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TOP 1000 REZENSENTam 16. November 2010
Der Einstieg in die Geschichte gestaltete sich für mich zunächst schleppend. Zu Beginn steht der Prolog "Die Wahre Quelle der Magie", in der Wellington die sagenumwobene Stadt Atlantis entdeckt und das Siegel bricht. Ich fand den Prolog recht verwirrend und konfus, so dass sich anfangs kein rechter Lesegenuss bei mir einstellen wollte.
Nach dem Prolog geht die Geschichte in parallel laufenden Handlungssträngen weiter. Neben Jonathans Erlebnissen in London gemeinsam mit Randolph und Holmes, begleiten wir in Schottland Giles McKellen und seine Enkelin Kendra. Giles ist ein alter Freund Dunholms und weiß noch nichts von dessen Ableben, er will nach London, um sich mit ihm über seltsame Veränderungen in der Magie zu beraten. Das Magiesystem in Bernd Perplies Trilogie funktioniert durch das Steuern und Bündeln von sogenannten "Fäden".
Nachdem das Wirken der Magie erklärt und die Charaktere eingeführt wurden kommt die Handlung richtig in Schwung und man wird schnell in den Bann der Geschichte gezogen. Perplies Schreibstil ist sehr bildhaft, fast als hätte man einen Film vor dem inneren Auge ablaufen, und man reist in Gedanken mit den Protagonisten durch London, Schottland und wie einst Kapitän Nemo auf Jules Vernes Spuren 20.000 Meilen unter dem Meer. Perplies größter Pluspunkt aber ist der fabelhafte und tiefgründige Humor, der sich wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte zieht. Seine Trilogie ist eine einzige Hommage an literarische Figuren und große Schriftsteller und seine Charaktere tragen teilweise die Namen von Personen, die tatsächlich gelebt haben. Der größte Clou ist Perplies jedoch mit seinem Magierdandy Jupiter Holmes und dessen Geisterkatze Holmes gelungen, bei dem Arthur Conan Doyle schamlos Ideen für seinen Sherlock geklaut hat ;o) Apropos Tiere: neben Holmes mit seiner Geisterkatze hat Perplies Randolph den Raben Nevermore und dem Franzosen den Falken Richelieu an die Seite geschrieben, vielleicht mag dem einen oder anderen meine Assoziation ulkig erscheinen, aber mich haben die vielen tierischen Begleiter an die Disney-Filme erinnert, bei denen den Protagonisten Haustiere (oder dem Glöckner die drei Steinfiguren) zur Seite gestellt wurden ;o) Bernd Perplies treibt sein Spiel mit den Zitaten soweit, dass der Leser irgendwann richtiggehend nach ihnen sucht. Manchmal sind es nur winzig kleine Details, in denen Anspielungen versteckt sind: so müssen Giles McKellen und Kendra ihre Reise von Schottland nach London zeitweise mit einem Güterzug bestreiten, auf dessen Führerhaus in goldenen Lettern die Zahl 115 prangt. Nach Angaben des Autors ist diese Zahl die Summe der Tage, die sich aus den Titeln zweier Jules-Verne-Romane ergeben.
Nachdem ich über den wirren Einstieg hinweg war, hatte ich mich so in das Buch festgelesen, dass ich ganz perplex war, plötzlich auf der letzten Seite angekommen zu sein. "Für die Krone" hört mit einem Cliffhanger auf, der einen ungeduldig auf die Fortsetzungen warten lässt und die schillernden Charaktere aus Bernd Perplies Feder vermisse ich schon, seit ich den Buchdeckel über der letzten Seite zugeklappt habe!

Aufmachung des Buches:
Der spannende Einstieg in die Trilogie "Magierdämmerung" wird abgerundet durch die Europakarte in der vorderen und dem Stadtplan von London in der hinteren Umschlagklappe. Des Weiteren ist der Geschichte ein doppelseitiges "Dramatis Personae" nachgestellt, in dem die wichtigsten Charaktere mit Namen und Funktion aufgeführt sind. Die Covergestaltung ist ebenfalls die eine oder andere Entdeckung wert. Den Einband des ersten Bandes ziert das Unterwasserfahrzeug "Nautilus". Das Gesamtkonzept scheint zudem sehr sorgfältig geplant: im Vordergrund ist ein unvollständiges Medaillon oder Siegel zu sehen, dem auf der Fortsetzung "Gegen die Zeit" ein weiteres Stück hinzugefügt wurde, und dass auf "In den Abgrund" sicherlich komplett dargestellt sein wird.

