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5.0 von 5 Sternen Es gibt Bücher, die kann man eigentlich nicht kommentieren...
... weil alles, was man schreibt zu flach ist, zu nichtssagend, dem Werk nicht gerecht wird. Vielleicht liegt es an mir, dass ich die Dinge, die in meinem Kopf umherschwirren nicht richtig in Worte fassen kann, da ich diese schlicht nicht kenne. Manchmal fehlen einem auch einfach die Worte.

Dies ist eines der Bücher, bei dem ich dieses Gefühl...
Vor 8 Monaten von Jean Ignace Isidore Gérard veröffentlicht

versus
18 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Für welches Alter?
Ich gebe zu, ich habe meine Probleme damit, Kinder auf diese Art mit dem grausamen Alltag anderer Kinder zu konfrontieren. Das hat nichts mit Überbehütung oder "Heile-Welt-Syndrom" zu tun - Kinder sollen wissen, dass Kinderrechte nicht überall eingehalten werden und dass Kinder in vielen Teilen der Erde mit Armut und überhaupt der Erfüllung der...
Vor 8 Monaten von Religionslehrerin veröffentlicht


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es gibt Bücher, die kann man eigentlich nicht kommentieren..., 30. November 2013
Von 
Jean Ignace Isidore Gérard "Grandville" (Südniedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen (Gebundene Ausgabe)
... weil alles, was man schreibt zu flach ist, zu nichtssagend, dem Werk nicht gerecht wird. Vielleicht liegt es an mir, dass ich die Dinge, die in meinem Kopf umherschwirren nicht richtig in Worte fassen kann, da ich diese schlicht nicht kenne. Manchmal fehlen einem auch einfach die Worte.

Dies ist eines der Bücher, bei dem ich dieses Gefühl habe.

"Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen" ist ein Jugendbuch, vom Verlag mit der Altersempfehlung "ab 14 Jahre" versehen. Zu recht, wie ich meine. Denn obwohl es nur ein dünnes kleines Büchlein ist (es hat nur 111 Seiten), fühlte ich mich als Erwachsener fast ein wenig überfordert. Wie mag es da einem Kind/Jugendlichen ergehen?
Ein Buch, dass auffordert darüber zu reden, zu diskutieren, Fragen zu stellen, Antworten zu suchen... doch ob man sie findet, ist eine andere Geschichte. Ein Buch, dass einen beschämt zurücklässt und man sich bei der nächsten Flüchtlingskatastrophenmeldung vielleicht nicht mehr so weit aus dem Fenster lehnt und man ein wenig besser versteht, warum der mögliche Tod auf einem überfüllten Schiff immer noch eine bessere Zukunftsaussicht ist, als ein Leben in seinem kleinen afrikanischen Dorf. Ein Buch mit dem man den jungen Leser auf keinen Fall alleine zurücklassen sollte.

Vier Geschichten hat dieses Buch und alle sind gleich verstörend, berührend, schockierend, traurig machend, intensiv.
Meist wird aus der Sicht der Kinder erzählt, fast könnte man meinen, das Kind stehe vor einem. So ist der Stil manchmal recht holprig und einfach, aber direkt und intensiv. Jedes der vier Schicksale berührt und sind in dieser oder ähnlicher Form auch passiert, wie die Autorin im Nachwort schreibt.

Ich kann mir das Buch gut als Schullektüre vorstellen. Ob es das ganze Buch sein muss, sei dahin gestellt, aber man kann sich ja auch aus den vier Geschichten eine aussuchen und so einen Einstieg in Themen wir Kinderrechte, Dritte Welt, Entwicklungsländer, Armut, Afrika im Allgemeinen, Aids und Kinderprostitution schaffen.

Über das Coverdesign kann man streiten. Es ist ein Hingucker und sehr afrikanisch. Aber besonders die Innenillustrationen (zu jeder Geschichte eine), hätte ich mir ein wenig anders gewünscht. Da sie zwar immer Punkte der Erzählung aufnehmen und widerspiegeln, aber so richtig passend fand ich sie nicht.

Ein interessantes, empfehlenswertes Buch über das Afrika von heute und wie Kinder in Afrika leben. Ein Buch, dass einen knallhart in die Realität zurückbringt und einen die rosarote Brille Afrika-Romantik-Brille abnehmen lässt. Auch für Erwachsene eine Leseempfehlung. Kinder und Jugendliche sollten mit dem Buch nicht alleingelassen werden und während der Lektüre die Möglichkeit haben über das gelesen und die damit verbundenen Fragen zu sprechen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dünnes Buch mit schwerem Inhalt, 9. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen (Gebundene Ausgabe)
- Ja, was Kristen Boie geschrieben hat ist ein Buch mit unterschiedlichen und doch gleichen Geschichten.
- Ja, was in dem Buch steht sind erfundene Geschichten.
- Ja, die 4 kurzen Geschichten handeln vom Leben, so wie es in Südafrika jeden Tag von Neuem passiert.
- Ja, diese “erfundenen“ Geschichten liegen sehr nah an der Wahrheit, sie beschönigen sie vielleicht noch eher, als dass sie diese übertreiben.
- Ja, dieses Buch sollten nicht nur Erwachsene lesen, sondern auf jeden Fall auch die dafür vorgesehene Altersgruppe.

Was Kristen Boie da für uns und die betroffenen Kinder geschrieben hat, macht uns erst einmal wirklich sprachlos. Nehmen
wir doch diese Probleme der anderen Länder nur noch am Rande wahr. Wir denken mit unserer Entwicklungshilfe die wir
leisten oder den Patenschaften die wir übernehmen haben wir unsere Pflicht diesen Kindern/Menschen gegenüber erfüllt.

Wenn wir dieses Buch gelesen haben, wird uns klar wie unüberlegt diese wohl gemeinte Hilfe doch oft ist. Ein Beispiel im
Buch zeigt dies ganz deutlich. Stolz wird einer in den unwegsamen Bergen lebenden, gehunfähigen Oma ein Rollstuhl
überreicht. Er passt nicht durch die Tür, ist für draussen sowieso nicht geeignet und in dem einzigen Raum in der Hütte ist
auch kein Platz für ihn. Sie haben jetzt einen Rollstuhl denn keiner gebrauchen kann und zum Essen ist immer noch nichts
auf dem Tisch.

Diese 4 Geschichten machen den Leser betroffen, erkennt man doch sehr schnell, dass unsere Probleme dagegen wirklich
banal sind und auf ein Minimum zusammenschrumpfen.

Da über diesen schweren Inhalt der Geschichten, die uns noch lange beschäftigen, unbedingt gesprochen werden sollte,
wäre dieses Buch als Pflichtlektüre im Religions- bzw. Ethikunterricht sehr zu empfehlen. So hätte die angegebene
Altersgruppe auch sofort einen Ansprechpartner der sich mit dem Thema bereits auseinander gesetzt hat, oder die Eltern
müssten das Buch bereits kennen bevor es die Kinder lesen.

Kirsten Boie zeigt uns mit fast kindlicher Sprache wie hilf- bzw. machtlos wir eigentlich sind und wie hilfebedürftig diese
HIV-Waisen in Wirklichkeit sind. Durch den Sprach-/Schreibstil liegt bei mir der Gedanke sehr nahe, dass Kinder ihr Leben
Kirsten, bei ihrem Aufenthalt in Südafrika/Swasiland, so oder zumindest so ähnlich beschrieben haben.

Dieses Buch sollte/muss gelesen werden, daher gibt es von mir eine Leseempfehlung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Intensive Kurzgeschichten, die einen tief berühren, 29. November 2013
Von 
Ira W. - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen (Gebundene Ausgabe)
Es ist schwer, dieses Buch zu beschreiben, weil mir selber hier auch manches mal die Worte fehlten.

"Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen" ist sehr intensiv, obwohl es nur kurze, fast sachlich geschilderte Geschichten sind, treffen sie den Leser ins Mark und werfen viele Fragen auf.

