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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herrlich romantisch!
Nach gerade einmal zehn Monaten Ehe verstirbt Mr. Russell plötzlich bei nach einem Ausritt mit dem Pferd. Nun steht die junge Witwe vor dem Aus. Als Martha vom Anwalt der Familie erfährt, dass der Besitz an den Bruder des verstorbenen übergeht, sollte sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinen männlichen Nachwuchs unter dem Herzen tragen, bricht...
Vor 19 Monaten von Anja veröffentlicht

versus
11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine sehr zähe Angelegenheit mit einer sehr nüchternen Heldin ! Romantik -Fehlanzeige!
Nach dem plötzlichen und unerwarteten tödlichen Reitunfall ihres Mannes, sieht sich seine Witwe in einer sehr ungünstigen Position. Da sie keinen Sohn aus ihrer gemeinsamen Ehe vorweisen kann, fällt der Besitz Seaton Park womöglich bald an den Bruder des Verstorbenen. Dieser jedoch hat sich bereits in Jugendzeiten einen schlechten Ruf im Ort...
Vor 19 Monaten von Happy End Bücher - Nicole veröffentlicht


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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine sehr zähe Angelegenheit mit einer sehr nüchternen Heldin ! Romantik -Fehlanzeige!, 30. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Ein unsittliches Angebot (Taschenbuch)
Nach dem plötzlichen und unerwarteten tödlichen Reitunfall ihres Mannes, sieht sich seine Witwe in einer sehr ungünstigen Position. Da sie keinen Sohn aus ihrer gemeinsamen Ehe vorweisen kann, fällt der Besitz Seaton Park womöglich bald an den Bruder des Verstorbenen. Dieser jedoch hat sich bereits in Jugendzeiten einen schlechten Ruf im Ort erworben in dem er weibliche Bedienstete missbrauchte und schwängerte. Zudem gilt er als hartherziger Mann, dem nur sein eigenes Wohl am Herzen liegt. Martha, die Witwe fürchtet daher, dass auch ihr mit dem Pfarrer des Ortes geplantes Schulprojekt kurzfristig aufgehalten wird und die Dörfler in Zukunft in Elend leben müssen. Da Martha eine sehr gottesfürchtige und mildtätige Ader besitzt, greift sie deswegen zu einem verzweifelten Plan um Seaton Park doch noch halten zu können.

Sie bittet den attraktiven Theo Mirkwood, der von seinem Vater aufs Land verbannt wurde um sich dort endlich einen etwas anständigeren Lebensstil anzugewöhnen, darum, sie zu schwängern. Im Ausgleich für seine Bemühungen will sie ihm eine stolze Summe aushändigen, die ihm für eine Weile finanzielle Unabhängigkeit zusichern wird. Theo ist einverstanden und bemüht sich nach Kräften, der Witwe zu Willen zu sein. Doch einen Haken gibt es an der Sache. Martha will lediglich seinen Körpersaft, was sie ihm zuvor unmissverständlich klar macht und gibt sich Theo gegenüber beim eigentlichen Akt sehr zugeknöpft und schroff, so dass Theo schließlich befürchten muss, dass es mit seinen hoch- gelobten Liebeskünsten nicht viel auf sich haben kann. Wird es ihm dennoch gelingen Martha zu schwängern und können die beiden auch außerhalb des Bettes eine innige Freundschaft aufbauen, oder sind sie einfach zu verschieden?

Meine Einschätzung:

Cecilia Grants Roman hat in den USA bei Erscheinen des englischsprachigen Originals für viel Furore gesorgt. Die Kritiker und Rezensenten überschlugen sich mit Lobpreisungen über das Buch, die Geschichte und den Schreibstil der Autorin. Somit war ich auch sehr gespannt auf den Debütroman von Cecilia Grant.
Zumindest in Sachen zeitgemäße Ausdrucksweise und gehobener Schreibstil kann der Autorin wirklich kaum eine andere Schriftstellerin im historischen Romance - Bereich das Wasser reichen. Man spürt sehr schnell dass Cecilia Grant eine Gabe dafür hat, sich gut auszudrücken und ihren Protagonisten geschliffene Dialoge auf den Leib zu schreiben, die auch aus einem Regencyroman stammen könnten der von Georgette Heyer höchstpersönlich geschrieben wurde.

