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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Todfeinde der "ewigen Stadt", 9. Mai 2010
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Karthago: Aufstieg und Fall einer Großmacht (Gebundene Ausgabe)
"Ceterum censeo Carthaginem esse delendam...."
(Marcus Porcius Cato Censorius , 234 - 149 v., Chr.)

Nach einer vollständigen Blockade der Stadt und sechs Tagen andauernden Straßenkämpfen ergeben sich am 5. Februar 146 v. Chr. 50.000 Karthager den Truppen des römischen Feldherrn Scipio Aemilianus Africanus minor. Während die Gefangenen in die Sklaverei verkauft werden, wird die einstige punische Metropole dem Erdboden gleich gemacht und von den Römern mit dem Fluch belegt, niemals mehr besiedelt zu werden. Der zertsörung fielen auch sämtliche liteterarischen Zeugnisse der karthagischen Kultur zum Opfer. Als Provinz Africa wird das Territorium dem aufstrebenden Imperium Romanum einverleibt. Nach beinahe 700 Jahren endet damit die Geschichte eines prosperierenden Staatswesen, das einst von phönizischen Siedlern aus der Stadt Tyros im heutigen Libanon als Qart-Hadašt (neue Stadt) gegründet worden war....

....nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Verfilmungen seit 1914, sowie der historischen Romane Gisberts Haefs "Hannibal: Roman: Der Roman Karthagos und "Das Schwert von Karthago" ist Hannibal (248 - 183 v. Chr.), der größte Feldherr des Altertums, bekannt. Seine logistischen und militärischen Leistungen sind unbestritten. Das Überqueren der Rhone und der winterlichen Alpen mit seinen Kriegselefanten, ebenso wie seine Siege am Trasimenischen See (217 v. Chr.) und in der Umfassungsschlacht von Cannae (2. August 216 v. Chr.), bei der es ihm gelang 16. römische Legionen zu vernichten....

Verdienste hin, militärische Erfolge her, Geschichtsschreibung ist stets die Geschichtsschreibung der Sieger. Und so zeigt bereits die überlieferte Warnung "Hannibal ad portas!", wer aus der Sicht der Weltgeschichte, in diesem Fall der römischen Geschichte, als Freund und als Feind betrachtet wird. Historische Atlanten stellen bis heute die römischen Truppen in blauer Farbe, die feindlichen Karthager in Rot dar. 218 Jahre und drei "Punische Kriege" dauerte es, bis sich die aufstrebende Stadt am Tiber ihrer ebenbürdigen, wenn nicht gar überlegenen nordafrikanischen Rivalin entledigen konnte.

Der als Dozent für Alte Geschichte an der Westfälischen Wihelms-Universität Münster lehrende Klaus Zimmermann beschränkt sich in seinem seinem großformatigen Band "Karthago. Aufstieg und Fall einer Großmacht" nicht nur auf die militärischen Siege und Niederlagen von Feldherren wie Hasdrubal, Hamilkar und schließlich Hannibal Barkas. Beginnend bei dem Gründungsmythos der Stadt mit der Sage um die tyrische Prinzessin Elissa (Dido) und dem trojanischen Flüchtling Aeneas, nimmt der Autor auch die bis heute überlieferten Verzerrungen genauer unter die Lupe. Hierzu gehören die den Karthagern zugeschriebene Verschlagenheit und Grausamkeit. Ebenso die angeblichen und zahlreichen Kindesopfer für ihre Fruchtbarkeitsgöttin Tanit und deren Gemahl Baal-Hammon, dessen Bezeichnung "Baal" bereits im Alten Testament negativ belegt ist.

Zahlreiche Karten zeigen den einstigen Herrschafts- und Handelsraum der Punier, der mit weiten Gebieten in Nordafrika, Iberien, den Balearen und den Inseln Szilien, Sardienen und Korsika umeiniges größer war als der Machtbereich der Römer und ihrer Bundesgenossen. Auch die nautischen Leistungen karthagischer Seeleute, die Himilko bis nach Britannien und Hanno bis nach Äquatorialafrika führten, erfahren eine entsprechende Würdigung.

