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Auf die Frage, was man mit dem "Alten Ägypten" assoziiert, wird man sicherlich wohl von den meisten Zeitgenossen "Kleopatra", "Pyramiden", "Ramses", "Nofretete" und "Tutanchamun" als Antworten erhalten. Der weitaus größte Teil einer Flut von Publikationen über das "Alte Ägypten", welches seine Einwohner im Gegensatz zur Wüste (rotes Land) einst als "Kemet" (schwarzes Land) bezeichneten, präsentiert sich in einer Form, welche die genannten Hauptassoziationen miteinander vereint....

....und dabei einen Zeitraum von 4000 Jahren überspannt!

Zwischen Pharao Chufu (Cheops), dem Erbauer der ersten der großen Pyramiden von Gizeh und Nefertiti (Nofretete) liegen jedoch 1300 Jahrhunderte. Erst weitere etwa 1300 Jahre später betrat die Makedonierin Kleopatra VII. Philopator die Bühne der Weltgeschichte. Auf unsere Gegenwart bezogen sind diese Zeiträume, die bis zur Schlacht Karl Martells bei Tours und Poitiers (732), bzw. bis zur Zerstörung Jerusalems durch den Babylonier Nebukadnezar (586 v. Chr.) zurückreichen. Der vom Darmstädter Verlag Philipp von Zabern publizierte Band "Das alte Reich: Ägypten von den Anfängen zur Hochkultur" zählt zu den wenigen Veröffentlichungen, die sich ausschließlich auf den Zeitraum der prädynastischen Zeit, der sogenannten "0. Dynastie", bis zur 8. Dynastie konzentrieren. Auch dies sind über 1100 Jahr, um 3300 – 2194 v. Chr. Als Herausgeberin des Bandes zeichnet sich mit Dr. Katja Lembke (Jahrgang 1965) die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung amtierende leitende Direktorin und Geschäftsführerin des Roemer- und Pelizaeus-Museums in Hildesheim (2005 – 2011), von der auch das Vorwort stammt, aus. In ihrem historischen Abriss zur Ausgrabungsgeschichte "Giza, das Alte Reich in Hildesheim" macht die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums, Dr. Bettina Schmitz deutlich, warum die neu konzipierte Hildesheimer Ausstellung zur Darstellung des "Alten Reiches" besonders gut geeignet ist. Denn die im Jahre 1903 unter dem Ordinarius für Ägyptologie an der Universität Leipzig begonnenen Ausgrabungen auf dem Plateau von Gizeh, Prof. Dr. Georg Steindorff (1861 - 1951) wurden von Wilhelm Pelizaeus (1851-1930), einem erfolgreichen Kaufmann, Bankier und spanischen Konsul in Ägypten unterstützt. Seine bedeutende Sammlung altägyptischer Kunstdenkmäler schenkte er seiner Vaterstadt Hildesheim, wo sie in dem nach ihm benannten Museum Aufnahme fanden.Während auch einige Funde aus der Grabungskampagne 1925 – 1929 ihren Weg nach Hildesheim fanden, konnte timediver® deren berühmtesten Fund, die Statuengruppe des Zwergen Seneb mit seiner Gattin Senetites und zwei seiner Kinder (Seite 19) 1990 im Ägyptischen Museum in Kairo besichtigen.

In einem zweiten Essay schildert der wissenschaftliche Mitarbeiter an der der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Dr. phil. Martin von Falck, den Weg Ägyptens im 4. und 3 vorchristlichen Jahrtausend, von seinen Anfängen zur Hochkultur. Beginndend bei legendären König "Skorpion" über die Friedhöfe von Abusir El-Meleq und Tura, Horus Aha, dem ersten Pharao der 1. Dynastie bis zum Beginn der Steinbauten während der dritten Dynastie. Nach der Stufenpyramide des Djoser beginnt mit Snofru das Zeitalter der echten Pyramiden, Giza wird zum Beamtenfriedhof. Während der über sechzigjährigen Regierungszeit von Pepi II. setzte allmählich die Auflösung des Alten Reiches ein, sie schließlich in die "Erste Zwischenzeit" (2216 v. Chr. – 2025 v. Chr) mündete. Pepi II. war der 5. altägyptische König (Pharao) der 6. Dynastie (Altes Reich), welcher etwa von 2245 bis 2180 v. Chr. regierte. Während der langen Regentschaft begann die Auflösung des Alten Reiches. Einer zweiseitigen Chronologie folgt der Katalogteil mit Bildern und Beschreibungen von insgesamt fast 80 Nummern der im Hildesheimer Museum gezeigten Exponate.

Mit dem Band ist allen Beteiligten eine konzentrierte und preiswerte Darstellung des "Alten Reiches" gelungen, die auch auf die - ebenfalls von Dr. Lembke und Dr. Schmitz stammende Publikation - "Giza - Am Fuß der großen Pyramiden: Katalog zur Ausstellung Hildesheim, Roemer- Pelizaeus-Museum, 16.04.-21.08.2011" neugierig.
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