So weit so gut, doch warum habe ich „Ein unsittliches Angebot“ letztendlich nicht besser bewertet? So wunderbar ich die Ausdrucksweise der Autorin auch fand; die Geschichte die sie hier um ihr Heldenpaar spinnt, fühlte sich für mich unglaublich konstruiert an. Mal ehrlich welche Frau würde sich von einem fremden Mann schwängern lassen, nur um andere Menschen, die ihr eigentlich fremd sind zu schützen? Und das auch noch vor dem Hintergrund, dass Martha eine fürchterlich steife, reservierte, spießige und langweilige Frau ist, die sehr selbstgerecht auftritt. Ihre Art andere Menschen missionieren zu wollen; auch wenn sie es dennoch gut meint, hat mich sehr befremdet. Aber das größte Ärgernis war für mich die Art und Weise, wie sie den Helden behandelt und vor allem wie sie sich beim Beischlaf gibt und wie abfällig ihre Gedankengänge dabei sind.
Zugegeben, sie hat zuvor eine recht lieblose Ehe geführt und verachtet unseren Tunichtgut von Helden; man kann da keine große Gefühlsexplosion bei ihr erwarten zumal sie sehr nüchtern und unromantisch gestrickt ist, doch die Dosis an Unromantik, die die Autorin ihren Lesern mit dieser Heldin hier zumutet, war in meinen Augen des Guten oder eher des Schlechten zuviel. Die Liebesszenen verkommen zu einem rein mechanischen, beinah klinisch beschriebenen Akt, an dem zum Ende hin lediglich „die Besamung“ steht, ohne dass Gefühle involviert wären. (Erst viel, viel später öffnet sich die Heldin dem Helden gegenüber auch mental- für meinen Geschmack viel zu spät).

Auch Theo, und nicht wie fälschlicherweise im Klappentext angegeben Christopher, (es gibt keinen Christopher in diesem Roman!) konnte mich nicht wirklich berühren. Seine Flapsigkeit und seine immer gute Laune strapazierten meine Nerven schon hier und dort etwas und dass er dennoch trotz der Beleidigungen und Entwürdigungen durch Martha, ausharrte um ihr stets zur Verfügung stehen zu können, hat mich auch nicht wirklich begeistern können. Man nimmt ihm seinen Lebemanncharakter zu keinem Zeitpunkt ab. Er wirkt eher wie ein Milchbübchen, den als ein gestandener Mann.
Statt einer schönen Liebesgeschichte bekommt man hier stattdessen ein trockenes, sehr langatmiges Sittengemälde geboten, das sich in dörflicher Idylle abspielt und zumindest bis 100 Seiten vor Ende des Romans recht gefühlsarm gestrickt wurde. Ab diesem Moment jedoch versucht die Autorin dann auf Biegen und Brechen ihren Liebesszenen erotische Momente zu verleihen und ehrlich gesagt, kam diese Kehrtwendung für mich viel zu spät.

Die Seiten dazwischen füllte die Autorin mit mir endlos erscheinenden Dialogen der Protagonisten über die Vorteile der Landwirtschaft, Äcker und Landnutzung und die Planung einer Käserei. Der Zweck des Ganzen: Unser zuvor unnützer Held soll durch die tugendhafte Heldin umgekrempelt werden und entdeckt durch sie dann schließlich, wie viel Verantwortung er für die Dorfbewohner und seine Pächter trägt.

Fazit: Für Fans von Mary Balogh, Julia Ross oder Georgette Heyer; allerdings sollte man sich hier im Klaren darüber sein, dass man im Gegensatz zu Baloghs, Ross oder Heyers Romanen hier auf Romantik und Zärtlichkeit verzichten muss. Dazu machen es dem Leser die sehr schwierige Heldin und eine eintönige Handlung sehr schwer genügend Durchhaltevermögen an den Tag zu legen. Eine sehr zähe Angelegenheit!
3.5 von 5 Punkten. Eine Rezension von Happy End Bücher.de (NG)
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herrlich romantisch!, 26. April 2013
Von 
Anja (Sundern (Sauerland), Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ein unsittliches Angebot (Taschenbuch)
Nach gerade einmal zehn Monaten Ehe verstirbt Mr. Russell plötzlich bei nach einem Ausritt mit dem Pferd. Nun steht die junge Witwe vor dem Aus. Als Martha vom Anwalt der Familie erfährt, dass der Besitz an den Bruder des verstorbenen übergeht, sollte sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinen männlichen Nachwuchs unter dem Herzen tragen, bricht für sie eine Welt zusammen. Weiß sie doch, dass sie momentan nicht schwanger ist.

