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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das Ueberblick schaffen will !
Wie in der Beschreibung angekündigt, versuchen sich die Autoren hier aus verschiedenen Fachdisziplinen dieser Frage analytisch anzunähern, was der Geist sein kann oder aus dem heutigen Wissensstand nicht.
Es ist anregend, einen Buchtitel zu finden, der die Reduktion des Geistigen und damit des Menschen auf das Gehirn grundlegend hinterfragt. Felix Tretter...
Veröffentlicht am 19. Juni 2010 von E.Chabrol

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schon möglich, dass andere Leser mehr verstehen
Die Frage, ob das Gehirn der Geist sei, darf nicht allein den Neurowissenschaftlern überlassen werden. Aber soweit ich deren Werke und Verlautbarungen kenne, beansprucht auch niemand das Exklusivrecht auf verbindliche Antworten. Und wenn dieser Eindruck durch allzu reißerische Berichterstattungen erweckt werden sollte, liegt dies eher an den Medien als an den...
Veröffentlicht am 15. Mai 2010 von Fuchs Werner Dr


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schon möglich, dass andere Leser mehr verstehen, 15. Mai 2010
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ist das Gehirn der Geist?: Grundfragen der Neurophilosophie (Broschiert)
Die Frage, ob das Gehirn der Geist sei, darf nicht allein den Neurowissenschaftlern überlassen werden. Aber soweit ich deren Werke und Verlautbarungen kenne, beansprucht auch niemand das Exklusivrecht auf verbindliche Antworten. Und wenn dieser Eindruck durch allzu reißerische Berichterstattungen erweckt werden sollte, liegt dies eher an den Medien als an den Hirnforschern. Wenn sich nun Philosophen in die Debatten um den freien Willen und die Rolle des Unbewussten einmischen, ist das nur zu begrüßen. Allerdings trägt das Buch von Felix Tretter und Christine Grünhut kaum etwas dazu bei, dass die Neurophilosophie von einer breiten Öffentlichkeit zur Kenntnis genommen wird. Vielmehr verstärkt es das Vorurteil, Philosophen würden sich in einer Geheimsprache unterhalten und ausdrücken. Aber falls ein Leser dieses Buches dies anders sieht, so würde ich mich gerne mit ihm austauschen. Trotz beträchtlichem Vorwissen in neurobiologischen und philosophischen Denkansätzen und Begrifflichkeiten konnte ich den Ausführungen der beiden Autoren oft nicht folgen.

Primär gehe es ihnen um die Analyse von Begriffen und Methoden, betonen die Autoren gleich zu Beginn. Dagegen ist an sich nichts einzuwenden. Aber Prof. Dr. med Dr. phil. Dr. rer. pol Felix Tretter und Dr. med. Christine Grünhut sind ebenfalls nicht immun gegen logische Denkfehler und Vermischungen verschiedener Begriffsebenen. Hirnforschern das Recht abzusprechen, prinzipielle Aussagen zu machen, weil es noch an Detailkenntnissen fehle, betrachte ich als philosophischen Unsinn. Denn es lassen sich sehr wohl Hypothesen zu Funktionsweisen komplexer Systeme treffen, auch wenn man diese Systeme nicht vollständig entschlüsseln kann. Entweder die Autoren verwechseln komplex mit kompliziert oder sie werden selber Opfer ihres erkenntnistheoretischen und wissenschaftsphilosophischen Ansatzes.

Diese Vermutung bestärken ihre schematischen Darstellungen der Psyche, des Bewusstseins oder cerebraler Schaltkreise. Und wie die vielen in graue Kästchen gezwängte Merksätze zeigen, kommen auch Tretter und Grünhut nicht ohne begriffliche Reduzierungen aus. Was soll ich mit einem Satz wie "Den Geist auf das Gehirn zu beziehen ist, wie ein Pudding an die Wand zu nageln" anfangen, wenn hundert Seiten später steht: "Neuropsychologie ist ein Projekt des den Pudding-an-die-Wand-Nagelns" steht?

