Kundenrezensionen


35 Rezensionen
5 Sterne:
 (17)
4 Sterne:
 (2)
3 Sterne:
 (2)
2 Sterne:
 (2)
1 Sterne:
 (12)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das etwas andere Zombie-Buch [Hörbuch-Rezension]
Vorbemerkung:

Ich bin wirklich froh, dass ich mir dieses "Buch" als Hörbuch geholt habe. Ich wollte es eigentlich schon vorbestellen, habe es dann aber als Hörbuch entdeckt, in ungekürzter Fassung und schon downloadbar 2 Wochen vor dem Bucherscheinungstermin. War für mich ein relativ spontaner Entschluss - eine 6 stündige Autofahrt...
Veröffentlicht am 8. Februar 2012 von Tina

versus
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sauerei
Hier wird man gnadenlos vom Verlag verarscht:

"Im Jahr 2014 geschieht das Unbegreifliche: Künstlich hergestellte Viren entweichen aus einem Labor und verbinden sich zu einem neuen Krankheitserreger, der die Toten zum Leben erweckt. Millionen Menschen sterben, als eine Flut von Zombies die ganze Welt überrennt. Zwanzig Jahre nach dem Ausbruch sind die...
Vor 20 Monaten von Johannes veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2 3 4 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sauerei, 28. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Feed - Viruszone (Taschenbuch)
Hier wird man gnadenlos vom Verlag verarscht:

"Im Jahr 2014 geschieht das Unbegreifliche: Künstlich hergestellte Viren entweichen aus einem Labor und verbinden sich zu einem neuen Krankheitserreger, der die Toten zum Leben erweckt. Millionen Menschen sterben, als eine Flut von Zombies die ganze Welt überrennt. Zwanzig Jahre nach dem Ausbruch sind die Internetblogger Georgia und Shaun Mason auf der Suche nach den Hintergründen der Epidemie. Als Senator Peter Ryman sie bittet, ihn bei seiner Wahlkampagne zu begleiten, sagen die beiden sofort zu. Doch dann kommt es zu einem Zombie-Angriff, der eindeutig auf Sabotage zurückzuführen ist. Eine gefährliche Jagd beginnt ..."

Als ich auf der suche nach einem neuen Zombie Buch war sprang mir dieses "Werk" ins auge, der klappentext las sich vielversprechend und das cover war stimmig. Als das Buch dann daheim bei mir auf dem Schreibtisch lag kam aber die schnelle ernüchterung! In dem Buch steckt 0% zombie Horror. Es liest sich wie ein Jugendroman bei dem die zombies nur ne kleine Nebenhandlung haben, die beiden Hauptcharaktere sind dermaßen unsympathisch, das sie schon nach zwanzig Seiten anfangen zu nerven und schon einen großen Teil Leseverlust verursacht (der weitere Verlauf der Geschichte tut sein übriges).

Wer ein Fan von J.L. Bourne (Tagebuch der Apokalypse), Tony Monchinski (Eden) oder vom Großmeister Goerge a Romero (Nacht der lebenden Toten, usw...) und auf der Suche nach einem neuen Buch seid, lasst lieber die Finger weg, von diesem "Werk" - egal wie vielversprechend die Beschreibung klingt!!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die Kundschaft veräppelt, den Leser zu Tode gelangweilt., 21. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Feed - Viruszone (Taschenbuch)
Zunächst einmal : Wie zum Teufel hat es dieses wirklich wahnsinnig schlechte Buch geschafft, 3 1/2 Sterne zu kriegen ? Weiss der Geier. Wie viele andere in der Rezensionsspalte habe auch ich als riesiger Horror-Fan nach Reihen wie den Jahren der Toten oder den Tagebüchern der Apokalypse eine neue Reihe gesucht, die ich verschlingen kann.

Ich mache es kurz :
Das Buch ist ein besseres Kinderbuch für zickige Teenager-Mädchen zwischen 12 und 16. Spannung kommt eigentlich zu keinem Zeitpunkt auf. Die Autorin selbst scheint emotional wirklich zurückgeblieben zu sein, denn man merkt auf jeder Seite ganz intensiv, wie sehr sie sich mit ihren ach-so-coolen Hauptpersonen identifiziert. Leider sind die Hauptpersonen nicht im Ansatz etwas, mit dem man sich gerne identifiziert. Desozialisierte Soziapathen, die mit unreifem Auftreten,Zickereien und völlig unrealistischem Verhalten auftreten....mein Gott, ich bin richtig wütend, dass ich mir direkt auch den zweiten Teil gekauft habe.

FINGER WEG ! Der Verlag verkauft uns hier Jugend-Schund als Zombie-Splatter. Das schlechteste Buch,dass ich jemals gelesen habe.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Horror? Na ja..., 14. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Feed - Viruszone (Taschenbuch)
Amerika im Jahre 2014:
Der Wissenschaft gelingt endlich der Durchbruch. Endlich sieht die Menschheit sich in der Lage, Krebs und Grippe effektiv zu heilen. Der Preis dafür ist hoch, denn die Forschung läuft aus dem Ruder und bringt einen neuen, gefährlicheren Virus hervor, der die Toten auferstehen lässt.
20 Jahre später:
Die Menschheit hat düstere Zeiten hinter sich, in denen Untote die Welt bevölkert haben und die Zahl der Überlebenden merklich in den Keller gerutscht ist. Die Regierung hat sich der allgemeinen Situation angepasst, so dass man sich ständig und überall auf den Virus testen lassen muss. Eine Art Kontrollstaat hat sich gebildet.
Die Zombies haben eigene Gebiete in Beschlag genommen, die von den Menschen tunlichst gemieden werden. Kaum jemand verlässt noch seine sichere Region. Der Kontakt zur Außenwelt geschieht hauptsächlich über das Internet. Also wird gebloggt, was das Zeug hält. Unter den Bloggern entwickelt sich eine Art Wettbewerb.
Da wären wir auch schon bei den Protagonisten Georgia und Shaun Mason, die gemeinsam mit Buffy einen Blog führen. Um sich im Bloggerimperium zu etablieren, begeben sie sich immer wieder in Gefahrenzonen, auf der Suche nach der spektakulärsten Story. Natürlich dauert es nicht allzu lange, bis sie den Hintergründen der Epidemie und somit den Machenschaften der Regierung auf die Schliche kommen.

