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Kundenrezensionen

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Die Helden unserer Zeit sterben nicht mehr auf dem Feld der Ehre, nicht einmal mehr auf dem Feldbett. Sie sterben ganz einfach nur im Bett. Die Namen der Vergangenheit, die unsere Phantasie in Wallung bringen, verdanken ihren Ruhm teils auch ihrem ungeklärten oder zumindest ungewollten Tode.
Auf dem Pharao Tutanchamun lastet bis heute ein Fluch ' der Entdecker seiner Grabkammer Howard Carter kann das 'bezeugen'. 1332 v.u.Z. bestieg Tutanchamun den Thron, gerade einmal ein Jahrzehnt besetzt er ihn, dann stirbt er. Über seine Kindheit, sein Regentschaft und seine Errungenschaften gibt es zahlreiche Niederschriften. Nur zu seinem Tod ' ab da gibt es nur Spekulationen. Und Unmengen von Theorien, sogar Jahrtausende über den Tod hinaus.
Sokrates, der große (Vor-)Denker der Antike starb auch nicht gerade freiwillig, dafür aber im Bett. Jahrelang als Berater gefragt und unerlässlich, wird er im Alter zur Unperson. Immer öfter sind seine Reden und Diskussionen ein Dorn im Auge der Regierenden. Ihm wird der Prozess wegen Gotteslästerung gemacht. Seine Macht und sein Ruhm können ihn nicht vor der ungerechten Strafe retten. Er soll sich selbst vergiften ' dieses Zugeständnis macht man dem alternden Philosophen. Und so greift er zum Becher Schierling.
Cornelius Hartz zeigt, dass die heute so angepriesene antike Rechtsprechung zwar in Grundzügen in der gegenwärtigen Gesetzgebung vorhanden ist, jedoch die Auslegung der Gesetze damals viel weitschweifender war als heute. Die Kontrollgremien fehlten, oder zumindest deren Unabhängigkeit. Fehlurteile waren an der Tagesordnung. Wer Geld hatte, konnte sich das Recht zu Recht (und in ihren Augen zurecht) biegen lassen.
Die prägnanten Geschichten fußen auf historischen Zeugnissen und der Leser bekommt einen Einblick in das Leben und Ableben von bis heute verehrten Persönlichkeiten wie Julius Cäsar, Spartacus und Jesus. Cicero, dessen Sprachgewalt bis heute die Gemüter in Verzückung versetzt, ist der Einzige, der in mehreren Kapiteln zu Wort kommen darf: Als Ankläger und Verteidiger.
Der Autor Cornelius Hartz ist eine bekannte Größe im Verlag Philipp von Zabern. Von ihm erschienen der Roman 'Excrucior' über den Gegenspieler Ciceros Catullus, das nicht minder spannende Kompendium 'Sehen Sie, so stirbt man also!' und das Lexikon der berühmtesten Schriftsteller Roms. Des weiteren erarbeitete er verschiedene Quiz des Verlages über Archäologie, das Mittelalter und die Römer.
'Tatort Antike' liest sich wie ein Roman ' spannend und lehrreich zugleich. In einfachen Worten erklärt er die Zusammenhänge, so dass Geschichte greifbar und verständlich wird.
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Was Cornelius Hartz hier vorlegt sind nicht einfach nur 19 Kriminalfälle in denen es um Mord und Totschlag geht oder auch um Intrige und Korruption, der Autor ermöglicht zeitgleich auch einen tiefen Einblick in das Denken und Handeln jener Zeit.

Alle der 19 Kriminalfälle sind ineinander abgeschlossen dargestellt. In ihrem Mittelpunkt stehen neben unbekannten auch sehr prominente Opfer wie Jesus, Spartacus oder Tutanchamun.

Für Geschichtsfreunde ist dieses Buch eine Fundgrube zum Mitdenken!
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am 24. August 2012
Dass wir Menschen zu Gewalt und Verbrechen neigen, ist kein Geheimnis. Darum benötigen wir auch ein funktionierendes Machtorgang, welches ein zivilisiertes Miteinander ermöglicht. Doch was passiert, wenn der Staat einen solchen Ordnungshelfer nicht stellt?

Cornelius Hartz „Tatort Antike“ gibt eine verheerende Antwort auf diese Frage. Die klassische Antike konnte mit einem derartigen Polizeiapparat nämlich nicht aufwarten, weshalb es gewissermaßen jedermann möglich war, gegen das Gesetz zu verstoßen und dabei unerkannt zu bleiben. Wer würde schon Richter spielen wollen, wenn Nero seine eigene Mutter tötet? So wurde eben immer wieder gemordet, geraubt, verraten, entführt und missbraucht.

Der Autor stellt in diesem Band äußerst anschaulich 19 Verbrechen vor, deren Protagonisten wohl jedem bekannt oder zumindest schon einmal zu Ohren gekommen sind. Von Spartacus über Sokrates und Caesar bis hin zu Jesus beginnt er bei dem Kenntnisstand des Lesers und füllt diesen mit historischen Fakten, Zitaten, filmischen Adaptionen und spannenden Theorien auf. So liest sich jede Episode – wie der Titel schon verraten mag – beinahe wie ein Detektivroman.

