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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbares Hörerlebnis - nicht nur für Kinder!
Cornelia Funke ist eine großartige Geschichtenerzählerin mit einer sehr lebendigen, berührenden Sprache, die Rainer Strecker zurückhaltend und gleichzeitig fesselnd interpretiert. Das Buch Tintenherz erzielte nicht umsonst Rekordumsätze und wird demnächst in den USA verfilmt.

Die kleine Meggie lebt allein mit ihrem Vater Mo, dem...
Veröffentlicht am 23. Juli 2006 von Pixie

versus
28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein großes Rätsel ... ohne Antwort
Um ehrlich zu sein, kann auch ich die Aufregung um Tintenherz nicht ganz nachvollziehen. Ich erwarte nicht, dass ein Buch immer gleich alles umwälzt, revolutionär, neu und fürchterlich originell sein muss. Schon gar nicht bei einem Buch, dass die Magie von Geschichten beschwören will. Da muss man darauf gefasst sein, dass man es mit zahlreichen...
Veröffentlicht am 4. Dezember 2008 von Septimus


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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein großes Rätsel ... ohne Antwort, 4. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Tintenwelt 1: Tintenherz (Gebundene Ausgabe)
Um ehrlich zu sein, kann auch ich die Aufregung um Tintenherz nicht ganz nachvollziehen. Ich erwarte nicht, dass ein Buch immer gleich alles umwälzt, revolutionär, neu und fürchterlich originell sein muss. Schon gar nicht bei einem Buch, dass die Magie von Geschichten beschwören will. Da muss man darauf gefasst sein, dass man es mit zahlreichen Referenzen zu tun bekommt. Leider wird aber in diesem Buch nahezu überhaupt nichts beschworen. Twain, Tolkien oder Ende werden am Anfang jedes Kapitels zitiert und verweisen mal schlechter mal besser auf das, was uns im nächsten Kapitel erwartet. Das war es dann auch schon fast mit der Referenz.
Über die kaum vorhandene Handlung, die flachen Figuren (bis auf Elinor und Staubfinger), die grandiosen Logiklöcher und ein paar kleinere Fehler, bei denen Frau Funke offensichtlich ihre eigene Geschichte selbst nicht mehr überblickt hat, wurde bereits zu genüge referiert. Das will ich hier nicht noch einmal ausbreiten. Gut. Ist es eben doch eher ein Kinderbuch. Da darf auch alles noch etwas eindimensionaler sein. Was mich aber wirklich ärgert, ist der über weite Strecken unterirdische Schreibstil und die erzählerische Ungeschicklichkeit.
Frau Funke findet Bücher also toll. Das lässt sie uns mit unzähligen und streckenweise unsäglichen Vergleichen wissen. Das ist denn auch ihr liebstes Stilmittel: der Vergleich. Die zahlreichen 'als ob's und 'wie's machen das Buch allerdings eher schwülstig als schillernd. Für Metaphern oder andere Tropen, die Sprache ermöglichen würde, hat es ohnehin nicht mehr gereicht.
Des weiteren fällt der Text immer wieder durch schlechtes Deutsch auf. Wo, um Gottes Willen, war der Lektor? Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod, sage ich da nur.
Letztlich versetzt Funke ihrer Geschichte aber den Todesstoß mit ihrer ausgezeichneten Treffsicherheit, jede potentiell spannende Situation aufzuspüren und so glatt zu bügeln, dass nichts mehr davon übrig bleibt. Ein kleines Beispiel (Achtung Inhalt): Als Staubfinger aus der Gruft geflohen ist erfahren wir plötzlich, dass er sich in Bastas leer stehendem Haus eingerichtet hat. Dann folgt die Beschreibung, wie Staubfinger durch die dunklen Gassen geflohen ist. Es stellt sich keine Spannung ein. Warum? Ach ja richtig. Wir wissen ja längst, dass Staubfinger schon in Sicherheit ist. Diese merkwürdig ungeschickte Verdrehung von Handlungsabläufen macht Funke im letzten Drittel des Buches ständig.
Zu Beginn hatte ich wirklich Spaß an der Lektüre, habe wirklich gerätselt, auf was das Buch denn hinauslaufen wird, bis sich langsam gemerkt habe: es läuft auf überhaupt nichts heraus. Was will Capricorn eigentlich? Weshalb folgen ihm seine Männer? Haben Meggie und Mo auch ein Leben außer ihrer Liebe zu Büchern? Warum lebt Elinor so zurückgezogen? Man hat ständig das Gefühl, es gibt da eine große rätselhafte Vorgeschichte. Nun. Scheinbar nicht. Und wenn doch, dann bekommt man hierzu in diesem Band jedenfalls keine befriedigenden Einsichten. Und das ungelenke Finale, dass seitenweise vorbereitet und selbst in knapp einer Seite abgefrühstückt wird, verstehe dann ohnehin, wer will.

