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82 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein solch wunderschönes Buch
Wer Astrid Lindgren nur von Pippi Langstrumpf, dem Michel oder sonstigen lustigen Büchern kennt, wird hier verwundert sein. Astrid Lindgren hat hier Mitte der 70 er Jahre ein Fantasy Buch für Kinder geschrieben, wenn man das Buch unbedingt in irgendeine Schublade einordnen will.

Das Buch beginnt tieftraurig, nämlich mit dem Tod des Helden...
Veröffentlicht am 14. Dezember 2006 von Peter Schneider

versus
49 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein harmloses Kinderbuch
Die Geschichte der beiden Brüder Löwenherz hat bei uns sehr ambivalente Gefühle hervorgerufen. Einerseits erzählt es auf wunderbar poetische und fantastisch spannende Weise von Mut, Gerechtigkeit und Zivilcourage. Andererseits spricht es absolut schonungslos das Thema Gewalt und Tod an. Zweimal (und zwar zu Beginn des Buches und dann noch einmal am...
Veröffentlicht am 25. August 2010 von malou88


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82 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein solch wunderschönes Buch, 14. Dezember 2006
Von 
Peter Schneider (Region Stuttgart, Baden-Württemberg Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Brüder Löwenherz (Gebundene Ausgabe)
Wer Astrid Lindgren nur von Pippi Langstrumpf, dem Michel oder sonstigen lustigen Büchern kennt, wird hier verwundert sein. Astrid Lindgren hat hier Mitte der 70 er Jahre ein Fantasy Buch für Kinder geschrieben, wenn man das Buch unbedingt in irgendeine Schublade einordnen will.

Das Buch beginnt tieftraurig, nämlich mit dem Tod des Helden Jonathan Löwenherz. Nach dem Tod kommt er aber in ein anderes Land. Und das wird von Astrid Lindgren so wunderbar beschrieben, dass man seine ganze Trauer und auch seine Tränen, die man zu Beginn vergiest, schnell wieder vergisst. Als ich das Buch vor einiger Zeit mal mehr zufällig gelesen habe, habe ich gedacht, dass das für Kinder doch zu schwere Kost ist. Ist es aber nicht. Meine Tochter liest das Buch im Rahmen eines Projekts in der dritten Klasse der Grundschule und ist voll fasziniert von Heckenrosental und Apfelblütental und dem ganzen Nanijala (wie das Totenreich bei Astrid Lindgren heißt).

Das Buch wird aus der Sicht des Bruders von Jonathan Löwenherz, nämlich von Karl (genannt Krümel) Löwenherz geschrieben.

Astrid Lindgren versteht es meisterlich die beiden Brüder wunderbar zu beschreiben und ihr Abenteuer gemeinsam bestehen zu lassen. Die echte Stärke entsteht aus der Kombination der beiden Brüder. Wahre Bruderliebe lässt sich durch nichts trennen.

Ohne die ganze Geschichte hier erzählen zu wollen, will ich noch etwas vom Ende des Buchs berichten. Wenn am Ende des Buches Jonathan Löwenherz nochmals sterben will, um seinen Leiden zu entgehen und dieses Sterben ihn (und Krümel) in ein weiteres Totenreich bringt (mittels eines Sprungs), "springt" der Leser fast mit, so mitreissend ist das alles geschrieben.

Das Buch ist auch für einen Erwachsenen nicht langweilig. Vielleicht ein Tick weniger gruselig wie ein Harry Potter, aber auch wesentlich weniger Lesestoff.

Absolut lohnend trotz oder vielleicht auch wegen der gelungenen Thematisierung des Umgangs mit dem Tod.

Das Buch ist für Kinder ab der 3. Klasse geeignet. Aber auch Jugendliche bzw. große Kinder haben noch Ihren Spaß an diesem Buch.

Von mir erhält das Buch 5 Sterne.
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67 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wertvoll, 3. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Die Brüder Löwenherz (Gebundene Ausgabe)
Das Buch setzt sich mit dem (Tabu-)Thema Tod auseinander. Beim Lesen wird man mit dem Schmerz und Leid eines kleinen Jungen konfrontiert, der durch einen tragischen Unglücksfall seinen geliebten, älteren Bruder verliert und wenig später selbst, erst zehnjährig, seiner Krankheit erliegt. Aber mit seinem Sterben ist noch nicht alles ausgelöscht. Im wundersamen Land Nangijala wird er seinen Bruder Jonathan wiedersehen. Sie bestehen gemeinsam Abenteuer und befreien dieses phantastische Niemandsland vor der Bedrohung durch den bösen Ritter Kato und seine Ungeheuer. Es geht um den Kampf zwischen Gut und Böse - und auch wenn ihr erstes Land schließlich ebenfalls untergehen muss, wissen sie, dass sie sich in Nangilima wiedersehen werden... Gemeinsam schaffen Jonathan und Krümel abermals den Sprung ins Licht.
Vor Jahren habe ich im Fernsehen gehört, dass dieses Buch durchaus in einem Sterbehospiz für krebskranke Kinder sehr bekannt war. Vielleicht wird durch diese Phantasiewelt, durch das Eröffnen eines Lebens und einer Welt danach der Prozess des Sterbens und Loslassens ein wenig erleichtert.
Das Buch hat mich sehr berührt, und ich denke, dass Leben und Tod untrennbar miteinander verbunden sind und man sich daher damit auch in der (vermeintlich) unbeschwerten Kindheit befassen können sollte.
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39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur für Kinder, 8. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Brüder Löwenherz (Gebundene Ausgabe)
Ich bin jetzt 19 Jahre alt und habe es in meiner Kindheit leider versäumt dieses schöne Buch zu lesen! Ich habe es jetzt jedoch auf den rat einer Freundin nachgeholt und bin restlos begeistert! Die Geschichte über brüderliche Liebe und Aufopferung berührt einen tief im innern und auch die Abenteuer der Brüder sind nicht nur für Kinder spannend! Auch wenn Krümel eher ängstlich ist, lernt er, mit seiner Angst umzugehen, um seinen Bruder zu retten! Dieses Buch ist voller Werte, die in unserer Zeit leider zu häufig vergessen werden. Astrid Lindgren trifft direkt ins Herz und zeichnet ihre Figuren so genau, dass man sie direkt vor Augen hat, wie sie durch das Kirschtal reiten oder gegen Katla die Bestie kämpfen! Für ganz kleine Kinder könnte das Buch jedoch missverständlich sein und der Tod als Flucht vor dem Schrecklichen in das Schöne interpretiert werden! Also, sollte das Buch entweder mit den Kindern ausführlich besprochen oder erst in fortgeschrittenem Alter gelesen werden. Es ist eins der schönsten Bücher, die ich je gelesen habe und auch wenn es ein Kinderbuch ist, sollten sich erwachsene nicht scheuen, es zu lesen! Einfach wunderbar!
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30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Bearbeitung eines großen Themas, 1. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Die Brüder Löwenherz (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch von Astrid Lindgren ist meiner Meinung nach eine der schönsten Ideen, wie man Kinder zum ersten Mal mit dem Thema "Tod" konfrontieren kann.
Das Buch war auch meine erste Begegnung mit diesem schwierigen Thema; meine Mutter hat es mir vorgelesen, als ich etwa 5 Jahre alt war.
Es ist die Geschichte zweier Brüder; des älteren, mutigen Jonathan, und des lungenkranken "Krümel". Gleich zu Beginn des Buches kommt Jonathan bei einem Wohnungsbrand ums Leben, wobei es ihm aber gelingt, seinen kleinen Bruder noch vor den Flammen zu retten. Dieser überlebt tatsächlich, stirbt aber wenige Wochen später an seiner Lungenkrankheit.
Ein seltsamer Beginn für ein Kinderbuch. Und doch beginnt hier nun die eigentliche Geschichte.
Denn wie Jonathan es Krümel versprochen hatte, als dieser noch krank auf seinem Bett lag, treffen sie die Bürder nun in Nangijala, dem Land hinter dem Tod, im Kirschblütental, auf der anderen Seite. Dort ist alles gut, dort haben sie ein Haus am Fluss, dort werden sie auch eines Tages ihre Mutter erwarten können.
