bleibe es an der Oberfläche und gefalle sich im plakativ Vordergründigen. Da kann ich nur widersprechen. Ich kenne das Werk Braudels, das sicher für sich allein steht. Zu seinen Stärken zählt aber nicht, Geschichte so lebendig werden zu lassen, wie dies hier geschieht.

Das vorliegende Werk deckt die Zeit von der Eroberung der Insel Rhodos (ab 1520) bis zur Seeschlacht von Lepanto (1571) ab. Das Anliegen ist es, den heutigen Leser die dramatische Zeit der Expansionspolitik Süleimans des Prächtigen möglichst hautnah erleben zu lassen. Die Protagonisten treten dabei als Personen höchst prägnant hervor, und der Leser erfährt all die kleinen Details, die in gelehrteren Studien einer näheren Erörterung oft für unwürdig erachtet werden (das unglückliche äußere Erscheinungsbild Karls V. etwa, der leicht als Phlegmatiker und Einfaltspinsel unterschätzt wurde). Die großen militärischen Aktionen, z.B. das Schanzen vor Rhodos, die Beutezüge der Barbarossa-Brüder, der Bewegungsradius der Galeeren usw. werden leicht verständlich und mit so großer Begeisterung für die Sache beschrieben, dass es den Leser förmlich mitreißt. Rasch wird anhand der militärischen Bedrohung das Gefühl einer Zeitenwende bzw. sogar einer möglichen Endzeit aus Sicht der damaligen Beobachter verständlich. Und eine der Thesen Braudels, dass von diesem Konflikt Weiterungen für die gesamte europäische Entwicklungen ausgegangen sind, wird hier nach"fühlbar".

Mit Büchern wie diesen macht Geschichte Spaß: Man wird in eine fremde und bereits deshalb unheimliche Zeit hineinversetzt, ist fasziniert von den völlig anderen Parametern des Denken. Barbarische Grausamkeit (der Leser erfährt, dass der neugekrönte Sultan traditionell alle Brüder umbringen lässt, um Streitigkeiten um die Thronfolge vorzubeugen) und heute so schwer nachvollziehbarer Heldenmut (die spanischen Garnisonskommandanten lassen sich lieber qualvoll zu Tode prügeln, als zum Islam überzutreten) machen die Lektüre zu einem packenden Erlebnis.

Eine uneingeschränkte Empfehlung!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen phänomenales Standartwerk mit Schönheitsfehlern, 24. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Entscheidung im Mittelmeer: Europas Seekrieg gegen das Osmanische Reich 1521-1580 (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist wirklich spannend und informativ geschrieben; detailreich, jedoch ohne sich in Details zu verlieren - die Gesamtstorry bleibt für den Leser stets übersichtlich und anschaulich während man zwischenzeitlich in quasi-Nahaufnahmen von Action gefesselt wird.

Das Buch war gewisser Maßen überfällig; das Thema wurde bislang nur als Randnotiz wahrgenommen, stellt sich jedoch als eines der Schlüsselereignisse der frühen Neuzeit dar, dessen Ausgang den Fortgang der westlichen Zivilisation entscheidend beeinflusst hat.

Einige Flüchtigkeitsfehler muss ich dennoch bemängeln (deshalb "nur" 4 Sterne), z.B.:
Die Schlacht von Alesia, die Julius Caesar gegen die Gallier geschlagen hatte wurde auf das Jahr 42 n.Chr. verlegt, fand jedoch 52 VOR (!) Chr. statt. Die Städte Antivari (heutiges Bar), Budva und Dulcigno (heutiges Ulcinj) werden vom Autor in das "heutige Albanien" verlegt, obwohl sie im heutigen Montenegro liegen.

Wie es zu solchen Flüchtigkeitsfehlern kommt, kann ich nicht sagen. Jedoch bereiten sie einen bitteren Beigeschmack. Man hofft (ohne Gewissheit zu haben), dass der Autor bei den meisten seiner Schilderungen - zu denen man selbst nicht viel schlaues sagen kann - "sauber" gearbeitet hat.

Trotzdem ein sehr sehr empfehlenswertes Buch!
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mittelmeer im Krieg, 16. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Entscheidung im Mittelmeer: Europas Seekrieg gegen das Osmanische Reich 1521-1580 (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch beschreibt sehr lebendig die politische und militärische Situation der Mittelmeerwelt des 16.Jahrhunderts. Allianzen, Hintergründe, Kriege und große Männer (Frauen kommen übrigens nur am Rande vor) bestimmen das Buch...

Roger Crowley ist ein Meister der lebendigen Erzählunh, ganz in der Tradition der angelsächsischen Geschichtsschreibung. Er beschreibt sehr genau die Hauptpersonen in diesem oft grausamen Spiel- Suleiman den Prächtigen, Karl V. und andere "Superstars" der Periode wie z.B.Don Juan DAustria oder die Barbarossa Brüder.

Die kontinuierliche Expansion des Osmanischen Reiches wirkte sich aus christlicher Sicht extrem negativ für den Mittelmeerraum aus. Mit dem Fall von Rhodos 1522 wurde dem Vordringen der Türkischen Marine und Freibeuter nach Westen Tür und Tor geöffnet.
Der westliche Mittelmeerraum wurde von Piraterie und Flottenexpeditionen erschüttert, in steigendem Maße...
Dies ist das erste Drittel des Buches, und es nimmt schnell weiter Fahrt auf.
Massive Überfälle von See aus wechseln sich ab mit zähen Belagerungen, was dort für Resourcen/Menschenleben verschwendet werden ist jenseit der Vorstellungskraft.

Den Höhepunkt des Buches bildet die Belagerung von Malta durch die Türken sowie die Seeschlacht von Lepanto 1571.

Zusammengefaßt ist dieses Buch absolut genial! Die größte Stärke des Autors sind seine Schlachtenbeschreibungen und das Schicksal von Einzelpersonen (wie z.B.manchem Galeerensklaven oder Soldaten). Das macht in diesem gigantischen Hin- und Her das Ganze aus Sicht eines Individuums sehr anschaulich und spannend zu lesen.

Sicherlich nicht tauglich als Geschenk für Omas 80., aber alle Fans von europäischer Geschichte werden es lieben!!!

PS:auf Englisch ist das Buch sprachlich noch packender geschrieben!
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5.0 von 5 Sternen Superbuch, 7. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Entscheidung im Mittelmeer: Europas Seekrieg gegen das Osmanische Reich 1521-1580 (Gebundene Ausgabe)
Ich habe lange kein so unterhaltsam geschriebenes Geschichtsbuch gelesen. An keiner Stelle wird es langatmig oder trocken und ist trotzdem hervorragend recherschiert und informativ. Das war nicht das letzte Buch, welches ich von dem Autor gelesen habe.
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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Prima Buch, 4. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Entscheidung im Mittelmeer: Europas Seekrieg gegen das Osmanische Reich 1521-1580 (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist sehr spannend und trotzdem detailgetreu. Man kann nicht aufhören zu Lesen. Der Author muss eine Riesenmenge an Quellen studiert haben.
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Entscheidung im Mittelmeer: Europas Seekrieg gegen das Osmanische Reich 1521-1580
Entscheidung im Mittelmeer: Europas Seekrieg gegen das Osmanische Reich 1521-1580 von Roger Crowley (Gebundene Ausgabe - 1. September 2009)
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