Fazit:
Nach dem etwas schwerfälligen Einstieg erwartet den Leser ein fantasievolles und spannendes Abenteuer, dass auf den Spuren großer Erzähler wie Verne wandelt und riesengroßen Spaß macht! Ich freue mich auf die beiden Fortsetzungen und hätte bestimmt alle drei Bücher am Stück verschlungen, wenn es mir möglich gewesen wäre ;o)
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TOP 1000 REZENSENTam 6. Juni 2011
Ich fürchte, ich bin zu ungeduldig für dieses Buch - selbst nach zwei Dritteln will es mich noch immer nicht so recht packen, deshalb lege ich es nun zur Seite.
Vom Grundsatz ist die Geschichte aufgebaut wie ein klassischer Abenteuerroman in einem Jules-Verne-Setting: Man kennt den Schurken, man kennt die Helden, man weiß als Leser lange vor den Protagonisten, was geschehen ist und beobachtet sie nun dabei, wie sie selbst zum gleichen Schluß kommen.
Ein größenwahnsinniger Magier entfesselt eine geheime Kraft im versunkenen Atlantis, das er mittels eines fortschrittlichen Tauchboots erreicht, zugleich wird der Lordmagier von London, Vertreter eines gemäßigten Umgangs mit der Magie, ermordet.
Ein junger Journalist wird mit seinem Erbe betraut und stolpert, ehe er sichs versieht, in gewaltige Querelen. Und auch eine Romanze darf nicht fehlen...
Das Buch spielt im London der industriellen REvolution, wo Magie und Technik aufeinander prallen. Dem Autor gelingt es, eine distinguiert-romantische Atmosphäre zu schaffen, wie man sie aus den alten Sherlock-Holmes-Erzählungen kennt. Er schreibt flüssig und unterhaltsam ...

... und doch vermochte mich die Handlung nicht so recht zu packen. Es mangelt mir an plötzlichen Wendungen, an Überraschungen, an Charakteren, die anders sind als zuerst gedacht. Vielleicht ist mir dieses Buch einfach zu vorhersehbar, zu berechenbar.
Was aber nicht heißt, dass es nicht dennoch einen Blick wert wäre - für Leser, die vielleicht etwas geduldiger sind als ich.
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am 11. November 2010
"Magierdämmerung. Für die Krone" ist mein erstes Buch von Bernd Perplies.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht, auch wenn es etwas Zeit brauchte, die Vielzahl der Personen kennenzulernen. Das Personenregister am Ende des Buches ist dabei eine gute Hilfe. Zusammen mit der alten Europa-Karte und dem Stadtplan Londons in den Innenseiten der Buchdeckel kann so eigentlich nix schief gehen.

Nach den ersten 100 Seiten war ich gefangen von der Story und mehr als gespannt, wie sich alles entwickelt.
Mit der Art der Magie die Bernd Perplies beschreibt, konnte ich mich schnell anfreunden und alles gut vorstellen, weil ich es, zumindest was die Wahrsicht betrifft, ähnlich schon in einer anderen Reihe gelesen habe. Die Fadenmagie war mir neu, aber sie ist so bildhaft beschrieben und erklärt, dass es kein Problem ist, sie zu begreifen. Mir kam Spiderman zwischendurch in den Sinn, der ja mit seinen Spinnenfäden ähnlich agieren kann.

Der Autor wechselt von Anfang an zwischen mehreren Handlungssträngen hin und her. Einerseits befindet man sich mit dem Magier Wellington und einigen Anhängern in den Tiefen des Atlantiks, parallel spaziert man mit dem Reporter Jonathan und einigen höchst interessanten Charakteren durch Londons Straßen im Jahr 1897 und entdeckt nebenbei noch die Highlands Schottlands zusammen mit der jungen Kendra und ihrem Großvater. An allen Orten spielt Magie eine große Rolle, die Geschichte liest sich sehr flüssig, auch wenn man noch gar nicht so richtig versteht, was vor sich geht und wie alles zusammen passt. Teilweise stockt die Handlung ein wenig, aber in diesen Abschnitten kommt man dann den Personen näher, erfährt etwas über ihr Leben und versteht ihr Handeln besser. Nicht alle Protagonisten sind sympathisch, das ist klar, aber durchweg konnten sie mich begeistern. Sie haben Geheimnisse, die es zu ergründen gilt, Tiefe, die man nicht unbedingt erwartet kann. Sie dürfen unüberlegt und spontan handeln, was natürlich für Überraschungen sorgt. Selten ist die Story vorhersehbar, ein weiterer Pluspunkt.