Kurz darauf erfährt Martha von ihren Bediensteten, dass dem Bruder des Verstorbenen ein unangenehmer Ruf vorauseilt. Er soll sich in früheren Zeiten gerne am weiblichen Personal vergriffen haben und diese, wenn sie später in anderen Umständen waren, vor die Tür gesetzt haben.
Das kann Martha nicht hinnehmen. Zusammen mit ihrer Zofe heckt sie einen Plan aus.

Theo Mirkwood wurde von seinem Vater nach Sussex ins Exil geschickt. Sein Lotterleben in London gefiel seinem alten Herrn nicht mehr und nun soll sich Theo um das hiesige Anwesen kümmern. Doch schon kurz nach seiner Ankunft im Ländlichen erhält er die Nachricht, dass die junge Witwe Russell ihn zu sehen wünscht. Martha ist Theo gleich sympathisch und als sie ihm ein unsittliches Angebot unterbreitet, muss dieser nicht lange überlegen.

Und schon ist der Grundstock für ein sehr gelungenes und mitreißendes Werk gelegt.

Die Geschichte des Buches verspricht genau das, was der Inhalt dann preis gibt. Eine aufregende und emotionale Zeit beginnt und der Leser kann sich auf eine fantastische Reise in die Vergangenheit einlassen. Mit einer sehr überzeugenden Hauptprotagonistin fällt es leicht, sich die Szene vor Ort lebendig vorzustellen. Schon nach wenigen Seiten ist die nötige Verbindung zu Martha aufgebaut und ein leichter Lesegenuss stellt sich ein.

Auch Theo ist ein liebenswerter Charakter, der trotz seiner im Vorfeld gesammelten Erfahrungen immer den gebührenden Respekt vor der trauernden Witwe walten lässt. Obwohl das Angebot, dass Martha ihm unterbreitet, mehr als unschicklich ist, bemüht er sich um Diskretion und Anstand. Zeitgleich versucht er aber auch aus Martha einen lebenslustigeren Menschen zu machen. Ganz langsam und behutsam scheinen seine Arbeiten Früchte zu tragen. Und nebenbei lernt er zusammen mit Martha den Umgang mit seinen Tagelöhnern und ihren Familien besser kennen.

Wenn die Handlung auch nicht immer ganz den Geschehnissen einer frühern Zeit widerspiegelt, so bekommt der Leser dennoch schnell einen guten Einblick in die Abläufe einer anderen Epoche. Mit Hilfe eines chronologischen Aufbaus ist es einfach, den Überblick zu behalten und den Vorgängen zu folgen. Außerdem werden beide Sichtweisen beschrieben, sowohl Marthas Sorgen und Gedankengänge, wie auch Theos Bedenken. Zusammen bilden sie ein schönes Paar, das überzeugt und wunderbar unterhält.

Fazit: Ein gelungenes Werk, das sich leicht liest und beste Unterhalten verspricht. Zwei glaubhafte Charaktere, die schnell das Herz des Lesers erreichen und ihn zum weiterlesen animieren. Es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und eine große Empfehlung für alle, die gerne Liebesromane lesen und sich von ihnen verzaubern lassen.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erben mit unsittlichen Mitteln..., 15. April 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein unsittliches Angebot (Taschenbuch)
Martha Russells Ehemann ist gerade einmal eine Woche unter der Erde, da sucht sie sich bereits einen neuen Mann für ihr Bett. Doch die 21-Jährige hat dafür durchaus triftige Gründe, denn es muss ein Erbe her. Schließlich soll der Besitz ihres verstorbenen Gatten nicht an seinen grausamen Bruder fallen. So macht sie kurzerhand dem Londoner Lebemann Theophilus Mirkwood ein unmoralisches Angebot. Er soll sie innerhalb eines Monats schwängern und das für 500 Pfund...

