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77 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen sehr atmosphärisch
Simon Beckett ist mir durch seine David Hunter Bücher bekannt und so glaubte ich mit "Der Hof ", Ähnliches zu finden. Doch ein David Hunter Thriller ist dies definitiv nicht.Wenn Sie dies erwarten, werden sie eventuell enttäuscht werden. Ich war es zu Anfang auch, muss ich zugeben. Doch je weiter ich dieses Buch las, je mehr wurde ich in diese...
Vor 5 Monaten von Bücherhimmel veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas langatmig und vorhersehbar
Inhalt:
Der Engländer Sean ist auf der Flucht. Im Wald des französischen Bauern Arnaud verfängt er sich in einem Fangeisen, das dieser zum Schutz seiner Privatsphäre ausgelegt hat. Sean wird auf dem Dachboden der Scheune gesund gepflegt, aber auch eingesperrt. Was hat Arnaud zu verbergen? Und was Sean?

Meine Meinung:
Viele Leser...
Vor 9 Tagen von Marie C. veröffentlicht


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77 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen sehr atmosphärisch, 3. Februar 2014
Von 
Bücherhimmel (Belm) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Hof (Gebundene Ausgabe)
Simon Beckett ist mir durch seine David Hunter Bücher bekannt und so glaubte ich mit "Der Hof ", Ähnliches zu finden. Doch ein David Hunter Thriller ist dies definitiv nicht.Wenn Sie dies erwarten, werden sie eventuell enttäuscht werden. Ich war es zu Anfang auch, muss ich zugeben. Doch je weiter ich dieses Buch las, je mehr wurde ich in diese atmosphärische Geschichte hineingezogen, die es auf jeden Fall lohnt gelesen zu werden.

Aufgebaut ist dieses Buch aus zwei Erzählsträngen. Der erste schildert die Flucht des Engländers Sean in eine einsame Gegend Frankreichs, die jäh gestoppt wird, weil er in einem Waldstück in eine Falle tritt. Seine Wunde ist so schwer, dass er auf dem Hof , zu dem dieses Waldstück gehört und auf dem er kurz vorher schon um Wasser gebeten hat, halt machen muss, um sich von der Tochter des Besitzers Arnaud, Matilde, verarzten zu lassen . Er bleibt auch nach seiner Genesung weiter auf dem Hof, obwohl er merkt, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Der zweite Erzählstrang spielt in London und es wird erzählt, welche Gründe Sean zu seiner Flucht zwangen.

Das Simon Beckett atmosphärische, aktionreiche Thriller schreiben kann, hat er mir schon durch seine David Hunter Bücher bewiesen. Doch im Gegensatz zu diesem Buch, waren diese Bücher auch sehr spannend, was man bei diesem Buch nicht unbedingt behaupten kann. Wer hier eine knisternde, aktionreiche und interessante Aufklärung eines Mordfalles sucht, liegt mit diesem Buch falsch. Die Geschichte ist sehr ruhig und stimmungsvoll geschrieben.
Hier wird die zum Teil subtile Spannung durch die Atmosphäre auf dem Hof erzeugt. Man merkt als Leser sehr schnell, dass mit dieser Familie nicht alles stimmen kann , dass es ein Geheimnis gibt, das die Menschen so handeln lässt, wie sie es tun. Diese atmosphärischen Beschreibungen des Lebens auf dem Hof, das Verhalten von Arnaud, aber auch das seiner Töchter Matilde und Gretchen, haben mir sehr gut gefallen, weil sie beweisen, dass der Leser auch ohne großes Blutvergießen bei der Stange gehalten werden kann. Auch die flirrende Hitze passt gut zu der aufgeladenen Stimmung, die man in jeder Zeile spürt und man wartet eigentlich nur darauf, dass sie explodiert.

