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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Trotz 960 Seiten: Spannung pur!,
Von Schiller "Schiller" (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Thron der Welt: Historischer Roman (Broschiert)
Der Titel "Thron der Welt" ruft sehr viele Erwartungen hervor, die bei mir erfüllt worden sind, was Abenteuer-und Spannungsfaktor, Klarheit und Logik der Handlungsstruktur sowie Lesegenuss betrifft.Allein der Anfang des Romans war sehr spannend und ließ den Leser sehr einfach in das historische Setting eintauchen. Der Leser wird demnach in das Jahr 1072 entführt, in dem der fränkische Krieger Vallon und der sizilianische Gelehrte Hero einen normannischen Ritter namens Walter aus den Fängen eines türkischen Herrschers befreien sollen. Das Lösegeld soll in Form von 4 weißen Gefalken abgegolten werden, die eine handvoll zusammengesuchter Mutiger über England, Island, bis hin nach Grönland, Russland und schließlich Konstantinopel führen. Auf dieser abenteuerlichen Reise werden Vallon und sein Gefolge verschiedensten Gefahren ausgesetzt: Nicht nur naturgegebene Umstände wie Stürme und die Macht der See setzen der Crew zu; es sind vor allem der Bruder von Walter, der die Expedition augrund eigener, machtgesteuerter Interessen verhindern will, als auch viele verschiedene Kriegsvölker wie die Wikinger, Lappen sowie Händler, die an dem Handelseigentum von Vallon interssiert sind, die für ständige Kämpfe und somit Spannung beim Leser sorgen. Kaum ist eine Herausforderung bewältigt, steht die nächste an. Liebe oder anbahnende Freundschaften dürfen da natürlich nicht fehlen, werden aber auch nicht zu sehr fokussiert und wirken damit auch nicht zu kitschig. Bei all diesen Schilderungen wird die mittelalterliche Welt von verschiedenen Seiten beleuchtet und für mich realitisch dargestellt, vorallem durch nachvollziehbare Charaktere und genaue, aber nicht zu ausschweifende Beschreibungen. Der Leser lernt die meisten Charaktere gut kennen, sodass auch ich schnell Anteil an deren Freud und Leid genommen habe. Einige Vallon engstehende Gefolfsleute verlieren bei diesem Unterfangen ihr Leben, was mir als Leser auch nahe ging. Nicht schwer zu erkennen: Ich habe diese abenteuerliche Reise selbst ein wenig miterlebt und dadurch haben sich die 960 Seiten schnell bewältigen lassen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Der Thron der Welt,
Rezension bezieht sich auf: Der Thron der Welt: Historischer Roman (Broschiert)
Inhalt:Man schreibt das Jahr 1072 nach Christi Geburt. Der fränkische Krieger Vallon hat nichts mehr zu verlieren. In den Alpen begegnet er dem jungen Gelehrten Hero, unterwegs mit seinem Meister. Als dieser stirbt, bittet Hero Vallon um seine Begleitung nach England, wo er einem normannischen Ritter die Lösegeldforderung des türkischen Sultans für seinen Sohn überbringen soll. Doch der Preis für die Freiheit des jungen Sir Walter Olbec ist unermesslich hoch: vier weiße Gerfalken, kostbare Vögel, die überaus selten sind. Nur hoch im Norden, im ewigen Eis, hat man schon Exemplare davon gesehen. Für Vallon, Hero und ihre Gefährten beginnt eine atemberaubende Odyssee durch die entlegensten Länder der Welt – von Grönland über Russland bis nach Konstantinopel, über das tobende Nordmeer und blutgetränkte Schlachtfelder. Grausame Wikingerkrieger und rachsüchtige Normannen stellen sich ihnen in den Weg, wilde Flüsse und unweg¬same Pfade gilt es zu überwinden, bis sie endlich ans Ziel kommen – und die Welt plötzlich nicht mehr so ist, wie sie einmal war … Autor: Robert Lyndon beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit Falknerei und Geschichte. Einige Szenen aus Der Thron der Welt gründen sich auf seine eigenen Erfahrungen als Falkner, Kletterer und Reisender. Eigene Meinung: Die Geschichte ist