Zehn Kapitel zeichnen nicht nur eine Chronologie, sondern setzen sich mit überlieferten Irrtümern und Klischees auseinander. Ein Anhang mit Quellen und einer Liste weiterführender Literatur bildet den Abschluss eines reichhaltig illustrierten und mit Spannung zu lesenden Geschichtsbuches, das beim Leser die Frage weckt: "Was wäre denn gewesen, wenn....?"

5 Amazonsterne für den gelungenen Versuch einer objektiven Geschichtsschreibung.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die andere Seite der Geschichte, 26. August 2010
Von 
Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Karthago: Aufstieg und Fall einer Großmacht (Gebundene Ausgabe)
Die Geschichte wird immer von den Siegern geschrieben, im Falle Karthagos eben durch die Römer. Doch das in den Geschichtsbüchern allein als Gegner der Römer eingegangene Karthago war anders, als die von Stereotypen geprägten Berichte römischer Historiographen vermuten ließen. Klaus Zimmermann als Althistoriker mit dem Fachgebiet Karthago versucht dennoch die karthagische Seite der Geschichte zu Wort kommen zu lassen., trotz eines Mangels an objektiven oder zumindest karthagischen Quellen, anhand des wenigen was erhalten geblieben ist, die römischen Histriographen doch nicht unerwähnt ließen und neuester archeologischer Forschungsergebnisse.

Dazu setzt sich Zimmermann zuerst einmal mit den römsichen Quellen zur Geschichte Karthagos auseinander. Griechen wie Römer kannten Karthager selbst meist nur als Händler und aus Häfen, doch es sind gerade ihre kaum vorurteilsfreien Überlieferungen durch die wir Europäer uns eher mit der römischen Seite identifizieren und gleichzeitig deren Sichtweise übernehmen. So zeichnen die Geschichtsbücher, Rom gerne in blau, Karthago im feindlichen rot. Doch so fremdartig wie die römische Nomenklatura Karthago darzustellen versuchte kann dieses nicht gewesen sein, gehörten sie doch alle im großen und ganzen zu einem gemeinsamen Kulturraum. Ausschlaggebend für diese "Verzerrung" Karthagos ist laut Zimmermann jedoch auch die römische Praxis, selbst aggressive Eroberungskriege und Vertragsbrüche durch gezielte Geschichtsschreibung zu rechtfertigen. Damit sich der Leser allerdings selbst ein Bild machen kann, zitiert Zimmermann vielfach aus den Originaltexten der Chronisten.

In Zimmermanns Darstellung ist es keine karthagische Aggression die zum Ausbruch der Punischen Kriege führt, sondern strategisches Kalkül der römischen Politiker. Nach zahlreichen Kriegen um die griechischen Kolonien in Unteritalien und eine vertragliche Teilung der Einflusssphären war Karthago vor allem am Schutz seiner Epikratie auf Sizilien interessiert. Die Niederlage der karthagischen Heere waren jedoch anschließend weniger auf die Überlegenheit des numerisch unterlegenen Gegners zurückzuführen, sondern viel mehr auf ein Versagen der Heere und ihrer Befehlshaber. Karthagos defensive Außenpolitik konnte es jedoch vor Roms Expansionsdrang nicht bewahren. Während man den Verlust Siziliens durch einen Ausbau der spanischen Besitzungen zu kompensieren versuchte, sollte Hannibals Feldzug vor allem dazu dienen Rom auf den Status einer Mittelmacht zurechtzustutzen, nicht jedoch die Republik auszulöschen, wie römische Agitatoren behaupteten.

Was Zimmermann mit KARTHAGO: AUFSTIEG UND FALL EINER GROSSMACHT gelingt ist es Geschichte sehr plastisch und gut lesbar aufzubereiten, ohne dabei Abstand von den Fakten zunehmen. Auch wenn er sich des Versuchs angenommen hat, Karthago nach über zwei Jahrtausenden zu rehabilitieren und dabei vor allem Roms Interesse an einer aggressiven Expansion zu enthüllen.