Nun denn - komme ich also zu meiner eigentlichen Buchbesprechung.

"Feed" wird als Zombie-Roman beworben und wird außerdem bei meinen Amazon-Empfehlungen in einer Reihe mit "Die Jahre der Toten" und ähnlichen echten Zombieschmökern geführt.
Wie gut, dass es die Möglichkeit der Buchbesprechungen gibt, denn die einzigen Untoten in diesem Roman waren die Charaktere, die mich auf den fast 500 Seiten von einem Sekundenschlaf in den nächsten katapultiert haben. So hat jeder Charakter seine für ihn typischen Eigenschaften, an denen dann auch mit stoischer Gelassenheit ununterbrochen festgehalten wird. Auflockerungsversuche und jugendlich-salopper Sprachgebrauch (Zitat: "Wir sind am Arsch!") konnten mich leider nicht dazu bewegen, von den Kids nicht genervt zu sein.
Leider sehe ich mich selber nicht in einer Gruppe mit all den anderen begeisterten Teenie-Bloggern, deren hochjubelnde Rezensionen derzeit den Markt fluten.
Das könnte daran liegen, dass "Feed" eher ein Abenteuerroman für Jugendliche ist, gleichzeitig aber durch geschickte Werbung auch die hartgesottenen Horrorfans wie mich anlocken soll. Zumindest das ist wirklich gut gelungen.

Gar nicht übel finde ich den Versuch, polit- und gesellschaftskritische Aspekte in der Story unterzubringen. Allerdings neigt die Autorin auch zu endlosen Schachtelsätzen. Die Kombination aus Thematik und Schreibstil ist anstrengend und ermüdend - in meinen Augen für Jugendliche eigentlich zu viel des Guten.

Spannung hat sich - zumindest für mich - an keiner Stelle auch nur annähernd entwickelt. Man weiss eigentlich ziemlich schnell, wer der Bösewicht ist. Alles ist sehr vorhersehbar und platt. Man hat im Grunde permanent das Gefühl, dass die Autorin versucht, es dem Leser recht zu machen. Das Buch soll ein breites Publikum ansprechen: Den Zombie-Fan, den Politthriller-Fan, den Jugendroman-Fan und eventuell auch noch ponyreitende Teenies, die sonst eigentlich nur die Bravo lesen. Es wurde versucht, mit allen Mitteln eine Jugendfreigabe zu erzielen. Das erklärt dann wahrscheinlich auch das komplette Fehlen sämtlicher Elemente, die ich mir von diesem Roman eigentlich erwartet hatte.

Es ist mir ein absolutes Rätsel, warum dieser Titel auf Amazon mit Bryan Smith und Tim Curran getagged wurde.

Ganz sicher kann die Autorin nichts dafür, dass sie meinen Geschmack um Kilometer verfehlt hat. Dann bitte ich im Gegenzug doch um eine wahrheitsgetreue Bewerbung der Romane, damit man sich später nicht ärgert.

Fazit:
Allein die Tatsache, dass ich versprochen habe, eine Rezension abzuliefern, hat mich durchhalten lassen. Es gab mal Zeiten, da habe ich "Hanni und Nanni" verschlungen. Damals hätte ich sicherlich auch diesen Schmöker geliebt. Diese Zeiten sind jedoch vorbei. Deswegen bin ich mehr als nur einmal unangenehm aufgefallen, weil mir laut schnarchend das Buch aus der Hand gerutscht ist.
Leseempfehlung für Harry Potter Fans zwischen 12 und 15 Jahren - Horrorfans und Zombieliebhaber: Hände weg!

Mit viel Wohlwollen noch zwei Sterne, weil zumindest die lesende Jugend gut bedient wird.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Langweilig..., 4. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Feed - Viruszone (Kindle Edition)
Ein langweiligeres Buch ist mir schon länger nicht mehr untergekommen. Von Zombie und Horror ist nichts zu lesen. Habe es nur zu ende "gequält", weil ich nur ungerne halbe Sachen mache. Empfehlen kann ich das Bucht auf jedem Fall nicht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sehr sehr schwaches Buch., 20. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Feed - Viruszone (Taschenbuch)
Ein extrem langweiliges, anspruchsloses, schwach geschriebenes Werk welches ich auf keinen Fall irgendeinem meiner Bekannten weitergeben würde, da es ohnehin niemand zuende lesen würde.
Es wird bis Kapitel 6 gefühlte 5 Male erklärt wieso und weshalb ein Virus ausbricht, dann wird gegessen, geredet.....gegessen..geredet, gereist...
Tut euch dieses Buch bloß nicht an.

