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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Story-Aufbau in Form eines Tagesbuchs ist gelungen !!
„Sie Kommen: Ein Blog vom anderen Ende der Welt“ ist ein etwas anderer Zombie-Roman, bei dem es weniger um das Abschlachten der stinkenden, sich in ihre Bestandteile auflösenden untoten Wesen geht, sondern vielmehr um die Ausweglosigkeit und die Hoffnungslosigkeit, die solch eine Apokalypse mit sich bringt, und die Welt in Trümmern für die...
Vor 16 Monaten von Borussen-Fohlen veröffentlicht

versus
20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Superhelden-Buchhändlerin
VORSICHT! ENTHÄLT EINE MENGE SPOILER! WER NICHTS VOM WEITEREN INHALT DES BUCHES ERFAHREN WILL, SOLLTE NICHT WEITERLESEN!

FSK-Freigabe, wenn dieses Buch ein Film wäre:
- 12

Mögliche alternative Titel:
- Alle lieben Allison
- Opfern wir uns für Allison
- Allison findet das große Glück
-...
Vor 11 Monaten von BriSBO veröffentlicht


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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Superhelden-Buchhändlerin, 11. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sie kommen!: Ein Blog vom Ende der Welt (Taschenbuch)
VORSICHT! ENTHÄLT EINE MENGE SPOILER! WER NICHTS VOM WEITEREN INHALT DES BUCHES ERFAHREN WILL, SOLLTE NICHT WEITERLESEN!

FSK-Freigabe, wenn dieses Buch ein Film wäre:
- 12

Mögliche alternative Titel:
- Alle lieben Allison
- Opfern wir uns für Allison
- Allison findet das große Glück
- Superwoman-Bookseller
- Allison rettet alle

Am realistischsten ist und bleibt noch das Toiletten-Problem am Anfang des Buches, während Allison noch mit den anderen Protagonisten in der Buchhandlung festsitzt – zugleich ist dieses Problem auch der größte Horroreffekt im Buch, zumindest wohl für jene Leser, die ein Problem mit Fäkalien haben. Ansonsten reiht sich eine unrealistische Begebenheit an die andere, die es schwer erträglich machen, die Darstellung der Heldin irgendwie ernst zu nehmen. Man mag einwenden, daß es sich erstens um einen Roman und zweitens auch noch um einen Zombieroman handelt, so daß eine Verankerung der geschilderten Geschehnisse in der Realität sowieso nicht zu erwarten sei. Was die Idee der Auferstehung von Toten oder die einer Zombieapokalypse betrifft, ist dieser Einwand sicherlich richtig. Dennoch läßt sich m.E. auch gut die Ansicht vertreten, daß auch Romancharaktere psychologisch und sozial glaubhaft handeln müssen, nicht die Grenzen ihrer spezifischen menschlichen Leistungsfähigkeit übersteigen dürfen (zumindest nicht auf Dauer, so daß es zum Normalzustand wird, denn dann hat man eine Superhelden-Geschichte) und die Gesetze der Physik und biologische Gegebenheiten (hier sowohl bezogen auf Menschen wie auf Hunde) eingehalten werden sollten. Wenn dies nicht der Fall ist, wird es m.M. nach dem Leser unnötig erschwert, sich in die Protagonisten einzufühlen, vielmehr kann dies eventuell sogar zu einer Art Abwehr führen, insbesondere dann, wenn die Hauptcharaktere durch unrealistische Handlungen überstilisiert werden und so eher ikonenhaft (im Sinne eines Comics) wirken.
Dies beginnt schon relativ weit vorn im Buch, nämlich wenn Helden-Allison mit einer Axt gleich scharenweise Zombies umhackt. Wohlgemerkt, eine bis dahin untrainierte, diesbezüglich unausgebildete Buchhändlerin ohne jede Kampf- oder zumindest "Holzhackerfahrung". Jeder, der schon einmal Holz gehackt hat, weiß, daß es zumindest am Anfang gar nicht so einfach ist, einen Scheit zielgenau in der Mitte zu treffen (selbst bei der Benutzung eines Handbeils), und er weiß auch, wie anstrengend dies ist. Im vorliegenden Fall wird zudem eine Notfallaxt für den Brandfall verwendet, wie man sie aus amerikanischen Filmen kennt. Die Äxte der Feuerwehr in Deutschland wiegen je nach Ausführung ca. zwischen drei und fünf Kilogramm, und die Annahme ist wohl gerechtfertigt, daß die amerikanischen Äxte nicht unwesentlich leichter sind, da mit den Schneiden vor allem auch Stemmarbeiten durchgeführt werden sollen und die Axtköpfe dementsprechend massiv sein müssen. In einer Notwehrsituation mag das Adrenalin zwar dazu führen, daß auch eine solche Buchhändlerin eine derartige Axt gegen einen Angreifer erfolgreich einsetzen kann, doch in späteren Sequenzen des Buchs verwendet sie die Axt so beiläufig gegen Zombies, daß der Adrenalineffekt hier wohl kaum als Begründung für diese ganz erhebliche körperliche Leistungsfähigkeit (von der psychologischen Belastung ganz zu schweigen) herhalten kann. Warum ist die Autorin nicht lieber auf eine Machete oder einen Säbel (beides könnten Dekogegenstände – wenn auch keine Zierwaffen - im Buchladen gewesen sein) ausgewichen? Warum diese unsägliche Axt, die überdies gar nicht als Waffe konzipiert ist? Soll das ein besonders phallisches Symbol sein? Fragen über Fragen...
Auch empfinde ich es als unrealistisch, daß der Charakter Ned, ein körperlich leistungsfähiger Ex-Militär und zudem noch Ingenieur, es nicht schafft, sich aus einem Lagerraum für Sportgeräte einer Grundschule zu befreien, ja noch nicht einmal auf den ältesten Trick der Welt kommt und einen Herzanfall vortäuscht und statt dessen ergeben darauf wartet, daß ihn eine offensichtlich körperlich weit unterlegene junge Frau rettet, wobei er sich, wie manche wohl sagen würden, anstellt wie eine "Pussy" – passiv und heulend.
Noch hirniger ist die Aktion von Allison the Hero, als sie den Arzt Julian aus den Händen einer selbsternannten Miliz befreit, wofür er ihr gleich zu Füßen liegt, und noch beknackter, daß sie es schafft, diese Bürgerwehr (ausschließlich Männer, allesamt gut ausgerüstet und bewaffnet) mit primitivsten Mitteln und größtenteils im Alleingang auszuschalten (hier: Molotow-Cocktails, von deren Funktionsweise die Autorin jedoch offensichtlich keine Ahnung hat. So läßt sie Julian einige Schrauben usw. in die den Cocktail enthaltenen Flaschen stecken. Dies macht nur Sinn, wenn man davon ausgeht, daß so ein Teil eine Spreng- und Splitterwirkung ähnlich einer Handgranate hat. Das jedoch ist nicht der Fall, es gibt keine tatsächliche Sprengwirkung bei Molotow-Cocktails, so daß die Heldin an dieser Stelle des Buchs eigentlich hätte draufgehen müssen. Dies ist nur einer von weiteren Patzern bei der Recherche). Man fragt sich, ob diese Leute ihre Gewehre nur dabei haben, um etwas Krach zu machen, denn anscheinend sind sie, was das Zielen und Treffen angeht, allesamt inkompetent, von Zufallstreffern, die sich bei wildem Geballer von allein einstellen müssen, einmal abgesehen.
Eher spaßig ist es, daß ein Buchladen Notstromgeneratoren (hauptsächlich zum Betrieb der Überwachungskameras) besitzt, und zwar mit solchem Tankvolumen, daß die Stromversorgung auch über lange Zeit kein Problem darstellt.
Die Idee der Autorin, Allison durch zwei oder drei Wochen Fitneß- und Schießtraining zu einer weitgehend schmerzunempfindlichen Super-Heroine mutieren zu lassen, tut beinahe schon körperlich weh, weil dies die Heldin auch zu völlig schwachsinnigen Handlungen veranlaßt, so z.B. zu der, die Gruppe (die mal eben so ohne jeden Zombieangriff unter freiem Himmel kampiert) zu verlassen, obwohl sie vermutet, daß eine ihrer Rippen gebrochen sein könnte, was in der Realität durchaus tödlich enden kann (doch ach, ihr Herzelein schmerzet das Mägedelein gar so sehr, auf daß sie der Nähe der bösen Hexe fliehe, allein hinaus in die kalten Wälder, huhu. Benimmt sich wie eine Zwölfjährige, deren Schwarm mit einer anderen Eis ißt).

Zu den Zombies:
Die Darstellung der Zombies ist sowohl in Filmen wie auch in Büchern ein wesentlicher Bestandteil, und es scheiden sich die Geister schon allein an der Frage, ob Zombies schnell sein dürfen oder nicht.
Die Zombies hier sind keineswegs das, was man als "schnell" bezeichnen würde. Mal sind sie zwar mehr oder weniger verstümmelt oder auch "angewest", doch sind dies nur sehr oberflächlich beschriebene äußere Effekte, welche die Autorin offensichtlich nur der Vollständigkeit halber erwähnt (mit einer Ausnahme, die am Buchanfang auftritt und sich auf eine ehemalige Kundin des Buchladens bezieht).
Die Zombies sind in keiner Weise irgendwie bedrohlich, und dies ist eine sehr große Schwäche des Buches. Die Autorin schafft es auch nicht ansatzweise, diesbezüglich solche beklemmenden Gefühle hervorzurufen, wie es Romero (und später Snyder) in "Dawn of the Dead" im Film und Monchinski in "Eden" oder Russo in "Untot" und "Die Nacht der lebenden Toten" im Buch schaffen. Auch der zumindest erste Teil von "Tagebuch der Apokalypse" ist hier weit besser, und m.E. überhaupt nicht vergleichbar mit "Sie kommen", auch wenn einige andere Rezensenten dies offensichtlich anders sehen – womit "Sie kommen" aber nun wirklich nicht verglichen werden kann, ist "The Walking Dead". Einen solchen Vergleich kann man schon als Irreführung bezeichnen!
Nun ist es ziemlich schwierig, über etwas zu schreiben, das nicht vorhanden ist, in diesem Falle nämlich die Bedrohung durch die Untoten. Warum sind sie nicht bedrohlich? Versuch einer Erklärung:

- Eine untrainierte Buchhändlerin schafft es, ganze Horden von ihnen mit einer Axt aufzuhalten.
- Andere Protagonisten verwenden Golfschläger und schaffen es locker, sich die Zombies vom Hals zu halten (gegen lebende Menschen eingesetzt können diese Dinger tatsächlich eine tödliche Waffe sein, wie so viele Gegenstände. Bei Zombies muß jedoch bekanntermaßen das Gehirn zerstört werden, ein Schlag auf den Kopf reicht also nicht, der Schädel muß tatsächlich "geknackt" werden, damit eine mechanische Hirnschädigung möglich ist, denn daß Zombies eine Gehirnerschütterung bekommen können und deshalb umfallen, dürfte wohl als Novum angesehen werden und wird überdies auch nicht als Begründung angeführt – was natürlich auch für Baseballschläger usw. gilt).
- Der (unbewaffnete) Lebensmitteldieb Zack schafft es, vollgepackt mit schweren Kartons ewig durch eine zombiefizierte Zone zu laufen, ohne daß er auch nur einmal von den Untoten behelligt wird und ihnen erst dann zum Opfer fällt, nachdem die Heldin (die bei der Verfolgung von Zack samt Begleitung ebenfalls gänzlich unbehelligt bleibt) ihm die Füße abhackt.
- Zombieangriffe werden auf eine Art und Weise beschrieben, die an eine Beschreibung von Tontaubenschießen erinnert, selbst dann, wenn gar keine Schußwaffen benutzt werden.
- Menschen, die den Zombies zum Opfer fallen, sterben relativ kurz und schmerzlos. Alles sehr unblutig. Dabei muß eine gute Geschichte auch keineswegs unnötige Splattereien, die auf Ekeleffekte zielen, enthalten, wenn die Darstellung es auch so schafft, den Leser mitzittern zu lassen. Doch ist dies eben hier genau nicht der Fall. Diese Zombies könnte offensichtlich auch ein Grundschüler mit einer Kinderschere erledigen, sofern er einen Stuhl benutzt, um auf Kopfhöhe zu gelangen.
- Einzelne Zombies oder kleine Gruppen besitzen ein Bedrohungspotential, das selbst für einen Rentner mit künstlicher Hüfte unproblematisch erscheint.
- Zombiegruppen entwickeln nicht (was in anderen Romanen ein immer wieder interessanter Ansatz ist) eine Art gruppengetragene Jagdtaktik o.ä., sie sind einfach nur daherwankende Fleischklumpen, die darauf warten, daß man ihnen freiwillig ins Maul greift oder sie auf völlig einfache Art und Weise einen Kopf kürzer macht.
- Man weiß, daß zumindest der Heldin auch bei Zombie-Kontakt nichts passiert, da sie ja nachträglich in ihrem Blog davon berichtet.

Übrigens wird weder erklärt noch angedeutet, wie es überhaupt zu der Zombieapokalypse kam (dies findet sich erst in wenigen Worten ganz am Ende). Auch ist das "Setting" diesbezüglich äußerst seltsam. Zombiehorden überraschen Leute bei der Arbeit, in Büros, Buchläden, Universitäten, ohne zu erklären, woher diese Dinger plötzlich kommen. Denn es erscheint wohl eher ungewöhnlich, daß massenhaft tote Personen rumliegen, die dann ungehindert auferstehen und rumlaufen können. In den meisten anderen Filmen / Romanen wird hierzu ein unerklärliches, plötzlich auftretendes Massensterben der Bevölkerung bemüht, wobei die Leichen dann anschließend als Zombies wiederauferstehen und Jagd auf die Lebenden machen. Ein zugegeben ausgelutschtes, aber dennoch gut funktionierendes Erklärungsmuster, das immerhin noch besser ist als die hier von der Autorin praktizierte (frei nach Heidegger) "Geworfenheit in eine Situation", vor allem auch deshalb, weil hier wertvolles Potential der Geschichte verschenkt wurde.
Auch äußerst schwächlich ist die psychologische Darstellung der handelnden Personen, insbesondere der Heldin, was hier aber nicht besprochen werden kann, da dann das ganze Buch durchgehechelt werden müßte. Selbstverständlich erwartet man in einem Zombieroman keine tiefere psychologische Untersuchung der Charaktere, doch müssen die Personen irgendwie glaubhaft handeln, damit der Leser dies auch nachvollziehen kann. Dies ist leider kaum gegeben.
Warum z.B. Zack die Lebensmittel stiehlt, ob er damit andere versorgen oder sie in eine sichere Zuflucht bringen will, bleibt völlig unklar. Zack ist einfach nur ein Dieb, obwohl Diebstahl völlig unnötig ist, denn fast alles, was es so gibt, ist nun herrenlos und gehört dem, der es findet. Das Motiv für seine Diebstähle bleibt völlig unklar und der Diebstahl an sich erscheint deshalb einfach nur sinnlos.
(Am Rande kann angemerkt werden, daß auch hier das mehr als fragwürdige, als primitives Rachebedürfnis anzusehende Motiv des Bestrafens-durch-Gefressenwerden vorhanden ist, ebenso wie bei "Grippe" von Simmons, und hier wie dort ist es m.E. gleich verwerflich. Andererseits paßt dies recht gut zum Rest einer wie ich finde fragwürdigen Haltung der Heldin, die immer wieder vermittels der Gedanken, Handlungen und Gefühle der Charaktere durchschimmert. Dies bezieht sich insbesondere zum einen darauf, daß anscheinend niemand ein Problem damit hat, daß die Heldin dem Dieb die Füße abhackt, damit ihn die Zombies kriegen, ja, dieses Verhalten sogar noch gutheißen und die Täterin entschuldigen, ohne zu bedenken, daß der Dieb sich schon selbst damit bestraft hat, daß er durch sein Verhalten sich keiner Gruppe anschließen kann oder früher oder später aus dieser entfernt wird, was zwangsläufig dazu führt, daß er als einsamer Mensch irgendwo in einem Versteck als Zombiefutter enden wird. Statt dessen werden hier apologetisch barbarische Bestrafungsrituale früherer Zeiten bemüht. Zum anderen kommt deutlich zum Vorschein, daß die Autorin entweder nicht verstanden hat, was mit "survival of the fittest" eigentlich von Darwin gemeint wurde oder daß sie eine ganz eigene Auslegung davon in ihrem Werk transportiert, was man als eine Art primitv-psychologisierenden Biologismus bezeichnen könnte – das Überleben verdient nur, wer darum kämpft, "Kämpfernaturen" werden positiv dargestellt, und solche Personen, die führen könnten, dies aber nicht tun, werden als verächtlich dargestellt, so wie Neds Frau. Was hier transportiert wird, mit welcher Absicht und in welchem Bewußtsein auch immer, hebt den Gesamteindruck des Werks nicht gerade an).
Geradezu lächerlich erscheinen in psychologischer Hinsicht die "Gemahlinnen" und auch die Ehefrau von Ned, der natürlich auch nichts anderes zu tun hat, als sich wohlwollend um Allison zu kümmern, so wie beinahe alle vorkommenden Personen ihr gegenüber aufgeschlossen, freundlich, hilfsbereit usw. sind, ja sogar soweit gehen, sich für sie opfern zu wollen (Julian). Und das, obwohl ihr Verhalten oder ihre Person an sich dies keineswegs herausfordert, eher das Gegenteil. Nun ja, die Gemahlinnen – eine Gruppe von religionsfanatischen (nicht etwa fundamentalistischen!) Frauen, die versuchen, am Zufluchtsort mittels Unterwanderung die Macht zu übernehmen. Würden Fanatikerinnen (die in der Darstellung der Autorin allerdings eher wie eine Gruppe von Verrückten rüberkommt) solche subtilen Mittel tatsächlich in der Realität anwenden, wenn sie sich einer anderen und größeren Gruppe gegenüberstehen, die sie zu beherrschen wünschen und dies alles ohne einen organisatorischen Rahmen, in dem sie ihre Mitglieder (durch Wahlvorgänge, Leistung o.ä.) in Machtpositionen hieven können? Wohl kaum. Tatsächlich würden sie wohl schnell auf Widerstand stoßen, wenn die andere Gruppe im Grunde auf sich selbst zurückgeworfen wird, es um knappe Ressourcen geht, um das tägliche Überleben und eine beständige Bedrohung von außen (naja, hier kommt diese Bedrohung eher lahm rüber). Davon abgesehen würde sich natürlicherweise eine weitere Subgruppenbildung ergeben, so daß eine gezielte Unterwanderung völlig ins Leere laufen würde, da sich bis zu diesem Zeitpunkt außer eine kleine Führungsriege noch keine Gruppenstruktur gebildet hat (Führungsriege in Gestalt von Collin und seinem Neffen, wobei unklar bleibt, worauf sich ihr Führungsanspruch eigentlich stützt, sind wohl die geborenen Anführer, deren Macht von allen anderen fraglos anerkannt wird, wobei "die anderen" eine amorphe Masse von Flüchtigen ist, scheinbar ohne besondere Fähigkeiten und Ambitionen, ein Volksvieh, das der weise und ständig uniformierte und bewaffnete Herrscher Collin zu ihrem eigenen Besten verwalten muß; eine Art Lagerverwaltung oder sonst eine Organisationsstruktur gibt es nicht wirklich, schon gar keine Beteiligung. Ein solches Menschenbild ist dermaßen platt, daß man es unter der Tür durchschieben könnte. Außerdem völlig undifferenziert. So bedanken sich Bewohner der Arena bei Allison dafür, Zack den Dieb aus dem Weg geräumt zu haben – alle in der Arena Befindlichen sind also nur gut – mit Ausnahme der Gemahlinnen – obwohl sich auch unter ihnen rein statistisch weitere Diebinnen, Räuber, Vergewaltiger, Mörderinnen usw. befinden müssen, die aber alle anscheinend ihr destruktives Verhalten eingestellt zu haben scheinen. Ja, es gibt noch nicht einmal irgendwelche Streitereien um Ressourcen usw., hier wieder mit Ausnahme der Gemahlinnen). Die Gemahlinnen sind also die Bösen (übrigens auch Collins Ehefrau, obwohl sie gar nichts dazu tut, von der Heldin diesen Status verpaßt zu bekommen; was Religion betrifft, so gibt es bei der Autorin kein Dazwischen, entweder man ist verblödeter Naivling und / oder irre oder man hat damit gar nichts am Hut), und ihre Boshaftigkeit entsteht durch ihre absonderliche religiöse Fixierung, die sie zumindest später als regelrechte Irre erscheinen läßt, was insofern widersprüchlich ist, als daß Irre als solche recht schnell von anderen erkannt werden, weshalb es m.E. besser gewesen wäre, diese Gruppe mit mehr soziopathischen Zügen auszustatten und ihr Verhalten mehr über die Gruppendynamik bzw. die Gruppenentwicklung zu erklären (eventuell aber auch etwas viel verlangt, von einer Absolventin in "Creative Writing und Schauspiel" sozialpsychologische Kenntnisse zu erwarten; aber wofür gibt es andererseits Fachbücher?). Hier nun gehört auch das Verhalten von Neds Ehefrau hin, die sich den Gemahlinnen anschließt, was überhaupt nicht nachvollziehbar ist. Selbst wenn sie vor der Apokalypse eine Trennung von Ned erwogen haben mag, so läßt sich doch nicht nachvollziehen, wieso eine Frau, die bis dahin als geradezu mustergültige Mutter geschildert wird, ihre Kinder widerstandslos von dieser Irrengruppe entführen und sogar mit einer Waffe bedrohen läßt. Wieso läßt diese Frau, die vorher offensichtlich mit Religion nicht viel am Hut hatte, sich von diesen Weibern so einwickeln, obwohl es doch noch eine große Anzahl anderer Personen gegeben hätte, die als Bezugspersonen in dieser bedrohlichen Gesamtsituation hätten fungieren können? Wieso hat Ned, der gut mit Collin kann, ihr nicht eine sinnvolle Aufgabe zuweisen lassen, als er das Davondriften seiner Frau in die Arme der Sektiererinnen bemerkte? Wieso handeln all diese Personen dermaßen dämlich? Gibt es neben dem Zombievirus auch einen Verblödungsvirus? Und wieso steckt Ned den Tod und Verrat seiner Frau mal eben so im Vorbeigehen weg, wohingegen die Heldin den (eventuellen) Verlust ihrer Mutter zu allerlei bizarrem Verhalten hochstilisieren darf?
Doch gibt es noch weitere Blödsinnigkeiten.
Collin z.B., der einen Radiosender des Stadions wieder ans Laufen bekommen hat und als Ex-Militär als geradlinig, praktisch und vorausschauend denkender Anführertyp (im Zivilleben natürlich nichts Geringeres als Professor) dargestellt wird, hat nichts Besseres zu tun, als des Nachts eventuelle Zuhörer mit dem Vorlesen irgendwelcher Bücher zu unterhalten, eingerahmt in schwülstige Durchhalteparolen. Eine brauchbare Wegbeschreibung zur "Arena", also zum Zufluchtsort gibt er jedoch nicht, obwohl er die Leute auffordert, dorthin zu kommen, auch keine weiteren praktischen Tips (wo könnten noch Ressourcen zu finden sein usw.), ein offensichtlich widersinniges Verhalten, das nur als Begründung dazu dient, warum sich die Buchhändler-Heldin mit Abschluß in Literatur"wissenschaft" gerade ihn als zukünftigen Partner ausguckt.

Zudem gibt es einen Haufen an den Haaren herbeigezogenen, völlig unglaubwürdigen Zufällen, von denen die markantesten sind:

- Die Mutter der Heldin schafft es nicht nur, die erste Zeit zu überleben, sondern auch, mit ihr über den Blog Kontakt aufzunehmen, anschließend findet die Heldin in einer völlig chaotischen Stadt die Handtasche ihrer Mutter!
- Die Ehefrau von Collin, in den die Heldin sich verguckt hat, kommt zu einem unpassenden Zeitpunkt am Zufluchtsort an, hat also überlebt – im Gegensatz zu Millionen von anderen Leuten! Natürlich gibt es auch im echten Leben die seltsamsten Zufälle, doch dies wirkt allzu sehr konstruiert, um irgendwie glaubhaft zu sein. Es ist offensichtlich, daß die Ehefrau, die eigentlich nur vorhanden ist und kaum eine Rolle spielt, lediglich eingeführt wurde, um der Heldin erstens einen Grund zum Verlassen der Gruppe zu geben und zweitens als (nicht gelungener) Versuch angesehen werden kann, ihrem Charakter durch emotionale Zwiespältigkeit so etwas wie einen empfindsamen "Huch-ich.habe-Angst-vor-Verlust-und-Zurückweisung-Zug" zu verleihen, der jedoch eher auf emotionale Unreife hinweist als auf "eine starke Frau mit starkem Willen", wie hier sinngemäß ein anderer Rezensent schreibt.

Abschließend etwas zur (auch) enthaltenen Lovestory. Diese ist platt in ihrer Darstellung und erinnert eher an die emotionale Reife von Teenagern. Und falls jemand glaubt, wegen mangelnden Blutgematsches durch einige Sexszenen entschädigt zu werden, der irrt gewaltig.

Selbstverständlich muß in einem Roman, der dem phantastischen Genre zuzuordnen ist, dem Autor bzw. der Autorin eine gewisse künstlerische Freiheit zugestanden werden. Ein getreues Abbild einer möglichen Realität ist nicht möglich und wird auch gar nicht erwartet. Doch hier wurde das Maß eindeutig überschritten, hinzu kommen mehr als fragwürdige Gedankengänge der Protagonistin bzw. der Autorin. Dies ist besonders schade, da der Schreibstil an sich – im Gegensatz zu anderen Büchern des Genres – durchaus lesbar ist und an einigen Stellen tatsächlich glänzen kann (auch wenn die ständigen Anspielungen auf Filme nicht dazu gehören). Doch reicht es dennoch nicht für mehr als zwei Zombieköpfe.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solider Roman über die größte Angst der Amerikaner, 18. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Sie kommen!: Ein Blog vom Ende der Welt (Taschenbuch)
Buchhändlerin Allison Hewitt ist in ihrem Laden eingesperrt, während draußen die Welt untergeht: Menschen verwandeln sich in Zombies und überrennen die ganze Stadt. Zusammen mit einigen Kunden und Nachbarn kämpft Allison ums nackte Überleben.

"Sie kommen!" ist der erste Band der "Ein Blog vom Ende der Welt"- Reihe von Madeleine Roux und befasst sich mit dem Lieblingsthema, sowie der zugleich größten Angst der Amerikaner: der Zombieapokalypse.

Madeleine Roux steigt direkt in die Geschichte ein und schildert das Geschehen in Form eines Blogs aus der Sicht von Allison Hewitt. Immer wieder finden sich im Anschluss an die jeweiligen Kapitel bzw. Blogeinträge Kommentare von anderen Überlebenden aus unterschiedlichen Teilen der Welt, wodurch man einen guten Überblick über die Gesamtsituation erhält.

Trotz dieser etwas anderen Form der Erzählweise bleibt die Handlung gut und spannend zu lesen, da sie wie ein ganz normaler Roman erscheint und die Begebenheiten ausreichend ausführlich geschildert wurden.

Das Hauptaugenmerk dieses Romans mag wohl auf den zwischenmenschlichen Beziehungen liegen, da diese einen großen Teil der Handlung ausmachen, nachdem diesen spannende und abenteuerliche Sequenzen vorausgegangen sind.

Je weiter die Handlung voranschreitet, umso prägnanter wird der Spannungsbogen. Die Ereignisse überschlagen sich nun immer mehr und laufen am Ende auf ein spannendes Finale hinaus. Mag man zu Anfang noch ein paar Einstiegsschwierigkeiten gehabt haben, so legt sich das im Laufe der Lektüre nach und nach.

An der einen oder anderen Stelle habe ich mich immer mal wieder gefragt, auf was das Ganze nun hinauslaufen wird, da ich nicht immer einen roten Faden erkennen konnte und die Handlung sehr unvorhersehbar ist. Jedoch legte sich auch dies nach kurzer Zeit wieder, da die darauffolgenden Szenen wieder Sinn ergaben und nachvollziehbar erschienen.

Insgesamt hätte ich mir noch ein wenig mehr Tiefe gewünscht, denn es passiert soviel, dass manche Begebenheiten ein wenig kurz und knapp geschildert wurden und daher etwas zu kurz kamen. Auch bleiben am Ende noch ein paar Fragen offen, deren Klärung ich mir schon irgendwie gewünscht hätte, um einen zufriedenstellenden Abschluss zu gewährleisten.

Ein großer Pluspunkt dieses Romans ist definitiv der trockene Humor, der jeden Satz prägt und so ein wenig die Dramatik aus der Handlung hinausnimmt, die sonst ziemlich brutal und blutig vonstatten gegangen wäre und eine trostlose Atmosphäre geschaffen hätte. So allerdings ist diese recht locker, aber dennoch nicht minder erschreckend.

In sich ist dieser Roman abgeschlossen, denn der nächste Band beschäftigt sich mit einer anderen Überlebenden dieser Zombieapokalypse.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Story-Aufbau in Form eines Tagesbuchs ist gelungen !!, 31. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Sie kommen!: Ein Blog vom Ende der Welt (Taschenbuch)
„Sie Kommen: Ein Blog vom anderen Ende der Welt“ ist ein etwas anderer Zombie-Roman, bei dem es weniger um das Abschlachten der stinkenden, sich in ihre Bestandteile auflösenden untoten Wesen geht, sondern vielmehr um die Ausweglosigkeit und die Hoffnungslosigkeit, die solch eine Apokalypse mit sich bringt, und die Welt in Trümmern für die wenigen Überlebenden zurücklässt. Die Emotionen, die aufgrund solch einer katastrophalen Situation entstehen, die wie ein Pendel von Euphorie, bis hin zu tief traurig ausschlagen, stehen zusammen mit den zwischenmenschlichen Beziehungen im Vordergrund dieser Story, sie bilden die Sperrspitze des Romans.

Madeleine Roux‘ Roman ist aufgebaut wie ein Tagebuch, in dem die Hauptfigur Allison Hewitt einen Blog über ein militärisches Netzwerk betreibt, welches ihr die Möglichkeit gibt, trotz dieser eigentlich ausweglosen Situation, mit einigen anderen Überlebenden, verteilt in der ganzen der Welt, zu kommunizieren und Erlebtes auszutauschen.
Allison schildert in sehr bewegender Art und Weise einfach alles was sie, ihre Begleiter und Begleiterinnen im Verlauf der letzten 2 Monate - in der die Geschichte spielt - erlebten und zu bewerkstelligen hatten. Ihr aufreibender Kampf gegen Zombies, Mord, Hunger, Angst, Hass und Liebe kommt aufgrund Madeleine Roux‘ geschickter Erzählkunst erst richtig zum Tragen, denn sie versteht es hervorragend, die Emotionen dem Leser nahe zu bringen. Ihre Stimme ist weich und einnehmend, aber auch fordernd und aufbrausend - einfach passend zur jeweiligen Situation.

Die Geschichte wie einen Blog aufzubauen erweist sich als Treffer, denn der Leser bekommt so das Gefühl selbst ein User-, ein Überlebender dieses schrecklichen Szenarios zu sein, und dem Untergang der Zivilisation beizuwohnen. Es ist als säße man selbst vor dem Bildschirm, die Augen starr geradeaus gerichtet und immer darauf wartend, dass neue Textzeilen den Bildschirm füllen.

Die Figur Allison ist ihr wirklich sehr gut gelungen, sie hat enorm viel Farbe und Feedback und es macht Spaß „ihre“ Geschichte zu lesen, sie auf ihrer Odyssee nach einem gebliebenen Sinn zu begleiten, und all ihre Stärken und Schwächen kennenzulernen. Hinzu kommt die Gabe Roux‘ in Sachen Gestaltung der Szenerien, die intensiv und sehr ausgeprägt sind und den Leser in den jeweiligen Schauplatz hineinversetzen.

Was mich aber ein Stück weit verdattert den Kopf schütteln lässt ist, dass sie die Story ab der Mitte zu sehr in Richtung Liebesdrama abdrifteten lässt, sie zu schnulzig wird und von ihrem ursprünglichen Weg abkommt. Sie ruiniert sich damit selbst ihre mühevoll aufgebaute Apokalypse, die bis dato wirklich perfekt-, und in ihrem Aufbau positiv anders war. Den zuerst eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen, wäre mit Sicherheit der bessere gewesen, so aber verliert der Roman in Intensität und Spannung.

Mein Fazit: Hinter „Sie Kommen: Ein Blog vom anderen Ende der Welt“, verbirgt sich ein ergreifendes und mitfühlendes Endzeitdrama, welches von der Atmosphäre her sehr düster und melancholisch ist, in dem sich die erdrückende und ausweglose Situation immer mehr zuspitzt, sich der nackte Kampf ums Überleben und Essen immer mehr in den Vordergrund schiebt. Die zwischenmenschlichen Beziehungen, die aufgrund der Gesamtsituation auf die Zerreißprobe gestellt werden sind sehr ausgeprägt und hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Madeleine Roux vermittelt mit dieser Art von Story-Aufbau dem Leser das Gefühl, Allisons stiller Begleiter zu sein, ihr Leben, oder das was davon noch übrig ist, wie in einer „reality show“ zu verfolgen. Von meiner Seite gibt es ein klares Daumen nach oben.“
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Starker Zombie-"Roman", 22. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sie kommen!: Ein Blog vom Ende der Welt (Taschenbuch)
Nachdem ich mit der Lektüre von "Sie kommen! - Ein Blog vom Ende der Welt" angefangen hatte, fühlte ich mich spontan an "Tagebuch der Apokalypse" von Mr. Bourne erinnert.
Hier ist es zwar kein Tagebuch, aber ein Internet-Blog, mit dem die Protagonistin ihre Erlebnisse und Erfahrungen niederschreibt, so auch andere Überlebende erreicht und mit diesen kommuniziert.

Die Handlung ist schnell erzählt und recht banal, wie auch sonst bei diesem Genre. Frau überlebt mit kleiner Gruppe den unmittelbaren Ausbruch der Seuche, begibt sich auf die Suche nach Sicherheit, dabei wird die Gruppe dezimiert. Vermeintlich sicherer Ort wird erreicht und entpuppt sich als unsicher. It's always the same.
Nichts desto trotz ist "Sie kommen!" ein starkes Buch. Das liegt zum einen daran, dass Madeleine Roux durch die ausführliche Blog-Form des Buches die Vorteile der kurzen Einträge - und der damit einhergehenden Spannung - sowie die ausführliche Beschreibung in Roman-Form der Geschehnisse vereint. Garniert wird das durch Beiträge anderer Überlebender am Ende jeden Blog-Eintrages, wodurch man kurz die aktuelle Handlung verlässt und auch den Blick auf den Gesamtzustand des Landes/der Welt nicht verliert. Eine - in meinen Augen - sehr ansprechende Lösung, die nie wirkliche langeweile aufkommen lässt.
Anfangs steht dabei noch das reine überleben im Vordergrund, im weiteren Verlauf dominieren zwischenmenschliche Probleme und Erfahrungen. Das Buch "verkommt" also nicht zu einem reinem Splatter-Roman, in dem unablässig irgendwelche Tötungen ausformuliert werden. Vielmehr zeigt sich, dass die Menschen (allen Zombies zum Trotz) sich immernoch selbst der größte Feind sind. "The Walking Dead" lässt grüßen!
Geschmackssache dürfte hierbei der trockene Humor bleiben, der bei den Einträgen immer wieder zu finden ist.

Fazit:
Ein gutes Buch, welches die Vorzüge von "Tagebuch der Apokalypse" und "The Walking Dead" eindrucksvoll vermischt. Kleine Abzüge gibt es für den einen oder anderen - in meinen Augen - überflüssigen Blogeintrag, der auch der Story nicht wirklich zuträglich ist und einige offene Fragen, die am Schluss bleiben.
Insgesamt aber ein empfehlenswertes Buch, das definitiv zu den besseren in diesem Genre gehört.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unbedingte Kaufwarnung, 13. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Sie kommen!: Ein Blog vom Ende der Welt (Taschenbuch)
Das Szenario: Trotz weltweiter Zombie-Apokalypse gibt es an allen möglichen Orten auf der Welt weiterhin WLAN und auch die Internetknotenpunkte und der Serverstandort der Blogwebseite (!) werden weiter mit Strom versorgt. An allen Ecken und Enden funktionierende Steckdosen und nirgendwo herrscht ein Mangel an Strom. Das ganze Quatsch-Szenario wird nur dadurch verschlimmert, dass die selbstverliebte und womöglich in einer Fantasiewelt lebende Autorin sich allzusehr mit der Protagonistin identifiziert und alles was diese anpackt wird bei dieser gleichermaßen beliebten und dominanten Alleskönnerin zu Gold.. Als begeisterter Fan des Zombie-Genres bin ich dennoch daran interessiert, das zumindest die Rahmenhandlungen realistisch bleiben. Bei diesem Buch handelt es sich mit Abstand um das schlechteste Buch das ich je gelesen habe. Weiterlesen lohnt sich nicht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rezension - Madeleine Roux - Sie kommen!: Ein Blog vom Ende der Welt, 4. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Sie kommen!: Ein Blog vom Ende der Welt (Taschenbuch)
"Sie kommen!: Ein Blog vom Ende der Welt" ist der erste Teil einer neuen Zombie-Buchreihe von Madeleine Roux. Weiter geht es dann mit "Sadie Walker is Stranded". Der deutsche Titel ist noch nicht bekannt. Die Bücher hängen aber nicht wirklich zusammen. Ich habe gehört, dass man sie auch einzeln lesen kann.

Dieses Buch ist in Blogform geschrieben. Diese Idee finde ich grandios! Die apokalyptische Geschichte spielt im Jahr 2009. Der Großteil der Bevölkerung ist mit einem Zombie-Virus infiziert. Die Hauptprotagonistin Allison Hewitt erzählt ihre Geschichte anhand von Tagebucheinträgen auf einem Blog in der Gegenwart. Gerade das hat mich besonders verwirrt. Warum schreibt sie die Blogeinträge nicht in Vergangenheitsform? Das erlebte ist ja schon passiert. Richtige Spannungsbögen kommen bei mir dadurch leider nicht auf, da ich eigentlich immer weiß, das Allison nichts passiert ist, da sie ja gerade einen Eintrag schreibt. Unter den Blogposts kann man dann immer die Kommentare anderer Leute lesen. Der trockene Humor des Buches gefällt mir gut. Allison, die trotz Zombie-Invasion die Idee hat einen Blog zu betreiben finde ich als Charakter recht interessant, mit der Zeit wird sie mir aber leider immer unsympathischer. Einige Entscheidungen von ihr kann ich absolut nicht nachvollziehen.

Leider hat mich dieser Roman nicht überzeugt. Die Geschichte beginnt wirklich gut, man denkt sich nur: wow - endlich einmal etwas anderes! Bedauerlicherweise verlor ich dann aber ziemlich schnell, nach etwa 100 Seiten schon die Lust weiterzulesen. Anfangs ist das Buch spannend und sarkastisch, später leider etwas langwierig und verworren. Die kleine Liebesgeschichte finde ich total unpassend. Plötzlich ist Allison verliebt, was leider eher plump und wortkarg dargestellt wird. Ich kann mir diese Situation gar nicht richtig vorstellen. Manchmal fragte ich mich sogar, ob in meinem Buch eventuell Seiten fehlen, die gewisse Entscheidungen und Situationen besser erklären. Trotzdem habe ich es natürlich zu Ende gelesen. Der Schluss gefällt mir leider gar nicht. Ich finde, dass die Geschichte rückblickend kaum Sinn ergibt. Schade! Vielleicht hatte ich aber auch einfach nur zu große Erwartungen an dieses Buch. Diese wurden leider nicht erfüllt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein überzeugender Zombie-Apokalypse-Roman, 31. Juli 2013
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Als Zombies Allison Hewitts Arbeitsplatz – eine Buchhandlung – angreifen, kann sich die junge Frau mit noch fünf weiteren Personen im Pausenraum verbarrikadieren. Von dort aus fängt sie an einen Blog zu schreiben über ihr Leben auf kleinstem Raum, den hungrigen Zombies vor der Tür und den schwindenden Nahrungsmitteln. Irgendwann ist es dann so weit. Wenn die sechs überleben möchten, müssen sie sich aus ihrer Zuflucht herauswagen. Für Allison beginnt ein langer Kampf ums nackte Überleben.

Auch wenn mir das Buch in Ansätzen gefallen hat, überzeugen konnte es mich nicht. Die Idee einen Blog über eine Zombie-Apokalypse zu schreiben, finde ich an sich wirklich gut, doch die Autorin scheiterte meiner Meinung nach an der Umsetzung. Auf Dauer hat mich vor allem irritiert, dass Allison ihre Blogeinträge in der Gegenwart schreibt. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin versucht ein Mittelding zwischen Blog und normalen Roman zu finden. Und daraus ist dann nichts Halbes und nichts Ganzes geworden. Ich hätte es angenehmer gefunden, wenn sie Allison ihre Blogeinträge in der Vergangenheit hätte schreiben lassen, da das meinen Empfindungen nach normaler rüberkommt. Ich kenne ehrlich gesagt keinen Blogger, der über Erlebtes in der Gegenwartsform schreibt.

Gut gelungen finde ich Allisons Charakter selbst. Sie ist nicht einfach die typische Heldin, sondern stellt tatsächlich eher die Menschen dar, die einen starken Willen und vor allem viel Glück haben und die somit es schaffen nicht infiziert zu werden. Allison macht Fehler, die sie auch bereut und sie hadert immer wieder mit ihrer Moral, die sie trotz ihres Überlebensinstinktes nicht immer ablegen kann.

Die Geschichte lässt sich ohne Frage angenehm lesen. Allison berichtet ausführlich und in einem ansprechenden Stil. Doch die Handlung an sich ist schleppend. Selbst an den Stellen, die wohl eigentlich spannend sein sollten, kam bei mir beim Lesen nur wenig Spannung auf. Es gibt zwar viele brenzlige und auch actionreiche Situationen, aber Nervenkitzel ist leider keiner vorhanden. Vielleicht liegt es tatsächlich daran, dass man als Leser weiß, dass Allison nichts schlimmes passiert sein kann, wenn sie noch fähig ist im Nachhinein in ihrem Blog zu posten.
Noch nicht einmal der Plot an sich bietet viel Abwechslung. Es wiederholt sich dieselbe Handlung immer wieder in der Schleife, bis das Buch zu Ende ist.
Einzig und allein die Kommentare unter Allisons Blogeinträgen bieten Abweichungen von der Routine. Unglaublicher Weise fand ich diese am interessantesten, da Menschen kommentierten, die im Buch an sich nicht vorkommen, sondern, die irgendwo anders um ihr Leben kämpfen. Das Schicksal dieser Leute hat mich nach einer Weile mehr interessiert, als das von Allison.

Ich hatte mir von diesem Buch wirklich mehr erwartet. Zum einmal Lesen ist es ja ganz nett, aber wirklich empfehlen kann ich es nicht.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rambos Frau trifft auf Zombies, 11. November 2013
Von 
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Auf die Story will ich nicht weiter eingehen, wurde ja schon genug geschrieben. Super nervig an dem Buch ist, dass die Hauptdarstellerin sich mit hunderten von Zombies nur mit einer Axt bewaffnet entgegenstellt und gewinnt. Dutzende bewaffneter Bürgerwehrleute werden von einer jungen Frau reingelegt. Ellenlange Unterhaltungen und Diskussionen während Horden von Zombies auf sie zukommt usw. Das alles wirkt sehr unrealistisch. Okay, es ist ein Zombiebuch aber ein bisschen glaubhaft sollte es schon sein. Ausserdem zuviel Lovestory. Bisschen wäre okay aber das ist echt zu viel. Was auch noch stört: Ist mal Action, wird diese schlecht beschrieben. Z.B.: Ich metzelte mir einen Weg duch die Zombies. Bisschen genauer kann man das schon beschreiben. Insgesamt ist das Buch aber nicht schlecht. Die Story ist ganz gut und die Darsteller werden auch gut beschrieben.Langeweile kommt nur selten auf. Für Zwischendurch ganz gut.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ein unterhaltsamer Zombieroman, 20. August 2013
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Allison Hewitt arbeitet in einem Buchladen. Plötzlich und ohne Vorwarnung bricht ein Zombievirus aus. Allison, ein paar Kunden und Nachbarn retten sich gerade noch rechtzeitig in ein Zimmer des Buchladens, bevor auch dieses von den Untoten eingenommen wird. Sie findet heraus, dass es noch ein schwaches Internetsignal gibt, somit beginnt Allison über die Zombie-Apokalypse auf einem Blog zu berichten. Es gibt sogar weitere Überlebende die auf die Blogeinträge reagieren. Mit einer neuen kleinen Hoffnung versuchen Allison und die anderen Überlebenden einen sicheren Ort zu suchen, wo auch andere lebende Menschen sind....

Die Geschichte ist in Form eines Tagebuches aufgebaut. Man wird durch die Story durch die Blogeinträge von Allison und den Kommentaren von anderen Überlebenden geführt. Dieser Aufbau hat mir sehr gut gefallen, weil sich der Leser so tiefer in die Geschichte begeben kann.
Man wird direkt in die Zombie-Invasion geworfen, der Leser bekommt keine Einleitung, wie oder warum, nein man ist direkt im Geschehen, was ich wiederum gut fand, denn somit ist von Anfang an mit Spannung zu rechnen. Teilweise lässt sich der weitere Verlauf erahnen, doch manchmal war ich wirklich aufgeregt und konnte gar nicht schnell genug lesen, um zu erfahren wie es weitergeht.
Die Story hat an bestimmten Stellen genau die richtige Portion Humor, um den Leser zum Lachen zu bringen, ohne dabei die Geschichte ins Lächerliche zu ziehen. Ich mag die Art, wie die Autorin den Leser in ihren Bann zieht.
Die Protagonistin Allison ist eine starke Frau, die vor nichts zurückschreckt. Ich war sogar erstaunt und überrascht wie brutal sie teilweise in der Geschichte zu Gange ist. Es gibt natürlich noch weitere Charaktere, die in diesem Buch eine kleine, aber auch größere Rolle spielen.
Nicht zu vergessen – die Zombies. Das Buch handelt zwar von einer Zombie-Apokalypse, aber ich finde, dass die Untoten eher eine Nebenrolle spielen. Es geht hier hauptsächlich ums Überleben und der Zusammenhalt in der Gruppe. Es gibt sogar eine kleine Liebesgeschichte, die sich gut in dieses Buch einfügt. Ich freue mich schon auf einen hoffentlich zweiten Teil, der das Ende dieses Buches zu einem neuen Anfang macht und noch einige offene Fragen klärt.

Ich kann „Sie kommen!Ein Blog vom Ende der Welt“ allen Fans von „The Walking Dead“ empfehlen, ihr werdet sicherlich nicht enttäuscht!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine ungewöhnliche Heldin..., 29. September 2013
Von 
V. Dahmen "Wer zu lesen versteht, besitzt den... (Meist in meiner eigenen Welt....) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sie kommen!: Ein Blog vom Ende der Welt (Taschenbuch)
Teil 1 von wahrscheinlich 3 geplanten, bisher ist nur der erste erschienen.

Worum es geht:
Die Buchhändlerin Allison hat sich bei Ausbruch der Zombie Apokalypse mit einigen Kollegen und Kunden im einbruchssicheren Hinterzimmer ihrer Buchhandlung verschanzt. Gibt es zu Beginn noch Hoffnung, dass die Situation bald aufgelöst wird, zerschlägt diese sich mit jedem weiteren Tag. Lebensmittel und Wasser wird knapp und auch die hygienischen Zustände lassen immer mehr zu wünschen übrig.
Allison bleibt nichts anderes über, als sich, mit einer Axt bewaffnet, in die verseuchten Straßen zu wagen.
Als die Gruppe sich entschließt, die sichere Zuflucht zu verlassen, müssen sie schon bald feststellen, dass andere Überlebende nicht immer automatisch helfen wollen und das auch in einer postapokalyptischen Welt zwischenmenschliche Dinge wie Liebe und Ehe nicht immer so einfach sind...

Ich lese ja wirklich sehr gerne Zombie Romane und natürlich gibt es einige gute. Wer mag, der sollte auch Feed - Viruszone lesen, ein andere Zombie Roman, den ich absolut empfehlen kann.
Die Autorin geht hier einmal ganz anders an die alte Geschichte ran und schreibt ihre Story als Blog auf, in der Gegenwartsform.
Durch die "Kommentare" anderer Überlebender bleit die Story spannend und wir erfahren auch einiges aus anderen Teilen der Welt.
Allison ist in der Tat eine etwas andere Heldin und nicht immer ein Sympathieträger. Sie neigt zu Ausrastern und ist manchmal regelrecht brutal. Was nichts daran ändert, dass sie realistisch und durchaus sehr menschlich wirkt.
Leider habe ich ihre Liasion als nicht wirklich glaubwürdig empfunden, vielleicht war dies aber auch Absicht der Autorin. Dadurch, dass der Mann eher nicht in ihr Beutschema passt, möchte die Autrin uns vielleicht nochmal die Außergewöhnlichkeit der Situation zeigen.

Ich bin kein großer Fan der Gegenwartsschreibweise. Allerdings macht es bei der Blogform nicht unbedingt was aus.
Die Kommentare fand ich wie gesagt wirklich eine interessante Idee und grundsätzlich ist die Schreibform der Autorin simpel und eingängig. Sie beschreibt die tote Welt angenehm, aber nicht sonderlich eindringlich, da gibt es bessere Bücher. Hier wird eindeutig mehr Wert auf die Unterhaltung gelegt.
Die Autorin schreibt in der Ich-Form, dadurch bekommen wir natürlich von den Beweggründen der anderen Personen sehr wenig mit, können aber mit Allisons Gefühlswelt sehr eng in Kontakt treten.

Das Ende ist natürlich relativ offen, es wird ja eigentlich schon zu Beginn klar, dass Folgebände in Planung sind.
Kann eigentlich kein Autor mehr ein Buch schreiben, das auf einen Band ausgelegt ist?!

Das Cover und die Qualität des Buches ist sehr schön, das Coverbild passt und sieht sehr gut aus und stimmt auf die Story ein.
Die Schriftgröße ist angenehm, die Seiten sind fest und solide.

Fazit: Ein gut gelungenes Zombie Buch, dass gut geeignet ist für einen langen und stürmischen Abend. Ich kann die Lektüre jedem Zombie Fan, der nicht nur auf Gesplatter aus ist, empfehlen. :-)

Facts:
Seitenzahl: 382
Erscheinungsjahr (Original): 2010
Originalsprache: Englisch (US)
Originaltitel: Allison Hewitt is Trapped
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Sie kommen!: Ein Blog vom Ende der Welt von Madeleine Roux (Taschenbuch - 11. Juli 2013)
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