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36 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 1. Band - Books & Braun - Spannende steampunk Agentenkomödie mit sehr viel Liebe zum Detail
Wellington Books, Archivar des Ministeriums für Eigenartige Vorkommnisse, kann es nicht glauben, dass man ihm zur Rettung eine Frau geschickt hat. Und was für eine Frau. Eliza D. Braun ist nämlich keine gewöhnliche Geheimagentin im Dienste ihrer Majestät, Königin Viktoria. Sie trägt Hosen und ein schusssicheres Korsett, hat eine Vorliebe...
Veröffentlicht am 14. Juni 2012 von Stefanie Jojo

versus
21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Teilweise unterhaltsame Klischees
Sicher, nach etwas ganz Neuem klingt schon der Klappentext nicht und eine Steampunk-Offenbarung habe ich auch gar nicht erwartet, aber etwas pfiffiger hätte man mit den Klischees, die auf jeder Seite zu finden sind, schon umgehen können.

Ein wenig wirkt es, als hätten sich die Autoren einen Wikipedia-Artikel zu Steampunk durchgelesen und die...
Veröffentlicht am 22. August 2012 von S.H.


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36 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 1. Band - Books & Braun - Spannende steampunk Agentenkomödie mit sehr viel Liebe zum Detail, 14. Juni 2012
Von 
Stefanie Jojo "Leseratte" (Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Books & Braun: Das Zeichen des Phönix (Broschiert)
Wellington Books, Archivar des Ministeriums für Eigenartige Vorkommnisse, kann es nicht glauben, dass man ihm zur Rettung eine Frau geschickt hat. Und was für eine Frau. Eliza D. Braun ist nämlich keine gewöhnliche Geheimagentin im Dienste ihrer Majestät, Königin Viktoria. Sie trägt Hosen und ein schusssicheres Korsett, hat eine Vorliebe für Schusswaffen aller Art und ist dem Dynamit keineswegs abgeneigt dsweiteren nimmt sie kein Blatt vor den Mund. Also genau das Gegenteil von Books. Zurück in der Heimat, kann er es noch weniger glauben, dass ihm Eliza Braun als neue Partnerin zu geteilt wurde, denn durch ihren abermals übertriebenen Einsatz von Dynamit hat sie zur Strafe ins Archiv geführt. Da Eliza "Büroarbeit" nicht ausstehen kann und es Books es noch weniger leiden kann, dass Miss Braun es an "Manieren" fehlen lässt, so nennt sie ihn ohne zu fragen einfach "Welly". Kann es so etwas geben? , verdonnert er sie im Archiv "Die vergessenen Fälle" zu sortieren. Dort allerdings stößt sie auf die letzte Fallakte ihres letzten Partners, dieser sitzt seit fast einem Jahr in der Nervenheilanstalt. Und keiner weiß was geschehen ist. Da Eliza beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, sieht sich Wellington Books dazu genötigt seiner neuen Partnerin mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und die sicheren Gefilde des Archivs zu verlassen. Schon bald geraten sie ins Fadenkreuz eines zwielichtigen Geheimbundes, der ihnen nicht nur eine Profikillerin auf den Hals hetzt sondern auch äußerst unangenehme Strafpredigten des Direktors einbringt. Und so müssen sie wohl oder übel zusammenarbeiten um diesen Fall zu lösen, Eliza mit ihren Kämpferischen Talenten und Books mit seinem Know How für Erfindungen aller Art.

Lange habe ich mich nicht mehr so sehr amüsiert wie bei diesem Buch, von der ersten bis zur letzten Seite kommt keine Langeweile auf, und am Ende dieses "dicken" Buches denkt man nur noch "Wann geht es weiter?", so gefesselt war ich von diesem Buch. Neben der Spannenden Story, die durchaus sehr brutal ist ( es gibt Orgien, kaltblütige Morde, Folterungen und sehr viel Blut) haben mich die Wortgefechte beider Protagonisten oft zum lachen gebracht. Die beiden passen perfekt zusammen und ich würde sagen eine zukünftige Lovestory ist nicht ausgeschlossen ;).

Wellington Books, ist ein sehr zurückhaltender Charakter, der logisch und immer nach Vorschrift arbeitet. Er hasst Gewalt und möchte es tunlichst vermeiden diese anwenden zu müssen. Außerdem ist es ihm unangenehm sich mit dem weiblichen Geschlecht befassen zu müssen. So versucht er vergebens Eliza Braun die Gepflogenheiten für Englische "Damen" bei zu bringen. Dennoch kann man sich auf ihn verlassen und wenn Eliza mal nicht dabei ist, kann er auch ganz anders. Eliza Braun ist eine definitiv sebstbewusste Frau aus "Neuseeland", sie liebt es regelrecht ihren neuen Partner aus der Reserve zu locken, so kommt sie im des öffteren "Körperlich" näher oder bringt ihm mit Missachtung der Vorschriften zur Weißglut. Das allerdings lässt sich "Welly" nicht so einfach bieten, so z.B lässt er Eliza im under cover Einsatz "stumm" werden oder schleppt sie in die Oper.

