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am 26. August 2012
Der neue Thriller von Andreas Winkelmann rankt sich um Kriminalhauptkommissar Stifler und seine neue Assistentin, die frisch gebackene Kommissarin Manuela Sperling. In ihrem ersten gemeinsamer Fall heften sie sich an die Fersen eines unheimlichen Frauenmörders, des Wassermanns. Dieser verfolgt Frauen, zieht sie ins Wasser und ertränkt diese. Schnell stellt sich heraus, dass Stifler persönlich in diesem Fall betroffen zu sein scheint. Gleich die erste Tote ist seine Geliebte Annabell. Aber warum will Stifler nicht, das jemand von dem heimlichen Liebesverhältnis zur Toten erfährt? Nach und nach holt sich der Wassermann weitere Frauen und alle scheinen eine Verbindung mit Kommissar Stifler zu haben. Lange tappt die Polizei im Dunklen.

Vielleicht bin ich mit zu hohen Erwartungen an das neue Buch von Andreas Winkelmann herangegangen. Die vorhergehenden Thriller des Autors mochte ich kaum aus der Hand legen. Für "Wassermanns Zorn" hingegen habe ich fast 2 Wochen gebraucht. Nach einem super Start, wie ich ihn in der Leseprobe verfolgen konnte, ebbte für mich die Spannung erst einmal deutlich ab. Vielleicht lag es auch daran, dass ich mit den Hauptpersonen des Buches nicht warm werden konnte. Kommissar Stifler ist mir einfach nur unsymphatisch und auch mit Manuela Sperling, die für mich ein wenig blaß bleibt, auch wenn sie sich im Laufe der Geschichte weiter entwicklich, konnte ich nur teilweise warm werden. Da fand ich die beiden "Nebendarsteller" Frank und Lavinia deutlich interessanter (u.a. habe ich so gleich mehr über Narkolepsie erfahren). Den Showdown auf den letzten 50- 100 Seiten, wo es noch mal so richtig spannend wurde, habe ich hingegen wieder in einem Rutsch gelesen. Deshalb vergebe ich insgesamt 3 von 5 Sternen. Für die Folgebände ist also noch Luft nach oben:-).
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TOP 1000 REZENSENTam 19. Dezember 2012
Nachdem ich viele überzeugende Rezensionen zu "Wassermanns Zorn" gelesen habe und ich raffinierte Thriller sehr schätze, war für mich schnell klar dass ich dieses Buch einfach lesen muss. Gleichzeitig wäre dies auch mein erster Winkelmann-Thriller und meine Erwartungen waren, muss ich gestehen, im Vorfeld sehr hoch gesteckt.

In "Wassermanns Zorn" konfrontiert Andreas Winkelmann seine Leser mit einer Angst, die ihn persönlich lange Zeit beschäftigt hat und es auch heute immer noch tut - die Angst vor dem Ertrinken. Er lässt seine Leser diese Angst wahrhaftig spüren, und besonders die Szenen im Buch in denen die Opfer ihren „Todestanz“ im See erleben, sind unglaublich realitätsnah dargestellt und lösten bei mir grausame Beklemmungen und Atemnöte aus. Auch nach Beenden der Lektüre konnte ich dieses klaustrophobische Gefühl nicht ganz ablegen.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein eiskalter Mörder der von der Polizei "Der Wassermann" genannt wird. Denn er zieht junge Frauen, wie ein Wasserdämon, in die Mitte eines Badesees, umklammert sie und zieht sie unter die Wasseroberfläche, um mit ihnen einen letzten Tanz zu tanzen.
Als die erste Leiche gefunden wird, entdeckt die Spurensicherung eine Botschaft am Körper der Toten die sich persönlich an den Ermittler Eric Stiffler richtet. Doch anstatt den Fall schnellstmöglich zu lösen, steht der eigensinnige Querulant Stiffler den Ermittlungen im Wege. Manuela Sperling, eine junge und ehrgeizige Kriminalkommissarin, die gerade ein Praktikum beim Morddezernat begonnen hat, sieht ihre Chance gekommen und stellt eigene Nachforschung an. Doch dabei begibt sie sich selbst in allergrößte Gefahr...

