Kundenrezensionen


1.916 Rezensionen
5 Sterne:
 (1.571)
4 Sterne:
 (199)
3 Sterne:
 (72)
2 Sterne:
 (19)
1 Sterne:
 (55)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


41 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ungewöhnlich und aufwühlend
Obwohl die Tribute von Panem als Jugendbuch verkauft werden, sind die drei Bände eher etwas für Erwachsene. Der erste Band ist außergewöhnlich, aufwühlend, erschütternd und tief beeindruckend. Die geschilderte Weltordnung kommt einem bekannt vor, nur dass die Dekadenz der Reichen noch ungeheuerlicher ist als in unserer Welt und die...
Veröffentlicht am 2. Februar 2012 von R. Haushofer

versus
277 von 323 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen zwiespältig...
Selten fand ich ein Buch so schwer zu rezensieren, wie 'Die Tribute von Panem' von Suzanne Collins. Die Handlung ist bereits einige Male treffend beschrieben worden, deshalb hier nur eine kurze Zusammenfassung: In einem Amerika der Zukunft werden jährlich Hungerspiele abgehalten, die die Nation unterhalten sollen. Die Teilnehmer an diesen Spielen sind Jungen und...
Veröffentlicht am 3. Januar 2010 von Mary Russell


‹ Zurück | 1 2192 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

41 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ungewöhnlich und aufwühlend, 2. Februar 2012
Obwohl die Tribute von Panem als Jugendbuch verkauft werden, sind die drei Bände eher etwas für Erwachsene. Der erste Band ist außergewöhnlich, aufwühlend, erschütternd und tief beeindruckend. Die geschilderte Weltordnung kommt einem bekannt vor, nur dass die Dekadenz der Reichen noch ungeheuerlicher ist als in unserer Welt und die Unterdrückung und Entrechtung der Armen eine bewusste Strategie ist, die auf grausamste Weise in die Tat umgesetzt wird. Dort, wo das Elend und die Unfreiheit am größten sind, wächst die Heldin heran und mit und in ihr eine unbeugsame Kraft. Wie sie unfreiwillig und todesmutig den Kampf gegen die Unbesiegbaren aufnimmt, ist an Spannung kaum zu übertreffen. Ein Spektakel, bei dem es um Leben und Tod geht, wird von den Medien schonungslos ausgeschlachtet, nicht anders als in unserer modernen Gesellschaft. Diese Aspekte machen die Tribute von Panem zu einem gesellschaftskritischen Werk, das umso packender ist, da es nur scheinbar in einer fernen Welt spielt, in Wahrheit aber unsere Psyche durchleuchtet. Wer sich auf dieses Denkexperiment einlässt, kann viel herausfinden. Nicht nur über Panem, sondern vor allem über unsere gesellschaftliche Gegenwart. Leider nimmt die Qualität der Geschichte von Band zu Band ab. Der dritte Band ist für meinen Geschmack zu blutig und düster geraten und auch von der Handlung und den Charakteren her nicht durchgängig schlüssig. Daher einen Stern Abzug.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


427 von 478 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das soll ein Jugendbuch sein?, 12. April 2010
Von 
Wenn dieses Buch den erwachsenen Lesern vorenthalten werden soll, so entgeht diesen eines der Buchhighlights der letzten Jahre. Diese Geschichte hat mich während und nach dem lesen nicht mehr losgelassen, die Charaktere haben mich berührt und die Handlung teilweise schockiert. Die Autorin spricht hier gleich mehrere Interessen der Leser an und greift aktuelle gesellschaftliche Probleme auf. Die Story ist gleichzeitig Thriller, Science Fiction, Drama und Liebesgeschichte. Die Erzählung greift den aktuellen Reality-TV-Wahn und die verdeutlicht die Gewalt den Medien. Abstumpfung, Emotionslosigkeit und fehlendes Mitgefühl der heutigen Jugendlichen spiegeln sich bei den Tributen unter den Zwängen des Überlebenskampfes wider. Zugleich zeigt die Autorin sozialkritisch eine futuristische Gesellschaft auf, die so nicht undenkbar und teilweise leider bereits vorhanden ist. Menschliche Abgründe, bedingungslose Liebe und kranker Voyeurismus sind die Grundthemen dieses Romans. eingebettet in eine dramatische und gnadenlos spannende Story. Hier findet jeder Leser, egal welchen Alters, die Elemente, die ihm wichtig und unterhaltsam erscheinen.

Ich habe selten ein so vielschichtiges, genreübergreifendes und atmosphärisch dichtes Buch gelesen, beziehungsweise verschlungen. Die Fortsetzung im Sommer 2010 wird ein Muss und das Warten auf die Fortsetzung zur echten Qual.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


73 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich befremdlich..., 8. Januar 2013
...finde ich vor allem die Reaktionen einiger vorheriger Rezensenten auf dieses Buch. Da ist die Rede von "schön" und "kurzweilig". Für mein Verständns treffen solche Beschreibungen auf meinungsneutrale, leicht verdauliche Literatur wie "Twilight" zu, nicht jedoch auf Bücher, in denen Jugendliche sich gegenseitig für die Sucht nach Entertainment eines weit überlegenen Souveräns gegenseitig abmetzeln müssen.

Ich werde hier keine Inhaltsangabe machen, weil das bereits genug Menschen vor mit getan haben. Nur so viel: Dieses Buch ist als Jugendbuch ausgewiesen, also ist der Schreibstil relativ einfach gehalten. Was der verdichteten Atmosphäre, die durch die schnelle Aneinanderreihung von Ereignissen entsteht, in keinster Weise schadet. Im Gegenteil. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen, habe Wort für Wort regelrecht verschlungen und nur hin und wieder ein bisschen wehmütig gedacht: "Hier hätte die Autorin sich aber noch etwas mehr trauen können!" Und im nächsten Moment war ich selber geschockt von mir. Bin ich eigentlich besser als diese sensationsgeilen Einwohner des Kapitols? Wenn ich hier einige Kommentare lese, bin ich entsetzt und traurig darüber, wie abgestumpft viele Personen mit einer solchen Thematik umgehen, die uns in Zukunft wahrscheinlich noch bevorsteht. Die immer größer werdende Kluft zwischen arm und reich, die Herrschaft der Medien und das Verlangen nach immer provokanteren TV-Formaten, die damit fortschreitende und gleichermaßen dem zu Grunde liegende Abgestumpftheit der Allgemeinheit, die Unterjochung Aufständischer. All das erleben wir schon jetzt, schon heute. Für die Aktualität spricht auch die Bedeutung von "Schönheit" für die Elite, die die Bürger des Kapitols darstellen. Was hier zählt sind nicht moralische Werte, sondern es ist regelrecht ein Wettbewerb in Affektiertheit. Alle wollen einzigartig sein und sind doch gleich. Vor 20 bis 30 Jahren hätte man über die Notwendigkeit der heute zur Normalität gehörenden Schönheits-OPs noch den Kopf geschüttelt. Wie wird es also so viele Jahre nach uns aussehen?

Dieses Buch hat in mir viele Fragen aufgeworfen. Ich habe es zur Seite gelegt und darüber nachgedacht. Den Film gesehen. Darüber nachgedacht. Festgestellt, dass wir uns auf einem guten Weg befinden, irgendwann auch ein ähnliches, pseudogerechtes System zu erschaffen. Die Autorin spricht direkt Dinge an, vor denen auch ich mich schon lange fürchte: Krieg um Rohstoffe, Umweltkatastrophen, verursacht durch die Unachtsamkeit und Ignoranz der Menschen. Denn dies führt zwangsläufig zu einer Trennung zwischen denen, die zu diesem Zeitpunkt nichts mehr haben, und denen, die genau dann die Macht an sich reißen und sie ausnutzen für ihre grausamen Bedürfnisse.

