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Tilman Becherts "Kreta in römischer Zeit" bietet eine fundierte und solide Zusammenstellung des bisherigen Forschungsstandes und überzeugt visuell durch zahlreiche schöne Aufnahmen. Der Autor kann nur wenig dafür, dass er oft Unterkapitel, beispielsweise zum Straßenbau oder zur Wasserversorgung, mit den Worten einleiten muss, dass der Forschungsstand hier noch keine allzu sicheren Aussagen zulässt. Das Thema des Bandes schuldet es, dass kein annähernd vollständiges Bild von der römischen Zeit Kretas entstehen kann.
Gerade das längste Kapitel des Bandes, die Geschichte zwischen dem ersten Jahrhundert vor und dem dritten Jahrhundert nach Christus, ist daher für interessierte Laien wenig spannend. Diese Phase der relativen Stabilität bietet nach dem bisherigen Kenntnisstand kaum Ereignisse, die über den Expertenkreis hinaus von einiger Spannung sind.

Das ist alles keine Kritik an den Autor. Bechert macht das Beste aus dem Stoff, er stellt den Wissenstand souverän und gut lesbar dar. Er geht sehr gut mit dem Bildmaterial um, das konsequent den Fließtext sinnvoll ergänzt. Die Auswahl der Abbildungen ist sehr gut. Insbesondere auch die Landschaftsaufnahmen sind großartig anzuschauen.

Insgesamt ist dieser Bildband sehr zu empfehlen. Allein schon, weil er das Augenmerk auf eine bisher vernachlässigte Epoche der Geschichte Kretas setzt. Der Forschungsstand wird vom Autor bestmöglich zusammengefasst, das Bildmaterial ist ausgezeichnet. Für Studenten und interessierte Laien ist "Kreta in römischer Zeit" eine ausgezeichnete Wahl, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen.
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Fast jeder Kulturinteressierte wird die Geschichte der Insel Kreta zuallererst mit ihrer bronzezeitlichen Kultur assoziieren, die der britische Archäologe Sir Arthur John Evans (1851 - 1941) in Anlehnung an den Sohn des Zeus und der Europa und sagenhaften König Kretas, Minos, als "minoisch" bezeichnete. Jeder kennt die Sagen vom Minotaurus, Theseus und Ariadne, dem Labyrinth, Daidalos und Ikaros sowie von Göttervater Zeus der in einer Höhle bei Lyktos geboren und vor seinem Vater Kronos versteckt worden war....

....abgesehen von den zahlreichen Zeugnissen ihres Kunsthandwerkes und ihrer Wandmalereien weiß auch die Forschung nicht viel über die Geschichte, Gesellschaft, Wirtschaft und Religion dieser Epoche, die um 3000 v. Chr. begonnen hatte und als die glanzvollste der Insel betrachtet wird. Gleiches gilt auch für die Ära der Mykenischen Kultur, die sich allmählich bis ins 13. vorchristliche Jahrhundert auf Kreta durchsetzten sollte. Dieser kulturelle Übergang war fließend, wie timediver® bei seinen Besuchen der Paläste von Knossos, Phaistos, Kato Zakros und Agia Triada sowie des Archäologischen Museums von Iraklio in den Jahren 1989 und 2002 feststellen konnte.

Erst nach den dunklen Jahrhunderte und dem archaischen Zeitalter, sollte Kreta mit der "Großen Inschrift von Gortys" (Seite 17), dem ältesten bekannten europäische Gesetz im 5. Jahrhundert v. Chr. die historische Bühne betreten. Gleichwohl mit der Klassischen Zeit der kretischen Polis, dem Hellenistischen und schließlich dem Römischen Zeitalter ein enormer Zuwachs an kulturellen Zeugnissen und der Kenntnis historischer Ereignisse verbunden ist, wird vor allem die Zeit des Römischen Kreta von den meisten Besuchern der Insel eher weniger wahrgenommen....

....mit seinem im Juni 2011 in der Reihe Zaberns Bildbände zur Archäologie erschienenen Band "Kreta in Römischer Zeit" hat der Historiker und Experte für provinzialrömische Archäologie, Dr. Tilmann Bechert, einen wertvollen Beitrag zur Behebung dieser stiefmütterlich anmutenden Behandlung geleistet. So weist er zu Beginn des ersten von insgesamt vier Kapiteln zunächst auch daraufhin, dass die wissenschaftliche Beschäftigung mit der römischen Vergangenheit der Insel eine verhältnismäßige junge Entwicklung ist, die sich erst in den letzten drei Jahrzehnten langsam herausgebildet hat. Auslösende Faktoren hierfür waren u. a. eine strengere Handhabung der Denkmalschutzes und Bemühungen, ältere Besuchsziele für den Tourismus attraktiver zu gestalten, bzw. neue Anziehungspunkte anzubieten. Von besonderer Bedeutung war jedoch das Bestreben der jüngeren kretischen Archäologen, die bisher weitgehend vernachlässigte römische Epoche stärker ins Blickfeld rücken zu lassen...