Fazit:
Spannend und verständlich aufbereitet, ein faszinierendes Geschichtsbuch, das sich zudem des Versuchs annimmt Karthagos Geschichte gerecht zu werden, anstatt antike Klischees zu beschwören.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Konkurrenten leben gefährlich, 5. Juni 2010
Von 
Christian Döring "leseratte" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Karthago: Aufstieg und Fall einer Großmacht (Gebundene Ausgabe)
Höre ich Karthago denke ich an Elefanten und Hannibal. Aber Karthago ist viel mehr gewesen. Klaus Zimmermann erzählt in diesem Buch noch einmal die Sage von Prinziessin Elissa und dem Flüchtling Arneas. Das Gründungsmythos der Stadt ist genauso beeindruckend geschildert, wie sein Untergang 146 v. Chr.

Dieses Karthago muss so etwas wie eine Hauptstadt des Welthandels und der Seefahrervölker gewesen sein. Klar, dass so ein Reich zwangsläufig zum Rivalen Roms werden musste. Wir wissen wie der erbitterte Krieg endete.

In diesem Buch mit seinen 130 Abbildungen gibt uns Klaus Zimmermann von der Uni Münster einen guten Überblick über den Aufstieg und Fall der Großmacht Karthago. Vor allem aber, und dies ist die wesentliche Leistung des Autors, trennt er sehr genau Mythos und historisch belegbare Fakten.

Oft glauben wir viel zu wissen. Bei der totalen Zerstörung Karthagos wurden beinah alle Schriftzeugnisse vernichtet, die uns heute hätten Auskunft geben können. Zimmerman begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit und ermöglicht einen neuen, unversperrten Blick auf die antike Großmacht, die noch heute als Pioniere der Seefahrt sowie des Handels und als Experten der Landwirtschaft gelten.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Todfeinde der "ewigen Stadt", 23. Oktober 2011
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Karthago: Aufstieg und Fall einer Großmacht (Gebundene Ausgabe)
"Ceterum censeo Carthaginem esse delendam...."
(Marcus Porcius Cato Censorius , 234 - 149 v., Chr.)

Nach einer vollständigen Blockade der Stadt und sechs Tagen andauernden Straßenkämpfen ergeben sich am 5. Februar 146 v. Chr. 50.000 Karthager den Truppen des römischen Feldherrn Scipio Aemilianus Africanus minor. Während die Gefangenen in die Sklaverei verkauft werden, wird die einstige punische Metropole dem Erdboden gleich gemacht und von den Römern mit dem Fluch belegt, niemals mehr besiedelt zu werden. Der zertsörung fielen auch sämtliche liteterarischen Zeugnisse der karthagischen Kultur zum Opfer. Als Provinz Africa wird das Territorium dem aufstrebenden Imperium Romanum einverleibt. Nach beinahe 700 Jahren endet damit die Geschichte eines prosperierenden Staatswesen, das einst von phönizischen Siedlern aus der Stadt Tyros im heutigen Libanon als Qart-Hadašt (neue Stadt) gegründet worden war....

....nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Verfilmungen seit 1914, sowie der historischen Romane Gisberts Haefs "Hannibal: Roman: Der Roman Karthagos und "Das Schwert von Karthago" ist Hannibal (248 - 183 v. Chr.), der größte Feldherr des Altertums, bekannt. Seine logistischen und militärischen Leistungen sind unbestritten. Das Überqueren der Rhone und der winterlichen Alpen mit seinen Kriegselefanten, ebenso wie seine Siege am Trasimenischen See (217 v. Chr.) und in der Umfassungsschlacht von Cannae (2. August 216 v. Chr.), bei der es ihm gelang 16. römische Legionen zu vernichten....

Verdienste hin, militärische Erfolge her, Geschichtsschreibung ist stets die Geschichtsschreibung der Sieger. Und so zeigt bereits die überlieferte Warnung "Hannibal ad portas!", wer aus der Sicht der Weltgeschichte, in diesem Fall der römischen Geschichte, als Freund und als Feind betrachtet wird. Historische Atlanten stellen bis heute die römischen Truppen in blauer Farbe, die feindlichen Karthager in Rot dar. 218 Jahre und drei "Punische Kriege" dauerte es, bis sich die aufstrebende Stadt am Tiber ihrer ebenbürdigen, wenn nicht gar überlegenen nordafrikanischen Rivalin entledigen konnte.