Die Handlung allein hat mich dazu getrieben dieses Buch zu kaufen, denn die hat es schon mächtig in sich und ist eine verlockende Abwechselung in diesem Genre.
Wie Cecilia Grant die Geschichte erzählt, ist anders und wird auch nicht jeder Freundin des Historicals gefallen. Die Protagonistin ist keine naive und überschwängliche Gutsherrin, sondern eine sehr ernste, nüchterne und praktisch veranlagte Witwe, die ihren Körper uneigennützig hergibt um ihre weiblichen Angestellten vor den Übergriffen des potenziellen Erben zu bewahren. In ihrer 10-monatigen Ehe litt sie unter dem Alkoholismus ihres Mannes und seinen eher ernüchternden Darbietungen im Ehebett.
Das Bild, welches die Autorin hier zeichnet, ist näher an der Realität als bei anderen Autorinnen. Sex war eben für die meisten Frauen kein Vergnügen, sondern ein nötiges Übel um die Familie zu erweitern und eben Erben für den Besitz hervorzubringen. Ein recht amüsantes und verstörendes Beispiel dafür sind die Synonyme und Beschreibungen, welche Martha für Theos bestes Stück gebraucht.
So gestalten sich auch die Stelldicheins mit Theo als schlichtes, schnelles Rein und Raus. Dieser muss sich mit seiner Rolle als reiner Samenspender erst noch anfreunden und schafft es nur mit seinem Auftreten außerhalb des Schlafzimmers langsam das Herz der Witwe zu gewinnen.
Dieser ganze Prozess nimmt viel Zeit und Buchseiten in Anspruch. Die Nebenhandlung gestaltet sich darin, dass Mirkwood und Martha gemeinsam das Leben ihrer Pächter reformieren wollen und eine Molkerei aufbauen, um die Länderein gewinnbringend zu nutzen. Dies ist jedoch wenig spektakulär und eher seitenfüllend, wobei die dort erkennbaren Ansichten ein guter Spiegel der Zeit sind.

Leider fehlte mir das gewisse Quäntchen Emotionalität, welches ich brauche, um Mitgerissen zu werden. Die Thematik ist wirklich großartig und fernab vom Kitsch, doch hätte ich mir gewünscht, dass mich Theo und Martha mehr berühren könnten. Mit den beiden wird wohl nicht jede warm werden, doch ich finde es toll, dass Martha so fernab von allen Klischees ist.

Was mir gerade nach beenden der Geschichte fehlte, ist ein Epilog, eingeleitet mit "9 Monate später". Ich hoffe daher, dass wir im nächsten Teil, Das Versprechen der Kurtisane, welcher Marthas Bruder dem Soldaten William gewidmet sein wird, noch erfahren werden wie es mit dem Pärchen weiterging.

Was mich total verwirrt, ist, dass der Protagonist hier in der Produktbeschreibung, im Klappentext und auf der Buchrückseite als "Christopher Mirkwood" betitelt wird. Dabei kann man schnell feststellen, dass dies nicht sein Name ist sondern Theophilus, kurz Theo. Ich frage mich, wie solche blöden und ärgerlichen Fehler passieren können. (Ein Statement des Verlages dazu ist im Kommentarteil.)

Cecilia Grant legte mit "ein unsittliches Angebot" ein spannendes Debüt hin, welches ein Grenzgänger des Genres ist. Es zeigt realistisch das Leben der Frauen des frühen 19. Jahrhunderts und das der ärmeren Landarbeiter. Eine unglaubliche Geschichte, die ihre Schwächen besitzt, aber hoffentlich der Autorin die Kraft ließ sich mit ihrem nächsten Roman zu steigern. ML
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4.0 von 5 Sternen Kein typischer romantischer Liebesroman. Zum Glück!, 31. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Ein unsittliches Angebot (Taschenbuch)
Ich liebe Bücher von Jane Austen und Georgette Heyer. Das heißt ich mag Bücher, die in dieser Zeit spielen, mit Happy End die man aber auch mehrmals mit Genuss lesen kann.
Daher bin ich immer wieder auf der Suche nach ähnlichem Lesestoff werde aber meist enttäuscht weil diese Bücher entweder in ein Cover vom Typ "Muskelmann mit aufgeknöpften Hemd hält wunderschöne Damen (welche der Ohnmacht nahe ist) in seinen starken Armen" gehörten oder eher was für Bronte Fans (= das heißt etwas düster) sind.

Diese Buch von Cecilia Grant habe ich nun zum zweiten Mal gelesen und es gefällt mir immer besser. Der Sex passt gut in den Kontext (bis auf eine "Technik" die ich dem Exmann der Heldin einfach nicht zugetraut hätte ;-) ) und die Charaktere sind glaubhaft und lebendig (gerade eben weil manche auch etwas verklemmt sind).