Schön möglich, dass Leser mit viel Vorwissen und einem ausgeprägten Flair für Begriffsdefinitionen dieses Buch völlig anders einschätzen als ich. Aber zu glauben, ein lateinisches Wort sei an sich präziser als ein deutsches, gehört zu den klassischen Irrtümern vieler Akademiker und Philosophen. Gerade weil Christine Grünhut auch als Kommunikationstrainerin und Lebensberaterin wirkt, sollte sie mehr darum ringen, Kompliziertes in einfache Worte zu fassen. Und wenn Felix Tretter zu Recht einfordert, dass der Neurophilosophie mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, müsste er sich ebenfalls um eine verständlichere Sprache bemühen, um sein Ziel zu erreichen.

Mein Fazit: Es wird kaum bestritten, dass bei der Erforschung des menschlichen Gehirns verschiedene Wissensdisziplinen beteiligt sein sollten. Aber mit Büchern wie diesem wird es schwierig sein, spezialisierte Hirnforscher vermehrt für die Sache der Philosophen und Psychologen zu gewinnen. So interessant viele Thesen und Begriffsklärungen auch sind, auf die Frage des Buchtitels erhalten nur Leser eine Antwort, die mit der Sprache der Autoren zurechtkommen. Auf mich trifft das leider nicht zu.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Verdienstvoller Ansatz, schwache Durchführung, 20. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Ist das Gehirn der Geist?: Grundfragen der Neurophilosophie (Broschiert)
Das Anliegen der Autoren ist sehr wichtig: nämlich darauf hinzuweisen, daß aus verschiedenen Gründen eine Deutung menschlichen Handelns im Sinne eines platten Physikalismus derzeit nur eine Hypothese, aber nicht bewiesen ist. (Wer sich mit der Geist-Gehirn-Debatte auskennt, ist sicher schon auf philosophische und neurobiologische Texte gestoßen, die schlicht dämlich sind, aber eine enorme physikalistische Deutungshoheit beanspruchen.)
Insofern wäre das Buch sehr wichtig.
Leider ist die Durchführung schwach. Zwar weisen die Autoren richtig auf viele Themen hin, an denen ein naiver Realismus bzw. Physikalismus scheitert, aber diese Themen sind auch von Tretter und Grünhut nicht wirklich durchdacht. Außerdem haben sie sich keine Mühe gegeben, medizinische Ausführungen für Nicht-Mediziner verständlich darzustellen. Relativ viele Tippfehler und Wiederholungen / Doppelungen (z. T. auf derselben Seite) verstärken den Eindruck, daß ein unfertiges Manuskript auf den Markt geworfen wurde. Schade - hier wurde eine Chance vertan.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das Ueberblick schaffen will !, 19. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Ist das Gehirn der Geist?: Grundfragen der Neurophilosophie (Broschiert)
Wie in der Beschreibung angekündigt, versuchen sich die Autoren hier aus verschiedenen Fachdisziplinen dieser Frage analytisch anzunähern, was der Geist sein kann oder aus dem heutigen Wissensstand nicht.
Es ist anregend, einen Buchtitel zu finden, der die Reduktion des Geistigen und damit des Menschen auf das Gehirn grundlegend hinterfragt. Felix Tretter und Christine Grünhut bringen fundiert eine breite Palette von wissenschaftlichen Perspektiven zu dieser Frage ein und belegen auf diese Art, wie schwach doch die Gleichsetzung des Gehirns mit dem Seelischen fundiert ist. Gehirnanalysen sollen beweisen, dass es kein Ich gibt, dass der freie Wille eine Illusion ist usw. Die Autoren zeigen, dass physikalisch-biologischen Untersuchungsmethoden es nicht erlauben, psychologische Sachverhalte direkt zu erfassen.
Nach einer kurze Einführung in die Philosophie des Geistes, mit den historischen Wurzeln der Debatte und mit den üblicherweise fehlenden Ausführungen zur Wissenschaftstheorie folgen Darstellungen der Psychologie, Neurobiologie und Systemforschung und ermöglichen damit, sich an den Themen der Gehirn-Geist-Forschung bis zu Fragen der Willensfreiheit einen Überblick zu verschaffen oder einen einzigartigen Einstieg zu diesem Thema zu finden; eine unglaubliche Literaturliste zum Nachlesen mit pro und kontra gibt es dann auch noch.

Ideal für jeden Einsteiger zu diesem Thema (ein wenig allgemeine Vorkenntnisse sind hilfreich) und für jeden, der breiteren wissenschaftlichen Überblick sucht.

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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gesunder Überblick, 1. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Ist das Gehirn der Geist?: Grundfragen der Neurophilosophie (Broschiert)
Naturalistische Fehlschlüsse und kränkelndes Halbwissen beherrschen unser Leben.
"Männer können besser..., weil in der Steinzeit... - Männer, die ..., konnten mehr Nachkommen zeugen und ihre Gene dadurch erhalten." Dieser Satz existiert in tausenden Ratgebern, Zeitungsartikeln, populärwissenschaftlichen, akademischen und sonstigen Studien in allerlei Versionen, ob es um Männer oder um Flöhe geht. Sie setzen voraus, dass
1. Alle Männer (oder Flöhe, was schon minimal plausibler erscheinen würde) gleich sind.
2. Alle Verhaltensweisen neurologisch, die Beschaffenheiten der Gehirne genetisch und die Genome evolutionär bedingt sind.
3. Dass diese Urteile wissenschaftlicher Konsens seien.

Natürlich ist keine dieser drei Bedingungen erfüllt. Wie schon einer der Begründer einer bekannten evolutionsbiologischen Strömung (New Synthesis - bis vor kurzem fast durchgehend gelehrt), Ernst Mayr, in Erinnerung rief: "Biology is not physics." Lebewesen sind keine Maschinen, und der Mensch am allerwenigsten. Denn, wäre der Mensch eine Maschine und das Bewusstsein eine Illusion, wessen Illusion könnte es sein? Die des Gehirns? Kann sich aber ein Gehirn Illusionen machen, dann ist es Person. Ist es aber Person, dann ist es mehr als Materie. Ohne Bewusstsein keine Illusion und ohne Freiheit keine Naturwissenschaft, die Freiheit wegerklären kann.

Nun ja, es ist nicht meine Aufgabe in dieser Rezension, den Materialismus lächerlich zu machen. Worauf ich hinauswill, ist die Notwendigkeit dieses Buches, in dem ein Mediziner, Psychologe und Philosoph dem gewöhnlichen Halbwissen durch ausgeprägte Interdisziplinarität entgegenwirkt. Und das tut Felix Tretter in so klarer Gliederung, dass die Abhandlung bei allem wissenschaftlichen Charakter verständlich bleibt, in etwa wie ein Lehrbuch neue Inhalte begreifbar macht, ohne zum Roman zu werden. Für stark populärwissenschaftlich orientierte Menschen mag es langatmig wirken, aber auch die sollten wissen, dass ihre Persönlichkeit weiterhin existieren darf, ohne von irgendeinem wissenschaftlichen Konsens wegerklärt zu werden.

Die Hauptsache an allem ist das Inter- bzw sogar Transdisziplinäre. Man stellt nämlich immer wieder fest, dass Neurologen häufig erschreckend wenig von Erkenntnissen der Genetik wissen, die später datieren als ihr Diplom, Genetiker von Ökologie, Biologen insgemein von Physik, Naturwissenschaftler insgemein von Erkenntnistheorie und Logik sowie Erkenntnistheoretiker von Neurologie. Als Anhänger eines universalen Bildungsideals finde ich diese aus den USA übernommene Beschränktheit nicht gerade schön, als an Wahrheit interessierter Mensch ausgesprochen traurig und als Liebhaber britischen Humors einfach nur witzig. Das Witzige wäre immerhin positiv, bleibt aber auch erhalten, wenn die gegenwärtige Borniertheit Geschichte ist. Von daher empfehle ich nur dieses Buch als Anregung zu etwas weiterem Schauen.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gutes und hilfreiches Buch, 16. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ist das Gehirn der Geist?: Grundfragen der Neurophilosophie (Broschiert)
Ich habe mir das Buch für meine Abipräsentation im Fach Philosophie gekauft. Es ist sehr nützlich und gut verständlich. Der Zustand des Buches war neu, wie angegeben. Der Versand und die Zustellung verliefen problemlos. Alles in allem ein sehr zuverlässiger Verkäufer und ein tolles Produkt. Ich bin mit allem zufrieden!
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Ist das Gehirn der Geist?: Grundfragen der Neurophilosophie
Ist das Gehirn der Geist?: Grundfragen der Neurophilosophie von Christine Grünhut (Broschiert - 6. Mai 2010)
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