Mfg
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Langweilig, Zombies nur Beiwerk, nervige Figuren, 30. Juli 2013
Ich habe es nicht hier gekauft und schreibe sonst auch nicht sehr oft Rezessionen, aber eines muss ich einfach mal loswerden. Ich habe das Hörbuch jetzt zur Hälfte durch und es ist eine einzige Qual. Langweilig, nervige Charaktäre, enttäuschende Handlung. Wer eine gute Zombie-Geschichte erwartet ist hier falsch. Um diese geht es allenfalls mal nebenbei. Vielmehr darf man sich die journalistischen "Abenteuer" (spannung sucht man allerdings vergebens) zweier unsympathischer Blogger-Geschwister antun. Statt Zombies darf man sich postapokalyptisches Politikgeschwafel gönnen...Zusätzlich fand ich die Sprecherin sehr gewöhnungsbedürftig.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen gähn..., 18. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Feed - Viruszone (Taschenbuch)
kann mich den anderen enttäuschten nur anschließen!
Ziemlich unkreativ, flach, plakativ und sehr, sehr langweilig!
megagähn
P.S. am schlimmsten finde ich den Namen klau! Buffy (auch wenn's nur ein Spitzname im Buch ist)
Karl und Shane (beide aus the walking dead)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


55 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Harry Potter und die Zombie-Waschmaschine, 15. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Feed - Viruszone (Taschenbuch)
Feed liest sich wie eine Fleißarbeit aus einem Volkshochschulkurs im "Kreativen Schreiben". Und es bringt einen zum Weinen beim Gedanken an all die fantastischen SF- und Fantasy-Autoren, die vom Schreiben nicht leben können, weil Kinderbuchverlage wie Ehapa-Lyx deren Bücher links liegen lassen und lieber versuchen, mit Marketing-Hypes wie Feed schnell Kohle zu machen.

Zusammenfassend:

1. Feed ist /kein/ Zombie-Roman.
2. Feed ist ein Thriller - aber ohne "Thrill".
3. Feed ist doch ein Zombie-Roman - soweit es seine Hauptfiguren angeht.
4. Feed ist Harry Potter mit Splatter und Zombies - und natürlich ohne Sex.
5. Feed ist ein romantisches Abenteuerbuch für Mädchen.
6. Feed ist eine Waschmaschine.
7. Achtung, Trilogie-Falle! Besser: "World War Z" von Max Brooks.

Und das wars auch schon, in aller Kürze. Wer's genauer wissen will - hier die Erklärung:

(1.) "Feed ist kein Zombie-Roman": OK, die Handlung findet in einer Welt nach der großen Zombie-Katastrophe statt (das Wort "Apokalypse" wird hier falsch gebraucht, denn die Epidemie war nicht das Ende aller Dinge, sondern hat diese Welt nur ein wenig ungesunder gemacht). Der Roman handelt in den Vereinigten Staaten gegen Mitte des 21. Jahrhunderts, etwa 20 Jahre nachdem ein Drittel der Menschheit einer Zombie-Epidemie zum Opfer gefallen ist. Überdies sind nun auch sämtliche Überlebenden latent infiziert, wobei der Virus nur solange inaktiv bleibt, bis der Betreffende stirbt. Dadurch kommt es ständig zu neuen lokalen Ausbrüchen, und die Gesellschaft ist dementsprechend von Isolation, Fremdenfeindlichkeit und Paranoia geprägt. Und all das wegen der Zombies, also ist Feed ein Zombie-Roman - richtig?

Falsch. Zombies übernehmen in dieser Geschichte nur die Rolle eines "Faktors Angst", der bewirkt, dass sich der brave Durchschnittsamerikaner sein Leben lang in die Hosen macht und sich in seinem Häuschen versteckt. Sie sind überdies ein Vorwand für die Regierung, die Freiheitsrechte des Einzelnen zu beschränken, und dienen der Autorin schließlich auch als eine (allerdings völlig ineffektive) Waffe zur Inszenierung politischer Mordanschläge. Die Epidemie und ihre Geschichte dienen hier nur dazu, der Erzählung eine dunkle, melancholische Grundstimmung zu verleihen, bzw. die Hauptpersonen mit tragisch-biographischen Hintergründen zu versehen. Feed ist keine Geschichte vom nackten Überleben, von Einsamkeit und Isolation und davon, dass man sich plötzlich am unteren Ende der Nahrungskette wiederfindet. Feed ist kein Buch über die möglichen Arten, wie Kultur und Zivilisation untergehen, oder darüber, wozu "zivilisierte" Menschen fähig sind, was sie einander antun, wenn plötzlich alle Regeln und Institutionen wegfallen. Das verstehe ich unter einem Zombie-Roman; gerade das ist es, worin die Stärke des Genres liegt. Was nun aber Feed angeht: die Autorin hätte das Buch auch gänzlich ohne Zombies schreiben können. Man nehme statt "Zombies" Bürgerkrieg, Straßenkämpfe, soziale Unruhen, Verbrechen, Terrorismus. Oder stattdessen eine weltweite Pestepidemie, einen Atomkrieg oder irgendeine andere globale Umwelt- und Gesundheitskrise. Im einzelnen wäre in solch einem Buch zwar vieles anders, aber im Ganzen wäre es mehr oder weniger noch immer dasselbe Buch.

Was einen hier vor allem ärgert, ist, dass der Verlag in seiner Werbung zwar intensiv die Zombie-Karte ausspielt, dass es in Feed aber primär weder um Zombies geht, noch um die Krankheit, noch um die psychologischen Auswirkungen, die all das auf den Einzelnen und die Gesellschaft hat. Die Autorin gibt sich hier einfach keine Mühe. Zombies sind in Feed allenfalls eine Art Vorwand, ein bloßer Handlungsmotor, völlig austauschbar und für sich genommen nicht wirklich notwendig - so ähnlich wie der Ring im "Ring der Nibelungen", oder wie der Koffer in Pulp Fiction. Der Engländer spricht hier von einem "MacGuffin". "Schön", könnte man jetzt sagen, "Zombies sind hier also nur ein Symbol: ein universelles Symbol für alles, was von dunklen Mächten benutzt wird, um eine Gesellschaft soweit zu verängstigen, dass sie schließlich bereit ist, ihre Freiheit gegen scheinbare Sicherheit einzutauschen - so, wie es die Politiker von heute mit dem Terrorismus versuchen. Klingt sehr literarisch." Sicher, und ist soweit ja auch keine schlechte Idee, ganz im Gegenteil. Hätte Frau Grant das nur nicht dermaßen plump und aufdringlich umgesetzt! In Feed wird einem diese Symbolik (Zombies = Terrorismus = Buhmann für faschistoide Politiker) alle zwanzig, dreißig Seiten dermaßen um die Ohren geschlagen, dass es einem nicht einmal beim Querlesen entgehen könnte. Und nicht einmal hier geht es um eine Botschaft, denn ebenso, wie es beim Motiv der Zombies der Fall ist, entfaltet Grant auch die politische Ebene in ihrem Buch nur, um den stimmungsmäßigen Hintergrund von Angst und Paranoia zu verstärken.

In ihrem Creative Writers' Workshop hätte man Grant besser die erzählerische Tugend des "nicht sagen, sondern zeigen!" beigebracht. Stattdessen lässt sie ihre Figuren ständig Interpretationen zum Handlungsgeschehen heraussprudeln, hält Vorlesungen, lässt ihre Hauptfiguren alles erklären, damit beim Leser auch ja keine Missverständnisse aufkommen. Zu erwähnen wäre an dieser Stelle auch, dass Grant jeden Teil ihres Buchs mit solch einem Vortrag oder einem kursiv gesetzten Zitat beginnt: nicht von den großen Dichtern und Denkern der Menschheit, nein! Sondern aus der grandiosen und unerschöpflichen Weisheit ihrer eigenen Hauptfiguren. Oh das Elend!

(2.) "Ein Thriller ohne Thrill": Da hat sich Mira Grant also bemüht, einen politischen Thriller mit Zombies zu schreiben, eine Art Kriminal- und Abenteuerroman über eine tödliche Epidemie und eine Verschwörung, die irgendwie damit zu tun hat. Dummerweise präsentiert sie dem Leser schon sehr früh im Buch den Hauptverdächtigen - so früh, dass ich naturgemäß dachte, das könne ja nur eine falsche Fährte sein. Sowas machen Thriller-Autoren gerne, es ist ein genreüblicher literarischer Kniff. Nun, selbst in diesem Fall wäre die Art und Weise, wie die Autorin es angeht, zumindest ... sehr unsubtil. Zurückhaltend formuliert. Aber nein, es kommt noch schlimmer: denn derjenige, den Mira Grant von Anfang an klar und deutlich als den Verdächtigen Nr. 1 markiert, ist dann auch tatsächlich der große, böse Feind, der hinter allem steckt. Der Klassiker - es war der Gärtner! Konnte man sich ja schon von Anfang an denken. Kein Wunder auch - denn die Autorin hat es einem seit über vierhundert Seiten beständig eingeknüppelt.

Abgetötet wird die Spannung in Feed aber auch von den Löchern, nein, den Abgründen in der inneren Logik der Handlung. Mit dieser Logik ist es so eine Sache: sie verleiht einem Thriller die Illusion von Authentizität, sie lässt den Leser glauben, dass jede Situation im Buch tatsächlich so ausgehen könnte wie im richtigen Leben - und nicht nur so, wie es der Willkür des Autors jeweils in den Kram passt. Wenn diese Logik nun fehlt und ohnehin jederzeit alles möglich ist, bedeutet das somit auch das Ende aller Spannung. Dann sind die Hauptfiguren plötzlich kugelfest, und es ist ganz egal, wie tief sie in Schwierigkeiten geraten - man weiß ja, dass der Autor sie am Ende des Kapitels irgendwie wieder aus ihrer Klemme rauszaubern wird. Umgekehrt kann er sie aber auch jederzeit liquidieren: wenn ihm eine Figur nicht mehr passt, dann lässt er sich eben von jetzt auf gleich irgendeine fadenscheinige Verwicklung einfallen - und Kopf ab. Da kann man als Leser dann auch nicht mehr mitziehen.

Nun ist Feed leider genau auf diese Art von "Logik" abonniert. Hier nur ein Beispiel: Die "Bösen" in diesem Buch gehören zu den dämlichsten, inkompetentesten, schlampigsten und planlosesten, die mir jemals in einem Film oder Roman begegnet sind. Zwar wenden sie unglaubliche Ressourcen auf, aber das Wenige, das sie mit ihren Anschlägen erreichen, steht in überhaupt keinem Verhältnis zum betriebenen Aufwand. Und wenn ihnen mal doch etwas gelingt, dann eher per Un- oder Zufall. Zudem gehen diese "Verschwörer" so unvorsichtig und offensichtlich vor, sie könnten genauso gut ein Schild mit großen, blinkenden Neon-Lettern "BIOTERRORISTEN" vor sich hertragen. Gerade dies, Bioterrorismus, ist in der Welt von Feed nun aber, so erfahren wir, das meistgeächtete und am unnachgiebigsten verfolgte Verbrechen von allen. Wie kommt es dann, dass die Polizei kaum jemals auf der Bildfläche erscheint, zumal unsere Helden auch noch Hauptzeugen sind und diese Anschläge auf teils höchstrangige Personen weltweit live übertragen werden? Hilfe! Wenn man hier von "Abgründen in der inneren Logik" spricht, dann tut man das mit rudernden Händen, weil einem für Feed einfach nichts noch Stärkeres einfallen will!

Der Spannungsbogen des Romans liegt in Trümmern. Zwar gibt es am Ende so etwas wie eine Klimax, aber sie wirkt gezwungen und kann nicht überzeugen. Denn es gab schon früher im Buch kleinere, nennen wir es mal "Spannungs"-Höhepunkte. Doch bereits hier konnte sich der Leser von der völligen Unfähigkeit der Antagonisten überzeugen - und davon, dass die Hauptpersonen eigentlich immer wieder heil rauskommen (sollten), es sei denn, sie haben einfach nur Pech. Nur Pech und Unfall können unseren Helden etwas anhaben - ein denkbar schlechter Start in die Klimax, in die letzte Runde des Romans. Und das wird wohl auch Grant so gesehen haben. Als wollte sie ihr früheres Versagen wiedergutmachen, greift sie in den letzten Kapiteln dann doch noch zu einer überraschenden ... Verheizungsmaßnahme (zähneknirschender Versuch, nichts zu verraten). Sie drischt der Erwartungshaltung des Lesers eins über, sie spielt mit Lesererwartung und Erzählperspektive, und zwar auf eine Weise, die ihr und ihren Kumpels vom Kreativschreiber-Stammtisch unglaublich originell erschienen sein musste. Nun gibt es zwar kreative und unkonventionelle literarische Techniken, von denen ein Roman wirklich profitieren kann - und ich wäre einer der ersten, die das anerkennen und sich freuen würden. (Allein schon deshalb empfehle ich hier Max Brooks.) Aber wenn man dabei zu hoch hinauswill, während das restliche Niveau ohnehin schon erbärmlich ist, dann kann das arg nach hinten losgehen. Dann wirkt es wie eine zähe Kopfgeburt aus einer Brainstorming-Sitzung, und genau darum handelt es sich in der Klimax zu Feed. Nix mit "originell" - schlechte Idee! Im Englischen nennt man das einen "whistling dog": an sich ja ein toller und staunenswerter Trick, einem Hund das Pfeifen beizubringen - aber künstlerisch völlig wertlos.

Daher das Scheitern der Klimax am Ende des Buchs. Weil Grant es nicht schafft, genug Spannung aufzubauen, um ihren Leser durch die letzten Kapitel zu tragen, zaubert sie einen lahmen, überflüssigen Erzähltrick aus dem Hut. Zudem verlässt sie sich zu sehr darauf, dass der Leser mit ihren Hauptpersonen mitfiebert und liebevoll an ihnen hängt (statt dass er sich denkt: "diese Nervensägen, fresst sie doch endlich auf"). Wenn ein Autor keine Spannung aufbauen kann, sondern sich für die Handlungsklimax auf literarisch-technische Taschenspielertricks und darauf verlässt, dass der Leser die Hauptpersonen so liebgewonnen hat, dass er Tränenbäche für sie heult, dann ist ein solcher Roman gescheitert. Zumindest im Thriller-Genre. Und woher sollte das Mitgefühl mit den Hauptpersonen auch kommen? Denn ...

(3.) ... "Feed ist ein Zombie-Roman - soweit es seine Hauptfiguren angeht": Die Art und Weise, wie Mira Grant ihre Hauptfiguren entwirft, erinnert an vorabendliche TV-Serien. "Interessante Typen", ziemlich glatt und unecht, aber wenigstens mit ihren Eigenheiten und einem jeweils ausgearbeiteten, stimmigen Hintergrund. Und jeder trägt einen Aufkleber auf der Stirn, á la: "Wahrheitssucherin", "Tollkühn", "Schöpferisches Chaos". Insgesamt sehr klischeehafte, aber immerhin noch sympathische Leute. Dieser Exposition widmet Grant die ersten paar Kapitel: hier erhalten die Hauptfiguren ihr Skript, ihre Programmierung, und dieses Programm spulen sie von da an konsequent ab, ohne auch nur einen Schritt davon abzuweichen. Feeds Hauptfiguren entwickeln sich nicht weiter und bleiben für den Rest der Erzählung völlig vorhersehbar, berechenbar und bar jeder Überraschung. Feed folgt hier derselben einfachen Regel wie jede mittelmäßige Seifenoper im Fernsehen: am Ende einer Episode bzw. eines Handlungsstranges muss alles wieder zum Ausgangszustand zurückkehren - auch die handelnden Personen. All die tragischen Biographien, all der fadenscheinige Nullachtfuffzehn-Idealismus ändern nichts daran, dass Feeds Hauptfiguren eindimensional und langweilig sind. Sie fahren immer geradeaus, folgen ihrer Programmierung, handeln jederzeit völlig vorhersehbar. Aber das sollte einen nicht weiter verwundern, denn wie man schon zu Beginn des Buches erfährt: in der Welt von Feed ist jeder lebende Mensch latent mit dem Zombie-Virus infiziert. Man merkt's!

Überdies gilt auch hier: "nicht sagen, sondern zeigen!" In einem guten Buch sagen die Figuren nicht (wie in Feed) einfach und stets geradeheraus, was sie empfinden; vielmehr wird die Geschichte - und werden die Figuren - so erzählt, dass es der Leser quasi durch eigene Beobachtung wahrnehmen kann.

(4.) "Feed ist Harry Potter": Die Helden von Feed sind ganz normale, durschnittliche junge Leute ... Will sagen: jeder von ihnen ist auf seinem Gebiet ein kleines Genie. Sie sind die einzigen, deren moralischer Kompass noch stimmt. Nur sie durchschauen die finsteren Pläne des Bösen, während alle Erwachsenen entweder völlig naiv oder ebenfalls schon korrumpiert sind. Die ganze Welt (buchstäblich!) blickt auf sie, bewundert oder hasst sie, dreht sich um sie, um ihre Launen, ihr Gezänk und ihre Petitessen. Sie haben auf gleicher Augenhöhe Umgang mit Leuten, von denen Otto Normalmensch allenfalls in der Zeitung liest, und die nehmen sie auch noch völlig ernst und behandeln sie (meistens) als ihresgleichen. Und natürlich tragen sie auch noch die Bürde, die Welt (oder zumindest ihre Ecke davon) retten zu müssen. Hmm ... woher kommt einem das alles so bekannt vor? Aah - klick! Das ist ja Harry Potter! Nur sind die Jungs und Mädels etwa zehn Jahre älter, und wir haben auch Zombies und Splatter. Aber dafür gibt es sogar auch eine Art Dumbledore - mit dem Unterschied, dass er in Feed der US-Präsidentschaftskandidat ist. Und noch etwas anderes haben Feed und Harry Potter gemeinsam: Sex.