Doch mit den Hunter Krimis kann dieses Buch leider nicht mithalten. Ich würde dieses Buch auch nicht unbedingt als Thriller, sondern eher als atmosphärischen Roman beschreiben, der allerdings schon durch seine Schilderungen ein Kopfkino bei mir in Gang gesetzt hat.

Wer auf Krimis steht, die durch gut beschriebene Stimmungen hervorstechen, wird dieses Buch lieben, wer Spannung a la David Hunter sucht, wird glaube ich enttäuscht werden, doch es lohnt sich schon, auch diese Seite Simon Becketts kennen zu lernen.
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66 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sommergewitter, 12. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Hof (Kindle Edition)
Ich gebe zu ich bin Rezensionskäufer und kaufe sonst selten Bücher zu denen es so viele schlechte Rezensionen gibt wie zu diesem. Bei "Der Hof" bin ich froh dies nicht getan zu haben, mir wäre sonst ein großartiger Ausflug in die flirrende Sommerhitze des ländlichen Frankreichs entgangen. Gewiss dies hier ist kein David Hunter Krimi und er mag einer gewissen Lesergruppe auch die atemlose Spannung verwehren die sie sich von einem Beckett Buch erhoffen, aber das Wörtchen "langweilig" das in den schlechteren Rezensionen so oft auftaucht ist hier gänzlich fehl am Platz.
Ich finde es keineswegs langweilig wie sich im Buch, unterstützt durch die drückende Hitze die Spannung subtil erhöht, um sich dann in einem Sommergewitter zu entladen.
"Der Hof" lebt nicht von seiner Handlung, sondern von seiner Atmosphäre, auf diese sollte man sich einlassen und sie genießen, dann kann man auch dieses Buch genießen.
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38 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Krimi zum Genießen, 3. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Hof (Gebundene Ausgabe)
Von der ersten Seite an nimmt Simon Beckett seine Leser gefangen. Auch wenn man die Sorge und Angst des jungen Mannes auf der Flucht spüren kann, ist die Stimmung aber eher ruhig und beinahe schon träge – passend zum einem heißen Sommertag irgendwo in der französischen Provinz. Und diese Stimmung, gepaart mit einem unterschwelligen Gefühl von dunklen Geheimnissen, bleibt den ganzen Roman über erhalten. Dieses Buch ist kein Thriller im Sinne von Action, Blutrausch und Brutalität. Vielmehr ist es ein Krimi vom feinsten.
Wir erleben alles aus der Sicht von Sean, aber wir wissen nicht, wovor oder vor wem er auf der Flucht ist. Dieses Geheimnis lüftet sich erst nach und nach durch seine Rückblenden an die Zeit in London. Hautnah erleben wir dagegen die Erlebnisse auf diesem merkwürdigen einsamen Gehöft in Frankreich, das von seinem Besitzer beinahe in eine Festung verwandelt wurde und auf dem der alte Arnaud sich und seine Töchter von der Außenwelt abschottet. Wir machen uns Gedanken über die Gründe für die Feindschaft der Nachbarn, erleben die beiden so unterschiedlichen jungen Frauen und den herrischen Arnaud und fühlen mit Sean, der hin und her gerissen ist, zwischen der trügerischen Sicherheit hier auf dem abgeschiedenen Hof und seiner Furcht, doch von der Vergangenheit eingeholt zu werden.
Ganz allmählich lüften sich die Geheimnisse, manche Dinge scheinen vorhersehbar und sind am Ende dann eben doch nicht so, wie vermutet. Manche Wendung ist überraschend und beängstigend. Die Charaktere sind stimmig und durchweg glaubhaft in ihren Handlungen (auch wenn sich manche Motive erst nach und nach erschließen).

