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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Eine unkontrollierte Weltmacht im Internet,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Google-Falle: Die unkontrollierte Weltmacht im Internet (Gebundene Ausgabe)
Gerald Reischl beschreibt nicht den grandiosen Aufstieg einer Garagenfirma zum Weltkonzern, sondern setzt sich, wie der Buchtitel erwarten lässt, kritisch mit dem Unternehmen auseinander. Er möchte "zur Bewusstseinsbildung beitragen und aufzeigen, in welchem Zwiespalt Internet-Nutzer leben, welche Versäumnisse Europa gemacht hat und worauf wir achten sollten, wenn wir das Internet für unsere Zwecke nutzen wollen." Wird er diesem Anspruch gerecht?Im ersten Kapitel ist von Kritik noch nicht viel zu spüren. Autor Reischl beschreibt eine paradiesische Unternehmenskultur, wie sie in Europa unbekannt ist. Bei der im kalifornischen Mountain View ansässigen Firmenzentrale handelt es sich um einen farbenfrohen, lustigen und liberalen Tummelplatz der Kreativität, in dem nicht nur die Verpflegung kostenlos ist, sondern der Mitarbeiterschaft darüber hinaus zahlreiche Services angeboten werden. Einzig der Hinweis auf "viele Zahnbürsten in den Regalen" macht deutlich, dass in der Firmenzentrale ein hohes Maß an Engagement erwartet wird. Die Informationspolitik untersucht Reischl im zweiten Kapitel. Es kommt vor, dass Interviews kurzfristig abgesagt werden, nicht alle Informationen über die Firma publiziert werden und Statistiken und Grafiken vor Veröffentlichung auf Linie gebracht werden. Dies mag im Widerspruch zur Regenbogenwelt der Firmenzentrale stehen, aber sicher nicht im Widerspruch zur Politik großer Konzerne. Welche Firma lässt sich schon in die Karten schauen? Der Marktanteil von Google beträgt in Westeuropa etwa 90%. Wie ist diese Dominanz begründet? Die Unternehmenskultur kann daran nur einen kleinen Anteil haben. Einen größeren Anteil des Erfolges darf Larry Page für sich verbuchen, dessen Methode PageRank die Rangordnung der Suchergebnisse steuert. Durch diesen Algorithmus werden unter anderem Datenquerverbindungen ausgewertet zwecks Auflistung der Suchergebnisse in der Reihenfolge ihrer Bedeutung. Hinzu kommen eine einfach strukturierte Suchmaske, ein übersichtliches Layout und eine hohe Anzahl indizierter Webseiten. Google lebt, wie die gesamte Werbebranche, von Kundeninformationen. Sämtliche Suchergebnisse werden gespeichert und werbewirksam verarbeitet. Das Google-Glossar im hinteren Teil des Buches veranschaulicht die vielen Dienste, die der Konzern mittlerweile eingeführt oder aufgekauft hat. Bezogen auf das Internet ist Google heute eine Weltmacht. Und hierauf bezieht sich die Kritik von Gerald Reischl. Google agiert international als Werbekonzern auf der Basis von Daten, die 800 Millionen Anwender dem Konzern im Zuge der Nutzung zahlreicher Gratisdienste bereitstellen. Gespeichert und ausgewertet werden nicht nur Suchbegriffe, sondern auch Informationen über die Nutzer selbst. Google verfügt heute über mehr Informationen als andere Internetfirmen, deckt mit seinen Diensten unterschiedlichste Bereiche ab und ist in der Lage die Daten miteinander zu verknüpfen. Hier lauert die reale Gefahr, gläsern zu werden. So können zum Beispiel (personenbezogene) Nutzerdaten aus verschiedenen Diensten verknüpft und geografisch verortet werden. Wie verhält es sich mit dem Datenschutz in Google? Ist es vertretbar, dass ein Konzern weltweit Nutzerinformationen sammelt, auswertet und damit den innerstaatlichen Datenschutz ad