Wäre ich noch ein Kind, wäre ich nach dem Lesen wohl irritiert und wahrscheinlich verängstigt, aber auch neugierig. Ich denke, dass dieses Buch eigentlich jeder lesen sollte. Es könnte einigen dabei helfen, kritischer mit etablierten Systemen bzw. Sachverhalten umzugehen. Und dass es einige vielleicht NOCH EINMAL lesen sollten, wenn es nur für einen oberflächlichen Kommentar reicht, der der Ungeheuerlichkeit der Handlung in keinster Weise gerecht wird. Denn sie ist wichtig. Nicht "schön", nur bedingt "kurzweilig" und vor allem: WICHTIG!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


189 von 218 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandioser Auftakt, der einen nachdenklich zurücklässt, 6. September 2009
Von 
S. Leo (Solingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Eine Trilogie ist ein inhaltlich zusammengehörendes, in diesem Fall literarisches Werk, welches aus drei Teilen besteht. Ich wusste also, worauf ich mich einließ, als ich mit "Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele" den ersten Teil einer Trilogie aufschlug. Und trotzdem erwischte mich die Realität 415 Seiten später eiskalt: Auch ich bin verdammt dazu mindestens ein Jahr auf die Fortsetzung zu warten, denn mit "Tödliche Spiele" ist der Autorin ein grandioser Auftakt gelungen.

Die Geschichte spielt in Panem, einem Staat aus zwölf Distriken und dem Kapitol. Errichtet wurde dieser nach zahlreichen Kriegen und Naturkatastrophen auf dem Gebiet des heutigen Nordamerikas. Der 13. Distrikt wurde nach einer Rebellion gegen das Kapitol zur Abschreckung aller vernichtet. Zusätzlich muss jeder Distrikt jährlich zwei Tribute (1 Mädchen und 1 Jungen) losen, die dann im Kapitol an den sogenannten Hungerspielen teilnehmen. Diese Hungerspiele finden in einer weitläufigen High-Tech-Arena statt und dienen der Unterhaltung der Bürger des Kapitols. Die Regeln sind so einfach wie grausam. Nur einer kann gewinnen, nur einer darf überleben.

Als das Los auf ihre 12-jährige Schwester fällt, meldet sich Katniss aus dem 12. Distrikt freiwillig als Tribut. Zusammen mit dem Jungen Peeta begibt sie sich auf eine surreale Reise ins Kapitol, wo sie wie Helden begrüßt, hofiert und später zur "Schlachtbank" geführt werden. Die zarte Liebe Peetas zu Katniss stellt jedoch schließlich die Regeln der Spiele in Frage.

Nach der Hälfte des Buches stellte ich mir bewundernd die Frage, woher die Autorin nur ihre ausgefallenen Ideen nimmt. Bei genauer Betrachtung wurde mir jedoch klar, dass sie schlichtweg mit offenen Augen durch die Gegenwart und die Geschichte geht. Wir finden Anlehnungen an die Gladiatoren-Kämpfe genauso wie an "Big Brother" oder das "Dschungel-Camp". Wird die Befriedigung unseres Voyeurismus in der Zukunft so aussehen?

Nun könnte man meinen, einen gewaltverherrlichenden Roman vor sich zu haben, schließlich sind die Ereignisse blutig und grausam. Doch gerade durch seinen unverschnörkelten Schreibstil - die Ich-Erzählerin Katniss ist eine nüchterne, gradlinige Erzählerin - regt das Buch zum Nachdenken an und sicherlich auch zum Diskutieren über heutige TV-Formate.

Ein grandioser Auftakt, ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legt und uns süchtig auf den nächsten Band zurücklässt.

Die Wartezeit wird die Rezensentin übrigens mit dem in Englisch schon erschienenen 2. Teil verkürzen :-)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


43 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen verstörend schön, 20. April 2012
Inhalt des ersten Buches

In einer fernen Zukunft ist Amerika gesellschaftlich neu strukturiert. Nach einem großen Krieg, den man nur die dunklen Tage nennt, regiert das Kapitol mit eiserner Hand über 12 Distrikte, in denen lebensnotwendige Güter, Luxusartikel aber auch Waffen produziert werden. Doch während das Kapitol eine dekandente im Überfluss schwelgende Gesellschaft verkörpert, regiert in den Distrikten Hunger, Armut und eine strenge militärische Hand.

Jedes Jahr und zur Erinnerung an die dunklen Tage werden die HungerSpiele ausgerufen und per Los ein Junge und ein Mädchen benannt, sogenannte Tribute, die sich in einer Arena im Kapitol gegen Kinder aller anderen Distrikte durchsetzen müssen. Doch die Spiele dienen keinerlei sportlichem Ehrgeiz, auch wenn dem Sieger ein Leben in Wohlstand winkt, hier sollen sich die Tribute gegenseitig abschlachten, denn es darf nur einen einzigen Sieger geben.

In Distrikt 12 kämpft Katniss Everdeen um das tägliche Überleben ihrer Familie. Gemeinsam mit ihrem Freund Gale jagt sie und verkauft das erlegte Wild heimlich in ihrem Distrikt. Das Leben ist hart aber sie kommt zurecht, bis sich die Hungerspiele das vierundsiebzigste Mal in Folge wiederholen und ihre Schwester Prim aus dem Lostopf als weibliches Tribut gezogen wird.

Katniss meldet sich freiwillig, um sie zu ersetzen. Mit dieser Entscheidung beginnt ein neues wenn auch kurzes Leben, in der sie vom Kapitol zu einer Überlebenskünstlerin und Entertainerin ausgebildet wird, welche die Massen unterhalten soll. An ihrer Seite der männliche Tribut aus Distrikt 12 Peeta, den sie kaum kennt und der gemeinsam mit den Spielmachern in ein perfides Spiel um gute Zuschauerquoten und blutrünstige Unterhaltung gedrängt wird, in der zuerst die kindliche Unschuld stirbt.

Anfänglich abgeschreckt durch das Cover, dass mich irgendwie an eine der mittelmäßige Schriftstellerin dieses Jahrhundert erinnerte... wie hieß sie gleich ach ja Stefanie Meyers, wurde ich dann doch dazu überredet zumindest doch mal den ersten Teil zu lesen... Ich wollte nicht, hielt es für ein Konsumbuch... höchstens Mittelklasse mit irgendeiner Bella und zwei Archetypen von Kerlen, die um das Mädchen kämpfen, eingerahmt in ein JUHU endlich mal etwas innovatives Konzept... die Postapokalypse und das große Schicksal von... na ja schauen wir mal.

Ich habs doch gelesen... und nicht nur den ersten Teil, sondern auch den zweiten an einem Tag und den dritten am nächsten Tag...

Die Bücher sind bitter, lesen sich ungeschönt, teilweise abschreckend kaltherzig. Sie verniedlichen nichts, verharmlosen nichts, sondern erzählen von der tödlichen Maschenerie eines totalitären Staates, die Kinder benutzt, tötet und wenn sie doch die Arena überleben, seelisch zerstört. Sie handeln von Kindern, die erst auf dem Weg sind menschlich zu werden und denen man diesen Weg mit allen Konsequenzen, mit kühler Präzision und kalkulierter Sensationslust nimmt.

Die Hintergrundszenerie der Hungerspiele ist gerade zu anmaßend in ihrer technischen Perfektion und unverhohlen gezeigtem Reichtum, während sich im Vordergrund Kinder mit archaischen Waffen abschlachten. Doch am schlimmsten ist es, dass sie es, ohne rechte Gewissensbisse tun.