Die Steampunkwelt ist sehr gut ausgearbeitet, so ist das Archiv genau beschrieben, erinnert sogar ein wenig an die TV Serie "Warehouse 13" Es gibt viele Erfindungen, zum Beispiel ein Gerät zum katalogisieren der Artefakte, ein Ortungssystem für Agenten, ein Abhörgerät, eine Maschine zum Tee servieren oder auch Roboter oder ein durch einen Code gesichertes Tagebuch.

Philippa Ballantine & Tee Morris haben mit Books und Braun definitiv ein einmaliges Duo geschaffen, das mit sehr viel Geschick im Kampf, wissenschaftlichem Know How, genialen Wortgefechten, überaus viel Humor, und ganz viel Steampunk den Bösewichten das Fürchten lehren. Mit Vorfreude darf auf das nächste spannende Abenteuer der beiden Geheimagenten ihrer Majestät gewartet werden. Andere eingeführte Handlungsstränge zwischen der Haupthandlung versprechen viel. Diese Reihe bietet schlicht weg perfekte Unterhaltung. Und bekommt von mir die volle Punktzahl.

Wer gerne Steampunk mit "vielen" Steampunkelementen, einer spannenden Story, tollen Charakteren und sehr viel Humor sucht und dem Gewalt nichts ausmacht ist hier genau richtig.

Die "Ministry of Peculiar Occurrences" Reihe:
1. Books & Braun: Das Zeichen des Phönix
2. Books & Braun: Die Janus-Affäre November 2012
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Coole Story, 14. September 2012
Von 
H. Keller - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Books & Braun: Das Zeichen des Phönix (Broschiert)
Books & Braun: Das Zeichen des Phönix ist ein angenehmer Serienstart, wobei man sich erst einmal nur auf einen zweiten Band freuen kann: Books & Braun: Die Janus-Affäre

Kurz zum Inhalt

Die beiden Autoren entführen uns in ein von unerklärlichen Phänomenen und geheimbündlerischen Verbrechern bedrohtes Britisches Empire im 19. Jahrhundert.

Braun, eine unkonventionelle Geheimagentin, wird ins Archiv ihres Ministeriums strafversetzt. Dort, konfrontiert mit dem etwas sperrigen Archivar Books, findet sie Hinweise auf dunkle Machenschaften in älteren Fallakten. Sie überredet Books, mit ihr eigene Ermittlungen aufzunehmen.

Im Verlaufe ihrer Abenteuer wachsen beide Agenten zusammen. Archivar Books erweist sich als gar nicht so steif und Agentin Braun entwickelt mehr Verständnis für die Ansichten ihres neuen Partners. Beide werden zu einem unschlagbaren Team in der Verbrechensbekämpfung im London ihrer Welt.

Am Ende ist klar, dass verschiedene Seiten gegeneinander operieren und trotzdem irgendwie miteinander zusammenhängen: Das Haus Usher, der Phönix-Bund und nicht zuletzt der Lordberater ihrer Majestät in Konkurrenz zum Direktor des Geheimministeriums. Ein Netz verwirrender Zusammenhänge, in dem eine raffinierte Meuchelmörderin und andere Agenten mitmischen und in dem sich Books und Braun jetzt wie auch in Zukunft zurechtfinden müssen.

Einschätzung zum Buch

Die Autoren präsentieren einen wirklich bemerkenswerten, angenehm zu lesenden Roman, der durchaus an A.C.Doyle erinnert und darüber hinausgeht.

Der Roman ist amüsant geschrieben. Der Wechsel zwischen Action und Entwicklung der verschiedenen Charaktere kommt wirklich gut.

Stellenweise, insbesondere bei den Kampfszenen kann man den Eindruck gewinnen, im Kino zu sitzen, statt ein Buch in der Hand zu halten.

Den Autoren gelingt es, die erotische Spannung zwischen den beiden Helden so darzustellen, dass sie die Handlung bereichert und nicht abgleiten lässt.

Mit den Nebenhandlungen, die allesamt aber mit dem Hauptstrang verbunden zu sein scheinen, zeichnet der Roman ein komplexes und zugleich verständliches Bild der Welt, in der sich Books und Braun beweisen müssen.

Trotz des Tempos der Geschichte gibt es viele ruhigere Momente, die einen Einblick in die selische wie auch soziale Verfassung der Protagonisten und auch der Nebendarsteller gewähren.

Fazit

Ich finde die Story cool, die Hauptcharaktere super und die Handlungsstänge recht gut aufgebaut. Die etwas mehr als 500 Seiten habe ich zügig und in einem Ritt gelesen.