Mittlerweile habe ich auch das zweite auf Deutsch erhältliche Buch der Autorin gelesen (das Versprechen der Kurtisane) und auch dieses gefällt mir sehr gut.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keine ganz typischen Figuren in diesem Genre, 5. Mai 2013
Von 
A. Jürgens (Schleswig-Holstein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ein unsittliches Angebot (Taschenbuch)
Wieder einmal einen Debütroman halte ich mit Ein unsittliches Angebot in Händen. Er stammt von Cecilia Grant, die mittlerweile bereits drei Romane (Genre Historical Romance) veröffentlicht hat, von denen jedoch derzeit nur einer ins Deutsche übersetzt verlegt wurde. Die Autorin, die Englisch studiert hat, lebt nach eigenen Angaben mit ihrem ebenfalls schreibenden Ehemann, zwei Bücherwürmern und (literarisch eher unbeleckt) Katze und Hund im Nordwesten Nordamerikas. Das kann somit von Washington bis Kalifornien alles und sowohl in den Vereinigten Staaten als auch Kanada, an der pazifischen Küste oder auch sehr weit im Landesinneren sein.

Doch zurück zu ihrem Roman, der den Auftakt der Cecilia-Grant-Reihe bei Egmont-LYX darstellt. Die Fortsetzung (Das Versprechen der Kurtisane) ist bereits für Oktober angekündigt. Die Handlung wird sich dann allerdings nicht mehr um die in Ein unsittliches Angebot vorkommenden Hauptfiguren drehen. Ob sie noch Erwähnung finden? Wer weiß. Sicher ist schon jetzt, dass sie genauso ungewöhnlich sein dürften, wie Martha und Theo.

Denn mit Grant bietet der Egmont LYX Verlag eine weitere Autorin auf, die mit nicht ganz so konventionellen Figuren und genretypischen Klischees aufwartet, wie LeserInnen historischer Liebesromane es hierzulande gewöhnt sind. Aktuell geht es um die erst 21jährige, frisch verwitwete Martha Russells. Der trotz des Altersunterschiedes überraschende Tod ihres Ehemannes stellt sie vor ein Problem. Ohne Erben steht sie mit nahezu nichts da, denn die beweglichen wie unbeweglichen Besitztümer, einschließlich ihrer Mitgift, gehen größtenteils an ihren Schwager. Der ist den Dienstboten im Haus nur allzu gut bekannt und nicht nur bei Martha löst seine bevorstehende Ankunft Beklemmung aus. Statt sich brav in das sich daraus für sie ergebende Los zu fügen, beschließt Martha zu einem nicht ganz ehrlichen Mittel zu greifen. Da sie nicht in guter Hoffnung ist, muss sie es schnellstmöglich werden. Und so ist sie bereit, dem wegen seiner Eskapaden in London auf den Landsitz seiner Familie verbannten Bonvivant Theophilus Mirkwood, Geld gegen seinen hoffentlich fruchtbaren Samen zu bieten.

Schon damit dürfte klar sein, dass Martha nicht zu den naiv-hilflosen Weibchen gehört, die dieses Genre für gewöhnlich zieren. Einerseits wirkt sie steif, spießig und verklemmt. Andererseits zeigt sie sich kämpferisch, fast besessen. So stolz, dass sie lieber Probleme in Kauf nimmt, als klein beizugeben. Sie hat keine schwärmerisch-romantischen Wünsche, denn die Ehe mit ihrem verstorbenen Mann hat ihr die gründlich ausgetrieben, sofern sie überhaupt je vorhanden waren. Entsprechend sachlich, ja fast lieblos gestalten sich die Treffen mit Theo, obwohl dieser durchaus bereit ist, mehr daraus zu machen. Mehr als einmal verpasst ihm Martha einen emotionalen Dämpfer und stellt seine Verführungskünste auf eine harte Probe. Die Beschreibung der heimlichen Treffen wirkt manchmal etwas unbeholfen, aber nicht unwirklich. Gerade durch das Weglassen romantischer Details, Zärtlichkeiten oder durch die nüchternen Gedanken Marthas wird der Zeitdruck und das Dilemma deutlich, in dem sie steckt. Unmerklich und in kleinen Details merkt man, dass Gefühle ins Spiel kommen, die die Affäre jedoch nicht kitschig verkomplizieren.