Suzanne Colliens schreibt ruhig, gnadenlos nüchtern, versetzt den Zuschauer in die Fessel eines fast unbeteiligten Zuschauers und schafft es Ekel zu erzeugen. Aber nicht vor der Tat, die man nachliest, sondern vor dem Gefühl, das man beim Lesen hat, nämlich, dass es Okay ist, wenn sich Kinder gegenseitig töten, eben weil es in dieser Welt okay erscheint.

Die Hungerspiele sind jedoch nur der Auftakt für eine tödliche Spirale aus Gewalt, Verlust und seelischen Abgründen, die sich in eine unausweichliche Zukunft dreht, in der es zwar eine kleine aber bestehende Hoffnung auf etwas Gutes gibt aber bei der die Preise, die dafür bezahlt werden müssen, bald jedes Ziel in Frage stellen.

Am Ende aller drei Teile kann ich nur sagen, lest diese Triologie, auch dann, wenn euch das Genre vielleicht nicht zusagt. Lernt diese verstörende Nüchternheit kennen, mit der Colliens schreibt. Teilt den inneren Kampf der Protagonisten und die unausweichliche Zerstörung ihrer Seelen, um die Welt in der sie leben zu verändern, um den Preis, an ihr umzukommen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


277 von 323 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen zwiespältig..., 3. Januar 2010
Selten fand ich ein Buch so schwer zu rezensieren, wie 'Die Tribute von Panem' von Suzanne Collins. Die Handlung ist bereits einige Male treffend beschrieben worden, deshalb hier nur eine kurze Zusammenfassung: In einem Amerika der Zukunft werden jährlich Hungerspiele abgehalten, die die Nation unterhalten sollen. Die Teilnehmer an diesen Spielen sind Jungen und Mädchen im Alter von 12 bis 18, die sich gegenseitig ermorden, bis ein Sieger übrig bleibt. Katniss aus einem ärmeren Distrikt nimmt an Stelle ihrer Schwester an diesen Spielen teil und aus ihrer Sicht wird die Geschichte erzählt.

Das erste was an der Erzählung auffällt ist der Schreibstil. Die Autorin hat sich für eine Präsensbeschreibung entschieden, was auch gut zur Handlung passt die dadurch aktuell, plötzlich und auch unvorhersehbar wird. Es bedarf vielleicht einer kurzen Eingewöhnungsphase, aber das dürfte jedem Leser und jeder Leserin nicht schwer fallen.

Dann kommt man nicht umhin auch die eigentliche Handlung des Buches zu beleuchten. Relativ ungeschminkt erzählt die Autorin wie Teenager sich gegenseitig im Verlauf eines perversen Spiels töten. Da wird erstochen, mit Pfeil und Bogen erschossen, die Schädel eingeschlagen, Genicke gebrochen usw. Das Ganze wird als tödliche Unterhaltung für die Bevölkerung zelebriert, die offenbar nach dieser Art von Sensation giert.

Ja sicher, darin findet sich relativ eindeutig Medien- und Kulturkritik, die sich gegen Sensationsgier und Vorführeffekte von Grausamkeiten und Ekeligkeiten wendet. Das Ganze wird einem als Leserin nicht mal mit dem Zeigefinger präsentiert, sondern im Gegenteil, recht subtil ekelt man sich vor einer Gesellschaft, in der Leid und Tot zum Spaß werden. Dagegen ist nichts zu sagen, noch dazu weil diese Kritik nicht schulmeisterlich von oben herab daherkommt, sondern den Leser und die Leserin durch die Handlung selber ergreifen.

Dennoch. Trotz dieser wahrscheinlich wohlmeindenden Intention der Autorin kann man nicht umhin, sich zu fragen, ob nicht auch der Leser und die Leserin selber zum Voyeur dieser Perversität werden. Immerhin sind wir die aktuelle Zeugen der Morde, die junge Menschen aneinander begehen und empfinden das wohlmöglich als spannende Geschichte. Denn spannend ist diese Geschichte. So sehr, dass man wie zum Beispiel in meinem Fall, das Buch nicht aus der Hand legen mag, vor allem weil man will, dass es endet. Aber es bleibt auch ein schaler Nachgeschmack, der sich nicht alleine aus dem Grauen der geschilderten Ereignisse erklären lässt. Ich bin jedenfalls stark im Zwiespalt ob alleine der kulturkritische Ansatz dieser Geschichte ausreicht, um dieses durchaus spannende und fesselnde Buch großartig zu finden. Es hat mich quasi gegen meinen Willen gefangen, aber zum Schwärmen reicht es nicht aus, dazu war es mir zu grausam.

Zwar ist das Buch alles andere als durchschnittlich, aber weder 5 noch 1 Stern scheint mir gerechtfertigt. Da ich es sowohl gut als auch nicht gut fand, geb ich 3 Sterne. Es ist halt von beidem etwas.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jugendbuch, das auch zum Nachdenken anregt, 7. August 2011
"Die Tribute von Panem" ist ein lesenswertes Buch. Es ist von Beginn an spannend und durch die Ich-Erzählerin Katniss bekommt die Handlung eine eigene Dynamik.
Die Figuren und auch die Orte, die durch ihre gelungene Beschreibung eine (oftmals) bedrohliche Atmospähre vermitteln, sind meiner Meinung nach sehr durchdacht, aber zum Glück für die Leser/innen nicht immer durchschaubar.
Interessant ist auch, dass Suzanne Collins es mit "Die Tribute von Panem" auch gelingt, die bestimmte Aspekte der heutigen Mediengesellschaft und den teils damit verbundenen Voyeurismus zu kritisieren, was einen durchaus grübeln lässt. Deshalb ist es unbedingt auch für Erwachsene sehr lesenswert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nur Zukunft oder traurige Wahrheit?, 13. September 2009
Hast Du Dir schon einmal überlegt, was Du machen würdest, wenn Du vor laufender Kamera töten müsstest, um zu überleben? Hast Du Dir schon einmal überlegt, wie Du reagieren würdest, würdest Du Menschen im Fernsehen beim Töten zusehen? Alles das könnte Realität werden. Eine solche Zukunft erzählt Suzanne Collins in ihrem ersten Buch der Trilogie "Die Tribute von Panem" "Tödliche Spiele", äußerst faszinierend, brisant und auf jeden Fall erschreckend.

Nordamerika gibt es nicht mehr, dafür das Land Panem, aufgeteilt in 12 Distrikte, die vom Kapitol beherrscht werden. Die Distrikte müssen für die Leute im Kapitol die verschiedensten Dinge herstellen. In Distrikt 12 ist es der Abbau von Kohle. Und in diesem Distrikt lebt Katniss mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester Primrose. Es ist kein leichtes Leben, doch Katniss versucht, das Beste daraus zu machen. Jedoch werden in jedem Jahr vom Kapitol die sogenannten Hungerspiele durchgeführt. Dafür werden aus jedem Distrikt jeweils ein Junge und ein Mädchen ausgewählt, die dann in einer Arena so lange gegeneinander kämpfen und sich töten müssen, bis nur noch einer, der Sieger, übrigbleibt. In diesem Jahr wird in Distrikt der Name Primroses' gezogen. Um ihrer kleinen Schwester diese Qualen zu ersparen, meldet sich Katniss freiwillig und wird zusammen mit Peeta ins Kapitol und damit zu den Hungerspielen geschickt. Diese laufen mit einem riesigen Medienrummel ab, wobei die Kandidaten in der riesigen Arena ständig mit der Kamera beobachtet werden. Sozusagen im Kapitol DAS Medienereignis des Jahres. Wie es den Tributen, so heißen die Kanditaten aus den 12 Disktrikten, aber in der Arena geht, was sie für Schmerzen erleiden müssen, das interessiert keinen. Nur: wer wird dieses Jahr der Sieger sein?