Beckett hat mit „Der Hof“ einen atmosphärischen Krimi geschrieben, der auf mich wie ein französischer Film aus den 70er Jahren gewirkt hat - wäre Sean nicht rothaarig, hätte er Alain Delons Gesicht für mich ;-) - und sich wohltuend von der derzeit üblichen Thrillerkost abhebt: unaufgeregt, aber geheimnisvoll, beinahe unblutig, aber voller menschlicher Abgründe. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und 4,5 Sterne (die man hier leider nicht anzeigen kann). Den kleinen Abzug verschuldet das ein wenig zu schnell erzählte Finale auf dem Arnaud-Gehöft.
Fazit:
Spannend, gefühlvoll, atmosphärisch und voller Geheimnisse – ein Krimi zum Genießen.
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24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie sie sich mit einer vertrauten Geste eine Strähne hinters Ohr schiebt..., 4. Februar 2014
Von 
A. Zanker (CH) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Hof (Gebundene Ausgabe)
Sean ein junger Engländer, flüchtet nach Frankreich, wo er bei einem entlegenen Hof hängenbleibt. Warum und vor was er auf der Flucht ist, erfahren wir erst im Laufe der Auflösung gegen Ende der Geschichte. Dort wird er den komischen und griesgrämigen Schweinezüchter Arnaud kennenlernen, der dort mit seinen beiden Töchtern und einem Enkelkind lebt. Eine zurückgezogene Familie, die ihr Grundstück eingezäunt und mit Fussfallen versehen hat. Arnaud ist nicht gut auf die dortigen Dorfbewohner zu sprechen und umgekehrt ebenso. Als Sean in eine solche Tretfalle tritt, wird sein Fuss schwer verletzt. Eine Tochter des Bauern findet ihn und beide Töchtern bringen ihn zum Hof um ihn zu verarzten. Obwohl er kein gern gesehener Gast dort ist, gibt es kleine Annäherungen, die schliesslich dazu führen, dass Sean dort beginnt, das baufällige Haus zu reparieren, gegen Kost und Logis - versteht sich. In kleinen Schritten, bekommt er langsam Zutritt in diese kleine Familie, die sich ein wenig für ihn öffnet und interessiert, doch herrscht dort ein recht gereiztes und seltsames Familienklima. Mathilda ist die ältere und Gretchen die jüngere Tochter.

Während Mathilda ihren Vater mit Kochen und Haushalt versorgt, hasst dagegen die jüngere Tochter ihre ältere Schwester, die sich irgendwie dort, doch wie einem Gefängnis vorkommt, aus dem sie sich nicht befreien kann. Ihre Mutter ist schon gestorben und so leben dort der Vater (Arnaud) und seine Töchter. Es werden dort Sanglochons" gezüchtet, eine Kreuzung zwischen Haus - und Wildschweinen. Je länger Sean dort ist, desto mehr spürt er, was dort für ein Leben herrscht, wo verschiedene Geheimnisse gehegt werden, denen er sich langsam annähert, wobei er immer aufpassen muss, nicht selbst in die Fänge des unberechenbaren Arnaud zu gelangen, der schon mal gerne ein Gewehr in die Hand nimmt und in der Gegend rumballert. Als Sean, Jean-Claude vom Dorf kennenlernt, erfährt er, dass sein Bruder Louis schon seit 18 Monaten vermisst wird. Louis war angeblich mit der älteren Tochter Mathilda liiert. Jean-Claude glaubt, dass Arnaud, seinen Bruder umgebracht hat. Das ist die Eintrittstür, in jene seltsamen Geheimnisse, die diesen undurchschaubaren Schweinezucht-Hof umwittert...

Beckett lässt auf zwei Erzählebenen die Story parallel vor sich her laufen. Entweder sind wir auf dem französischen Hof, oder wir sind in England, genau genommen in London. Von dort schildert Beckett, das Leben, bevor Sean nach Frankreich geflüchtet ist. Er schildert darin eine Liebe zu Chloe, die einen tragischen Verlauf nimmt und schliesslich dazu führt, dass eben Sean abhauen muss. Zumindest hier sind die Gründe für die Flucht, relativ bald voraussehbar. Die Story, die sich anfangs etwas zäh dahinschleppt, kommt dann aber doch vor allem gegen Ende richtig in Fahrt. Auf den ersten 200 Seiten, wird man wirklich nur mit kleinen Details informiert, bis man überhaupt einmal einen Gesamtüberblick über den Plot bekommt. Wunderbar geschrieben, sind Passagen in denen Sean in eigener innerer Beschäftigung seine Situation reflektiert und welchem liebevollen Blick er dort den Menschen begegnet, auch wenn sie nicht immer mit ihm nett und freundlich umgehen. Die Zeichnung der Charaktere finde ich toll herausgearbeitet, gerade Mathilde und Sean sind zwei Hauptfiguren, mit denen man sich irgendwann als Leser zu solidarisieren beginnt. (Wenn man mal von dem süssen Hündchen Lulu" absieht, der am Schluss eine Extra-Honorierung erfährt.)

Auch wie Beckett, hier Körpersprache deutet und auf den Punkt bringt (Wie sie sich mit einer vertrauten Geste eine Strähne hinters Ohr schiebt") finde ich schon einfach klasse von ihm gemacht. Zwischendurch wird's immer wieder ein wenig gruselig, ohne dass ganz grass werden würde, wie das ja bei seinen früheren Büchern wohl der Fall war (rote Buchtitel wie etwa Tiere, was mir jedoch NICHT gefallen hat). Am Ende kommt der Leser auf jeden Fall auf seine Kosten und dürfte unter anderem auch den Erfolg von Simon Beckett erklären lassen. Auch wenn die erste Hälfte etwas langatmig noch nicht so richtig in die Gänge kommt, hat Beckett trotz allem einen sehr lesenswerten und soliden (Soft-)Thriller geschrieben, der klasse geschrieben ist, auch wenn er vielleicht nicht ganz an die Klasse seiner Hunter-Reihe herankommt. (Das letzte Buch von ihm Verwesung: David Hunters 4. Fall hat mir besser gefallen) Nur deswegen, ist dieser Roman noch lange kein schlecht Geschriebener! Eine Geschichte die auch mit erzeugter Atmosphäre und weniger Spannung daherkommt und (trotz vieler enttäuschter Leser), trotzdem toll gemacht ist. Die enttäuschten Meinungen finde ich sehr schade. Warum kann ein Autor wie Beckett, nicht auch einmal noch etwas anderes versuchen? Warum muss immer an das vorangegangene die Messlatte gehalten werden??? Ich bedauere das sehr. Und vor allem: Das ist für mich bei weitem kein Grund, dieses Buch schlecht zu bewerten...So, das muss mal gesagt sein!

Kleiner Nachtrag / 13.2.2014:

Für interessierte Leser die Beckett noch nicht kennen, empfehle ich dieses Buch ganz besonders! Und: Beckett ist diese Woche unterwegs an die Spitze der Spiegel-Liste auf Platz Nr.1, ein Beweis dafür, dass sich Leser auch von den enttäuschten Berichten nicht abhalten lassen wollen. Leser, die die Hunterreihe noch nicht kennen oder nur teilweise kennen, wozu ich auch gehöre, dürfen sich noch zusätzlich auf die früheren Bücher (Hunter-Reihe) wie Die Chemie des Todes: David Hunters 1. Fall, Kalte Asche: David Hunters 2. Fall, Leichenblässe: David Hunters 3. Fall oder Verwesung: David Hunters 4. Fall freuen, das ist doch auch was. Finden Sie nicht?

2.Anmerkung / 10.3.2014

Heute in der einzigen Lesung von S.B. in der Schweiz gewesen. Beckett hat einen kleinen Ausschnitt von seinem nächsten Roman gelesen und für alle Fans sei schon mal vorgespurt: Der nächste Beckett wird ein Hunter-Roman!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas langatmig und vorhersehbar, 18. Juli 2014
Von 
Marie C. - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Hof (Kindle Edition)
Inhalt:
Der Engländer Sean ist auf der Flucht. Im Wald des französischen Bauern Arnaud verfängt er sich in einem Fangeisen, das dieser zum Schutz seiner Privatsphäre ausgelegt hat. Sean wird auf dem Dachboden der Scheune gesund gepflegt, aber auch eingesperrt. Was hat Arnaud zu verbergen? Und was Sean?