Alles scheint friedlich, die anderen Bewohner des Tales sind freundlich. Bis Jonathan und Krümel erfahren, dass im Kirschblütental nicht alles in Ordnung ist: dass es noch ein anderes Tal gibt, das Dornrosental, in dem Tengil regiert, der die Menschen knechtet.
Jonathan wird sich auf den Weg machen, das Land von dem Tyrannen zu befreien, und Krümel wird ihm nachfolgen und lernen, sein Leben zu riskieren und mutig zu sein für den Bruder, den er liebt.
Die bewegende Geschichte zweier Brüder und ihres Kampfes für Gerechtigkeit.
Zuletzt werden sie noch einmal springen müssen und gelangen so nach Nagilima, dem letzten Land, in dem nur noch Frieden ist.
Lindgren hat sich mit dem Thema Tod und Hoffnung, mit der Idee, dass Liebe auch über den Tod hinaus weiterbesteht, kindgerecht in diesem Buch auseinandergesetzt. Und zugleich so, dass eine zauberhafte Fabel entstanden ist, ein spannendes Märchen, bei dem Kinder fragen lernen: "Was heißt eigentlich Tod? Was heißt Sterben?". Die Antwort wird nicht sein, dass man sich den Tod ersehnen soll. Vielmehr nimmt Lindgren mit diesem Buch dem Tod einen Teil seines Schreckens, begreift ihn als Übergang: für ein Kind meiner Meinung nach ein wunderschönes Bild. Und vielleicht auch für viele Erwachsene; ich zum Beispiel fühle mich wärmer und glücklicher, seit ich Lindgrens Bild von Nangijala und Nangilima kennen darf.
Eine große, wunderschöne Erzählung mit vielen zauberhaften Augenblicken und einer großen Idee: unbedingt empfehlenswert.
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49 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein harmloses Kinderbuch, 25. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Brüder Löwenherz (Gebundene Ausgabe)
Die Geschichte der beiden Brüder Löwenherz hat bei uns sehr ambivalente Gefühle hervorgerufen. Einerseits erzählt es auf wunderbar poetische und fantastisch spannende Weise von Mut, Gerechtigkeit und Zivilcourage. Andererseits spricht es absolut schonungslos das Thema Gewalt und Tod an. Zweimal (und zwar zu Beginn des Buches und dann noch einmal am Ende) geht es ohne Beschönigung darum, dass zwei Kinder miteinander in den Tod springen (wohl einmal, um sich zu retten, dann um ins rettende Jenseits zu gelangen).
Bei allem Verständnis dafür, dass dieses Thema bei Kindern nicht ausgespart werden sollte - man sollte vorher zumindest wissen, dass es hier um etwas härtere Kost geht. Diese Informationspflicht hätte der Verlag in diesem Fall zu erfüllen. Zu Beginn stirbt der ältere Bruder, weil er seinen jüngeren Bruder aus einem brennenden Haus retten will und mit ihm aus dem Fenster springt. Am Ende (im Jenseits Nangijala) bittet er seinen jüngeren Bruder, mit ihm in den Freitod zu gehen (von der Klippe zu springen), da er seinen Körper nicht mehr bewegen kann. Der jüngere Bruder stimmt zu, weil er die Traurigkeit ihrer Lage nicht mehr ertragen will und seinen Bruder über alles liebt.
Ich finde den Zugang zu dieser Thematik zumindest grenzwertig und nicht unbedingt für alle zartbesaiteten (Kinder-)seelen geeignet. Auf jeden Fall braucht es im Anschluss eine gehörige Portion Aufarbeitung einiger Fragen, die dabei vor allem am Ende auftauchen:
Kann es eine Lösung sein, bei Schwierigkeiten in den Tod zu gehen?
Wird es diesmal tatsächlich ein Paradies geben, oder - wie beim ersten Mal - dann doch eigentlich nicht wirklich?
Dazu kommt, dass am Ende des Buches sehr massive Gewalt-, Kriegs- und Verlusterfahrungen der Kinder beschrieben werden, die gar keiner guten Lösung zugeführt werden.
Klar, Kinder brauchen Märchen, also eine Auseinandersetzung mit den Kräften von Gut und Böse, Schmerz, Tod und Verlust. In Märchen wird aber meist gekonnt mit Bildern und Metaphern gearbeitet. Ich frage mich ganz einfach, ob eine Auseinandersetzung mit dem Thema auf so konkrete und realistische Weise (trotz Phantasy-Setting) der richtige Weg ist. Ich als Erwachsene war doch über diese unvorbereitete Massivität in einem Kinderbuch mehr oder weniger irritiert. Mein neunjähriger Sohn hat - so glaube ich - bewusst oder unbewusst - nur einen für ihn verarbeitbaren Aspekt dieser emotionalen Hochschaubahn an sich herangelassen. Wie diese Geschichte in ihm weiter arbeitet, bleibt mir vielleicht verborgen.Die Brüder Löwenherz
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der schönsten Kinderbücher, 26. Februar 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Brüder Löwenherz (Gebundene Ausgabe)
Schweden Anfang 20 Jh.: Klein-Krümel, unheilbar krank an einem Lungenleiden dahinsterbend, verliert in einem Wohnungsbrand seinen großen Bruder Jonathan, der ihn immer mit hoffnungsvollen Geschichten über ein paradiesisches Land nach dem Tod getröstet hat. "Und wenn ich dann sterbe, kommst du als weiße Taube zu mir und holst mich ab!" versprach Jonathan. Als Krümel kurz vor seinem Tod eine weiße Taube auf dem Fenster erblickt, träumt er in einem märchenhaften letzten Fiebertraum von eben diesem Land und den heldenhaften Abenteuern, die er und Jonathan im Kampf gegen den bösen schwarzen Ritter und einen Drachen bestehen. Das Hinübergleiten in den wirklichen Tod gestaltet Lindgren großartig durch eine letzte selbstmörderische Verzweifelungstat der Brüder und den schließenden Satz: "Oh, Jonathan, ich sehe das Licht! ICH SEHE DAS LICHT!"
Poetisch, spannend und tiefgreifend schön. Von Kritikern häufig missverstanden als eine unchristliche Umdeutung des Lebens nach dem Tod oder Verharmlosung des Kinderselbstmordes, geht dieses Buch mutig und warmherzig die auch Kindern vertraute Angst vor dem eigenen Tod an.
(Astrid Lingren hat einmal gesagt, daß nicht allen Lesern klar wird, wann wer in dem Buch stirbt, aber das störe sie nicht)
Verpackt in den märchengleichen Hauptteil ist eine zeitlos wertvolle Philosophie über die Notwendigkeit des Kampfes gegen das Böse und dem Respekt gegenüber allem Leben, welche sich auch ganz aktuell im Kampf Harry Potters gegen den fachistoiden Voldemort fortsetzt.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das wohl schönste und gleichzeitig traurigste Buch, 30. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Brüder Löwenherz (Gebundene Ausgabe)
Ich bekam dieses Buch mit 12 Jahren von meiner Tante geschenkt, die immer ein gutes Händchen für schöne Bücher hatte.
Ich verschlang es innerhalb einer Nacht und heulte wie ein Schlosshund.
Vor Trauer über die Ungerechtigkeit des Todes eines Kindes, vor Freude über Wiedersehen und vor Glück über die tröstliche Hoffnung auf ein "Danach".
Es half mir über den Tod meines Opas und den meines Onkels hinweg.
Seit dem habe ich das Buch in sehr regelmäßigen Abständen immer wieder gelesen. Ich weine immer noch an den gleichen Stellen. Ich lache immer noch an den gleichen Stellen.
Eine Lektüre für Jeden der Hoffnung braucht!
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschön!, 11. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Brüder Löwenherz (Gebundene Ausgabe)
Wer hat sie nicht gelesen, die Brüder Löwenherz, heimlich abends im Bett, weil es gerade so spannend war, als das Licht ausgemacht werden mußte? Wer hat nicht mit gezittert bei den Kämpfen und Fluchten, gelitten, getrauert und mitgelebt? Der hat seine Kindheit und Jugend verschwendet. Selbst für eine Astrid Lindgren ist dieses Buch einfach außergewöhnlich. Liebevoll erzählt sie die Geschichte der Brüder Löwenherz, dem großen, schönen und starken Jonathan und seinem kleinen Bruder Krümel, die sich nach ihrem Tod in einem Land wieder treffen, daß ein Paradies sein könnte, das aber durch einen bösen Herrscher grausam unterdrückt wird. Astrid Lindgren geht mit dem Tod, wie mit vielen Tabuthemen in ihren Werken, ganz natürlich und undramatisch um und stellt ihn dar als lediglich ein Schritt zu einer neuen "Lebensebene", auf der man sich wieder trifft. Eine meiner schönsten Jugenderinnerungen und eine unbedingt Empfehlung! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich schön und wahnsinnig spannend, 12. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Brüder Löwenherz (Gebundene Ausgabe)
Ein unglaublich schönes und spannendes Buch, das ich von der Autorin der ebenfalls hervorragenden Bücher "Michel aus Lönnneberga" und "Pippi Langstrumpf" nicht erwartet hatte, weil es ganz anders ist.

Die Geschichte wird aus der Perspektive von "Krümel" Karl Löwe erzählt, der schwer krank ist und Angst vor dem Sterben hat. Sein großer Bruder Jonathan steht ihm bei, er erzählt ihm von einem Land, in das Krümel gehen werde, wo er gesund sein und jeden Tag Abenteuer erleben werde. Und nach kurzer Zeit, werde er, Jonathan, zu ihm kommen.

Doch dann kommt es anders: Jonathan stirbt, als er seinen Bruder Krümel vor einem Feuer rettet, und geht als erster in dieses sagenhafte Land. Als Krümel schließlich nachfolgt und in Nangijala tatsächlich gesund ist, beginnen die Abenteuer für die beiden Brüder: Das Heckenrosental wird nämlich von einem Tyrannen, Tengil, geknechtet, der auch Macht über einen Drachen, die schreckliche Katla, hat ...

Am Ende, nach dem Tod Katlas, rettet Karl seinen großen Bruder Jonathan, in dem er mit ihm ins Land Nangilima springt, so wie am Anfang Jonathan mit Karl auf dem Rücken aus dem brennenden Haus gesprungen ist, um Karl "Krümel" vor dem Feuer zu retten.

Ich war unsicher, ob der zweimalige Tod der Brüder nicht zuviel für einen Zehnjährigen sei, und habe das Buch deswegen als Lektüre für mein Kind lange nicht in Betracht gezogen. Astrid Lindgren erzählt jedoch sehr einfühlsam, und über allem steht die tiefe Verbundenheit der Brüder, die den Leser nach den Tränen während der ersten Seiten in ihren Bann zieht.

Ein wunderbares Buch über Bruderliebe und darüber, wie man trotz Furcht Mut haben und für sich und eine bessere Welt kämpfen kann.

Phantastisch und sehr empfehlenswert! Klare 5 Sterne.
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Thema "Tod" am richtigen Schopfe gepackt, 26. November 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Brüder Löwenherz (Gebundene Ausgabe)
Astrid Lindgrens Bücher haben mich durch meine Jugend begleitet. Ihr erfrischend einfacher, klarer Schreibstil ist einer der Gründe, warum man ebenso als Kind, wie auch als Erwachsener immer wieder gerne zugreift. Besonders hervorstechend war für mich das Buch "Die Brüder Löwenherz". Lindgren hat es geschafft, das Thema Tod auf eine unglaublich neutrale Art und Weise rüberzubringen, ohne dabei auf der religösen Schiene fahren zu müssen.
Das "Totenreich" ist kein Ort des ewigen Glücks. Es herrscht Krieg, Hunger und Leid, jedoch merken die beiden Brüder anfangs nichts davon. Schnell geraten die beiden in die Geschehnisse, die trotz ihrer relativen Härte (das Thema "Krieg" ist sehr prägnant) niemals auch nur annährend in Gewalt ausarten.
Das Buch ist nicht nur für Jungs, sondern auch für Mädchen geeignet. Auch wenn die beiden Protagonisten männlich und auch die Nebencharaktere zum Großteil Männer sind, können Mädchen großen Gefallen an dieser Geschichte finden. Ich selbst (weiblich) habe dieses Buch mit etwa neun Jahren immer und immer wieder gelesen und war begeistert.
Besonders hervorzuheben wäre das Ende, das trotz seiner für Lindgren erstaunlichen Härte und Traurigkeit einen sehr befriedigenden Abschluss bietet. Zum Vorlesen und selber lesen bestens geeignet - Alter etwa ab 8 Jahren, da das Thema bei jüngeren Kindern doch schnell zu Unsicherheit und Angst führt.
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Die Brüder Löwenherz
Die Brüder Löwenherz von Astrid Lindgren (Gebundene Ausgabe - Februar 1974)
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