Man sitzt fassunglos davor, wenn man realisiert, dass diese Geschichten, die uns beschäftigen und uns mit einer Welt hadern lassen, wo solche Dinge passieren können, für die Kinder dort einfach Alltag sind. Es ist so. Sie kennen es nicht anders und sie leben damit.

Kurze Geschichten über das Leben von Kindern, deren Eltern an Aids gestorben sind, wie viel zu viele Eltern dort, über das Überleben, den alltäglichen Kampf um Essen, über Kinderprostitution, über die Angst vor einer eigenen Ansteckung mit "der Krankheit", Geschichten über ein Land, in dem Aids immer präsent ist und das Leben der Menschen dort massiv beeinflusst hat.

Fassungslos, hilflos - so fühlte ich mich nach dem Lesen dieses Buches und trotzdem fand ich es gut, es gelesen zu haben. Die Kinder und ihr Umgang mit ihrem Schicksal haben mir großen Respekt abgenötigt, wobei es mich andererseits auch traurig gemacht hat zu sehen, wie viele Verantwortung auf teilweise doch recht jungen Schultern lastet.

Meine Tochter (13) hat das Buch ebenfalls gelesen und sie war ebenfalls sehr beeindruckt. Als Erstes fielen jedoch viele Fragen an, weil es doch vieles gibt, was für uns aus unserem Überfluss heraus, schwer vorstellbar und schwer verständlich ist.

Ich kann dieses Büchlein auf jeden Fall empfehlen, allerdings ist es nicht unbedingt "leichte Kost" und der Leser oder die Leserin sollte nicht mehr zu jung sein.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sollte Schullektüre werden!, 27. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch von Kirsten Boie beinhaltet vier Geschichten, die sich in Afrika ereignen plus ein Nachwort der Autorin. Ich habe sofort Kirsten Boies Stil in diesem Buch wiedergefunden und da ich Fan bin, habe ich mich darüber gefreut: Sätze, die hier und da ausholen, gedanklich auch mal hin- und her wandern und dennoch bei der Sache bleiben. Sie schafft Geschichten, die von einer Situation zur anderen gleiten, sie baut Spannung auf, zeigt äußere, vor allem aber innere Konflikte. Die Geschichten sind sehr einfühlsam geschrieben. Da geht es um verwaiste Kinder, um Aids, aber es geht vor allem um Kinder, die viel zu früh erwachsen sein müssen.Der Inhalt der Geschichten ist schwer verdaulich, gesellschaftskritische Aspekte schwingen mit hinein, was ich gut finde - was mich aber auch ein wenig hilflos zurück lässt. So bleibt mir zum Beispiel ein Rollstuhl in Erinnerung, den eine Hilfsorganisation besorgte - der aber so breit ist, dass er gar nicht durch die Hüttentür passt und vollkommen ungeeignet ist für die holprigen Straßen des Dorfes. Trotzdem ist die afrikanische Besitzerin stolz darauf - immerhin wurde an sie gedacht. Dies ist das Absurde, das Kirsten Boie aufzeigt, diese gegensätzlichen Welten.

Es ist ein Buch, das Kinder in unserem Land meiner Meinung nach lesen müssen. Allerdings nicht zu früh und nicht alleine. Aber wenn ich mir überlege, wie die Kinder in meiner Umgebung des Öfteren mit anderen umgehen und verlernen, für das, was sie haben dankbar zu sein, dann kann dieses Buch, eingebettet in ein gutes Eltern-Kind-Gespräch oder auch in den Schulunterricht, vieles bewirken.