Meine Meinung:
Viele Leser lieben die David-Hunter-Reihe von Simon Beckett und mögen seine anderen Bücher nicht so sehr. So geht es mir auch. Ich habe alle auf Deutsch veröffentlichten Bücher des Autors gelesen. Zwar finde ich „Der Hof“ nicht herausragend, aber von allen Nicht-Hunter-Büchern noch am besten.

Es ist eine kontinuierliche unterschwellige Spannung zu spüren. Die Atmosphäre ist dicht beschrieben. Man hört direkt die Schweine quieken, riecht den Moder und Schimmel an den Wänden und spürt Seans Schmerzen im Fuß. Doch die Handlung ist einfach zu vorhersehbar und etwas langatmig.

Gut gefallen hat mir, wie die beiden Handlungsstränge, einmal Seans Erlebnisse in London, dann die Ereignisse auf dem Hof in Frankreich, langsam aufeinander zu laufen. Der Showdown war dann tatsächlich ein bisschen spannend, auch wenn mir dann alles plötzlich etwas zu schnell ging.

Fazit:
Kann man lesen, muss man aber nicht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht schlecht, 19. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Hof (Kindle Edition)
Das Buch ist spannend, aber nicht wirklich ein Thriller, für mich mehr eine Familientragödie. Das Ende des Buches ist nicht wirklich überraschend. Jetzt freue ich mich aber mal wieder auf ein "Hunter" Buch und hoffentlich lässt Simon Beckett mich nicht zu lange warten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Man muss sich drauf einlassen, 19. Februar 2014
Von 
PGutzold (Frankfurt, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Hof (Gebundene Ausgabe)
Ich habe mir das Buch gekauft, weil ich den neuesten Teil aus der Serie, um Ermittler David Hunter lesen wollte. Als das Buch da war habe ich festgestellt, dass das gar nicht der Fall ist. Es ist wieder eines der eigenständigen Werke von Simon Beckett. Die Enttäuschung war also zuerst doch groß. Ich hab's trotzdem gelesen und was soll ich sagen: wenn man sich auf diese etwas andere Art von Geschichte einlässt, hat auch dieses Buch seine Spannung, wenn auch nicht, so hochdramatisch wie die David-Hunter-Bücher. Mich ziehen vor allem immer Plots an, die in einer abgeschlossenen Umgebung spielen. Dafür wurde ich belohnt!!
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Flucht des Sean und Arnaud der Unberechenbare bringen Spannung, 4. Februar 2014
Von 
Felix-Ine - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Hof (Gebundene Ausgabe)
Jeder hat so sein Geheimnis...

Der junge Engländer Sean aus London ist in einem blutverschmierten Auto quer durch Frankreich auf der Flucht. Die Fahrt endet in Südfrankreich in einem Waldgebiet, als das Benzin zur Neige geht und der junge Mann das Auto verlassen muss. Die Gegend ist ihm unbekannt. Während seines Fußweges tritt er in eine Bärenfalle und kann sich nicht befreien. Die Schmerzen und der Blutverlust rauben ihm die Besinnung. Nach drei Tagen erlangt er das Bewusstsein und findet sich auf einem heruntergewirtschafteten Bauenhof des Schweinezüchters Arnaud, einem launischen und unberechenbaren Mann, brutal und tyrannisch, wieder. Mathilde und Gretchen leben mit dem kleinen Michel ebenfalls auf dem Hof und sind der Willkür des Vaters ausgeliefert. Einzig dem kleinen Jungen gegenüber zeigt Arnaud liebevolle Gefühle.

