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am 1. Februar 2013
Sie stammte aus einem jüdisch-großbürgerlichen Haushalt mit sieben Kindern, in dem die Musik eine wichtige, wenn nicht sogar die wesentlichste Rolle spielte. Unterrichtet wurde schon das Kleinkind Grete Sultan zunächst von ihrer älteren Halbschwester und ihrer Tante, bis sie eine systematische und folgenreiche Klavierausbildung erhielt. Denn ihr Lehrer, der amerikanische Pianist Richard Buhlig, führt sie nicht nur in das klassische Musikerbe ein, er eröffnet ihr auch die Neue Musik, insbesondere die Arnold Schönbergs. Das war die Voraussetzung für die im erzwungenen Exil in den USA entstandene enge Musikerbeziehung zwischen Grete Sultan und John Cage, dessen wichtigste Interpretin sie bis ins hohe Alter wurde.

Moritz von Bredow zeichnet die vielversprechende Pianistinnenkarriere Grete Sultans in Berlin, die mit der Machtergreifung der Nazis 1933 jäh endet, minutiös und mit viel Wissen über die künstlerischen Verflechtungen nach. Er verfolgt Sultans gefährliche und beschwerliche Flucht in die USA und den überaus schwierigen beruflichen Neubeginn als Klavierpädagogin und Pianistin. Damit erinnert der Autor auch daran, was Deutschland durch die Austreibung und Ermordung der Juden an kulturellem Reichtum verloren hat.
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am 2. Juli 2013
Die Pianistin Grete Sultan entstammte dem jüdischen Bildungsbürgertum, dem Berlin zu großen Teilen sein kulturelles und nicht zuletzt musikalisches Weltniveau verdankte - bis zur Machtübernahme der Nazis und sogar noch einige Jahre darüber hinaus, in denen die braunen Machthaber einem bereits vom Tode gezeichneten „Kulturbund Deutscher Juden“ eine trügerische Galgenfrist gewährten. Eine Lebensspanne von fast hundert Jahren war der 1906 geborenen Grete Sultan vergönnt, die von keiner der großen Katastrophen des 20. Jahrhunderts verschont blieb.

Sprachlich mit respektvoller Zurückhaltung, inhaltlich mit empathischer Hingabe schildert Moritz von Bredow den Lebensweg Grete Sultans und ihren familiären Hintergrund, in dem sich das lange Ringen der jüdischen Bürger Preussens um Emanzipation und Anerkennung widerspiegelt. Fachkundig erläutert der Autor Grete Sultans musikalische Ausbildung und ihr Privatleben in der langsam zerbröckelnden Grunewalder Idylle – bis die Enteignung der Familie, die Zwangskennzeichnung als Jüdin und die drohende Deportation sie 1941 zur Flucht über Lissabon in die Vereinigten Staaten zwingt.

In New York gelingt es Grete Sultan – zunächst mit der Hilfe von Claudio Arrau – Fuß zu fassen, doch erst nach dem Ende des Krieges, das ihr noch einmal das ganze Ausmaß der nationalsozialistischen Judenvernichtung vor Augen führt, beginnt das zweite Leben der Grete Sultan: Die Begegnung mit John Cage schlägt ein gänzlich neues Kapitel auf: Eine beide zutiefst erfüllende lebenslange musikalische Zusammenarbeit nimmt ihren Anfang. Seine wichtigsten Kompositionen für Klavier – nicht zuletzt die „Etudes Australes“ –schreibt Cage für Grete Sultan.

Moritz von Bredow hat eine eindrucksvolle Biographie vorgelegt, in der die Weltpolitik unerbittlich präsent bleibt, ohne damit den Blick auf eine im Grunde stets zutiefst apolitische Grete Sultan zu verstellen, die die meisten ihrer Peiniger und Verfolger – so ist man geneigt, zu frohlocken - um Jahrzehnte überlebte. Gleichzeitig eine zuweilen melancholische Bestandsaufnahme des katastrophalen, nicht wieder gut zu machenden menschlichen und kulturellen Kahlschlags, den die Nazis mitten in Europa, in einer einst blühenden und weltweit bewunderten Kulturmetropole – und weit darüber hinaus - anrichteten.
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am 20. April 2014
Ein sehr zu empfehlendes Buch. Es führt uns durch die anfangsjahre des 20. Jahrhunderts anhand der Lebensschilderung der späteren Pianistin Grete Sultan und läßt uns deren Höhen und Tiefen ihres Künstlerlebens während der unseligen Zeit der Naziherrschaft miterleben.
Sehr interessant neben ihrem und dem schicksalhaften Erleben ihrer gesamten jüdischen Familie, sind die Begegnungen mit vielen namhaften Künstlern ihrer Zeit.
Einfach ein großartiges Buch, nicht nur für an Musik interessierten Lesern.!

Rezension hilfreich, ja ,nein
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am 27. August 2013
Es war ein seltsames Weihnachtsgeschenk von Freunden für mich, dieses Buch über eine deutsch-amerikanische Pianistin, von der ich noch nie gehört hatte. Es gab doch noch so viel anderes, was zu lesen sich lohnt. Und was soll diese Grete Sultan mir schon sagen?

Als ich das Buch zu lesen begann, verliess ich mich also in erster Linien auf die guten Freunde, die das Buch für mich ausgesucht hatten. Sie kennen mich und wissen, was ich mag. Eine unerfreuliche Veränderung in meiner beruflichen Position gab mir viel Zeit zur Lektüre - und das Buch kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Grete Sultan gab mir Trost und Erleichterung, ihre Biographie habe ich geradezu verschlungen.

Verglichen mit ihrem Leben waren und sind meine Probleme zweitrangig. Wie diese Frau sich treu geblieben ist durch alle Krisen und Herausforderungen als deutsche Jüdin, als Emigrantin und vor allem als Pianistin, das ist ein echter Quell geistiger und seelischer Gesundheit und der Ermutigung. Die völlig unaufdringliche und unaufgeregte Botschaft von Grete Sultans Leben lautet, ganz das zu sein, was man ist, ohne Bedauern und ohne Konzessionen.

Selten hat mich eine Biographie so bewegt. Dem wunderbar zurückhaltenden, einfühlsamen Moritz von Bredow sei es gedankt, der mit der notwendigen Subtilität und großer Sachkunde den Lebenslauf einer aussergwöhnlichen und doch am Ende garnicht so heroischen Frau zeichnet, die einfach nur lebt, was sie ist.

Natürlich werde ich als nächstes die CD-Sammlung mit Interpretationen von Grete Sultan kaufen. Ich bin schon ganz gespannt auf die Goldbergvariationen und John Cage. Ein absolut empfehlenswertes Buch,für alle die klassische Musik lieben und weit darüber hinaus.
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am 22. Mai 2016
Eine wunderbar geschriebene, kenntnisreiche Biographie einer großen Pianistin. Sehr lesenswert für alle, die sich für klassische Musik und kunst-philosophische Zusammenhänge interessieren.

Yana K., Hamburg
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am 2. März 2013
Wie viel Zeit und Mühe mag es gekostet haben, diese unzähligen Details aus dem Leben der Grete Sultan zu sammeln und dieses gut lesbare Buch zu schreiben? Der Leser wird durch die Kindheit und Jugend in Deutschland geführt, erlebt das Berufsverbot und die Vertreibung durch die Nazis, den Neubeginn in New York, die vielen Stationen der künstlerischen Tätigkieit, lernt Lehrer, andere Künstler, mit denen Grete Sultan verbunden war, kennen, bis zu ihrem Tod mit 99 Jahren. Die wohl größte Pianistin des 20. Jahrhinderts erscheint für den Leser plastisch und in allen Facetten lebendig. Wenn Sie, lieber Leser noch das Glück haben, eine der CD-Ausgaben der Legacy von Grete Sultan zu ergattern, das Spiel hören und erfahren, welches Einssein mit der Musik diese große Frau erreicht hat, dann können Sie hineinespüren im das, was ist und allem innewohnt, was erlebt, ohne sich dessen bewusst zu sein, das selbstentstandene, unbegrenzete Freude, Klang und Stille ist.
Ein wunderschönes Buch!
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am 23. März 2014
Ganz schönes Buch, aber langweilig und langatmig geschrieben! Man hat den Eindruck, der Autor wollte auf jeden Fall den Text strecken!
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