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am 12. Februar 2006
Ich liebe Kinderbücher und interessiere mich für alles zwischen Michael Ende, Astrid Lindgren bis J.K.Rowling. Deswegen habe ich auch Cornelia Funkes "Tintenherz" und "Tintenblut" gelesen.
Bei "Tintenherz" schien mir Idee, dass Mo und Meggie, die Hauptpersonen des Buches, Gestalten aus Büchern "herauslesen" können, noch sehr gut. Auch die Geschichte war spannend und die Ideen neu.
Bei diesem zweiten Buch nun, der Fortsetzung, in der die Gestalten nicht nur in Meggies Welt erscheinen, sondern Meggie sich nun mit Farid, einem Jungen aus 1001 Nacht, in das Buch "Tintenherz" hineinliest, störte mich aber eines: Und zwar sind meines Erachtens die Figuren in den Gründen für ihre Handlungen nicht immer gut genug herausgearbeitet. Statt beispielsweise die kleine nette Liebesgeschichte zwischen Farid und Meggie mit Gesten, Momenten und Andeutungen wachsen zu lassen, lesen wir im Buch dutzende Male, Farid sei "verliebt" in Meggie und diese würde "rot". Für mich ist das unangenehm, etwas so profan ausgesprochen zu finden. Ich liebe es, wenn die Handlungen von Charakteren sprechen, mehr als solch beschreibende Sätze.
Auch, dass die Zeitungen wie "New York Times" etc. gerade das loben, dass Cornelia Funke das "Buch" als solches so poetisch heraushebt - auch das hat mich diesmal ein wenig gestört. Sätze wie "Das Buch konnte erst jetzt atmen" oder die sich immer wieder wiederholende Hymne auf die Lebendigkeit der Wörter,... irgendwie wurde mir das diesmal zu viel. Ich hatte die Idee verstanden und fand dann auch die gewählten Worte nicht mehr neu, sondern echt wiederholend. Ein solches Gefühl habe ich bei Büchern von Michael Ende an keiner Stelle je entwickelt.
Funkes "Tintenbücher" stehen in den USA zur Zeit ganz oben in den Bestsellerlisten. Warum aber ist das denn so? Die Geschichte hat mit einer netten Idee begonnen, wird dann aber - finde ich - zu einer durchschnittlichen Abenteuergeschichte: Lager im Wald, eine Burg, der Weglose Wald,... hier und da noch ein besonderes Detail, wie dass Staubfinger in seiner Welt noch herrlicher zum Feuer sprechen kann... aber sonst eigentlich nichts Besonderes oder Unvergleichliches.
Insgesamt, auch, wenn ich jetzt sicherlich die Strafe der Fan-Leser in den Negativabstimmungen zu spüren bekommen werde - fand ich dieses Buch nicht mehr so lesenswert wie den ersten Band. Auch finde ich wieder, dass die Form der Gewalt, die in beiden Bänden auftaucht (ein toter Hahn hängt von der Decke, ein Gewehr reißt den Bauch von Mo auf) zu realistisch für ein Kind. Böse Zauberer, Geister... all das kann Kinder gruseln. Echtes Blut aber und realistische Bedrohungen machen Angst - so ging es mir jedenfalls. Ich finde das Buch daher nur bedingt kindgerecht und für Kinder ab frühestens 10 Jahren geeignet.
Bei aller Kritik aber hebt sich das Buch immer noch ab vom durchschnittlichen Buch des Kindermarktes, deswegen gebe ich 3 Sterne.
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am 23. September 2012
Jedes Kapitel beginnt auch im zweiten Teil mit Zitaten aus anderen Werken. Allerdings passen die vorangestellten Zitate in „Tintenblut“ tatsächlich zum Inhalt des folgenden Kapitels und geben somit eine gute Einstimmung.

In „Tintenherz“ ging es mehr um Bücher. In „Tintenblut“ spielen Buchstaben und vor allem Worte eine große Rolle. Das liegt vielleicht daran, dass die gute alte Büchernärrin Elinore in diesem Teil in ihrem eigenen Haus mit ihren Büchern in ihrem Keller gefangen gehalten wird. Ich muss sagen, ich habe sie schon ein wenig vermisst.

Im ersten Teil wünschte Staubfinger sich nichts sehnlicher, als in seine Welt zurückkehren zu können und gleich am Anfang von „Tintenblut“ wird ihm der Gefallen getan. Orpheus liest ihn zurück in die Tintenwelt und Staubfinger ist der herausragende Held des zweiten Teils. Der Leser erlebt rasante Abenteuer, spannende Konflikte und blutige Kämpfe zwischen der Burg von Ombra, wo der seufzende Speckfürst regiert, und der silbernen Nachtburg mit dem tyrannischen Natternkopf. Ein entscheidender Vorteil des zweiten Teils besteht darin, dass viel mehr passiert. Das Gleichgewicht zwischen schöner Sprache und Handlung ist um Längen ausgewogener.

Aber in diesem Buch steckt viel mehr als nur eine sagenhafte Geschichte. Es zeigt, wie eine Geschichte geschrieben wird: Von der Erschaffung lebendiger und dreidimensionaler Figuren über die Entwicklung eines kausalen Plots bis zur Beschreibung von Schauplätzen, zeigt der Erfinder der Geschichte, Fenoglio, viele Schreibelemente, die unermesslich für eine gute Geschichte sind. Selbst mit einer Schreibblockade muss er sich herumschlagen.

Neben einer wirklich guten Geschichte kommt als Spezialeffekt obendrauf ein anschaulicher Schreibratgeber. Nicht schlecht. Hut ab und fünf Sterne, weil ich leider nicht mehr vergeben kann.
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am 16. April 2007
Ich habe beide Teile hintereinander gelesen und muss sagen, dass der zweite Teil dem Ersten in nichts nachsteht. Die Geschichte um Mo, Meggie, Resa, Staubfinger und Farid geht super spannend weiter.

Nachdem Sie es geschafft hatten sich aus Capricorns Gefangenschaft zu befreien, leben Sie alle bei Elinor - bis auf Staubfinger und Farid. Doch eines Tages steht Farid vor der Tür und berichtet, dass Staubfinger "zurückgelesen" wurde. Meggie fesselt die Tintenwelt noch viel mehr seitdem Resa ihr so viel davon erzählt - Mo sieht das natürlich gar nicht gerne, denn die Angst als nächstes seine Tochter Meggie an die Tintenwelt zu verlieren macht ihm zu schaffen. Nach langem bitten und Flehen machen sich auch Meggie und Farid "auf in die Tintenwelt". Und sofort beginnt ein neues spannendes Abenteuer doch diesmal nicht hier sondern in der Tintenwelt. Mehrere Geschichten einen und treffen sich hier und wollen gelöst und erlebt werden. Keine der geliebten Charaktere kommt dabei zu kurz. Das Ende bleibt offen und ich kann es kaum erwarten das endlich der dritte Teil erscheint.

Auch Tintenblut ist spannend und mitreißend geschrieben und man kann nahtlos an den ersten Teil anknüpfen. Ich persönlich finde den zweiten Teil sogar noch ein bisschen besser als den Ersten, weil man in die Tintenwelt entführt wird von der man in Tintenherz so viel hört. Die Detailliebe und absolut durchdachte Tintenwelt biergt Abenteuer für unsere Helden die einen einfach packen müssen! Das offene Ende macht Lust auf mehr und man kann wirklich überhaupt nicht vorhersehen wie es wohl ausgehen wird.

Diese Reihe ist einfach nur zu empfehlen für Menschen die ihrer Fantasie gerne freien Lauf lassen bzw. gerne in andere Welten entführt werden und spannende sowie liebevolle Geschichten lieben!
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TOP 500 REZENSENTam 7. Dezember 2006
Inhalt
*****
Man muss Tintenherz gelesen haben bevor man dieses Buch liest, um die Gefühle und Handlungen der Figuren zu verstehen.
Staubfinger hat endlich jemanden gefunden, der ihn zurück in Tintenherz liest. Farid möchte er mitnehmen aber Orpheus der Leser hat andere Pläne und liest nur Staubfinger hinein. Farid kann und will nicht ohne Staubfinger leben und überredet Meggie ihn in Tintenherz zu lesen (mit Hilfe von Orpheus Worten, die Farid ihm entwendet hat). Meggie die durch ihre Mutter so viel von Tintenherz gehört hat, möchte selbst diese Welt sehen und geht mit ihm. Mo und Resa werden von Orpheus ins Buch gelesen, auf Befehl von Mortola, die erst Meggie und dann Mo töten will.
Von diesem Zeitpunkt an gibt es zwei Handlungsstränge und ab und zu kommt auch noch kurz die Handlung in die Reele Welt zurück, da Orpheus selbst gern nach Tintenherz möchte, es aber nicht schafft sich selbst hinein zu lesen. Er bleibt im Haus von Meggies Großtante zurück und hält diese zusammen mit einer weiteren Figur aus dem ersten Band gefangen. Die beiden Haupthandlungsstränge sind zum einen Meggies Erfahrungen in der Tintenwelt und dann wieder Mos Seite von Tintenherz. Meggie sucht mit Farid Fenoglio auf und findet Staubfinger. In der Abwesenheit von Staubfinger ist viel passiert in Tintenherz. Da wo Fenoglio seine Geschichte beendet hat, hat sie nicht aufgehört, sondern sich eigenständig weiter entwickelt. In eine Richtung, die Feoglio nicht gefällt! Mit Meggie kann er die Handlung nun ändern, da sie mit ihrer Stimme seine Worte zum Leben erwecken kann.
Mo wird von Mortola angeschossen und kämpft mit dem Tod. Resa weicht nicht von seiner Seite. Sie werden von den Spielleuten aufgenommen aber schnell stellt sich heraus das alle Mo für den Eichelhäher halten. Der Eichelhäher ist eine Figur ähnlich wie Robin Hood und wird vom Natternkopf (der Fürst der Nachtburg) gesucht, der ihn hängen will. Bald wird ihr Versteck verraten und Mo und Resa und einige andere werden gefangen genommen und auf die Nachburg gebracht. Mittlerweile hat Meggie davon gehört, dass auch Resa und Mo in Tinten erz sind und macht sich auf die Suche nach ihnen. Staubfinger und Farid begleiten sie. Wie sie es schaffen die Gefangenen zu befreien und wer ihnen alles dabei hilft, solltet ihr selbst lesen, sonst wird es langweilig für euch. Es passieren sehr viele Dinge auf dem Weg zur Nachtburg und auf der Nachburg. Aber um nicht die ganze Spannung herauszunehmen, höre ich jetzt mit der Beschreibung auf.

Geeignet für welche Altersgruppe
****************************
Das Buch wird ab 12 Jahren empfohlen. Ich finde dies allerdings etwas gewagt. Das Buch ist sehr düster für ein Kinderbuch und sollte meiner Meinung nach nicht von einer/m 12 Jährigen/m allein gelesen werden. Wenn man es gemeinsam mit seinem Kind liest, kann man es sicher auch ab 10 Jahren empfehlen aber für Kinder die allein lesen sollte es erst mit 14 Jahren gelesen werden. Es passieren mehrere Morde und das ganze Buch ist an sich sehr düster und bedrückend. Der Schreibstil von Cornelia Funke vermittelt einem das Gefühl unmittelbar in der Handlung zu sein und daher könnte dies für 12 Jährige sehr belastend sein, wenn kein Erwachsener mit ihnen dies gemeinsam erlebt.
Absolut empfehlenswert, wenn nicht sogar ein absolutes MUß, ist diese Buch für Erwachsene, die gern Jugendbücher lesen. Dieses Buch reißt einen förmlich mit sich!

Positiv
******
+ super Schreibstil, der einen in die Handlung hineinsaugt
+ interessante Charaktere
+ liebenwerte Charaktere
+ sehr emotional
+ Spannung wird immer gehalten
+ sehr abwechslungsreich durch unterschiedliche Schauplätze
+ viele interessante Fantasyfiguren

Negativ
*******
- etwas zu düster und grausam für 12 Jährige

Meine Meinung
*************
Tintenblut (und auch Tintenherz) ist eines meiner Lieblingsbücher. Es hat meine Einstellung zu Büchern grundlegend geändert. Es gibt einem ein völlig neues Verständnis von Büchern. Sehr empfehlenswert.
Man fühlt sich völlig in die Geschichte verwoben, mittendrin. Man geht mit den Figuren durch die Gänge der Nachtburg, ist mit ihnen im Lager der Spielleute, liegt mit den Räubern im Gebüsch, die Sachen völlig durchnässt'. Man fühlt mit den Charakteren. Das Buch ist düster und vor allem das Ende ist bedrückend. Es gibt kein Happy End. Eigentlich gibt es gar kein Ende, weil das Ende ein neuer Anfang ist. Also heißt es auf das dritte und damit letzte Buch warten.
Es ist ein schönes Fantasybuch für Jugendliche. Viele interessante Wesen aber auch viele interessante Personen sind im Buch zu finden.
Neben der allgemein sehr düsteren Stimmung, hat das Buch auch viel Liebe zu bieten.
Vor allem Erwachsenen, die gern Jugendbücher lesen, möchte ich dieses Buch empfehlen. Für Jugendliche ist es ebenfalls ein tolles Buch, wenn sie Fantasy mögen.
Man sollte aber unbedingt den ersten Teil der Trilogie gelesen haben, bevor man sich diesem Buch widmet. Wenn ich beide Teile vergleiche, ist Tintenblut noch besser als Tintenherz (1. Teil). Also probiert es selbst aus. Viel Spaß beim Lesen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 23. September 2005
Während in Teil 1 (Tintenherz) diverse Figuren aus dem gleichnamigen Buch in die unsere, "reale Welt" kamen, ist Protagonistin Meggie nun wie versessen darauf, in die "Tintenwelt" des Buches einzudringen.
Tintenblut spielt also diesmal in der Fantasy-Welt des Buches "Tintenherz", welches Fenoglio geschaffen hat. Die beschriebene Welt hat mich etwas an das Herr-der-Ringe-Universum erinnert, was ja schon mal gut ist. Zudem verfügt es über eine größere Tiefe als "Tintenherz", da nun ca 50 neue Charaktere zu den bisher bekannten hinzukommen, was aber auch teils etwas verwirrend ist. Wer Tintenblut lesen will, muss unbedingt Tintenherz gelesen haben, soviel steht jedenfalls fest.
Ich persönlich fand, dass sich der mittlere Teil des Buchs etwas zieht, sprich die Spannung kommt abhanden. Anstatt dass die Handlung vorangeht, kommen immer mehr und mehr neue Personen hinzu. Meggie und Mo sind getrennt, die meisten aus Tintenherz bekannten Charaktere haben nur noch eine Nebenrolle (Mo, Resa, Elinor, Basta...) Im Zentrum stehen jetzt Meggie und Fenoglio sowie Staubfinger und Farrid. Auch die in "Tintenherz" hochgepriesene Liebe zu Büchern im Allgemeinen und das Herein/Herauslesen in und aus Büchern spielen nur noch untergeordnete Rollen.
Die Handlung ist nicht mehr ganz kindgerecht wie im ersten Buch, sondern entwickelt eine eher traurige, düstere, teils blutige Atmosphäre.
Sehr schön finde ich, dass die Idee aus dem ersten Buch, nämlich jedes Kapitel mit einem passenden Auszug aus einem bekannten Kinderbuch zu beginnen, fortgeführt wurde.
Fazit: Das Buch ist etwas lang, man muss sich schon im mittleren Teil etwas zwingen, weiterzulesen, die Handlung stockt, dafür wurde hier eine riesige Fantasy-Welt erschaffen. Es lohnt sich auf jeden Fall, das Buch zu lesen, auch wenn der Spannungsgrad von "Tintenherz" nicht mehr ganz erreicht wird.
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am 11. März 2006
... und ich finde, die Fortsetzung ist fantastisch.
Es sind Monate vergangen, seit den Geschehnissen aus Tintenherz. Meggie und ihre Eltern leben bei Elinor und Staubfinger findet endlich einen Vorleser, der ihn zurück in die Tintenwelt liest - ohne Farid. Dieser bittet Meggie um Hilfe,da er Staubfinger in Gefahr glaubt und gemeinsam gelangen Sie ebenfalls in die Tintenwelt. Als Meggies Eltern ihren Abschiedsbrief finden, sind sie verzweifelt, aber dann überstürzen sich die Ereignisse und während Meggie und Farid nach Staubfinger suchen, sehen sich auch ihre Eltern und Elinor Gefahren gegenüber...
Ich will nicht zuviel verraten. Tintenblut ist ein toller Nachfolger eines genialen Buches geworden. Es ist auf jeden Fall gut, erst Tintenherz zu lesen, bevor man sich in die Tintenwelt wagt und ich kann den dritten Teil kaum erwarten.
Dass ich nicht 5 Sterne vergeben habe, liegt daran, dass ich in der Mitte dieses, zugegebenermassen dicken und damit einschüchternen, Buches, das Gefühl hatte, dass irgendwie der Fluss verloren ging. Die Geschichte hatte leichte "Hänger", die sich erst im letzten Drittel wieder verloren.
Im Nachhinein betrachtet ist Tintenblut aber ein wundervolles Buch nicht nur für Kinder und Jugendliche und Cornelia Funke eine tolle Erzählerin. Ich werde mehr von ihr lesen.
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am 24. Januar 2008
Nachdem also in "Tintenherz" viel gefangengenommen, eingesperrt und wieder befreit wird, ist in "Tintenblut" alles etwas anders: wir befinden uns in der Tintenwelt und sehr vielschichtig werden Charaktere, Plätze und Besonderheiten beschrieben, fast schon beiläufig und somit schnell erfassbar. Was der Geschichte auch gut tut, ist der Wechsel in den Kapiteln zwischen den verschiedenen kleinen Handlungen, so dass ein gut lesbarer Rhythmus entsteht. Einziger nerviger Punkt: der inflationäre Gebrauch des Wortes "lecken"... Ist es bei Staubfinger noch so, dass seine Flammen irgendwo dran lecken, so tut es hier fast alles, die Brandung leckt, der Regen leckt, die Flammen sowieso, ein bißchen zu viel des Guten. Dass hier und da vom Hängen, vom Töten und von Gemetzel geschrieben wird, mag zwar nichts für zartere Leser sein, aber wer sich die Nachrichten ansieht, wird kaum etwas Anderes zu hören bekommen, insofern ist die Tintenwelt wohl keinen Hauch besser als die reale Welt in dieser Hinsicht.
Man hat das Buch also recht schnell gelesen, alles wurde sehr bildhaft in Szene gesetzt und nun wartet man auf "Tintentod", in der - so sicher wie das Amen in der Kirche - Staubfinger wieder mit dabei sein darf. Wenn der dritte Teil so flüssig gerät wie dieser zweite, kann ja nichts mehr schief gehen - außer es wird wieder zu viel "geleckt"...
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am 18. November 2011
Inhalt:

Die Geschichte um Zauberzunge, seiner magischen Tochter und seiner endlich wiedergefundenen Frau geht weiter.
Etwa ein Jahr, nachdem sie die Welt vor Capricorn und dem Schatten gerettet haben, lässt die Geschichte Tintenherz Meggie nicht mehr los. Sie will sie sehen!
Und auch Staubfinger mit Anhang Farid will immernoch zurück, obwohl Mo sich weigert, ihn wieder in die Geschichte zu lesen.
Und überhaupt: Was ist aus Fenoglio geworden? Der ja am Ende des ersten Teiles in seine eigene Geschichte gelesen wurde?

Ein Großteil des zweiten Teiles der Tintenherz-Trilogie spielt in der sogenannten Tintenwelt selbst.

Meinung:

Ich muss zugeben, teilweise fand ich die Geschichte voraussehbar und wenig originell, obwohl die Grundidee meines Wissens ja wirklich einzigartig ist.
Es gibt viel zu lachen und auch was zum weinen. Ich hab mich auch aufgeregt, aber das liegt wohl an meinem Temperament. Ich werde den dritten Teil auf jeden Fall lesen, aber wenn der nicht alles total rausreißt, kaufe ich sie mir nicht.

Fazit:

Besser als der erste aber immer noch nicht der Reißer.

Merlinsdaughter von Mexxbooks
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am 10. September 2005
Ja, ich habe es schon gelesen, aber was soll man da sagen? Sie denken jetzt: Oh, das hört sich aber nicht so gut an! Ich kann sie beruhigen, Tintenblut ist gut, aber eben anders. Und blutiger als gewohnt.
Wer vielleicht schon den Klappentext gelesen hat oder sonst wie an Informationen kommt, hat gelesen, dass es anfänglich um einen Abschiedsbrief von Meggie geht, und ja, Meggie verabschiedet sich - mehr soll nicht verraten werden! Nun geht die Geschichte erst richtig los, und für mich war es anfänglich ungewohnt schwer, richtig abtauchen zu können, was sonst bei Büchern von Frau Funke eigentlich sehr sehr einfach ist. Es stürzen eine Fülle von neuen Charakteren über den Leser her, eine neue Welt und viele viele Informationen. Ich kam mir sehr vor den Kopf gestoßen vor. Ist man dann nach gut 200 Seiten einmal drin (zum Glück ist das Buch sehr dick!) läuft die Geschichte, doch sie ist blutiger und brutaler als das, was man von Frau Funke gewohnt ist. Sehr schön läuft in Tintenblut dann auch endlich der Wechsel zwischen den einzelnen Charakteren, bzw. Gruppen. Die Geschichte ist nicht mehr nur an einen Ort gebunden, sondern läuft auf verschiedenen Ebenen, was eine völlig neue Struktur und Form von Spannung mit sich bringt. Auch wenn es zwischenzeitlich nervenaufreibend ist, so lange bis zur Fortsetzung eines Kapitels zu warten!
Viele Figuren aus älteren Büchern tauchen auf, dass ist sehr schön, denn als fleißiger und wissender Leser kann man so an der einen oder anderen Stelle schmunzeln. Lesen Sie dieses Buch, es ist gut, spannend, interessant, aber eben doch anders! Ich freue mich auf den dritten Teil und bin auf weitere Meinungen gespannt!
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am 25. Februar 2008
"Ich dachte, einer von euch hätte eine Idee, wo ihr doch unbedingt mitkommen wolltet."

- So spricht Staubfinger auf Seite 416 zu Meggie und Farid. Ich kann mir nicht helfen - ich empfand das als ehrlichen Verzweiflungsruf einer Hauptfigur an direkt an mich, die ich nun mal unbedingt mitkommen wollte in die Tintenwelt...
Und ich befürchte, hier zitierte er auch wörtlich die Autorin Cornelia Funke. In einem Zeitungsinterview erklärte sie, daß sie im Schreibprozeß zu Tintenwelt III auch nach 450 Seiten noch keinen festen Ausgang im Kopf gehabt habe. Sie ließe die Geschichte fließen und ihre Figuren selbst ihre Entscheidungen treffen... (Die Zeit, 15.09.2005)
Und wieso soll es bei Teil II anders gewesen sein... Zumindest würde das einiges erklären.

Allen Tintenblut-Lobeshymnen und meiner eigenen Begeisterung über den ersten Teil der Triologie zum Trotz kann ich für diese Fortsetzung keine reine Begeisterung empfinden. Im Gegenteil, recht häufig stellte sich eine recht starke Entgeisterung ein.

Dabei bietet auch "Tintenblut" wieder viel Zauberhaftes, Phantasiestarkes, Magisches.

Meggie kann ihre Neugier nicht mehr ertragen: Sie will unbedingt die Welt kennenlernen, in der ihre Mutter so viele Jahre lebte und von der sie immer wieder so Wunderbares erzählt. Als Staubfinger sich von einem zwielichtigen, jungen Lesekünstler mit dem schönen Namen Orpheus zurücklesen läßt, scheint sich für sie eine Tür zur Tintenwelt zu öffnen: Der in der realen Welt zurückgebliebene Farid bringt ihr den Text, mit dem Orpheus Staubfinger helfen konnte. Das Wunder gelingt: Meggie liest sich und Farid in das wunderbar-schreckliche Land der Feen, Kobolde und Feuerkünstler.

Aber da sind auch noch Basta und Capricorns Mutter Motorla, voller Rachsucht und finsterer Pläne: Sie wollen sich samt Mo und den Seinen von Orpheus "rüberlesen" lassen, um letztere dort vor Capricorn (der in der anderen Welt ja noch leben könnte) rituell zu ermorden.
Orpheus, der sich mit Höllenhund und anderen finsteren Gestalten bei Elinor einnistet, liest wunschgemäß Meggies Eltern, Motorla und Basta rüber in Capricorns Festung. Elinor und den glücklosen Zauberleser Darius nimmt er gefangen. OrpheusŽTraum: Selbst eintauchen zu können in seine Tinten-Lieblingswelt... Aber bisher ist das nur Meggie gelungen.

Als Motorla es akzeptieren muß, daß ihr Sohn auch in der Heimat nicht mehr lebt, schießt sie auf Mo und verletzt ihn schwer. Sie und Basta schließen sich nun dem nächsten schwarzen Herrscher, Natternkopf, an. Resa, die in dieser Welt ihre Stimme wieder hat, kämpft um MoŽs Leben.

Meggie und Farid treffen wieder auf Staubfinger und Fenoglio. Neben der ursprünglichen Absicht, Staubfinger vor Basta und dessen Rückkehr zu warnen, rückt Natternkopf immer mehr ins Zentrum ihrer Aufmerksamkeit. Denn in der Tintenwelt hat sich die Balance zwischen Gut und Böse unheilvoll verschoben in all den Jahren: Der gute Fürstensohn Cosimo, auf dem alle Hoffnungen lagen, ist umgekommen. Sein Vater, der Speckfürst, erstarrt in Trauer erholt sich nie wieder von seinem Kummer. Mehr und mehr bekommt der Herrscher "der anderen Seite des Waldes", Natternkopf, an Macht...
So war es von Fengolio nicht geplant! Er schwankt zwischen Allmachtsphantasien (ist der doch der geistige Schöpfer von "Tintenherz") und Fassungslosigkeit, wie seine eigene Geschichte ihm entgleitet. Sein Versuch, eine perfekte Kopie des gewünschten guten Herrschers Cosimo zu erfinden und von Meggie herbeilesen zu lassen, damit er Natternkopf die Schranken weist, endet in einer Katastrophe...

Soviel zum Inhalt. Es gibt viele wunderbare Ideen: So ist das Bild eines Autors in Gott-ähnlicher Position, den seine Schöpfung mehr und mehr überfordert, durchaus faszinierend. Auch die phantasiebunten Wortgirlanden Cornelia Funkes bestechen immer wieder.

Aber über lange Strecken herrscht frappierende Orientierungslosigkeit, womit ich beim Anfang meines Textes bin, bei der Offenheits-Aussage der Autorin im ZEIT-Interview. Manchmal scheinen nicht nur die Figuren, sondern auch die Schöpferin ratlos. Und das ist in seiner Wirkung fatal.

So werde ich über zahllose Seiten hinweg das Gefühl nicht los, daß Cornelia Funke ihrer eigenen Geschichte, ihren Figuren nicht mehr vertraut. Funke betätigt sich mehr und mehr als Mitteilerin, Informantin, Erklärerin, als könnten ihre Figuren sich nicht glaubhaft selbst transportieren in ihrem Erleben, Fühlen und Handeln. Als wäre der Leser unfähig, eigene Bilder und Gefühle zu entwickeln. Und damit wird das Mitgehen des Lesers, der Fluß der Geschichte immer und immer wieder blockiert.

Ein Beispiel: Meggies Entschluß, in die Tintenwelt zu gehen. Cornelia Funke schlägt diese spannende Entwicklung tot mit Beschreibung von Meggies Befürchtungen, Skrupeln und Emotionen. So sehr, daß ihre letztendliche Aktion, sich wirklich rüberzulesen, fragwürdig erscheint. Als müsse so viel wie möglich zeitgleich plausibel aufgezeigt werden, wird in einem Atemzug Meggies tiefe Sehnsucht nach der Feenwelt, ihre Angst, ihr schlechtes Gewissen vor Mo, ihr Schmerz, Mo und Resa so weh zu tun, ihre ambivalenten Gefühle zu Farid, ihre Sorge um Staubfinger und was weiß ich nicht noch alles thematisiert.
Bis sie sich dann endlich...

Und kaum dort angekommen, ist es dem Leser auch nicht vergönnt, diesen Ortswechsel emotional mitzuerleben. Denn schlagartig quälen Meggie Angst und Heimweh...

Bei Michael Endes "Unendlicher Geschichte" lebt der Weltenwechsel von der reinen, faszinierten Neugier Bastians. Auch er denkt mal an den Vater, bevor er das Zauberwort spricht und nach Phantasia wechselt - aber nach gefaßtem Entschluß nimmt er die neue Situation erstmal staunend wahr.

Meggie läßt mich nicht staunen, sondern verwickelt mich sofort in Gewissensnöte und Angst.

A pro pos Angst: Dieses Wort erscheint inflationär oft in diesem Band. Das fiel mir dermaßen auf, daß ich mal mitzählte. In der Phase kam ich als Höhepunkt auf 9x pro Seite. Das irritiert bei einer Wortkünstlerin wie Funke. Ständig Angst. Staubfinder hat Angst vor dem Wiesel Gwinn (der soll seinen Tod verursachen), Natternkopf hat Angst vorm Tod, Farid hat Angst um Staubfinger, Meggie um Mo, Mo um Meggie und Resa, Resa um Meggie und Mo, Basta vor Feuer, Fenoglio vor wasauchimmer, und alle vor der Nachtburg. Auch hier vertraut Funke der eigenen Wortmagie nicht, indem sie ständig ausspricht, statt entstehen zu lassen.

Ebenso frappierend der Umgang mit dem zarten Thema "erste Liebe". Die Metaphernkünstlerin, Frau Funke, trampelt dermaßen roh drauf herum, als würden diese sensiblen Triebe nur im grellsten Scheinwerferlicht erkennbar. Ernüchternd unsensibel knallen Staubfinger (vor Farid) und Fenoglio (vor Meggie) ihre Beobachtungen ins Geschehen.
Überhaupt: Die Liebe. Daß Meggie und Mo sich lieben, ist seit Teil 1 klar. Dennoch muß es auch im zweiten Teil immer wieder ausdrücklich betont werden... Das geht auch anders!

Weiterhin Lesefluß-Hemmend waren für mich die Lücken im Gemeinschaftserleben der Hauptfiguren. Manches hätte ich als Leserin gerne miterlebt.
So wird zu Anfang ein Meggie-Mo-Konflikt beschrieben, weil Meggie so in Mutterns Tintenwelt-Erinnerungen versinkt und Mo zunehmend gereizt reagiert, hat er doch in diese Welt schon mal 10 Jahre lang seine Frau verloren.
Was konkret Meggie so fasziniert, wird dem Leser vorenthalten. Zwischendurch erfährt man schlagwortartig, wenn Meggie im neuen Land irgendetwas sieht, wie oft Resa Meggie DAVON erzählt hat... Von Düften, Feen, Kobolden, Vogelstimmen... Und daraus soll sich dann rückwirkend Meggies Sehnsucht nach dieser Welt erklären.

Warum nun diese innige Mutter-Tochter-Annäherung und das Erschließen des Wunderbaren dieser Phantasiewelt unter totalem Ausschluß der Öffentlichkeit stattfinden mußte... ich verstehe es nicht! Da wäre ich gerne mitgenommen worden!

So werden mir nur Schlagworte wie "Da gibt es Feen, Kobolde, himmelhohe Bäume" entgegengeschleudert, als wäre das bereits Grund genug für ein tiefes Schwärmen. Zumal diese Fabelwesen bis auf wenige Momente völlig behauptet bleiben.

Auch bei Lindgrens "Ronja Räubertochter" gibt es im Wald Wilddruden, Rumpelwichte und Gnome. Aber sie werden nicht behauptet, sondern erhalten ein Eigenleben. Ähnlich wie bei Rowling die Fabelwesen oder bei Ende die Phantasiegestalten.

Bei Funke bleiben sie Staffage. Phantasie-Behauptungen.

Manchmal zeigt Funke, daß sie es ja auch anders kann. Wenn sie z.B. das Glasmännchen Rosenquarz beschreibt, das sie aber auch in seiner Idee verschenkt. (Dobby der Hauself bei Harry Potter war da sorgfältiger beschrieben.)

Und manchmal brilliert Funke so bezaubernd, berührend...

Die stärkste Szene ist für mich die, in der Staubfinger am Meer die Feindelemente Wasser und Feuer zu einer leidenschaftlich liebenden Fusion verbindet. Und es Farid lehrt, sich mithilfe dieser Kraft unsichtbar zu machen.
Die Feuerzaubereien, die sie Staubfinger und Farid vollbringen läßt, haben Magie und Kraft!

Auch das Bild, daß ein Buch seinen Leser in sich aufnimmt, man beim Neulesen sein damaliges ICH samt Gefühlen, Situationen und Gerüchen dort gespeichert findet, ist berückend!

Das Buch wäre genial, hätte Funke dieser ihrer Zauberkraft vertraut. Dann wäre manch Gewaltorgie, mancher Schock-Tod auch vermeidbar gewesen. Ich nehme zwar an, wir begegnen Staubfinder in Teil III wieder (wozu sonst das Herbeilesen des Dichterschülers in-spe Orpheus)... Aber gewisse Figuren sollte man in einem Kinderbuch nicht so gewaltsam sterben lassen! Trotz rührender Legenden... für den Sohn und so... Ich finde schon, man muß auch vor Kindern den Tod nicht tabuisieren. Aber bitte doch nicht so grob wie hier...

Bei der Sternenvergabe schwanke ich zwischen Minusgraden (manches war einfach unglaublich grobkörnig und zäh) und Höchstzahl für Faszinierendes. Ich wähle den mittleren Frostbereich, weil ich meine, DAS kann die Autorin besser! Ich hoffe auf Teil drei...
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