Sean wird von Mathilde gepflegt, zwischen beiden entwickeln sich die ersten Gefühle, die von Gretchen misstrauisch und neidisch beäugt werden. Sean verbringt die Tage der Genesung auf diesem Hof mit kleinen Gefälligkeitsarbeiten und stellt dabei fest, dass rund um das Haus Fallen aufgestellt sind. Angeblich sollen sie unliebsame Besucher vom Hof fernhalten.
Die aufgeladene Spannung in dieser Familie wird durch Arnaud, dem fünfzigjährigen Schweinezüchter des Hofes verursacht. Er tyrannisiert seine Töchter und würde Sean am liebsten vom Hof verscheuchen.
Als Sean sich eines Tages bei einem Besuch im nächsten Dorf aufhält, kommt er mit dem Dorfbewohner Jean Claude ins Gespräch. Von ihm erfährt er, dass dessen Bruder seit gut einem Jahr vermisst wird. Im Dorf gehen die Gerüchte um, dass Arnaud damit etwas zu tun haben könnte.

Der Schriftsteller Simon Beckett hat in seinem Thriller zwei Verbrechen miteinander verbunden. Er lässt den Leser zwischen dem flüchtenden Sean und dem Tyrannen Arnaud hin und her pendeln. Beckett hat verstanden seinen Protagonisten Charaktere zuzuschreiben, die fesseln. Seine Personen, Mathilde die sanfte, Gretchen die gerissene, Arnaud die tyrannische und unberechenbare Person gepaart mit Sean, dem ruhigen, eigentlich ausgeglichenen Mann.
Die Hintergründe der Flucht dieses jungen Mannes erfährt der Leser ziemlich zum Schluss.
Ein spannender 464 Seiten umfassender Thriller!

Simon Beckett wurde 1968 geboren. Nach Abschluss eines Englischstudiums war er als Immobilienhändler tätig, lehrte Spanisch und war Schlagzeuger. 1992 wurde er freier Journalist und schrieb für bedeutende britische Zeitungen wie "Daily Telegraph", "Times" und "Observer." Als Romanautor trat er erst 1994 an die Öffentlichkeit.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen überraschend anders, 13. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Hof (Kindle Edition)
Zuallererst sei gesagt das diese Geschichte überhaupt nichts mit früheren "Becketts" zu tun hat. "Der Hof " ist etwas völlig anderes und gerade das macht die Geschichte für mich so lesenswert.
Ich glaube das Problem von vielen Lesern solcher Geschichten heutzutage ist das man immer den totalen Schocker erwartet in denen möglichst kranke Serienkiller möglichst viele Leute auf möglichst detailiert beschriebene brutale Art metzeln. Irgendwie ist da für mich das Ende erreicht, was soll da noch kommen?
Mal ganz ehrlich, an der Geschichte von "Der Hof" gibt es meiner Meinung nach sehr viele kranke Aspekte, wen das schon nicht mehr kitzelt der sollte vllt zwischendurch mal wieder was leichteres lesen. Soviel zu den negativen Rezensionen.
Die Story ist durchaus gut und spannend erzählt, vor allem noch nachvollziehbar. Langeweile kam bei mir an keiner Stelle auf. Ein erfrischend anderer Beckett, ich dachte nämlich schon das man von dem garnix mehr lesen könnte.
Den Hunter konnte ich schon länger nicht mehr sehen/lesen, deswegen von mir eine klare Empfehlung.
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29 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein großer Name allein macht noch kein gutes Buch, 3. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Hof (Gebundene Ausgabe)
Ich-Erzähler Sean ist auf der Flucht vor der Polizei. Er hat sich aus London nach Südfrankreich abgesetzt und trampt jetzt getarnt als Rucksacktourist in der flirrenden Sommerhitze über einsame Landstraßen. Zufällig gerät er dabei auf das Waldstück des Bauern Arnaud, wo er sich in einer rostigen Bärenfalle fast den Fuß abhackt. Arnauds Töchter Mathilde und Gretchen können den Verletzten gerade noch aus dem Eisen befreien. Weil ihr Vater das martialische Ding aber illegal aufgestellt hat (und zwar nicht gegen Bären, sondern unliebsame Nachbarn), bringen die Frauen ihn nicht ins Krankenhaus, sondern päppeln ihn auf dem Hof wieder auf. Ein baufälliges Gemäuer umgeben von Nichts als einem dichten Kastanienwald und einem spiegelglatten See. Hier scheint die Zeit still zu stehen. Es gibt kein Telefon, keinen Computer, das Gelände ist mit Stacheldraht umzäunt. Schnell wird Sean klar, dass nicht nur er ein Geheimnis verbirgt, sondern auch seine Gastgeber etwas gezielt vor der Außenwelt verstecken. Und er scheint nicht der erste Fremde zu sein, dessen Spur sich auf dem Hof verliert....

