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am 30. Juli 2012
Inhalt: (da es sich um einen Fortsetzung handelt, könnten Spoiler enthalten sein)
3 Monate sind vergangen, seit der Älteste tot und Orion in der Kryo-Box eingefroren wurde.
3 Monate, in denen sich viel verändert hat. Junior ist jetzt der Anführer der Godspeed.
Doch die Stimmung auf dem Raumschiff ist kurz vorm Kippen, seitdem das "Beruhigungsmittel" Phydus nicht mehr eingesetzt wird, das die Menschen in emotionslose Arbeiter verwandelt hat. Das Essen wird knapp und einige beginnen an Juniors Führungsqualität zu zweifeln.
Nur Amy nicht, auch wenn sie noch enttäuscht ist von Junior, weil er sie damals aufgetaut hat.
Gemeinsam kommen die beiden einem erschreckenden Geheimnis näher, dass das Ende für die Godspeed und all seinen Bewohner sein kann, oder vielleicht sogar die Rettung?
Doch jemand versucht Junior und Amy aufzuhalten und schon bald müssen Unschuldige mit dem Leben bezahen, für etwas, das schon vor langer Zeit in der Vergangenheit passiert ist.

Meinung:
"Godspeed-Die Suche" stand ganz ohne Zweifel auf meiner Liste der Bücher, die unbedingt gelesen werden müssen. Warum? Einfach aus dem Grund, weil "Godspeed-Die Reise beginnt" ein toller Start in diese Reihe ist und lust auf die Fortsetzung gemacht hat.
Wie der erste Teil hat auch "Die Suche", diesen besonderen Charme an sich. Die Aufmachung gefällt mir wirklich sehr sehr gut. Das Cover ist wunderschön und die Seiten sind so toll glatt, dass ich einfach gerne in diesem Buch geblättert habe.

Super ist immer noch die Idee, das Buch aus der wechselnden Sicht von Amy und Junior wiederzugeben. Dadurch verbindet man sich gleich stark, mit beiden Protas. Der Schreibstil ist auch hier sehr flüssig und in einfachen Sätzen verpackt. Die Kapitel sind nicht zu lang geraten und somit bleibt das Lesen stehts ein Vergnügen.

Da ich den ersten Teil schon vor einiger Zeit gelesen habe, hatte ich ein bisschen Angst, ob ich überhaupt wieder in die Geschichte eintauchen kann, ohne größere Probleme.
Ich war erstaunt, wie leicht mir das gefallen ist. Das liegt daran, dass immer mal wieder Dinge erläutert werden, die im ersten Teil auftauchen und wichtig, für den weiteren Verlauf sind. Die meisten Namen und Begriffe waren mir nicht allzu fremd und somit konnte ich schnell ins Geschehen eintauchen.

Da, wo Teil 1 noch ein paar Längen hat, nämlich am Anfang, konnte mich "Die Suche" durch einen überraschend fesselnden Start überzeugen. Man sitzt eigentlich direkt im Geschehen.
Dadurch, dass die Phydus-Zufuhr unterbrochen wurde, macht sich unter den Menschen Unmut breit. An Juniors Führungskraft wird gezweifelt. Die Menschen benutzen jetzt ihre eigenen Stimmen und wollen selber ihre Entscheidungen treffen. Immer gibt es ein oder zwei Leute, die diese Situationen ausnutzen, um selber zu profitieren. Da macht auch "Die Suche" keine Ausnahme. Schnell wird klar, wen man mag und wen nicht.

Man merkt, dass Junior überfordert ist. Immer mehr Probleme tauchen auf. Das Essen scheint knapp zu werden, die allgemeine Unruhe der Bevölkerung und dann findet er auch noch heraus, dass sich die Godpeed in keinem guten Zustand befindet. Der Antrieb scheint kaputt zu sein und somit ist das Schiff zum Stillstand gekommen. Zudem scheint das Leben untereinander gefährlicher zu werden. Immer häufiger kommt es zu Prügeleien und sogar vor Vergewaltigungen wird nicht mehr zurückgeschreckt.

Man merkt schon, dass Junior mit all diesen Problemen zu kämpfen hat. Jedoch bekommt man nie den Eindruck vermittelt, dass er aufgeben will. Er erscheint stark und fähig, die Führung wirklich in die Hand nehmen zu können.
Amy ist ebenfalls kein schwacher Charakter. Sie hadert mit der Entscheidung ihre Eltern aufzutauen oder nicht. Entscheidet sich aber erst einmal dagegen. Für ein so junges Mädchen eine schwierige Entscheidung, da sie doch auf dem Schiff nur wenige Personen kennt, denen sie vertraut. Die Anderen halten sie immer noch für einen Freak und es kommt zu der einen oder anderen brenzlichen Situation, in der es wirklich gefährlich für Amy wird. Doch dadurch lässt sie sich nicht entmutigen und unterstützt Junior, wo sie nur kann und die beiden entschlüsseln ein Geheimnis, dass alles verändern wird (mehr wird von mir nicht verraten).

Noch eine Sache, die Teil 1 und 2 so faszinierend macht, ist die Atmosphäre, die diese Bücher versprühen.
Ich finde es ungemein interessant, wie die Godspeed aufgebaut ist. Mit dem technischen Deck, dem Versorgungsdeck usw. Die Vorstellung, in einer riesigen Kapsel zu wandern, umschlossen von monströsen Metallwänden ohne Blick nach draußen. Durch Wiesen und Felder zu marschieren, an Farmen vorbei zu gehen. Tiere zu beobachten und Menschen bei ihrer täglichen Arbeit zuzuschauen. Ist das nicht .......spektakulär? Ich habe mich in Teil 1 überhaupt nicht unwohl gefühlt, bei der Vorstellung selbst auf dem Schiff zu leben. Bei Teil 2 hat sich die Sache allerdings geändert. Die Stimmung ist düsterer, und nachdem man weiß, dass der Zustand der Godspeed nicht die allerbeste ist, kommt man sich eher wie in einem Gefängnis vor, das langsam in sich zusammenfällt.- Ein Kartenhaus im Wind. Die Vorstellung immer und überall die kahlen Metallwände vor Augen zu haben, drückt schon sehr aufs gemüht.
Ich finde es klasse, wie sich die Stimmung von Buch zu Buch verändert hat, und behaupte mal, dass dieser Wechsel sehr gut passt.