Der als Dozent für Alte Geschichte an der Westfälischen Wihelms-Universität Münster lehrende Klaus Zimmermann beschränkt sich in seinem seinem großformatigen Band "Karthago. Aufstieg und Fall einer Großmacht" nicht nur auf die militärischen Siege und Niederlagen von Feldherren wie Hasdrubal, Hamilkar und schließlich Hannibal Barkas. Beginnend bei dem Gründungsmythos der Stadt mit der Sage um die tyrische Prinzessin Elissa (Dido) und dem trojanischen Flüchtling Aeneas, nimmt der Autor auch die bis heute überlieferten Verzerrungen genauer unter die Lupe. Hierzu gehören die den Karthagern zugeschriebene Verschlagenheit und Grausamkeit. Ebenso die angeblichen und zahlreichen Kindesopfer für ihre Fruchtbarkeitsgöttin Tanit und deren Gemahl Baal-Hammon, dessen Bezeichnung "Baal" bereits im Alten Testament negativ belegt ist.

Zahlreiche Karten zeigen den einstigen Herrschafts- und Handelsraum der Punier, der mit weiten Gebieten in Nordafrika, Iberien, den Balearen und den Inseln Szilien, Sardienen und Korsika umeiniges größer war als der Machtbereich der Römer und ihrer Bundesgenossen. Auch die nautischen Leistungen karthagischer Seeleute, die Himilko bis nach Britannien und Hanno bis nach Äquatorialafrika führten, erfahren eine entsprechende Würdigung.

Zehn Kapitel zeichnen nicht nur eine Chronologie, sondern setzen sich mit überlieferten Irrtümern und Klischees auseinander. Ein Anhang mit Quellen und einer Liste weiterführender Literatur bildet den Abschluss eines reichhaltig illustrierten und mit Spannung zu lesenden Geschichtsbuches, das beim Leser die Frage weckt: "Was wäre denn gewesen, wenn....?"

5 Amazonsterne für den gelungenen Versuch einer objektiven Geschichtsschreibung.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufstieg und Fall einer Großmacht, 8. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Karthago: Aufstieg und Fall einer Großmacht (Gebundene Ausgabe)
Bei Karthago muss ich zuerst an Hannibal und den Angst-Spruch der Römer denken: "Hannibal ante Portas (Hannibal vor den Toren)". Der Spruch wurde auch später von Cicero in Zusammenhang mit Marcus Antonius, vormals General von Caesar und späterer Triumvirn mit Octavian (Augustus) benutzt <<Hannibal ad portas>>. Dadurch wurde er mit dem Schrecken Roms, Hannibal, gleichgesetzt und verbal attackiert.

Doch wer / was war Karthago? Wer ist dieser Hannibal Barkas der die Römer das Fürchten lernte (Cannae) und mit mehr als 50000 Mann die Alpen überquerte? Was sind die Punischen Kriege? Wie wuchs Karthago zu einer der größten See- und Landmächte der Antike heran und wie schnell kam sein Untergang? ...
Dies sind nur wenige Fragen von vielen die man sich, mit dem Thema Karthago verbunden, stellen mag.

Die Geschichte wird von den Siegern geschrieben, nicht von den Besiegten. Daher lassen die Geschichtsbücher Karthago als bösen Nachbarn der Römer auftreten / erscheinen. Doch waren es die Römer die die Geschichte geschrieben haben. Stimmt also daher unser heutiges karthagisches Geschichtsbild überhaupt mit dem bösen und hinterhältigen Nachbarn aus Nordafrika überein?

