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31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Teure Streitschrift
"Das Ende der Zivilisation" klingt dramatisch, und das soll es auch. Denn der Oxforder Historiker Ward-Perkins wendet sich mit diesem Buch gegen die in den vergangenen Jahren unter Historikern populär gewordene Darstellung, es habe keinen Untergang des römischen Reiches gegeben, keinen Bruch zwischen Antike und Mittelalter, sondern stattdessen eine weitgehend...
Veröffentlicht am 14. Juli 2007 von C. Kadel

versus
4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Einseitig
Ward- Perkins ist Archäologe, und das mekrt man diesem Buch auch an. Er stützt sich weniger auf schriftliches als auf archäologische Funde und zieht dabei teilweise Schlüsse, die einen stutzig werden lassen.
Ein kleines Beispiel: Um zu zeigen, dass die Landwirtschaft unter den "Barbaren" tüchtig zu leiden hatte, bietet uns W.P. ein kleines...
Vor 20 Monaten von Sahne veröffentlicht


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31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Teure Streitschrift, 14. Juli 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Untergang des Römischen Reiches: Und das Ende der Zivilisation (Gebundene Ausgabe)
"Das Ende der Zivilisation" klingt dramatisch, und das soll es auch. Denn der Oxforder Historiker Ward-Perkins wendet sich mit diesem Buch gegen die in den vergangenen Jahren unter Historikern populär gewordene Darstellung, es habe keinen Untergang des römischen Reiches gegeben, keinen Bruch zwischen Antike und Mittelalter, sondern stattdessen eine weitgehend friedliche und politisch gesteuerte Transformation. Ward-Perkins argumentiert sehr überzeugend, dass überwältigende historische und archaeologische Fakten zumindest in den westlichen Provinzen des römischen Reiches (entsprechend dem heutigen Spanien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland) tatsächlich für ein "Ende der Zivilisation" sprechen, wenn darunter der kulturelle und materielle Stand der breiten Bevölkerung verstanden wird.

Das Buch will keine chronologische Geschichte des Untergangs des römischen Reiches sein, was denjenigen, der in erster Linie eine Übersicht über die historischen Ereignisse erwartet, enttäuschen dürfte. Im Laufe der Auseinandersetzung mit den Argumenten der "Transformations-Historiker" werden jedoch zahlreiche historische Ereignisse erörtert, so dass der Leser zunehmend einen wenn auch knappen Gesamtüberblick erhält.

Zahlreiche Abbildungen lockern den Text auf und illustrieren die Argumente des Autors gut. Dennoch erscheint mir persönlich der Preis für die deutsche Ausgabe des Werks sehr teuer zu sein. Für Leser mit Englischkenntnissen empfehle ich die deutlich preisgünstigere englische Taschenbuchausgabe.
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41 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Revision des modernen Bildes der Spätantike, 8. Juli 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Untergang des Römischen Reiches: Und das Ende der Zivilisation (Gebundene Ausgabe)
Bryan Ward-Perkins unternimmt es, das in den letzten Jahrzehnten in der historischen Forschung erarbeitete Bild der Spätantike und des Frühmittelalters zu revidieren. Er möchte der traditionellen (bekannteren) Ansicht, daß der Untergang des weströmischen Reichs eine gewaltige Kulturkatastrophe war, gegen neuere, kulturgeschichtlich inspirierte Deutungen eines geradliningen Übergangs wieder zur Geltung verhelfen.