Bernd Perplies erzielt bei mir mit seinen Worten eine große Wirkung. Viele Szenen hat man direkt vor Augen und man wird emotional mitgerissen. Ich hatte das Gefühl, je mehr man liest, desto besser wird es. Nach und nach begreift man "das große Ganze" und seine magische Welt wird nahezu fassbar. Die lebendige Erzählweise gepaart mit einer großen Portion geistreichem Humor ist wirklich großartig.
Was mir außerdem gut gefallen hat ist, dass man immer wieder auf bekannte Namen und auch Orte aus Literatur, Film und Geschichte stößt. Da tummeln sich Holmes und Watson, Jules Verne, Edith Nesbit, H.G. Wells, Grigori Rasputin, Spellman, McGowan, Whitby u.v.a. Es macht richtig Spaß, nach diesen Personen und Namen, fiktiv oder real, Ausschau zu halten.

Viel zu schnell näherte sich meiner Meinung nach das Buchende. Ohne Probleme hätte ich noch einmal so viel lesen können. Doch der Schluss dieses ersten Bandes von dreien ist gut gewählt. Die einzelnen Handlungsstränge haben zueinander gefunden, manches wurde aufgeklärt, vieles liegt noch im Dunklen. So findet man einen gewissen Abschluss, hibbelt aber schon Band II entgegen.

Ein wirklich toller Auftakt, irgendwie erfrischend anders, der hohe Erwartungen an seine Nachfolger weckt.
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am 9. September 2010
"Magierdämmerung - Für die Krone" spielt im viktorianischen London der Jahrhundertwende, und Bernd Perplies nennt Jules Verne, H. G. Wells und Arthur Conan Doyle als seine Vorbilder. Fügt man noch eine nicht unbeträchtliche Menge Magie hinzu, dann hat man bereits einen guten Eindruck davon gewonnen, was einen bei der Lektüre erwartet.
Steampunk-Fans sollen allerdings nicht auf dampftechnische Wunderwerke hoffen. In dieser Hinsicht bewegt sich der Roman weitestgehend im Rahmen der Möglichkeiten der damaligen Zeit, auch wenn der Leser sich auf ein U-Boot freuen darf, das Kapitän Nemos "Nautilus" nachempfunden ist.

Worum es geht:
Als der Londoner Reporter Jonthans Kentham eines Abends einen sterbenden Mann auf der Straße findet, gerät sein Leben aus den Fugen. Er wird in den Kampf zweier rivalisierender Magierfraktionen um eine mächtige Quelle der Magie hineingezogen, deren Versiegelung nie hätte gebrochen werden dürfen. Gemeinsam mit dem mürrischen Kutscher Randolph Brown und dem Magierdandy Jupiter Holmes sowie dessen Katze Watson muss er einen Mord aufklären, während ringsum die Welt in magischem Chaos versinkt.

Zur selben Zeit begeben sich die junge Hexe Kendra und ihr Großvater auf eine Reise vom schottischen Hinterland nach London, um eine wichtige Nachricht zu überbringen. Was eine einfache Zugfahrt hätte sein sollen, wird schnell zu einem lebensgefährlichen Abenteuer.

