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5.0 von 5 Sternen Rundum gelungene Einführung, 25. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Hieroglyphen ohne Geheimnis: Eine Einführung in die altägyptische Schrift für Museumsbesucher und Ägyptentouristen (Kulturgeschichte der Antiken Welt) (Gebundene Ausgabe)
Laien, die sich für das alte Ägypten interessieren, trauen sich im Allgemeinen nicht zu, die Hieroglyphen zu entziffern – wie lange haben die Ägyptologen dazu gebraucht, bis der geniale Champollion sie systematisch erschloss! Dennoch sind sie kein Hexenwerk, wie dieses Buch zeigt. Es bietet zwar lediglich eine Einführung, mittels derer einfachere und kurze Texte verstanden werden können, aber allein dies bietet für den an Geschichte interessierten Ägyptenreisenden oder Museumsbesucher bereits eine Möglichkeit, sich der altägyptischen Kultur auf eine geradezu intime Weise zu nähern, hatte die Schrift für die alten Ägypter doch eine weit über die reine Fixierung von Sprache hinausgehende Bedeutung: Sie vereinte auch künstlerische und religiöse Aspekte in sich und war ohnehin nur einer sehr kleinen Bevölkerungsschicht zugänglich.
Das Buch ist systematisch aufgebaut, anschaulich verfasst und mit zahlreichen sinnvollen Beispielen versehen. Auch die Übungsaufgaben erweisen sich als sehr hilfreich. Wer einige Zeit investiert – die Inhalte wollen gut eingeprägt werden -, kann dem Buch eine Menge Wissen entnehmen und in der Tat eine Art rudimentärer Schriftkenntnis in Bezug auf die Hieroglyphen entwickeln sowie etwas Gefühl für die altägyptische Sprache gewinnen, obwohl diese bekanntlich schon sehr lange tot ist.
Auch die Druckqualität überzeugt, sowohl hinsichtlich der im systematischen Teil gezeigten Hieroglyphen als auch der Fotos, die konkrete Schriftbeispiele beinhalten. Die weiterführenden Quellen im Anhang wurden überarbeitet, sodass bei dieser Auflage auch Internetseiten aufgeführt sind. Drolligerweise wurde der Hauptteil offensichtlich vollständig original belassen, sodass die Museen auf Berlin (Ost) und Berlin (West) verteilt sind und auch die DDR noch ihren Auftritt hat. Nun, das mindert die Qualität des Inhalts nicht.
Es ist wohl kaum möglich, eine bessere Einführung ins Hieroglyphenlesen zu bieten, zudem machen die Lektüre und das Lernen mittels dieses Buchs ganz einfach Spaß, weshalb es allen interessierten Einsteigern bestens empfohlen werden kann.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie einfach ist doch Chinesisch ..., 27. August 2012
Von 
Volker M. - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Hieroglyphen ohne Geheimnis: Eine Einführung in die altägyptische Schrift für Museumsbesucher und Ägyptentouristen (Kulturgeschichte der Antiken Welt) (Gebundene Ausgabe)
Nach den ersten 50 Seiten summte mein Kopf: Nein, so kompliziert habe ich mir die "Bildersprache" der Hieroglyphen nicht vorgestellt. Und diese 50 Seiten war nur eine kurze Darstellung der wichtigsten Prinzipien von Schriftsystem und Grammatik. Bei aller Mühe für den Leser öffnet dieses Buch aber eine Türe in eine faszinierend fremde Welt, deren Werte und Vorstellungen stark vom Jenseits bestimmt waren. Diese religiöse Fokussierung spiegelt sich immer wieder in syntaktischen Details.
Angesichts der Komplexität ist es für mich immer noch unfassbar, dass Champollion 1822 die grundsätzliche Entzifferung der Hieroglyphen gelang: Sie sind nämlich gleichzeitig Alphabet, Silbensprache, Mehrsilbensprache und Bilderschrift. Viele der 700 Zeichen können unter bestimmten Bedingungen jede dieser Rollen einnehmen und dann sowohl Sinn als auch Phonetik ändern. Die Schrift wird von links nach rechts oder von rechts nach links oder von oben nach unten geschrieben. Und dann kommt noch der Aspekt der Ästhetik hinzu, der es erlaubt, die einzelnen Zeichen neu zu sortieren, wenn die Gesamterscheinung dies erfordert. Es reicht also nicht, die Zeichen wie Vokabeln zu lernen, sondern man muss auch noch damit rechnen, dass die Reihenfolge im Einzelfall ganz anders ist.

Karl-Theodor Zauzich war der erste Ägyptologe, der eine verständliche Einführung in die Kunst des Hieroglyphenlesens für Laien verfasste und die mittlerweile 12. Auflage in 30 Jahren beweist, dass sein Buch bis heute das Standardwerk geblieben ist. Ihm gelingt die Quadratur des Kreises: Trotz der verwirrenden Grammatik, der gewöhnungsbedürftigen Umschrift (die nur ein fiktiver Ersatz für den verlorengegangenen Klang des Altägyptischen ist), der unzähligen Ausnahmen von der Regel führt er den Leser sicher durch dieses Labyrinth und man hat zumindest das Gefühl, dieser komplizierten und dabei faszinierenden Sprache ein wenig näher zu kommen.