Doch nicht nur das; anhand der Einbindung antiker Gesetze oder Verteidigungsreden lernt man als Leser den Alltag der Römer sowie deren Umgang mit Regelverstößen kennen und nähert sich dadurch auf völlig neue Weise einer mittlerweile doch recht fernen Epoche an. Wo würde man heute noch Verbrecher mit Schlangen in einen Sack sperren und ins Meer werfen? Wo würde Gleiches mit Gleichem vergolten werden? Die Zeit der bestechlichen Gerichte mag noch nicht vorbei sein, aber nie wieder hat sie solch eine Blütezeit erlebt wie in der Antike. Mit ein Grund dafür, dass die Geschichte - die in diesem Buch lebendig gemacht wird - so außergewöhnlich und fesselnd ist.

Auf jeden Fall empfehlenswert!
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Tatort - das weckt Assoziationen an Polizisten, die zum Schauplatz eines Verbrechens eilen und Ermittler, die in mühseliger Kleinarbeit den Hergang aufklären. Genauso war es in den gut anderthalb Jahrtausenden, die dieses Buch behandelt, jedoch nicht: Weder gab es in der Antike eine allgemeine staatliche Polizei, deren Aufgabe die Verbrechensbekämpfung war, noch gar Ermittler, die den Täter mit Hilfe von Indizien überführen. Auf diese Errungenschaft des späten 19. Jahrhunderts - zuerst in E.A. Poes Erzählung "Der Mord in der Rue Morgue" beschrieben, später durch Sherlock Holmes Analysen weltbekannt geworden - musste man früher verzichten. Zeugen, ein (meist erzwungenes) Geständnis oder Gottesurteile waren die oft zweifelhaften Mittel der Schuldfeststellung; im Rom der Oberschicht auch häufig das glanzvolle öffentliche Rededuell.
Trotz (oder vielleicht gerade auch deswegen) ist das Buch mit seiner weit gespannten Sammlung eine spannende Zeitreise zu so unterschiedlichen Fällen wie den Toden von Tutanchamun, Sokrates, Cäsar, Jesus, Konstantins Söhnen oder der heidnischen Philosphin Hypatia, deren grausames Ende durch einen fundamentalistischen christlichen Pöbel die Antike beschließt. Dazwischen finden sich Prozesse wegen Betrug, Verleumdung oder des Einschleichens in eine religiöse Zeremonie in Frauenkleidern. Sie rätseln, wer das sein könnte? Dann lesen Sie das Buch!
Antike Textstellen zu den einzelnen Prozessen, Verweise auf moderne Rezeption des Themas in bildender Kunst oder Literatur sowie eine Literaturauswahl runden die Zusammenstellung sinnvoll ab.
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am 9. August 2014
© Daniel, peplumania.com

Ein interessantes Buch, das ich gerne gelesen habe.

Allerdings fand ich die Beschreibung (auch auf der Buchrückseite) etwas irreführend, denn sie erweckt den Eindruck, als ginge es um alltägliche antike Kriminalfälle ("Raub, Diebstahl ... bestechliche Gerichte").

Neben Kriminalfällen, auf die diese Beschreibung passt, hat der Autor nämlich in einem großen Rundumschlag auch politische Gewalttaten in das Buch mitaufgenommen. Z.B. den Mord an Caesar, die politischen Intrigen von Olympia (Mutter von Alexander dem Großen), Catilinas Verschwörung gegen den Senat, die Beseitigung von politischen Gegnern unter Sulla und später unter Kaiser Konstantin.

Gegen diese Auswahl ist einzuwenden, dass die erwähnten Ereignisse auch in der Antike schon außergewöhnlich waren (und im Prinzip nur die herrschende Elite so handelte), und dass darüber schon sehr viel geschrieben wurde - und daher schlicht kein Bedarf besteht, auch in diesem Buch noch einmal darüber zu schreiben.

Ich hätte mir gewünscht, dass mehr über alltägliche Fälle berichtet wird, wie z.B. der gut dokumentierte Prozess der Petronia Iusta (die in Herculaneum dagegen klagte, dass sie als Sklavin gehalten wurde - nach ihrer Rechtsauffassung war sie die Tochter einer Freien und damit selbst auch eine freie Bürgerin).

Alltägliche Fälle findet man in dem Buch "Gefährliches Pflaster - Kriminalität im römischen Reich" (von Reuter / Schiavone).
Das geht aber leider nur auf die römische Zeit ein (und ist mit mehr als 400 Seiten auch alles Andere als ein kurzer Überblick).

Nun gut, vielleicht hat "Tatort Antike" ja großen Erfolg (was ich dem Buch wünsche), dann gibt es vielleicht bald einen Band 2, in dem das dann alles nachgeholt werden kann.
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am 2. Oktober 2012
Meine Vorfreude auf das Buch war groß, weil das Thema sehr spannend klang.
Vor lauter Vorfreude habe ich es leider versäumt, die Seitenzahl vorher zu überprüfen.
Das Buch (besser "Büchlein") hat ca. 130 Seiten Inhalt.
Bei 19 Stories ist also jede Geschichte im Schnitt ca. 5 Seiten lang. Man liest sie in wenigen Minuten durch.
Wenn ich mir ne Woche Urlaub nehmen würde, könnte ich so ein Büchlein auch entwerfen.

Für so etwas 20 € zu verlangen, finde ich eine Frechheit.
22 Kommentare3 von 8 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden