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Kundenrezensionen

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TOP 1000 REZENSENTam 22. Februar 2013
‟Godspeed – Die Reise beginnt“, der erste Band einer Trilogie von Beth Revis, ist eine Dystopie mit sehr ausgeprägten Merkmalen der Science Fiction und mit einer Altersempfehlung von ab 14 Jahren ein Jugendbuch, das sich auch gut über dieses Alter hinaus lesen lässt und damit All-Age-Eignung besitzt. Ganz makellos ist es dabei allerdings nicht.

Kurz zum Inhalt: Die Godspeed ist ein Raumschiff, das auf der Suche nach einem neuen Lebensraum für die Menschen zu einer 300 Jahre andauernden Reise aufbricht. Das Ziel ist ein fremder Planet, der von einigen Experten bewohnbar gemacht werden soll. Um ihr Wissen sicher zu diesem Planeten zu bringen, wurden sie vor Beginn der Reise tiefgefroren und sollen schlafen, bis das Schiff den neuen Heimatplaneten erreicht hat. Unter ihnen ist die 17-jährige Amy, die viel zu früh aus ihrem Schlaf geweckt wird und an Bord der Godspeed eine ihr völlig fremde Gesellschaft vorfindet.
Die Menschen, die seit Generationen an Bord des Schiffes leben und es in Stand halten, gehorchen einem Ältesten und dem Junior, der zu seinem Nachfolger ausgebildet wird. Während der Älteste Amy als Gefahr für den Frieden auf seinem Schiff ansieht, freut Junior sich, über ihre Anwesenheit. Er unterstützt sie bei der Suche nach dem Saboteur an Bord, der weitere Eingefrorene auftaut und dadurch tötet. Amy macht sich Sorgen, denn auch ihre Eltern schlafen im Bauch des Schiffes, in dem vieles nicht so ist, wie es scheint...

‟Godspeed“ wird aus der Perspektive der beiden Ich-Erzähler Amy und Junior erzählt, die in völlig verschiedenen Welten aufgewachsen sind. Während Amy noch auf der Erde eingefroren wurde und nichts von dem System an Bord des Schiffes und von dem merkwürdigen Verhalten seiner Bewohner versteht, ist Junior in dieser Gesellschaft mit dem Wissen aufgewachsen, sie irgendwann einmal als neuer Ältester anzuführen. Das gesellschaftliche System, das sich auf der Godspeed etabliert hat, wirkt insgesamt nicht nur sehr faszinierend und vereint einige schockierende Elemente, die zusammen eine gelungene Dystopie ergeben, sondern ist auch im Detail betrachtet sehr durchdacht und stimmig. Für mich ist die entworfene Gesellschaft eine der größten Stärken des Romans. Durch den Ältesten und die befremdlichen Regeln sowie durch die unwirkliche Vorstellung, sein gesamtes Leben in einem Raumschiff mitten im All eingesperrt zu sein, wird eine bedrohliche, düstere Atmosphäre erzeugt, die absolut lesenswert ist.

Leider hat der Roman aber auch Schwächen. So ist zum Beispiel das große Rätsel um den Saboteur an Bord, der die Kühlkammern der Eingefrorenen öffnet, für den Leser schon sehr schnell kein Rätsel mehr. Eigentlich ist die Identität dieser Person schon vorherzusehen, noch bevor er durch die ersten geöffneten Kammern überhaupt wirklich in Erscheinung trat. Nur den Romanfiguren selbst kommt diese Idee nicht und so gestaltet sich dieser Handlungsstrang – zu Beginn der vermeintlich wichtigste – eher wenig spannend.

Zum Glück hat die Autorin aber einige Überraschungen in der Hinterhand, welche die gesamte Handlung auch noch bei fortgeschrittener Seitenzahl eine ganz neue, unerwartete Richtung einschlagen lassen und viel Stoff für weitere Handlungsstränge in diesem ersten Band sowie für die Folgebände liefern. Die einsetzende Ernüchterung beim Leser aufgrund der Vorhersehbarkeit, was die Identität des Saboteurs angeht, ist durch die mehr als spannenden, teilweise sehr erschreckenden Wendungen wie weg geblasen und es wird sehr spannend. Besonders das Ende konnte hier punkten, denn, als die Spannungskurve eigentlich schon abgefallen war und man sich innerlich bereits auf einen gütlichen Ausklang vorbereitet hatte, spielte die Autorin ihren größten und mit Abstand überraschendsten Trumpf aus, mit dem sie sicher jeden Leser noch einmal wach rütteln würde.

Die Charaktere wirken sehr ausgereift. Speziell Amy und Junior, die auch in ihrer Beziehung zu einander ein interessantes Protagonistenpärchen abgegeben, überzeugen mit Tiefe und Zugänglichkeit für den Leser. Man versteht sie und fühlt mit ihnen. Natürlich gibt es auch in ‟Godspeed“ die für Jugendbücher obligatorische Liebesgeschichte, allerdings ist diese sehr zart und lässt zum Glück jeden, fast ebenso obligatorischen Kitsch vermissen.
Die Nebencharaktere punkten vor allem durch ihre Andersartigkeit, die dem Leser immer wieder zu denken gibt. Das Verhalten der Menschen, die seit Generationen an Bord dieses Schiffes leben und sich den so weltfremd erscheinenden Regeln des Ältesten beugen, will erst noch entschlüsselt werden.