Allgemein kann ich sagen, dass die Geschichte einen super Weg findet. Die Spannung ist und bleibt greifbar und es gibt Stellen im Buch, die das Herz Galopp laufen lässt. Wer hier der Böse ist, bleibt auch für mich bis zum Schluss ein Rätsel, was die Spannung nur aufrechterhalten kann.
Die Beziehung zwischen Amy und Junior ist schön und nicht zu übertrieben, nimmt genau den Raum ein, der gebraucht wird, um nicht zu imposant zu wirken und das Hauptaugenmerk liegt auf das Geschehen drumherum.

Frau Revis hat mit der Fortsetzung einen tollen Roman geschaffen hat, der spannender und imposanter als sein Vorgänger ist. Man ist von der ersten Seite direkt in der Geschichte und wird von Seite zu Seite an ein Ende getrieben, dass viele Fragen klärt, aber ungemein Lust auf den nächsten Teil macht.

Fazit: 5/5 möglichen Punkten. Wo Teil 1 noch mit ein paar Längen zu kämpfen hatte, kann "Die Suche" vollends überzeugen. Hier mangelt es nicht an Spannung und Adrenalin. Eine Fortsetzung, die den Vorgänger übertrifft.
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am 27. Dezember 2012
...so empfand ich Teil zwei der Godspeed-Trilogie.

Schon beim ersten Band Godspeed - Die Reise beginnt störten mich so einige Logiklücken. Trotzdem habe ich ihn gerne gelesen, vor allem, weil Amy und Junior mir doch einigermaßen sympathisch waren. Ich wollte wissen, wie es weiter geht, ob es der Autorin gelingt, mich von ihrem Konzept zu überzeugen und ob offene Fragen geklärt werden. Auf die Gefahr hin, mich mal wieder zwischen sämtliche Stühle zu setzen: es ist ihr aus meiner Sicht nicht gelungen.

Amy entwickelt sich zur eigensinnigen und ichbezogenen Zicke. Solche Charaktere verleiden mir jedes Buch.
Sie stellt bei ihrer Schnitzeljagd durchs Schiff Sherlock Holmes regelrecht in den Schatten und scheint über hellseherische Fähigkeiten zu verfügen. Himmel - hat mich die Sucherei nach Orions Hinweisen genervt! Kaum hat sie einen gefunden, schon hat sie auch die Lösung parat. Och nö – so macht das keinen Spaß!

Entweder habe ich nicht konzentriert genug gelesen oder ich bin zu doof, den Sinn hinter dieser Schnitzeljagd zu verstehen. Da befinde ich mich dann in guter Gesellschaft mit dem Rest der immerhin ca. 2760 Personen zählenden Besatzung. Und sind sie nicht doof oder depressiv, dann sind sie wenigstens bösartig.

Ohne die Schnitzeljagd hätte das Buch aber nur wenig Handlung gehabt.

Kommen wir zu Junior: er will mit seinen sechzehn Jahren Anführer/Ältester sein (was er zu Beginn und zwischendurch öfter in Zweifel zieht), hat aber im ganzen Buch keine Ahnung von irgendwas, nicht einen Hauch von Menschenkenntnis und absolut keinen Plan. Er handelt, ohne an die daraus folgenden Konsequenzen nur einen Gedanken zu verschwenden.

Ich habe mich dann auch ziemlich flott auf die Seite der Rebellen geschlagen. Einen Junior als Befehlshaber eines Raumschiffs in Nöten? Den gönnt man nicht mal seinem ärgsten Feind!

Die Romanze zwischen Amy und Junior ist ein weiterer Kritikpunkt. Für mich könnten die beiden auch Bruder und Schwester sein. Da fehlt jede Menge echtes Gefühl – es "kribbelt“ einfach nicht! Das gelingt so manch anderem Jugendbuchautor sehr viel besser.

Mit Logik hat Die Suche - genau wie der Vorgänger - nicht viel am Hut. Ich will aber nicht spoilern und komme deshalb zu meinem

Fazit:
Positiv zu bewerten sind für mich leider nur das Cover und der Einband.
Die Story hat es nicht geschafft, mich auf die versprochene spektakuläre Suche mitzunehmen. Die Autorin scheint mir genauso planlos zu sein, wie ich ihren Charakter Junior empfunden habe. Widersprüchliche und unausgegorene Handlung, Logiklücken und Charaktere, mit denen ich nichts mehr anfangen kann, haben mir den Lesegenuss nun derart vermiest, dass Godspeed - Die Ankunft wohl ohne mich stattfinden wird.
66 Kommentare10 von 11 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Juli 2012
"Godspeed - Die Suche" ist eine grandiose Fortsetzung!
Das Buch hat all meine Erwartungen übertroffen. Wer den ersten Teil mochte, der wird dieses Buch lieben! So viel Spannung, Action, Gefühle,.. Ein unbeschreibliches Leseerlebnis.

Das Cover gefällt mir besser, als das des ersten Teils, da die beiden Personen wesentlich mehr Ähnlichkeit mit Amy und Junior aufweisen. Die Farbe ist ebenso strahlen, wie das Grün bei "Die Reise beginnt" und leuchtet sehr intensiv. Innen im Schutzumschlaf ist wieder die Godspeed abgedruckt (was dieses Mal noch faszinierender ist).

Die Charaktere haben sich merklich weiterentwickelt. Nicht nur von ihrer Art her, sie wirken auch vielschichtiger und somit noch realer und greifbarer.
Beim ersten Band habe ich bemängelt, dass bei einigen Figuren manche Charakterzüge nicht ganz ins Bild passen. Das hat sich nun merklich gebessert, die Persönlichkeiten sind durchweg geradlinig und authentisch.
Besonders bei Amy merkt man die Veränderung. Der Aufenthalt auf der Godspeed und die ganzen schrecklichen Erlebnisse haben bei ihr deutliche Spuren hinterlassen. Oft steht sie kurz davor zusammenzubrechen. Das Eingesperrtsein, die ungewisse Zukunft, das Verhalten der Bewohner der Godspeed und ihre verwirrten Gefühle für Junior machen ihr sehr zu schaffen.
Auch Junior hat es nicht leicht. Schnell merkt er, dass die Menschen nicht so leicht zu kontrollieren sind, wie er dachte. Er hat gegen eine Rebellion zu anzukämpfen und muss viele schwerwiegende Entscheidungen fällen, die alles verändern könnten.
Alles in Allem gefallen mir die Charaktere noch besser als im Vorgänger, da sie tiefgründiger und besser ausgearbeitet sind. Auch die Nebenfiguren zeigen mehr Facetten.
Schon der erste Band der Trilogie war äußerst spannend. "Die Suche" toppt das alles noch.
Von Anfang an ist die Spannung unglaublich präsent und auf einem hohen Level und das zieht sich durch das komplette Buch.
Oreon hat Amy versteckte Hinweise hinterlassen, denn er muss ihr etwas mitteilen, was sie vor eine Entscheidung stellen wird, die nur sie allein treffen kann.
Gemeinsam mit Junior macht sie sich auf die Suche nach den Hinweisen und Oreons Botschaft und was die beiden dabei entdecken übertrifft alles, was man sich vorstellen kann.
Die Geschichte nimmt so viele ungeahnte Wendungen und ist absolut nicht vorhersehbar, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Nie hätte ich damit gerechnet, was die Story für eine Richtung einschlägt und ich bin absolut begeistert! Ich weiß gar nicht, wie ich es aushalten soll, bis endlich der letzte Teil der Trilogie erscheint.

Den Schreibstil der Autorin habe ich schon beim ersten Band sehr angenehm gefunden. Kritisiert habe ich damals, dass kein Unterschied am Stil zu erkennen ist, egal ob gerade aus Juniors oder Amys Sicht geschrieben wird.
Das hat sich deutlich gebessert, denn ihre Art zu denken unterscheidet sich nun merklich und kommt man kommt nicht mehr so oft durcheinander.
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TOP 500 REZENSENTam 25. Juli 2013
„Godspeed – Die Suche“ ist der zweite Band der dystopischen Science-Fiction-Trilogie von Beth Revis. Der Auftakt dieser Jugendbuchreihe, „Die Reise beginnt“, hatte mich durch seine gelungene Idee und viele unerwartete Wendungen überzeugen können. Im Großen und Ganzen ist das auch der Fortsetzung gelungen…

Zum Inhalt: Das Leben auf der Godspeed wird gefährlicher. Nachdem Junior, der als viel zu junger Anführer von vielen nicht akzeptiert wird, die Droge Phydus abgesetzt hat, brodelt es in der Bevölkerung. Zudem erfährt Junior von den Technikern, wie es tatsächlich um das Raumschiff bestellt ist – für einen so langen Aufenthalt im All war es nie gedacht, der Zerfall hat längst begonnen.
Amy ist sich unterdessen ihrer Gefühle für Junior nicht sicher und fühlt sich zudem auf dem Schiff immer unwohler. Zudem entdeckt sie, dass Orion, der eingefroren auf dem Kryo-Deck zurückgeblieben ist, ihr eine Aufgabe zugeteilt hat. Er hat etwas über die Zentauri-Erde herausgefunden und stellt Amy vor eine schwere Entscheidung…

Es geht also weiter auf der Godspeed. Noch gut erinnere ich mich an das beklemmende, frustrierende Gefühl am Ende des ersten Bandes, als heraus kam, dass die Godspeed ihre Mission, das Landen auf der Zentauri-Erde, vielleicht niemals erfüllen würde, da sie schon lange hinter dem Zeitplan zurück liegt, und die gesamte Bevölkerung mit Drogen und Illusionen dazu gebracht wurde, den Lügen des Ältesten zu glauben. Junior will das als neuer Ältester ändern. Er befreit die Bewohner der Godspeed von den Drogen und versucht das Schiff wieder auf Kurs zu bringen. Schnell fallen ihm dabei Ungereimtheiten in der Geschichte des Ältesten auf. Wie ist es wirklich um das Schiff bestellt? Steckt noch mehr hinter der Legende der Seuche? Können sie die Zentauri-Erde jemals erreichen? Wie weit sind die überhaupt noch entfernt?

So sehr Junior sich auch bemüht die Geheimnisse aufzudecken und das Schiff dem Ziel seiner Mission näher zu bringen, er muss schnell feststellen, dass die Bevölkerung ohne Phydus für ihn schwer zu kontrollieren ist. Ihm fehlt die Autorität des Ältesten, außerdem möchte er auch gar nicht wie dieser sein. Doch jetzt, wo die Menschen selbst denken, im Archiv Bücher über die Geschichte der Sol-Erde lesen, fangen sie auch an, sich nach Mitbestimmung zu sehnen. Die Autorin legt hier ein großes Augenmerk auf die gesellschaftlichen und politischen Strukturen der Godspeed und setzt die Konflikte gut um. Letztendlich betreten die Menschen hier Neuland. Politische und soziale Systeme sind ihnen unbekannt, das Ältesten-System hat seit Generationen aufgrund des Phydus funktioniert. Nach drei Monaten ohne die Droge beginnen sie sich diesem zu widersetzen. Führt Junior die Bewohner des Raumschiffes ins Chaos?

Junior selbst steht zwischen diesen Konflikten. Eine Stärke der Autorin zeigt sich auch hier: Sie scheut nicht davor zurück, ihren Hauptfiguren auch unsympathische Charakterzüge angedeihen zu lassen. Junior möchte nicht werden wie der letzte Älteste, diese Dominanz liegt ihm eigentlich nicht. Dennoch, konfrontiert mit den Konflikten und dem drohenden Chaos auf dem Schiff auf der einen Seite und seiner großen Verantwortung auf der anderen, ist auch er in dem behaftet, was er gelernt hat: Die diktatorische Form des Ältesten-Systems aufzugeben, kommt ihm kaum in den Sinn. Welche Methoden sind also die richtigen? Seine Überforderung ist spürbar und nachvollziehbar. An dieser Stelle wird „Die Suche“ zur moralischen Charakterentwicklung für Junior und diese Aspekte sind der Autorin sehr gut gelungen.

Schwerer zu verstehen dagegen ist Amy. Sie ist wie Junior eigentlich auch hin und hergerissen, aber unterstützt ihn auf politischer Ebene nicht, wie erhofft. Ich hätte hier von ihre mehr erwartet, denn als Bewohnerin der Sol-Erde kennt sie als einzige die gesamte historische Bandbreite gesellschaftlicher Modelle. Sie könnte Junior dabei unterstützen, den richtigen Weg zu finden, doch von ihrem Hass und ihrer Angst kommt sie nicht los. Ihre Beziehung zu Junior, die sie jedoch nicht richtig zulassen kann, stärkt sie ein wenig, aber die Furcht vor den anderen Bewohnern und der Hass auf Orion fressen sie auf. Sie wirkt ein bisschen verloren, hat als Charakter zwar auch manchmal ihre starken Momente, besonders auf der Suche nach Orions Botschaften, meistens aber wirkte sie ein wenig eindimensional. Ihr Hass auf einzelne nimmt fast groteske Züge an und sie wird kaltherziger, also ich es in anderen Situationen bei ihre für möglich gehalten hätte, denn auf eine gewisse Weise ist sie ein sehr zarter, zerbrechlicher Charakter, mit dem ich mitfühlen konnte.

Schreibstil und Handlung können wie schon im ersten Band überzeugen. Der Perspektivwechsel zwischen Amy und Junior ist ein gutes Mittel um die verschiedenen Blickwinkel auf der Godspeed einzufangen. Die Handlung ist spannend und wie schon im ersten Band warten einige überraschende Wendungen auf den Leser. Auch das beklemmende Gefühl der Enge des Raumschiffs und der Aussichtslosigkeit der Situation - Amys Träume von einer Welt ohne Wände – wird wieder gut eingefangen. Mit großen Emotionen, ausdrucksstarken Bildern und gefühlsintensiven Momenten spart die Autorin nicht. Kleinere Logiklücken beim Betrieb des Schiffes sind zu verzeihen beziehungsweise fallen kaum auf, wenn man nicht zu sehr darüber nachdenkt.
Am Ende schafft es Revis dieses Mal nicht mit einem ähnlichen Paukenschlag abzuschließen wie im ersten Band. Dennoch ist das Potential für den Abschluss der Trilogie da und sie wird von mir mit Spannung erwartet.

Fazit: Spannend, überraschend und abwechslungsreich präsentiert sich auch der zweite Band der Godspeed-Trilogie. Mit einer Weiterentwicklung der Charaktere sowie der Gesellschaft des Raumschiffs überzeugt „Die Suche“ wie schon der Vorgänger. Einziger Schwachpunkt: Amy. Sie bleibt in ihrer Entwicklung stehen und ist nicht immer nachzuvollziehen. Gute 4 Sterne
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TOP 500 REZENSENTam 22. Mai 2014
Im Gegensatz zum ersten Teil (die Reise beginnt) konnte mich der zweite Teil der Godspeed Trilogie nicht überzeugen.

Woran liegt das?

1. es findet absolut keine Entwicklung der Charaktere statt. Im Gegenteil, Amy entwickelt sich zu einer nervigen und selbstsüchtigen Person und Junior, dessen Entwicklung ich im ersten Teil gelungen fand, agiert zunehmend pubertär und nicht nachvollziehbar.

2. die Nebencharaktere handeln unlogisch - beispielsweise Bartie und der Doc, deren Motive für das jeweilige Verhalten völlig im Unklaren bleiben.

3. Wiederholungen - schon wieder eine Detektivgeschichte und diesmal eine völlig Unverständliche.

SPOILER!!!!!!!!!

Amy folgt Hinweisen des eingefrorenen Orion in einer nahezu hellsichtigen Weise, die kein anderer als sie verstehen kann ( ich im Übrigen auch nicht ;-)) obwohl sie Orion zutiefst hasst.

Spoiler ENDE!!!!!!!!!

4. die im ersten Band so interessante Beschreibung der Gesellschaftsordnung wird nicht weiter ausgebaut, sondern zerfällt in belangloses Einerlei mit vorhersehbaren Revolten.

Warum hab ich trotzdem 2 Sterne vergeben?

weil es trotz allem Negativen dennoch immer noch spannende und überraschende Momente gab und ich das Buch zu Ende lesen konnte, ohne es abbrechen zu müssen :-) . Werde auch den dritten Teil lesen und hoffe, dass der zweite Band, wie so oft, einfach nur ein kleiner Durchhänger war.
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am 4. August 2013
Kurzbeschreibung:
Spannung und Gefühl. Nicht von dieser Welt!
Die Zukunft für Amy und Junior liegt in weiter Ferne. Während ihre Gefühle füreinander stärker werden, wird die Lage auf dem Raumschiff, der "Godspeed", immer bedrohlicher. Ohne die kontrollierende Droge Phydus, das heißt ihrem freien Willen unterworfen, sind die Menschen an Bord überfordert. Die Stimmung droht zu kippen. Auch die Technik entpuppt sich als trügerisch: Wird nur eine Gruppe Auserwählter das Ziel, die Zentauri-Erde, erreichen? Der Druck auf Amy und Junior wächst: Wer ist Freund, wer Feind? Und wohin führt sie ihre Liebe?
(Quelle: Dressler)

Meine Meinung:
3 Monate ist es nun her, dass Amy unfreiwillig aufgetaut wurde. Ebenso lange ist es auch her, dass der Älteste tot und Orion eingefroren wurde.
Junior ist nun der neue Anführer auf der Godspeed. Doch die Stimmung ist geladen seit die Bewohner nicht mehr mit dem Beruhigungsmittel Phydus willenlos gemacht werden. Die Nahrungsmittel werden langsam aber sicher knapp und so kommen nun Zweifel an Juniors Führungsqualitäten auf. Es droht eine Rebellion.
Inmitten dieses Chaos erhält Amy plötzlich mysteriöse Nachrichten und Aufgaben. Diese bringen sie einem wohl gehüteten Geheimnis um die Godspeed immer näher. Gemeinsam mit Junior begibt sich Amy auf eine Suche, die Unfassbares ans Licht bringt …

Der dystopische Jugendroman „Godspeed – Die Suche“ stammt aus der Feder von Beth Revis. Es ist der zweite Teil der Trilogie um Amy, Junior und die Godspeed.
Der Inhalt setzt beinahe nahtlos an die Geschehnisse aus „Die Reise beginnt“ an, allerdings sind seitdem 3 Monate vergangen.

Die Protagonisten Amy und Junior sind nach wie vor sehr sympathisch. Beide durchleben im Handlungsverlauf ein enormes Wechselbad der Gefühle.
Amy hat sich seit dem ersten Teil sehr weiterentwickelt. Sie ist zwar immer noch anders als die Bewohner aber sie versucht diese Andersartigkeit mit recht simplen Mitteln zu kaschieren. Dennoch, es setzt ihr alles noch immer sehr zu. Amy mag stark und mutig wirken aber sie hat viele trübe Gedanken, die sie zweifeln lassen und ihre Ängste gut zum Ausdruck bringen. Als sie dem Geheimnis auf die Spur kommen keimt in Amy ein leichter Hoffnungsschimmer.
Junior ist der Anführer und auch er hat sich seit Teil 1 bereits weiterentwickelt. Es gibt jedoch Probleme denen Junior versucht Herr zu werden. Dies erweist sich aber schwieriger als gedacht. Junior wächst während der Handlung weiter an seinen Aufgaben. Als dann jedoch Leute ermordet werden und der Verdacht auf ihn fällt scheint die Lage außer Kontrolle zu geraten, wenn Junior nicht etwas einfällt.

Neben den beiden Protagonisten gibt es weitere, teilweise neue, Nebencharaktere im Buch. Sie runden alle samt das Buch ab, auch wenn einige von ihnen das Buch leider nicht überstehen.

Der Schreibstil der Autorin ist noch einen Tick besser als in „Die Reise beginnt“ und das Buch lässt sich richtig schön flüssig lesen. Es scheint als habe sich Beth Revis quasi „eingeschrieben“.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den Perspektiven von Amy und Junior. Hierfür wird jeweils die Ich-Perspektive verwendet. Durch diese Sichtweisen ist der Leser hautnah dabei und kann die Handlungen der Protagonisten sehr gut nachvollziehen.
Die Handlung an sich ist spannend und fesselt den Leser ungemein ans Buch. Es herrscht von Beginn an eine sehr rasantes Erzähltempo und dieses wird im Verlauf auch immerzu hoch gehalten. Es gibt Wendungen und Unvorhersehbares, was die Spannung nochmals ansteigen lässt.

Das Ende macht neugierig auf den 3. Teil „Die Ankunft“ und ist zum Glück kein gemeiner Cliffhanger. Und obwohl ich den Übeltäter für das Chaos bereits erahnt hatte, so fand ich das Ende dennoch sehr gut.

Fazit:
„Godspeed – Die Suche“ von Beth Revis ist eine mehr als gelungene Fortsetzung der dystopischen Trilogie.
Die spannende Handlung, Geheimnisse und unerwartete Wendungen gönnen dem Leser keinerlei Verschnaufpause und toppen den ersten Teil um einiges.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung, jedoch sollte man „Die Reise beginnt“ vorher lesen!
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TOP 1000 REZENSENTam 22. Juli 2013
Nach dem Tod des Ältesten ist es nun Juniors Aufgabe, die Godspeed anzuführen. Als erste Amtshandlung hat er die unwissentliche Versorgung aller Bewohner mit Phydus gestoppt. Allmählich kommen die Bewohner zu sich –und protestieren. Soll das Leben auf dem Schiff wirklich so weitergehen wie bislang? Junior sieht sich der Aufgab gegenüber, die wütende Menge zu beruhigen. Das wird ihm durch mysteriöse Morde nicht erleichtert, welche Juniors Gegner treffen. Kann er die Godspeed zusammenhalten?

Amy entdeckt derweil Hinweise, die Orion er hinterlassen hat. Offenbar hütete er ein noch größeres Geheimnis, als jeder gedacht hat. Wird Amy alle Hinweise finden? Und kann sie das Wissen nutzen, um die richtige Entscheidung zu treffen?

Das Buch setzt einige Zeit nach den Ereignissen des ersten Bandes ein. Inzwischen werden die Menschen nicht mehr vom Phydus beherrscht. Dadurch sind sie lebhafter, beginnen aber auch stärker, die Dinge zu hinterfragen. Junior steht vor der Herausforderung, sich als Anführer zu etablieren und gleichzeitig das Antriebsproblem zu lösen. Dabei erlebt er gleich zu Beginn des Buches einige schockierende Überraschungen, die zahlreiche Probleme nach sich ziehen und zeigen, wohin es in diesem zweiten Band gehen wird.

Die Geschichte ist abwechselnd aus der Perspektive Amys und Juniors beschrieben. Die beiden begegnen sich im Buch gelegentlich, doch sie haben zwei relativ eigenständige Erzählstränge, welche zwei unterschiedliche Thematiken behandeln. Während Junior um Kontrolle und die Erfüllung der Mission kämpft, will Amy Orions Rätsel lösen Durch den Wechsel der Perspektiven war die Handlung abwechslungsreich und interessant. Ich konnte mich gut in Amy und Junior hineinversetzen und ihr Handeln nachvollziehen. Ihre Entscheidungen haben mich aber auch häufig ins Grübeln über die Frage gebracht, ob ich es genauso gemacht hätte.

