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am 25. Februar 2001
Hier geht es nicht um schöne trattorie oder exklusive ristoranti, geschweige denn um abgelegene Badestrände. Dies ist das Buch eines Sizilianers über Sizilien, also seine Heimat, wie sie ist und wie sie war. Aber Heimat ist hier nicht eine Beschreibung oder Erinnerung an den Geburtsort, die Schule oder gar die erste Liebe. Sciascia erzählt mit aussergewöhnlicher Klarheit und einer ihm typischen einfachen, sehr, sehr intelligenten Sprache über Ereignisse, die, seiner Meinung nach, Sizilien zu dem machten, was es ist. Vielleicht könnte man sagen, er spannt einen Bogen, nein besser, stellen sie sich vor, er steht im Zentrum Siziliens, also in der geographischen Mitte und von dort wirft er ein Netz über das gesamte Land und die es umgebenden Meere. Was er dabei fischt, ans Land zieht, uns somit als Leser präsentiert, sind geschichtliche, räumliche, psychologische, und humorvolle Beschreibungen von Menschen und ihren Wirkungsstätten, von Aktionen und Reaktion und somit Schicksalen, die eben nur in Sizilien zu Realität werden konnten. Er erzählt uns die Kultur, oder besser die Entstehung der spezifischen menschlichen Kultur seiner Heimat, im Sinne all ihrer Nöte, Ängste, Hoffnungen, Errungenschaften und Niederlagen. Alle treten auf Sciascia's Bühne auf, die Großen und die Kleinen, die Guten und die Bösen, die Gewinner und die Verlierer, die Mächtigen und die Habenichte und er zeigt uns, daß dieses Karusell, welches sich im antiken Großgriechenland (Magna Graecia) zu drehen begann, sich unverändert, über die Jahrhunderte hindurch, bis in die Fünfzigerjahre dieses Jahrhunderts, als er dieses Buch schrieb, weiter drehte. Es hätte gar nicht anders kommen können und so wurde Sizilien zu dem was es ist. Schon alleine die geographischen und geophysischen Rahmenbedingungen, sprich eine Insel mit einem Vulkan in der Mitte der mediterranen Welt, sozusagen im Zentrum der Ströme und der Zeiten, ließen einfach gar nichts anderes zu. Leider kannte ich dieses Buch noch nicht als ich vor einiger Zeit in Sizilien war. Zumindest weiß ich jetzt, daß ich Sizilien nicht verstanden hatte, obwohl es jetzt, nach der Lektüre von "Mein Sizilien" doch so einfach gewesen wäre. Es geht, wie Sciascia schreibt, um den Zusammenschluß zwischen Personen gleichen Sinnes und Empfindens. Er schreibt dies im Zusammenhang mit der staatlichen sizilianischen Verfassung, aber ich nehme mir die Freiheit "Verfassung" als psychischen Zustand der Menschen Siziliens aufzufassen. Dies nur als letzten Punkt, Sciascia belehrt uns nicht, er sagt nicht, so ist es und so hast du es zu verstehen, er sagt einfach, so war es und erzählt uns dann seine eigene Interpretation der Zusammenhänge. Und in dieser Art ist Sciascia ist sehr, sehr großzügig, weil er uns als Leser sehr viel Raum läßt, uns unsere eigene Meinung über die Insel mit dem Vulkan zu finden.
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Wäre Sizilien ein Eisbecher, so wäre dieses Buch der Eislöffel. Man könnte das Eis auch ohne Löffel schlecken, aber nicht portionieren und schon gar nicht bis zum Boden aufessen. Die größte Insel des Mittelmeeres ist nicht einfach nur eine Insel, auf der es sich aushalten lässt. Sie ist auch die Heimat von Leonardo Sciascia, einem Autor, der mit seinen Geschichten seiner Insel ein Gesicht gab.
Es ist eine Art Hassliebe zwischen Sciascia und Sizilien. Auf der einen Seite die einmalige Natur, auf der anderen Seite die ebenfalls einmalige Kultur und ihre Menschen. Für Fremde schwer einzusehen. Für Einheimische schwer zu beschreiben. Leonardo Sciascia versucht es trotzdem. Die Kultur, seinen Zeilen nachzuerzählen wäre mühevoll. Er schwelgt zwischen Adjektiven wie eine Nussschale in der tosenden See. Als Besucher Siziliens sieht man die Hinterlassenschaften der einstigen Herrscher, man erfreut sich an der Gastfreundlichkeit. Doch Sizilien echt und wahrhaftig zu erleben, das schaffen nur wenige.
Leonardo Sciascias „Mein Sizilien“ hilft beim Verstehen, beim Entdecken der sizilianischen Kultur. Es ist kein Reiseführer im herkömmlichen Sinn. Vielmehr ein Ratgeber, eine Handreichung für mit allen Sinnen Reisende. Die Schilderungen haben schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Vieles hat sich seitdem verändert – die gleichen Eindrücke zu sammel wird also schwierig. Doch das Denken der Menschen, ihr Handeln erfolgt langsamer. Insofern sind also die Reisen Sciascias und derer, an die er erinnert, zu den Menschen immer noch nachvollziehbar.
Die zahlreichen schwarz-weiß Fotos unterstreichen den erhabenen nostalgischen Charakter des Buches. Jedes Farbfoto würde eine Herabwürdigung darstellen. Ausdrucksstarke Kontraste wirken beruhigend auf das menschliche Auge. Knallig Bonbonfarben entsprächen weder dem Buch noch Sizilien. Dieses Buch gehört eins Reisegepäck. Auf gemächlichen Bahnfahrten, oder einer Ruhepause in den Weiten der Insel, oder beim Espresso – diese Geschichten verzaubern bei jedem Mal. Dem Geheimnis der Sizilianer kommt man nur schwer auf die Schliche. Ein kleines Geheimnis bewahren sie für die nächste Reise. So soll es sein. Und so bleibt zum Schluss ein Rest im Eisbecher Sizilien. Wie bei gutem Rotwein.
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am 12. Mai 2011
Leonardo Sciascia kritisiert in diesem Buch seine Insel und verehrt sie zugleich.Wie kann man nur Sizilianer sein?Denn Leonardo selbst Sizilianer,untersucht ob die Sizilianer eher gerissen und zugleich furchtsam wie verwegen sind.Ob die Sizilianer sich je regieren lassen,oder vorsichtig sind.Auf all diese Fragen gibt es hier kenntnisreiche Antworten.Ein schönes,kleines Buch nicht nur für alle Sizilianer.
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am 12. März 2015
Entspricht in vollem Umfang meiner Erwartung. werde diese Möglichkeit gute, interessante Bücher anzuschauen und zu kaufen allen meinen Freunden, Nachbarn und Verwandten empfehlen
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am 12. März 2013
Habe bisher nur darin rumgeblättert, weil ich noch andere Bücher zum Lesen habe. Ich habe aber von diesem Autor schon etliche Bücher gelesen,- allerdings in Italienisch - die mir sehr gut gefallen haben. Sie sind alle spannend in einem guten sprachlciehn Stil geschrieben. Empfelen würde ich Il giorno della civetta, La scomparsa di Majorana, Una storia semplice.
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