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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr interessant
Das Buch ist sehr interessant. Ich habe es in zwei Tagen durchgelesen. Bevor ich mir das Buch besorgt habe, habe ich mich abschrecken lassen von einigen negativen Rezensionen im Amazon. Doch dennoch habe ich das Buch durchgelesen und das war auch gut so!!!

Es gab eine Kritik dass das Buch einfach geschrieben sei, dies stimmt, aber dadurch liest es sich auch...
Veröffentlicht am 26. September 2010 von Paper_Man_1986

versus
9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kaum zu lesen begonnen isses auch schon vorbei
Ich bin auf das Buch durch einen spiegel.online Artikel gestossen.

Das Buch ist nicht als Biographie zu verstehen, sondern es ist vielmehr so, dass die Entwicklung des Landes Nordkorea anhand des Lebens des Agenten beschrieben wird. Man erfährt nicht unbedingt neues über dieses total abgeschottete Land. Aber man versteht dieses Regime, die Teilung und...
Veröffentlicht am 16. April 2010 von El Backo


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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr interessant, 26. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Im Dienst des Diktators: Leben und Flucht eines nordkoreanischen Agenten (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist sehr interessant. Ich habe es in zwei Tagen durchgelesen. Bevor ich mir das Buch besorgt habe, habe ich mich abschrecken lassen von einigen negativen Rezensionen im Amazon. Doch dennoch habe ich das Buch durchgelesen und das war auch gut so!!!

Es gab eine Kritik dass das Buch einfach geschrieben sei, dies stimmt, aber dadurch liest es sich auch sehr einfach und schnell. Dadurch kann es jeder lesen und man kann mehr Menschen erreichen. Also ist der einfache Schreibstil ein Vorteil. Also erwartet von dem Buch bitte kein Shakespeare oder Goethe!

Ein Kritiker meinte das Buch sei Sensationsjournalismus und er habe andere Erfahrungen gemacht? Mag sein, aber ich bezweifle dass dieser Kritiker Oberst in der nordkoreanischen Armee ist und seit Staatsgründung in Nordkorea lebt.

Aus journalistischer Sicht ist das Buch schlecht? Mag sein, dafür ist es für den Durchschnitts-Bürger sehr gut geschrieben!

Es ist ein interessantes Buch über die grausamen Erfahrungen eines ehemaligen, ranghohen Offiziers in einem kaputten Land. Es erzählt über sein Leben und nebenbei über die Geschichte des Landes. Es ist kein Geschichtsbuch, aber es ist dennoch genug Geschichte verpackt dass man einiges erfährt und nicht zuviel um vom Hauptthema abzulenken --> der grausamen Ditkatur!

Das Buch ist etwas besonderes, denn die Figur war eine wichtige Person in Nordkorea und dadurch hat sie mehr Einblicke hinter die Kulisse des Regimes gehabt als der Normalobürger. Und diese Eindrücke werden in dem Buch gut vermittelt.

Conclusio: Buch sehr interessant, negative Kritiken unsinnig,
Empfehlung: Lest das Buch und bildet euch eure eigene Meinung!! Und wenn es euch zu teuer ist, dann nimmt es euch aus der Bibliothek!
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Leben im Dienste des Diktators, 28. März 2010
Von 
Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Im Dienst des Diktators: Leben und Flucht eines nordkoreanischen Agenten (Gebundene Ausgabe)
Als Kim Jong Ryul am 18. Oktober 1994 in Bratislava verschwand deuteten alle Zeichen darauf, dass der nordkoreanische Oberst einem Raubmord zum Opfer gefallen ist. Doch tatsächlich tauchte Kim Jong Ryul unter und setzte sich nach Linz in Oberösterreich ab. Dort war er von da an nur noch als Herr Emil bekannt. In Nordkorea wurde der scheinbar ermordeten Oberst zum Helden erklärt. Als Ingrid Steiner-Gashi im März des Jahres 2007 als Sportjournalistin getarnt das fragwürdige Vergnügen hatte zur Eishockey-Weltmeisterschaft (Division II) der Damen nach Pjöngjang zu reisen versuchte die Journalistin mehr über dieses fremde und völlig isolierte Land zu erfahren, was den nordkoreanischen Behörden nicht verborgen blieb und wohl in einem Einreiseverbot für Steiner-Gashi endete. Doch Steiner-Gashis Nordkorea-Episode, die in einer Reihe von Artikeln gipfelte sollte damit nicht vorbei sein, als sich 2009 über einen Mittelsmann "Emil" an sie wandte. Soviel zur Vorgeschichte von "Im Dienste des Diktators".

Nach 15 Jahren im Untergrund hat sich Emil entschieden auszupacken, auch weil sich die Diktatur in Nordkorea als überlebensfähiger erwiesen hat als der Ex-Oberst 1994 dachte. Das kleine Vermögen mit dem sich Emil damals absetzte ist seitdem natürlich nicht gewachsen und so langsam stellte sich die Frage, ob er mit dem Schritt an die Öffentlichkeit nicht doch ein Scherflein zum möglichen Niedergang des Regimes beitragen könnte. Nach über einem Jahrzehnt in dem Kim Jong Ryul als Held betrachtet wurde, ist es wohl auch wahrscheinlicher dass man dessen Familie nun trotzdem unbehelligt lassen würde und nicht in Sippenhaft ins Arbeitslager werfen würde, wie die Familien anderer vor dem Regime geflüchteter.

Was Emils Geschichte zu etwas besonderem macht ist dass er im japanisch besetzten Korea aufgewachsen ist und als wertvoller Zeitzeuge den Aufstieg von Nordkoreas Partei der Arbeit miterlebte. Darüber hinaus gehörte der talentierte junge Mann zu einigen der wenigen Nordkoreaner die im befreunden kommunistischen Ausland studieren durften, sprich der DDR, wo sich Kim Jong Ryul seinen Spitznamen Emil aneignete und zum besten Deutsch sprechenden Nordkoreaner avancierte. Emils Deutschkenntnisse sollten sich für seinen weiteren Lebensweg als Türöffner erweisen, zunächst als Übersetzer technischer Handbücher für den Fuhrpark des geliebten Führers und seiner Familie, später als einer der "Einkäufer" im deutschsprachigen Raum. Nordkoreanische Agenten haben sich wohl nicht nur im fernen Pakistan Nukleartechnologien angeeignet, sondern trotz UN-Embargo auch in Mitteleuropa gute Geschäfte mit deutschen und österreichischen Firmen getätigt. Wie dieses Beschaffungsnetzwerk funktionierte und nach wie vor funktioniert, legt Emil dar.

Anhand Kim Jong Ryuls Beispiel verknüpft Ingrid Steiner-Gashi dessen Lebens- mit der nordkoreanischen Landesgeschichte. Somit ist es nicht bloß die Biografie eines Renegaten sondern eine Innenbetrachtung des nordkoreanischen Systems, von seinen Anfängen bis heute. Dass Emils Fall anlässlich der Buchpräsentation auch internationale Aufmerksamkeit erlangt hat ist in diesem Zusammenhang sicher erfreulich. Doch an einem Kollaps Nordkoreas ist derzeit niemand ernsthaft interessiert, wie Autorin und Emil am Ende des Buchs resümieren. Südkorea scheut die Kosten einer Wiedervereinigung, wovon das deutsche Beispiel der Wiedervereinigung abgeschreckt hat, China fürchtet die durch den Niedergang des Regimes zweifellos einsetzenden Flüchtlingswellen.

Vize-Direktor der Abteilung 4 Fuhrpark, Personenschutz in der Sektion 1 des Hauptquartiers - Emil war kein Niemand in Nordkorea, doch er wie selbst die höchsten Minister waren stets der Willkür de Diktators ausgeliefert und konnten sich nie sicher sein, ob der nächste Tag nicht schon ihr letzter wäre. Neben dieser immanenten Furcht prägt das Leben aller Nordkoreaner nur eines, der Hunger, ein steter Begleiter des unterernährten Volks, das nichts davon wissen darf dass seine Herrscherfamilie in unterirdischen Prachtvillen feinste Speisen diniert und mit westlichen Luxuswagen fährt, während die Landbevölkerung kaum besser lebt als in Kim Jong Ryuls Kindheit.

Fazit:
Ein Leben das für die Geschichte eines ganzen Landes steht.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Interessierte sehr gut geeignet, 10. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Im Dienst des Diktators: Leben und Flucht eines nordkoreanischen Agenten (Gebundene Ausgabe)
Wer sich für Nordkorea interessiert, sollte an diesem Buch viel Freude haben.

Kim Jong Ryul beschreibt nicht nur das Regime, sondern auch das Leben der Nordkoreaner und die akribische geplanten Details seiner Flucht, zwei Kapitel über die Geschichte (2. und 3.), seine Studienzeit in der DDR und den beruflichen Aufstieg in seinem Heimatland und wie er als Einkäufer für Kim Il Sung die gegen das Land verhängten Sanktionen umging, u. a. auch in Geschäften mit deutschen Firmen.

Kapitel:

1. Flucht
2. Zyankali und Schuhe aus Stroh
3. Korea gegen Korea
4. Wunderbare DDR
5. Aufstieg
6. Goldene Zeiten
7. Dienen und Dulden
8. Die Hundert-Meter-Schönheit
9. Good bye, Großer Führer
10. Die atomare Lebensver(un)sicherung
11. Der Tiger hinterlässt sein Fell

Da der Betroffene persönlich für die dortige Regierung (siehe oben) gearbeitet hat und nicht nur als Tourist oder Dozent der Koreanistik in Nordkorea war, kann man getrost davon ausgehen, dass es sich hierbei nicht um bloße Propaganda handelt, sondern um authentische Berichte.
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5.0 von 5 Sternen Ein Blick hinter die Kulissen, 15. September 2014
Von 
Honeybal Lektor (Regensburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Im Dienst des Diktators: Leben und Flucht eines nordkoreanischen Agenten (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch gewährt anhand des Einzelschicksals eines untergetauchten Funktionärs aus Nordkorea einen unglaublich spannenden Blick hinter die Kulissen des streng abgeschotteten Landes in Ostasien. Da der Mann in Nordkorea aufgewachsen ist, Karriere in diesem verbrecherischen Staatssystem gemacht hat, im Ausland studieren durfte und anschließend bei der Beschaffung von Rüstungsgütern und Gütern für Parteikader behilflich war, ist er ein Zeitzeuge von unschätzbarem Wert. Da auch immer wieder die politischen Rahmenbedingungen im Korea-Konflikt zur Sprache kommen, entsteht ein unglaublich interessantes und vielschichtiges Bild. Besonders interessant ist aber zu lesen, wie das Alltagsleben in Nordkorea aussieht, wie die Beschaffung bestimmter Güter im westlichen Auslaund funktioniert und wie es ihm gelang, seine Ermordung vorzutäuschen und so sein Untertauchen zu bewerkstelligen.

Das Buch ist literarisch sicherlich kein Leckerbissen, aber es ist schließlich ein Sachbuch und lebt vom Inhalt und nicht von sprachlicher Finesse und dies ist auch völlig legitim und ausreichend. Insgesamt finde ich persönlich dieses Buch mehr als interessant und informativ und kann es jedem ans Herz legen, der mehr über die wahren Verhältnisse in Nordkorea erfahren möchte, denn hier kommt ein echter Zeitzeuge zu Wort!
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr interessante schilderungen, 22. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Im Dienst des Diktators: Leben und Flucht eines nordkoreanischen Agenten (Gebundene Ausgabe)
das buch ist sehr einfach geschrieben, man darf sich kein literarisches meisterwerk erwarten - was allerdings hier gar nicht gefordert sein dürfte.

interessant wird im buch das leben von emil (sein spitzname den er während seiner studienzeit in der ehemaligen ddr bekam) geschildert. beginnend bei seiner kindheit, die von der japanisches besatzung geprägt war. im folgenden wird auf die entwicklung der diktatur eingegangen und wie es emil als »parteimitglied der ersten stunde«, trotz immer wieder aufkeimender zweifel, schaffte sich in hohe kreise aufzuarbeiten.

das buch ist keine klassische biografie vielmehr wird von den autoren das leben von emil in der 3. person geschildert (basierend auf unterhaltungen mit emil).

für personen die in wien und linz ortskundig sind dürfte es zusehends interessant sein, wenn im buch von geschäftsmännern und firmen (oft inkl. adressen) berichtet wird, die mit nordkorea ' trotz des bestehenden handelsembargos ' geschäfte gemacht haben.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kaum zu lesen begonnen isses auch schon vorbei, 16. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Im Dienst des Diktators: Leben und Flucht eines nordkoreanischen Agenten (Gebundene Ausgabe)
Ich bin auf das Buch durch einen spiegel.online Artikel gestossen.

Das Buch ist nicht als Biographie zu verstehen, sondern es ist vielmehr so, dass die Entwicklung des Landes Nordkorea anhand des Lebens des Agenten beschrieben wird. Man erfährt nicht unbedingt neues über dieses total abgeschottete Land. Aber man versteht dieses Regime, die Teilung und den fehlenden Wiedervereinigungswillen besser nach der Lektüre. Das Leben des Agenten wird nicht durchgehend beschrieben. Mal geht es um das Land, mal um die Diktatoren, mal um den Agenten. Es fehlt in der Tat ein roter Faden. Mir scheint auch die Flucht schnell hingeschrieben zu sein, kaum beginnt sie im Buch, ist sie auch schon vorbei.
Im Grunde bin ich doch etwas enttäuscht. Mehr Details und mehr Geschichten hätten dem Buch gut getan.
Ein Mann der 60 Jahre in und für Nordkorea gelebt hat, hatte sicher mehr zu erzählen.
Es bleiben mir auch Fragen. So wird z.B. nicht erklärt, warum die Nordkoreaner zu dem Schluss kamen, ihr Mitarbeiter sei ermordet worden. Das Buch bleibt stets oberflächlich und erklärt die Vorgänge nicht befriedigend.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannender Insider-Einblick in eine der schlimmsten Diktaturen der Welt, 10. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Im Dienst des Diktators: Leben und Flucht eines nordkoreanischen Agenten (Gebundene Ausgabe)
Die Geschichte von dem Mann, der einer der schlimmsten Diktaturen der Welt im Oktober 1994 nach minutiöser Vorbereitung für immer entfloh, ist wahr. Fünfzehn Jahre nach seiner gut geplanten Flucht aus dem kommunistischen Nordkorea, im Frühling 2009, tauchte Kim Jong Ryul wieder aus der Versenkung auf und stellte Kontakt zu einer österreichischen Journalistin her, die das vorliegende Buch verfasst hat. Herausgekommen ist ein interessanter Einblick in ein Land, aus dem nur wenig Insiderwissen nach außen dringt. "Im Dienst des Diktators" ist somit nicht nur ein spannender Bericht über ein Einzelschicksal, sondern eben auch ein Zeitzeugnis, ein Portrait eines Staates, der in unzähligen Punkten auf westliche Demokratien geradezu irrsinnig wirkt.
Die Autoren Ingrid Steiner-Gashi und Dardan Gashi haben sich entschieden, Kim Jong Ryuls Leben in Form einer in der dritten Person erzählten Biografie zu verarbeiten, die immer wieder lange Abschnitte zu Nordkoreas Geschichte und seinem politischen System enthält. Teilweise noch interessanter und authentischer wäre sicher (zumindest stellenweise) die direkte Wiedergabe einiger aufgezeichneter Gespräche mit dem Flüchtling gewesen; so bleibt vieles etwas oberflächlich, man vermisst mehr persönliche Momente, die hin und wieder durchblitzen und einen Einblick in Ryuls Innenleben und seine Gedankenwelt geben. Aber auch so ist es eine flüssig erzählte Dokumentation eines ungewöhnlichen Lebens geworden, zusätzlich aufbereitet mit vielen Fotos aus dem Privatbesitz von Kim Jong Ryul.

Das Buch steigt mit einem Bericht der geglückten Flucht unmittelbar in das Geschehen ein; nach diesem ersten, geradezu dramatischen Kapitel schlagen die Autoren einen weiten Bogen in die Vergangenheit, berichten von Ryuls von Armut geprägter Kindheit, seinem Maschinenbau-Studium in der ehemaligen DDR (wo er perfekt Deutsch lernte), seiner Rückkehr nach Nordkorea und seinem Aufstieg zu einem bedeutenden und geachteten Mann in einem gefährlichen, extrem repressiven politischen System. Der heute 75-Jährige organisierte viele Jahre lang in aller Welt Konsumgüter und Waffen für die beiden nordkoreanischen Diktatoren Kim Il Sung und Kim Jong Il. Auch Deutschland gehörte zu den Ländern, die Ryul vielfach bereiste, um dort Waren für die nordkoreanische Elite einzukaufen, zum Beispiel massenhaft hochwertige Autos bei der früheren Daimler-Benz AG. Heute hält die deutsche Industrie sich nach eigenen Angaben an das "Luxusembargo", das es seit März 2007 verbietet, Luxusgüter an Nordkorea zu verkaufen.

"Im Dienst des Diktators" ist keine Geschichte von einem, der auszog und dann umgehend ein neues, glückliches Leben fand. Zwar lässt sich den Schilderungen entnehmen, dass es dem Überläufer natürlich besser geht als damals im Dienste der kommunistischen Diktatur, dass er nicht mehr hungert, dass er glücklich und dankbar ist, dem System entronnen zu sein, und dass er viele Freiheiten genießt, die in Nordkorea unmöglich sind. Man liest aber auch Verbitterung und Einsamkeit heraus, Wut auf das ehemals bewunderte Regime und seine Machthaber, auf den "geliebten Führer" ' bei jemandem, der seit vielen Jahren mit der ständigen Furcht vor Entdeckung lebt und nie ungezwungen seine anonyme Freiheit genießen kann, natürlich kein Wunder, zumal ja jeder, der sich von Nordkorea abwendet, damit rechnen muss, dass die dort zurückgebliebene Familie in einem Gulag verschwindet und getötet wird. Ein Leben voller Lügen und Täuschung kann natürlich an niemandem spurlos vorbeigehen, zumal Ryul ein so striktes Doppelleben führte, dass nicht einmal seine Familie etwas von seinen Fluchtplänen ahnte.

"Im Dienst des Diktators" ist ein spannender und interessanter Einblick in ein vollkommen anderes, bewegtes Lebensschicksal, in ein fremdes und für uns befremdliches politisches System, basierend auf Erfahrungen aus allererster Hand.
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5.0 von 5 Sternen Bedrückende Schilderung der Realität, 9. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Im Dienst des Diktators: Leben und Flucht eines nordkoreanischen Agenten (Gebundene Ausgabe)
Eine wirklich sehr bedrückende Schilderung der Realität in der sogenannten "Demokratischen Volksrepublik". Für mich ist es nicht nachvollziehbar, daß es deutsche Reisebüros gibt, die Reisen nach Nordkorea vermitteln.

Über dem Land liegt die Angst wie Mehltau .....Eine verbrecherische Clique lebt in Saus und Braus.....
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4.0 von 5 Sternen Einen kurzen Einblick, 10. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Im Dienst des Diktators: Leben und Flucht eines nordkoreanischen Agenten (Gebundene Ausgabe)
Das Buch gibt einen Einblick in das Leben, welches in Nordkorea geführt wird. Es handelt sich nicht um einen reinen Tatsachenbericht. Die persönliche Geschichte macht den Blick Hinter die Fassade interessant und regt zum nachdenken an. Insbesondere unter Berücksichtigung der aktuellen Lage in Nordkorea.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im Dienst des Diktators, 4. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Im Dienst des Diktators: Leben und Flucht eines nordkoreanischen Agenten (Gebundene Ausgabe)
Ein zutiefst beeindruckendes und auch bedrückendes Buch. Es schildert das Leben Kim Jong Ryls, der in Nordkorea bis in den hohen Staatsdienst aufsteigt. Dabei wird das paranoide Überwachungs-System des kommunistischen Staates dargestellt, dass für 22 Millionen Menschen einen Kampf um das tägliche Überleben in bitterster Armut bedeutet. Gleichzeitig lassen sich Diktator Kim Jong Il und sein verstorbener Vater als gottgleiche Führer verehren. Die Kontrolle geht soweit, dass sich selbst verheiratete Eheleute nicht trauen können. Beim kleinsten regimekritischen Verdacht eines Einzelnen drohen Familie und Freunden Internierungs-Lager und Ermordung. Packend und spannend geschrieben gewährt das Buch einen tiefen Einblick in eine von der Außenwelt völlig isolierte, absurde Gesellschaft. George Orwell wäre blass geworden!
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Im Dienst des Diktators: Leben und Flucht eines nordkoreanischen Agenten
Im Dienst des Diktators: Leben und Flucht eines nordkoreanischen Agenten von Ingrid Steiner-Gashi (Gebundene Ausgabe - 1. März 2010)
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