Meinung:
Es gibt zwei Dinge, die einem beim Lesen von "Magierdämmerung" sofort ins Auge fallen. Das erste sind die Anspielungen auf die verschiedensten Bücher und Filme. Man findet sie überall: in den Namen der Protagonisten, den Titeln der Bücher in der magischen Bibliothek und als grandioser Höhepunkt in der Person des Jupiter Holmes, der nicht nur eine sehr gelungene Nebenfigur darstellt, sondern auch in einer unvermuteten Verbindung zu dem weltberühmten Meisterdetektiv mit ähnlichem Namen steht.
Das zweite ist das Magiesystem. Die Magie in diesem Roman basiert darauf, sogenannte Fäden zu steuern, zu bündeln und miteinander zu verknüpfen. Dies führt nicht nur dazu, dass man sich das Wirken von Zaubern sehr gut bildhaft vorstellen kann, sondern ermöglicht auch beeindruckende Kampfszenen, die man gerne verfilmt sehen würde. Allgemein beinhaltet "Magierdämmerung" viele Szenen, die gut in einen Hollywoodfilm passen und dort beeindruckende Bilder ergeben würden. Das reicht von den Kämpfen über Steinlöwen, die durch den Londoner Nebel pirschen, bis hin zu einem spektakulären magischen Gewitter. Bernd Perplies lässt diese Bilder durch eine sehr lebendige Sprache zwar nicht auf der Leinwand, aber doch vor dem inneren Auge des Lesers entstehen. Nur bei der Einführung neuer Charaktere wird der Stil bisweilen etwas holprig und artet in Infodumpblöcke aus.

Die Charaktere selbst machen dies allerdings wieder wett. Unter ihnen sticht vor allem der Magierdandy Jupiter Holmes hervor. Er ist seinen Freunden sowohl ein Ärgernis als auch eine unschätzbare Hilfe und dem Leser ein Quell vieler spaßiger Lesestunden. Beinahe ebenso schillernd, wenn auch fast schon der komplette Gegensatz zu Holmes ist der Kutscher Randolph. Trotz magischer Begabung ist er ein sehr bodenständiger Charakter, der gerne mal einen ordentlichen Faustkampf einem Magieduell vorzieht.
Auch die Antagonisten des Romans wissen zu faszinieren. Vor allem über den Kopfgeldjäger, der nur der Franzose genannt wird, möchte man mehr erfahren. In Band eins der Trilogie werden zu ihm einige Fragen aufgeworfen, deren Antworten in Band zwei oder drei interessant zu werden versprechen.
Zwischen diesen Figuren wirkt Jonathan, der eigentliche Held der Geschichte, ernüchternd normal. Er ist die typische Identifikationsfigur für den Leser, mit alltäglichen Sorgen und Ängsten. Gemeinsam mit ihm kann man die Welt der Magie kennenlernen. Hierbei umschifft Bernd Perplies allerdings geschickt mit dieser Art von Charakter verbundene Klischees. Anstatt mit seinem Schicksal zu hadern, setzt sich Jonathan auf angenehm pragmatische Art und Weise mit den Problemen auseinander, die sich ihm stellen.

Bei all dem bietet die Handlung des Romans nicht nur eine Weltrettungsgeschichte, sondern auch einige interessante Intrigen und Krimielemente. Man verfolgt gespannt, wie die Charaktere dem Mörder des mächtigen Magiers auf die Spur kommen, den Jonathan sterbend auf der Straße gefunden hat, und hofft, dass ihnen das rechtzeitig gelingt, um die Pläne der ihnen feindlich gesinnten Magierfraktion zu vereiteln.

Was manch einen Leser verärgern dürfte, ist die Tatsache, dass das Ende offen bleibt. Zwar werden am Ende des Romans einige Handlungsstränge abgeschlossen, doch die Trilogie ist eindeutig darauf angelegt, eine durchgehende Geschichte zu erzählen. Wer Wert darauf legt, dass jeder Teil einer Trilogie eine abgeschlossene Geschichte erzählt, sollte von "Magierdämmerung" die Finger lassen.

Fazit:
"Magierdämmerung" glänzt vor allem durch seine Charaktere und die beeindruckenden Bilder, die der Roman vor dem inneren Auge des Lesers entstehen lässt. Er bietet gute Unterhaltung für jeden Fantasy-Fan und lässt einen hoffen, Band zwei möge bald erscheinen.
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am 15. September 2010
Den Inhalt hat mein Vorrezensient schon so gut kolportiert, so dass ich darauf nimmer groß eingehen möchte. Mir gefällt gut, dass Perplies von Anfang an seine Vorbilder nennt, dadurch natürlich auch Erwartungen weckt um mich dann auf eine Reise mitzunehmen, wie ich sie so schon lange nicht mehr erlebt habe. Konnte man zuletzt schon von Magiern ("..von Montparnasse") lesen, so unterscheiden sich Perplies Magier davon durch ihre fantastischen Fähigkeiten, mit deren Hilfe es der Autor auch richtig krachen lässt. Einmal mehr kann man Bernd Perplies cineastischen Hintergrund aus seinem aktuellen Werk herauslesen. Die Anspielungen auf die verschiedensten Bücher und Filme sind überall und gewollt. Die Intrigen und Krimielemente (er-)kennt man dabei auch aus seinen Vorbilder, sein Magiesystem (siehe Rezension von A.Bollinger) dagegen wirkt einzigartig und durch ihre Darstellung überaus plastisch. Dass der Autor dabei Filmszenen im Kopf gehabt hat, erscheint offensichtlich.

Obwohl ich das Erstlingswerk von Bernd Perplies "Tarean" (sowie die beiden Fortsetzungen) sehr mochte, war es jedem Leser wahrscheinlich augenscheinlich, dass es sich hierbei eigentlich um Romane für Jugendliche gehandelt hat. Mit "Magierdämmerung" wird der Autor jetzt ein ganzes Stück erwachsener, der Plot dunkler und auch verwobener, wobei das, was bereits "Tarean" ausgezeichnet hat, zum Glück nicht verloren gegangen ist. Perplies lebendige Sprache lässt auch diesmal in vielgestalten Worten wieder eine Welt vor meinem inneren Auge entstehen, die fasziniert und anziehend (oder abstoßend, je nachdem ) geschildert wird. Ins Auge fällt auch, dass die Protoganisten über deutlich mehr Tiefenschärfte als in seiner Auftakttrilogie verfügen.

Das sozusagen eher offene Ende hat mich persönlich am Ende nicht gestört, da der Roman auch als erster Band einer Trilogie angekündigt war. Schlimm für mich persönlich nur, dass ich nun neben "Der Name des Windes" wieder auf einen weiteren Roman warten muss, wobei die Vorfreude die Spannung ja steigern soll. Gespannt bin ich deshalb auch schon mal wie ein Flitzebogen auf die Fortsetzung.
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am 8. Januar 2012
Magierdämmerung ist eines der Bücher, die ich zum einen unbedingt lesen wollte, und auf das ich mich zum anderen unheimlich gefreut habe.
Beim Lesen allerdings ist es mir unheimlich schwer gefallen, bei der Sache zu bleiben. Schon für den Prolog habe ich mehr als 1 Woche benötigt und mit dem Rest des Buches ging es nicht unbedingt besser weiter.

Der Stil von Bernd Perplies ist flüssig, durchgängig und auch sehr anschaulich. Auch die Figuren sind glaubhaft. Allerding stört mich von Anfang an die Masse der eingeführten Figuren, auch Nebencharaktere werden wie Hauptfiguren behandelt, sodass man am Anfang überhaupt nicht differnzieren und für sich in Schubladen stecken kann.
Die Genauigkeit wird meiner Meinung nach dem Autor an so mancher Stelle zum Verhängnis. Zwar beschreibt er gern, viel, ausführlich und auch mit klaren Worten, doch sind diese an einigen Stellen zu viel des Guten, sodass ich erhlich gesagt über mehr als eine Stelle geflogen bin, ohne sie vollständig aufzunehmen.
Ein weiterer 'Störfaktor' für mich waren auch die wechselhafte Handlung. Teilweise sehr vorhersehbar, teilweise aber auch sehr kurios und für mich nur schwer nachvollziehbar hat sich die Geschichte mehrmals gedreht.
Vielleicht denke ich für dieses Buch zu gerade'

Fazit:
Magierdämmerung ist an sich kein schlechtes Buch, doch mich hat es leider nicht zu packen vermocht. Die Mischung aus vielen Figuren und vielen Kehrtwendungen und Richtungswechseln in der Handlung haben mich eher verwirrt, als Spannung hervorzurrufen.
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am 30. April 2016
Nach Tarean ist "Magierdämmerung" Perlies' zweite Trilogie. Leider habe ich diese noch nicht gelesen, doch das werde ich jetzt sicher nachholen!

Diese neue Welt besteht aus Fäden, die alle Lebewesen in der Welt miteinander verbinden. Magie basiert dabei nicht auf übernatürlichen Fähigkeiten, sondern auf der Manipulation dieser Fäden. Im London von 1897 hat sich ein mächtiger Magierorden etabliert und wie jede machtvolle Institution hat er Feinde, die nun die Quelle der Macht im sagenumwobenen Atlantis geöffnet haben. Dadurch gerät die ganze Welt ins Chaos, unheilvolle Stürme brausen über England hinweg und unbelebte Dinge entwickeln ein Eigenleben.

Dabei gibt es eine Vielzahl von Hauptpersonen, in ihrem Zentrum der Journalist Jonathan Kentham, der durch den Ring eines ermordeten Magiers in diese Welt geworfen wird.Nun gilt es, den Mord aufzuklären, den Mörder zu finden, die Ordnung der Welt wieder herzustellen und die Feinde des Ordens auszuschalten. Einziges Problem: der Orden wird von innen untergraben und niemand weiß, wem er noch trauen kann.

Zunächst einmal habe ich mich sehr gefreut, dass es im alten London spielt, und konnte mich über die Namen und Orte freuen. Die Spielerei mit Sherlock habe ich schon bei der ersten Erwähnung verstanden, was die weiteren Anspielungen höchst amüsant machte. Dass ausgerechnet ein Jonathan Harker (der kannte schon Dracula) die Bösen jagt, war natürlich ein weiterer Pluspunkt.

Die Welt die Perplies ersinnt ist logisch konstruiert und man kann sich leicht in die Personen hineinversetzen. Offenbar hat Herr Perplies zu viel Avatar gesehen, denn die Idee, dass alles durch magische Fäden miteinander verbunden ist, kam mir doch bekannt vor. Allerdings macht das nichts, denn vor allem die Kampfszenen sind so Hollywoodreif beschrieben, dass man als Leser förmlich spüren kann, wie sich ein magischer Fadenkokon um einen selbst bildet, der alles andere davon abhält, beim Lesen zu stören.

Ein toller Auftakt zu einer neuen Steampunk-Welt, der dem Ausdruck "Kopfkino" neue Maßstäbe setzt.
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am 8. März 2011
London im Jahr 1897: Jonathan Kentham ahnt nicht, als er einen sterbende Mann in einer dunklen Gasse findet, dass dieser und dessen Ring sein Leben für immer verändern wird. Denn der alte Mann war Lordmagier Albert Dunholm, der einem feigen Attentat zum Opfer gefallen ist, und der Ring ist für Jonathan der Schlüssel zur magischen Welt. Zur gleichen Zeit in Schottland macht sich Giles McKellen Sorgen über die Veränderungen in der Magie und beschließt sich mit seiner Enkelin Kendra auf dem Weg nach London zu machen. Sie alle wissen nicht, dass ein uraltes Siegel im untergegangenen Atlantis gebrochen und somit die Wahre Quelle der Magie geöffnet wurde, welche die ganze Welt ins Chaos zu stürzen droht.

Die Handlung ist auf wenige Tage komprimiert, um genau zu sein spielt sich diese in nur vier Tagen ab. Dementsprechend überschlagen sich die Ereignisse geradezu, ist doch zeitgleich noch eine Verschwörung im Magierorden des silbernen Kreises zugange, die einen Umsturz plant. Jonathan wird mitten in diese magische Welt katapultiert und muss sich schnell zurecht finden. Glücklicherweise bekommt er Unterstützung durch den Kutscher Randolph Brown und dessen intelligenten Raben Nevermore, später trifft es noch den genialen Jupiter Holmes. Zeitgleich sind Kendra McKellen und ihr Großvater Giles auf dem Weg nach London, doch die Reise verläuft beileibe nicht störungsfrei ...

Die einzige nennenswerte Schwäche des Buches ist der Anfang. Der Prolog in Form einer Reise nach Atlantis gestaltet sich recht interessant und auch der Teil mit den Showmagier ist reizvoll, wenn auch etwas schleppend. Ich fragte mich allerdings nach über 50 Seiten, ob ich auch mal den Protagonisten Jonathan Kentham kennenlernen würde - dies erfolgte dann weitere 20 Seiten später. Wenn man aber diesen langsam Fahrt aufnehmenden Teil der Geschichte überstanden hat, wird man mit einer rasanten Handlung und sorgfältig konstruierten Charakteren belohnt. Jeder der Hauptdarsteller, sowie auch die vielen Nebenfiguren, stehen einen schnell vor den inneren Augen. Der herausragenste ist zweifellos der Magierdandy Jupiter Holmes nebst seiner Katze Watson, der von sich behauptet, dass Arthur Conan Doyle sich von ihm inspirieren ließ. Das Magiesystem ist nach meinen Kenntnisstand völlig neuartig: Die Magier manipulieren ihre Umgebung durch Fäden, die sie in der "Wahrsicht" wahrnehmen können. Dies ermöglicht spektakuläre Kampfszenen, die man sich direkt auf einer großen Leinwand vorstellen kann. Dass Bernd Perplies von Autoren wie Jules Verne inspiriert wurde, macht sich nicht nur durch ein bestimmtes U-Boot bemerkbar. Insgesamt zeichnet sich die Geschichte durch viele Anspielungen auf bekannte Werke der Literatur(- und Film)geschichte aus, wovon mir noch die allermeisten mangels Kenntnis entgangen sein werden. Sehr gelungen ist auch das Cover, was toll mit den Folgebänden harmonisiert, sowie die Innengestaltung des "Umschlags" mit Weltkarte vorne und einer Karte der Londoner Innenstadt hinten. Ein rundum stimmiges Gesamtpaket!

Ein wundervolles Buch voller Magie, Humour und Aktion, welches lediglich am Anfang etwas schwerfällig daher kommt, sich dann aber zu einem einzigartigen Lesegenuss steigert. Herrlich erfrischend und das Tor zu einer einzigartigen Welt. Absolute Leseempfehlung!

5 Sterne
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am 13. April 2011
Ich habe Bernd Perplies' "Magierdämmerung - Für die Krone" schon EWIG auf meinem Wunschzettel gehabt - hätte ich gewusst, dass es sich als Goldstück unter Silberlingen herausstellt, hätte ich es sofort gekauft! Nun ja, besser spät als nie. Es gibt schon viele Zusammenfassungen der Geschichte, ich werde sie aber trotzdem ganz kurz zusammenfassen.

In einer regnerischen, nebelverhangenen Nacht findet der junge Journalist Jonathan Kentham auf den Straßen des viktorianischen Londons einen sterbenden Mann, Albert Dunholm, der ihm einen magischen Ring übergibt. Durch den Besitz dieses Rings wird Jonathan in die Welt der Magier und in den Kampf um die Vorherrschaft zweier Magierfraktionen hineingezogen, wobei nicht ganz klar ist, wer auf wessen Seite steht und wer Freund und Feind ist. Kurz vor seinem Tod hat Albert Dunholm zwei Namen geflüstert, die Jonathan Schutz bieten und denen er Vertrauen kann: Dunholms Schützling Randolph und der exzentrische Außenseiter Jupiter Holmes. Jonathan muss sich fortan also nicht nur mit seinem (äußerst) problematischen Liebesleben auseinandersetzen, sondern auch akzeptieren, dass Magie existiert, was der aufgeklärte und rational denkende Jonathan anfangs standhaft zu leugnen versucht, während ein Attentäter durch die Nacht streift und seine außerwählten Opfer eines nach dem anderen aus dem Weg räumt ...

"Magierdämmerung - Für die Krone" hat wirklich alles, was ein gutes Buch ausmacht. Perplies' Haupt- und Nebencharaktere sind lebendig und interessant und man hofft mit ihnen bis zum Schluss, es möge sich alles zum Guten wenden. Besonders das "Trio von Außenseitern", der wissbegierige Jonathan, der kauzige Randolph und der eigenwillige Mr. Holmes, habe ich ins Herz geschlossen und auch die Antihelden und ihre Verbündeten haben ihren ganz eigenen Charme. Die Idee, das viktorianische England als Setting zu wählen, fand ich sehr gut, denn durch diese schaurige, nebelverhangene Szenerie wird die Geschichte unheimlicher und effektvoller und dank Perplies' schöner Sprache hatte ich das Gefühl, mit Jonathan selbst durch die Straßen Londons zu streifen und werte Herren mit Mänteln und Hüten durch den Regen eilen zu sehen. Sein Spiel mit Worten gefiel mir sehr.

Mein Lieblingssatz: "Was für ein impertinentes Subjekt!" (BS. 203)

Die Geschichte ist in mehrere Hauptstränge gegliedert und der Leser/die Leserin erlebt die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven, was das ganze interessant macht, da man die Gefühle und Gedanken des jeweiligen Erzählers teilt und "hautnah" am Geschehen teilnimmt. Das Magiesystem - mithilfe von "Fäden", die jedes Objekt mit dem nächsten verbinden, die Umwelt zu manipulieren - fand ich originell! Das Buch macht wirklich Spaß, die Handlung ist sehr spannend und hat mich oft an einen Krimi erinnert. Die Reihen der Guten sind von den Bösen infiltriert und lichten sich mit jedem Kapitel und man bangt und hofft, dass die Mörder bald enttarnt und außer Gefecht gesetzt werden. Durch die unterschiedlichen Charaktere und ihre Interaktion miteinander kommt es oft zu komischen Situationen - besonders Mr. Holmes und seine wunderliche Art fand ich großartig!

Mir hat Bernd Perplies' 1. Band seiner Magierdämmerung-Reihe sehr gut gefallen und ich werde ihn und seine Werke bestimmt nicht aus den Augen lassen. Eine spannende Handlung, ein eindrucksvolles Setting und lebendige Charaktere machen sein Buch zu einem Highlight und sein zweiter Band hat somit den Thron meiner Wunschliste erklommen! Sehr empfehlenswert!
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am 24. Januar 2011
Der Auftakt einer neuen Trilogie aus der Feder von Bernd Perplies.
Ich vermute zumindest, dass er eine Feder verwendete, weil man dieses Buch nicht nur liest, sondern mit Aufklappen des Buches darin verschwindet und es lebt!
In London. Im Jahr 1897. Kurz vor einem neuen Zeitalter.
Vordergründig leben die Menschen in einem viktorianischen London, die ersten Automobile fahren auf den Strassen, Feste werden gefeiert, der Adel blüht, aber es geschehen auch mysteriöse Veränderungen.
Der erste Lordmagier von London stirbt nach einem Überfall. Kurz vor dem Tod findet ein junger Journalist den sterbenden Mann auf der Straße liegend. Bevor er Hilfe holen kann, übergibt der Greis ihm einen wertvollen Ring und nennt ihm wenige Namen von Personen, die ihm helfen werden. Helfen, die magische Ordnung auf der Welt wieder herbeizuführen, die wenige Stunden zuvor durch einen Anschlag ins völlige Chaos gestürzt wurde.

Spannend, einfach phantastisch geschrieben versinkt der Leser in eine Welt, teils historisch, teils Fantasy. Zu Beginn jedes Kapitels steht ein -meist wirklich historisches- Zitat aus einer früher existierenden Zeitung, welches einen Einblick in die damaligen wichtigen Angelegenheiten bietet und oft genug ideal zur Geschichte der Magier passt! Toll recherchiert!
So sind auch die Schauplätze real existierend. Oft genug begegnen dem Leser Personen oder Gegenstände, die man aus Klassikern schon kennt, zumindest dem Leser ins Auge fallen, der viel und ausgiebig liest. Es sind aber nicht nur Klassiker, man trifft auch verblüffend namensähnliche Personen aus kürzlich gefeierten Werken.
Ich hatte einen unglaublichen Spass und bewundere die Recherchearbeit und die Mühe, an diesen Raffinessen zu feilen und basteln, bis alles rund zusammenpasst.
Ausgefallene Ideen mit durchaus bekannten Personen und Dingen, hier merkt man, dass der Autor Bernd Perplies nicht nur eine fantastische Geschichte schrieb, sondern völlig in der geschaffenen Welt versank, bekanntes mit neuem verbindet und bereit ist, den Leser mitzunehmen!
Lasst Euch entführen in ein London des Aufbruchs, in eine magische Welt des Zusammenbruchs, in ein Chaos der Kräfte, in dem auch der Humor nicht zu kurz kommt!
Band 2 der Trilogie kommt demnächst auf den Markt: geplantes erscheinen Februar 2011, Band 3 erscheint im Herbst des gleichen Jahres.
Berrnd Perplies - Magierdämmerung: Teil 1 Für die Krone, Teil 2 Gegen die Zeit, Teil 3 In den Abgrund
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