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am 26. Juli 2004
Erich Fried ist ein Meister in seinem metier. Er schafft es, Gefühle und Fragen auf die Liebe bezogen so auszusprechen, wie es kein anderer vermag.
Er schreibt von Gefühlen, von Unsicherheit und von dem Akt der Liebe auf so berührende Weise wie ich es noch nie gehört habe.
Man findet zu jeder Situation ein passendes Gedicht
UNbedingt lesen !
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am 9. November 2000
Ich habe diesen Gedichtband von Erich Fried zu einer Zeit kennen gelernt, als ich selber neu die Liebe erlebte. Trefflicher kann man dieses wunderbare Gefühl nicht in Gedichtform beschreiben, wie es Erich Fried hier tut z.B. in "DICH":
"DICH
Dich nicht näher denken und dich nicht weiter denken, dich denken, wo du bist, weil du wirklich dort bist.
Dich nicht älter denken und dich nicht jünger denken, nicht größer, nicht kleiner, nicht hitziger und nicht kälter.
Dich denken und mich nach dir sehnen, dich sehen wollen und dich liebhaben, so wie du wirklich bist."
Allen Liebenden zur gemeinsamen Lektüre zu empfehlen!
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am 19. Oktober 2000
Ein bißchen was zum Weinen, ein bißchen was zum Träumen, ein bißchen was zum Lachen aber auch ein bißchen was zum Nachdenken. Eben ganz und gar Erich Fried und sein eigener Stil. Die Gedichte sind sehr schön und spiegeln wunderbar einzelne Situationen aus Frieds Leben wieder, die man durch seine Gedichte sehr gut nachempfinden kann. Ein Buch, in das man immer wieder gerne reinschaut.
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TOP 500 REZENSENTam 3. April 2011
"Worte

Wenn meinen Worten die Silben ausfallen vor Müdigkeit
und auf der Schreibmaschine die dummen Fehler beginnen
wenn ich einschlafen will
und nicht mehr wachen zur täglichen Trauer
um das was geschieht in der Welt
und was ich nicht verhindern kann

beginnt da und dort ein Wort sich zu putzen und leise zu summen
und ein halber Gedanke kämmt sich und sucht einen andern
der vielleicht eben noch an etwas gewürgt hat
was er nicht schlucken konnte
doch jetzt sich umsieht
und den halben Gedanken an der Hand nimmt und sagt zu ihm: Komm

Und dann fliegen einige von den müden Worten
und einige Tippfehler die über sich selber lachen
mit oder ohne die halben und ganzen Gedanken
aus dem Londoner Elend über Meer und Flachland und Berge
immer wieder hinüber zur selben Stelle

Und morgens wenn du die Stufen hinuntergehst durch den Garten
und stehenbleibst und aufmerksam wirst und hinsiehst
kannst du sie sitzen sehen oder auch flattern hören
ein wenig verfroren und vielleicht noch ein wenig verloren
und immer ganz dumm vor Glück dass sie wirklich bei dir sind"

Liebesgedichte, dass ist für Fried scheinbar ein weiter Bereich - und welch ein Glück, dass es so ist, denn die Liebe schmeckt man bitter und salzig, zart und süß in jeder Zeile seiner Gedichte.

Franz Kafkas berühmten Ausdruck "Auch ist das vielleicht nicht eigentlich Liebe, wenn ich sage, daß Du mir das Liebste bist; Liebe ist, daß Du mir das Messer bist, mit dem ich in mir wühle" dient fast wie eine Waage in Frieds Gedichtband; sehnsüchtige Verse wechseln sich mit der Sehnsucht nach dem richtigem, dem wahren, empirisch belegten Vers über die Liebe - ihrem Geständnis - dem Versändnis von ihr - ihrem Vermächtnis, ab.