absurdum führt? Die Daten werden zwar freiwillig abgegeben, jedoch muss bezweifelt werden, dass jedermann sich bewusst ist, was mit seinen Daten passiert bzw. passieren kann. Auch wenn es ursprünglich nicht beabsichtigt war: Ein Zugriff von staatlicher Seite ist nicht ausgeschlossen. Ich halte das Buch nicht für spektakulär, aber für wichtig. Autor Reischl sensibilisiert die Öffentlichkeit für ein in den vergangenen Jahren vernachlässigtes Thema, nämlich den Datenschutz. Der allzu sorglose Umgang mit persönlichen Daten birgt Gefahren, wie schon manch ein Stellenbewerber erfahren musste, der seine Fetenerlebnisse im Internet publiziert hat. Es ist schon erstaunlich, wie sich das Bewusstsein der Bevölkerung hinsichtlich des Datenschutzes in den vergangenen 25 Jahren gewandelt hat. In den 1980er Jahren wurde noch gegen die Volkszählung demonstriert. In einem Interview erläutert Gerald Reischl, dass sein Buch für ganz normale Internet-Nutzer gedacht ist und nicht für IT-Experten. Dem stimme ich zu. Im Hinblick auf die Aufmachung des Buches hatte ich auch nichts anderes erwartet. IT-Fachleuten empfehle ich das Buch nicht. Sie werden über den einen oder anderen Fehler stolpern und in der Summe nicht viel Neues erfahren. Internet-Nutzer, die sich noch nie viele Gedanken darüber gemacht haben, was bei der Nutzung des Internets im Hintergrund passiert, werden durch das Buch leicht verständlich informiert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Also: ruhig weitergoogeln ' aber bitte mit Bedacht!,
Von Silke Schröder, hallo-buch.de "hallobuch" (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Die Google-Falle: Die unkontrollierte Weltmacht im Internet (Gebundene Ausgabe)
'Don't be evil', sei nicht schlecht - das ist der Leitspruch der weltgrößten Internet-Suchmaschine Google. Aber trifft dieses Credo auf das mittlerweile viele Milliarden schwere Mega-Unternehmen überhaupt noch zu?Der IT-Journalist Gerald Reischl spürt der Frage nach und fühlt Google auf den Zahn. Detailliert geht Reischl dabei auf die Entstehung des globalen Unternehmens ein, auf die Arbeitsbedingungen der Googleraner und auf die Suchprinzipien des Netzwerks. Seine größte Aufmerksamkeit gilt jedoch der Datensammelleidenschaft der Suchmaschine. Bis zu 18 Monate werden Abfragen gespeichert, intensiv werden alle verfügbaren Informationen der Nutzer zusammengetragen, um nicht nur die Suchfunktionen zu verbessern, sondern um das Wissen auch kommerziell zu verwerten, z.B. für nutzerbezogene Werbung. Was die Volkszählungsgegner vergangener Jahrzehnte in Angst und Schrecken versetzt hätte, liefern heute Millionen von Usern einem amerikanischen Privatunternehmen tagtäglich frei Haus ' George Orwells 'big brother' hätte seine helle Freude. Und die Lustlosigkeit des Unternehmens, Informationen über diese Aktivitäten herauszurücken, spricht nicht für ein baldiges Ende der Sammelwut. Reischl kritisiert aber auch die Bereitschaft der Google-Manager, mit restriktiven ausländischen Regierungen zusammenzuarbeiten und bestimmte Internetseiten zu sperren. So wird man auf den chinesischen Google-Seiten wohl derzeit kaum einen kritischen Beitrag zur Tibet-Frage finden, allen Bekenntnissen der Amerikaner zur (Informations-)Freiheit zum Trotz. Unterm Strich, so resümiert Reischl, ist Google eine sehr gute Suchmaschine, die ständig weiterentwickelt wird. Aber er gibt auch zu bedenken, dass man bei jeder Nutzung von Google und seinen zahlreichen Tools mehr über sich preisgibt, als einem lieb sein könnte. So sollte man die Suchmaschine selbstverständlich weiter nutzen, jedoch Vorsicht walten lassen und nicht jedes Gratis-Angebot ungeprüft annehmen. Nicht alle Erkenntnisse Reischls sind neu, doch seine kritischen Beobachtungen bestechen durch klare Darstellung und ungebrochene Aktualität. Zudem gibt er Tipps, wie man sich der Datensammelei ein wenig entziehen kann. Also: ruhig weitergoogeln ' aber bitte mit Bedacht! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Zielgenaue Werbung als Geschäftsmodell der Zukunft,
Von Simi (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Google-Falle: Die unkontrollierte Weltmacht im Internet (Audio CD)
Die Google-Falle ist ein spannendes Hörbuch, dass sich mit dem Weltkonzern Google kritisch auseinandersetzt. Gut recherchiert und spannend vorgetragen beschäftigt sich das Hörbuch mit der Frage, welche Bedrohung von diesem Konzern ausgeht, dessen Datenspeicher prall gefüllt sind mit unzähligen privaten Daten. Dieser Schatz ist die Grundlage des Erfolgs. Google ist im Prinzip nichts anderes als eine riesige Werbeagentur, die mit zielgenauer Werbung Unmengen von Geld verdient.Doch was passiert, wenn diese Daten in falsche Hände kommen, oder der Staat oder Arbeitgeber Zugriff auf die Daten erhält? Wird meine nächste Bewerbung vielleicht abgelehnt da ich in die Google Suchmaske den Begriff "Selbsthilfegruppen für Alkeholiker" eingegeben habe? Das Hörbuch regt zum Nachdenken über das eigene Verhalten im World Wide Web an, und zeigt auf, dass das Thema Datenschutz im Internet noch immer viel zu klein geschrieben wird. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Wer googelt da noch?,
Rezension bezieht sich auf: Die Google-Falle: Die unkontrollierte Weltmacht im Internet (Gebundene Ausgabe)
Ich verwende Google seit diesem Buch nicht mehr!!!!!!!!!!Mein Tipp: ixquick.com - da hast du ein wenig Datenschutz. Und finde damit auch alles. In den USA wird diese Seite startpage.com genannt. Geht auch bei uns. Vor längerer Zeit bestellt und gelesen. Artikel wurde schnell geliefert.Artikel entspricht der Abbildung.Der Preis ist auch in Ordnung.Verpackung ordentlich. Ohne Einschränkung zu empfehlen. Gerne wieder.Walter Z. 07.03.12 Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Solide Kritik am Internet-Giganten,
Rezension bezieht sich auf: Die Google-Falle: Die unkontrollierte Weltmacht im Internet (Gebundene Ausgabe)
In den letzten zwei Jahren sind viele Bücher über Google in die Buchhandlung gekommen, sechs davon stehen nebeneinander in meinem Bücherregal, alle sind mit weißem Buchrücken gestaltet - nur eines nicht: "Die Google-Falle" hebt sich mit einem schwarzen Buchrücken deutlich von den weißen ab. Diese Ausgabe ist also das "Schwarzbuch" über Google. Was das äußere Erscheinungsbild also verspricht, wird zwischen den Buchdeckeln inhaltlich auch wirklich gehalten: Eine solide kritische Beleuchtung des Unternehmens Google. Insgesamt nichts überraschend Neues, aber dennoch sehr informativ und lesenswert.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Don't be evil ... ?,
Rezension bezieht sich auf: Die Google-Falle: Die unkontrollierte Weltmacht im Internet (Audio CD)
Google ist uns allen bekannt als Suchmaschine - und als sympathisches weltoffenes Internet-Unternehmen. Wer wünscht sich nicht, in seiner Arbeitsumgebung mit allen Annehmlichkeiten verwöhnt zu werden und "nebenher" ein wenig zu arbeiten? Doch schaut man ein wenig genauer auf den Internet-Riesen und hinterfragt Googles Leitmotiv "Don't be evil" auf seinen Wahrheitsgehalt, lassen sich einige Ungereimtheiten zusammentragen, die an der freundlich bunten, von Legosteinen inspirierten Fassade Googles kratzen.Diese Fakten hat der österreichische Journalist Gerald Reischl zusammengetragen. Sei es, dass hinter den verlockenden Google-Arbeitsplätzen ein knallhartes Kalkül nach Leistung und Arbeitszeit steckt. Oder die Datensammelwut, die mit Googles neuem Browser "Chrome" einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Googles Image wandelt sich. Dies belegt auch die Titelstory der Wochenzeitung Zeit "Google - Der Spion, den wir lieben." (06/2009) Ein wenig Skepsis und kritisches Hinterfragen kann nicht schaden im Umgang mit einem Unternehmen, das sich so tief in den Alltag und in unsere Privatsphäre eingeschlichen hat. Die Fakten, die Gerald Reischl zusammengetragen hat, werden von Peter Matic (der deutschen Stimme von "Ghandi" Ben Kingsley) überaus abwechslungsreich und markant vorgetragen. Das Hörbuch macht - trotz des eher sachlichen Themas - Spaß! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
26 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Gegen die Leichtgläubigkeit im Web,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Google-Falle: Die unkontrollierte Weltmacht im Internet (Gebundene Ausgabe)
Im Rahmen meiner Diplomarbeit OpenThriller befasse ich mich mit Datenspuren, Datensicherheit und möglichen Ermittlungsansätzen. Die Rezension von Die Google Falle" kam mir darum gelegen. Gleich vorweg: Wer sich intensiv mit Datenschutz befasst, wird in diesem Buch kaum neue oder gar überraschende Fakten entdecken. Und trotzdem sollte sich auch der Profi den Titel merken, zumindest als Titelempfehlung für leichtgläubige Internet-Anwender. Und von denen gibt es mehr als genug. Gerald Reischl zeigt mit einer boulevardesken und damit leicht verständlichen Sprache auf, dass Google zwar viel Nutzen bringt aber auch viele Gefahren in sich birgt. Gefahren, die man auch als Profi aus Faulheit oftmals ignoriert. Als in Deutschland und in der Schweiz vor Jahren Volkszählungen anstanden, wurde debattiert was das Zeug hielt. Wir entrüsteten uns, über die staatliche Sammelwut. Heute geben wir täglich mehr von uns preis als der Staat je von uns wissen wollte. Die meisten von uns vertrauen Google wohl mehr Daten an als dem nächststehenden Menschen ... - Die Google Falle" eignet sich sehr gut, um dem unbedarften Internet-Nutzer die Augen zu öffnen.Christian Riesen alias John Punisher ist Autor von "Das Schwarzbuch der Rache" Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3.0 von 5 Sternen
Blick hinter die Kulissen ein Weltkonzerns,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Google-Falle: Die unkontrollierte Weltmacht im Internet (Audio CD)
Ich bin ein eifriger Nutzer von verschiedenen Google-Diensten. Deshalb war ich neugierig zu erfahren, was ich eigentlich von mir an Informationen freigebe, von denen ich weiss und vor allem nicht weiss. Zweitens hat mich auch der Titel neugierig gemacht. Ich war der Überzeugung, dass generell die Produkte und Services von Google eine gute Sache sind.Der Autor hat breit recheriert und eine Vielzahl von Informationen zusammengetragen. Das Hörbuch gibt dem Zuhörer eine Einblick in die vielen Vernetzungsmöglichkeiten, die sich ergeben, wenn man Google-Dienste nutzt. Das war für mich der Hauptnutzen des Hörbuches. Die Transparenz herstellen, was man als Benutzer Google an Informationen zur Verfügung stellt. Für meinen Geschmack malt der Autor aber manchmal zu schwarz. Zwischendurch hat es Wiederholungen von Themen, die kann man ja mit Fast Forward überspringen. :-) In der Summe ein spannendes und notwendiges Hörbuch (plus angenehme Stimme) über einen einflussreichen Weltkonzern. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
21 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Auf die Zusammenhänge kommt es an,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Google-Falle: Die unkontrollierte Weltmacht im Internet (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch mit großer Begeisterung gelesen. Als normaler Internetuser ohne großen technischen Background ist es genau das, was ich gesucht habe. Verständlich erklärt Reischl wie Google grundsätzlich funktioniert und welche Auswirkungen die bedingungsdlose Auslieferung für den einzelnen User, aber auch in gesamtwirtschaftlicher Hinsicht haben kann. Toll finde ich, dass nicht nur das System und die Gefahren dargestellt werden, sondern auch Alternativen zu Google aufgezeigt werden. Es mag zwar sein, dass es tieferschürfende Literatur zu diesem Thema gibt, einen fundierten Überblick, eine Ahnung davon, was wirklich läuft, das bewerkstelligt die Googlefalle eindrucksvoll.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Konzentration von Macht,
Rezension bezieht sich auf: Die Google-Falle: Die unkontrollierte Weltmacht im Internet (Gebundene Ausgabe)
Zuweilen wirkt Reischl wie auf einem privaten Feldzug gegen die Großmacht Google. Das kann etwas irritieren und führt dazu, beim Lesen Reischls Emotionalität von den sachlichen Informationen abziehen zu müssen, was das Buch zwar nicht weniger interessant, dafür aber weniger lesenswert macht. Reischl hat umfassend und gut recherchiert, gibt seine Quellen preis und führt sie in diesem Buch zusammen. Aufgeklärte Internetnutzer werden die hier dargestellten Informationen sicher nicht erstaunen, und dass für den Nutzer entgeltlose Dienste nicht kostenlos sind, sollte kaum jemanden überraschen. Reischl aber gibt sich nicht mit diffusen Ahnungen zufrieden, sondern schaut genauer hin, sammelt und analysiert Informationen, die er über Google (auch mit Hilfe von Googles Suchmaschine) gefunden hat, und bietet dem nun vielleicht misstrauisch gewordenen Google-Nutzer alternative Suchmaschinen an, stellt aber auch Anonymisierungsdienste vor. Bereits umfassend informierte Datenschützer beziehungsweise Datenschutzinteressierte werden in dem Buch wahrscheinlich nicht allzu viel Neues entdecken, können von den zusammengetragenen Informationen sicher jedoch trotzdem profitieren.Der Nutzen des Buches liegt vor allem in der Sensibilisierung seiner Leser. Dass Google als kapitalistischer Konzern agiert und mittels verschiedener Techniken seinen Profit zu vergrößern versucht, reicht als Vorwurf nicht aus und liegt im Wesen des Kapitalismus begründet. Doch richtig ist, dass Nutzer, ob von Google oder anderen Dienstanbietern, sich dafür interessieren sollten, welche persönlichen Daten sie im Internet streuen und wie diese Daten verwendet werden. An dieser Stelle kann man Reischl auch für seine Konzentration auf Google kritisieren, denn nur weil Google wirkungsvollere Strategien verfolgt oder ein erfolgreicheres Marketingkonzept hat, sind andere Anbieter nicht weniger an den Daten der Nutzer interessiert oder in ihrer Sammlung und Speicherung transparenter. Trotzdem bleiben das umfassende Konzept, das Google verfolgt, und die Konzentration von Macht bedenklich. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Die Google-Falle: Die unkontrollierte Weltmacht im Internet von Gerald Reischl (Gebundene Ausgabe - März 2008)
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