Story: Gut durchdacht und temporeich
Spannung: eine Menge in Wellenform
Schreibe: sehr amüsant und sympathisch, qualitativ sehr gut
Lesefluss: hervorragend

Zielgruppe: Freunde von moderatem Steam Punk mit einer Note A.C.Doyle
Zielgruppenalter: so ab 16 Jahre bis 100++

Kaufempfehlung? Ja, unbedingt.
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Teilweise unterhaltsame Klischees, 22. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Books & Braun: Das Zeichen des Phönix (Broschiert)
Sicher, nach etwas ganz Neuem klingt schon der Klappentext nicht und eine Steampunk-Offenbarung habe ich auch gar nicht erwartet, aber etwas pfiffiger hätte man mit den Klischees, die auf jeder Seite zu finden sind, schon umgehen können.

Ein wenig wirkt es, als hätten sich die Autoren einen Wikipedia-Artikel zu Steampunk durchgelesen und die einzelnen Punkte der Reihe nach abgearbeitet um ihre Welt zu kreieren. Natürlich sind wir im viktorianischen England, es gibt Computer ähnelnde Maschinen, zum Teil seltsame anmutende Kleidung und -selbstverständlich- Flugschiffe. Nichts neues hier.
Auch bei den Hauptpersonen hat man sich eher auf altbewährtes verlassen; beide sind wie Tag und Nacht, können sich zu Anfang nicht leiden, müssen aber zusammenarbeiten. Dass sich hier bald eine kleine, verkappte Romanze anbahnen wird, weiß der Leser schon nach dem zweiten Kapitel.
Storymäßig ist ebenfalls keine Überraschung zu erwarten, die Helden kämpfen gegen eine Geheimorganisation, die die Weltordnung ändern möchte, kennt man, ist so originell wie die böse Stiefmutter.

Aber das ist ja alles gar nicht so schlimm, auch Abgedroschenes kann man mit kleinen Twists in der Story und einem flotten Schreibstil wieder aufpolieren, aber genau da hakt es dann. Die Charaktere bleiben nie mehr als ein wandelnde Klischees auf z vier Beinen. Sie bekommen nicht eine Eigenschaft, die sie ein wenig aus den Schubladen von "sexy Actionheldin" und "steifer Engländer" herausholen könnten, gerade Eliza wird schnell langweilig, da sie die typische Superfrau zu sein scheint. Sie kann alles, ist abenteuerlustig, klug, verdreht allen den Kopf, kann sich anpassen, hat starke Mutter- und Beschützerinstinkte, ist selbstbewusst, mitfühlend - kurz: zu perfekt. Selbst ihre angeblichen Makel und Macken werden als positiv und hilfreich dargestellt. (Schließlich ist es ihrer Sturheit zu verdanken, dass der Fall ins Rollen kommt). Auch ihre ständigen Bemühungen, ihren Partner Wellington mit Zweideutigkeiten aus dem Konzept zu bringen, entlocken einem zu Anfang vielleicht noch ein gnädiges Schmunzeln, schnell kann man aber nur noch entnervt mit den Augen rollen.

Trotz aller Kritik werde ich den nächsten Band jedoch mal anlesen. Denn, betrachtet man den ersten Band als zu lang gearteten Prolog, könnte sich vielleicht (!) eine interessante Story entwickeln, die im ersten Band mit kleinen Andeutungen und kurzen Zwischenspielen eingeleitet wurde. Allerdings macht mir die Beschreibung des zweiten Bandes wenig Hoffnung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fetziger Steampunk, 6. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Books & Braun: Das Zeichen des Phönix (Broschiert)
Books & Braun ist eine rasante Mischung aus "Mit Schirm, Charme und Melone", Warehouse 13 und Jules Verne, absolut lesenswerte viktorianische Agenten-Fantasy. Die Charaktere sind gelungen.
Einen Stern Abzug gibt es allerdings für den etwas schleppenden Anfang. Hätte ich dem Buch keine Chance gegeben, bis die eigentliche Handlung anfängt, hätte ich viel verpasst. Aber ich war drauf und dran, auf den ersten 50 Seiten aufzugeben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Wildfang aus den Kolonien, 13. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Books & Braun: Das Zeichen des Phönix (Broschiert)
Willkommen im Ministerium für Eigenartige Vorkommnisse. Dieses befindet sich im Herzen des britischen Empire. Dort, im wunderschönen London, treffen Ende des 19.Jahrhunderts Wellington Thornhill Books, Esquire und Eliza D. Braun aufeinander. Genaugenommen befreit Agentin Braun Wellington Books aus einer sehr misslichen Lage in der Antarktis, wobei sie allerdings einige Befehle missachtet und degradiert wird. Ihre neue Arbeitsstätte befindet sich nun im Archiv des Ministeriums, das von Agent Books geleitet wird. In diesem Archiv werden die großen Geheimnisse der Menschheit aufbewahrt. Egal ob man den Weg nach El Dorado sucht, die Baupläne der Nautilus einsehen möchte oder den Namen der Hauptstadt von Atlantis in Erfahrung bringen will, dort in den verwinkelten Tiefen des Reiches von Wellington Books, ist alles verzeichnet.

Eliza D. Braun ist nun genaugenommen als Archivarin die Fehlbesetzung schlechthin. Sie ist selbstbewusst, abentuerlustig, keck, Autoritätspersonen gegenüber immun, trägt wenn notwendig Hosen und hat eine ausgeprägte Vorliebe für Sprengstoff. Und sie kommt vom anderen Ende der Welt, aus Neuseeland. Sie liebt ihr Heimatland von ganzem Herzen und sehnt sich nach den grünen Hügeln und der Pazifikküste ihrer Heimat.
Wellington Thornhill Books, Esquire ist nun ein tadelloser Archivar. Korrekt, organisiert, versunken in eine Welt der Bücher, pragmatisch und Waffen nimmt er nicht einmal in die Hand. Umweht wird er von einem Hauch britische Oberschicht.
Diese beiden entgegengesetzten Charaktere bilden nun unfreiwillig ein Team. Da sich Eliza allerdings nicht an die Vorschriften hält und einen ungelösten Fall, bei dem ihr ehemaliger Partner beteiligt war, wieder bearbeitet, werden sie und Wellington Books in eine Verschwörung gezogen, die das gesamte Empire erschüttern könnte. Eine gedungene Meuchelmörderin, wahnsinnige Wissenschaftler und Mitglieder des Hochadels machen ihnen das Leben besonders schwer.
Schon bald wird klar, dass sowohl Agentin Braun als auch Agent Books ihre Geheimnisse haben und ihre Lebensgeschichte noch einige Überraschungen bereithält.

Die Geschichte wird von Philippa Ballantine und Tee Morris spannend, unterhaltsam, witzig und geheimnisvoll erzählt. Beide verstehen es in der vertrauten Welt von London eine mysteriöse Schattenwelt in Form des Ministeriums einfließen zu lassen.
Luftschiffe, dampfbetriebene Maschinen ähnlich einem Computer und technische Errungenschaften liefern das nötige Steampunk-Flair.
Ich finde, dass mit Books & Braun ein sehr sympathisches Paar die Bühne der Weltliteratur betreten hat und ich freue mich schon sehr auf ihren nächsten Fall.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bedingt kurzweilig, 13. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Books & Braun: Das Zeichen des Phönix (Broschiert)
Dieses Buch verspricht eine Menge, kann dieses Versprechen aber nur bedingt einlösen. Die gesamte Handlung fokussiert sich auf die beiden Agenten, die amüsant geschildert werden und eine spannungsreiche Beziehung zueinander unterhalten. Dabei passt der Archivar Books in seiner Charakterzeichnung wunderbar in den pseudoviktorianischen Rahmen, seine Partnerin Braun hingegen wirkt wie eine Lara Croft, die sich versehentlich in die falsche Epoche verirrt hat. Die meisten anderen Figuren sind derartig holzschnittartig gezeichnet, dass man eigentlich nicht von "Charakteren" sprechen kann. Bereits nach 2 Sätzen ist stets völlig klar, ob eine Figur von den Autoren in die "gute" oder "böse" Schublade gesteckt wird - ambivalente Charaktere sucht man hier vergebens. Die Handlung ist im Grunde genommen ein Skript für ein mittelmäßiges Computerspiel - die Hauptfiguren eilen ohne erkennbaren Grund von einem Ort zum anderen und liefern sich wilde Gefechte mit diversen Finsterlingen. Dabei fliegt allerlei in die Luft und die Bösen Buben verlieren am Ende. Gewürzt wird das Ganze noch mit einer Prise Erotik. Naja... man kann das Buch ganz gut morgens in der U-Bahn lesen, aber letztlich kann man es auch bleiben lassen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen amüsantes Paar, 3. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Books & Braun: Das Zeichen des Phönix (Broschiert)
Titel: Books & Braun, das Zeichen des Phönix
Autor: Pip Ballentine & Tee Morris
Übersetzung: Michaela Link
Verlag: Lyx TB, 508 Seiten
ISBN:978-3-8025-86439

Inhalt:
Eliza D. Braun arbeitet als Außendienstagentin für das Ministerium für eigenartige Vorkommnisse. Als sie mit ihrem Partner Thorne eine Serie von Morden untersucht verschwindet der Agent auf unerklärliche Weise und wird mehrere Tage später geistig verwirrt und völlig verwahrlost aufgefunden. Er wird in die Irrenanstalt Bedlam eingewiesen, Braun wird von dem Fall abgezogen und die Akte wird im Archiv des Ministeriums als ungeklärter Fall abgelegt.

Der Verwalter dieses Archivs, Wellington Books, ist ebenfalls verschwunden und Eliza bekommt den Auftrag, ihn zu finden. Die Lara Croft des Ministeriums findet Wellington Books in der Antarktis, wo er vom Haus Usher, einer berüchtigten Verbrecherorganisation, gefangen gehalten wird. Auf ihre unnachahmliche Art und Weise befreit sie den Archivar und legt dabei die ganze Festung der Verbrecherorganisation in Schutt und Asche. Da sie damit wieder einmal über die Strenge schlägt wird sie vom Außendienst abgezogen und in das Archiv versetzt. Sehr zum Verdruss von Wellington Books, der das Archiv als sein persönliches Reich ansieht. Ein unverschämtes, hemmungsloses und freches Frauenzimmer ist das letzte was er dort gebrauchen kann. Zumal ihn Eliza beständig Welly nennt, ihn ohne Ende triezt und nur Chaos in sein sorgsam erfundenes Ablagesystem bringt. Als die beiden die alten, ungelösten Fälle durchgehen stoßen sie auf den alten Fall von Eliza und Thorne. Eliza macht sich auf um Thorne in Bedlam zu besuchen. Sie durchdringt seinen wirren Geist und bekommt einige Hinweise, die ein neues Licht auf die Mordserie werfen. Als sie dieser neuen Spur nachgehen will muss sie feststellen, dass Welly ihr zur Anstalt gefolgt ist. um herauszufinden, was sie den ganzen Tag treibt. Wider besseres Wissen begleitet er sie zu einer neuerlichen Untersuchung des Tatortes und die dort gefundenen Spuren überzeugen ihn, dass an der Sache mehr dran ist, als das Ministerium anerkennen will.
Was als Partnerschaft wider Willen beginnt führt bald zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit und schnell zu gegenseitigem Respekt und Freundschaft.

Kommentar:
Das Buch lebt von den beiden Hauptprotagonisten Eliza D. Braun und Wellington Books. Sie, die kämpferische Suffragette, die sich von keinem Mann etwas vorschreiben lässt und ihre Kämpfe alleine ausficht. Sie hat eine Abneigung gegen jegliche Art von Autorität und geht ihren eigenen Weg, auch wenn er sie an den Rand des Abgrunds führt.
Er, der schüchterne, introvertierte Archivar mit einem Faible für alle technischen Errungenschaften des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Zwei Personen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, die sich aber wunderbar ergänzen und bald eine nicht zu unterschätzende Einheit bilden. Die Untersuchung des alten Falls ohne Genehmigung des Ministeriums bringt sie in erhebliche Gefahr. Es bleibt nur die Chance, den Fall zu lösen oder ebenso dem Irrsinn zu verfallen wie Elizas ehemaliger Partner Thorne. Books und Braun unterwandern die Organisation, einen Geheimbund aus elitären Mitgliedern, die das Empire stürzen wollen. Als ihre Tarnung aufliegt und sie in Lebensgefahr schweben, erweisen sich die Ideen des Archivars und die Tat- und Schlagkraft von Braun als ideale Kombination um dem Orden das Handwerk zu legen.
Die Autoren haben die Stimmung der Zeit gut eingefangen. Der Umbruch in das Maschinenzeitalter führt zu gravierenden Veränderungen in der Gesellschaft und auch Verbrechen wissen diese Innovationen zu nutzen.

Fazit:
Ich habe mich beim lesen wunderbar amüsiert. Eliza mit ihrer schnodderigen Schnauze redet sich aus jeder Situation heraus. Dagegen steht der absolut biedere, überkorrekte und pingelige Archivar, in dem aber wesentlich mehr steckt, als man auf den ersten Blick erkennen kann. Immerhin hat auch er eine Ausbildung zum Geheimagenten absolviert. Nur hat er sich entschlossen, das Archiv zu leiten, da dies eher seinen Neigungen und seinem Naturell entspricht als ein temporeiches und Action trächtiges Leben voller Gefahren. Die Dialoge zwischen den beiden sind voller Wortwitz und man kann förmlich sehen, wie Eliza Wellington zur Weißglut treibt. Aber beide haben das Herz auf dem rechten Fleck, erkennen den Wert des anderen und lernen sich zu schätzen. Obwohl das Buch dem Bereich Steam-Punk zuzuordnen ist, wirkt es nicht übertrieben oder unglaubwürdig und ist für Krimiliebhaber ebenso zu empfehlen wie für Fantasyfans. Das Cover passt gut zu der Geschichte nur habe ich bei Eliza wirklich immer Lara Croft vor Augen.
Ich hoffe, von diesem Duo noch mehr zu lesen und freue mich auf Band 2, der im Dezember erscheinen wird.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Books and Braun Bd. 1, 27. Juli 2012
Von 
Melanie Ludes "Leseratte" (Kaiserslautern, Rheinland - Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Books & Braun: Das Zeichen des Phönix (Broschiert)
Vielen Dank an Beate und Marion, die das Buch gemeinsam mit mir gelesen haben!

Inhaltsangabe:
Eine Serie seltsamer Todesfälle erschüttert London: An den Ufern der Themse werden eine Reihe von Leichen entdeckt, denen das Blut abgezapft wurde. Eliza D. Braun, furchtlose Agentin der Krone, deren Markenzeichen ein kugelsicheres Korsett und eine besondere Vorliebe für Dynamit sind, nimmt die Ermittlungen auf. Ihr zur Seite steht der Bibliothekar Wellington Books. Gemeinsam kommen sie einer dunklen Bruderschaft auf die Spur, die ganz Großbritannien unter ihre Gewalt bringen will.

Meine Einschätzung:
Ich muss es loswerden, es geht nicht anders!!! Dieses Buch ist einfach der Hit. Seit der Alexia Tarabotti Reihe liebe ich Steampunk und dieser Auftaktroman zu einer neuen Reihe au sder Feder von Morris/Ballantine steht dem in nichts nach.

Der Schreibstil war fesselnd und spannend. Die Handlung wohldurchdacht und super herausgearbeitet. Der Spannungsbogen wurde konstant aufrecht erhalten und ich konnte das Buch ab einem gewissen Punkt einfach nicht mehr aus der Hand legen. Es war wie fest gewachsen - Wahnsinn! Ein wirklich mehr als gelungenes Debüt.

Die Charaktere, besonders möchte ich hier Eliza D. Braun und Wellinton "Welly" Thornhill Books hervorheben, sind vielschichtig und versprechen mehr zu sein, als man vielleicht auf den ersten Blick ahnt oder gar erwartet. Die "Beziehung" zwischen den beiden scheint noch viele Überraschungen parat zu halten und so manchens ist noch offen für Kreativität, denn die Chemie zwischen den beiden stimmt: Man sagt ja, dass Gegensätze sich ausziehen äh anziehen mein ich *lach*
Die beiden sind einem sofort sympathisch und mir gefielen besonders die teilweise witzig-spritzigen Dialoge, die auch mal bissig, sarkastisch oder ironisch wurden. Doch vor allem wurde es gelegentlich auch zweideutig, doch Welly ist noch etwas zugeknöpft, aber was nicht ist, kann ja noch werden ... man darf auf jedenfall gespannt sein, wie sich die Beziehung weiterentwickeln wird.

Auch der Verlauf der Reihe ist weiterhin offen und eignet sich für allerlei Spekulationen (besonders auf die ominöse Tür und ähnliches) - find ich super! Und Bd. 2 ist schon vorbestellt Smiley1 Ich freu mich drauf!!!

Mein Fazit:
sehr gelungenes Debüt, dass ich jedem SteampunkFan ans Herzen legen kann!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein hochexplosives Gespann - Akte X im viktorianischen London, 8. Juli 2012
Von 
Isabelle Klein "vintage books" (Hannover & Würzburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Books & Braun: Das Zeichen des Phönix (Broschiert)
Eine Mischung aus Lara Croft und Indiana Jones, namens Eliza Brown, und der Bücherwurm Welly Books, seines Zeichens "Archivar", werden unfreiwillig zu einem hochexplosiven Team - ob das wohl gut gehen kann?!
Es kann, denn Gegensätze ziehen sich bekanntlich an! Alles Weitere selbst lesen ...

Ich muss gestehen, bis ich Gail Carrigers Bücher entdeckte, kannte ich das stark expandierende Genre des "Steampunk" nicht. Da ich aber seit Jahren ein Faible für das viktorianische London, seine düstere Atmosphäre, gepaart mit jeder Menge Spannung habe, ist es haargenau "mein Ding" und auf Carriger folgte Ju Honisch.

Ich war zunächst skeptisch, aber bereits nach wenigen Seiten war auch ich hin und weg. Das Autorenteam hat die glatte Höchstpunktzahl erreicht
DENN: (ich versuche es direkt und kurz auf den Punkt zu bringen):

+ sie kombinieren Elemente des Steampunk, wie die "mechanischen Ungeheuer" ... ungeheuer geschickt und stimmig in ihre
Geschichte zu einem höchst unterhaltsamen und stimmigen Gesamtbild
+ die ATMOSPHÄRE des ausgehenden London, gepaart mit viktorianischem Flair- Verweise auf Bedlam, Nemo die Nautilus ... kurz:
alles ist exzellent und in Szene gesetzt
+ die FIGUREN, allem voran natürlich Eliza und Welly sind reichlich exzentrisch, skurril und tatkräftig und bilden ein
unschlagbares Team; aber auch Sound, Thorne der Duke usw. sind wunderbar gezeichnet- kurzum: alle sorgen für höchstes
Amüsement
+ die SPRACHE überzeugt: ein lockeres, amüsantes, sarkastisches Wortgeplänkel sorgt für kurzweilige & zugleich höchst
unterhaltsame Lesestunden
+ der FALL an sich: höchst verwickelt, spannend und actionlastig mit jeder Menge grausam zugerichteter Leichen ;) -
Unterhaltung par excellence

MINUS:
- GANZ ehrlich: mir fällt gerade aber auch SO gar nix ein- nicht mal die kleinste Länge, in den fast 500 Seiten! Statt dessen
Kopfkino von Feinsten, z.B. während einer Verfolgungsjagd quer durch London oder ...

Fazit: ich könnte fortfahren mit Beispielen und dem Lob, aber ich wollte mich kurz fassen. Wärmstens zu empfehlen! Auch allen Fans viktorianischer Krimis, die offen für die fantastische, mystische & skurrile Welt von Braun & Books sind.

Hab mir den zweiten gerade aufs Kindle geladen, auf Dt. erscheint er erst Ende 2012. UND die gute Nachricht weitere sind in Vorbereitung :).
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erster Fall für "Welly" und "Miss Braun", 30. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Books & Braun: Das Zeichen des Phönix (Broschiert)
Das Zeichen des Phönix bildet den Auftakt einer Steampunk-Serie, die im Original unter der Bezeichnung A Ministry of Peculiar Occurrences Novel läuft. Da das für deutsche Taschenbücher eine unpraktisch lange Bezeichnung ist, wurde die Serie hierzulande kurzum in Books & Braun umgetauft. Witzigerweise entspricht das in etwa der ursprünglichen, von Philippa Ballantine und Tee Morris geplanten Serienbezeichnung, die aber von deren Verleger abgelehnt wurde.

Im Mittelpunkt der Geschichte, welche in einer, sich von der Realität gar nicht so sehr unterscheidenden, Alternativwelt Großbritanniens zur Zeit Königin Viktorias spielt, stehen der Archivar Wellington Thornhill Books und die Agentin Eliza D. Braun, die als Angestellte des "Ministeriums für eigenartige Vorkommnisse" ein bisschen wie die viktorianische Version von John Steed und Emma Peel anmuten. Besagtes Ministerium befasst sich mit mysteriösen Fällen aller Art und verwahrt eine Reihe magischer Artefakte. Ich würde hier allerdings nicht unbedingt von einer paranormalen Geschichte sprechen - dafür kommt das entscheidende Element eindeutig zu kurz.

In Sachen Steampunk wird man aber bestens bedient. Die Geschichte wartet mit einer ganzen Reihe technischer Gerätschaften auf, darunter Luftschiffe, eine "analytische Maschine", mechanische Panzerhandschuhe, sowie Abhörgeräte und ein Ortungsapparat, die dem Leser nicht einfach nur kommentarlos vor die Füße geworfen werden. Stattdessen bekommt man einen ganz guten Eindruck davon, was es mit der Bezeichnung STEAM-punk auf sich hat.
Der historischen Zeit wird man sich in erster Linie durch die Ausdrucksweise sowohl in Sprache als auch in den Gedankengängen bewusst - wobei man schon hier wunderbar den Unterschied zwischen Wellington und Eliza zu spüren bekommt. Des Weiteren vermitteln Kleidung und Erscheinungsbild der auftretenden Personen, sowie deren Umgangsformen untereinander einen glaubhaften historischen Eindruck.

Die in meinen Augen größte Stärke dieser Geschichte liegt aber - ohne die anderen Qualitäten mindern zu wollen - in den beiden Hauptfiguren, die wohl unterschiedlicher nicht sein könnten.
Da Eliza aus Neuseeland stammt, ist ihr die britisch steife Mentalität völlig fremd und da ist es verständlich, dass sie mit ihrem "skandalösen Betragen" bei den erzkonservativen Gemütern für Aufsehen sorgt, aber in ihrem Tätigkeitsbereich kann sie sich ein allzu damenhaftes Verhalten im Grunde auch nicht leisten (das bedeutet allerdings nicht, dass sie keinen Sinn für Weiblichkeit hat). Die Agentin mit dem kugelsicheren Korsett und der Vorliebe für Dynamit, weiß sich jedenfalls ihrer Haut zu erwehren - wenn es sein muss auch ohne den Einsatz von Dynamit oder sonstigen Waffen. Auf der anderen Seite hat sie aber auch eine charmante und warmherzige Persönlichkeit. Man bekommt einen interessanten Einblick in ihre Gefühlswelt, ihre Ängste, Hoffnungen und Freuden, sodass es kaum möglich ist, keine Sympathie für Eliza zu empfinden.
Wellington ist dagegen ein ganz anderes Kaliber und stellt wohl das dar, was man als klassisch britischen Gentleman bezeichnen könnte. Wo Eliza fasst schon anarchische Züge aufweist, wird der Charakter des Archivars von Fakten, Ordnung und analytischem Denken definiert. Er legt größten Wert auf Anstand und Wahrung der Contenance, wirkt dabei mit seiner überkorrekten, streng nach Lehrbuch Art etwas unterkühlt. Wenn man ihn erst mal näher kennen lernt - und auch hier ist der Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt ungemein hilfreich -, wird deutlich, dass es sich bei Wellington um einen loyalen und durchaus liebenswerten Typ handelt, der wenn es um Technisches geht, auch schon mal zum Kind im Spielzeugladen wird und mit seinen ganz eigenen Dämonen zu kämpfen hat.

Wie sich im Laufe der Geschichte herausstellt, haben die beiden letztendlich aber doch mehr miteinander gemein, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Wahrscheinlich harmonieren sie genau aus diesem Grund so wunderbar miteinander - zumindest nachdem sie sich erst einmal zusammengerauft haben.
Denn Eliza ist alles andere als begeistert davon, dass sie, wegen ihrem Hang, sich über Befehle hinwegzusetzen und die dabei mitunter einhergehenden Kollateralschäden, ins für sie sterbenslangweilige Archiv strafversetzt wird. Aber auch Wellington ist nicht gerade angetan von seiner neuen Kollegin, mit deren Arbeitsmoral es - sofern es das Archiv betrifft - nicht allzu weit her ist und legt ihr gegenüber zunächst eine etwas herablassende Einstellung an den Tag - zum Teil auch dadurch bedingt, dass sie eine Kolonistin" ist. Eliza hingegen genießt es geradezu, Wellington zu schockieren, um ihn damit aus der Reserve zu locken und wickelt ihn mit ihrer Art nach und nach um den Finger. Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft mich die Interaktionen der beiden zum Schmunzeln gebracht haben ...
Das Zeichen des Phönix ist im Grunde komplett romantik- und (von einer Orgie abgesehen) erotikfrei. Dennoch gibt es zwischen Eliza und Wellington einige Momente, die man auch als Flirterei - von Seiten Elizas - auffassen könnte, sowie die ein oder andere etwas delikatere Situation. Falls da tatsächlich etwas Ernsteres in die Richtung geplant sein sollte, hoffe ich jedenfalls, dass sich die Autoren Zeit damit lassen.

Durch gemeinsame Recherchen zu einer Reihe ungelöster Morde, bei denen den Opfern entweder Blut, Haut oder Knochen fehlten - und zwar vollständig - und zu denen Elizas ehemaliger Partner Informationen gesammelt hatte, im Laufe der Ermittlung aber unglückseligerweise in einer Nervenheilanstalt geendet ist, stoßen Eliza und Wellington auf die Gesellschaft des Phönix, einer Geheimorganisation, die von dem allseits beliebten Motiv "Streben nach Macht" getrieben ist.
Neben dieser akuten Bedrohung werden bereits ein paar andere nebulöse Organisationen und Strippenzieher aktiv, deren Bemühungen sich vor allem auch gegen das Ministerium richten ...

Bei diesem für Lyx Verhältnisse relativ dickem Buch ist keine einzige der etwa 500 Seiten überflüssig, da die Handlung effektiv vorangetrieben wird. Man bekommt Spannung und Action, letzteres in einem angenehmes Gleichgewicht mit ruhigeren Passagen serviert - auf non-stop-action wird also verzichtet - und stellenweise vermag die Geschichte angesichts einiger Grausamkeiten auch zu schockieren. Überhaupt finde ich den Spagat zwischen Ernsthaftigkeit und lockerer Unterhaltung sehr gut gelungen.
Die begonnenen Handlungsfäden und der Verweis auf Ereignisse, die zwar nicht näher erklärt, aber definitiv neugierig auf die Geschichte dahinter machen, sowie das ein oder andere noch ungelöste Rätsel, wie z.B. das Geheimnis um den mysteriösen zugangsbeschränkten Bereich im Archiv, liefern ausreichend Material für kommende Fälle von Books & Braun. An Ideen scheint es den Autoren jedenfalls nicht zu mangeln. Ganz kurz möchte ich auch nochmal erwähnen, dass mir die Idee mit den Titeln für die einzelnen Kapitel sehr gut gefällt.

Meine ganze Schwafelei, einmal auf kurz übersetzt, heißt im Grunde nichts weiter als dass ich komplett begeistert bin von Das Zeichen des Phönix. Die Fortsetzung im Dezember (Die Janus-Affäre) ist für mich jedenfalls Pflichtlektüre.
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Books & Braun: Das Zeichen des Phönix
Books & Braun: Das Zeichen des Phönix von Tee Morris (Broschiert - 8. Juni 2012)
EUR 9,99
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