Sprachlich hätte ich mir dabei allerdings manchmal etwas mehr erhofft. Sicher ist ‟Godspeed“ ein Jugendroman und dementsprechend erwarte ich mir keine stilistischen Glanzleistungen. Dennoch war es selbst für ein Jugendbuch teilweise holprig und der sprachliche Anspruch etwas zu gering. Auch wenn es durchaus flüssig lesbar war, erschwerte mir gerade die Sprache den Einstieg in den Roman. Der letzte Feinschliff hat mir hier noch gefehlt, auch wenn bestimmte Abschnitte, wie etwa Amys Gedanken und ihre Träume während der Zeit, in der sie eingefroren ist, sehr eindringlich beschrieben sind und überzeugen konnten.

Fazit: Ein gelungener Trilogie-Auftakt, der sich durch den starken Science-Fiction-Einfluss von der Flut anderer Dystopien abheben und mit einer starken Grundidee überzeugen kann. Durch eine sehr durchdachte Geschichte und einige packende Wendungen kann man als Leser auch die Vorhersehbarkeit der Haupthandlung verzeihen und wird gut unterhalten. Ich freue mich auf den zweiten Band. Band Eins bekommt 4 Sterne.
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am 16. August 2014
Achtung, Achtung. Auf kleinere Spoiler konnte ich nicht verzichten.

Lasst mich eins klarstellen: Ich bin kein großer Worldbuilding-Kritiker. Ich hinterfrage Dinge in Fantasy- oder Sci-Fi-Literatur nicht. Ich nehme sie in den meisten Fällen einfach hin und “Logikfehler” die vielen gleich ins Auge hüpfen, fallen mir erst auf, wenn ich erboste Kritiken darüber lese. Wenn mir Beth Revis also auftischen möchte, dass alle Besatzungsmitglieder der Godspeed dunkle Haut, braune Augen und schwarze Haare haben, ist das okay für mich. Wenn sie meint, dass der Antrieb des Raumschiffs aus diesen oder jenen [nach Internet-Recherche eher zweifelhaften] Gründen nicht mehr richtig funktioniert und irgendwann vielleicht ganz ausfällt, ist mir das eigentlich auch egal.. Im Gegensatz zu vielen Lesern auf Goodreads war ich vom Worldbuilding ziemlich begeistert. Ich mochte, wie die Godspeed aufgebaut ist [hierbei auch ein großes "Huiii" an die tolle Karte des Schiffes, die der Dressler-Verlag in die Innenseite des Buchumschlags gedruckt hat], wie die Menschen an Bord ruhig gestellt wurden, damit “der Frieden gewahrt” wird und die vielen Geheimnisse, die der Älteste [der Anführer] verbirgt.

Die Story ist interessant und fantasievoll, hat ein paar gute Drehungen und Wendungen und obwohl ich nicht der größte Fan des “Ich-Erzählers” bin, finde ich Beth Revis’ Schreibstil sehr angenehm und gut zu lesen. Ich kann mir gut vorstellen, dass man Godspeed auch in einem Rutsch durchlesen kann, wenn man Zeit und Lust dazu hat. Dass die Kapitel relativ kurz gehalten sind und immer zwischen den Sichtweisen von Amy und Junior wechseln, hilft dabei natürlich auch.

Aber ich würde diese Rezension nicht schreiben, wenn ich nicht auch ein bisschen was zu meckern hätte. Zum Beispiel sind nicht alle der oben erwähnten Plottwists sonderlich gut gelungen:
Wer hat Amy aufgetaut und warum? – Wusste ich, nachdem ich den Umschlag gelesen habe.
Wer ist der Bösewicht, der die anderen eingefrorenen Passagiere umbringt? – War mir klar, als die Person zum ersten Mal auftaucht.
Und wenn man die größten Enthüllungen des Buches schon durchschaut hat, bevor man Seite 100 erreicht hat, ist das natürlich ziemlich enttäuschend. Kleine Hinweise und ein bisschen Foreshadowing sind ja grundsätzlich super. Wenn ein Autor aber Charaktere so schreibt, dass man sie sich schon mit einem riesigen “HIER, ICH WARS!”-Schild vor der Stirn vorstellt, läuft irgendwas falsch. Nichtsdestotrotz gibt es aber ein paar Einzelheiten und Geheimnisse des Schiffes, die man nicht sofort errät. [Zum Glück!]

Ein weiterer Kritikpunkt ist für mich die “Liebesgeschichte” zwischen Junior und Amy. [Ich hoffe, ihr seht diesen Satz nicht als Spoiler. Immerhin reden wir von einem Young-Adult-Buch.] Ich kann nicht nachvollziehen, was die beiden aneinander finden. Junior sieht Amy zum ersten Mal, als sie noch eingefroren ist, bemerkt ihre roten Haare und ihre blasse Haut und ist Hals über Kopf verschossen. Ja, toll. Wiedermal eine Verliebtheit, die sich nur auf’s Aussehen bezieht. Ugh. Langweilig. Leider konnte mich Amy im weiteren Verlauf des Buches auch nicht sonderlich mit ihrer Persönlichkeit überzeugen..
Amy wiederum sieht Junior, kurz nachdem sie aufgetaut wurde. Sie reden zwei Minuten miteinander, wobei Junior ihr beizubringen versucht, dass sie 50 Jahre zu früh aufgeweckt wurde. Und NATÜRLICH erkennt sie in dieser kurzen Zeit, dass er SO(!) anders ist, als alle anderen. Ach, ach, ach. Und so kommen inneren Monologe zustande, wie: “Man kann nirgendwo hinrennen. Aber, flüstert mein Herz, da ist Junior.” Okay, klar. Junior ist einer der wenigen auf dem Schiff, die nett zu ihr sind. Aber das ist zum Beispiel auch Harley, Junior’s bester Freund. Hätte sich zwischen Harley und Amy im Laufe der Zeit eine Romanze aufgebaut, hätte ich das verstehen können. [Die beiden hätte ich sogar geshippt!]

Aber Junior und Amy – Das geht gar nicht. Unglaubwürdig, null Chemie und vollkommen überstürzt.

Sehr schade finde ich außerdem, dass über die fast 500 Seiten des Buches kaum etwas wirklich spannendes passiert. Allein auf den letzten Seiten hatte ich noch die dumpfe Hoffnung, dass sich jetzt doch ein Spannungsbogen aufbaut, wurde aber leider enttäuscht. Der “Finale Showdown” [um es mal etwas dramatischer zu formulieren] ist nach zirka drei Seiten schon wieder vorbei.

Fazit

Trotz vieler frustrierter “OH, MEIN GOTT, DAS IST SO OFFENSICHTLICH!”-Schreie meinerseits, habe ich mich beim Lesen von Godspeed – Die Reise beginnt ganz gut unterhalten gefühlt. Es ist ein typischer erster Teil einer typischen Young-Adult-Reihe: Man wird über viele Seiten in diese neue Welt eingeführt, lernt die Regeln kennen und kann sich ein gutes Bild vom Leben auf der Godspeed machen. Der Schreibstil ist angenehm und durch das recht abrupte Ende ist man quasi dazu genötigt, dem Folgeteil eine Chance zu geben – Und das werde ich auch tun. Gerade was die Charaktere angeht, gibt es dort noch viel Potential, das in Die Suche und Die Ankunft ausgeschöpft werden kann und ich bin wirklich gespannt, was Beth Revis daraus macht. Tolle Ideen hat sie ja teilweise, die gute Frau.

Empfehlen kann ich das Buch jedem, der etwas zum “Nebenbei”-lesen sucht. Godspeed kann wirklich Spaß machen – wenn man nicht zu sehr darüber nachdenkt. Weder über die wissenschaftlichen, noch über die romantischen Facetten. [Das war wahrscheinlich mein Fehler. ;D]
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am 7. Juli 2014
Original:
The garden is more crowded than I’ve ever seen it before. The only sounds drifting through it are the pants and grunts of the people mating, rutting behind the bushes, at the base of the trees, at the foot of the statue, right in the middle of the path. I have to step over squirming, sweaty bodies to enter the Hospital. The elevator, thankfully, is empty. But it doesn’t smell as if it’s been empty for long.

Übersetzung:
Überall um mich herum tummeln sich Leute. Der Fahrstuhl ist zum Glück leer.
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Ich möchte der Übersetzerin nicht die komplette Schuld in die Schuhe schieben, denn diese katastrophale deutsche Ausgabe kann auch ebenso auf dem Mist der Verlagslektoren gewachsen sein. Fakt ist jedoch: Durch die Übersetzung wird dieses eh schon schwächelnde Buch zum völligen Reinfall.

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Original:
“But I had to tell you the truth.“ That stops me. Something inside me snaps into place, painfully. The truth grinds against my bones.

Übersetzung:
»Aber ich musste dir die Wahrheit sagen.«
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In vielen der hier vorliegenden Rezensionen wird die fehlende Tiefe der Charaktere, die Oberflächlichkeit der Erzählstruktur und die Belanglosigkeit der ganzen Geschichte bemängelt. Ja, dieser Roman hat seine Schwächen, aber eine solche Bewertung hat er dennoch nicht verdient. Dass man als Leser jedoch zu diesen äußerst negativen Einschätzung kommen muss, wenn man die deutsche Übersetzung gelesen hat, liegt für mich auf der Hand, denn was die Figuren im Original charakterisiert und formt, wird in der deutschen Ausgabe konsequent gestrichen. Ich habe die Übersetzung zugegebenermaßen nicht komplett gelesen, aber was ich gelesen habe, hat mich schwer schockiert. Aus einem interessanten Jugendroman wird ein seichtes Kinderbuch. Aus individuellen Figuren werden eindimensionale Schatten.

Literarisches Übersetzen ist ein schwieriges Feld, aber hier liegen keine grundlegenden Übersetzungsfehler vor, sondern ganz klar Zensur, deren Sinn sich mir persönlich völlig entzieht. Ich habe den Roman an keiner Stelle als zu hart oder zu anstößig empfunden. Andere Dystopien, wie zum Beispiel "Die Tribute von Panem", haben eindeutig mehr Zündstoff und sind keiner Zensur zum Opfer gefallen.

Die Geschichte ist auch in der Originalausgabe schon etwas dünn und vorhersehbar, aber immerhin kann man ihr zuschreiben, dass die Idee interessant und die Figuren glaubwürdig sind. Für die deutsche Ausgabe gilt leider nicht mal das.
Wer halbwegs sicher auf Englisch lesen kann, sollte das Buch im Original lesen. Von der deutschen Ausgabe würde ich persönlich abraten oder darauf hoffen, dass es irgendwann eine unzensierte Neuerscheinung geben wird.
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am 8. Mai 2016
Beginnen wir mal mit dem Auffälligsten: Dem Raumschiff. Das ist die Basis der Geschichte und ich finde nicht, dass es funktioniert.
Viele Dinge fand ich unlogisch und nicht nachvollziehbar. Das Problem ist, dass gerade in dieser Hinsicht, sehr mit Schilderungen und Erklärungen gespart wurden, wodurch vieles schlicht so wirkt als wäre es an den Haaren herbei gezogen.
Was die Logik betrifft, gibt es so viele Baustellen, dass ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll.
Z.B.: Wozu wurde dieses Schiff überhaupt gebaut bzw. warum war es nötig? Wenn das technisch schön möglich war, warum hat man das Schiff nicht selbstverwaltend gebaut, mit Androiden? Wie wird überhaupt auf dem Schiff Schwerkraft erzeugt?
Oder auch, dass für jeden Ältesten (Oberhaupt des Schiffes) extra ein Ölgemälde angefertigt wird…auf dem Schiff, wo jede Tätigkeit ihren Sinn haben muss, weil es sonst verschwendete Energie wäre und wo Platz und Ressourcen begrenzt sind, wird sich die Mühe gemacht Ölfarbe herzustellen und einen Maler auszubilden? Wozu?!
Das sind nur ein paar Dinge, auf die man entweder gar keine Antwort erhält oder nur eine sehr unzureichende.
Ich fand es generell auffällig, das hier eigentlich ein sehr wissenschaftliches Thema gewählt wurde, ohne dass ich das Gefühl hatte, dass die Autorin auch Kenntnis von diesen Sachen hatte bzw. wenn, dann nur sehr oberflächliche.
Vieles wurde einfach nicht bis zu Ende gedacht – das wird halbherzig verschleiert, indem andere kleinere Dinge durchaus vernünftig aufgezeigt werden, wie z.B. ein paar kleine technischen Dinge (die leider nicht sonderlich relevant sind) oder dass diese neue Gesellschaft auf dem Schiff Monoethisch ist.
Auf der andreren Seite ist auch diese Gesellschaft nicht zu Ende gedacht worden. Mir fehlt da die Liebe zum Detail und zum Setting. Von einer Sache mal abgesehen, gibt es z.B. keine besonderen neue Rituale oder neue Sprache in Form von Slang.
Das zeigt sich auch ganz schlimm an Beschreibungen, die zu dem Setting nicht passen. Ein Bps. dazu: Es gibt ein Modell von der Erde und der Godspeed, die um die Erde kreist. Da wurde gesagt, dass das Licht darauf scheint wie ein Heiligenschein. Das ist ein Vergleich, der nur von jemanden getroffen werden würde, der aus einem christlichen Kulturkreis stamm. Das ist in dem Buch aber nicht der Fall – dort gibt es keine Religion und wird sogar eher abgelehnt – also ist es unsinnig so einen Vergleich zu bringen. Es ist nicht stimmig.
Ich frage bei sowas immer, wenn der Autor sich keine Mühe geben will, sich mit solchen Dingen zu beschäftigen und ein schlüssiges Szenario zu erstellen, warum trotzdem dann so ein Thema gewählt wurde.
Die Figuren fand ich auch nicht unbedingt authentisch, geschweige denn sympathisch.
Beginnend mit Junior. Er benimmt sich nicht und denkt auch nicht, wie jemand, der sein Leben lang in dieser Schiffsgesellschaft aufgewachsen ist, sondern wie ein Junge aus unserer Zeit, den man auf diesem Schiff verfrachtet hat – das ist nicht schlüssig. Dummerweise hat er aber auch überhaupt keinen Charakter. Außerdem hat er einen ziemlichen Hang dazu alles was vorher sein Leben war, hinzuschmeißen, nur weil er Amy gesehen hat und vor alle dazu rum zu heulen.
Das hat er mit der Protagonistin gemeinsam – sie tut eigentlich auch durchgängig nichts anderes als rum zu jammern, wenn sie sich mal nicht in Selbstmitleid sult, dann schreit sie rum – es ist leider wirklich so 99,9% ihrer Sätze und Handlungen lassen sich in diesen beiden Kategorien einordnen.
Bei ihr kommt noch hinzu, dass sie eine furchtbare Doppelmoral an den Tag legt und vor allem dumm ist – sie ist nicht mal fähig aus ihren Fehlern zu lernen – sondern trifft eine dumme Entscheidung nach der anderen.
Sie sind also beide absolut unsympathisch.
Die Liebesgeschichte taucht auch aus heiterem Himmel plötzlich auf– von jetzt auf gleich und dazu ist sie auch noch vollkommen unglaubwürdig.
Die Handlung selbst: Es passiert wirklich nicht viel und was passiert hat mich entweder genervt, weil von dummer Protagonistin verursacht oder war langweilig oder vorhersehbar.
Ersten 100 Seiten wird man am steifen Arm verhungern gelassen, die nächsten 100 Seiten darf man sich ausschließlich Gejammer von den Protagonisten anhören, die darauffolgenden 100 Seiten liest man einen halbherzigen, langweiligen Krimi und die letzten 100 Seiten ist eine Mischung aus halbherzigen Krimi/Gejammer und sogar mal etwas Handlung.

Fazit
Das Buch ist ein Jugendbuch Science Fiction Buch – nur ohne das Science, denn mit Wissenschaft hat das Buch fast nicht zu tun.
Generell ist das Buch sehr halbherzig, wenn man auch nur ein etwas hinterfragt, dann bricht das ganze Konstrukt in sich zusammen.
Die Charaktere sind Heulsusen und vieles in der Geschichte ist viel zu naiv gedacht.
Ich kann es gar nicht empfehlen.
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am 25. April 2015
Sprache:
Zu Beginn hat sich mir eine große Frage gestellt. Wie wird die Autorin die Veränderung der Sprache in der Zukunft einbauen. Ich habe zum Beispiel daran gedacht wie wohl so etwas wie eine Tür benannt oder erklärt wird. Wie verändern sich in der Zukunft solche alltäglichen Dinge und ihre Namen? Schon bald erfahren wir, dass Gegenstände - „alte Dinge“ - die der Leser aus seiner Gegenwart kennt, mit einem Verweis auf ihren Entstehungsort benannt sind. So werden Schlösser die nicht durch einen Fingerabdruckscan zu öffnen sind, als Sol-Erde-Schlösser bezeichnet.Auch die gesprochene Sprache hat sich verändert. So kommt es immer wieder zu Verständigungsproblemen und es wird beispielsweise der „komische Akzent“ angesprochen. Diese Authentizität und Logik ist wunderbar und erleichtert das Eintauchen in die Geschichte.

Metapher für heutiges Leben :
Tiefgründig und sozialkritisch wird die Frage nach dem Sinn des Lebens gestellt.
Wie viele Gefühle darf ein Mensch haben? Darf er über sein Leben und seinen Tod selbst entscheiden und kann man ihm diese Selbstbestimmung nehmen, sei es auch nur um die Gemeinschaft zu schützen?

Ein weiteres großes Thema, welches im Buch immer wieder angesprochen wird ist der Generationenkonflikt. Ebenso wie der Faktor Zeit. Zu Beginn weiß man nicht, wann die Story spielt. Dies wird allerdings später in die Handlung eingeflochten.

Außerdem gibt es immer wieder Anspielungen auf die Gegenwart, wie beispielsweise die Erwähnung von Kunst und weltpolitischen Ereignissen, die selbst aus heutiger Sicht in der Vergangenheit liegen oder die Bezeichnung von Religion als Märchen.

Ein großer Pluspunkt für das Buch ist, dass aufgeworfene Fragen im Handlungsverlauf logisch beantwortet werden. Die Protagonisten müssen schwere Entscheidungen treffen, die auf jede Zeit anwendbar sind. So entstehen viele anrührende Szenen.

Der Ausblick auf die Zukunft, zeigt wie skrupellos der Mensch mit Leben umgeht. Er ist nur auf den eigenen Vorteil bedacht.

Eine großartige Geschichte von Moral und den Umgang der Menschen miteinander in einem authentischen Science-Fiction-Setting. Spannend und auch romantisch.
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TOP 500 REZENSENTam 18. Mai 2014
Selten hab ich ein Buch gelesen deren erste Seiten mich dermaßen gefangen genommen haben. Die sehr bildhafte Beschreibung des Einfrierungsprozesses, aus Amys Sicht, hat mich schaudern lassen. Ich war sehr gespannt wie sich die Geschichte entwickeln würde und wurde in meiner Erwartung nicht enttäuscht. Sehr gut gelungen fand ich Amy's Gedanken während ihres Kälteschlafs, ihr Erschrecken und die Schmerzen während und nach der Auftauphase. Unvorstellbar wie einem zumute sein muss wenn man erfährt, dass man 50 Jahre zu früh aufgeweckt wurde und alles verloren hat. Die eigene Vergangenheit und die erwartete Zukunft mit geliebten Menschen, um dann festzustellen, dass man den Rest seines Lebens auf einem Raumschiff gefangen sein wird.
Und hier kommt schon mein erster kleiner Kritikpunkt - Amy verkraftet diese Tatsache zu schnell, um glaubhaft zu sein.

Die Geschichte nimmt schnell an Fahrt auf, entwickelt sich zu einer Detektivgeschichte und gleichzeitig zu einem Gesellschaftsroman. Es wurde hier schon öfters erwähnt, dass die Charaktere zu blass bleiben - das stimmt sicher, aber es handelt sich ja um ein Jugendbuch und dafür sind meines Erachtens die Charaktere recht gut ausgearbeitet. Vor allem die Entwicklung von Junior ( dem nächsten Führer des Generationenschiffs) ist gut gelungen.

Faszinierend fand ich die Darstellung der Gesellschaft auf diesem Generationenschiff. Die Idee ist neu ( zumindest für mich) und wirft sicher viele Fragen und Bedenken auf - dennoch, interessante Grundidee, die aber auch kleine Logikfehler enthält, wie z.B. die Paarungszeit

Achtung: SPOILER!

die meisten Menschen der Gesellschaft werden durch Drogen in dieser Hinsicht manipuliert, aber es gibt auch Personen auf diesem Schiff die NICHT manipuliert sind, und das sind nicht wenige - wieso also werden nicht auch außerhalb der Paarungszeit Kinder gezeugt?

SPOILER ENDE!

es gibt noch einige andere Logikfehler die aber schon in anderen Rezensionen genannt wurden.

Fazit: ein unglaublich spannend und flüssig geschriebenes Buch, dass mich begeistern konnte. Für ein Jugendbuch vielleicht ein bisschen düster, dafür aber (fast) ohne die übliche Liebesgeschichte. Zumindest ist sie im Hintergrund gehalten und das fand ich persönlich gerade bei diesem Buch richtig
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am 31. Januar 2014
Ich glaube Godspeed steht schon seit seinem Erscheinen auf meinem Wunschzettel und da mich die Idee der Geschichte immer fasziniert hat, habe ich nun doch endlich dazu gegriffen. Leider konnte ich das Lesen nicht so richtig genießen, denn Schreibstil, Charaktere und Spannungsbogen haben mir nicht gefallen und das Lesen für mich wirklich anstrengend werden lassen. Da konnte ich auch die gute Grundidee und einige, spannende Situationen den Gesamteindruck nicht mehr groß verändern.

Zum Inhalt: Dies ist die Geschichte von Junior und Amy, die beide aus ganz unterschiedlichen Welten kommen. Amy wird mit nur 17 Jahren zusammen mit ihren Eltern eingefroren um nach 300 Jahren Reise mit der Godspeed auf einem neuen Planeten anzukommen und diesen zu besiedeln. Junior ist der zukünftige Führer der Godspeed und scheint sich in seiner Rolle noch nicht so recht wohl zu fühlen.
Etwa 50 Jahre vor der Ankunft wird Amy plötzlich aufgetaut. Sie überlebt nur knapp und doch weiß niemand, wer dafür verantwortlich ist. Als bereits kurze Zeit später ein weiterer der Eingefrorenen aufgetaut wird, droht Chaos auszubrechen. Amy hat Angst um ihre Eltern und Junior muss nun der Führer sein und denjenigen aufhalten, der die Eingefrorenen bedroht.

Ich muss sagen, dass mich die ganze Idee mit dem neuen Planeten und der großen Reise dahin doch schon sehr fasziniert hat. Das ganze ist ein dystopischer Jugendroman und gehört damit auch in mein bevorzugtes Genre. Ich bin es gewohnt in solchen Büchern in ganz andere Welten entführt zu werden, in spannenden Szenen mir fast an den Fingernägeln zu kauen, oder bei der Liebesgeschichte selbst leicht Schmetterlinge im Bauch zu bekommen. Nichts davon durfte ich in diesem Buch erleben, viele der Gedankengänge sind langatmig und für den Verlauf der Geschichte eher unnötig. So sind mir ständig beim Lesen die Augen zugefallen und irgendwann habe ich nur weitergelesen, weil ich soviel Geld für das Buch bezahlt habe.
Für mich der größte Kritikpunkt sind die Charaktere. Keiner von ihnen wird dem Leser irgendwie besonders nah gebracht. Wie gesagt geht es am Anfang viel um die Gedanken von Amy und Junior, die Sichtweisen wechseln teilweise nach kürzester Zeit und so konnte ich mich auf keinen der beiden wirklich einstimmen. Junior war für mich besonders schwierig, da er überhaupt nicht wie ein Anführer denkt, sondern nur wie ein kleines Kind der eigentlich gar keine große Lust auf das Schiff hat. Amy ist etwas besser, vor allem durch die Beschreibungen am Anfang, aber auch sie blieb mir fremd und so war ich zur Geschichte nur allein deswegen sehr distanziert. Die Charaktere bleiben einfach blass, lassen einen nicht mitfiebern und hinterlassen vor allem überhaupt keinen bleibenden Eindruck.

Normalerweise mag ich kurze Kapitel sehr gern, da man so recht schnell durch das Buch kommt. Hier habe ich das ständige Wechseln zwischen Amy und Junior aber meistens als störend empfunden. Es hat den Fluss der Geschichte irgendwie beeinträchtigt und noch mehr dazu beigetragen, dass die Charaktere fremd bleiben.
Der Schreibstil an sich ist ganz in Ordnung, eher jugendlich gehalten, aber durch die ganzen abschweifenden Gedanken auch schon eine ziemliche Herausforderung Abends zu lesen. Dadurch konnte das Buch bei mir in jedem Fall auch nicht auftrumpfen.

Wie gesagt ist der Spannungsbogen in dem Buch auch nicht wirklich gelungen. Sehr viele Beschreibungen, viele unwichtige Gedankengänge und dann immer mal wieder ein Knall, der aber nicht recht wirken kann, da die Charaktere so fremd sind. Ich will nichts groß von der Handlung verraten, aber wenn schon eine Fast-Vergewaltung bei mir kaum Emotionen hervorrufen kann, dann stimmt da irgendwas wirklich nicht.
Zum Schluss gibt es tatsächlich noch etwas Spannung, auch wenn ich Teile des Endes wirklich offensichtlich und nicht überraschend fand. Andere Teile empfand ich durchaus als gelungen, gute Ideen waren sicher dabei und so war das Lesen an diesen Stellen wenigstens nicht mehr quälend, von besonderer Unterhaltung allerdings auch immer noch weit entfernt.

Fazit: Ich kam nicht in die Geschichte rein. Ich hatte überhaupt keinen Bezug zu den Charakteren und anstatt Spannung habe ich seitenweise Beschreibungen und Langeweile gehabt. Der Klappentext vom 2. Teil verspricht noch nicht einmal, dass die Geschichte dort interessanter wird. Das Buch hat sich für mich gelesen wie eine sehr lange, nicht enden wollende Geschichte, die hoffnungslos ausgeschmückt wurde und wo man sich irgendwann nur noch fragt, warum man eigentlich nochmal angefangen hat sie zu lesen. Irgendwelche Emotionen kamen bei mir nicht auf, ich war nur unbeteiligter Leser, der auf das Ende gewartet hat.
Eine tolle Grundidee, aber die Umsetzung war für mich überhaupt nichts. Schade, ich werde nicht weiterlesen.

#1 Godspeed - Die Reise beginnt
#2 Godspeed - Die Suche
#3 Godspeed - Die Ankunft
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TOP 1000 REZENSENTam 4. Juli 2013
Amys Eltern haben sich für eine Mission verpflichtet: Auf dem Raumschiff „Godspeed“ wollen sie zu einem neuen Planeten reisen, um ihn mithilfe ihrer Kenntnisse zu besiedeln. Weil die Reise 300 Jahre dauern wird, lassen sie sich einfrieren. Die siebzehnjährige Amy hat die Wahl: Fliegt sie mit oder bleibt sie bei Onkel und Tante? Schweren Herzens entscheidet sie sich dafür, ihren Eltern zu folgen und ebenfalls eingefroren zu werden.

Viele Jahre später haben sich die auf der Godspeed lebenden Menschen zu einer funktionierenden Gesellschaft zusammengeschlossen, die vom sogenannten Ältesten angeführt wird. Dieser ist mit der Ausbildung vom Junior beschäftigt, der nach ihm Anführer werden soll. Das Kühldeck ist den meisten Bewohnern der Godspeed unbekannt. Doch Junior entdeckt es zufällig, und nicht nur das: Ausgerechnet Amys Kühlung wurde unterbrochen, sie ist zu früh aufgewacht. Wer ist dafür verantwortlich? Während Amy versucht, sich an das Leben auf der Godspeed zu gewöhnen, wird ein weiterer Eingefrorener aufgetaut und stirbt. Gemeinsam mit Junior versucht sie herauszufinden, wer hinter den Anschlägen steckt. Und warum verhalten sich alle Bewohner auf der Godspeed eigentlich so anders als die Menschen auf der Erde?

Das Buch startet mit einer Szene, die mir Gänsehaut über den Rücken jagte: Amy muss erst ihren Eltern dabei zusehen, wie sie eingefroren werden, und lässt dann die Prozedur über sich selbst ergehen. Dieser Vorgang ist nicht gerade angenehm und dementsprechend erschreckend. Wie wird Amys Leben wohl weitergehen, wenn sie aufgetaut wird?

Nach diesem einführenden Kapitel gibt es einen großen Zeitsprung. Während Amy eingefroren ist, haben fast alle Menschen auf der Godspeed das Kühldeck vergessen und leben mit der Hoffnung auf dem Schiff, dass die nächste Generation die Godspeed verlassen kann. Aus Juniors Perspektive lernt der Leser die Gesellschaftsstruktur kennen und muss feststellen, dass alles perfekt funktioniert und doch gleichzeitig irgendwie falsch ist. Was ist bloß passiert?

Mit Amys Auftauen gewinnt die Geschichte an Fahrt. Durch ihre Kenntnisse über das Leben auf der Erde öffnet sie Junior die Augen und zeigt ihm, dass viele der Godspeed-Bewohner ein Verhalten zeigen, das ihr von der Erde nicht bekannt ist. Die Anschläge auf das Kühldeck bringen Spannung in die Geschichte – wer steckt bloß dahinter? Hier hat mich allerdings etwas gewundert, dass eine Bewachung des Kühldecks einfach nicht richtig zustande kommen wollte und der bzw. die Unbekannte so relativ problemlos weitere Anschläge verüben kann. Gleichzeitig wird auch der Älteste immer unsympathischer: Für ihn ist Amy ein Störfaktor, eine Andersartige, die nur für Unruhe sorgt. Können Amy und Junior sich dem Ältesten und seinen Plänen widersetzen?

Die Geschichte spitzt sich immer weiter zu und währenddessen kommen sich Amy und Junior näher. Beide harmonieren gut miteinander und waren mir sympathisch. Die Zahl der Nebencharaktere ist trotz der vielen Menschen auf dem Schiff sehr begrenzt, sodass man gut den Überblick bewahren konnte. Obwohl einige Entwicklungen abzusehen sind, konnte mich das Buch immer wieder überraschen und schockieren. Im dramatischen Finale fallen schließlich alle Puzzleteile an ihren Platz und haben mich atemlos zurückgelassen. Unbedingt muss ich wissen wie es im zweiten Teil, „Godspeed: Die Suche“, weitergeht!

„Godspeed: Die Reise beginnt“ ist eine spannende Sci-Fi-Geschichte mit dystopischen Elementen. Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen, und die Geschichte hat mich mitgerissen und überraschen können. Ich empfehle dieses Buch nicht nur Jugendlichen, sondern auch Erwachsenen weiter, die sich auf die Reise zu einem fernen Planeten begeben wollen!
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am 26. Juni 2013
Schreibstil & Spannung
Also hier wurde ich mal richtig überrascht, die ersten 6 Seiten haben mich gleich so gefangen genommen, das ich das Buch auch danach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Man wird direkt ins Geschehen geschmissen, man ist ist mitten in der Situation von Amy, die gleich mit einer großen wichtigen Entscheidung ihr Leben verändern sollte. Die Spannung wurde meines Erachtens auch gehalten, als manches offensichtlich wurde, zum Beispiel was Junior angeht, nach einer fast Offenbarung kamen immer mehr Puzzleteilchen zum vorschein, was nicht genau passte und so blieb ich die ganze Zeit angespannt wie ein Flitzebogen, und das wo ich doch eigentlich einen großen Bogen um SF Bücher mache. Obwohl hier einige Begriffe neu sind, kamen sie mir nicht befremdlich vor, sondern fügten sich super in den Text ein und man kam ohne grübeln auf deren Bedeutung. Ich finde das Beth Revis sich hier wunderbar ausdrücken konnte. Altersgerecht und verständlich.

Die Charaktere
Gleich zu Beginn wurde die Hauptfigur Amy zu einer Entscheidung gedrängt, sodas man sich recht schnell einen Eindruck von ihr machen konnte. Die detailierte Beschreibung ermöglicht dem Leser, sich ein sehr genaues Bild zu machen, von guten sowie von den bösen Jungs.

Meine Meinung
Ich stand von der ersten bis zur letzten Seite unter Strom, die Geschichte ist so gut erzählt das man sich wie mittendrin fühlt. Visuelles Lesen nenn ich das mal, denn die Menschen und Handlungen sind sehr gut im Detail ausgearbeitet und auch das Raumschiff bekam hier ein richtiges Eigenleben…. im warsten Sinne des Wortes.

Beeindruckt hat mich die Umsetzung der Geschichte und auch wenn noch nicht 100% klar ist , was auf der Godspeed falsch läuft, hab ich beim lesen wirklich in jede Ecke geschaut, ob ich nicht etwas übersehen hab. DieNneuentwicklung im Zeitraffer war auch interessant, allerdings gruselte ich mich scho,n bei den ganzen Genmanipulationen. Die Beschreibungen der Kühe im Schweineformat und die Situation im Labor mit der langen Spritze *grusel* ich glaube Wissenschaftler wäre kein Job für mich, ausser vielleicht Bücher erforschen, denn in diesem Fall hat mich das Ergebnis doch sehr überrascht.

Fazit
Ich kann das Buch auch “normalen” FantasyFans empfehlen, ich hatte überhaupt nicht das Gefühl in einem SF-Roman gefangen zu sein, denn hier kamen viele Aspekte zusammen die mich einfach neugierig gemacht haben. Sei es die Umsetzung als Jugendbuch, oder wie echte Geschichte, zum Beispiel der Regenten,die mit eingearbeitet wurde.

Muss man gelesen haben!

Absolute Leseempfehlung
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Meine Meinung:
Die Idee des Einfrierens, um neue Planeten zu erreichen ist jetzt nicht unbedingt neu aber nachvollziehbar. Irgendwie muss man die lange Zeit, in diesem Fall ja locker mal 300 Jahre, überbrücken. Sehr gut hat mir hier der Anfang gefallen. Sich einfrieren zu lassen ist kein Kindergeburtstag, es ist schmerzhaft und mehr als nur ein bisschen unangenehm. Das hat die Autorin meiner Meinung nach sehr gut verdeutlicht. Wie es allerdings funktionieren soll, dass Amy über hunderte von Jahren Gedanken und Empfindungen im Kyroschlaf haben soll, kann ich mir hingegen nicht wirklich vorstellen. Aber egal. Als Amy dann unerwarteterweise viel zu früh aufgetaut wird, beginnt die Story Fahrt aufzunehmen. Amy steht plötzlich inmitten einer Gesellschaft, die mehr als skurril zu sein scheint. Alle sehen gleich aus und alle gehorchen einem seltsamen alten Mann, der Ältester genannt wird. Da wird Amy mit ihren sonnenuntergangsroten Haaren unter den ganzen Dunkelhaarigen schnell zur Außenseiterin, woran der Älteste nicht ganz unschuldig ist, denn er verbreitet falsche Nachrichten über Amy. Ihm wäre es lieber gewesen, Amy hätte die Auftauprozedur nicht überlebt.
Außer dem Ältesten gibt es noch Junior. Er ist dazu berufen, als nächstes die Stelle des Ältesten einzunehmen, und er ist ganz fasziniert von Amy. Da sind Konflikte vorprogrammiert.
Im Großen und Ganzen hat mir das Buch sehr gut gefallen. Interessante, nicht all zu ausführliche Beschreibungen in Verbindung mit dem auf der Coverrückseite aufgedruckten Bauplan von der Godspped, haben einen ordentlichen Überblick verschafft.
Amy fand ich als Charakter sehr interessant, bei Junior hat mir irgendwie noch was gefehlt. Er war mir zu unscheinbar und zu unsicher,was in Anbetracht seiner Position nicht so gut rüberkam.
Ein bisschen nervig fand ich auch einige Passagen in denen zuerst aus Amys Sicht berichtet wurde und anschließend die gleiche Situation noch mal aus Juniors Sicht (oder umgekehrt). Obwohl es ja für den Leser immer sehr angenehm sein kann, wenn man zum besseren Verständnis in beide Köpfe sehen kann, wirkte es hier zeitweise etwas langatmig.

Fazit:
Eine überwiegend schöne und spannende Geschichte, die auch für Leser geeignet ist, die vielleicht nicht so gerne Science Fiktion lesen.
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