Der zweite Teil des Buches besteht aus Übersetzungsübungen anhand von einfachen Originaltexten. Einige stammen von Stücken des Ägyptischen Museums in Berlin, andere aus dem Grabschatz des Tutanchamun und mit Hilfe des in Teil eins Gelernten lassen sich die Texte erstaunlich weit entschlüsseln, aber die detaillierte Anleitung durch den Autor ist trotzdem sehr hilfreich. Dass überraschenderweise selbst gestandene Ägyptologen bei bestimmten Passagen immer noch Spielraum zur Interpretation haben, zeigen einige der Beispiele deutlich.

Der dritte Teil besteht aus exemplarischen Königsnamen, einer Hieroglyphenliste, die Gelerntes übersichtlich zusammenfasst, sowie eine Referenzliste mit weiterführender Literatur. Den Nachtrag zur 12. Auflage sollte man auf keinen Fall vernachlässigen, denn hier finden sich aktuelle Internetressourcen für diejenigen, die sich dem Thema ernsthaft widmen wollen. Das ist ohne Übertreibung eine Lebensaufgabe. Chinesisch ist einfach dagegen.

In jedem Fall ist das Buch eine hochinteressante, und angesichts der Komplexität didaktisch exzellent aufbereitete Einführung in die Hieroglyphenschrift. Wer sich für Sprachen interessiert, wird seine helle Freude daran haben, denn Altägyptisch ist fundamental anders als alles, was es heute noch an Schriftsystemen gibt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lernen Sie Hieroglyphen zu lesen und zu verstehen, 12. August 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Hieroglyphen ohne Geheimnis: Eine Einführung in die altägyptische Schrift für Museumsbesucher und Ägyptentouristen (Kulturgeschichte der Antiken Welt) (Gebundene Ausgabe)
Als ich im Jahr 1980, also bereits vor 32 Jahren, die erste Auflage dieses wunderschön gestalteten Buches in Händen hielt, spürte ich sofort, dass es nichts Vergleichbares gab - und das ist noch heute so. Wenn man als Museumsbesucher oder Ägyptenreisender eine populärwissenschaftlich geschriebene Einführung in die Welt der Hieroglyphen sucht, so wird man kein besseres Werk als das des emeritierten Ägyptologen Professor Dr. Karl-Theodor Zauzich finden. Der Autor versteht es, die von den "heiligen Schriftzeichen" ausgehende Faszination ungebrochen an den Leser weiterzugeben. Die bereits in der zwölften überarbeiteten Auflage vorliegenden "Hieroglyphen ohne Geheimnis" sind längst zu einem einzigartigen Standardwerk geworden. Wer die ägyptische Hieroglyphenschrift in ihren Grundzügen selbst erlernen will, der kommt an diesem hochwertigen Band nicht vorbei.

Dem Leser werden - neben der Aussprache, der modernen Umschrift und einer Kurzgrammatik - immerhin 150 der insgesamt etwa 700 bekannten Hieroglyphen vermittelt. Es handelt sich bei dem grundlegenden Werk eines der führenden Hieroglyphenexperten also auch um ein Lehr- und Übungsbuch, das im Anhang auch zahlreiche Angaben zum weiterführenden Studium (zum Beispiel im Internet) bietet.

Phonogramme, Determinative und Ideogramme der von etwa 3200 v. Chr. bis rund 300 n. Chr. in Ägypten und Nubien verwendeten "Schrift der Gottesworte" werden anschaulich anhand vieler Beispiele, Übungen und Lösungen erläutert. Die im Anhang zu findenden Listen der Königs- und Götternamen sowie der verwendeten Hieroglyphen erleichtern den Lernprozess wesentlich. Immerhin hat man es bei den "heiligen Einmeißelungen" nicht wie in unserem Alphabet mit nur 26 Buchstaben, sondern mit rund 700 Zeichen zu tun, die zudem noch recht unterschiedlich zu einem Wort zusammengefügt werden können.

Karl-Theodor Zauzich war bis zum Oktober 2004 Lehrstuhlinhaber für Ägyptologie an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg. Der emeritierte Professor (heute im unterfränkischen Sommerhausen am Main) versteht es, sich auf das Wesentliche und Notwendige zu beschränken, um den Neuling nicht gleich durch Überforderung abzuschrecken. Besonders anschaulich sind die Übersetzungen archäologischer Fundstücke und Inschriften, wie man sie in vielen Museen findet. So lässt sich für den Benutzer dieses hervorragenden Lehrbuchs die Situation und Problematik ein wenig nachempfinden, vor welcher der französische Sprachwissenschaftler Jean-François Champollion (1790-1832) im Jahr 1822 stand, als er anhand der dreisprachigen Inschriften auf dem berühmten "Stein von Rosetta" die "heiligen Einmeißelungen" endlich entziffern konnte.

Es bleibt zu hoffen, dass dieses beachtliche Werk der "Hieroglyphen ohne Geheimnis" eine Fortsetzung in einem zweiten Band zur Erweiterung und Vertiefung der Kenntnisse erfahren wird.

Dr. Bernd A. Weil
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Hieroglyphen ohne Geheimnis: Eine Einführung in die altägyptische Schrift für Museumsbesucher und Ägyptentouristen (Kulturgeschichte der Antiken Welt)
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