Kirsten Boie schafft mit diesem Buch eine Bewusstseinsveränderung - ganz unaufdringlich. Ich hoffe, dass viele Leute das Buch lesen!
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18 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Für welches Alter?, 4. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen (Gebundene Ausgabe)
Ich gebe zu, ich habe meine Probleme damit, Kinder auf diese Art mit dem grausamen Alltag anderer Kinder zu konfrontieren. Das hat nichts mit Überbehütung oder "Heile-Welt-Syndrom" zu tun - Kinder sollen wissen, dass Kinderrechte nicht überall eingehalten werden und dass Kinder in vielen Teilen der Erde mit Armut und überhaupt der Erfüllung der Grundbedürfnisse zu tun haben und ums Überleben kämpfen müssen. Aber ich finde es sehr fragwürdig, Kinder mit grausamen Einzelschicksalen anderer Kinder zu konfrontieren und sie dann insofern allein zu lassen, als sie nichts aktiv tun können, um diesen Kindern zu helfen. Das erzeugt Ängste - bei sensiblen Kindern finde ich diese Mischung aus Ängsten und dem Gefühl der Hilflosigkeit, diesem speziellen betroffenen Kind nicht helfen zu können, eine pädagogisch sehr fragwürdige Sache. Kinder sollen Mitgefühl für Menschen entwickeln, denen es schlechter geht und die Hilfe benötigen. Das können sie nur dann psychisch erfolgreich tun, wenn zu der emotionalen Betroffenheit auch das Gefühl kommt, aktiv etwas gegen das Unrecht tun zu können. Möglichkeiten dazu gibt es viele, die brauche ich hier nicht im Einzelnen zu erläutern (siehe beispielsweise Patenschaftsprojekte).
Ich vermute, dass die Altersangabe (14-17 Jahre) wegen der angesprochenen Thematik so hoch angesetzt wurde. Dem entspricht das Buch auf sprachlicher Ebene aber keinesfalls - sprachlich würde man das Buch eher für um einiges jüngere Kinder empfehlen. Das passt so nicht zusammen.
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5.0 von 5 Sternen sehr empfehlenswert, 15. April 2014
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Rezension bezieht sich auf: Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen (Gebundene Ausgabe)
es ist ein sehr. anrührendes Buch

ich würde es aber jugendlichen erst ab 13/14 Jahren empfehlen

es hat. ich fast schockiert
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5.0 von 5 Sternen Traurig, aber leider wahr!, 6. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch müsste Pflichtlektüre in den Schulen werden. Kirsten Boie hat es nicht nur für Kinder, sondern vielleicht auch gerade für Erwachsene geschrieben. Sehr empfehlenswert!
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5.0 von 5 Sternen AIDS, 22. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen (Gebundene Ausgabe)
Ein super gutes Buch um den Blick auf eine andere Kultur zu lenken.
Für kleine Kinder nicht geeignet.
Eher ab 5.Klasse und für Erwachsene
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5.0 von 5 Sternen Man kann es eigentlich nicht erzählen, darf es aber auf keinen Fall verschweigen., 28. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen (Gebundene Ausgabe)
Kirstin Boie erzählt in Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen" vier Kurzgeschichten von Kindern in Swasiland (Südafrika). Dies gelingt ihr mehr als authentisch, was bestimmt auch an ihrer Reise durch das Swasiland liegt. Eine jede Geschichte hat mich tief bewegt und das Buch wird sicherlich noch lange in meiner Erinnerung bleiben.

Natürlich hört man viel von Aidswaisen, Kinderprostitution oder auch von Kindern, die nicht zur Schule gehen dürfen. Man kann auch immer wieder Berichte über Entwicklungsarbeit lesen. Mit diesem Buch bekommen diese Themen aber durch vier elternlose Kinder, deren Geschichte hier erzählt wird, ein Gesicht. Dabei hebt Kirstin Boie keinen moralischen Zeigefinger, eher im Gegenteil. Die Geschichten werden neutral und mit Distanz geschildert. Jedoch wecken sie beim Leser unheimliche Emotionen. Begonnen wird mit dem elfjährigen Thulani, der nicht zur Schule darf, weil er keinen offiziellen Totenschein seiner Mutter vorweisen kann. Darauf folgt Sonto, die versucht ihrer kleinen Schwester eine Art Mutterersatz zu sein. Sie hat beschlossen, dass sie sich gemeinsam zum Aidstest aufmachen, wovon sie ihrer kleinen Schwester aber nichts verrät. Die Geschichte von Lungile hat mich wohl am meisten betroffen gemacht hat, weil das Mädchen sich auf letzte erniedrigen lassen muss. Sie will ihrer kleinen Schwester unbedingt Schuhe kaufen, ohne die man nicht zur Schule darf.