Genau dadurch wirkt dieser Handlungsstrang nachvollziehbar echt. Romantik hätte hier unpassend weich gezeichnet gewirkt. Und so sollte, jeder der Wert darauf legt, eindeutig die Finger von Grants Debüt lassen. Andererseits: Obwohl ich eigentlich etwas gänzlich anderes erwartet hatte, war ich von dem Roman keineswegs enttäuscht. Vielmehr wurde ich angenehm überrascht.

Nebenbei gibt es jedoch auch noch einen zweiten Handlungsstrang, der Marthas Alltag umfasst. Modern im Denken will sie manchmal fast zu verbissen die Welt verbessern. Praktisch und nüchtern stellt sie sich ihrem Problem ebenso wie ihrem Alltag. In dem sie bemüht darum ist, die Lebensbedingungen der kleinen Leute zu verbessern; sie zu bilden und den Wunsch nach Veränderung in ihnen erwachen zu lassen. Damit infiziert sie Zug um Zug auch Theo, der dann beginnt, sein bisheriges Leben infrage stellen.
Fazit:

Grants Schreibstil ist sprachlich der damaligen Zeit angemessen. Obwohl manches (Marthas Reformwillen betreffend) fast zu modern wirkt, entstand durch die bildhaften Beschreibungen ein Sittengemälde vor meinem inneren Auge, mit authentisch wirkenden Handlungsorten und nachvollziehbar agierenden, glaubwürdigen Figuren. Sehr schnell tauchte ich in die Geschichte ein. Ein Manko sind kleinere Längen, doch die fallen nicht allzu sehr ins Gewicht und Ein unsittliches Angebot lässt sich leicht lesen. Ein unterhaltsames und gelungenes Debüt, dem ich vier von fünf Punkten geben möchte. Die untypische Darstellung der beiden Hauptfiguren weckt bei mir die Lust auf weitere Romane der Autorin.

2013 Antje Jürgens (AJ)
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5.0 von 5 Sternen ...ein Buch, 4. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein unsittliches Angebot (Taschenbuch)
...das mir gefallen hat. Ja. Es ist sicher nicht Weltliteratur. Aber es ist herzlich und logisch und gefühlvoll geschrieben. Ich bin voreingenommen: die Übersetzerin ist meine Tochter. Aber auch ohne das: ich hätte das Buch zwar nie gefunden. Aber nun hat es mir sehr gefallen.
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4.0 von 5 Sternen Kann man lesen, muss man aber nicht, 3. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Ein unsittliches Angebot (Kindle Edition)
Inhalt:
Nachdem Martha nach dem plötzlichen Tod ihres erfährt, dass sie das Gut Seton Park an ihren Schwager James Russel verlieren wird, macht ihr Bruder ihr das Angebot, bei ihr einzuziehen. Doch als sie von einer Bediensteten erfährt, was ihr Schwager den Bediensteten von Seton Park in der Vergangenheit angetan hat, tut sie alles daran, das Gut zu behalten. Auch wenn dies bedeutet, sich von ihrem Nachbarn und Taugenichts Theo Mirkwood schwängern zu lassen und dieses Kind als Erben ihres verstorbenen Mannes auszugeben.

Meine Meinung:
"Ein unsittliches Angebot" ist der erste Teil von Cecilia Grants Reihe um die Blackshear Familie, der auch die Protagonistin Martha Russel entstammt. Damit es nicht zu Verwirrung kommt, möchte ich hier noch anmerken, dass der Klappentext einen falschen Namen enthält, denn ein Christopher Mirkwood ist mir in diesem Buch nicht begegnet, nur ein Theo Mirkwood.

Über besagten Theo Mirkwood konnte ich am Anfang des Buches nur immer wieder den Kopf schütteln. Er wirkt zwar schon ziemlich sympathisch, aber auch relativ naiv und einfältig für sein Alter, was aber auch recht gut im Buch erklärt ist. Bevor er Marthas Nachbar wurde, hat er ein ausschweifendes Leben in London geführt und noch nie richtig gearbeitet. Dies ändert sich, sehr zu seinem Missfallen, natürlich auf dem Gut, soll er doch die Verwaltung dessen erlernen. Da kommt ihm Marthas Angebot, einen Monat lang das Bett mit ihr zu teilen um ein Kind zu zeugen, eigentlich gerade Recht. Doch da wusste er noch nicht, was für eine harte Nuss sie ist. Denn anders als die Frauen, mit denen er sich in London vergnügt hatte, empfindet sie kein Vergnügen an der Vereinigung, was Theo manchmal echt zum Verzweifeln bringt.

Was die junge Witwe Martha Russel angeht, war ich sehr zwiegespalten. Einerseits finde ich es echt toll, wie sehr sie sich für ihre Bediensteten und Pächter einsetzt, doch andererseits fand ich es echt nicht schön, wie sie Theo anfangs behandelt hat, so kalt und gefühllos. Einen wirklich glücklichen Eindruck hat sie auch nicht auf mich gemacht, was aber nicht unbedingt an ihrem kürzlich verstorbenen Mann lag. Denn wirklich traurig darüber hat sie auf mich nicht gewirkt.

Doch auch wenn ich meine anfänglichen Probleme mit den beiden Protagonisten hatte, fand ich es schön, ihre Geschichte und vor allem auch ihre charakterliche Entwicklung zu verfolgen. Zwischendurch hatte das Buch für mich zwar einige Längen, da sich vieles einfach wiederholt hat, doch trotzdem ist die sich anbahnende Liebesgeschichte irgendwie süß gewesen. Anders als Titel und Klappentext vermuten lassen, gab es auch nicht wirklich viele erotische Szenen. Zwar sind die beiden oft zusammen im Bett und Schlafzimmer, doch durch Marthas Gefühlskälte gibt es dabei nur selten knisternde Erotik.

Fazit:
Insgesamt ist "Ein unsittliches Angebot" von Cecilia Grant eine nette historische Liebesgeschichte für zwischendurch, die man lesen kann, aber nicht muss. Da es für mich schon ein paar Längen in der Geschichte gab und ich mich auch erst mit den Charakteren anfreunden musste, gebe ich dem Buch 3,5 von 5 Muscheln.
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5.0 von 5 Sternen Ein unsittliches Angebot, 30. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein unsittliches Angebot (Kindle Edition)
Ein schöner, emotionaler Roman, der in Erinnerung bleibt; bringt zum Nachdenken. Ja Romantik ist hier Mangelware. Aber mit Handlungen, Wörtern und Augen kann man auch das Herz erreichen. Eine berührende Story mit liebenswerten Helden. Ich habe das Buch genossen. Zu empfehlen!
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Ferien Lektüre, 3. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein unsittliches Angebot (Kindle Edition)
Guter Roman um sich die Zeit zu vertreiben.
Spannend und leicht zu lesen.
der Roman ist leider viel zu schnell gelesen.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein unbeschreibliches lesevergnügen, 14. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein unsittliches Angebot (Kindle Edition)
ich danke der autorin für dieses wundervolle buch.
eine beschreibung der handlung empfinde ich nicht als notwendig, das haben meine vorgänger bestens erledigt. und den rest sollte der leser selbst entdecken.
seit gefühlten 1000 jahren lese ich bücher in den verschiedensten genres und enthalte mich immer der stimme, über ein werk kritik zu üben. der geschmack ist bei den lesern sehr differenziert und das ist auch gut so. aber dieses buch hat mich "vom stuhl gehauen". eine etwas ungewöhnliche geschichte in diesem genre aber so sorgfältig und sanft, so zartfühlend und voller unterschwelliger emotionen. ich bewundere diese autorin und beneide sie um diesen schreibstil.

nun der roman passt nicht unbedingt zu den sonstigen romanen dieser art, wo lady x und lord y auf die eine oder andere weise zusammen kommen, manchmal sehr humorvoll manchmal sehr flach geschrieben und sie machen dann abschliessend viele xy'lons. er lässt jedoch darauf hoffen, dass etwas mehr autoren sich auf ein etwas höheres niveau begeben werden.

ich kann diese autorin, wenn die folgenden romane den stil beibehalten, nur vorbehaltlos jedem leser empfehlen, der nicht seitenlang mit mehreren wiederholungen, den geschlechtsakt in aller länge beschrieben haben möchte und der auch sozialkritische elemente sowie aussergewöhnliche entscheidungen (die zwar für diese zeitepoche eher ungewöhnlich erscheinen) schätzt. die erotischen szenen kommen aber trotzdem nicht zu kurz und die autorin weiss diese auf sehr humorvolle art zu beschreiben.

hoffentlich werden bald weitere romane übersetzt und auch als kindle books zur verfügung stehen.
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Ein unsittliches Angebot
Ein unsittliches Angebot von Cecilia Grant (Taschenbuch - 11. April 2013)
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