Oder besser gesagt: keinen Sex. Feed ist wieder mal so ein Beispiel für das, was ich jetzt einfach mal die "Neue Sittlichkeit" nenne: keine Szene enthält auch nur den geringsten Hauch des Erotischen, selbst wenn es aus dem Kontext klar hervorgeht, dass da jemand sein Säugetier spazieren führt. In der Stelle des Buchs, an die ich hier denke, erfährt man /davon/ nur dadurch, dass die Betreffende am Morgen danach das Hemd ihres Freundes trägt. (Sicher ist es kein Zufall, dass sich diese Protagonistin auf ... unangenehme Erfahrungen später im Buch gefasst machen muss. Man denkt dabei an diese Teenie-Horrorfilme: Naschen da zwei Teenies von den verbotenen Früchten, dann wissen alte Film-Hasen natürlich sofort, was mit denen gleich passieren wird. Man kann hier getrost von einem symbolischen Vergehens-Bestrafungs-Zusammenhang sprechen - kurz gesagt: wer gegen Muttis Regeln verstößt, den frißt das große, böse Monster. Klar, wir leben ja auch im aufgeklärten 21. Jahrhundert.)

Sicher, mit schlecht geschriebenen oder -platzierten Sexszenen kann sich ein Autor viel mehr schaden, als wenn er ganz darauf verzichtet. Und zugegeben, Menschen sind mehr als nur läufige Tiere. Nichtsdestotrotz dreht sich ein großer Teil dessen, was Menschen beschäftigt, um Liebe und ihren physischen Aspekt; um den Sex, den sie entweder haben oder nicht haben. Hätte Jugendbuchautorin Mira Grant wirklich versucht, glaubwürdige Romanfiguren zu schaffen bzw. "einen Roman für Erwachsene zu schreiben", wie sie an einer anderen Stelle schreibt, dann hätte man durchaus erwarten dürfen, dass sie sich auch mit diesem Aspekt der menschlichen Natur auseinandersetzt.

Besonders problematisch wird die neue literarische Sittlichkeit aber dort, wo sie das Verhältnis der Romanfiguren zueinander in eine Schieflage bringt. Als Menschen- und Literaturfreund geht man bei einem neuen Roman immer erst mal davon aus, dass die Autorin genau weiß, was sie da tut, und nicht nur planlos drauflos schreibt. Deshalb kam ich beim Lesen von Feed irgendwann ins Grübeln, ob die Autorin mit all ihrer Keuschheit nicht letztlich auf ein ganz bestimmtes Ziel hinarbeitet, will sagen: ob dieses Aussparen nicht vielleicht eine aufschiebende Funktion hat und die Exposition eines sehr bedeutenden Aspektes vorbereitet. Im Konkreten war meine Vermutung, dass der Leser so langsam darauf vorbereitet wird, dass zwischen Georgia und ihrem Bruder Shaun mehr ist als nur ... reine Geschwisterlichkeit. Irgendwann habe ich nur noch - und ganz sicher ohne Vorfreude - auf die Szene gewartet, wenn sich die beiden aufs Zimmerchen zurückziehen und dann ganz besonders familiär werden. Tatsächlich gibt es hinsichtlich ihrer Beziehung im Buch auch eine Menge weiterer Details, die eine solche Annahme zumindest nahezulegen scheinen. Doch fällt diese Theorie natürlich sofort in sich zusammen, sobald man erst merkt, dass all das nur den einen banalen Grund hat, dass ein (angeblicher) Zombie-Roman versucht, die amerikanische Jugendfreigabe zu erhalten.

Hier passt es auch wie die Faust aufs Auge, dass es sich bei Feeds deutschem Verlag "Lyx" im Grunde nur um ein Imprint von Egmont Ehapa handelt. Dieser Verlag hat sich bislang vor allem durch anspruchsvolle Erwachsenenliteratur hervorgetan, zu nennen wären etwa "Micky Maus" oder "Hanni und Nanni". Mira Grant passt da hervorragend ins Programm, denn Feed ist ...

(5.) "Ein Buch für Mädchen": Na gut, ich gebe zu, das war jetzt etwas plakativ, und ich nehme es gerne wieder zurück. Ich kenne durchaus auch Männer, die Bücher so lesen, wie es sich Mira Grant beim Schreiben mutmaßlich vorgestellt hat. In einem Interview antwortet sie auf die Frage nach ihrer Lieblingsstelle im eigenen Buch, indem sie eine Szene anführt, in der sich eine der Personen während des Schreibens einer Abschiedsnachricht in einen Zombie umwandelt. Grant: "An dem Tag, als ich das schrieb, weinte ich wie ein Baby", und ja, nichts anderes hatte ich mir beim Lesen damals auch schon gedacht. Und nein, ich bin von Hause aus ganz bestimmt kein Zyniker.

Was ich Grant hier vorwerfe, ist etwas Ähnliches wie die "Verbrüderung mit dem Feinde" im Krieg: die unbillige Verbrüderung mit den eigenen Romanfiguren, der völlige Verlust der (notwendigen) persönlichen Distanz. Man merkt zwar, dass sie sich bemüht, ihren Figuren Seele einzuhauchen - aber was letztlich dabei herauskommt, ist, dass sie sich selbstgefällig in ihren eigenen psychologischen Konstrukten ergeht. Sie bastelt sich etwas zurecht, das sie dann des Langen und Breiten analysiert, mit Mitgefühl überschüttet, in das sie sich verliebt, mit dem sie lacht und weint und sich solidarisiert. Und selbstverständlich erwartet sie das auch von ihren Lesern. Aber warum ist das so schlimm?