Mein erster Eindruck, als ich das Buch in Händen hielt, war, oh wie edel. Die edle Aufmachung, die dicken Seiten, die große Schrift, das ist für mich alles ein Fingerzeig auf die Wichtigkeit des Inhalts. Und so sehr, wie mich schon die Aufmachung beeindruckt hat, so sehr haben die Geschichten mich bewegt. Sie lassen mich tief betroffen, beeindruckt und nachdenklich zurück. Ich denke, dass man diese Themen auf gar keinen Fall totschweigen darf. Jedoch bin ich auch der Meinung, dass dies kein Jugendbuch ist, das man einem Jugendlichen in die Hand drücken darf um ihn dann damit allein zu lassen. Schon ich als Erwachsener muss die Geschichten verarbeiten. Deshalb müssen die jugendlichen Leser auf jeden Fall die Gelegenheit und Hilfe bekommen, um das Gelesene aufzuarbeiten. Gut könnte ich mir auch einzelne Geschichten im Unterricht vorstellen.
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5.0 von 5 Sternen Afrikas Geschichte erschüttert und bewegt, 23. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen (Gebundene Ausgabe)
VORSICHT SPOILER!
Nachdem ich gestern "Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen" beendet habe muss ich eingestehen, das ich genügend Grund habe mich zu schämen. Schämen dafür, das mein Denken oft sehr oberflächlich ist und mich Dinge so sehr gefangen nehmen, die in Afrika nicht relevant wären. Ich brauche mir keine Gedanken darüber machen, welches Paar Schuhe ich anziehen soll, denn wenn ich wollte könnte ich jeden Tag im Monat ein anderes Paar anziehen, denn mein Schuhschrank ist gut gefüllt und ich muss nie barfuß laufen. Auch der Schulausschluss würde mir nicht drohen, denn ich hätte Schuhe und müsste meinen Körper auch nicht verkaufen um meiner kleinen Schwester welche zu beschaffen. Es war für mich sehr bedrückend die Geschichten der Kinder zu lesen, die zum großen Teil Waisen geworden sind durch eine heimtückische Krankheit. Erst im Nachwort wird HIV erwähnt, aber ich wusste es schon von Anfang an, das es sich nur um Aids handeln kann. Es tat weh, das mir irgendwie die Hände gebunden sind und ich nicht eingreifen konnte in die Handlung. Kerstin Boie sagt zwar, das die Geschichten der Kinder irgendwie erfunden sind, aber sie sind so authentisch erzählt, das ich sie glauben kann und sie als wahr empfunden habe, denn ich vermute dennoch ein kleines Fünkchen Wahrheit in jeder der kleinen Geschichte. Ich gebe es zu, das ich mich schäme, denn hier, da wo ich stehe brauche ich mir um all diese Dinge keine Sorgen zu machen und dennoch machen wir uns Sorgen, die aber ehrlich gesagt wirklich unnötig sind. Ihr kennt als Frauen sicherlich den Blick in den Kleiderschrank und die Frage: "Was ziehe ich an?" Die Frage stellt sich nicht, wenn man nichts hat, ob es glücklicher macht stelle ich mal so mitten in den Raum. "Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen" lebt durch kleine Geschichten des Alltags und weckt auf. Rüttelt wach und beschämt mich zutiefst. "Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen" ist für uns als oberflächlich denkende Nation mehr als geeignet und ich danke der Autorin für dieses Buch, welches mir wirklich sehr nah ging. Ich kann es mir sehr gut als Schullektüre vorstellen um jungen Menschen die Armut und Not, der ärmsten der Armen näher zu bringen. Hier sind es Kinder, die ihre persönliche Geschichte erzählen. Ich kann nichts anderes als eine Leseempfehlung auszusprechen! Meiner Meinung nach gibt es Dinge, die sollten unbedingt erzählt werden!
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Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen
Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen von Kirsten Boie (Gebundene Ausgabe - 1. Oktober 2013)
EUR 12,95
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