Vom Prolog an hat mich dieser Thriller gefangen genommen und ließ mich atemlos durch die Seiten jagen. Es ist wirklich bewundernswert, wie der Autor es schafft den Spannungsbogen immer weiter auszudehnen und dem Leser grausame Szenarien zu bieten, ohne dabei Blut zu vergießen. Und auch wenn man weiß, wie der nächste Mord geschehen wird, kriecht die Angst einem jedes Mal von neuem ganz langsam den Rücken hinauf und die Vorstellung von einem Wahnsinnigen in einem trüben See unter Wasser gezogen zu werden, ist einfach fürchterlich.

Andreas Winkelmann führt seine Leser einige Male gekonnt in die Irre und erzählt seine Geschichte sehr überzeugend und abwechslungsreich auf verschiedenen Ebenen, was mir ausgesprochen gut gefallen hat.
Denn als Leser begleitet man nicht die ganze Zeit über nur die Ermittler, sondern man schaut dem Mörder bei seinen grausamen Taten über die Schulter und lernt, in Rückblenden, den Ursprung seiner Gedanken kennen. Gleichzeitig begleitet man eine lange Zeit über Personen, die durch die Taten des Wassermanns in der ständigen Angst leben müssen, von ihm eines Tages entdeckt und entführt zu werden. Dabei wuchsen mir die Opfer ganz besonders ans Herz und ihr Schicksal hat mich am Ende unglaublich bewegt.

"Wassermanns Zorn" ist rückblickend der beste Thriller den ich im Jahr 2012 gelesen habe und ich möchte nun unbedingt noch weitere Winkelmann-Thriller lesen, auch wenn der Autor die Schuld daran trägt, dass ich in Zukunft weite Bögen um Badeseen machen werde. Denn den Spaß am Schwimmen hat mir Herr Winkelmann gründlich verdorben...
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am 5. Oktober 2012
Kurzbeschreibung:
Manuela Sperling ist neu bei der Polizei. Gleich an ihrem ersten Tag muss sie sich mit dem grausigen Mord an einer Prostituierten befassen, deren Leiche ein¬gekeilt zwischen Baumwurzeln im seichten Teil des Flusses liegt - ertränkt. Auf dem Bauch der Toten finden die Spurensicherer eine grausige Botschaft, gerichtet an Manuelas Chef, Kriminalhauptkommissar Stiffler. Manuela muss erkennen, dass ihr Eifer nicht von allen im Präsidium gern gesehen wird. Da ertrinkt erneut eine Frau, direkt vor ihren Augen. Eine unsichtbare Macht zieht sie auf den See hinaus und unter die Wasseroberfläche. Und Stiffler dreht durch...

Unglaublich!

Das Cover ist keine herausragende Glanzleistung des Verlags, dafür weiß Andreas Winkelmann mit seiner Geschichte zu begeistern.
Wassermanns Zorn" ist einer jener Thriller, die ganz ohne blutige Morde auskommen. Tod und Folter sind inklusive, aber Blut fehlt an dieser Stelle vollkommen. Wer meint, dass nur das einem Buch zu echter Spannung verhilft, der irrt.
Denn Andreas Winkelmann schafft es, den Leser an seinen ureigenen Ängsten zu packen und zu schockieren.
Wer kennt dieses plötzliche, beklemmende Gefühl in offenem Gewässer nicht, wenn die Luft wegbleibt. Oder etwas den Körper streift und man nicht weiß, was das war. Aber ein unbestimmtes Ekelgefühl überkommt einen. Schauer schütteln den Körper und man will nur noch zurück ans rettende Ufer.
Der Autor schmeißt den Leser ungerührt ins kalte Wasser. Und es ist wirklich eiskalt.
Das wird spätestens dann klar, wenn man spürt, wie die Ängste des Opfers die eigenen werden. Es geschieht ganz subtil. Schrittweise - aber unaufhaltsam!