Nach der kurzen Einführung in die Forschungsgeschichte sowie Landschaft und Umwelt der "Creta Romana" werden Staatswesen und Gesellschaft der Insel zwischen dem 3. - 1. vorchristlichen Jahrhundert beschrieben. Eine Epoche, in der sich die autonomen kretischen Poleis untereinander bekämpften, um schließlich unter ptolemäischen und dann römischen Einfluss zu gelangen. Während der fortgesetzten Auseinandersetzungen blieb den im Kriegsdienst gut ausgebildeten jungen Kretern die Wahl sich im Ausland als Söldner (Bogenschützen und Schleuderer) oder als Pirat und Menschenjäger zu verdingen. Auch Gaius Julius Cäsar fiel in ihre Hände, konnte sich jedoch mit 50 Silbertalenten freikaufen. Nachdem das zweite Kapitel mit der römischen Eroberung Kretas endet, widmet sich das dritte Kapitel als Herzstück des Bandes der Zeit Kretas von der späten Republik bis ins 3. nachchristliche Jahrhundert. Dargestellt werden Herrschaft und Verwaltung, Straßenbau und Wasserversorgung, Immigration und Romanität, Stadtkultur und das Leben auf dem Land, Wirtschaft und Handel, Kunst,Götter, Heiligtümer sowie Gräber und Grabmonumente. Bevor ein Epilog auf die Rolle Kretas als Brücke zwischen Europa und Asien hinweist, wirft das letzte Kapitel einen Blick auf die Lebensbedingungen in der Spätantike, das frühe Christentum und das Ende der Provinz durch die arabische Eroberung im 7. Jahrhundert.

Ein geographisches und Namens/Sach-Register bilden zusammen mit einer reichhaltigen Bibliographie den Abschluss eines anschaulichen Bandes, der vor allem durch seine vielen großformatigen und farbigen (Landschafts)Fotos besticht.

Als Spiegel einer Bisher weniger beachteten Epoche ist der Band mit 5 Amazonstern zu bewerten.
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am 14. August 2012
Der im Zabern Verlag erschienene Bildband „Kreta in römischer Zeit“ von Tilmann Bechert leistet einen anschaulichen und interessanten Einblick in die Geschichte der Insel, der sich nicht primär auf die durch Götter und Mythen geprägte Vorstellung bezieht, sondern eine eher selten beachtete Epoche Griechenlands präsentiert.

Nach einer informativen Einführung in die Forschungsgeschichte sowie einigen allgemeinen Angaben zu Landschaft und Umwelt der Insel steigt Bechert direkt in die Geschichte ein. Er schildert -in drei Kapitel gegliedert- die Entwicklungen sowie die prägenden Umstände und Veränderungen Kretas in der Zeit vom 3. Jh. v. Chr. bis ins 9. Jh. n. Chr. In den Kapiteln „Creta von der späten Republik bis zur Mittleren Kaiserzeit“ und „Creta in spätrömisch-frühbyzantischer Zeit“ werden dann die markanten Themengebiete Politik, Wirtschaft, Handel, Infrastruktur, Kultur, Gesellschaft und Religion behandelt. Dabei steht der römische Einfluss auf die einzelnen Lebensbereiche im Mittelpunkt.

Gerade weil diese Einflüsse nur selten erforscht wurden, dient der Bildband als idealer Einstieg in das Thema. Der Schreibstil des Autors ist sehr anregend und leicht verständlich, so dass sich auch Laien schnell in die Thematik einfinden. Ergänzt wird der Text durch eine Vielzahl großartiger Landschaftsaufnahmen, aussagekräftigen Grafiken und verschiedenen Anschauungsmaterialien. Dieses Bildmaterial sowie in das Layout eingearbeitete Zitate aus der griechischen Literatur lockern das Gesamtbild auf und vermitteln so einen umfassenden Einblick in das Kreta der römischen Zeit.

Der Bildband ist somit für jeden empfehlenswert, der sich -über den Tourismus hinaus- für die Geschichte der Insel interessiert und von den Lebenswelten und Leistungen der Römer fasziniert ist. Das Bildmaterial, welches für ein solches Werk besonders wichtig ist, veranschaulicht die Atmosphäre der Insel sehr gut und weckt die Reiselust. Als Geschenk oder zum selbst Lesen kann ich diesen Band auf jeden Fall empfehlen!
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