Suzanne Collins spricht mit diesem Buch eine sehr ernste Problematik an. Im TV laufen Reality Shows hoch und runter, wir haben uns daran schon fast gewöhnt und immer muss es schlimmer, nackter oder grausamer werden, damit überhaupt noch Leute zuschauen. Könnten die "Hungerspiele" nicht auch in unserer Welt Realität werden? Wir sehen dabei zu, wie andere sich gegenseitig ermorden? Oder ist das nur Fiktion und wir haben damit nichts zu tun? "Die Tribute von Panem" haben mich sehr nachdenklich gemacht über unser TV-Konsumverhalten. Ob ich mir darüber Gedanken mache, was ich da eigentlich schaue. Gewalt ist in unserem Fernsehen schon Normalität, darüber macht sich keiner mehr groß Gedanken. Doch wie weit dürfen wir gehen? Darf es so etwas wie die "Hungerspiele" geben?
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


76 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Panem - Die Zukunft ruft!, 23. Oktober 2011
Geschichte:

In ferner Zukunft wurde Amerika, wie wir es kennen, komplett neu geordnet und in 12 Distrikte (eine Art Bundesländer) unterteilt.
Jedes Jahr veranstaltet die brutale und unterdrückende Regierung grausame Spiele, in welchen 24 Jugendliche,
ein Junge und ein Mädchen aus jedem Distrikt, gegeneinander kämpfen müssen. Nur ein einziger von ihnen darf am Ende überleben.
In dieser furchtbaren Welt führt die 16-jährige Katniss Everdeen ihr Leben im Armenviertel von Distrikt 12.
Dieses junge Mädchen wird als eine der 24 Kanidaten in die Spiele geschickt und muss dort unter all den anderen bestehen.
Als wäre diese Tatsache nicht schwer genug für sie, wird auch noch Peeta, ein Junge aus ihrem Distrikt für die Arena ausgelost.
Dies führt zu einem schwerwiegenden Konflikt der Protagonistin, denn zu Hause wartet auch ihr bester Freund Gale auf ihre Heimkehr.
Doch das Oberhaupt des lange verschollenen und als zerstört geltenden Distrikt 13 plant den Sturz der Regierung und die Rebellion.

Positiv:

In den Büchern wird sehr viel Spannung aufgebaut und alle drei Teile bleiben bis zum Ende realistisch.
Außerdem lässt sich der Scifi-Roman leicht lesen und ist so auch gut als Zwischendurchlektüre und auch für Jugendliche geeignet.
Die Welt wird nicht schön geredet, sondern es wird von einer möglichen Zukunft erzählt, wie sie uns wirklich einmal bevorstehen könnte.
Viele verschiedene Elemente zum Beispiel aus dem Fantasie- und Endzeitgenre sind in diesem Werk verewigt worden, so ist das Buch etwas für jeden,
ob für Männer, Frauen, Jugendliche oder junge Erwachsene.
Die drei Teile lassen viel Interpretationsfreiheit und regen zum Nachdenken an.
Die Charaktere wurden stark herausgearbeitet und agieren mit viel Gefühl und Verstand,
zudem versteht es die Autorin immer wieder ungeahnte Wendungen einzubauen.
Mit ungefähr 450 Seiten und hübsch gestalteten Covern sind die Bücher ihr Geld wert.

Negativ:

Auch bei so einem guten Buch lassen sich ein paar Makel finden.
Zum Beispiel ist der Schreibstil oft zu einfach gehalten und es entstehen sogenannte 3-Wortsätze.
Gegen Ende wurde die Seitenanzahl der Bücher zu gering, um die Story richtig und LANGSAM voranzutreiben,
so konnte man sich mit manchen Punkten einfach nicht vertraut machen und viele Charaktere gar nicht richtig kennenlernen,
was wirklich sehr schade ist. Später verwendet die Autorin auch das Her-und-Weg-Prinzip und sorgte mit teilweise sinnlosen Toten
für Kopfschütteln und Tränen, welche sich sicherlich vermeiden ließen.
Das Ende ist immer Ansichtssache und so ist das Gefallen jedem selbst überlassen, mir hat es jedoch nicht so zugesagt.

