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Kundenrezensionen

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am 4. März 2014
Peter Jamin schreibt einen wirklich authentischen Bericht, der ein Thema behandekt, dass in der Öffentlichkeit viel zu wenig Beachtung findet. Wenn es um Gewalt gegen Polizisten geht, dann kann wahrscheinlich jede Kollegin und jeder Kollege (nicht nur Polizei sondern auch Zoll,BAG etc.) viele Geschichten erzählen.

"Abgeknallt" liest sich wirklich gut und wie aus dem "Dienst" gegriffen. Ich habe mein Exemplar einigen Bekannten gegeben, die das Buch ebenfalls verschlungen haben. Darum mein Danke an den Autor!
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am 1. Dezember 2011
Die Gewerkschaft der Polizei hat den Düsseldorfer Schriftsteller und Journalisten Peter Jamin am 26. Februar 2013 im Rahmen einer Lesung und Diskussion zum Thema "Gewalt gegen Polizisten" im Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel mit dem „GdP Stern 2012“ ausgezeichnet.
Jamin erhält die Ehrung – so die Inschrift des Preises - "in besonderer Würdigung seiner herausragenden journalistischen Leistungen zum Thema Gewalt gegen Polizisten". In seinem erzählenden Sachbuch „Abgeknallt – Gewalt gegen Polizisten" (Verlag VDP) beschreibt der Autor die dramatische Geschichte eines Polizisten, der im Dienst während seiner Nachtschicht als Geisel genommen und niedergeschossen wurde.
In den Vorjahren wurden u.a. mit dem Preis ausgezeichnet: der ehemalige hessische Ministerpräsident Hans Eichel, Iris Berben in ihrer Rolle als Rosa Roth, Evelyn Hamann für die Krimisendung „Adelheid und ihre Mörder“, Jan Fedder für seine Darstellung des Dirk Matthies in der Sendung Großstadtrevier, die Schauspielerin Ulrike Folkerts als Kommissarin Lena Odenthal im Tatort, Rudi Cerne, ZDF-Sportreporter und Moderator der Sendung XY.. ungelöst, der hessischen Innenminister Gerhard Bökel wie auch ein New Yorker Polizist, der als Ersthelfer am World Trade Center am 11. September 2001 besonders engagiert war, Detective David Morales.
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am 4. Juni 2012
Ein sehr spannendes Buch, in dem der Beruf Polizeibeamter wahrheitsgemäß niedergeschrieben wurde. Nebenbei wurde auch verdeutlicht, was sich der kleine Streifenpolizist alles gefallen lassen muss. Grund dafür sind z.B. die unzureichenden erfoderlichen Mittel. Auch wird deutlich, das der Stress in diesem Beruf Einzug gehalten hat und durch den Personalabbau, die Poilisten dadurch stark gekenntzeichnet sind. Ich spreche da von immer mehr Überstunden...........
Sehr empfehlenswert........
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am 30. Juli 2014
Dieses Buch hat mich aufgrund der Aktualität mit dem Thema sehr interessiert. Ich war erst etwas skeptisch da es recht lütt schien, dennoch war ich sehr begeistert. Guter Schreibstil, informativ und lässt den Leser auch einmal hinter die Kulissen einer Polizeiwache und ihren Menschen blicken. Absolut spannend und mit Fakten geschriebenes Buch.
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am 10. Juli 2012
Mit großer Erwartung habe ich mir das Buch gekauft und wurde enttäuscht. Der Titel verspricht mehr als man bekommt. Leider musste ich feststellen das die Themen Liste zwar viel versprechend waren aber der Lesestoff hat sich hingezogen wie ein Kaugummi. Die ganze Materie hätte man auf die hälfte des Buches reduzieren können. Leider wurde der Inhalt des Buches ziemlich gestreckt um wohl die Seiten zu füllen.
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am 24. September 2012
Tolles Buch, welches den tagtäglich, erlebbaren Wahnsinn auf den Strassen und in den Wachen beschreibt. Fast jeder deutsche Polizeibeamte hat Gewalt gegen seine Person erlebt. Ich wünsche dem Passauer Kollegen und dem Kollegen aus Mönchengladbach alles Gute. Möge die Seele schnell heilen !!

Kauftipp !!!!
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am 25. März 2015
Im Zuge meiner Abschlussarbeit über Gewalt gegen Polizeibeamte habe ich dieses Buch herangezogen. Es war sehr hilfreich und es ist sehr interessant zu lesen!
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am 11. Januar 2014
Tolles Buch, macht Spass zu lesen. Es ist sehr spannend geschrieben. Im Buch wird beschrieben, was Polizisten Tag täglich ertragen müssen
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am 19. Januar 2014
Es war soweit alles Inordnung. Ich würde es auf jeden fall wieder bei diesem Käufer kaufen. Danke und weiter so ;-)
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am 4. November 2014
Schnell hatte ich den Eindruck, ich würde eine Satire lesen, aber dem Autoren ist es mit diesem Buch offenbar ernst:
Aber um bei den Bürgern Obrigkeitshörigkeit, Unterwürfigkeit und Demut samt Untertanengeist und einen Sinn für Denunziantentum und Blockwartmentalität zu fördern, sind solche Bücher eben nötig ...

Herausgegeben vom Verlag Deutsche Polizeiliteratur GmbH ist wohl kaum Objektivität zu erwarten gewesen, stattdessen ist das Buch ein Hohelied auf die Polizei und ein lautes Klagelied auf die ach so unmenschlichen Arbeitsbedingungen, unter denen deutsche Polizeibeamte in der Moderne arbeiten müssen:Als wenn jemand dazu gezwungen werden würde, in den Polizeidienst zu treten und als wenn Polizeibeamte völlig unbeteiligt in diverse Konflikte und Konfrontationen geraten würden ...
In diesem Buch kommen also keine Bürger zu Wort, die die Aktionen der Polizei viel zu oft als Schikane und Belästigung empfinden, sondern Autor und Justizbeamte dürfen sich über die böse Welt und die undankbaren Bürger auslassen.
Wenn Bürger sich über die zunehmende Gewalt in ihrem Viertel beklagen, schwafeln Vertreter aus Politik und Obrigkeit gerne etwas daher von einem subjektiven Bedrohungsempfinden - offenbar ist es etwas völlig anderes, wenn Staatsdiener so empfinden:
Da beschwert sich der Autor Peter Jamin an verschiedenen Stellen darüber, dass die Polizei und die Polizeibeamten bei der Bevölkerung an Ansehen verloren haben, und zunehmend Opfer von Gewalt werden würden - ohne jedoch dass der Autor auch nur ansatzweise Analyse oder Ursachenforschung betreiben würde, stattdessen propagiert der Autor ein Bild der Polizei wie aus den 1950er Jahren.

In unserer heutigen Zeit ist diese Institution genannt Polizei eine doch sehr fragwürdige Einrichtung:
Sie kommt meistens zu spät, also dann, wenn Verbrechen bereits begangen wurden, und kann diese Verbrechen dann nur noch verfolgen. In einer Zeit, in der sich Regierung, Obrigkeit, Parteien und Politiker zunehmend mehr von den Bürgern und Wählern entfernen, und diese Bürger an der Gestaltung des Systems auch nicht mehr aktiv beteiligt werden (An der Entwicklung von Gesetzen, Festsetzung der Höhe von Bußgeldern u.v.a. sind die Bürger nicht beteiligt, obwohl sie letzten Endes davon betroffen sind), werden auch die Vertreter dieser Obrigkeit kritischer betrachtet:
Bürger und Wähler enthalten sich den Wahlen lieber oder wählen verstärkt neue, sozialere, (bessere?) Parteien. Die etablierten Parteien und die Obrigkeit reagiert darauf nicht etwa mit Vernunft und Einsicht, sondern versucht mit Gewalt an ihrer erworbenen Macht festzuhalten. Es mag in Deutschland ein Demonstrationsrecht geben, aber durch verstärkte Polizeipräsenz lassen sich aufmüpfige Bürger ja vielleicht davon abhalten, demonstrieren zu gehen nstatt wie gewünscht apathisch vor der Glotze abzuhängen. Gerne propagieren Politiker auch das Gewaltmonopol des Staates, wozu es jedoch keine Gesetzesgrundlage gibt, die dieses Gewaltmonopol legitimiert. Aber selbst wenn:Staat, das sind wir alle. Gemeint ist also wohl eher ein Gewaltmonopol der Obrigkeit - und warum sollte diese Obrigkeit ein Gewaltmonopol haben dürfen? Gegen die sog. Schariapolizei regte sich dann im Jahre 2014 sogleich Widerstand von Seiten der Obrigkeit und einiger Politiker, die gerne ihre Law & Order-Mentalität propagieren. Dabei bezog sich diese Schariapolizei nur auf den Bereich der islamischen Religion, hatte also mit dem Leben der meisten Bundesbürger absolut nichts zu tun. Und damit andere Gesellschaftsschichten nicht auf die Idee kommen, eine ähnliche Institution, gar eine Bürgerwehr zu gründen, wurde gleich dagegen vorgegangen. Dabei sind die Vorteile einer Bürgerwehr doch eindeutig:Eine Bürgerwehr wäre weniger daran interessiert, irgendwelche Machtverhältnisse aufrechtzuerhalten oder anonymen Gesetzen Geltung zu verschaffen, die von einigen Bürgern eh abgelehnt werden, sondern würden sich eher an der eigenen Vernunft orientieren. Außerdem würde eine Bürgerwehr wohl bevorzugt aus Menschen bestehen, die eben dort Streife gehen, wo sie auch wohnen, was deutlich das Vertrauen mehr fördern würde, als wenn irgendwelche Polizisten, die niemand persönlich kennt, einmal in der Woche im Streifenwagen durchfahren.
Wenn dann auch noch diese Polizei weniger damit beschäftigt ist, echte Kriminelle und Gangster, Wirtschaftsverbrecher und Finanzjongleure zu verfolgen (Wurde irgendeiner der an der Finanzkrise beteiligten Banker und Broker verhaftet? Oder irgendein Politiker wegen diverser unsozialer Gesetze?), sondern diese Polizei hauptsächlich den einfachen Bürgern zu nahe kommt, und diese einfachen Bürger wegen diverser Bagatelldelikte belangt, dann ist wohl klar, dass zwischen Bürgern und Polizei schnell Konflikte entstehen. Und wie glaubwürdig ist eine Obrigkeit, die von ihren Bürgern Gewaltverzicht erwartet, aber gleichzeitig ihren Ordnungskräften die Anwendung von Gewalt erlaubt?

Könnte dieser Verlust an Ansehen daran liegen, dass sich die Polizei ungefragt in Angelegenheiten einmischt, die Privatsache der Beteiligten sind und Polizei und Obrigkeit nichts angehen? Wenn zwei Rockerbanden miteinander im Clinch liegen und sich gegenseitig bekriegen, sonst aber kein Bürger zu Schaden kommt - was geht derlei die Polizei an? Wie derlei ausgehen kann, wenn sich die Staatsgewalt einmischt, war vor einigen Jahren zu sehen und hatte zu einem bemerkenswerten Urteil in zweiter Instanz geführt (Stichwort Putativnotwehr). Oder liegt es daran, dass die Polizei schon lange nicht mehr für die Bürger arbeitet, sondern eher gegen sie? Oder daran, dass die Polizei kaum noch für die einfachen Bürger da ist, sondern bevorzugt, um Großprojekte zu schützen (Stuttgart 21, Castor-Transport) oder um irgendwelche Bagatelldelikte (Verkehrsvergehen, Schwarzfahren, Ladendiebstahl) zu verfolgen? Oder auch daran, dass die Institution Polizei und deren Arbeit kaum transparent ist und sich Polizist und Bürger nie auf Augenhöhe begegnen (Wenn schwer bewaffnete Polizisten auf unbewaffnete Bürger treffen, kann wohl kaum von Augenhöhe gesprochen werden)? Oder daran, dass Polizisten zu den deutlich Privilegierten zählen, denn während einem Polizisten selbst vollautomatische Schusswaffen zur Verfügung stehen, hat der deutsche Bürger es schwer, überhaupt an eine Schusswaffe zu gelangen - Amerikaner sind da deutlich im Vorteil! Oder daran, dass uns Bürger keine nennenswerten, legalen Möglichkeiten zur Verfügung stehen, um uns effektiv gegen einen zunehmend umfangreicheren Polizeiapparat zur Wehr zu setzen, auch weil von Polizei und Obrigkeit Gesetze geschaffen wurden, die diese Gegenwehr, Selbstverteidigung, Notwehr, gegenüber Polizisten als Widerstand gegen die Staatsgewalt auslegen? Oder daran, dass in den vergangenen Jahrzehnten der Ruf von Polizei und Justiz durch diverse Pleiten und unnötige Aktionen (Schleyer-Entführung; Geiseldrama von Gladbeck; Bad Kleinen), fragwürdige Urteile, bei denen Jahre danach durch Recherche engagierter Journalisten herauskam, dass der Verurteilte unschuldig war oder auch durch die Rolle der Polizei in anderen bekannten Fällen (Gustl Mollath) Schaden genommen hat? Das Vertrauen der Bürger in die Polizei dürfte wohl kaum steigen, wenn ein hoher Dienstgrad der Polizei die Anweisung gibt, trotz Folterverbots in unserem Lande einen Verdächtigen zu foltern ...

Dass Polizeibeamte oftmals privilegiert sind, etwas gleicher als andere Bürger sind und spätestens vor Gericht mit anderen Maßstäben gemessen werden, dürfte wohl ebenfalls für Unmut in der Bevölkerung sorgen:Bei von Polizisten gegen Bürger ausgeübter Gewalt hat der Beamte kaum rechtliche Konsequenzen zu befürchten, kann er diese Gewalt stets durch irgendwelche Gesetze und angebliche Pflichterfüllung legitimieren, sieht sich ein Polizist den Angriffen und der Gewalt von Bürgern ausgesetzt, sind den Bürgern wohl einige Jahre Gefängnis sicher, selbst wenn die Umstände gleich waren.
Da predigen Politiker zwar gerne etwas von wegen Zivilcourage, aber sich gegen Polizei, Obrigkeit und Justiz zur Wehr zu setzen, das wird dann gleich als Widerstand gegen die Staatsgewalt bezeichnet. Schon schlimm genug, dass diese Bürger alle vier Jahre frei wählen dürfen und dann seit Jahren zunehmend weniger die etablierten Volksparteien, sondern stattdessen neue Parteien mit revolutionären Ideen (Bedingungsloses Grundeinkommen) wählen ...
Es ist schon seltsam:Oft werden jene gelobt, die im Dritten Reich oder in der DDR gegen das System Widerstand geleistet haben - aber ein Unrechtsstaat, das sind ja immer die anderen, nicht wahr?!
Und während das Realeinkommen vieler Bürger seit Jahren sinkt und deren Arbeitsplatz alles andere als sicher ist, erfreuen sich Polizeibeamte eines ansehnlichen Beamtengehalts und einer nahezu unkündbaren Anstellung im Staatsdienst zzgl. diverser Privilegien, von denen der Durchschnittsbürger nicht mal zu träumen wagt:Waffen tragen und mit Sirene und Blaulicht durch den Strassenverkehr brettern, ohne sich um Geschwindigkeitsbegrenzungen oder rote Ampeln scheren zu müssen …
Die Polizei ist somit eine Institution, die in vergangenen Zeiten durchaus sinnvoll gewesen sein mag, sich jedoch schon lange selbst überlebt hat, jedoch von Leuten, die sich ungern von der Macht trennen, künstlich am Leben gehalten wird!

In Artikeln und Reportagen wird oft darauf hingewiesen, dass sich Bürger von Mitarbeitern der Gemeinden und Energieversorgern den Dienstausweis zeigen lassen sollen - von Polizeibeamten bekommt man fast nie einen Ausweis zu sehen, obwohl es in den vergangenen Jahren auch Fälle gab, in denen sich Ganoven als Polizisten ausgegeben haben.
Dass in der Moderne für unzählige Anlässe eine behördliche Genehmigung erforderlich ist und es den Anschein hat, als wäre alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist, macht das Verhältnis zwischen Bürger und Obrigkeit nicht besser!

Doch all dies bleibt im Buch unerwähnt. Ebenso wie dass die Bürger und Steuerzahler mit ihren Steuergeldern die Institution Polizei finanzieren, die dann oft eben gegen diese Bürger agiert.
Stattdessen beschwört der Autor eine Vorstellung eines gesetzlosen Deutschland voller Banditen, Desperados, Gesetzloser, Geächteter und Ausgestossener, in der eine Handvoll deutscher Polizisten einsamen Reitern gleich durchs Land ziehen, um für Recht und Ordnung zu sorgen … Sarkasmusschild!
Wenn David Simon in seinem Buch ‚Homicide - Ein Jahr auf mörderischen Strassen’ ein düsteres Bild von Baltimore zeichnet, mag dies angemessen sein - wenn Peter Jamin in ‚Abgeknallt - Gewalt gegen Polizisten’ Passau so darstellt, als wäre es das neue Dodge City, dann wirkt das eher lächerlich. Ist eine solche Darstellung einer angeblich zunehmenden Gewaltbereitschaft (auch gegen Vertreter der Exekutive) tatsächlich auf schlimmere Zustände zurückzuführen? Oder eher darauf, dass Politiker und Polizei sich darin gefallen, zwischenmenschliche Aktionen zu Vergehen und schweren Vergehen aufzublasen, um somit eine schlimme Bedrohungslage zu suggerieren und so eine künstliche Legitimierung schaffen, um härte Gesetze zu verabschieden?
Sei es die zunehmende Gewalt(bereitschaft), die Amokläufe an Schulen zu Beginn dieses Jahrtausends, oder auch die neue Szene von Salafisten und IS, denen sich diverse moslemische Jugendliche aus westlichen Ländern anschließen:Fast nie betreiben unsere Regierung und Obrigkeit Ursachenforschung, denn bei Ursachenforschung müssen unbequeme Fragen gestellt werden, die dann evtl. noch unangenehmere Antworten generieren:Ursache all dessen dürfte wohl sein, dass viele Menschen und Bürger inzwischen mit ihrem Leben inmitten eines Systems, in dem nicht mehr die Menschen, sondern nur und ausschließlich die Wirtschaft und deren Profit im Mittelpunkt stehen, unzufrieden sind. Gleichzeitig werden diese unzufriedenen Bürger jedoch verurteilt, wenn sie den an der Misere Schuldigen und Verantwortlichen einfach mal aufs Maul hauen wollen, was eh schon schwierig ist, weil an diese Schuldigen und Verantwortlichen oft nicht ranzukommen ist.

An mehreren Stellen berichtet der Autor von Angriffen von Bürgern auf Polizeibeamte - Angriffe von Polizisten auf Bürger dagegen bleiben nahezu unerwähnt, auch wird kaum thematisiert, ob und wie eine Situation überhaupt erst durch das Eingreifen der Polizei noch weiter eskaliert ist:Wie wären wohl das Geiseldrama von Gladbeck oder die Sache in Bad Kleinen ausgegangen, wenn die Polizei sich rausgehalten hätte?

Auch beschreibt der Autor, wie Polizisten bei Einsätzen verletzt wurden, weil sie ins Geschehen, etwa bei Demonstrationen oder Wirtshaus- und Strassenschlägereien eingegriffen hatten. Das Prinzip von Ursache und Wirkung, von Aktion und Reaktion scheint dem Autoren unbekannt zu sein:Würden sich Polizisten öfter zurück halten und bei Schlägereien und Demos die beteiligten Parteien sich austoben lassen und anschließen die Verletzten einsammeln, wären derlei Ereignisse wohl ziemlich schnell vorbei - durch das Eingreifen der Polizei dagegen eskaliert derlei noch mehr:Ärztliche Behandlung von verletzten Polizeibeamten, Festnahme der Täter, Gerichtsverhandlungen, Haft - all das kostet das Geld der Steuerzahler und all das nur, weil Politik und Obrigkeit gerne auf dicke Hose machen wollen ...