absolut fesselnd! Selten konnte ich so in eine Erzählung versinken, dass ich alles um mich herum vergaß. Die Protagonisten, vor allem Wayland und Syth, wurden für mich wie Freunde und nach beinahe 1000 Seiten war es sehr schwer sie gehen zu lassen. Ich hoffe es wird einen zweiten Teil geben in dem ich die beiden wieder sehe. Die Personen wirken lebendig und haben alle unterschiedliche Gründe warum sie an dieser Reise teilnehmen. Es war spannend im Laufe der Geschichte zu entdecken was die einzelnen Personen mit dieser Reise bezwecken wollen. Besonders Wayland hat mich dabei überrascht. Die Beschreibungen zum Thema Falknerei fand ich sehr interessant und da der Autor selbst Falkner ist dürften diese auch der Realität entsprechen. Insgesamt ist das Buch doch sehr blutig, was natürlich bei einem historischen Roman der in dieser Zeit spielt auch dazugehört, da es damals viele kriegerische Stämme, wie z.B. die Wikinger gab, die nicht besonders zimperlich mit ihren Opfern umgingen. Es kommen einige Begriffe vor, die ich erst einmal nachschlagen musste (wie Waräger, Seldschuken, Rus). Dabei handelt es sich um historische Bezeichnungen, aus dem 11. Jahrhundert. Es war spannend zu lesen wie die Menschen in den unterschiedlichen Ländern auf die Reisegruppe reagieren. Bei einer Reise durch ganz Europa begegnet man dabei natürlich so einigen Völkern. Mitgefiebert habe ich besonders bei der Jagd auf die Gerfalken, hoch im Norden und später auch beim Wettkampf gegen den Gegner, da dies schließlich der Hauptgrund war warum sie auf die Reise gingen. Gestört und negativ aufgefallen sind mir jedoch einige Tippfehler. Wer Abenteuergeschichten gerne mag und sich auch für historische Hintergründe interessiert, dem würde ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen. Alles in allem ist dieses Werk dem Autor Robert Lyndon wirklich sehr gut gelungen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Die Suche nach den weissen Falken,
Von Lavender (Hessen, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Thron der Welt: Historischer Roman (Broschiert)
Der englische Originaltitel lautet "Hawk Quest" und dieser Titel könnte passender nicht sein. Vallon trifft in den Alpen auf Hero und seinen Meister und erfährt dort von ihrer Aufgabe, die Lösegeldforderung für einen englischen Adligen an seine Eltern zu überbringen. Und so beginnt eine abenteuerliche Reise. Man kann die umfangreiche und komplexe Handlung kaum in wenigen Worte n zusammenfassen. Das Buch hat mehr als 900 Seiten, und das Geschehen baut nach und nach aufeinander auf. In England angekommen, geraten Hero und Vallon sogleich in Schwierigkeiten. Überhaupt haben sie die zweifelhafte Fähigkeiten, immer im falschen Moment mit den falschen Leuten aneinander zu geraten. Schließlich kommt eine Mannschaft zusammen, die nach Island segelt, um dort Gerfalken zu finden, große schneeweisse Falken, die der Emir begehrt, der den englischen Adligen in Gefangenschaft hält.Der Autor schafft einen Haufen sehr eigener und komplexer Figuren, jeder von seinen eigenen Gründen angetrieben, aus denen er, freiwillig oder unfreiwillig, auf diese Reise mitgeht. In der Natur so eines Abenteuerbuches ist es, das auch Figuren ihr Leben lassen müssen. Ich hatte mich im Laufe der ersten Hälfte des Buches mit den Charakteren so gut angefreundet, das ich vor so einer Situtation richtig Angst bekam. Natürlich kam es soweit, aber zum Glück ist der Autor auch bei diesen Stellen seiner etwas trockenen aber sehr anschaulichen klaren Sprache treu geblieben, das es nicht allzu schlimm wurde oder gar auf die Tränendrüse gedrückt wurde. Bei Büchern über das Reisen ist oft die Reise das Ziel und nicht das Ziel selber. Und so ist es auch hier. Die Fahrt bis in die Türkei lässt alle Figuren einen Reifeprozess durchmachen. Zum Schluss winkt am Horizont fast eine