Wie so oft wählt Beckett ein abgelegenes Plätzchen sowie eine überschaubare Zahl an Figuren für seinen Plot, sodass sich eine fast kammerspielartige Atmosphäre einstellt. Das Problem ist, dass man durch diese beschränkten Mittel auch sehr schnell darauf kommt, welche Geheimnisse dieser Ort womöglich birgt. Das ging mir aber auch schon bei Becketts Debüt "Chemie des Todes" so, den einzigen anderen Krimi, den ich bisher von diesem Autor gelesen habe. Damals wusste ich auch ziemlich flott, wer der Mörder ist (es war der Gärtner, wenn ich mich recht entsinne, und es hatte irgendwas mit einer speziellen Blumenerde zu tun). Ich bin wirklich keine detektivische Leuchte, aber auch in "Der Hof" blinken die etwas zu auffällig platzierten Hinweise wie große Neon-Werbetafeln in der Wüste.

Ich hab das Buch dennoch fast in einer Rutsche weggelesen. Allerdings nicht, weil ich mir vor Spannung fast die Fingernägel abgekaut hätte, sondern weil ich natürlich wissen wollte, ob ich mit meinen Vermutungen recht behalten würde. Ich fand es dann auch durchaus interessant zu beobachten, wie die einzelnen Fäden zu einem durchaus catchy Showdown im Mondenschein zusammenlaufen. Für mich war aber der eigentliche Star des Romans der titelgebende Hof. Beckett schildert den Verfall des Anwesens wie die Verwesungsstadien einer Leiche, in allen schillernd morbid-verrotteten Farben. Man riecht den Moder und den Schimmel.

"Der Hof" bietet also viel Sphäre, aber auch viel heiße Luft. Denn allein ein unheimlicher Ort trägt noch keine Geschichte. Vielleicht ist es aber auch ein großes Missverständnis, diesen Roman als "Thriller" zu bezeichnen (was explizit auf dem Cover steht). Beckett selbst wehrt sich in einem Interview auf seiner Homepage gegen dieses Genre-Korsett. Er will sich nicht unbedingt als Spannungsautor verstanden wissen. Das ist okay, irgendwie bescheiden, vielleicht aber auch ausweichend. Denn um mehr zu sein, psychologisiert oder poetisiert er zu wenig. Auf welcher Mission ist dieser Mann also? Ich jedenfalls bin unschlüssig, was ich von diesem Roman halten soll. Als Thriller ist er bestenfalls Durchschnittsware. Möglicherweise würde das Buch sogar in der Masse komplett untergehen, wenn nicht Beckett draufstehen würde. Für Fans ist der Roman möglicherweise ein Fest, das fällt mir schwer zu beurteilen. Für alle anderen ist "Der Hof" kein Must-have für diese Saison. Nach dem neuen Don Winslow die nächste große Enttäuschung.
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Der Hof
Der Hof von Simon Beckett (Gebundene Ausgabe - 1. Februar 2014)
EUR 19,95
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