Die Geschichte setzt sich aus unterschiedlichen Sichtweisen zusammen. Besonders den Blick in die Gedanken des Täters fand ich interessant, faszinierend und abstoßend zugleich. Man weiß genau, wie unglaublich grausam diese Gedanken sind. Trotzdem verfolgt man sie weiterhin.
Mit Spannung weiß Andreas Winkelmann umzugehen.
Sein Roman ist raffiniert konstruiert. Er ist unheimlich fesselnd - die ganze Zeit über. Es endet in einen phänomenalen Showdown, der es schafft, zu verblüffen.

Wassermanns Zorn" hat mich begeistert und ich erkläre Andreas Winkelmann hiermit ohne Zweifel zu einem meiner Lieblingsautoren im Genre Thriller.
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am 28. August 2012
Erstmal vorweg: Die Bücher von Andreas Winkelmann zählen für mich als absolutes Highlight. Ich lese wirklich viele Thriller, Krimis und auch Horrorbücher, aber ich kann wirklich sagen, das mich seine Bücher beim lesen stets entführen, entführen in seine meist bösen, mordenden, psychopathischen Geschichten.
Andreas Winkelmann hat einfach das Talent einen mitzureißen, so das man denkt, man sei dabei. Das er auch gerne mit den Urängsten der Menschen spielt, macht dies noch spannender. An so manchen Stellen ist man froh, das man doch "nur" liest und nicht selbst erlebt! :o)

Damit kommen wir auch zu "Wassermanns Zorn". Ertrinken, eine Urangst schlechthin.
Schon bei dem Prolog bekommt der Leser einen Vorgeschmack davon, was es heißt im Wasser gefangen zu sein. Atmen zu wollen, aber zu wissen, das ist dein Todesurteil.
Hände drücken dich unter Wasser und du weißt, es ist vorbei, du musst atmen und möchtest auch nichts anderes...und dann ist es wirklich vorbei.....!

Doch der Wassermann möchte mit seinen Opfern "Tanzen". Möchte sie spüren, ihnen tief in die Augen sehen.
Wie und warum sage ich natürlich nicht, aber die Geschichte um den Wassermann ist einfach nur spannend und mehr als empfehlenswert!

Auch die Figuren wie z.b. die junge frischgebackene Kommissarin Manuela Sperling, der einfach "entzückend" fiese Oberkommissar Eric Stiffler, die ehemalige Prostituierte Lavinia Wolff
oder der liebenswerte an Narkolepsie leidende Taxifahrer Frank Engler sind wieder lebendig beschrieben und bei einigen würde man sich freuen, in späteren Büchern mal wieder von ihnen zu lesen.
Gut fand ich auch das Thema Korruption bei der Polizei, denn ich vermute mal, das kommt öfter vor, als man denkt. Nur weiß man natürlich davon nichts, woher denn auch.

Zum Ende hin war sehr erschreckend, zu was Menschen, oder Soziopathen doch fähig sein können.
Aber was Menschen, anderen Menschen antun können, ist doch eigentlich immer das schlimmste...
Davor sollte man stets Angst haben.

Fazit:
Alles in allem, wer Thriller liebt, gerne in Geschichten eintauchen möchte (passt ja gut zum Wassermann) und sich auch mal gruseln möchte, der sollte bei "Wassermanns Zorn"
unbedingt zugreifen!

Meine persönliche Anmerkung:
Ich hoffe, das wenn ich mal auf die Hilfe der Polizei angewiesen sein sollte, das mir so ein Ekelpaket wie der Beamte Stiffler, bitte erspart bleibt!
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am 11. Oktober 2012
Einige Tage sind bereits verstrichen, seit ich den Thriller Wassermanns Zorn von Andreas Winkelmann beendet habe. Bewusst habe ich mich nicht sofort hingesetzt und meine Gedanken dazu zu Papier gebracht. Vielmehr wollte ich warten, bis sich das unmittelbare Geschehen im Denken verflüchtigt und sich der bleibende Leseeindruck festigt. Ist es doch genau dieser Eindruck, der im Nachklang – auch Wochen und Monate später – bestehen bleibt und die persönliche Lesebeziehung zum jeweiligen Buch bestimmt, stolpert man wieder über dasjenige.

Was ist nun hängen geblieben von Wassermanns Zorn und wie nachhallend erlebe ich das Gelesene?

Kurzum, der Eindruck ist ein ganz anderer, als hätte ich sofort begonnen zu rezensieren: Es ist nämlich keinesfalls die Polizeiarbeit – das jedem Thriller bzw. Krimi innenwohnende Lösen des Rätsels – über das ich nun berichten will; auch ist es weder der geschlechterspezifische und hierarchische Grundkonflikt, der die Beziehung der ermittelnden Kommissare prägt, noch der Eindruck, den die vielen unterschiedlichen Charaktere – angefangen vom Täter über die einzelnen Opfer bis zu den Helden des Romans – hinterlassen.

Vielmehr ist es eine ästhetische Komponente, die Andreas Winkelmanns Thriller bestimmt: Schließe ich die Augen und lasse mich zurückfallen in die Welt des Wassermanns, tun sich immer wieder die gleichen Sinneseindrücke auf:

Es ist düster, ich höre das Schilf rascheln, lausche den Geräuschen des Wassers, spüre das Nass um mich herum – scheinbar harmlos und idyllisch. Doch plötzlich ist sie da, die Panik, ich höre mein Herz schlagen, spüre eine dunkle Gegenwart, möchte mich fortbewegen, möchte fliehen – vor was? Ich weiß es nicht, nur ahne ich, dass ich fliehen muss – sofort! Es scheint zu funktionieren – Hoffnung flackert auf. Doch dann – ohne Vorwarnung – werde ich hinabgezogen in das Reich des Wassermanns, immer tiefer und tiefer. Ich versuche mich zu wehren, halte die Luft an, doch meine Lunge birst. Bald muss ich atmen, spüre Hände um mich – die mir die Luft nehmen, mich wiegen … doch nun ist es zu spät, ich atme … und der Wassermann tanzt mit mir, meine Haare wie ein wunderschöner Schleier im Nass. Die Geräusche verebben, alles ist friedlich, sinnlich, leise, düster …

Aus meiner Sicht ist die große erzählerische Leistung von Andreas Winkelmann, das Grauen nicht in seiner Plumpheit und Brutalität darzustellen, sondern ästhetisch, fast poetisch. Lässt den Leser normalerweise eine blutige Darstellung die Augen schließen und angewidert wegsehen, schaut er bei Winkelmanns Erzählung genau hin – versteinert und gebannt, unfassbar ob der Umstände. Leitmotivisch zieht sich dieses Spiel mit sich scheinbar ausschließenden Sinneseindrücken durch die Mordserie des Buches und verfestigt das Bild des wahrlich tanzenden Wassermanns.

Den Inhalt des Romans will ich nicht nacherzählen, bringt es doch ein Thriller per se mit sich, dass er vom Nicht-Wissen des Lesers und der sich entwickelnden Spannung lebt. Nur so viel: Die Geschichte um die ermittelnde Kommissarin Sperling hat mich nicht in dem Maße bewegt, wie der ästhetische Ansatzpunkt und der kluge und stimmige Aufbau des Romans. Aus meiner Sicht sind einige der Charaktere zu blass und im Nachklang schnell vergessen; eine Ausnahme bildet dabei der Taxi-fahrende Frank, der sich in das Herz des Lesers stiehlt.

Kurzum, Wassermanns Zorn ist ein empfehlenswerter Roman für Leser, die weniger Wert auf blutige Thriller, aber dafür auf eine handwerklich hervorragend erarbeitet Geschichte (gelungene Perspektivwechsel, unvorhersehbarer Aufbau) legen und offen sind für eine unkonventionelle Darstellung des Grauens.

Dank an Lovelybooks und den Rowohlt Verlag für das kostenlose Leseexemplar.
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am 18. August 2012
Andreas Winkelmann ist ein Garant für spannenden, atemberaubenden Thrill.

Atmospärischrisch, düster und sehr bildhaft vermag er es, den Leser in seine Bücher eintauchen zu lassen.

Die Charaktere (ob sympathisch wie Manuela Sperling) oder unsympathisch (wie der Täter) sind wunderbar vielschichtig dargestellt und vermochten es wieder einmal, mich mitleiden, mitfiebern und vor allem sofort zu Ende lesen zu lassen. Ich konnte den Wassermann nicht zur Seite legen.

Diese spannende, abwechslungsreiche und düstere Story um Schuld, Hass, Korruption, falsche Verdächtigungen und Zerstörung sorgt für ununterbrochenen Nervenkitzel; der gute Aufbau des Buches mit den gelegentlichen Rückblenden im Leben des Wassermanns tut sein Übriges.

Der Spannungsbogen war von der erste Seite an gespannt und hielt ebendiese Spannung das ganze Buch über, um in einem fulminanten Finale zu enden.

Vielen Dank Herr Winkelmann für einen kurzweiligen und äußerst spannenden Leseabend - jedem Thrillerfan kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen!
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am 12. September 2012
Eventuell gerät Herr Winkelmann unter Produktionszwang oder es handelt sich hier um ein spät veröffentlichtes frühes Werk, denn: einen solchen Schreibstil, solch platte, unausgearbeitete Figuren und eine solche oberflächlich bleibenede Story kenne ich von diesem Autor bislang nicht. Die Story ist ja von der Idee her ganz nett, die Umsetzung jedoch katastrophal. Alleine der Klischee-Charakter des Ermittlers mit dem nervigen Namen Stiffler (der manchmal auf einer Buchseite 7 mal benannt wird) lässt einem beim Lesen die Haare zu Berge stehen, denn einen solchen Ermittler würde es in der Realität in einer solchen Position niemals geben. Auch kommen einem die Dialoge zwischen ebendiesem Ermittler und der jungen Polizistin Manuela (deren Namen auf der gleichen Seite ebenso oft genannt wird) vor, als habe man sie schonmal irgendwo gelesen...

Zwei Sterne gibts dafür, dass die Idee gut war und gegen Mitte des Buches zumindest der Schreibstil annehmbar wird. Mehr hat dieses Buch aber beileibe nicht verdient.

Also bitte Herr Winkelmann, knüpfen Sie an die tollen Geschichten Ihrer vorherigen Werke an, die spannend und nachvollziehbar und sogar stellenweise extrem gruselig geschrieben und super ausgearbeitet waren. Ihre Leser nehmen es auch gerne in Kauf, dafüpr etwas länger auf ein neues Buch zu warten.
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INHALT:
Gleich an ihrem ersten Arbeitstag in der Mordkommission wird die junge Polizistin Manuela Sperling, gemeinsam mit ihrem Vorgesetzten Eric Stiffler, zu einem grausigen Tatort gerufen. Auf dem Bauch der Wasserleiche findet sich eine eingebrannte Botschaft an Kriminalhauptkommissar Stiffler - was hat Manuelas neuer Chef mit diesem Fall zu tun?

MEINE MEINUNG IN KURZFORM:
Kauf-/Lesegrund: Ich liebe die Bücher von Andreas Winkelmann und musste nun auch diesen Thriller lesen.

Reihe: Nein, Einzelband

Handlungsdauer: Nach dem Prolog (Vorher) beginnt die Story (Jetzt), dauert mehrere Tage und schließt mit dem Epilog 2 Tage später.

Hauptperson: Die 25-jährige Manuela Sperling ist frischgebackene Polizistin und macht ein 4-wöchiges Praktikum im Morddezernat. Das zierliche Persönchen ist arbeitswillig und neugierig, was ihrem neuen Chef, KHK Eric Stiffler, nicht zu passen scheint... Manuela Sperling ist eine sympathische Protagonistin, die von ihrem Vorgesetzten immer wieder niedergemacht wird, aber trotzdem nicht aufgibt. Allerdings hätten die Figuren noch mehr Potential, das meiner Meinung nach nicht ganz ausgeschöpft wurde.

Nebenfiguren: Die mitwirkenden Nebencharaktere wie der unsympathische Macho Eric Stiffler (der nervt gewaltig) und Manuelas Kollege Peter Nielsen, die Kassiererin Lavina Wolff und Taxifahrer Frank Engler sind interessante, aber leicht klischeehafte Nebenfiguren. Außerdem finde ich es irgendwie eigenartig, dass Frank Engler unter Narkolepsie (Schlafkrankheit) leidet und dann auch noch hauptberuflich Taxi fährt - das passt für mich nicht ganz zusammen...

Romanidee: Interessante Grundidee, deren Umsetzung nicht ganz überzeugend wirkt.

Erzählperspektiven: Abwechselnd schildern verschiedene Figuren wie Manuela Sperling, Eric Stiffler, Lavinia Wolff, Frank Berger und der Täter, der uns an seinen kranken Fantasien -in kursiver Schrift- teilhaben lässt (in der 3. Person) die rasanten Geschehnisse aus ihrem jeweiligen Blickwinkel und lassen uns dabei an ihren Gedanken & Gefühlen teilhaben, wobei ich nicht alle Handlungen/Taten nachvollziehen konnte.

Handlung: Durchwegs spannende & abwechslungsreiche Geschichte mit verschiedenen Handlungssträngen und Erzählperspektiven, einigen Längen sowie überraschenden Wendungen und Irrwegen. Das Ende hat mir persönlich nicht ganz zugesagt, aber das ist sicherlich Geschmackssache.

Schreibstil & Co: Komplettiert wird "Wassermanns Zorn" durch die emotionsgeladene Schreibweise und kurze Kapitel.

FAZIT:
"Wassermanns Zorn" ist für mich der schwächste Thriller von Andreas Winkelmann und kann sich leider nicht mit Werken wie z.B. "Deatbook" oder "Der Gesang des Blutes" messen kann. Dafür fehlt es an Hochspannung, lebendig gestalteten Charakteren und der Nachvollziehbarkeit aller Taten. Deshalb bekommt "Wassermanns Zorn" nur solide 3 1/2 STERNE.
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am 10. Januar 2014
Mehrere Frauen werden ertränkt, ein Polizist scheint in die Fälle verwickelt zu sein, eine junge Frau fühlt sich bedroht, eine Polizeianwärterin verbeißt sich in den Fall... - die Rahmendaten dieses Krimis waren eigentlich sehr vielversprechend, auch die ersten Kapitel lasen sich gut weg. Trotzdem bekommt das Buch von mir nur 3 Sterne. Was war da los?

Der Wassermann war mein erstes Buch von Andreas Winkelmann, leider wird es auch das letzte bleiben. Dies liegt mitnichten an einer schlechten Story - denn die war tatsächlich ziemlich furios, spannend bis zum Schluss mit unerwarteten Wendungen (die man zugegebenermaßen auf halber Strecke schon kommen sieht) und auch einem versönlichen, nicht zu offenen Ende. Womit ich tatsächlich nicht klarkomme, sind die grauenhafte Schreibe des Autors und seine als Äußerungen der Protagonisten verkleideten Monologe mit seiner ganz persönlichen Weltsicht. Ob sich eine ehemalige Prostituierte und ein Taxifahrer darüber unterhalten, dass die meisten Frauen diesen Beruf doch sicher freiwillig und gerne ausüben, oder ob die Polizeianwärterin den Leser an den Vorteilen teilhaben lässt, die man als einzige Schwester unter Brüden so hat - diese Teile der Story haben mich im besten Falle irritiert und im schlechtesten geärgert. Dazu kommen leider ziemlich viele lose Enden und nicht weiterverfolgte Personen in der Story (ein am Anfang häufig bemühter und danach vollkommen vergessener Kollege namens Andreas Bader (!) - in einem deutschen Buch? In dem es ums Baden geht? Um Himmels Willen, was ist hier im Lektorat schief gelaufen...?).

Aber am allerschlimmsten für mich war tatsächlich die betuliche Schreibe von Adreas Winkelmann. Ja, das ist Geschmackssache, und offenbar bin ich da auch etwas pingelig, da mir auch Autoren wie Nele Neuhaus oder Stephan Ludwig einigermaßen auf die Nerven gehen mit ihrer Art, die Dinge zu beschreiben. Hier war es aber für mich besonders schlimm. Ich möchte nicht ins Detail gehen, aber ein Autor in den Vierzigern sollte meiner Ansicht nach nicht schreiben wie mein Opa.

Genug geschimpft - ich habe das Buch zu Ende gelesen und mich durch die Story einigermaßen gut unterhalten gefühlt. Es gibt bestimmt sehr viele Menschen, die das Buch lieben werden, es ist ein solider Krimi - alles in allem vergebe ich drei Sterne und hoffe, dass nur ich alleine mich hier und da geärgert habe.
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am 2. Januar 2013
Ein Hauptkommissar mit Geheimnissen und eine neue, die ihre Klappe nie halten kann. Dazu ein skrupelloser Mörder, der sehr mysteriös wirkt. Das alles versprach einen sehr guten und spannenden Thriller. Aus mehreren Gründen war er aber nur mittelmäßig.

Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, so dass man direkt ein Bild von ihnen vor Augen hat. Leider ist dieses Bild bei keinem einzigen wirklich positiv. Allein der Taxifahrer scheint noch sympathisch. Der Hauptkommissar wirkt völlig unsicher und inkompetent. Kein Wunder dass er als Schwächling gilt. Die Neue nervt nur. Das sie zu allem ihren Senf dazu gibt, könnte sehr lustig sein, hier ist es aber nicht. Sie wirkt nur über schlau und denkt, dass sie alles kann und weiß. Der Mörder wirkt gerade nach der Auflösung irgendwie nicht authentisch. Die Morde waren zwar recht grausam, aber mehr nicht. Wirkliche Thrlillerstimmung kam bei mir nicht auf. Das Ende und die Auflösung des Falles fand ich recht merkwürdig und nicht wirklich stimmig. Einige Fragen wurden erst zum Schluss aufgeworfen, aber nicht beantwortet.

Der Schreibstil des Autors hat mir gut gefallen. Gerade durch die kurzen Abschnitte und Perspektiven- und Zeitenwechsel kam Spannung auf. Obwohl mir die Geschichte an sich nicht wirklich zusagte, rettete der Autor mit der flüssigen und spannenden Schreibweise einiges. Das Buch lässt sich wirklich sehr gut lesen. Und ich kann mir vorstellen dass einige auch die Handlung sehr gut finden. Nur für mich was das nicht das Richtige.

Zusammenfassend ist die Geschichte eher mittelmäßig, die Personen unsympathisch, der Autor kann aber sehr gut schreiben. Eine Leser Empfehlung kann ich deshalb nur bedingt aussprechen. Wer nicht zu viel erwartet, oder das Buch geschenkt bekommt, kann es auch gut gelesen. Kaufen würde ich es nicht.
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