Karthago ist nicht nur ein Mythos, sondern auch die Wiege der nordafrikanischen Zivilisation.
Viele Mythen ranken sich um den Ursprung dieser Kultur. Die Stadt lag in der Nähe des heutigen Tunis in Tunesien. Manche nannten die Bewohner Karthagos Karthager, doch die Römer nannten Sie Punier. Punier wird von Phönizier abgeleitet. Daher auch die spätere Nomenklatur der 3 großen Kriege zwischen Rom und Karthago als Punische und nicht als Karthagische Kriege!
Das Reich erstreckte sich in seiner größten Ausdehnung von Südspanien, über Nordafrika (Marokko, Tunesien, ...) über Corsica und Sizilien bis hin zu Ägypten. Allein wegen dieser Vormachtstellung im Mittelmehrraum und weil Karthago schon einen Fuß im Kornspeicher Roms hatte (Sizilien), musste es früher oder später zu (diplomatischen, kriegerischen) Auseinandersetzungen kommen, die Letzen Endes im Untergang Karthagos und in der totalen Vernichtung durch Roms Streitkräfte endete.

Sie sehen bereits das dies ein Thema ist, welches man nicht schnell zwischen Tür und Angeln besprechen / erörtern kann. Die Informationen und die Geschichte um Karthago ist einfach zu groß und zu mächtig. Daher beeindruckt mich das Buch sehr, denn der Autor hat es meines Erachtens geschafft, alle wichtigen Aspekte vom Anfang bis zum Ende Karthagos, kurz und bündig, aber immer noch informativ, in diesem Buch darzustellen! Der mitreißende, informative und bildliche Schreibstil des Autors tragen Ihren Teil dazu bei, das Buch nicht mehr aus den Händen zu legen!

Begleiten Sie Klaus Zimmermann auf dem Weg diese oben aufgeführten, alles entscheidenden Frage zu erkunden und verfolgen Sie mit diesem Buch den Ursprung (Gründungsmythos) Karthagos, den ersten Clinch mit den Griechen und Römern, bis hin zu den Punischen Kriegen und zu Hannibals Kräftemessen mit Rom und letztendlich zu dem Untergang und der totalen Elimination Karthagos durch S.P.Q.R. (Senatus Populusque Romanus - Senat und das Volk von Rom).

Ein sehr gelungenes Werk, mit vielen informativen Anekdoten, Quellenbelegen, Karten und schönen Farbillustrationen.

Ein Buch dass Lust auf Geschichte macht ...
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5.0 von 5 Sternen Ausgezeichnete Zusammenfassung des aktuellen Forschungsstands zu Karthago, 14. Juni 2014
Von 
M. Herold (Esslingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Karthago: Aufstieg und Fall einer Großmacht (Gebundene Ausgabe)
Wenn ich einen Kritikpunkt zu diesem sehr guten Sachbuch habe, dann dass es zu kurz ist.

Klaus Zimmermann fasst mit leicht verständlichen, aber nicht zu plumb wirkenden Worten zusammen, was heute von Karthago bekannt ist, was aufgrund welcher Indizien vermutet wird und welche antiken Chronisten uns welche Informationen aus welchen Gründen hinterlassen haben. Damit schafft er ein umfassendes, wenn auch oberflächliches Bild der Großmacht, die so ganz anders gewesen zu sein scheint als es uns die römischen Quellen glauben machen wollen.

Zu den unterhaltsamen wie informativen Texten kommt noch eine sehr ansprechende Sammlung von Fotos, Illustrationen und Computer-Rekonstruktionen, so dass der Leser einen guten Eindruck der Stadt und seiner Menschen erhält.

Wer nach dieser Lektüre mehr will, dem empfehle ich dringend Giesbert Haefs Roman "Hannibal" (http://www.amazon.de/Hannibal-Roman-Karthagos-Gisbert-Haefs/dp/3453061322/), der genau diesen Forschungsstand aufgreift und mit glaubhaften Ausschmückungen zu einem athmosphärisch dichten Thriller verarbeitet.
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Karthago: Aufstieg und Fall einer Großmacht
Karthago: Aufstieg und Fall einer Großmacht von Klaus Zimmermann (Gebundene Ausgabe - 1. April 2010)
EUR 19,95
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