Die Darstellung hat zwei Hauptteile. Zunächst schildert Ward-Perkins im Teil "Der Untergang Roms" die Ereignisse beim Zusammenbruch des römischen Reichs aus der Perspektive der Betroffenen vor Ort. Dazu zieht er vor allem schriftliche Quellen heran. Es entsteht ein plastisches Bild des untergehenden (west-)römischen Reichs, vom Schicksal der Eroberten und dem Benehmen der neuen Herren. Dahinter tritt die Diskussion über die Gründe des Untergangs zurück, doch verwirft Ward-Perkins mit Blick auf das ein Jahrtausend noch bestehende Oströmische Reich die These, das weströmische Reich sei aufgrund innerer Schwäche (Dekadenz, Christentum) zusammengebrochen. Als Ursache sieht er vielmehr die durch die feindlichen Einfälle verursachten verheerenden Steuerausfälle im gesamten Weströmischen Reich, die den Unterhalt der Armee immer mehr erschwerten, während das Oströmische Reich dank des Bosporus über ein geschütztes Hinterland verfügte, das von germanischen Einfällen nicht erreicht wurde und auch noch im 5. und 6. Jahrhundert gewaltige Wirtschafts- und Steuerkraft besaß.

Der zweite Teil "Das Ende einer Zivilisation" behandelt in systematischer Perspektive den Kulturverlust in Folge der Völkerwanderung. Vornehmlich durch die Auswertung von Keramik-Funden stellt Ward-Perkins fest, daß die hochspezialisierte spätantike Wirtschaft teils schlagartig zusammenbrach, teils auch langsam niederging. In einigen Teilen des weströmischen Reichs fielen die Lebenverhältnisse auf einen prähistorischen Stand zurück, der noch unter dem vor der römischen Eroberung lag.

Abschließend sieht Ward-Perkins zwar Vorteile darin, die Zeit des 5.-8. Jahrhunderts als Einheit zu sehen - u.a. wg. der Verwendung des weniger vorteilsbelasteten Begriff "Spätantike" und des geographisch geweiteten Horizonts der Alten Geschichte (im Ggs. zur regional/national arbeitenden Mediävistik) -, doch überwiegen für ihn die Nachteile der neueren Perspektive: Das Ende des Roms war ein schmerzhafter Einschnitt mit dramatischen Folgen. Ward-Perkins wendet sich gegen eine Geschichtssicht, in der Misserfolge und Katastrophen wegdiskutiert werden.

Insgesamt scheint der Einspruch Ward-Perkins sehr begründet. Positiv zu vermerken ist der leicht lesbare essyistische Stil des Buchs, das durchaus empfehlenswert ist - mit der Einschränkung, dass es sich nicht als Einstiegsliteratur eignet, sondern ein solides, bildungsbürgerliches Grundwissen voraussetzt.
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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Untergang statt Übergang – Argumente wider die Verharmloser, 12. Mai 2008
Von 
Frank Stefan Becker (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Der Untergang des Römischen Reiches: Und das Ende der Zivilisation (Gebundene Ausgabe)
Ward Perkins knüpft mit seinem Buchtitel bewusst an Gibbons Klassiker an, präzisiert ihn aber durch seinen düsteren Nachsatz (…und das Ende der Zivilisation), der zugleich die Essenz des Buches bildet. Damit bezieht er Position gegen eine Reihe von Autoren wie W. Goffard oder N.Faulkner, die in den letzten Jahrzehnten die Kontinuität des Übergangs betont hatten. Ihnen wirft der Autor Verharmlosung vor, die er mit trockenem britischen Humor wie folgt karikiert: ‚Manches in der jüngeren Literatur über die germanischen Ansiedlungen liest sich wie ein Bericht über eine Teeparty im römischen Pfarrhaus. Ein schüchterner Neuankömmling im Dorf, der ein brauchbarer potentieller Kandidat für das Cricketteam ist, wird hereingebeten. Es gibt einen kurzen Moment der Verlegenheit, während der Gastgeber einen leeren Stuhl sucht und eine neue Tasse Tee einschenkt, aber die Konversation und das Dorfleben gehen bald weiter’ (S. 93). Was Ward-Perkins demgegenüber mit seinem ebenso profund recherchierten wie pointiert geschriebenen Buch bezwecken will, macht er gen Schluss deutlich: ‚Ich denke, es liegt eine wirkliche Gefahr für die Gegenwart in einer Vorstellung der Vergangenheit, die sich explizit vornimmt, jede Krise und jeden Niedergang auszuradieren. Das Ende des römischen Westens erlebte Schrecken und Verwerfungen einer Art, von der ich ehrlich hoffe, sie nie durchleben zu müssen; und es zerstörte eine komplexe Zivilisation, wobei die Bewohner des Westens auf einen Lebensstandard, der typisch für die prähistorische Zeit war, zurückgeworfen wurden.’ (S. 190)
Die in Mode gekommene Relativierung des Reichsendes im Westen führt der Autor auf mehrere Faktoren zurück: Den geringeren Stellenwert klassischer Bildung (die den nachantiken Kultursturz als nicht so gravierend erscheinen lässt), eine auf europäische Versöhnung zielende moderne Betonung der germanisch-romanischen Zusammenarbeit im Frankenreich, die generelle Abwertung von Imperien (wie in Star Wars) sowie den Rückgang der wirtschaftlich orientierten Geschichtsanalyse nach der Machtentweichung des Kommunismus. Die Auswertung des archäologischen Befundes der Zeit ab 400 n.Chr. untermauert seine These vom Kultursturz. Die spezialisierte, effiziente antike Wirtschaft, die auch breiten Bevölkerungsschichten den Zugang zu relativ hochwertigen Waren ermöglichte, bricht in Folge der kriegerischen Ereignisse zusammen. So verschwinden in Britannien für Jahrhunderte Dachziegel, auf der Töpferscheibe gedrehte Keramik, der Steinbau, die Geldwirtschaft, sowie der alltägliche Schriftgebrauch. In anderen Provinzen des weströmischen Reiches, so der Autor, ist diese Entwicklung vielleicht nicht ganz so drastisch, aber prinzipiell ähnlich. Ergänzt wird der Befund durch spätantike Originalzitate (z.B. Salvian, Eugippius, Orosius, Beda, Orientius von Auch), die das düstere Bild bestätigen. Dass der plötzliche Sturz keineswegs unausweichlich war, zeigt die erst kürzlich von Peter Heather (‚The Fall of the Roman Empire’) nachgewiesene, auf die Reichskrise des 3. Jh. folgende Blüte der römischen Landwirtschaft (und damit des Wohlstands) im 4. Jh. Deshalb beschließt Ward-Perkins sein überaus lesenswertes Buch mit der Mahnung: ‚Die Römer waren vor dem Untergang genauso wie wir heute sicher, dass ihre Welt für immer im Wesentlichen unverändert bleiben würde. Sie lagen falsch. Wir wären gut beraten, nicht genauso selbstgefällig zu sein.’
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Dark Ages, 20. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Untergang des Römischen Reiches: Und das Ende der Zivilisation (Gebundene Ausgabe)
Das Buch spricht aus, was eigentlich archäologisch erwiesen ist: Der Fall des römischen Reiches in Westeuropa war der Untergang einer bereits sehr fortgeschrittenen Zivilisation.
Heute wird oft verharmlosend von einem "Übergang ins Frühmittelalter" gesprochen. Nun, heutzutage sprechen wir ja auch von einem "Wertewandel" statt von einem "Werteverfall". Einfache Sache: Verschwindet etwas, ist es ein Verfall - kein Wandel. So auch im Fall Roms: Massiver Bevölkerungsrückgang (unbestreitbar, Beispiel: Bevölkerung Roms in der Antike: 1,2 Millionen - im Mittelalter: ca. 30.000), massiver Rückgang von Lese-und Schreibfertigkeit (das übernahm monopolistisch der Klerus und vielleicht noch der Hochadel), massiver Rückgang der Fertigkeiten im Bereich Architektur (vielerorts wurden zum Bau von Steingebäuden Steine aus römischen Ruinen herausgerissen), Medizin (bei den Römern wurde mit Chirugenbestecken operiert, die heutigen ähneln, man kannte Betäubungen usw., zum Mittelalter in Europa muß ich wohl dazu nicht viel sagen, oder?), militärisch: Disziplinierte Heere tauchten erst wieder im Spätmittelalter auf. Bis dahin beherrschte eine selbstherrliche Kaste von Rittern das einfache Volk, ohne im Feld wirklich effektiv gegen Heere zu sein, die, ähnlich den Römern disziplinierte Soldaten aufboten (sehr gutes Beispiel: Die Mongolen, für die garantiert kein europäisches Heer ein nennenswertes Hindernis gewesen wäre/war). Teilweise (was erschreckend ist) sackte der Grad der Zivilisation nach dem Fall Roms auf einen Stand ab, der unter dem der keltischen Kultur vor den Römern lag.
Das Fazit: Mit dem Untergang Roms legte sich ein religiös angehauchtes Leichentuch für um die 800 Jahre über Westeuropa.
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5.0 von 5 Sternen Konfusion statt Transformation, 3. März 2012
Von 
H. Schneider (Aichtal) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Untergang des Römischen Reiches: Und das Ende der Zivilisation (Gebundene Ausgabe)
In seinem brillant geschriebenen Essay "Der Untergang des Römischen Reiches" greift Ward- Perkins in die aktuelle Debatte zur Neubewertung der Epoche der "Spätantike" ein- und verwirft das inzwischen bereits (zumindest in Fachkreisen) durchaus gängige und allgemein anerkannte Bild der "Spätantike" als einer Epoche des weitgehend geordneten und friedlich- evolutionär verlaufenden Übergangs, eben der Transformation von der Kultur der "klassischen Antike" zu der des Mittelalters.
Dieser eher idyllischen Vorstellung hält der Autor zunächst die Textbelege jener Zeit entgegen, welche deutlich die traumatischen Erfahrungen der Zeitgenossen schildern, bevor die Gründe für den Zusammenbruch des (west-) römischen Reiches erörtert werden- nämlich Druck von außen infolge der Völkerwanderung und wegbrechende Steuereinnahmen aufgrund des Kontrollverlusts über von Barbaren besetzten Gebieten und des Zusammenbruchs des Wirtschaftssystems parallel zum politischen Niedergang, wodurch die Finanzierung der notwendigen Staatsaufgaben zum Erhalt der politischen und sozialen Ordnung (also sprich v. a. Armee und Verwaltung) zunehmend erschwert und schließlich unmöglich wurde.
Im zweiten und eigentlichen Hauptteil des Buches wird der Frage nachgegangen, wie und v. a. warum die römische Kultur hauptsächlich in den westlichen Provinzen so vollständig niedergehen und bis auf geringe Reste oftmals auch verschwinden konnte. Nach einer ausgiebigen Schilderung des komplexen wirtschaftlichen Entwicklungsgrads der römischen Welt und ihrer Ergebnisse (u. a. hohe Spezialisierung, weitverzweigter Handel, Standardisierung und Massenproduktion, hohe Qualität der Produkte, ...), weist Ward- Parkins hauptsächlich unter Bezugnahme auf archäologische Forschungsergebnisse, u. a. die qualitativ minderwertige Keramik der nachrömischen Zeit, den Verfall des Bauwesens, das Verschwinden der Münzprägung etc., einen massiven sowohl qualitativen als auch quantitativen Verlust der materiellen Kultur der nachrömischen Epoche nach. Dies konnte, wie z. B. in Britannien oder Nordgallien, schlagartig und fast vollständig vor sich gehen, oder auch, wie v. a. in den Provinzen des oströmischen Reiches, langsam aber eben doch auch unaufhaltsam. Auch geschah es nicht überall zeitlich parallel, sondern in den Ostprovinzen mit ca. 200 Jahren "Verspätung". Als Grund für diesen ökonomischen Exitus sieht der Autor neben kriegerischen Einwirkungen v. a. den Verlust des "gemeinsamen Wirtschaftsraumes" des Imperiums infolge von dessen politischem Kollaps, in dessen Folge neben seiner reichen materiellen Kultur natürlich auch die geistige (z. B. die weit verbreitete Lese- und Schreibfähigkeit) verloren ging.
Einige abschließende Überlegungen zur Gefahr einer allzu positiven Sicht und Betonung des Begriffs der "Spätantike" runden das Ganze ab.

Ward- Perkins Werk ist trotz seiner guten Lesbarkeit sicher nicht als Einstiegswerk zu empfehlen, da doch eine zumindest grobe Vorkenntnis benötigt wird um es zu verstehen. Nichtsdestotrotz ist es ein hochaktueller Beitrag zur Forschungsdebatte und v. a. als Ergänzung zu anderen Autoren (wie z. B. Peter Heather) jedem am Thema interessierten wärmstens zu empfehlen.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Einseitig, 10. September 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Untergang des Römischen Reiches: Und das Ende der Zivilisation (Gebundene Ausgabe)
Ward- Perkins ist Archäologe, und das mekrt man diesem Buch auch an. Er stützt sich weniger auf schriftliches als auf archäologische Funde und zieht dabei teilweise Schlüsse, die einen stutzig werden lassen.
Ein kleines Beispiel: Um zu zeigen, dass die Landwirtschaft unter den "Barbaren" tüchtig zu leiden hatte, bietet uns W.P. ein kleines Schaubild: Drei Kühe. Eine römische, eine barbarische und eine, die sich von den furchtbaren Eroberern schon wieder etwas erholen konnte. Worauf will er hinaus? Die gefundenen Skelette zeigen "deutlich", dass die urrömische Kuh die größte war, mit einer Schulterhöhr von "circa" 115,5 cm. Die unter den barbarischen Bauern furchtbar leidende Kuh ist um ganz 5 cm kleiner! Mich at das nicht recht überzeugt, zumal ich nicht glaube dass drei ausgegrabene Skelette einen wissenschfatlich fundierten Mittelwert hergeben können.
Nach diesem Schema verläuft auch der Großteil der restlichen Argumentation, die sich auf Münzen, Keramik, Dächer u.ä. stützt.
Ich will nicht behaupten, dass Ward- Perkins uns Lügen auftischt. Ich denke jedoch, dass er die Zeit des Untergangs des römischen Reiches durch ein sehr kleines Guckloch betrachtet und Gegenargumente gerne mal außer Acht lässt. (Zitat aus einer Endnote über seine eigene Aussage im Fließtext: "Ich würde dafür meine Hand nicht ins Feuer legen...")
Wer sich mit dem Thema beschäftigt, sollte dieses Werk nicht als Einführungslektüre benutzen!
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5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen The Fall of Rome - and the end of civilization, 4. Mai 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Untergang des Römischen Reiches: Und das Ende der Zivilisation (Gebundene Ausgabe)
Eine m.E. nicht vollständige Betrachtung. Der Verfall von Recht und Ordnung in den Zeiten der Völkerwanderung mit den entsprechenden Resultaten ist in vielen Werken eingegangen worden. Erfreulicherweise blieb der Wurzelstock der Antike besonders in den cis-alpinen Regionen Roms an vielen Orten bis zum erneuten zaghaften Aufblühen erhalten. Doch es dauerte doch wieder um die 1200 Jahre, um in etwa einen Anschluß an das Rom um 300 zu erhalten.

Auf den Komplex der Franken geht Bryan Ward-Perkins nur wenig ein, obgleich diese Volksgemeinschaft doch der eigentlich Nachfolger der Römer im westlichen Reich darstellte.

Auch ich finde den Preis für die deutsche Ausgabe als drastisch überhöht. Deshalb beziehe ich mich auf die Ausgabe in englischer Sprache.
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Der Untergang des Römischen Reiches: Und das Ende der Zivilisation
Der Untergang des Römischen Reiches: Und das Ende der Zivilisation von Bryan Ward-Perkins (Gebundene Ausgabe - 1. Mai 2007)
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