Fazit: Ein realistisches Buch, welches mit einer ausgefallen Story jeden zum Bücherwurm werden lässt.
Sehr zu empfehlen!

Und jetzt mal ehrlich: Selbst Kultbücher wie Harry Potter haben gewisse Makel und deshalb lege ich euch die Tribute von Panem wärmstens ans Herz.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen EIN BUCH WAS MAN VERDAUEN MUSS, ABER..., 17. September 2010
...es ist so fesselnd, dass einem wirklich der Atem stockt!
Zuerst muss ich sagen, dass das Buch ein tolles Cover hat, aber auch ohne Schutzumschlag sieht es KLASSE aus.

Als ich anfing zu lesen, wurde ich sofort von der Geschichte gefesselt und reingezogen, als wäre man mittendrin - die Thematik finde ich echt super umgesetzt, man ertappt sich als Leser wirklich an Menschen zu zweifeln, gerade bei den Spielmachern, die es toll finden, wenn sich Menschen gegenseitig umbringen oder verhungern/verdursten und wenn das ihnen nicht spannend genug ist, lassen sie ihren Einfallsreichtum spielen und dieser ist echt extrem.
Ich habe sehr oft nur den Kopf geschüttelt über diese Extremsituationen, weil die sind echt nicht ohne, manchmal blieb mir auch der Mund offen stehen, vor Schock und Ungläubigkeit, was da auf ca. 420 Seiten passiert ist nämlich echt unglaublich - wer meint hier gibt es zwischen den Seiten mal etwas Ruhe für den Leser, der täuscht sich - jede Seite ist voller Spannung und Drammatik pur und man kommt kaum zum Luft holen.

Ich habe Katniss sofort ins Herz geschlossen, ein junges Mädchen das für ihre Mutter und Schwester sorgt, damit diese überleben können, jagt sie Tiere, sammelt Pflanzen und verkauft diese um andere Lebensmittel davon zu kaufen.
Als Katniss Schwester bei den Spielen mitmachen sollte, meldet sich Katniss sich freiwillig und tritt an ihrer Stelle an, zusammen mit Peeta.
Zuerst werden sie mit Essen und allem verwöhnt, sie bekommen Trainingstunden und werden gefördert, bis natürlich die Spiele anfangen, denn da geht es ums überleben und töten.
Katniss und Peeta müssen ein langen Weg gehen, zuerst alleine und dann zusammen, aber auch da gibt es viele Hindernisse und Überraschungen, aber überwiegend negative...

Also ich muss sagen, was die Autorin da geschrieben hat, ist echt der Hammer, ich habe soetwas noch nicht gelesen, Suzanne Collins schreibt absolut fesselnd, spannend und fazinierend, der Schreibstil ist wirklich klasse, amn findet sehr schnell rein, auch wenn man mal nicht alle Wörter versteht, behält man den Überblick und man legt das Buch erst weg, wenn man fertig ist.

Das einzige was ich sagen muss, es ist ja ein Jugendbuch und ich als Erwachsende Frau finde einige Sachen schon sehr heftig, also sollte man sein Kind nicht alleine damit lassen, selbst ich musste doch über bestimmte Situationen mit meinem Partner reden, weil die doch nicht so leicht zu verdauen sind.

Trotzdem ist es ein Buch das man gelesen haben sollte!!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2192 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Die Tribute von Panem: limitierte Ausgabe
Die Tribute von Panem: limitierte Ausgabe von Suzanne Collins (Gebundene Ausgabe - 17. Oktober 2013)
Gebraucht & neu ab: EUR 31,90
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen