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Mit diesem Titel zum Zeitalter der Reformation ist Volker Leppin, Kirchenhistoriker in Tübingen (ehemals Jena), ein meisterhafter Wurf gelungen, der überblicksartig und doch zugleich detailliert die Reformation vor Augen führt. Seine Ausführungen führen allerdings nicht nur zu deutschen Personen und Gegenden oder Fragestellungen, sondern durchaus über den deutschsprachigen Tellerrand hinaus. Überhaupt ist der Überblick von einem Blick auf das Gesamt der Christenheit und seiner Kontexte geprägt, ohne sich in Spezifika zu verlieren.

Besonders ansprechend ist neben der bei aller schwerwiegenden Sachverhalte leichtfüßigen Sprache Leppins die Präsentation der Bilder, Karten und Abbildungen. Hier hat der Verlag nicht gespart, sondern in herrlich großzügigem Lay-out großformatig und großartig auch Details zur Geltung kommen lassen.

Wer fachkundiges Wissen in ansprechender Sprache und vorbildlicher Bebilderung in eins haben möchte, wird gerne zu diesem beeindruckenden Druck greifen und nicht enttäuscht werden.

Überaus empfehlenswert!
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Neben der französischen Revolution und dem damit verbundenen Aufstieg Napoleons ist die Reformation wohl eines der europäischsten Kapitel der Weltgeschichte, welches aus einer Kircher voller Polaritäten das multikonfessionelle Europa der frühen Neuzeit schuf. In "Das Zeitalter der Reformation" zeichnet Volker Leppin ein sehr konzentriertes und umfassendes Bild dieser Epoche der Erneuerung und beginnt dabei zunächst mit dem großen Papstschisma 1738-1417, welches die katholische Kirche zwischen Rom und Avignon spaltete und den Niedergang päpstlicher Autorität herbeiführte. Weltliche Machtinteressen der Landesherren und dringender Reformbedarf taten schließlich ihr übriges, um einen Sturm zu entfachen der das Gesicht des Abendlandes für immer verändern sollte.

In seiner Darstellung der Reformation verzichtet Volker Leppin weitgehend auf jeden Mythos und Pathos, um eine einseitige Vereinnahmung des Themas zu vermeiden. Sachlich zeigt er die Reformation als das was sie war, ohne in ihr die sozialpolitischen oder nationalistischen Ansätze ideologisch hervorzukehren oder sich auf Deutschland zu beschränken. Zwar wird Martin Luther von allen Reformatoren der meiste Platz eingeräumt, doch resultiert dies eher aus Leppins intensiverer Beschäftigung mit dieser Persönlichkeit im Rahmen gleich mehrerer Biografien. Leppin widmet sich ebenso der Schweiz mit Calvin und Zwingli ebenso wie Heinrichs VIII. und England oder Skandinavien mit seinen eigenen Reformatoren.

Mit Diarmaid MacCullochs "Die Reformation 1490-1700" (Originaltitel: Reformation: Europe's House Divided 1490-1700) hat die Deutsche Verlagsanstalt DVA 2008 ein relativ hochpreisiges "Standardwerk" zu einem der bedeutendsten historischen Ereignisse Mitteleuropas vorgelegt. Das Mammut-Werk MacCullochs mit seinen 1024 Seiten in allen Ehren, aber dem interessierten Leser sei für den Einstieg dann doch zu einer gestrafften Einstiegslektüre geraten, wie sie der deutsche Theologe und Kirchenhistoriker Volker Leppin mit dem vorliegenden Werk 2009 geschaffen hat.

Obwohl großformatig ist "Das Zeitalter der Reformation" kein typischer Bildband wie man annehmen könnte, nutzt das Werk dieses Format doch lediglich geschickt um eine ungewöhnlich große Menge Text auf vordergründig geringerer Seitenzahl und mit ansehnlichen Bildmaterial auszustatten. Bildmaterial das in den Bildteil eines üblichen Hardovers oder Taschenbuchs gepresst allerdings viel von seinem faszinierenden Detailreichtum verlieren könnte, wie die diversen Karten, auf denen man bestimmte Orte sonst schon fast mit der Lupe suchen müsste. Von der Textmenge selbst würde das Werk auch locker an jene 300-500 Seiten umfassenden Werke heranreichen, die einem für gewöhnlich geboten werden. Durch das größere Format geht davon nichts verloren, allerdings wird die Struktur so aufgelockert und dem Text erfolgreich der Schrecken genommen.
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am 21. Juli 2014
Eine auf umfassender Detailkenntnis basierende Überblicksdarstellung von Voraussetzungen und Verlauf der Reformation - jenseits der gängigen Klischees. Sehr lesenswert für alle, die Einblick haben wollen in die neuesten Einsichten der Forschung.
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