Weil es erstens dazu führt, dass sich Grants Lieblingsfiguren zunehmend nur noch nominell voneinander unterscheiden, in Wirklichkeit aber zu bloßen Versionen der Autorin selbst werden, die sich nur noch durch billige Aufkleber (die mit ihnen verknüpften Klischees) unterscheiden. Die psychologische Vielfalt der Figuren geht dabei gänzlich vor die Hunde.

Zweitens scheidet sich das Feld der Haupt- und Nebenfiguren nach und nach in die, mit denen sich Grant identifiziert (und die sie für den Leser auch überdeutlich als Identifikationsfiguren markiert), und die, bei denen sie das nicht kann oder will. Da kann jetzt jeder mal raten, wer die Bösen sind. Überhaupt vernichtet das die Grautöne in und zwischen den Figuren: es gibt dann tendentiell nur noch die Bösen, die menschlichen Monster, den schwarzen Feind, der keiner weiteren psychologischen Erklärung bedarf, und auf der anderen Seite die Guten, die zwar durchaus mal der dunklen Seite erliegen können, aber nur vorübergehend und keinesfalls ohne die letztendliche große, tränenreiche Versöhnung (sorry für das Vage - Versuch der Spoilervermeidung). Als weitgeangelter Vergleich innerhalb des Fantasy-Genres: selbst beim Herrn der Ringe finden sich zwischen Schwarz und Weiß, zwischen Sauron und Aragorn mehr Schattierungen als in Feed - und das will was heißen! Und es führt dazu, dass man sich von Feed geistig irgendwann stark unterfordert fühlt.

Micky-Maus-Psychologie ist das. Wer da nicht mitziehen will, kann das Buch gleich wieder zuklappen, denn am Ende opfert Grant Elemente wie Spannung, Schlüssigkeit, "Action" oder psychologische Wahrscheinlichkeit, und verlässt sich fast nur noch darauf, dass dem Leser das Wohl und Wehe ihrer Figuren ach-so-sehr am Herzen liegt. Die ihr aber völlig flach, schematisch und so ganz und gar nicht einnehmend geraten sind. Feed ist hierin wie eine dieser Spätnachmittags-TV-Serien, in denen es zwar Handlungsbögen und Abenteuer gibt, in denen Zuschauerbindung aber in erster Linie dadurch generiert wird, dass man vom Zuschauer erwartet, dass er mit den Figuren sympathisiert, sich mit ihnen identifiziert, dass es ihn bekümmert, wer wen liebt, wer wen kriegt, und dass es ihn auch mehr als nur einen Kehrricht interessiert, was am Ende der Episode, der Staffel, der ganzen Serie aus all diesen Leuten wird. Und dass man das mit den eigenen Freunden diskutiert und ein soziales Ereignis daraus macht - vom gemeinsamen Fernsehen bis hin zur großen, karnevalesk verkleideten "Convention". So funktioniert alles Mittelmaß von "GZSZ" und "Marienhof" über "CSI Miami" bis hin zu den letzten paar Stargate- und (et tu!) Star-Trek-Serien ... Und ebenso ist es bei Feed.

Wenn Ihnen so etwas gefällt, ist Feed für sie OK. Auch dieser Rezensent hat seine Schwächen, immerhin liest er Zombie-Romane. Genießen Sie also diesen ... von Sentimentalität und Einfühlsamkeit triefenden Abenteuerroman mit gelegentlich umherspritzenden Körperflüssigkeiten und Gehirnfetzen. Wenn sie das können. Denken Sie nochmal drüber nach. Vielleicht wäre es ja endlich mal an der Zeit, einen guten Jane-Austen-Roman zu lesen? Die schreibt zwar noch einfühlsamer, weiß aber auch ganz genau, was sie tut - und wie man das tut (nämlich ein gutes Buch zu schreiben). Wenn Ihr literarisches Betriebssystem aber völlig anders tickt, was wollen Sie dann mit diesem endlosen, oberflächlichen Gefühlsgeschwurbel? Wollen Sie sich unbedingt quälen, dann setzen Sie sich lieber ins Wartezimmer einer Frauenärztin und lesen Sie einen Stapel "Cosmopolitan" oder "Bild der Frau". Das kostet wenigstens nichts, aber das Feeling ist in etwa dasselbe. Die meisten Frauen, die ich kenne, würden da übrigens auch abwinken.

(6.) "Feed ist eine Waschmaschine". Eine Waschmaschine dreht sich, und dreht sich, und dreht sich, und dreht sich ... Und Georgia tun die Augen weh. Ganz dolle. Sie hat nämlich eine ganz schlimme Augenkrankheit. Wußten Sie schon, dass Georgia blind werden kann, wenn sie ihre Sonnenbrille verliert? Sie hat nämlich ein retinales Virussyndrom. Also, liebe Sicherheitsleute: bitte keine Panik, Georgia ist kein Zombie, sie hat nur eine Erkrankung der Augen! Übrigens sollte man erwähnen, dass Georgia zwar durchaus ein Zombie ist, aber nur, was die Augen angeht - der ganze Rest ist noch echt Georgia! Und vielleicht weiß der Leser jetzt immer noch nicht, dass Georgia augenkrank und an der Netzhaut mit dem Zombie-Virus infiziert ist. Nein? Gut, dann sage ich es hier nochmal ... und nochmal ... und nochmal ...

Genug! Ein, zwei Hinweise hätten gereicht, man muss es nicht alle zehn Seiten wiederholen! Mira Grants Zug zur Redundanz macht einem beim Lesen echt zu schaffen. Bei Lovecraft hat das Repetitive noch eine wichtige ästhetische Funktion, aber doch nicht hier, wo es nur um Details und Pippifax geht! Und wäre das nur das Einzige. Aber dann auch noch diese ewigen Bluttests: Immer wieder ergeht sich Grant des Langen und Breiten in dieser elenden Fingerstecherei mit dem rot-grünen Lampengeflacker drumherum - nach ein paar hundert Seiten haben sich meine eigenen Fingerkuppen schon ganz taub angefühlt. Und sicher nicht wegen der fesselnden Leseerfahrung. Irgendwann wünscht man sich nur noch, dass endlich einer dieser Typen beim Testen so richtig satt rot und daraufhin das Gehirn weggeblasen kriegt, nur damit man das endlich hinter sich hat. Und mit "Typen" meine ich die Hauptpersonen - die, die eigentlich als Identifikationsfiguren gedacht sind.

(7.) Jetzt aber noch das, was mich weit mehr als alles andere nervt: Feed ist nur der erste Teil einer Trilogie. Bücher in mehreren Teilen zu publizieren, diese Praxis gibt es ja schon seit dem Altertum, und es kann auch heute noch durchaus seine Berechtigung haben. Meistens bedeutet "Trilogie" heute aber, dass einem ein Verlag nicht mehr nur ein einziges Buch, sondern quasi ein Abo auf eine ganze Reihe von Büchern andrehen will. Was war die letzte Trilogie, die Sie gelesen haben und jederzeit nochmal lesen würden? Bei der Sie das Gefühl hatten, dass sich Zeit und Geld wirklich gelohnt haben? Bei mir war das der Herr der Ringe, ist also schon ne ganze Weile her. Seitdem war meine Erfahrung im Allgemeinen die, dass man bei Trilogien Zeit und Geld an ein Buch verschwendet, dessen Autor es nicht schafft, es in fast 500 Seiten (Feed) zu Ende zu bringen; und dann soll man nochmal doppelt soviel in zwei weitere Bücher investieren, bei denen man ziemlich sicher davon ausgehen kann, dass sie erst schlechter werden (Teil 2), und dann völlig den Bach runtergehen (Teil 3). In der viralen PR - wenn sich irgendwelche Werbemuckel als begeisterte Leser und Leser-Rezensenten gerieren, was sich heutzutage ja immer mehr durchsetzt - klingt das dann so: "Teil 2, SUPERKLASSE - das MUSS man einfach gelesen haben!" - "das große Finale in Teil 3 - BESTES BUCH ALLER ZEITEN!" Ja, ja. Alles klar, Freunde. Aber jetzt mal im Ernst: wenn schon der erste Teil dermaßen versägt wie "Feed", soll man dann nicht nur eines, sondern gleich drei grottenschlechte Bücher nacheinander kaufen? Hallo?

[PS. Oktober 2012: Die schlimmsten Befürchtungen haben sich bewahrheitet. *Ganz ohne Spoiler*: ich habe rausgefunden, wie die Trilogie endet und was das große, finstere Geheimnis hinter allem sein wird. Meine Kurzzusammenfassung wäre ein lautes Stöhnen mit den Händen vor dem Gesicht. Wer sich auf das vermutlich an den Haaren herbeigezogenste Romanende aller Zeiten freut, den möchte ich natürlich nicht um die Vorfreude bringen. Mira Grant hat es geschafft, auch noch das tiefste Niveau zu untertunneln; vermutlich hat sie für das Ende der Trilogie die allererste und billigste Idee ausgeführt, die ihr in der anfänglichen Konzeptionsphase eingefallen ist. Die reinste Hobby-Schriftstellerin - man sieht: die Verlage müssen heutzutage händeringend nach Lieferanten für "Zombie"-Stoffe suchen. Denen, die es dennoch zu Ende lesen werden, wünsche ich noch einen guten Kunstgenuss ...]

Mein Vorschlag: tun Sie sich selbst und guter (Genre-)Literatur einen Gefallen und greifen Sie zu Wer länger lebt, ist später tot: Operation Zombie (im Original: "World War Z") von Max Brooks. Das einzig schlechte daran ist der deutsche Verlegertitel - in diesem Land bekommen übersetzte Bücher mittlerweile leider genauso dämliche Titel wie übersetzte Filme. Ob sich dieses Buch in deutscher Übersetzung immer noch so gut liest, kann ich hier nicht sagen, da ich von World War Z nur das Original kenne. World War Z ist zwar nicht wirklich ein Roman im klassischen Sinn, eher eine Sammlung fiktiver Interviews durch einen im Hintergrund bleibenden Journalisten, aber es basiert auf ähnlichen Motiven wie Feed (Journalismus in einer Post-Zombie-Welt) und zeigt gerade dadurch ganz klar den Unterschied zwischen einem wirklich guten Buch und einem Machwerk wie Feed. Ein ganz klarer Fall von 5 Amazon-Sternen, wäre ich nur nicht zu faul, eine Rezension zu schreiben, ohne dass ich mich vorher schwarz geärgert habe.

Und schließlich das Gute an Feed: man kann ja vieles sagen, aber als Zombie-Roman ist es immer noch besser als Boneshaker: Roman.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Langeweile ohne Ende, 30. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Feed - Viruszone (Taschenbuch)
Ich sollte auf meine Frau hören:
"Das ist nichts für dich!"

Bewundernswert, wie es die Autorin schafft auf 400 Seiten Langeweile zu verbreiten.
Den einen Stern gibt es für den Schreibstil, aber sonst kann ich die Geschichte auch in ein anderes Szenario packen
und es kommt Gleiches raus.
Horror? Fehlanzeige, evtl. ein merkwürdiger Politthriller.

MB
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen langweiligste Buch seit langem, 17. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Feed - Viruszone (Taschenbuch)
Kann der Rezension von Tomate nur zustimmen.
Es ist langweilig. Die Hauptpersonen sind unsympathisch. Es nervt.
Absolut keinen spaß beim lesen gehabt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 4 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Feed - Viruszone
Feed - Viruszone von Mira Grant (Taschenbuch - 12. Januar 2012)
EUR 12,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen