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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kindheitserinnerungen pur!
Für jeden, der die Geschichte noch nicht kennt, hier geht es um Emil, der zum ersten Mal alleine nach Berlin fährt, um dort seine Großmutter und seine Tante mit Familie zu besuchen. Auf der Zugfahrt wird ihm allerdings Geld gestohlen, das seine Mutter für die Großmutter gespart hat. Da Emil weiß, daß seine Mutter ihm viel Geld...
Am 4. Dezember 2000 veröffentlicht

versus
7 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Krimi, den sogar meine Mutter kennt
Emil und die Detektive ist ein Buch, in dem viel Umgangssprache gesprochen bzw. geschrieben ist. Die Handlung ist leicht zu verstehen. Allerdings wirken die Zahlen oft unrealistisch, z.B. bei den 100 Kindern, die den Dieb verfolgen. Es wäre vielleicht besser, das Buch etwas zeitgerechter zu schreiben, denn es ist in unserem Alltag nichts besonderes, wenn bei einer...
Am 28. September 2000 veröffentlicht


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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kindheitserinnerungen pur!, 4. Dezember 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Emil und die Detektive. Ein Roman für Kinder (Gebundene Ausgabe)
Für jeden, der die Geschichte noch nicht kennt, hier geht es um Emil, der zum ersten Mal alleine nach Berlin fährt, um dort seine Großmutter und seine Tante mit Familie zu besuchen. Auf der Zugfahrt wird ihm allerdings Geld gestohlen, das seine Mutter für die Großmutter gespart hat. Da Emil weiß, daß seine Mutter ihm viel Geld anvertraut hat und sie das Geld hart gespart hat, versucht er nun, den Dieb in Berlin auf eigene Faust zu verfolgen. Dabei bleibt er nicht lange allein, denn in Berlin lernt er Gustav und seine Freunde kennen, die ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen, Und so kommt es, daß der Dieb am Ende von 90 Jungs verfolgt wird. Natürlich versucht dieser nun zu entkommen, aber kann ihm das noch gelingen?
Das Buch hat für mich nichts von seinem Zauber verloren. Ich habe es das erste mal mit acht oder neun Jahren gelesen und jetzt, fast 20 Jahre später, habe ich das Buch wieder abends im Bett gelesen und mich immer wieder bei dem Gedanken ertappt: also ein Kapitel lese ich noch, dann wird geschlafen. Da diesmal keine Stimme mehr gerufen hat "Mach jetzt das Licht aus und geh schlafen!" habe ich das Buch ausgelesen. Es ist immer noch super! Es hat mich noch einmal richtig in meine Kindheit zurückversetzt, da es einfach die Gedankenwelt eines Kindes ist, die Kästner beschreibt. Als Kind konnte ich damals verstehen, warum Emil den Dieb nicht in Mitten von Erwachsenen bloß stellt, oder zur Polizei geht. Das Buch erschien erstmals vor ca. 70 Jahren, man könnte also aussetzen, daß Realschüler sich mittlerweile anders benehmen, oder daß manche Ausdrücke veraltet sind, also daß es nicht mehr so ganz zeitgemäß ist. Mich hat das beim Lesen kein bißchen gestört. Ein großartiges Buch, nicht nur für Kinder, sondern für alle, die es bleiben wollen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker!, 11. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Emil und die Detektive. Ein Roman für Kinder (Gebundene Ausgabe)
Ein Klassiker unter den Kinderbüchern - wer kennt ihn nicht? Ich musste allerdings erst 27 Jahre alt werden, um ihn auch kennen zu lernen. Aber es ist ja nie zu spät! Emil Tischbein lebt mit seiner Mutter, der Friseuse Tischbein, in eher ärmlichen Verhältnissen in einer Kleinstadt. Umso größer ist die Freude und die Aufregung, als die Mutter ihn eines Tages alleine mit dem Zug nach Berlin reisen lässt, um dort die Verwandtschaft zu besuchen. Sie gibt Emil 140 Mark für die Großmutter mit und Emil verspricht, auf dieses Geld aufzupassen wie auf seinen Augapfel. Doch im Zug geschieht es: Emil schläft ein und als er in Berlin wieder aufwacht, macht sich gerade der Ganove Grundeis mit dem Geld aus dem Staub. Emil macht sich auf eine spektakuläre Verfolgungsjagd durch Berlin, bei der ihm sein neuer Freund Gustav und dessen Bande helfen. Ein spannendes Abenteuer beginnt... Erich Kästner schildert die Geschichte aus der Sicht des 12-jährigen Emils und lässt die Erwachsenen bei dem Geschehen weitgehend außen vor. Für die damalige Zeit, in der das Buch entstand (1928), war das eine durchaus innovative Art von Kinderbüchern. Die Kinder werden in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt und handeln selbständig, die Erwachsenen treten während der gesamten Handlung stark in den Hintergrund. Für heutige Verhältnisse mag das Buch sicherlich etwas altmodisch wirken, aber es ist so spannend und witzig geschrieben, dass man diesen Klassiker auch in unserer heutigen Zeit einfach lesen sollte!
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Amüsanter Kinderkrimi � auch für Erwachsene, 22. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Emil und die Detektive. Ein Roman für Kinder (Gebundene Ausgabe)
Emil Tischbein fährt allein mit dem Zug von Neustadt nach Berlin zu seiner Oma, Tante und seiner Kusine, Pony Hütchen. Die Fahrt ist nicht ganz unbrisant, da Emil von seiner Mutter 140 Mark (in den 20er Jahren eine hohe Summe) anvertraut bekommt, die er seiner Großmutter überbringen soll. Doch während Emil im Zug einschläft, werden ihm die Scheine von einem Mann mit steifen Hut entwendet. Emil nimmt die Verfolgung in der fremden Stadt auf und lernt zufälligerweise Gustav kennen, der ihm sofort seine und die Hilfe seiner Freunde anbietet. Emil nimmt dankbar an und die große Hetzjagd nach dem Dieb kann beginnen...
Leider kam ich erst als Erwachsene in den großen Genuss Erich Kästners wunderbaren Gedichte wie auch Kindergeschichten für mich zu entdecken. Obwohl ich gar keine richtige Lust an jenem Tag verspürte, ein Kinderbuch zu lesen, befand ich mich bereits nach dem ersten Kapitel in Emils Welt und begleitete ihn gespannt nach und durch Berlin. Inzwischen habe ich es ein zweites Mal gelesen und nichts von der anfänglichen Faszination ist dabei verloren gegangen. Es ist ein unterhaltsamer, spannender und vor allem lustiger Kinderkrimi für Klein wie Groß - ganz nach Kästners Motto „Nur wer erwachsen wird und Kind bleibt, ist Mensch."
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch heute noch spannend!, 26. Mai 2007
Von 
J. Weier "Schule Wegenstetten" (Wegenstetten, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Emil und die Detektive. Ein Roman für Kinder (Gebundene Ausgabe)
Andrea Manhartsberger, 6. Klasse

Die Geschichte handelt von einem Jungen, der alleine nach Berlin reist. Währenddessen wird er bestohlen. Er verfolgt den Dieb und gibt nicht auf!

Man lernt, dass man nicht so weil alleine reisen soll! Und das Geld schickt man doch lieber mit der Post!

Mir hat die Geschichte gefallen, weil man nie weiss, was als nächstes passiert.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kinder sind die besseren Erwachsenen, 25. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Emil und die Detektive. Ein Roman für Kinder (Gebundene Ausgabe)
Emil und die Detektive ist eine wunderbare Krminalgeschichte fuer Kinder, die auch heute noch Zugang zu den Kindern (und Erwachsenen) findet. Emil wird von seiner Mutter auf die Zugreise nach Berlin zu seiner Grossmutter geschickt. Mit 120 Mark in der Tasche, die ihm waehrend der Reise gestohlen werden. In Berlin angekommen, verbuendet sich Emil mit einer Gruppe Kinder, mit der er gemeinsam die Jagd auf den Dieb durch das Berlin der 20ger Jahre beginnt. Am Ende steht natuerlich die Gefangennahme des Diebes, der durch die Polizei seiner verdienten Strafe zugefuehrt wird. Kaestners Geschichte ist die Geschichte von Freundschaft und von den Guten (Kindern), die sich miteinander solidarisch erklaeren. Im Gegensatz zu den Erwachsenen, die sich wohl doch eher auf sich selbstbezogen, derartige Bekenntnisse nicht entreissen lassen. Bis zum heutigen Tage. Schoene Geschichte ueber Diebe, Erwachsene, Kinder und Freundschaft.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einmalig, 19. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Emil und die Detektive. Ein Roman für Kinder (Gebundene Ausgabe)
"Emil und die Detektive" wird oft als Kaestners bestes Buch bezeichnet. Der Grund ist sicher dieser, dass es eine Geschichte ist, die jedem irgendwie haette passieren koennen.
Emil faehrt mit dem Zug von Neustadt nach Berlin zu seiner Grossmutter und seiner Cousine Ponyhuetchen. In der Jackeninnentasche traegt er 100 Mark bei sich, die er von seiner Mutter an die Grossmutter weiterreichen soll. Im Zugabteil ihm gegenueber sitzt ein Mann mit einem steifen Hut, der von Anfang an verdaechtig wirkt. Als er Emil ein Bonbon anbietet, moechte Emil am liebsten ablehnen, was ihm aber die Hoeflichkeit verbietet. In weiser Voraussicht befestigt Emil die hundert Mark seiner Mutter mit einer Stecknadel in seiner Tasche. Irgendwie muss er dann aber doch eingeschlafen sein, und als er wieder erwacht, da faehrt der Zug gerade in Berlin ein und als er nachsieht, sind die hundert Mark tatsaechlich verschwunden, ebenso wie der Herr Grundeis, der Mann mit dem steifen Hut. Emil springt auf und kann Herrn Grundeis gerade noch folgen, natuerlich heimlich. Seine arme Grossmutter und Ponyhuetchen warten vergebens auf ihn am Bahnhof. Mit Hilfe einer Schar von Kindern, die sich um Emil sammeln, darunter Gustav mit der Hupe und der kleine Dienstag, spaeter auch Ponyhuetchen und der Indianer, wird es Emil gelingen, den Dieb zu ueberfuehren. Und zwar dank der beiden feinen Loecher im Hundertmarkschein, die Emil Stecknadel dort hinterlassen hatte.

Eine ganz wunderbar lebendige Geschichte, spannend ohne gruselig zu sein, und sicher lesbar fuer Kinder ab 6 Jahren. Sehr empfehlenswert!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen auf jeden Fall ein Lieblingsbuch, 4. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Emil und die Detektive. Ein Roman für Kinder (Gebundene Ausgabe)
Eine wunderschön erzählte Geschichte, die auch jetzt, so lange nach ihrer Erstveröffentlichung noch Spaß macht und das nicht nur den Müttern, die beim Vorlesen in Erinnerungen an die eigene Kindheit schwelgen können...

Emil, der kleine Dorfjunge, kommt in die große Stadt und schon passieren eine Menge spannende Dinge, bei denen der Zusammenhalt und die Freundschaft der vielen Kinder sehr notwendig ist.

Kästners Schreibstil ist natürlich auch in diesem Buch unverkennbar, viel Witz und Ironie sind vertreten. Man kann also wirklich sagen, dass Emil und die Detektive ein Klassiker der Kinderliteratur ist, den wirklich jeder mal gelesen haben sollte.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ewig junger Kinderbuchklassiker, 3. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Emil und die Detektive (Broschiert)
vom wohl erfolgreichsten deutschen Volksschriftsteller dieses Jahrhunderts:
Die Geschichte des kleinen Emil Tischbein aus Neustadt, der in den Ferien seine Großmutter in Berlin besuchen will. Mit auf die Reise hat ihm seine Mutter den mühsam ersparten Geldbetrag von 120 DM gegeben mit dem Auftrag, gut darauf Acht zu geben und 100 DM davon der Großmutter abzuliefern.
Im Eisenbahnabteil lernt Emil einen sonderbaren Herrn kennen, der später wieder verschwunden ist - wie auch Emils Geld. Eine engagierte und aufregende Verfolgungsjagd Emils und zahlreicher hilfsbereiter, kecker berliner Kinder beginnt, während Großmutter und Cousine am Zielbahnsteig auf Emils Ankunft warten und sich sorgen.
Kästner schildert die rasante "Verbrecherjagd" durch das Berlin der zwanziger Jahre mit seiner typischen humorvollen, klaren Sprache, mit der er seine Leser begeistern kann. Konzipiert und hervorragend geeignet für Kinder, ist Emils Geschichte jedoch auch für junggebliebene Erwachsene amüsant zu lesen.
Die Geschichte bleibt jedoch (da für Kinder) über die gesamte Strecke recht brav. Teenager (ab ca. 13) werden dem Buch daher wohl weniger abgewinnen können. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Augenweide im Bücherregal, 3. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Emil und die Detektive (Gebundene Ausgabe)
Zwei gute Gründe, sich unbedingt diese neue Ausgabe von Emil zu kaufen: die Jubiläumsausgabe eines Klassikers der Kinderliteratur:
1. Die Geschichte ist immer noch so spannend wie charmant und 2. Das Buch ist eine Augenweide in jedem Bücherregal. Besonders sensibel hat die Designerin Gudrun Pawelke das bekannte Emilmotiv im 30erJahre Stil aufgegriffen und neu kreiert - aber vor allem respektvoll erhalten. Ein wunderschöner Schuber, das eigentliche Buch und als Dreingabe ein Appendix, in dem man zusätzliche Informationen über die Geschichte um die Geschichte erfährt und anhand alter Fotos auf den Spuren Emils durch das Berlin der 20er Jahre streifen darf, erfreuen das (Kinder-)Herz und sehen dazu noch wunderschön aus. Diese neu gestaltete Ausgabe wird dem Buch, das schon 75 Jahre als wird, absolut würdig - „Parole Emil".
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Klassiker mit Bedenken, 8. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Emil und die Detektive. Ein Roman für Kinder (Gebundene Ausgabe)
Kästners Kinderbücher hatten in meiner Kindheit einen festen Platz in meinem Bücherregal und in meinem Herzen. Ich las sie alle und war begeistert. Er schreibt warmherzig, humor- und liebevoll, spannend, mit einer Prise Wehmut.
"Emil" ist natürlich ein Klassiker: Ein aufgeweckter Provinz-Junge fährt erstmals allein nach Berlin und wird im Zug vom dubiosen Herrn Grundeis mit dem steifen Zylinder beklaut. Diese 140 Mark sind für Emil ein Vermögen; er weiß, wie knapp seine alleinerziehende Mama rechnen muß... Durchaus in seiner Ehre gekränkt (immerhin hat Emil gerade einen verantwortungsvollen Auftrag vermasselt), nimmt er die Verfolgung des Diebes in der fremden Stadt auf. Er trifft auf muntere Jungs wie Gustav mit der Hupe, die ihn begeistert unterstützen.
Der Leser erlebt ein eindrucksvoll-spannendes Aufblühen von Kindersolidarität. Souverän und quasi aus dem Handgelenk bauen die Knaben eine bemerkenswerte Detektiv-Gemeinschaft auf, die in der friedlichen Jagd des Diebes mit ca. 100 Kindern durch die Straßen Berlins ihren Höhepunkt feiert. Auch logistische Aufgaben wie die Organisation einer Telefonzentrale, Nachtwachen, Catering und Detektivkasse meistern die Kids erfrischend unverkrampft und clever.

Sternabziehend muß ich als Erwachsene für mich inzwischen aber die in nahezu jedem Kästner-Buch zu findenen "idealen" Mutter-Sohn-Beziehungen berücksichtigen. Beim "Doppelten Lottchen" ist es ausnahmsweise auch mal eine Mutter-Tochter-Symbiose, aber das Muster bleibt: Das Kind fühlt sich absolut verantwortlich für seine alleinerziehende, schwer arbeitende Mutter und tut aber auch alles in ihrem Sinne. Nebenbei schafft es aber auch noch den Spagat, trotzdem ein normal-liebenswertes Kind mit vielen Freunden zu sein. Wer Kästners Autobiographie "Als ich ein kleiner Junge war" gelesen hat, ahnt auch, woher er diese Mutterbedienenden Tendenzen seiner Haupthelden Emil, Lotte, Anton und Martin Taler nimmt. Im Zweifelsfalle ist der mutterfixierte, liebende Sohn auch mal erwachsen ("Drei Männer im Schnee", "Der kleine Mann"). Das Kind übernimmt bei Kästner sehr oft Partner-Pflichten, und das erscheint normal und bewundernswert. Es gibt auch sympathische andere Kindergestalten, die weniger Mutter-fixiert, mehr ich-bezogen und spontaner sind, wie hier Gustav, Cousine Ponny Hütchen oder in anderen Büchern Luise, Pünktchen, Sebastian ("Fliegendes Klassenzimmer") oder Konrad ("Der 35. Mai"). Aber "gefühlt" fehlt denen was. Und das empfinde icb als nicht ungefährlich. Die Botschaft setzt sich fest, daß es die Aufgabe des Kindes ist, die Mutter möglichst zu entlasten, ihr keinen Kummer zu machen. Und Emils Mutter hat auch bei aller Aufregung tatsächlich noch den Kopf dafür frei, beim Anblick ihres Sohnes in der Zeitung die Anzug-zerknitternde Sitzhaltung kritisch zu bemängeln. (Was sollen denn die Leute denken!) Und Emil hat auch immer ein latent schlechtes Gewissen.
Aus eigener Erfahrung kenne ich die daraus resultierende Überforderung, die Kästner-liebenden Kindern, deren Mütter auch Kästner lieben, erwachsen kann. Hier entsteht ein sehr subtiler Mißbrauch von Kindern, denen die Partnerlosigkeit der Mutter (für die sie nichts können) zur Verpflichtung wird. Kästner hat sich wohl nie aus dieser Verstrickung lösen können, und seine Bücher dokumentieren dies. Er hatte zwar einen Vater, aber der Mutter-Partner war wohl immer eher der kleine Erich. Und dieses Schicksal ereilte dann in seinen Werken seine Haupthelden Emil, Anton und Lotte. Und Kästner verteidigt diese Situation sogar in seinem Buch, indem er Emil und Anton vergleicht, Ähnlichkeiten unterstreicht und resümiert, "Emile und Antone könne es nicht genug geben." In der Trier-Illustration reichen sich der Berliner Armen-Junge Anton und der korrekt gekämmte und beanzugte Kleinstadt-Junge Emil die Hand. Nun ja.

Schade in den Rezensionen der hier schreibenden Schüler empfinde ich allerdings die Zeit-Kritiken. Phantasie- und Mittelaltergeschichten sind zwar irgendwie der Hit, aber Kinderbücher mit ein paar Jahrzehnten Vergangenheit gelten sprachlich und inhaltlich als überfordernd. Da werden Begriffe wie "Schupo" oder "Stulle" gerügt... Tscha, so war das eben zu der Zeit! Ist das die unheilvolle Auswirkung des Aktualitätszwanges, dem heute soviele Filmemacher unterliegen? Alles, aber auch alles muß ins Hier und Heute geholt werden, weil die aktuellen Konsumenten sonst nachdenken müßten? Auch Kästner-Klassiker wurden ja hemmungslos aktualisiert, obwohl manche Abläufe - wie von ihm beschrieben - einfach in die 30iger gehören, oder auch in die 50iger, aber doch bitte nicht in die Heute-Zeit! Heute würde Emils Mama Online-Banking nutzen, und Emil und seine Knaben hätten ein Handy. Und prompt würde die Geschichte so nicht mehr funktionieren.

Kindern, die ihre Latein-Kenntnisse heutzutage aus "Harry Potter" beziehen und die "Rote Zora" klasse finden, kommen auch mit Stullen und Schupos klar. Und mit Pferde-Straßenbahnen und dem Berlin zu Zilles Zeiten. Man muß es ihnen nur erklären, daß es mal eine Zeit ohne Handies und Internet gab.
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Emil und die Detektive. Ein Roman für Kinder
Emil und die Detektive. Ein Roman für Kinder von Erich Kästner (Gebundene Ausgabe - 28. August 2010)
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