Wie Fried schon sagte und es damit abstrakt und gleichsam tief und vollendet aussprach: "Es ist was es ist, sagt die Liebe"

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe

(dieser letzte Text stammt übrigens nicht aus den Liebesgedichten)
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am 27. Januar 2000
In diesem Gedichtband verewigt Fried die menschlichen Gefühle hinsichtlich des größten Glücks eines jeden von uns, der Liebe.Seine Gedichte sind so verschieden, dass sie jedem Charakter, mag er auch noch so störrig sein, nach längerem Studieren die Augen öffnen werden.So konnte auch ich, ein Mensch, der für Romantik noch nie viel übrig hatte ein begeisterter Anhänger dieses Autors und vor allem diser literarischen Gattung werden, die doch so unerklärlich geheim und subtil erscheint.
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am 6. Dezember 2012
Welche Liebesgedichte sind heutzutage renommierter als die von Erich Fried?
Auf jeder Hochzeit wird er zitiert. Doch sie verlieren dadurch nicht an Bedeutung und schon gar nicht in der vorliegenden Autorenlesung, in der sie jeglichem Kitsch-Vorwurf fern bleiben.
Beinahe 25 Jahre nach dem Tod des Autors kann man in dieser großartigen, abwechslungsreichen Zusammenstellung (von 41 min. Gesamtlänge) aus seinen Beiträgen für unterschiedlichste Sender in gänzlich unkitschigem Ton Erich Frieds Stimme selbst seine berühmten Liebesgedichte lesen hören.
Diese Hörbuchedition ist zudem durch ihr elegantes rotes Leinencover mit geprägten Goldlettern und Zierat in so edle Gestalt gebracht, dass sie bestens als Geschenk (für Lyrik-, Kulturfreunde und Liebende) geeignet ist… Wer suchet … der findet also bestimmt sehr gut hierin sein Zeichen ;-)
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am 16. Dezember 2012
Das Hörbuch enthält 44 Gedichte aus Frieds Lyrikband „Liebesgedichte“. Die Zusammenstellung ist sehr gelungen, wie ich finde. Sie reicht von den reflektierenden, schon philosophischen Gedichten ( „Reine und angewandte Dichtung“, „Topologik“, etc.) über die romantischen („Dich“, „Wie du solltest geküsset sein“, etc.) hin bis zu den urkomischen (das jandlhafte „Leilied bei Ungewinster“, „Wie der Herrpapst will“ etc.)
Gelesen werden die Gedichte von Erich Fried. Manchmal stehe ich Autorenlesungen eher skeptisch gegenüber, aber hier paßt Frieds Stimme einfach großartig zu den Gedichten. Vor allem der leichte englische Akzent, mit dem er die Gedichte vorträgt, wirkt sich äußerst positiv aus; denn ich finde, er läßt die philosophischen Gedichte noch tiefsinniger erscheinen, verhindert, daß die romantischen ins Kitschige abgleiten, und macht die lustigen Gedichte noch ein bißchen lustiger. Und ganz nebenbei hält man noch ein historisches Tondokument in den Händen.
Und als wäre das nicht schon genug, kommt das Hörbuch im edlen roten Leineneinband mit einem sehr hübschen, goldfarbenen Blumenornament daher. Habe ich bei einem Hörbuch bisher noch nirgendwo gesehen. Mach sich richtig gut im CD-Regal.
In jeder Hinsicht ein wirklich schönes Hörbuch.
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am 12. August 1999
Viele mögliche Ausprägungen der Liebe erfaßt Erich Fried mit seinen Liebesgedichten. Doch nicht die beschönigenden, romantischen, "weichen" überwiegen, sondern oft wird man in Grenzbereiche geführt, in Situationen, in denen der Schmerz die Liebe überlagert, oder nur untrennbar dazugehört? Zum Beispiel "Trennung": Der erste Tag war leicht/der zweite war schwerer/Der dritte Tag war schwerer als der zweite//Von Tag zu Tag schwerer:/Der siebente Tag war so schwer/daß es schien er sei nicht zu ertragen//Nach diesem siebenten Tag/sehne ich mich/schon zurück. Leicht kommen die Gedichte zunächst daher, ohne Reim, lapidare Sätze, deren Inhalt umso schwerer wirkt. Wie im obigen Beispiel führt Fried oft zu völlig neuen Betrachtungsweisen und -richtungen. Mit Fragen führt er zum Nachdenken weit über die Lektüre hinaus: "Treue": Es heißt/Ein gebrochenes Versprechen/ist ein gesprochenes/Verbrechen//Aber kann nicht/ ein ungebrochenes Versprechen/ein ungesprochenes/ Versprechen sein?
Die hier versammelten Gedichte stammen aus den Jahren 1975 bis 1979. Fried schrieb sie in einer Zeit, in der behauptet wurde, es gäbe keine zeitgenössischen Liebesgedichte mehr. Sind sie ein TROTZDEM? Der liebende (?) Leser kann sich nach der sehr zu empfehlenden Lektüre mit Fried fragen: "Aus dem Leben/bin ich/in die Gedichte gegangen//Aus den Gedichten/bin ich/ins Leben gegangen//Welcher Weg/wird am Ende/besser gewesen sein?" (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 8. Dezember 1999
Ein Jahr nach Erscheinen der Liebesgedichte schrieb der Kritiker Jörg Drews in der Süddeutschen Zeitung eine Rezension. Sie war in ihrem Urteil vernichtend: Frieds Liebesgedichte seien 'gut gemeint', aber im Sinne Benns sei gut gemeint eben das Gegenteil von Kunst. Offenbar habe der 'Gelegenheitsdichter und Merkverselieferant' Fried jede Art von Qualitätskontrolle verloren und veröffentliche 'schwatzhaftes Gestammel' als Liebeslyrik. Diese Gedichte hätten somit auch die 'die Konsistenz von Spülwasser' über dem man 'ein rosa Lämpchen' angezündet habe, Fazit: das passende Stichwort könne nur heißen 'neue Weinerlichkeit und neue Einfalt'. Fried selbst fand Verständnis für den Kritiker. Drews habe fälschlicherweise geglaubt, er, der Dichter, habe eine Tendenzwende vollzogen, das habe den Rezensenten zu jenem wilden Angriff gereizt. Typisch für Fried: im Gespräch mit Joern Schlund berichtet er, nach Erscheinen der Rezension habe er den scharfen Verurteiler seiner Verse auch persönlich kennengelernt und habe ihn erwartungsgemäß sehr sympathisch gefunden. Das Verhalten des Dichters beweist nunmehr nicht, daß er ein Mann der Vergebung war, sondern vielmehr, daß der als Politlyriker bekannte Fried eben nicht mit den Liebesgedichten die Tür zum Elfenbeinturm aufgeschlossen hat. Frieds Arbeit existiert in einem ganzheitlichen poetologischen Konzept, seine Linie ist einheitlich: stets geht es ihm um die Bewußtmachung von Entfremdung und Entmenschlichung. Für die Liebesgedichte kann seine Grundforderung umgekehrt und damit positiv formuliert werden: uneingeschränkte Liebe, Bejahung und Akzeptanz des anderen, Schreiben um der Menschlichkeit willen. Das poetologische Konzept lebt von einer Geschlossenheit, d. h. es gilt für den gesamten literarischen output. Es gilt aber auch im Sinne einer Forderung für die Zeitgenossen, es ist eine Forderung nach Wärme, Nähe und Kampf gegen Unrecht. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Kaum ein Lyriker hat so schöne Liebesgedichte verfasst wie Erich Fried (1921-1988).
Der Poet kommt durch seine Worte seiner Geliebten so nah, dass jede Zeile wie ein Kuss erscheint.
Ich möchte an dieser Stelle Frieds Gedichte nicht intellektualisieren oder gar rezensierend zerpflücken, denn dazu sind sie viel zu berührend.

Um Ihnen eine Idee seines liebeslyrischen Könnens zu vermitteln, wollte ich zunächst das Gedicht vorstellen, dessen erste Strophe Sie in der Kopfzeile lesen können, denn dieses nämlich geht ganz besonders ans Herz.
Nach langem Nachdenken habe ich mich entschieden keinen Vers, den Fried an sein Herzens-Du gerichtet hat, hier wiederzugeben. Stattdessen habe ich ein Gedicht gewählt, in welchem er sich an uns alle wendet , damit wir etwas zum Nachdenken haben.

Dass sie blind macht
ist schon fast eine Verleumdung.
Aber von Liebe bleibt
in der Erkenntnis mehr
als von Erkenntnis bleibt
in der Liebe

Im Paradies
wuchs der Baum der Erkenntnis.
Auch der Baum des Lebens
soll noch gestanden haben,
aber der Baum der Liebe
war damals schon umgehauen.

Ein Ast von ihm
ringelte sich zur Schlange

Lassen Sie sich von diesem Gedicht nicht abschrecken, alle anderen Verse sind wie zarte Küsse .

Sehr empfehlenswert.

P.S: Wagenbach könnte sich ein hübscheres Design für den Einband überlegen.
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