Ein Großteil des Buches besteht darin, dass der Autor von einem Fall berichtet, in dem ein bewaffneter Polizeibeamter, allein in einer Polizeiwache, von einem einzigen (!) Gegner angegriffen und mit seiner eigenen Dienstwaffe angeschossen wurde! Dieser Bericht bewirkt leider nur, dass er unsere Polizei doch in einem eher zweifelhaften Licht darstellt:Während sich unsere Polizei zu Zweit und mehreren gerne produziert, sich in Pose wirft und Bürgern gegenüber großspurig und herablassend auftritt, sind einzelne Polizeibeamte, allein auf sich gestellt, offenbar schon mit einer solchen Situation überfordert, in der das Verhältnis 1:1 steht. Wie wohl ein Mitglied der Hells Angels eine solche Situation bewältigt hätte?
In der zweiten Hälfte des Buches, wenn der Autor die Folgen der Tat für den angeschossenen Polizeibeamten darlegt, haut der Autor voll in die Klaviatur der Betroffenheit - man wünscht sich die gleiche Betroffenheit von Polizisten und Politikern, wenn es um die zivilen Opfer von Polizeigewalt, um die Opfer von Wasserwerfern und Tränengas geht.

Schon nach wenigen Seiten war mir klar, dass das Buch nicht ernstzunehmen ist:Es liefert nur einseitige Anklagen und Klagelieder und eine widerliche Verherrlichung des Polizeidaseins, liefert jedoch keine Analysen und keine Lösungen, außer jener, dass doch bitte alle Bürger obrigkeitshörige, rückgratlose und pflegeleichte Kriecher sein sollen, leicht regierbar und manipulierbar, die treu alle Anweisungen von Regierung, Obrigkeit, Justiz und Polizei befolgen, ohne jemals aufzumucken …

Zum Ende des Buches äußert der Autor noch seine Vorstellungen von Polizeiarbeit und Polizeisicherheit in seiner ‚Agenda Sicherheit 2020’, deren Naivität mich an die ‚G-man Jerry Cotton’-Serie erinnert hat:Doch wenigstens stellt der Autor fest, dass während in den USA die Bürger selbst bewaffnet sind, in Deutschland die Menschen von der Polizei abhängig sind. Anders formuliert traut die amerikanische Regierung ihren Bürgern mehr Unabhängigkeit, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, sich selbst zu helfen und zu schützen, zu, während die deutsche Obrigkeit ihre Bürger in einem Abhängigkeitsverhältnis halten und diese Bürger möglichst wehrlos haben will - die Einführung des sog. Kleinen Waffenscheins vor rund zehn Jahren macht dies mehr als deutlich!
Wenn Autor Peter Jamin in seiner ‚Agenda Sicherheit 2020’ dann Endzeit ähnliche Zustände ausmalt, die angeblich entstehen würden, wenn die Polizeikräfte reduziert werden würden und kaum noch Unterstützung von der Bevölkerung erhalten, zeigt schon, mit welchen Methoden gearbeitet wird, um eine Rechtfertigung für die Institution Polizei aufrechtzuerhalten. Als wenn es nicht genügen würde, dass die Obrigkeit immer wieder mal einzelne Gruppen für diverse Zustände verantwortlich machen würden:Früher die RAF, heute neue Parteien wie Linkspartei oder AfD, oder Zusammenschlüsse wie Hells Angels oder neuerdings Salafisten - Hauptsache, die Bürger kommen nicht auf die Idee, die Obrigkeit in Frage zu stellen!

Es gibt einige kritische Bücher über die Institution Polizei und Polizeiarbeit (‚Ich gestehe - Was ein Polizist über die Exekutive weiß’ aus dem Jahre 2000, von Josef Kleindienst oder ‚Homicide - Ein Jahr auf mörderischen Strassen’ von David Simon), aber ‚Abgeknallt - Gewalt gegen Polizisten’ gehört nicht dazu.
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