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4.0 von 5 Sternen interessant aber natürlich spekulativ
Anhand des derzeitigen Stands der Archäologie versuchen Wynn und Coolidge die Neandertaler-persönlichkeit zu erschließen.
Ausgangspunkte:
- kleinere Gruppengröße als beim Homo sapiens sapiens
- über Jahrtausende gleiche Werkzeugtechniken
- Stärkere Verletzungen an den Skelettresten als bei zeitlich vergleichbaren...
Vor 13 Monaten von belfor veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen neandertaler
Das Buch ist in einem jovialen Stil geschrieben, wohl um amerikanisches Publikum anzusprechen. Das ist zwar aufgelockerter, aber mir ging es manchmal leicht auf die Nerven. Kritikpunkte sind bei mir ähnlich wie bei bei einem anderen Rezensenten, dass so kleine Gruppen von ca. 4-8 Individuen einer Kernfamilie kaum über längere Zeiträume überleben...
Vor 4 Monaten von Goldberry veröffentlicht


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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen interessant aber natürlich spekulativ, 24. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Denken wie ein Neandertaler (Gebundene Ausgabe)
Anhand des derzeitigen Stands der Archäologie versuchen Wynn und Coolidge die Neandertaler-persönlichkeit zu erschließen.
Ausgangspunkte:
- kleinere Gruppengröße als beim Homo sapiens sapiens
- über Jahrtausende gleiche Werkzeugtechniken
- Stärkere Verletzungen an den Skelettresten als bei zeitlich vergleichbaren modernen Menschen
- nur in Ansätzen erkennbare Begräbnisrituale.
Daraus leiten sie u.a. ab, dass der durchschnittliche Neandertaler:
- pragmatischer (z.B. in Bezug auf Kannibalismus zur Nahrungsbeschaffung)
- stoischer (in Bezug auf Verletzungen)
- risikogeneigter
- empathischer und fürsorglicher in Bezug auf seine Kleingruppe
- dogmatischer, allem Neuen und Fremdem abgeneigt
immer in Bezug auf den Homo sapiens sapiens.

Ein Kritikpunkt bleibt natürlich die geringe Menge an Skelettresten. Dass andererseits sehr viele einheitliche Steinwerkzeuge gefunden wurden, vermag die These etwas aufwerten.
Die These eines generell geringeren Arbeitsgedächtnisses, weswegen sie nicht in der Lage gewesen wären, neue Erfindungen zu machen, vermag mich nicht zu überzeugen; die Gehirne der Neandertaler waren größer und damit energieintensiver als die gleichzeitig lebender Homo sapiens sapiens. Eine solche Bürde rumschleppen, ohne dass davon die fluide Intelligenz profitiert? kann ich mir nicht recht vorstellen. Darüber hinaus zeigen die IQ-Untersuchungen der Gegenwart eine respektable Distanz zwischen allen Völkern, deren Vorfahren sich mit den Neandertalern gemischt haben (nach Meinung der Genetiker 1 bis 4 %) und allen anderen. Könnte also eher sein, dass "wir" von den Neandertalern in Bezug auf Intelligenz eher etwas positives mitgekriegt haben. Dass sie trotzdem untergegangen sind, kann auch Gründe haben, die in diesem Buch gar nicht angesprochen wurden.
In einem weiteren Kritikpunkt schließe ich mich einer englischsprachigen Rezensionen an: die Autoren beschreiben selbst Fundstätten, an denen "Schlachtfeste" größeren Ausmaßes stattfanden. In diesen Fällen konnte die Neandertaler-Kleinfamilie anscheinend sofort "Verstärkung" holen. Es scheint also nicht so gewesen zu sein, dass sie sich nicht zu gemeinsamen Zielen in größeren Gruppen zusammenschließen konnten. Desweiteren wären Gruppen mit fünf bis zehn Personen für die riskante Jagdstrategie auf Großwild eigentlich nicht stabil genug. Es ist schwer, sich vorzustellen, dass solche stark abgeschlossenen Kleingruppen mit den im Vergleich zum Homo sapens sapiens unterentwickelten Interaktionsfähigkeiten in Europa über 100.000 Jahre Bestand haben konnten.
Fazit: es bleiben viele Ungereimtheiten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen neandertaler, 13. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Denken wie ein Neandertaler (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist in einem jovialen Stil geschrieben, wohl um amerikanisches Publikum anzusprechen. Das ist zwar aufgelockerter, aber mir ging es manchmal leicht auf die Nerven. Kritikpunkte sind bei mir ähnlich wie bei bei einem anderen Rezensenten, dass so kleine Gruppen von ca. 4-8 Individuen einer Kernfamilie kaum über längere Zeiträume überleben konnten. Und es war sicher üblich, sich mit anderen Gruppen zeitweilig zusammen zu tun, nicht nur zu seltenen Ereignissen wie Grossjagden. Grosse Teile im Buch befassen sich nicht mit dem Neandertaler, sondern mit Forschungen am modernen Menschen, und die Autoren versuchen dann, eine Brücke zu schlagen zum Neandertaler. Verständlich und teilweise auch interessant, aber psychopathische und schizophrene Krankheitsformen beim Menschen, Schlafphasen etc sind Themen, die mir in diesem Zusammenhang zu spekulativ sind, und es geht mir zuviel am Thema Neandertaler vorbei. Die Sache mit der mangelnden Innovation in der Werkzeugtechnik ist einleuchtend, aber so furchtbar tumb konnten sie ja nicht sein, es hat ja immerhin gereicht, einen sehr langen Zeitraum mit etlichen Klimaänderungen zu überstehen. Alles in allem ein lesenswertes Buch, aber es bleiben viele Fragen offen und die Welt der Neandertaler bleibt noch immer hinter einem Schleier verborgen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neandertaler und denken?!, 4. November 2013
Von 
Reiter "reiterbdw" (türkheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Denken wie ein Neandertaler (Gebundene Ausgabe)
Inzwischen wird wieder kehrend kolportiert, dass wir modernen Menschen (homo sapiens sapiens) durchaus auch Gene des eigentlich ausgestorbenen Neanderthaler-Menschen in uns tragen – 1-4% immerhin, darunter übrigens auch das so genannte „Sprachgen“ FOXP2: Demnach hat „man“ sich doch besser vertragen als häufig vermutet … Nichtsdestotrotz ist jener Zweig der Menschheitsgeschichte weitest gehend verschwunden: Lag's am besseren Kampfverhalten von Homo Sapiens aufgrund optimierter Gehirnstrukturen? Tatsache ist wohl, dass der N. pragmatisch durchaus besser „aufgestellt“ war als sein Konkurrent um Wohnraum und Nahrung: „Der N. war uns heutigen Menschen ähnlicher als wir denken – und keineswegs ein primitiver Höhlenbewohner.Er verfügte über eine eigene Sprache und hatte ein umfangreiches, wenn nicht sogar differenziertes Vokabular. Archäologische Befunde belegen, dass der N. komplexe technische Verfahren beherrschte und die meiste Zeit seines Lebens in einer kleinen Familiengruppe verbrachte.“ – so die Autoren auf der U4. Und da ist womöglich auch der „Gordische Knoten“ gelöst, was das bis dato kaum erklärbare Aussterben des N. angeht: Die These ist, dem N. habe es an differenzierender Kommunikation gefehlt, verbal wie nonverbal – resp. ist er relativ rasch damit ins Hintertreffen geraten. Begründet wird das von den Autoren damit, dass unser direkter Vorfahr in größeren Verbünden (eben über „Familie“ hinaus) zusammen gelebt habe, was nur funktionierte, weil „er“ vergleichsweise rasch seine Sprache weiter entwickelte. N. dagegen konnten auf „Empathie“ weitest gehend verzichten. Und als sie sie gebraucht hätten, war es quasi zu spät – beim Aufeinandertreffen mit Homo Sapiens nämlich … Ein faszinierender Band, durchaus unterhaltsam durch eine Art Storytelling in der Darstellung, siehe etwa das pointierende Kapitel „Kommt ein Neandertaler in die Kneipe …“ (S. 178ff.). Und ein Buch, das dem Leser eine neue Perspektive bietet, Einblicke in das N.-Leben und –Streben, mithilfe eben von „Befunden“: Interpretation er Funde gehört naturgemäß dazu, weil es uns an nachvollziehbaren Aufzeichnungen einfach mangeln muss, aus der Zeit vor 200.000 bis 30.000 Jahren, davon einige Jahrzehntausende übrigens durchaus parallel zu unserem direkten Vorfahr! Dazu untersuchen die versierten Autoren etwa unterschiedliches Jagdverhalten, aus das sie aus Funden massenhaft gestorbener Mammuts ebenso schließen wie aus Waffen aus Stein – Holz ist im Allgemeinen entschwunden … Wie entsteht Expertenwissen und wie wird dieses weiter gegeben – und letztlich weiter entwickelt? Dazu betrachten Wynn/Coolidge heutigen state of the art und versuchen, diese Erkenntnisse zu übertragen: „Alles technische Wissen ist Expertenwissen. Die Verfahren und Techniken, die ein Schmid einsetzt, sind im Langzeitgedächtnis gespeichert und durch Zerstückelung und Verkettung erlernt worden.“ (S. 89ff. und davor) Theory of Mind, Embodiment und Kognition (das um 400 g schwerere Gehirn des N. gegenüber uns heute brachte offenbar nur mehr Quantität bei geringerer Qualität …) gehen die Autoren nach, um das Auseinanderdriften beider menschlicher Vorfahren zu verstehen (S. 128ff.) – motorische Mimikry findet sich bei allen Primaten, „aber die körperbezogene soziale Interaktion kann auch um einiges subtiler vor sich gehen“. Welche Rolle spielte das Feuer? „Der Homo sapiens sapiens verwendete das Feuer für mehr als nur zum Kochen – er schaffte sich damit ein spirituelles Leben. Das scheint der N. nicht getan zu haben. Und das ist einer der wirklich großen Unterschiede zwischen ihm und uns.“ (S. 161) Es folgt ein gewichtiges Kapitel zum Sprechen und zur Sprachentwicklung (S. 166f.), mit Rückschlüssen aufgrund vermutetem Verhalten genau so wie erschließbarer Anatomie der Sprechwerkzeuge aufgrund archäologischer Funde. Das Kapitel schließt mit fünf Thesen, gipfelnd in diesen Aussagen (S. 176f.): „Die Sprache der N. war direkt und handlungsorientiert … Es gibt keinen Grund zur Annahme, dass die N. aufwendige Geschichten oder Mythen konstruierten … Außerdem gab es bei ihnen nur wenige Interaktionen mit benachbarten territorialen Gruppen …“. Und das hatte dann, wenn wir diesen Thesen und ihren Herleitungen folgen, u.a. diese Auswirkung: „Mögliche Persönlichkeitsmerkmale der N., Nr. 8: Fehlende Diplomatie und Hemmungen, Lakonie, Fremdenfeindlichkeit“ (S. 219ff.) Im abschließenden Kapitel 10 (S. 227ff.) gehen die Autoren der Frage nach, wie ein in die heutige Welt hinein geborener N. sich entwickeln könnte – also diesseits eines via Zeitreise erschienenen erwachsenen N.: Spekulativ wie spannend, wie das gesamte Buch. Sehr zu empfehlen, sich auch mit uns heutigen Menschen und unserer Kommunikation wie Kreativität auseinander zu setzen, mit anderem Blickwinkel. Ergo: Trainer und Berater ran! - HPR
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4.0 von 5 Sternen Ein interesanter Versuch sich in die Welt der Neandertaler hinein zu versetzen, 13. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Denken wie ein Neandertaler (Gebundene Ausgabe)
Nicht in allen Fällen kann ich die Gedanken der Autoren nachvollziehen, trotzdem gefiehl mir dieses Buch gut. Es ist ein Versuch sich in die Welt der Neandertaler hinein zu versetzen ohne dabei ihr Leben romantisch zu verklären.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wissenschaft kann auch witzig sein, 17. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Denken wie ein Neandertaler (Gebundene Ausgabe)
sehr unterhaltsam und aktuell. kann den stoff in der schule und im museum für meine schüler prima weitergeben.
bin noch nicht ganz durch den lesestoff, bisher liest es sich aber sehr flüssig, anders als andere trockene Fachbücher
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr interessant, 11. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Denken wie ein Neandertaler (Gebundene Ausgabe)
das lese ich bei Gelegenheit noch einmal, denn ein sehr interessantes und wissenschaftlich fundiertes Buch. Möchte mich den anderen Rezensionen anschließen. Dort wurde bereits alles wichtige gesagt.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gutes Buch, perfekte Lieferung., 31. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Denken wie ein Neandertaler (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist inhaltlich überzeugend, in einem gut lesbaren Stil geschrieben und insgesamt sehr anregend. Illustrationen sind in Anzahl und Ausführung sparsam, einem Fachbuch entsprechend. Die Verarbeitungsqualität (buchbinderische Arbeit) ist gut. Lieferung und Service waren tadellos.
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Denken wie ein Neandertaler
Denken wie ein Neandertaler von Frederick L. Coolidge (Gebundene Ausgabe - 24. April 2013)
EUR 29,99
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