Zu allem Überfluss geht das ganze Konzept irgendwie nach hinten los. Bücher eröffnen uns eine neue, magische Welt, will Funke sagen, und damit hat sie recht. Tintenherz sagt uns aber, dass wir davon ausschließlich Mord und Totschlag haben. Von der Magie, die das Reich der Fantasie in unsere Welt bringen kann, spürt man dagegen relativ wenig. Alles was zu uns herüber gelesen wird macht, oder hat, so massive Schwierigkeiten, dass man hin und wieder eher auf den Gedanken kommt, das Lesen besser zu lassen, als die wunderbare Macht der Literatur zu feiern.
Dieses Thema ist eigentlich großartig. Ich will das Buch irgendwie mögen. Ich will es so sehr, dass ich der Tintenwelt wohl noch eine Chance gebe und auch den zweiten Band lesen werde und selbst für diesen ersten Band ein bis zwei Augen zudrücke. Dennoch kann ich Tintenherz beim besten Willen nicht besser als durchschnittlich bewerten. Die erste Hälfte machte wirklich Lust auf so viel mehr. Leider kam in der zweiten Hälfte einfach nichts mehr hinterher. Ich will einfach hoffen, dass Tintenherz sich als der Prolog für die Tintenwelt herausstellt, als der es sich anfühlt und sich in den folgenden Bänden wenigstens die Frage beantwortet, worum es denn eigentlich in diesem Buch im Buch geht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbares Hörerlebnis - nicht nur für Kinder!, 23. Juli 2006
Von 
Pixie (Dortmund, Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Cornelia Funke ist eine großartige Geschichtenerzählerin mit einer sehr lebendigen, berührenden Sprache, die Rainer Strecker zurückhaltend und gleichzeitig fesselnd interpretiert. Das Buch Tintenherz erzielte nicht umsonst Rekordumsätze und wird demnächst in den USA verfilmt.

Die kleine Meggie lebt allein mit ihrem Vater Mo, dem Buchrestaurator. Die Liebe zu Büchern und Geschichten hat sie von ihm geerbt. In einer Regennacht steht ein Fremder vor der Tür - Staubfänger heißt der seltsame Mann, mit dessen Auftauchen das große Abenteuer beginnt. Mo, so stellt sich heraus, hat eine besondere Begabung: er kann, wenn er Bücher vorliest, Personen und Gegenstände herauslesen. Was und wen, darauf hat er keinen Einfluss. Und so hat er nicht nur Staubfänger aus einem Buch herausgelesen, sondern auch einen wirklich bösen Schurken, dessen Herz so schwarz ist wie Tinte: Capricorn.

Staubfänger möchte wieder in seine Welt zurückkehren, Capricorn will, dass Mo ihm Schätze und Verbündete aus Büchern herausliest. So entwickelt sich eine spannende Geschichte mit sorfältig beschriebenen Charakteren. Mut, Verzweiflung, Liebe und abgrundtiefe Bosheit: Cornelia Funke schreibt mitreißend, spannend - nie langweilig. Eine von den Geschichten, bei denen man wissen möchte, wie es weiter geht und enttäuscht ist, wenn sie zu Ende ist.