Der Aufbau des ersten Bandes hat gut funktioniert, und daher ist es nicht verwunderlich, dass die Handlung dieses Buches einem ähnlichen Schema folgt: Beth Revis versteht es, die Spannung allmählich aufzubauen und die Probleme nach und nach zutage treten zu lassen. Immer wieder kommt es zu kurzen dramatischen Szenen, welche die Handlung in eine neue Richtung treiben. Alles steuert schließlich auf das spektakuläre Finale hin, in welchem der Leser um das Leben seiner Lieblinge zittern muss und schließlich eine Antwort auf fast alle offenen Fragen erhält. Abschließend werden die Weichen für das Finale der Trilogie gestellt. Ich bin nun absolut gespannt, wie die Serie enden wird.

„Godspeed: Die Suche“ ist genauso stark wie sein Vorgänger. Die Bewohner der Godspeed sehen sich neuen Herausforderungen und Problemen gegenüber. In hohem Tempo wird diese Geschichte voller Spannung vorangetrieben, und der Perspektivwechsel nach jedem Kapitel brachte Abwechslung ins Geschehen. Wer „Godspeed: Die Reise beginnt“ gelesen hat, sollte unbedingt mit diesem Teil fortfahren.
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am 25. Februar 2013
Alles, was der Mensch insgeheim im Schutz der nächtlichen Finsternis tut, wird einmal ans Tageslicht gelangen.
-Khalil Gibran, Sämtliche Werke

Inhalt

Godspeed 2 Spannung und Gefühl. Nicht von dieser Welt!
Die Zukunft für Amy und Junior liegt in weiter Ferne. Während ihre Gefühle füreinander stärker werden, wird die Lage auf dem Raumschiff, der “Godspeed”, immer bedrohlicher. Ohne die kontrollierende Droge Phydus, das heißt ihrem freien Willen unterworfen, sind die Menschen an Bord überfordert. Die Stimmung droht zu kippen. Auch die Technik entpuppt sich als trügerisch: Wird nur eine Gruppe Auserwählter das Ziel, die Zentauri-Erde, erreichen? Der Druck auf Amy und Junior wächst: Wer ist Freund, wer Feind? Und wohin führt sie ihre Liebe?
Der zweite Band der spektakulären Godspeed-Trilogie ist ein Genre-Mix aus Dystopie, Sci-Fi-Thriller und Romantik.

Meinung

Der Älteste ist bereits tot und Junior übernimmt seinen Platz als Ältesten. An ihm hängt das ganze Leben auf der Godspeed ab, nur er allein trägt die große Verantwortung für alle. Während er sich immer mehr seinen Aufgaben und Verpflichtungen hinnimmt, versucht Amy herauszufinden, was für ein falsches Spiel auf dem Schiff gespielt wird. Denn seit das Phydus abgeschaffen wurde, können die Menschen klar denken. Sie vernachlässigen ihre Aufgaben zur Beisteuerung der Nahrungsentstehung, dadurch werden weniger Lebensmittel produziert, folglich gibt es ein Kampf ums Überleben. Dadurch entsteht eine Rebellion mit Meuterei. Nicht, dass es genug ist, können sie wieder menschliche Emotionen empfinden und versuchen das Leben von Junior schwer zu machen. Eine fremde Person versucht dabei Menschen nacheinander umzubringen. Dabei soll es so aussehen, als hätte Junior etwas damit zu tun oder gar der Täter. Er verliert nach und nach das Vertrauen der Menschen und seine Macht. Als ob er nicht genügend Probleme hat, erfährt er auch noch, dass das Schiff nicht mehr weiterfliegt und nur noch vor sich hintreibt. Er versucht an dieser Stelle so gut wie möglich Lösungen für die Probleme zu finden und wird dadurch nur noch unnahbarer für Amy als sonst schon. Zwar hat er das große Bedürfnis sie bei sich zu haben, doch durch die Problematiken, wird es schwerer und schwerer an sie heran zu kommen. Amy hingegen wird weiterhin als Feindin angesehen durch ihre Andersartigkeit. Sie erhält daher zum Schutz ein Dra-Kom, welches eins Orion gehörte. Durch das Dra-Kom erhält sie das erste Rätsel, das Orion ihr hinterlegt hat. Sie begibt sich auf die Suche nach dem Geheimnis der Godspeed. Doch der Weg, den sie beschreitet, ist nicht einfach. Feinde versuchen ihr das Leben schwer zu machen, was sie aber nicht wissen, ist: Die Godspeed hat viele Geheimnisse, einige kleine; andere größer – so groß, dass das Wissen ausschlaggebend für die Menschen auf der Godspeed und ohne Zweifel für Amy und Junior ist. Denn das Rätsel hängt unmittelbar mit den Problemen der Godspeed und ihre Einwohner zusammen. Doch ist es ein Vorteil den Einwohner das Ergebnis zu offenbaren oder sollten die Ergebnisse nicht doch lieber im dunkeln bleiben?

Amy ist stärker als im ersten Band geworden. Sie hängt nicht mehr so sehr an die Freilassung ihrer Eltern und konzentriert sich auf ein Rätsel, was den Werdegang ihrer Persönlichkeit zum Teil umändert. Man erfährt mehr über sie, mit all ihren Stärken, neuen Gedanken, aber auch ihre schmerzlichen Gefühle. Auch wenn sie stäker als im ersten Teil geworden ist, heißt es nicht, dass sie nicht auch so weiblich ist, um ängste zu empfinden und des öfteren es zu zeigen, als sie z.B. ihren fast Vergewaltiger wieder trifft – das nicht nur einmal. Dies macht sie so menschlich, was sie zu einer guten Protagonistin und Leitfigur macht.
Junior zeigt dem Leser in diesem Teil ebenfalls eine andere Seite von sich – eine männliche. Er ist nicht mehr der kleine Junge, der sich fürchtet und sich unterordnet. Er fängt an seine Verpflichtungen zu akzeptieren und sie in die Hände zu nehmen, dabei verliert er seine Gefühle für Amy nie aus den Augen. Er zeigt sowohl Anführungsfähigkeit, aber auch Emotionen, die er oft nicht raus lassen kann. Auch wenn er männlicher geworden ist, ist er sehr verletzlich.

“Godspeed – Die Suche” ist der zweite Teil der Godspeed-Trilogie. Es ist keines dieser Lückenbüßer, die nur dazu dienen näher auf die vielseitigen Charaktere einzugehen. Dieser Teil bereitet den Leser auf den Abschluss vor. Dabei werden dem Leser viele neue Details nahegelegt. Durch die Offenbarung des Geheimnisses kommt man dem Geheimnis des ersten Teils entgegen. Es werden zudem viele Fragen vom ersten Band beantwortet. Im großen und ganzen dreht sich das Buch um die Rätsel, was der Titel des Bandes schon aussagt.

Im zweiten Band geht die Autorin auf die vielen bereits vorgestellten Nebenrollen und Protagonisten ein. Sie bekommen ein Eigenleben und richtige Züge. Es kommen nicht viele neue Charaktere dazu, die eine große Rolle spielen würden. Das ist ganz gut, da jeder Leser Probleme mit zu vielen Namen hat und sie nach einer Zeit nicht mehr der Persönlichkeit ganz zuordnen kann mit all dem Wissen über diese Person.

Wie bei etlichen Dystopien werden die Perspektiven abwechselnd aus der Sicht der Hauptpersonen Junior und Amy gezeigt. Es ist spannend zu lesen, was die eine Person in der Zeit, in der die andere Person etwas tätigt, macht. Da die Protagonisten zwei verschiedene Geschlechter aufweisen, ist das Buch nicht nur ein Mädchenbuch, sondern auch ein Jungenbuch.

Die Geschichte weckt in einem ein Abenteuergeist. Man will wie bei der Schnitzeljagd die Hinweise finden und verfolgen. Dadurch verliert der Leser die Buchstaben auf den Seiten nie aus den Augen. Im großen und ganzen bin ich somit ganz und gar zufrieden mit dem zweiten Band und freue mich auf die Fortsetzung, zumal das Ende so undenkbar ist, dass man sich viele Fragen stellt. Als Leser will man die Antworten darauf haben, sodass das Verlangen gestillt werden kann.

Fazit

Macht. Gier. Rebellion. Meuterei. Geheimnisse. Rätsel. Täuschung. Habgier. Verlust.
- Begriffe, die ich mit dem Roman in Verbindung bringe.

Godseed – Die Suche hat alles, was ein zweites Band einer Trilogie haben sollte. Es fesselt einen und gibt dem Leser ein Abenteuergeist. Die Geschichte ist rasant und so viele Geheimnisse zu bieten, die entlüftet werden wollen. Das Ende ist zudem unerwartet. Das Lesen des Buches kann daher nur ein Vorteil sein!

Altersempfehlung: Ab 14 Jahren

Autor

Beth Revis, geboren und aufgewachsen in den Ausläufern der Appalachen in North Carolina/USA, schrieb schon während der Schule lieber Kurzgeschichten, statt dem Unterricht zu folgen. Diese Gewohnheit behielt sie auch an der Universität bei – aus ihren Kurzgeschichten waren mitlerweile halbe Romane geworden. Nach ihrem Abschluss an der NC State University in Englischer Literatur wurde Beth Revis Lehrerin. Da sie es auch weiterhin nicht lassen konnte, Geschichten zu schreiben, statt Essays zu korrigieren und Unterrichtspläne zu erstellen, hat sie sich inzwischen ganz dem Schreiben gewidmet. Beth Revis lebt mit ihrem Ehemann und einem Hund im ländlichen North Carolina/USA. “Godspeed – Die Reise beginnt” ist ihr Debütroman und der Auftakt einer Trilogie.
0Kommentar1 von 1 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 27. Januar 2013
Dieser unglaublich regnerische Sonntag hat mich den Tag im bett verbringen lassen. Das Ganze hat nun sogar den Vorteil, dass es mir endlich gelungen ist, das Buch auf meinem Nachtisch zu lesen, das neben all der Pflichtlektüre viel zu kurz kommt.

Das Buch

Es handelt sich um "Godspeed" Teil 2, dieser heißt "Die Suche". Es ist ein gebundenes Buch aus dem Dressler Verlag, welches 19,95 Euro kostet. Geschrieben wurde das Werk von Beth Revis und die deutsche Ausgabe hat 460 Seiten.

Inhalt

Die ganze Godspeed Trilogie spielt auf einem Raumschiff namens Godspeed in der Zukunft. Die Erde ist zu klein für die Menschen, also hat man 100 wichtige Personen des Militärs und der Biologie) eingefroren und sie mit etwa 1000 lebenden Menschen in ein Raumschiff geschickt. Eine der 100 Personen ist die jugendliche Amy, die jedoch nur dank ihrer Eltern zur kostbaren Fracht zählt.
Das Schiff soll in 300 Jahren auf er Zentauri Erde, einem der Erde sehr ähnlichen Planeten landen.
Auf dem Schiff sorgen etwa 3000 Menschen davor, dass die Godspeed am Leben bleibt, sie haben sich über Generationen hinweg das Leben in diesem Schiff ausgebaut, sodass es wie ein eigenes Dorf funktioniert.
Einen Herrscher gibt es auch, es ist der Älteste.
Sein Lehrling, der Junior, entdeckt im ersten Teil das Kyro Deck mit den eingefrohrenen Körpern. Er ist so faszniert, dass er eine Person, Amy, aus der Kühlkammer holt und sie auftauen lässt.
Amy lebt vortan auf der Godspeed, auf welcher sie es als Außenseiterin nicht leicht hat. Junior entdeckt immer mehr Geheimnisse rund um die Godspeed und bringt schließlich den Ältesten um und friert seinen Sohn Orion ein.
Nun muss Junior jedoch im zweiten Teil selbst herrschen, was schwieriger ist, als er vermutete. Der Älteste kontrollierte die Bevölkerung durch Phydus, eine Droge auf die Junior jedoch verzichten möchte. Daher kommt es zu Unruhen und Meutereien mit vielen Toden.
Amy hat unterdessen Hinweise von Orion gefunden, die nur sie entschlüsseln kann und die schließlich ein schreckliches Geheimnis über die Godspeed, ihren Aufbau und den neuen Planeten betreffen.
All das passiert, während Junior und Amy immer mehr füreinander empfinden, doch beide zweifeln an der Liebe unter diesen schwierigen Bedingungen.

Meine Meinung

Wie bei jeder Buchrezension beginne ich mit dem Cover, dann geht es über Sprache und den Inhalt auf eine tiefere Ebene, in der es um Charaktere, Stimmung und Deutungen geht.
Das blaue Cover zeigt einen Jungen links und ein Mädchen rechts, welche Stirn an Stirn das Gesicht des anderen betrachten, während unter ihnen ein Planet aufzugehen scheint. Amy und Junior sind hier sehr schön dargestellt, auch die Bewunderung für den anderen ist in den Augen der beiden abzulesen. Das Thema des Buches kommt auch gut herüber, die Liebe der beiden, die durch die Probleme auf der Godspeed zerstört werden könnte wird hier trefflich dargestellt.
Die Schrift in diesem Buch ist relativ gut, daher ist das Lesen auch von mehr als 100 Seiten am Stück nicht ermüdend. Und ich muss dazu sagen, dass das Papier unglaublich weich ist, soetwas hatte ich noch nie bei einem Buch.

Die Handlung an sich ist recht komplex, es gibt nicht nur einen Handlungsstrang sondern gleich mehrere. Die Beziehung zwischen Amy und Junior, die Meuterei an Bord der Godspeed, das Erreichen der Zentauri Erde und und und.. Die 460 Seiten sind vollgepackt mit Handlung, Spannung und wirklich überraschenden Wendungen. Die Spannung hat für mich an absolut keiner Stelle im Buch nachgelassen, ich war wirklich wie gefesselt und wollte unbedingt wissen wie es weitergeht.
Hat man im ersten Teile eine seite von Amy und Junior kennen gelernt, so lernt der Leser jetzt die dunkle Seite kennen.
Amy ist sich sicher, dass Junior sie bedingungslos liebt, sie möchte dies aber nicht tun. Sie fragt sich, ob sie ihn wählen würde, wenn andere Menschen in ihrem Alter auf dem Schiff wären.
Junior dagegen möchte Amy alles Recht machen, kann ihre drastigen Handlungen manchmal jedoch nicht nachvollziehen. Er berichtet ihr nicht, dass er sehr wohl wieder Phydus einführen würde oder dass er das Schiff eigentlich doch mag.

Dadurch, dass die Kapitel abwechselnd von Amy und Junior erzählt werden bekommt man als Leser ihre Gedanken, Gefühle und Ängste sehr gut mit. Es macht einfach Spaß, sie zu verfolgen und in ihre Köpfe zu wandern.

Fazit

Ich kann "Godspeed- Die Suche" nur mit gutem Gewissen empfehlen. Die Spannung ist da, die Handlung ist sehr abwechslungsreich und auch die Charaktere vielschichtig. ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil, der auf deutsch leider erst im August 2013 erscheinen wird.
Ich vergebe 5 von 5 Sternen.
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am 4. Januar 2013
Wem das erste Buch schon gefallen hat, der wird Godspeed - Die Suche lieben. Es wird noch actionreicher, noch spannender.

Die Situation auf dem Schiff scheint ausweglos. Der neue Planet kann wohl niemals erreicht werden. Den Ältesten gibt es nicht mehr. An dessen Stelle tritt nun Junior, der ohne die Droge Phydus versucht die Kontrolle über die Menschen an Bord zu halten. Amy hat Hinweise von Orion erhalten, die sie zu einem großen Geheimnis führen soll.

Schon Godspeed - Die Reise beginnt hat mir gefallen. Godspeed - Die Suche hat mich umgehauen.

Ich war von der ersten Seite an wieder in der Handlung drin. Revis verzichtet auf eine unnötig lange Zusammenfassung des ersten Bandes. Wichtige Hinweise kommen durch kurze Rückblenden Amys oder Juniors. Wie auch schon im Vorgänger sind es diese beiden Protagonisten aus deren Sicht die Handlung weitererzählt wird.

Ich liebe die Konflikte, die in diesem Buch angesprochen werden.

Zum Einen der Versuch Juniors ohne Phydus zu regieren. Die Menschen an Bord entwickeln ihren eigenen Willen, beginnen seine Herrschaft in Frage zu stellen. Revis hat dieses Szenario so gut dargestellt, dass auch ich mich immer wieder gefragt habe, ob es nicht doch besser wäre, die Menschen wieder unter Drogen zu setzen.

Zum Anderen Amys Suche nach den Hinweisen Orions. Es wird eine richtige Schnitzeljagd, die einige große Geheimnisse des Schiffes enthüllt. Schnell wird jedoch klar, dass es jemanden an Bord gibt, der von den Hinweisen weiß, aber nicht möchte, dass Amy sie findet.

Ich habe förmlich an den Seiten geklebt. Ich wollte unbedingt wissen, was passiert. Amy und Juniors Beziehung zueinander bildet dabei nur das i-Tüpfelchen.

Es gibt keine nervigen Anschmachtszenen à la "Ich will für immer mit ihm/ihr zusammen sein"! Es ist klar, dass die beiden etwas füreinander empfinden, aber die Probleme auf dem Schiff stellen auch die Gefühle der beiden füreinander auf eine harte Probe. Revis hat dies so gut dargestellt, dass ich als Leser alles nachempfinden konnte. Ich war wütend und enttäuscht, habe im nächsten Moment aber doch wieder Scharen von Schmetterlingen im Bauch gehabt.

Wie so oft bei Buchreihen kommt auch dieses Buch nicht ohne gemeinen Cliffhanger am Ende aus. Schrecklich ist das!!! Nun müssen wir uns aber wieder bis August 2013 gedulden.

Fazit

Ein genialer Fortsetzungsband mit Suchtfaktor. Godspeed - Die Suche hat alles, was ein Buch braucht. Wer bis jetzt noch nicht mit der Reihe angefangen hat, sollte dies unbedingt nachholen.
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