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am 12. Juni 2016
ZUM AUTOR. Robert Misik (*1966) ist Soziologe, Journalist und Sachbuchautor. Mit 'Gott behüte!' hat er ein Buch zur Religionskritik geschrieben. Er legt darin dar, warum Religion generell in der Politik nicht zu suchen haben sollte und weshalb es dennoch nicht zu vermeiden ist. Dabei scheut er sich nicht, deutliche und "politisch unkorrekte" Formulierungen zu verwenden. Um einige seiner letzten Sätze aus seinem Buch vorwegzunehmen (S. 221): 'Religion neurotisiert. Sie hetzt Menschen gegeneinander auf. Sie macht aus gefährlichen Konflikten brandgefährliche Konflikte.'

ZUM BUCH. Man könnte sein Buch einreihen in die vielen religionskritischen Bücher, die seit der Aufklärung geschrieben worden sind. Misik nimmt sich den Monotheismus vor, also Judentum, Christentum und Islam. Gefährlich hält er die 'Pastoralmacht'. Sie verstricke die Menschen in Gängelungen und führe dazu, dass sie 'aus Leidenschaft Schafe sind' (S. 44). Die 'heiligen Schriften' hält er für Anleitungen zum Genozid, zu ethnischen Säuberungen und religiösem Terror (S. 73). Sie seien (S. 163) 'keine Bücher, die man seinen Kindern geben sollte.' Die Gewaltbilanz des Christentums sei historisch gesehen schrecklicher, als die des Islam. Rom (Katholizismus) brauche sich daher nichts einzubilden (S. 130). Demokratische tolerante Religionen gäbe es nur solange, bis eine Religion die Macht erreicht habe, ihre Vorstellungen (mit Hilfe des Staates) durchzusetzen. Er führt sowohl das Christentum als auch den Islam dafür an. Denn (S. 163): 'Wenn die heiligen Schriften tatsächlich von Gott inspiriert sein sollten, dann muss der ein ziemlich verwirrter Kerl sein.'

Misik hält es für potentiell gefährlich, (S. 186) 'wenn Menschen (allein) Ihre Identität aus dem Glauben an den einen, wahren Gott ableiten.' Die aktuelle' Renaissance des Religiösen' komme daher, weil die weltlichen Ideologien ihre Legitimation verloren hätten. Dennoch sei es falsch, Religiosität als Quelle der öffentlichen Moral anzusehen. Denn das 'ziemlich agnostische Schweden' habe keinen niedrigen moralischen Level als das religiöse Sizilien (S. 218). Nicht nur strenggläubige Moslems seien eine Gefahr für Staaten, sondern auch ebensolche Christen. Europa habe z.B. noch nicht erkannt, (S. 218) 'wie weit der Zugriff fundamentalistischer Narren auf die Regierung der Vereinigten Staaten reicht'. Misik erinnert daran, wie auch schon andere Autoren, dass sich Menschenrechte, Demokratie und weltanschaulicher Pluralismus im Westen nur deshalb durchsetzen konnten, weil der Einfluss der Religionen zurückgedrängt worden sei. Doch (S. 184): 'Nicht jeder, der unter Wahnvorstellungen leidet, ist religiös, und es gibt auch unter Nichtgläubigen genügend Narren, die schnell bereit sind, die abstrusesten Hypothesen und Theorien zu glauben.'

Neben den Ausführungen zum Buchthema (Religion und Politik) streift Misik auch einige biblische Mythen z.B. dass die 'jungfräuliche Geburt' Jesu auf einem Übersetzungsfehler beruhe und eigentlich Maria nur eine 'junge Frau' sei. Ebenso sei es eine Legende, dass Pilatus sich groß Gedanken über die Hinrichtung von Jesu gemacht haben soll. Und der Auszug der Israeliten aus Ägypten unter Moses Führung habe im 'gelobten Land' mit der Vertreibung und Ausrottung der dortigen Einwohner geführt, zur 'ethnischen Säuberung'. Der biblische Paulus habe viel zur Neurotisierung der westlichen Kultur beigetragen und der Kirchenvater Augustinus, sei ein (S. 176) 'Muttersöhnchen' gewesen, der 'Frau und Kind kaltherzig verließ, weil Mama sich das wünschte und es seiner Karriere günstig war'.

BEWERTUNG. Flüssig geschrieben. Mit vielen Quellenangaben versehen (221 Endnoten). Manchmal auch provozierend formuliert. Ein Buch, das Gläugigen auf manchen Buchseiten eine leichte Gänsehaut erzeugt. Eingefleischte und bibelfeste Atheisten werden in ihrer Auffassung bestätigt, dass Religion eigentlich schädlich ist ' im besten Falle nichts nützt. Was fehlt ist ein Literatur- und Stichwortverzeichnis. Das Buch ist aktuell ( Juni 2016) nur noch im Antiquariat zu haben. (Der Rezensent hat es als "Mängelexemplar" zufällig erworben.)
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am 3. September 2010
Der Journalist Robert Misik glaubt sagen zu können, 'warum wir die Religion aus der Politik raushalten müssen'. Er sagt zwar nicht, wen er mit diesem '"wir"' meint, aber seine Diktion lässt vermuten, dass er sich als Sprecher der Denkenden und Aufgeklärten empfindet.
Er formuliert so eindrucksvolle Erkenntnisse wie "'in Theokratien, in denen es keine Trennung von Staat und Religion gibt" (Seite 11) oder '"dass jedermann an das glauben darf, worauf er Lust und Laune hat'" (Seite 13). In diesem Ton geht es dahin, wie für den schnellen Lesekonsum schreibende Journalisten eben formulieren. So kommt er zu der als Warnung ausgesprochenen Behauptung, '"wer Gläubigen den Frevel antut, etwas Kritisches über ihre Religion zu sagen, dem ist die Wut der Religiösen sicher".' (Seite 181) Schließlich seine Schlussfolgerung: '"Die Religion ' eine Sinnressource? Eher eine Unsinn-Ressource."' (Seite 191).
Warum sind solche Publikationen für einen Agnostiker wie mich so peinigend, obwohl sie so belanglos sind? Im Ton unterscheiden sie sich nicht vom Geschrei der religiösen Eiferer, obwohl sie sich mit einer aufgesetzten Flapsigkeit camouflieren, etwa '"Auch wer meint, dass die Welt vor 6000 Jahren innerhalb von sechs Tagen erschaffen wurde und der Allmächtige am Samstag ein Nickerchen machte, soll das meinetwegen glauben."' Jeder soll glauben, was ihm Spaß macht, aber er soll andere gefälligst nicht damit belästigen. Hiemit deklariert sich der Autor ehrlicherweise als Sympathisant der Spaßgesellschaft, sodass man ihm eigentlich keinen Vorwurf machen kann, wäre das Thema nicht so ernst. Denn sein Argumentieren, wenn man es so nennen will, läuft auf jenen wohlbekannten Totalitarismus hinaus, der meint, dass nur die in einer Demokratie die Stimme erheben dürfen, die anti- oder areligiös sind.
Misik errichtet einen lächerlichen Popanz der Religion, auf den er dann eindrischt. Eine philosophische, kritische Argumentation scheut er mangels Beschäftigung mit dieser wie der Teufel das Weihwasser,' um diese unpassende Metapher zu verwenden. Lustiger ist es vielmehr, Woody Allen zu zitieren, nicht etwa Kant, der in seiner Kritik der reinen Vernunft zum Ergebnis kommt: "'Ich bin moralisch gewiss, dass ein Gott sei". Der Journalist Misik, der sich als Aufklärer geriert, weiß natürlich auch nichts von Horkheimer/Adorno''s Buch aus dem Jahr 1944, Dialektik der Aufklärung, wo es auf Seite 237 heißt: "'Das erste Aufleuchten von Vernunft... trifft auch am glücklichsten Tage seinen unaufhebbaren Widerspruch: das Verhängnis, das Vernunft allein nicht wenden kann.'"
Wer sich von diesem Buch eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Phänomen Religion erwartet, erlebt eine unangenehme Überraschung, da nur seichte Blödeleien und ein hanebüchener Umgang mit Statistiken geboten werden...
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am 27. Juli 2008
Im neuen Buch von Misik wird nicht die Frage der Existenz oder Nichtexistenz "Gottes" gestellt.
Es geht darum Antworten darauf zu finden, ob Religionen Voraussetzungen für moralische Wertebildung in Gesellschaften sind oder nicht, bzw. ob Sie in Widerspruch zu Aufklärung und Demokratie stehen.

Die Argumentation Misik's finde ich persönlich jedenfalls sehr interessant und lesenswert. Aus seinem Schluß heraus bedeutet es, daß es für Gesellschaften sinnvoller wäre Religionen strikt aus der Politik fernzuhalten, da Sie Konflikte, vorallem bei monotheistischen "Religionsgesellschaften",aufgrund ihres absoluten Wahrheitsanspruches, gefährlich verschärfen, ja verschärfen müssen.
Dieser Wahrheitsanspruch läßt die Konservativen auf beiden Seiten den "Werterelativismus" als Symbol des moralischen Niedergangs u. des "Bösen" schlechthin, bekämpfen. Dieser Werterelativismus ist laut Misik,und das leuchtet ein, ja gerade Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie.Daß die Entwickung der Demokratie für die Zivilisation in ethischer Hinsicht kein Fortschritt wäre, wird außer ein paar "Ewiggestrigen" kaum jemand behaupten.

Die Machtansprüche des Christentums und des Islam wurden nicht nur in weit zurückliegender Geschichte mit dem "Schwert" durchgesetzt und man braucht sich nicht darüber zu ereifern ob die eine oder andere Religion
bei Misik bösartiger bewertet wird. Der Islam hat halt die Aufklärung nicht durchgemacht, die sich übrigens lustigerweise die Vertreter des Christentums an die eigenen Fahnen heften möchte.

Falls man mit Dawkin's Thesen, so wie ich, nicht unbedingt übereinstimmt, heißt das noch lange nicht, daß nichts davon diskussionswürdig wäre.
Wenn Misik Dawkin's Sichtweise darüber, daß es äußerst bedenklich ist Kleinkinder religiös zu indoktrinieren, bevor sie reif genung sind selbst über Glaubensfragen entscheiden zu können, hat er hoffntlich nicht nur meine Stimme.
Würden politch/wirtschaftliche Systeme Kinder indoktrinieren wie es ihnen passt, wäre dies wohl verwerflich und würde Gerichte beschäftigen.
Warum sollte dies nicht auch für Religionen gelten?
Der Schluß, daß Misik ein Atheist sei, weil er Religionen ablehnt,u. sich Fragen zur Sinnhaftigkeit von Religionen im Sinne von Moralbildung in
Gesellschaftssystemen stellt, ist falsch.
Niemand kann behaupten, Ablehnung von Religionen aus ethischen Gründen,
bedeutet gleichzeitig keine Form des schöpferischen Funken's zu ersehnen oder zu erahnen.
Vielleicht ist Misik's Schlußsatz nicht nur sarkastisch gemeint, sondern spiegelt auch eine menschliche Sehnsucht , wenn er meint: " Gott, beschütze uns vor der Renaissance der Religionen." Es ist übrigens überhaupt nicht einzusehen, wieso diese Themen nur von einem erlauchten ademisch-theologischen Kreis diskutiert werden sollten.
Liebe Leser,ich empfehle Ihnen dieses Buch als lesenswert, und zwar nicht weil ich alles darin so sehe wie der Autor, sondern weil es sehr wichtige Fragen für den zukünftigen Umgang mit politischen Machtansprüchen von Religionen aufwirft, die baldigst zu beantworten sein werden.
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am 8. April 2008
Das neue Buch des bekannten und ausgewiesenen Sachbuchautors Robert Misik zum Thema Religion muss den heftigen Widerspruch des Rezensenten hervorrufen, der von Haus aus Theologe ist, und seit langem die neue Debatte über die Wiederkehr der Götter, der Renaissance der Religion und die von Jürgen Habermas so bezeichnete postsäkulare Gesellschaft in seinen Arbeiten verfolgt und der in den letzten Jahren zunehmend skeptischer geworden ist über die Entwicklung des Islam und seine baldige Reformierbarkeit.

Robert Misik bläst mit seiner locker und gut lesbar geschriebenen Streitschrift heftig gegen die Religion, vor allem die christliche und stößt dabei mit vollen Tönen und sehr unkritisch in das Horn des immer fanatischer werdenden Atheisten Richard Dawkins, dessen Thesen Misik ungeprüft übernimmt.

Misiks Sichtweise der christlichen Religion ist unhistorisch, er wirft ein fast 3500 Jahre altes Gottesbild von ringsum von gewalttätigen Feinden bedrohten Nomaden in Israel in einen Topf mit der jesuanischen Friedensethik und der Theologie des neuen Papstes und rührt alles zu einem Mix, der beseelt ist von einem an manchen Stellen spürbaren Hass auf alles Religiöse.

Dabei, muss man sagen, kommt der nun wirklich nach wie vor gewaltbereite und auch entsprechend in vielen Ländern der Erde aktive Islam bei Misik noch gut weg. Er sagt:
"Man muss also nicht fragen: ist der Islam mit der Demokratie vereinbar? Sondern: sind Religionen mit dem Wahrheitsanspruch der großen Monotheismen mit der Demokratie vereinbar ? Die Antwort ist simpel: Ja, das sind sie. Nämlich dann, wenn sie besiegt (!!) sind".

Hier an dieser Sprache wird deutlich, worum es geht. Wie will er denn die Religionen "besiegen"? Wahrscheinlich mit eben den Mitteln, die er den Religionen unterstellt, sie würden sie jederzeit wieder anwenden, wenn sie die Macht dazu hätten.
Mit keinem Wort geht Misik auf geschichtliche Entwicklungen ein wie etwa das neue Buch von Alexander Kissler "er aufgeklärte Gott", und von Theologie hat er, mit allem Respekt, keine Ahnung. Wenn jemand den Ausspruch Jesu "Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert", auf militärische Gewalt bezieht, hat er die exegetischen Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte nicht zur Kenntnis genommen. Es geht bei Jesus nie, niemals um das Schwert als tötende Waffe, sondern es ist ein Symbol für das Trennende, das seine Botschaft bis hinein in die Familien wirken wird, wenn sich damals Menschen für den Glauben an ihn entschieden haben.
Misik unterstellt immer wieder in Nebensätzen, dass es die historische Person Jesu womöglich gar nicht gegeben habe und zeigt so wiederum seine Unkenntnis der auch außerchristlichen Quellen aus der damaligen Zeit.

Hoch anzuerkennen ist ihm allerdings, dass er ein empfehlenswertes Werk des katholischen Theologen Arnold Angenendt "Toleranz und Gewalt" diskutiert, in dem der Kirchenhistoriker zu frappierenden Erkenntnissen über die positiven Dimensionen und historischen Leistungen der christlichen Religion kommt.
Doch Misik tut dessen Thesen schnell ab: "Und ohnehin könnte man angesichts von Arnold Angenendts vielfältigen Hinweisen auf humane Prinzipien der christlichen Religion die Frage stellen, wieso denn dann eigentlich die christliche Religion derart oft in Gewalttätigkeit verfallen ist? Ist das nicht sogar ein Symptom für die Gefährlichkeit der Religionen, für eine innere Logik, gegen die die besten Prinzipien und höchsten Lehren offenbar keine Chance haben ? Man sollte sich das zumindest gut überlegen, bevor man zu dem Urteil gelangt, die modernen Gesellschaften bräuchten die Religionen , weil es ohne Sinn und spirituelle Dimension nicht geht."

Ja, das stimmt. Diese Fragen müssen diskutiert werden. Aber ordentlich und theologisch und historisch fundiert. Als ein positives Beispiel hierfür sei ein gerade im Pattloch-Verlag erschienenes Buch von Alexander Kissler erwähnt und wärmstens empfohlen, das unter dem Titel "Der aufgeklärte Gott" der Frage nachgeht "Wie die Religion zur Vernunft kam".
Auch Religionen entwickeln sich und verändern sich. Wenn die These von Jan Assmann über die Funktion der Monotheismen als Totschlagkeule eines sich immer radikaler und fanatischer gebenden Atheismus a la Dawkins benutzt wird, muss man sich fragen, warum diese Autoren die Religion so sehr hassen, das sie sie besiegen" müssen, wie Misik das schreibt. Vor einer Gesellschaft ohne Religion graut mir. Überall dort , wo ihre Ausrottung und Unterdrückung Programm war, haben sich die unmenschlichsten und brutalsten Diktaturen der Geschichte breitgemacht.

Dennoch: lesen Sie dieses Buch genau und dann lesen Sie Arnold Angenendts Buch, das neue Buch von Alexander Kissler, oder verfolgen Sie die überaus interessante Debatte zwischen Kardinal Ratzinger und Jürgen Habermas.
Mut zum eigenen Denken anstatt permanenter Diffamierung der christlichen Religion. Und lesen sie die neue Mohammed-Biographie von Hans Jansen, in der nachgewiesen wird, wie gewalttätig der Islam schon in seiner Gründungsfigur war. Das muss man Jesus von Nazareth erst einmal nachweisen...
Da mich dieses Buch aber als Theologe herausgefordert und zu dieser langen Rezension quasi gezwungen hat, bekommt es vier Punkte.
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am 5. April 2008
Warum sich Religion besser raushalten sollte, wenn über komplexe Zusammenhänge debattiert wird, teilt uns Herr Misik hier mit. Weil ihre Protagonisten sich nur an der Debatte beteiligen, wie und wo es ihnen in den Kram passt, ihre Herzensanliegen nur ungern als Teil des Diskurses sehen, sprich in allem mitreden, aber letztlich nicht mitleben wollen, immer noch die Sonderrolle und den Expertenstatus früherer Zeiten beanspruchen und sie sogar freiwillig eingeräumt bekommen. Zwar bleibe Religion mit ihren Postulaten hinter elementarsten wissenschaftlichen Erkentnissen zurück (Jungfrauengeburt und Dreifaltigkeit werden als "Unsinn" bezeichnet) wolle aber trotzdem mit höchstem Autoritätsanspruch Einfluß nehmen, so sinngemäß seine Antwort.

Warum schreiben, um Himmels willen, heute so viele Atheisten über Gott und Religion - und belasten sich so mit etwas, das es, nach ihrer Lesart, gar nicht gibt bzw. geben dürfte? Warum wird ein Demokrat Grunsätzen der Demokratie wie gleiche(m) Stimmrecht und -gewichtung gefährlich? Warum durchdenkt ein Intellektueller seine Problemstellung nicht zu Ende, indem er die Ebene der Transzendenz völlig ignoriert?
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