Dieses Hörbuch hat ein hohes Suchtpotenzial. Das einzige, was wirklich nervt, sind die zwischen die Kapitel geschnittenen Musikstücke. Man will wissen, wie es weiter geht und nicht irgendwelchen sphärischen Klängen lauschen. Aber dafür gibt es ja die "Skip-Taste".
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125 von 147 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fazinierend, 5. November 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Tintenwelt 1: Tintenherz (Gebundene Ausgabe)
Die kleine Meggie lebt mir ihrem Vater Mo in einem kleinen Häuschen voller Bücher. Mo verdient sein Geld als Buchrestaurateur und vererbte seiner Tochter schon früh die Liebe zu Büchern. Über ihre Mutter weiß das Mädchen so gut wie nichts, denn sie verschwand vor neun Jahren und Mo erzählt nicht viel darüber. Als eines nachts der unheimliche Fremde auftaucht, einen gehörnten Marder im Rucksack und von Mo "Staubfinger" genannt, bekommt Meggie es zum ersten Mal in ihrem Leben mit der Angst zu tun. Anscheinend berechtigt, denn am nächsten Morgen will sich Mo mit ihr von Staubfinger unerkannt zu Meggies Tante Elinor aufmachen. Doch der Fremde lässt sich nicht abschütteln und Meggie versucht verzweifelt herauszufinden, was gerade geschieht und wer sowohl Staubfinger, als auch der ominöse Capricorn, über den sich die Erwachsenen unterhalten, sind. Doch Mo will Meggie vor zu viel Wissen beschützen und so bittet er Elinor ein Buch in ihrer gigantischen Bibliothek zu verstecken, das das Rätsel vielleicht lösen könnte. Tatsächlich ist "Tintenherz" das Buch, das die Geschichte von Staubfinger und Capricorn erzählt. Capricorn mit einem Herzen, das so schwarz ist wie Tinte. Und nicht nur Staubfinger hat es in unsere Welt verschlagen.
"Tintenherz" ist ein Buch, in dem man sich gleich zu Anfang verlieren kann, in dessen Schönheit man versinkt und von dessen Figuren man nachts träumt.
Man merkt es dem Buch am Schluss etwas an, dass es als Trilogie ausgerichtet ist. Zwar hat "Tintenherz" einen durchaus passablen Schluss, doch das Gefühl, dass etwas fehlt, bleibt bestehen. Cornelia Funkes Buch besticht aber vor allem durch die wirklich bezaubernde Sprache und der Phantasiewelt in die man ein taucht. In Kombination mit neuen Freundschaften aber auch Feindschaften, Liebe, Zusammenhalt und nicht zu vergessen die Familie, die in dem Buch angesprochen werden, werden Themen für Kinder auf eine sehr schöne Art näher gebracht. Durch seine verständlich geschriebene Sprache ist „Tintenherz sehr einfach und verständlich geschrieben, deshalb eignet sich das Buch für die jüngsten Lesern im Alter ab 11 Jahren.
Vergleiche mit Harry Potter bleiben natürlich wie so oft nicht aus. Doch mit Harry Potter hat "Tintenherz" nichts gemeinsam außer der Tatsache, dass es sich in beiden Fällen um Kinder/Jugendbücher handelt. Für eine deutsche Autorin jedenfalls hat Cornelia Funke im Ausland bisher ganz beachtlichen Erfolg. Man mag sich streiten, welches Buch, Harry Potter oder Tintenherz, nun besser oder schlechter ist. Ein Urteil darüber möchte ich nicht fällen, da beide auf ihre ganz besondere Art faszinierend sind.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traumhaftes Hörbuch, besonders für Erwachsene, 21. April 2006
Super - absolut tolles Hörbuch, welches einen sofort in den Bann zieht und einen nicht mehr weg lässt. Der Sprecher ist auch klasse, tolle Stimme und Betonung - er fällt noch nicht mal sonderlich auf, was ich gut finde, da steht echt die Geschichte von Maggie und Mo im Vordergrund. Auch die kurzen Musikbreaks zwischen den Kapiteln sind wunderschön und nehmen einen mit auf die Reise ins nächste Kapitel.

Auf jeden Fall auch die ungekürzte Version hören - das Buch ist NULL langatmig und da darf keine Einzelheit fehlen, finde ich. Es gibt ja auch Bücher, die als Hörbuch nicht so geeignet sind -dieses hier ist es in jedem Fall! []
Für Erwachsene in jedem Fall ein Pflichtbuch!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine fazinierdene Phantasiewelt, 5. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Tintenwelt 1: Tintenherz (Gebundene Ausgabe)
Die kleine Meggie lebt mir ihrem Vater Mo in einem kleinen Häuschen voller Bücher. Mo verdient sein Geld als Buchrestaurateur und vererbte seiner Tochter schon früh die Liebe zu Büchern. Über ihre Mutter weiß das Mädchen so gut wie nichts, denn sie verschwand vor neun Jahren und Mo erzählt nicht viel darüber. Als eines nachts der unheimliche Fremde auftaucht, einen gehörnten Marder im Rucksack und von Mo "Staubfinger" genannt, bekommt Meggie es zum ersten Mal in ihrem Leben mit der Angst zu tun. Anscheinend berechtigt, denn am nächsten Morgen will sich Mo mit ihr von Staubfinger unerkannt zu Meggies Tante Elinor aufmachen. Doch der Fremde lässt sich nicht abschütteln und Meggie versucht verzweifelt herauszufinden, was gerade geschieht und wer sowohl Staubfinger, als auch der ominöse Capricorn, über den sich die Erwachsenen unterhalten, sind. Doch Mo will Meggie vor zu viel Wissen beschützen und so bittet er Elinor ein Buch in ihrer gigantischen Bibliothek zu verstecken, das das Rätsel vielleicht lösen könnte. Tatsächlich ist "Tintenherz" das Buch, das die Geschichte von Staubfinger und Capricorn erzählt. Capricorn mit einem Herzen, das so schwarz ist wie Tinte. Und nicht nur Staubfinger hat es in unsere Welt verschlagen.
"Tintenherz" ist ein Buch, in dem man sich gleich zu Anfang verlieren kann, in dessen Schönheit man versinkt und von dessen Figuren man nachts träumt.
Man merkt es dem Buch am Schluss etwas an, dass es als Trilogie ausgerichtet ist. Zwar hat "Tintenherz" einen durchaus passablen Schluss, doch das Gefühl, dass etwas fehlt, bleibt bestehen. Cornelia Funkes Buch besticht aber vor allem durch die wirklich bezaubernde Sprache und der Phantasiewelt in die man ein taucht. In Kombination mit neuen Freundschaften aber auch Feindschaften, Liebe, Zusammenhalt und nicht zu vergessen die Familie, die in dem Buch angesprochen werden, werden Themen für Kinder auf eine sehr schöne Art näher gebracht. Durch seine verständlich geschriebene Sprache ist „Tintenherz sehr einfach und verständlich geschrieben, deshalb eignet sich das Buch für die jüngsten Lesern im Alter ab 11 Jahren.
Vergleiche mit Harry Potter bleiben natürlich wie so oft nicht aus. Doch mit Harry Potter hat "Tintenherz" nichts gemeinsam außer der Tatsache, dass es sich in beiden Fällen um Kinder/Jugendbücher handelt. Für eine deutsche Autorin jedenfalls hat Cornelia Funke im Ausland bisher ganz beachtlichen Erfolg. Man mag sich streiten, welches Buch, Harry Potter oder Tintenherz, nun besser oder schlechter ist. Ein Urteil darüber möchte ich nicht fällen, da beide auf ihre ganz besondere Art faszinierend sind.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Faszinierendes Jugendbuch, 9. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Tintenwelt 1: Tintenherz (Gebundene Ausgabe)
Tintenherz ist die Geschichte von Meggie und ihrem Vater, dem Buchbinder. Meggie scheint ein ganz normales Maedchen zu sein, und der Vater ein normaler Vater, doch alles aendert sich, als Staubfinger auftaucht, der seltsame Fremde, der ihren Vater "Zauberzunge" nennt und der einen Marder bei sich hat, auf dessen Kopf Meggie zwei Hoerner entdeckt,... Meggie, ihr Vater und Tante Elinor muessen sich bald auf eine Reise machen und viele Abenteuer bestehen. Im Kampf gegen Capricorn, den dunklen Boesen, der eine ganze Bande dunkler Krieger um sich schart, wird Meggie erkennen, das ihr Vater dafuer verantwortlich ist, dass Capricorn existiert: er hat ihn einst aus einem Buch herausgelesen! Aus einem Buch, das den Titel "Tintenherz" trug. An jenem Tag, an dem auch Meggies Mutter verschwunden ist...
Eine Suche beginnt, nach dem Autor von "Tintenherz", nach Meggies Mutter und danach, wie man Capricorn und seine Maenner in ihre Welt zurueckbringen kann. Ein spannendes Abenteuer, das den Leser von der ersten zur letzten Seite fesselt.
Trotz aller Begeisterung moechte ich aber einwenden, dass ich dieses Buch ausdruecklich nicht fuer ein Kinderbuch halte. Es gehoert eher in die Linie der spannenden Hohlbein-Buecher und ist, meiner Meinung nach, fuer Jugendliche ab 12 oder 13 Jahren geeignet. Fuer kleinere Kinder ist das Buch zu duester. Die Gewalt, die darin vorkommt, ist zu deutlich veranschaulicht. Wenn, wie im Maerchen von Haensel und Gretel, die boese Hexe am Ende in den Ofen gesteckt wird, dann ist das eine Form von Gewalt und Duesternis, mit der Kinder ruhig schon frueh umgehen duerfen. Wenn aber nach einer Buecherverbrennung durch Maenner mit Gewehren und Messern an der Decke des Zimmers ein toter roter Hahn baumelt, der noch detailreich beschrieben wird, dann ist das spannend fuer Jugendliche, aber meiner Meinung nach zu grausam fuer Kinder.
Ganz toll an diesem Buch ist aber der Stil! Fuer Jugendliche und Erwachsene ist in diesem, manchmal dunklen, manchmal phantastisch-spannenden Buch allerhand zu geniessen: herrliche ausgemalte Szenen, wunderbare Personen, die man lieben lernt, und bezaubernde Bilder und Worte. Ausserdem viele herrliche Zitate aus tausend weiteren Kinderbuechern, so dass man Lust hat, gleich weiterzulesen und all die herrlichen anderen Gestalten auch noch kennenzulernen, die hier erwaehnt werden.
Ich fand das Buch von der ersten bis zur letzten Seite wunderschoen, spannend und aeusserst lesenswert, ausserdem habe mir die kleinen Skizzen darin gefallen und die Zitate zu jedem Kapitelanfang; und deswegen moechte ich es (mit der vorgeschlagenen Altersbegrenzung oben) dann aber von Herzen empfehlen.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Begeisterung mit Abstrichen, 17. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Tintenwelt 1: Tintenherz (Gebundene Ausgabe)
Ich bin eine recht späte "Tintenbeherzte", möchte mich aber dennoch rezensiv äußern.
Es war mein bisher erstes Funke-Buch, und ich muß sagen, ich las es interessiert, mit Spannung und viel Vergnügen. Die Idee der Welten-Vermischung gefällt mir sehr, auch die Inspirationen aus anderen Kinderbuchklassikern. Ob nun alles NEU ist, interessiert mich dabei weniger. Gegeben hat es ja alles schon einmal. Aber C. Funke gelingt es in meinen Augen, einen eigenen Charme zu entwickeln, zu bezaubern. Außerdem bin ich eine warme Freundin von Metaphern, sprachlichen Bildern.

Meggie lebt allein mit ihrem Vater Mo, beide sind Bücher-begeistert. Sie leben förmlich in der Welt gedruckter Geschichten. Eines Tages taucht plötzlich eine für Meggie zwielichtige Gestalt bei ihnen auf: Staubfinger, der ihren Vater irritierenderweise "Zauberzunge" nennt. Mo reagiert alarmiert und flieht mit Meggie zu Tante Elinor. Doch Staubfinger läßt sich nicht abschütteln. So nach und nach erfährt Meggie unglaubliches: Ihr Vater ist so ein begnadeter Vorleser, daß er Figuren und Gegenstände aus den Geschichten in die reale Welt "rauslesen" kann. Auf diese Art und Weise ist es ihm ungewollt Jahre vorher gelungen, aus seinem Lieblingsbuch "Tintenherz" den Feuerkünstler Staubfinger rauszulesen. Leider aber auch etliche finstere Gestalten, allen voran den grausamen Anführer Capricorn...
Das Rauslesen-Können beinhaltet aber auch, daß für eine herausgelesene Figur immer auch eine reale Person in die Geschichte verschwindet. Als Staubfinger und Capricorns Bande aus der Tintenwelt gelesen wurden, verschwand zum Ausgleich dafür Mos Frau, Meggies Mutter, in die Phantasiewelt...
Mo sehnt sich seither täglich nach ihr und meidet angstvoll jegliches Vorlesen. Doch Capricorn, der inzwischen die Möglichkeit der realen Welt zu schätzen gelernt hat und sicherheitshalber alle Exemplare seiner Ursprungsgeschichte und "Zauberzunge" in seine Gewalt zu bringen versucht, jagt ihn und bringt auch Tochter Meggie in Gefahr...

Wie sich diese phantasievolle Geschichte vor einem ausbreitet, ist sie zauberhaft und und sprachlich wunderschön.

Allerdings schwankte ich bei aller Lesefreude zwischen 1-2 Sternen Abzug, da dieser Roman auch offensichtliche Schwächen aufzeigt.

1) Manche Metaphern holpern gewaltig, und das nimmt denn doch einigen Zauber. Leider fand ich ausgerechnet hier DAS metaphorische "Highlight" meines Leselebens, was mißglückte Metaphern angeht: "Es war immer noch dunkel, aber die Nacht war blass geworden und in der Ferne hob sie schon den Rock für einen neuen Morgen." - Rockhochheben als Bild für den Tagesanbruch? Autsch!
2) Die allzu blutarme Darstellung von Meggies Mutter ist für mich schon ärgerlich. Ein paar blumige Beschreibungen, wie bezaubernd und natürlich sie war, wie Mo sie vermißt... das wars. Dabei bietet ihr Schicksal und ihre Rückkehr in die reale Welt doch etliche Möglichkeiten... die erste Begegnung mit der jahrelang vermißten Tochter... Und: WAS hat die Mutter in der Tintenwelt erlebt, erfahren? Sie bleibt so blaß, also STUMM, daß es weh tut. Und die neun Jahre in der fremden Welt sind absolut im Nebel gelassen. Nur einmal eine unbefriedigende Behauptung, diese Welt wäre "voller Schrecken und Schönheit." Ah ja... Sie kehrt zurück und ist eben wieder da.
3) Der Titel "Tintenherz"... Er gefällt mir spontan sehr, und da die Triologie mit "Tintenwelt" überschrieben ist, assoziierte ich darin die magische Welt geschriebener Geschichten. Wunderbar! Doch im Text erklärt plötzlich der Schriftsteller Fenoglio, daß er diesen Titel angelehnt habe an das "Herz" der bösen Hauptfigur, welches "so schwarz wie Tinte" wäre.
Somit bezieht sich der Titel ausschließlich auf Capricorn, der aber (so wieder Fenoglio) "nur in der Geschichte vorkomme", es also nicht dessen Geschichte wäre... Und "Tinte" ist plötzlich nicht mehr das Mittel zum Einfangen magischer Geschichten, in der ALLES Raum hat, Schönes und Schreckliches, sondern eine recht flache Metapher für Schwarz, dunkel, BÖSE. Hm!

Ich gebe hier einigen Rezensenten Recht: An Michael Ende mag ich "Tintenherz" nicht messen. Aber es ist durchaus eine bezaubernde und erfreuliche Bereicherung fantasievoller Literatur, und ich werde mehr von C. Funke lesen!
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für Bücherwürmer ein Muß, 25. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Tintenwelt 1: Tintenherz (Gebundene Ausgabe)
Meggie lebt mit ihrem Vater Mo, einem "Bücher-Arzt" zusammen. Beide sind leidenschaftliche Buchliebhaber und Leser. Eines Nachts taucht ein geheimnisvoller Fremder namens Staubfinger auf. Er warnt Mo vor einem gewissen Capricorn, der mit allen Mitteln an ein seltenes Buch gelangen will.
Am nächsten Morgen fliehen die drei um sich selbst und das Buch in Sicherheit zu bringen zu Tante Elinor, die allein mit ihren unzähligen und wertvollen Büchern lebt. Auf der Reise stellt Meggie fest, wie viele Geheimnisse ihr Vater jahrelang vor ihr verborgen hat. Warum wird er von Staubfinger Zauberzunge genannt? Warum hat er ihr niemals vorgelesen? Wohin ist ihre Mutter verschwunden? Wieso ist das Buch so wichtig? Richtige Antworten bekommt sie aber erst, als der grausame und unbarmherzige Capricorn sie gefangen nimmt.
Meggies Vater hatte vor Jahren diesen Bösewicht aus der Fantasie-Welt des Buches "herausgelesen" in die Wirklichkeit. Nun treibt Capricorn mit seiner Gefolgschaft sein Unwesen, und Mo, Meggie, Elinor und Staubfinger haben ein beängstigendes Abenteuer zu bestehen.
Besonders begeistert hat mich die Darstellung der Bücherleidenschaft. Die Liebe, die die Charaktere ihren Büchern entgegenbringen, die Überlegungen, mit denen sie ihre Reiselektüre auswählen, ihre Phantasie, die eine Fluchtmöglichkeit in schrecklichen Momenten ist...
Außerdem ist jedem Kapitel ein Zitat aus einem "Klassiker" vorangestellt (z.B. Herr der Ringe, Oliver Twist, Peter Pan, Die unendliche Geschichte...) Das macht neugierig auf mehr.
Die einzige Einschränkung: wer zu sehr auf die Logik bzw. Unlogik der Verwicklungen schaut, wird vielleicht keinen Spaß daran haben.
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Spannung? Humor? Liebenswerte Figuren? Fehlanzeige!, 13. Dezember 2008
Von 
Kerstin Wiedemann "Ameise" (Flensburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Tintenwelt 1: Tintenherz (Gebundene Ausgabe)
"Tintenherz" war für mich eine große Enttäuschung. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu groß; ich hatte eine magische Welt im Stile eines Michael Ende erwartet, vielleicht sogar ein Hauch von Harry Potter. Leider kam diese Magie an keiner Stelle des Buches auf, statt dessen regierte die Langeweile. Die Figuren, mit Ausnahme von Staubfinger, blieben blass und uninteressant, allen voran die langweilige Meggie und der kreuzbrave Mo. Die unnatürliche Bücherbesessenheit der beiden ging sogar einer passionierten Leseratte wie mir ziemlich auf die Nerven. Auch die Schurken mit ihren allesamt lächerlichen Namen (Flachnase!) konnten mich nicht fesseln.
Des weiteren stört mich, dass Cornelia Funke beim Schreiben offensichtlich schon die Vermarktung ihrer Bücher in den USA im Kopf hatte, wohl deshalb stammt ein Großteil der zitierten Bücher von US-Schriftstellern. Am deutlichsten wird das an der Stelle, als Meggie den Schatten herausliest: "Wie das Sch ihr über die Lippen zischte, wie dunkel das o sich im Mund formte." Welches o, das in "shadow" vielleicht?
Das größte Manko von "Tintenherz" aber ist das völlige Fehlen von Spannung, die Handlungsarmut, (fast das gesamte Buch über befindet sich irgendjemand in Gefangenschaft), und auch Humor konnte ich an keiner Stelle entdecken. Ich habe mich streckenweise regelrecht durch das Buch gequält und war froh, als ich es endlich geschafft habe. Trotzdem möchte ich den beiden Fortsetzungen eine Chance geben, denn die Idee des Buches an sich ist sehr originell, es steckt noch reichlich Potenzial in dieser Geschichte. Jedenfalls kann es nur besser werden.
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168 von 203 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mittelprächtig: gute Idee, schleppende Umsetzung, 26. September 2010
Von 
Dodo (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 50 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tintenwelt 1: Tintenherz (Gebundene Ausgabe)
Lange habe ich überlegt, was es ist, das mich an Funkes Tintenwelt-Büchern störte, obwohl ich die Ideen darin gut fand und auch zwei Theaterstücke, die nach den Büchern entstanden sind, gesehen habe und ganz begeistert davon war. Dann erschien kürzlich eine Kritik zu Funkes neuestem Buch "Reckless" in unserer Regionalzeitung und der Rezensent dort brachte es für mich auf den Punkt: Funkes Hang zu "schiefen Metaphern", misslungene Versuche, möglichst bildhaft zu schreiben, wobei dann solche Sachen herauskommen wie: "das Feuer beißt", was im Laufe des Buches immerzu wiederholt wird, bis es zumindest für mich leicht anstrengend wurde. Zumal nie ganz klar wird, wieso das Feuer hier mit einem bissigen Tier gleichgesetzt wird.

Insgesamt gefällt mir Funkes Schreibstil nicht so gut. Ja, es verwundert mich sogar, warum gerade ihr Stil von manchen Seiten so hochgelobt wurde. Denn ich fand ihre Sprache eher im Wortschatz beschränkt, wiederholend und wenig lebendig, teils sogar zäh und langatmig. So erwachten im Buch auch die Figuren aus sich selbst heraus kaum zum Leben, allein Staubfinger zeigt eine gewisse Vielschichtigkeit und gewisse überraschende Züge, er schien mir der einzige wirkliche Charakter, während die anderen eher bloße Typen bleiben (die schrullige Tante, der fürsorgliche Vater, das altkluge Mädchen, der Bösewicht usw.).

Ein Buch, das durch seine schöne Aufmachung besticht und dessen Erfolg sicher auch viel mit der gezielten Vermarktung als "deutsche Antwort auf Harry Potter" (ja, so in etwa wurde der erste Band damals beworben) zu tun hat. Hätte man es aber einfach unter die ganzen anderen Neuerscheinungen ausgelegt und auf die "Mund zu Mund"-Werbung vertraut, frage ich mich, ob "Tintenherz" so oft verkauft worden wäre.

Mut zur eigenen Meinung, auch wenn die "Rache" durch "Nicht hilfreich"-Klicks schon abzusehen ist...
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Tintenwelt 1: Tintenherz
Tintenwelt 1: Tintenherz von Cornelia Funke (Gebundene Ausgabe - August 2003)
EUR 19,90
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