Fortsetzung, auch wenn sie die Wege der Überlebenden trennen. Ich fand das Buch sehr spannend. Ich war zumindest bis 3/4 des Buch voll mit dabei und habe mitgefiebert, gebangt und gehofft, das nicht allzu viele sterben müssen. Im letzten Drittel geht bei dieser ganzen Aneinanderreihung von Gefahren, die es zu bestehen gibt, ein wenig die Luft aus und ich hatte das Gefühl, das es bald reicht. Trotzdem sind die Dinge, die die Figuren durchleben, durchaus abwechslungsreich. Die Gefahren sind immer anders und der Region angepasst. Aber irgendwann war es dann gut. Aber da waren sie dann auch endlich am Ende ihrer Reise, aber nur um festzustellen, das sich der Grund für diese Reise so gar nicht gelohnt hat. Für mich war "Der Thron der Welt" ein echtes Lesehighlight. Ich habe schon lange nicht mehr so mitgefiebert und auf freie Zeit zum Lesen gehofft wie hier. Die äusserst interessante und lebensecht wirkenden Figuren sind mir ans Herz gewachsen. Auch das Ende des Buches ist durchaus befriedigend. Bei so dicken Büchern gibt es immer irgendwelche Längen, sie finden sich auch hier und vielleicht ermüdet manch andere schon früher an den ständigen Gefahren und Rückschlägen. Für mich aber ist der Gesamteindruck sehr positiv, ich habe das Buch wirklich sehr gerne gelesen und würde dem Autor auch auf eine weitere Reise folgen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Der Thron der Welt,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Thron der Welt: Historischer Roman (Broschiert)
Dieses Buch hat meiner Ansicht nach eine andere Intention. Frei nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel, erfährt der Leser hier erstaunlich viel über das 11.Jahrhundert. Spielerisch hat es sich in meinem Kopf festgesetzt, so dass ich am Ende sagen kann, doch einiges gelernt zu haben. Unsere generelles Verständnis vom Leben muss man hier mal an die Schublade stecken.Der Tod ist um einiges präsenter und der Umgang mit ihm eine Herausforderung. Aberglaube und Religion werden hier auf eine Weise dargestellt, die irritierenderweise als neu empfunden werden kann. Dabei sind wir uns doch immer so sicher, alles zu wissen... Aber auch Koponenten wie Geld und Besitz schrumpfen beachtlich in jener Zeit und auf einer Reise, die immer wieder zu Fuss angegangen wird. Die Essens- und Rohstoffbeschaffung ist ein Thema, das mir noch nie zuvor so faszinierend erzählt wurde. Ich muss zugeben, beeindruckt gewesen zu sein. Dieses Buch ist rundherum eine gelungene Sache. Auch wenn es hier und da mal längere Passagen gab, war doch das Ende sehr zufriedenstellend und die Geschichte an sich sehr aufschlussreich und einnehmend. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Der Thron der Welt,
Rezension bezieht sich auf: Der Thron der Welt: Historischer Roman (Broschiert)
Das Buch imponiert durch seinen Umfang von nahezu 1000 Seiten. Es hat ein sehr schön gestaltetes Cover , das sehr gut zu der Zeit passt, in der der Roman spielt.Zur groben Orientierung gibt es am Anfang des Buches eine kleine Einführung in die Romanwelt in Form einer Chronologie und einer groben Übersichtskarte auf der man die Reise später nachvollziehen kann. Eine Truppe völlig verschiedener Charaktere begibt sich auf eine sehr lange Reise mit einem fast unerreichbarem Ziel. Die Motive der Einzelnen, an dieser Reise teilzunehmen sind sehr unterschiedlich. Sie erleben unglaubliche Abenteuer, bis sie ihr Ziel erreicht haben..... Der Roman beginnt spannend und vielversprechend , innerhalb weniger Kapitel passiert sehr viel... dann aber wird die Handlung langsamer, es folgen sehr lange und detaillierte Beschreibungen von Landschaften und den Leuten , die dort leben. Das ist zwar sehr interessant, aber die Spannung des Romans geht dabei vollkommen verloren. Ich könnte mir vorstellen, dass der Autor dies vielleicht absichtlich so eingebaut hat, um die Langsamkeit des Vorwärtskommens zu demonstrieren. Ansonsten ist der Schreibstil eingängig und gut lesbar. Mir persönlich aber dauerte es etwas zu lange, bis die Truppe soweit war, um England zu verlassen und die eigentliche Reise zu beginnen...das hätte m.E. nach etwas gerafft werden können. Zwischendurch gewann der Roman immer wieder etwas Spannung durch einige Handlungen, z. B. durch die Falkenjagd, dennoch folgen immer wieder sehr lange Beschreibungen von Landschaften, die einen im Endeffekt dann doch ermüden, obwohl sie ein sehr schönes und deutliches Bild vor Augen führen. Aber man wartet doch immer wieder darauf, dass das eigentliche Reiseunternehmen nun doch endlich fortgeführt wird. Manchmal überkam mich dann das Verlangen so einige Seiten weiterzublättern, um wieder etwas Leben in den Handlungen sehen zu können..... Von einigen Personen bekam ich ein sehr klares Bild vermittelt und konnte sie mir gut vorstellen. Ebenso gelingt es einem gut eine Beziehung aufzubauen mit Sympathie und Antipathie für den Einzelnen. Vallon bleibt immer der souveräne Chef vom Ganzen, egal wie die Situation sich entwickelt, auch wenn seine Handlungen und Entscheidungen mir manchmal unverständlich bleiben. Erst nach der Hälfte des Buches sind die Protagonisten am Tor nach Russland- danach musste ich eine größere Lesepause einlegen, da mich das Buch immer mehr ermüdete und nicht mehr begeisterte. Etwa drei Wochen später war ich dann zum Weiterlesen wieder bereit und ging auf die weitere Reise mit den Protagonisten. Leider zog sich ein Schema durch das ganze Buch- nichts läuft glatt...es gibt nur Probleme...aber alles löst sich im Sinne der Gruppe, wenn auch zum Teil mit Verlusten.....immer und immer wieder. Das Ende hätte ich mir anders vorgestellt, aber alles ist möglich...und vielleicht wurde der Grundstein für eine Fortsetzung gelegt. Der Sinn des Titels blieb mir leider verschlossen....aber die Idee eine solche große Reise in den damaligen Zeiten zu beschreiben finde ich schon imposant, denn wenn es wirklich so zugegangen ist , wie im Buch beschrieben, war die Chance das Ziel zu erreichen nur sehr gering. Mir wäre es lieber gewesen, wenn der Roman einige Seiten weniger gehabt hätte und so manche zumindest für mich als langatmig empfundene Beschreibung etwas geraffter dargestellt worden wäre. Insgesamt war ich vom Roman enttäuscht , da mich die Leseprobe fasziniert hatte.Diese Faszination konnte ich aber im Buch dann nur partiell wieder entwickeln.Schade! Ich persönlich kann deshalb diesen Roman nur bedingt weiterempfehlen, eine Fortsetzung werde ich wahrscheinlich nicht lesen wollen, es sei denn sie wäre kürzer gefasst..... Eigentlich würde ich nur 2 Sterne vergeben wollen...da es aber Passagen gab, die mir gut gefallen haben erhält der Roman 3 Sterne. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Der Thron der Welt,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Thron der Welt: Historischer Roman (Broschiert)
Der Inhalt:Es ist das Jahr 1072. Der Franke Vallon trifft in den Alpen auf den Medizinstudenten Hero und seinen Meister Cosmas stößt Cosmos stirbt noch in der selben Nacht und Hero fleht Vallon an, ihm bei seiner Mission zu begleiten. Hero ist unterwegs um die Lösegeldforderung von Sir Walter zu überbringen, der vom Emir Suleiman in Anatolien festgehalten wird. Allerdings ist die Lösegeldforderung ziemlich hoch und die Familie kann die Summe nicht aufbringen. Aber es gibt noch eine zweite Möglichkeit, den wenn Emir Suleiman 4 weiße Gerfalken gebracht werden, kann Sir Walter freigekauft werden. Um an diese Gerfalken zu kommen müssen sie eine abenteuerliche Reise hinter sich bringen die tödlich enden kann. Meine Meinung: Zuerst einmal muss ich gestehen das dies mein erster historischer Roman ist, da dies nicht unbedingt mein Lieblingsgenre ist. Aber nach diesem Buch werde ich mir in Zukunft öfter mal einen Historischen Roman zur Hand nehmen. Die Geschichte ist sehr interessant. Ein Medizinstudent ist mit seinem Meister unterwegs um eine Lösegeldforderung zu überbringen. Als Heros Meister auf der Reise stirbt, nimmt Vallon diese Bürde auf sich und begleitet ihn. Aber schon die Übergabe der Lösegeldforderung scheint zu scheitern, denn Drago, Sir Walters Halbbruder, ist nicht gerade erfreut zu hören, dass Walter noch lebt. Nun scheitert alles allerdings an der Lösegeldsumme, den diese kann nicht aufgebracht werden. Gott sei Dank gibt es noch eine andere Möglichkeit Walter aus der Gefangenschaft zu befreien. Für diese Möglichkeit müssen Hero und Vallon allerdings nach Grönland reisen um 4 weiße Gerfalken zu fangen. Margaret, die leibliche Mutter von Walter, setzt alles daran, dass Vallon und Hero genügend Geld zusammen bekommen um eine Schiffsreise nach Grönland unternehmen können. Aber ihre Reise läuft anders als geplant und das Glück scheint nicht auf ihrer Seite zu sein. Sehr gut gefallen haben mir die unterschiedlichen und vor allem sympatischen Charaktere. Auch die Charaktere, die eigentlich böse waren und die Reise um jeden Preis verhindern wollten, waren mir irgendwie ans Herz gewachsen. Je länger die Reise dauert, umso besser lernt man jeden einzelnen kennen. Hier wird aber streng darauf geachtet das nicht so viel von jemanden auf einmal preisgegeben wird und der Charakter noch interessant und teilweise geheimnisvoll bleibt. Mit jedem einzelnen habe ich mitgefiebert, auf der gefährlichen Reise, die nie langweilig wurde. Auch wen von vornherein klar war, dass auf dieser Reise nicht alle wohl behaltend zurück kommen können und man sich während der Geschichte von lieb gewonnenen Charakteren trennen muss, fand ich den Abgang oder den Tod des jeweiligen Charakters nicht überzogen oder arg grausam dargestellt. Die Reise war spannend und es wurde nie langweilig. Es vergeht eigentlich kein Ort an dem sie ankommen, an dem nichts geschieht. Die Gruppe scheint Ärger regelrecht anzuziehen. Sei es der hartnäckige Normane Drage der ihnen folgt, die Suche nach den Gerfalken oder die Begegnung mit Wikingern nahezu immer bleibt die Spannung konsequent erhalten und die Seiten fliegen nur so dahin, da man unbedingt wissen will, ob sie aus dem Schlamassel wieder rauskommen und wie?Sehr zum Lesevergnügen beigetragen hat der locker und bildliche Schreibstil. Die einzelnen Orte, die während der Reise angesteuert wurden, wurden so bildlich dargestellt, dass ich sie mir regelrecht vorstellen konnte. Aber auch die Überfahrten mit dem Schiff wurden detailliert und glaubhaft wiederlegt und es wurde zu keinem Zeitpunkt langweilig. Wenn man diese Menschen so lange auf ihrer gefährlichen Reise begleitet hat, hofft man natürlich inständig das es sich auch lohnt und ihren Zweck erfüllt. Aber am Ende kommt es immer anders als man denkt. Man erfährt aus welchen Gründen die einzelnen Personen wirklich mit auf die Reise gekommen sind und so stellt sich mancher schon als ziemlich falsch und hinterhältig heraus. Aber auch das Ende hat mich total überrascht, denn es war schon anders als ich es mir vorgestellt habe, aber trotzdem hat es mir gut gefallen und bot einen klasse Abschluss des Buches. Mein Fazit: Thron der Welt ist ein toller und spannender Historischer Roman, der mich nicht mehr losgelassen hat. Die Charaktere waren sympatisch und detailliert dargestellt, die Story war wirklich packend und es wurde nie langweilig. Ich vergebe 5 Sterne Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Mittelalterliche Abenteuerreise durch Europa,
Rezension bezieht sich auf: Der Thron der Welt: Historischer Roman (Broschiert)
Europa im Jahr 1072: Der fränkische Krieger Vallon ist auf dem Weg nach Konstantinopel, als er den byzantinischen Gelehrten Cosmas, der im Sterben liegt, und dessen Diener Hero, ein Grieche, trifft. Als Cosmas stirbt, überredet Hero Vallon, ihn auf einer Reise zu begleiten und die Lösegeldforderung eines Seldschuken-Emirs für den Ritter Sir Walter an dessen normannische Familie zu überbringen. Dort angekommen, stellt sich heraus, dass die Forderungen die finanziellen Möglichkeiten der Familie bei Weitem übersteigen. Alternativ fordert der Emir zwei Paare weißer Gerfalken, sehr selten, äußerst kostspielig und nur in hohen Norden Europas beheimatet. Nur die Mutter der Geisel ist bereit, die Reisenden auszustatten, und so entschließt sich Vallon, mit Hero, Walters Bruder Richard, dem Falkner Wayland und einem Soldaten der Normannen, dem Deutschen Raul, die Falken zu fangen und in die Zeltstadt des Emirs nach Anatolien zu bringen.Auf seinem Weg schart Vallon ein bunte Mischung der unterschiedlichsten Gestalten und Nationalitäten um sich, Walters Stiefbruder Drogo und seine normannischen Gefährten verfolgen ihn, er wird in Kämpfe mit Isländern, Wikingerpiraten und anderen wilden Gesellen verwickelt, muss Zweikämpfe, Scharmützel und Hinterhalte überstehen, seine Truppe bei der Stange und das Geld zusammenhalten. Wayland, dem begnadeten Falkner, gelingt es in Grönland sechs Falken zu fangen. Danach geht die Reise weiter durch das Land der Russen bis zum Lager des Emirs in Anatolien. Mehr als einmal steht die Aktion auf der Kippe, und die gefahrvolle Reise fordert mehrere Menschenleben. Auf dem Weg eröffnet Hero Vallon, dass es nicht nur im die Befreiung des gefangenen Walter geht, sondern dass Cosmas ein viel höheres Ziel verfolgt hat: das verlorene Evangelium des Thomas, ein Jünger Jesu, zu finden. Nur Walter weiß, wo sich dieses befindet. Als die stark dezimierte Gesellschaft schließlich beim Emir eintrifft, ist nichts so wie erwartet. Ein letztes Mal müssen sich die Gefährten beweisen, bis sie endlich die Aufgabe als erfüllt betrachten können. Fesselnd, spannend, traurig, lustig, rührend, lehrreich, opulent, mit wunderbaren, vielschichtigen Charakteren, ein großes Abenteuer, ein Roadmovie" aus dem Mittelalter! Nicht umsonst heißt der Roman im Original Hawk Quest", was ich einen deutlich besseren Titel finde als den deutschen. Mit quest" in der mittelalterlichen Bedeutung Heldenreise eines Ritters" erinnert die Abenteuerreise von Vallon und seinen Gefährten an mittelalterliche Heldenepen und die Suche nach den Gerfalken und dem Thomasevangelium an die Suche nach dem Heiligen Gral. Im Verlauf einer Quest besteht der Held Abenteuer, löst verschiedene Aufgaben, besiegt Feinde findet Objekte, überwindet Schwierigkeiten und gewinnt dadurch Ruhm und Erfahrung. Sinn der Quest ist unter anderem die innere Reifung und Reinigung eines Helden, was man hier auch sehr schön an den Protagonisten beobachten kann. So unterschiedlich die einzelnen Mitstreiter auch sind: NUR gut oder NUR böse gibt es nicht, jeder ist ein interessanter Charakter für sich, beweist Loyalität, Klugheit und/oder Kampfesstärke und macht im Laufe der Reise eine Wandlung durch. Nach einiger Zeit stellen sich die verschiedenen Charaktere und Fähigkeiten seiner Leute heraus, und Vallon weiß diese für seine Sache zu nutzen. Hero beweist sich mehr als einmal als Arzt und Wissenschaftler, Richard emanzipiert sich von seinen starken" Brüdern Walter und Drogo und ist ein wertvoller Finanzverwalter. Wayland, seit jeher Einzelkämpfer und Sonderling und den Tieren mehr zugetan als den Menschen, fühlt sich zum ersten Mal einer menschlichen Gemeinschaft zugehörig. Vallon selbst bleibt zunächst mysteriös, er ist ein herausragender Schwertkämpfer, von adliger Geburt und ein starker Führungscharakter. Aus seiner Vergangenheit ergibt sich nach und nach sein Motiv, er tut Buße für eine schreckliche Tat, weswegen er aus seinem Heimatland Franken fliehen musste. Er hadert mit sich und seinem Gott und will niemanden mehr an sich heranlassen, um nicht verletzt zu werden. Im Laufe der Reise und dem gemeinsamen Bezwingen der Gefahren lernt er, sich auf die Gefährten zu verlassen und ihnen zu vertrauen, und mehr als einmal wird deutlich, dass er das Wohl der Gruppe über sein eigenes stellt. Besonders Hero und Wayland werden zu guten Freunden, und er öffnet sich nicht nur seinen Gefährten, sondern auch der wilden Isländerin Caitlin gegenüber. Die ursprünglichen Gefährten Vallon, Hero, Wayland, Raul und Richard bilden eine eingeschworene Gemeinschaft, jeder würde für den anderen sein Leben geben, und manch einer opfert sich, damit die Gruppe überlebt. Dies ist vor allem eine Geschichte über Kameradschaft, Freundschaft, Zusammenhalt und Stärke, sie zeigt, was eine bunt zusammen gewürfelte Truppe, die alle aus den unterschiedlichsten, teilweise dunklen Motiven heraus an der Reise teilnehmen, unter einen charismatischen Anführer schaffen kann. Jeder denkt als Individuum, stellt jedoch dennoch seine Stärke in den Dienst der Gruppe und ordnet sich unter. Einige sind und bleiben Galgenvögel, und nur dem Gespür und der Intelligenz, der List und dem Einfallsreichtum der Gefährten und nicht zuletzt Vallons Kampfkunst und Stärke ist es zu verdanken, dass die Reise ein glückliches Ende nimmt. Von Beginn an erkennt und bewundert man das große Wissen des Autors über Falknerei und seine Begeisterung für das Reisen und das Mittelalter. Dieser Roman fesselt von der ersten bis zur letzten Seite, atemlos liest der geneigte Leser über die verschiedenen Landschaften und Menschen. Nein, er liest es nicht einfach, er macht eine Zeitreise und ist mittendrin im Geschehen, er kämpft und leidet und empfindet mit! Der Schreibstil ist sehr flüssig und das Buch liest sich trotz seiner hohen Seitenanzahl sehr gut und schnell herunter. Man merkt gar nicht, wie weit man auf einmal gekommen ist. Obwohl in mehrere Teile gemäß den Reiseetappen und in einzelne Kapitel unterteilt, wird die Geschichte chronologisch erzählt, wobei die Perspektiven wechseln und man so sehr gute Einblicke in das Innenleben der Protagonisten erhält. Recht hilfreich zur groben Verfolgung des Reiseverlaufs ist die Karte am Anfang des Buches. Fazit: Ein fesselnd geschriebener Roman aus einer dunklen" Zeit, in der sehr unterschiedliche Männer zu Gefährten werden. Ein richtig schöner Schmöker für die dunkle Jahreszeit und sehr gut geeignet, um in die Geschichte hinein zu versinken und alles um sich herum zu vergessen. Sicherlich wird auch viel Zeit mit ausführlichen Beschreibungen der Reiseroute, der Landschaften, etc. verwendet, mitunter sind auch einzelne Begebenheiten wie z.B. die Überwindung der Stromschnellen, die Abrichtung der Falken oder ähnliches sehr detailliert beschrieben, dies tut dem Lesevergnügen aber keineswegs einen Abbruch, im Gegenteil, man erfährt viel Neues und gewinnt einen sehr authentischen Eindruck vom Leben und Reisen im Mittelalter und den Gefahren. Alles in allem ein tolles Buch für alle Fans des historischen Romans, und ich freue mich schon auf weitere Bücher dieses Autors! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Der Thron der Welt,
Rezension bezieht sich auf: Der Thron der Welt: Historischer Roman (Broschiert)
Der Thron der Welt" von Robert Lyndonerschienen im Wunderlich Verlag, Seitenanzahl: 960 Inhalt: 1072 nach Christi Geburt. Der fränkische Krieger Vallon und der sizilianische Gelehrte Hero sollen einen normannischen Ritter aus den Fängen eines türkischen Herrschers befreien. Das Lösegeld beträgt vier weiße Gerfalken, die überaus selten sind. Es beginnt ein Abenteuer zu Land und zu Wasser rund um die Welt von England nach Grönland über Russland bis nach Konstantinopel. Autor: Der Brite Robert Lyndon hat sich seit seiner Kindheit mit der Falknerei beschäftigt. Als Student der Geschichte lag sein Hauptaugenmerk auf der Verwendung von Falken während des Mittelalters. Einige Szenen aus seinem Debütroman beruhen auf eigenen Erfahrungen als Falkner, Kletterer und Reisender. Er hat einige Bücher und Artikel über Geschichte geschrieben und ist Mitglied in der Royal Geographical Society. Er lebt in Dorset und arbeiteit bereits an der Fortsetzung seines Romans. Meine Meinung zu dem o. g. Buch: Der Schreibstil ist einfach und verständlich zu lesen. Der Abenteuerroman beginnt grausam und spannend. Doch später reiht sich eine unspektakuläre Handlung an der anderen an und der Spannungsbogen kann nicht gehalten werden. Die Geschichte wird detailliert und überaus ausführlich erzählt. Der Autor hätte gut daran getan, das Buch auf die Hälfte zu reduzieren. So kam beim Lesen doch ab und zu Langeweile auf und ich habe mehrmals Seiten "quer" gelesen. Vielleicht liegt es auf daran, dass die Thematik nicht unbedingt mein Interesse geweckt hat. Fazit: Leider konnte ich mich durch dieses Buch nicht auf die Abenteuerreise entführen und fesseln lassen. Für Fans dieser Thematik und Epoche ist es bestimmt interessant zu lesen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Langatmige Queste,
Von
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Thron der Welt: Historischer Roman (Broschiert)
Der deutsche Titel klingt wieder einmal pompöser als alles, was der Roman einlösen kann. Der Original-Titel "Hawk Quest" traf den Inhalt der Geschichte hingegen sehr gut. Doch obwohl ich nicht mit falschen Erwartungen an die Lektüre gegangen bin, sondern nicht mehr und nicht weniger als die abenteuerliche Suche einer kleinen Heldengruppe nach vier seltenen Gerfalken erleben wollte, wurde ich enttäuscht.Der Roman beginnt recht interessant, doch schon als Vallon und Hero auf der normannischen Burg ankommen, schleicht sich Langeweile ein. In der Folge erzählt der Autor keine stringente Abenteuergeschichte, sondern verliert sich immer wieder in unnötigen Einzelheiten, von denen viele für die Handlung kaum von Belang sind. Auch scheinbar relevante Details, hinter denen man ein Geheimnis vermutet, werden später entweder gar nicht oder nur unbefriedigend wieder aufgegriffen. Und der Endkampf zwischen Vallon und seinem normannischen Widersacher nach fast 1000 Seiten ist dann enttäuschend kurz. Schnell noch abgehakt, fertig. Auch erscheint mir die Story schlecht ausbalanciert. Erst dauert es ewig, bis die Helden in die Gänge kommen. Im Vergleich dazu nimmt dann die Reise zurück zum Sultan zu wenig Raum ein. Packende Mittelalter-Action und -Atmosphäre bietet dieser Roman kaum. Vielleicht war ich aber zu sehr vorbelastet, hatte ich doch gerade Bernard Cornwells Bogenschützen-Trilogie und den Azincourt-Roman "Das Zeichen des Sieges" zum zweiten Mal gelesen. Cornwell zeigt, wie man mit wenigen Sätzen urige Typen kreiert und wie man spannende Kämpfe inszeniert, und das auf einem Bruchteil der Seiten. Robert Lyndon hätte seine Geschichte mal besser um 400 bis 500 Seiten gestrafft. Und wenn es schon mehr sein muss: Stephen Lawheads Aidan-Zweiteiler "Die Reise nach Byzanz"/"In der Hand des Kalifen" beweist, dass man eine solche Odyssee auch auf mehr als 1000 Seiten und mit dosierter Action spannend aufziehen kann. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
Ich habe das Buch verschlungen !!!,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Thron der Welt: Historischer Roman (Broschiert)
Ein durch und durch gelungenes Werk voller Spannung und Abenteuer, detailreich ohne jemals langweilig zu werden.Ich habe es Seite für Seite genossen Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Der Thron der Welt: Historischer Roman von Robert Lyndon (Broschiert - 2. Januar 2013)
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