Kundenrezensionen

28
3,9 von 5 Sternen
Die Geister, die mich riefen: Deutschlands bekanntester Spukforscher erzählt
Format: TaschenbuchÄndern
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
...andere sagen, es gibt keine Gespenster. Ein uraltes Thema und bis heute spannend, aber Walter von Lucadou, der Gründer der Parapsychologischen Beratungsstelle in Freiburg hält sich da leider auch ein bisschen bedeckt. Der Physiker und Psychologe gibt sich in diesem Buch sehr entspannt und macht deutlich, dass wir nicht alles wissen, aber vieles beobachten können. Für manches hat er eine Theorie, z.B. Poltergeistphänomene als erweiterte Psychosomatik, was sich ja auch tatsächlich feststellen lässt, denn Spukgeschehen ist eigentlich eher personen- als ortsbezogen. Klar, die Theorie wird hier nicht wissenschaftlich korrekt aufgedröselt, was vielleicht auch gar nicht möglich ist, der Ansatz ist aber schon plausibel erklärt. Viele die das Buch zur Hand nehmen, sind vielleicht enttäuscht, das der Spukforscher nicht mit Scanner und alten Schatzplänen in irgendwelchen Kellern von Burgruinen herumkraxelt, nein er bedient sich vorwiegend Telefon und e-mail und sucht das klärende Gespräch. Meistens scheint das zu helfen. Die Fälle sind oft unspektakulär, manchmal aber doch schon ein bisschen gruselig. Meist steht ein ganz und gar weltliches Problem (Lebenssituation/Familienstress) im Hintergrund des Spukgeschehens. Als Spukforscher braucht man wohl vor allem einen kühlen Kopf und Geschick im Umgang mit Menschen. Insgesamt hätte das Buch wohl wirklich ein bisschen spannender und auch dicker ausfallen können, andereseits soll es ja auch ein wenig die Geisterwelt entzaubern, die Fälle sind schon ein bisschen steril dargestellt und ein bisschen Spukschloss und Scanner hätte der Spannung sicher nicht geschadet...
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. August 2014
Inhalt und Meinung:

"Der Spuk ist ihre [Annemaries] psychosomatische Reaktion, die sich in ihrer Umgebung auswirkt." -S.175

Der Autor Walter von Lucadou glaubt nicht an Geister im eigentlichen Sinne. Er bezweifelt, dass Dämonen oder bösartige Wesen uns das Leben schwer machen wollen, sondern er geht davon aus, dass es bei einer paranormalen Erscheinung eine Fokusperson gibt, durch die der Spuk ausgelöst wird, möglicherweise auf Grund unverarbeiteter Probleme. Zwar will er die Möglichkeit, dass Verstorbene mit uns aus dem Jenseits Kontakt aufnehmen und Botschaften übermitteln wollen, nicht komplett ausschließen, hält seine Theorie allerdings für wahrscheinlicher.

Von Lucadou ist Gründer der einzigen parapsychologischen Beratungsstelle in Deutschland, seit 1989 hilft er Menschen die meinen etwas Paranormales erlebt zu haben oder auch Angehörigen, die um Rat oder Informationen bitten wollen. Wer jetzt erwartet, dass er im Stile von den "Ghosthuntern" mitten in der Nacht auf Friedhöfen oder alten Burgen campiert um EMP-Aufnahmen zu machen, der wird enttäuscht werden. Er arbeitet hauptsächlich von seinem Büro aus und erhält tägliche Telefonanrufe, Briefe oder Emails, von denen er einige ausgewählt hat, um sie dem Leser vorzustellen und anhand dieser aufzuzeigen, wie er mit solchen Situationen umgeht und was er den Betroffenen in solchen Fällen erklärt.

Die Fälle selbst fand ich interessant und die Vorstellung, dass einem selbst so etwas auch einmal passieren könnte, durchaus etwas gruselig, allerdings sollte man auch keine Hollywoodblockbuster-Storys erwarten. Er unterteilt die verschiedenen Geschichten im Buch in vier Kategorien von denen er jeweils Beispiele bringt: 1. Geister und Erscheinungen, 2. Wahrträume, 3. Telepathie und Hellsichtigkeit und 4. Spuk.

Die Gestaltung um die Fälle herum fand ich jedoch leider ziemlich daneben. Es sollte wohl ein typischer Alltagstag von Herrn Lucadou gezeigt werden, jedoch ist es mir schlichtweg egal, ob er an dem Tag einen oder zwei Äpfel gegessen hat, ob seine Kollegin ihm möglicherweise etwas zum Mittagessen mitbringen solle und weiteren verschiedensten öden Nichtigkeiten. Was bedeutet, dass sich stellenweise das Buch einfach tierisch zieht. Auch, dass er sich angeblich mit 5! Jahren stundelang den Kopf darüber zerbrochen hat, wie ein Radio funktioniert und die Tatsache, dass er sich noch so haargenau daran erinnert und schließlich auch noch wie verschiedenste Arbeiten hießen, die er während seines Physikstudiums verfasst hat, lassen mich doch eher die Augen verdrehen. Who cares? Stattdessen hätte er lieber noch ein paar Fälle mehr, von denen er doch so wahnsinnig viele zugesendet bekommt, einbauen können.

Der Satz des Klappentextes: "Findet erstmals glaubwürdige Antworten darauf, warum es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als unsere Schulweisheit sich erträumen lässt." - ist viel zu hochgegriffen und verspricht eindeutig zuviel. Es wird nichts bewiesen und viele Aussagen bleiben eher vage.

Nichtsdestrotz scheint von Lucadou ein durchaus sympathischer Mensch zu sein, der ehrliches Interesse daran hat, Menschen die nicht mehr weiterwissen und von ihrer Umgebung als Spinner abgestempelt werden, zu helfen. Man darf keine spektakulären neue Theorien oder Erkenntnisse erwarten oder gar Beweise für übernatürliche Existenzen, wer jedoch glaubt, dass durchaus Dinge existieren könnten, die man mit dem momentanen Stand der Wissenschaft nicht erklären kann, der kann sich hier von einigen interessanten Fällen unterhalten lassen und die langweiligen Passagen vielleicht einfach querlesen^^
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. November 2014
"Die Geister, die mich riefen" von Peter Wagner und Walther von Lucadou ist eine interessante Abhandlung über mögliche Spukphänomene in Deutschland.
Sie beginnt mit dem Tagesablauf Deutschlands bekanntesten Spukforschers, der gerade aus dem Urlaub zurückgekehrt ist und sich einem vollen Schreibtisch mit Anfragen und Hilfeersuchen gegenübersieht. Im Laufe des Buches werden sämtliche Fälle abgearbeitet; einige exemplarische werden genannt und genauer dargestellt. Von Lucadou geht an die einzelnen Fälle mit seiner eigenen Theorie über Spuk heran: Seiner Ansicht nach sind sogenannte Verschränkungen, der Quantenphysik nicht unähnlich, für etliche Phänomene verantwortlich. Andererseits legt er sich aber auch nicht klar fest - so lässt er durchaus offen, ob in diesem oder jenem Fall eventuell auch Geister von Toten am Werk sein könnten.
Das Buch ist flüssig geschrieben, wenn auch sehr wissenschaftlich. Ein echter "Gruseleffekt" ist hier vergeblich zu suchen, und das ist auch so gewollt. Schließlich geht es um Ergründung und Begründung derartiger Phänomene, nicht um Effekthascherei. Von mir also vier Punkte dafür!
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16 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Juni 2012
Zu bewundern ist Walter von Lucadou schon einmal dafür, dass er seinem Lieblingsfachgebiet die Treue gehalten hat. Denn wer sich bei bester Qualifikation in Psychologie und Physik mit Spuk und anderem so genanntem Paranormalem befasst, muss aushalten, stets und ständig wenigstens für spleenig gehalten zu werden.
Das Buch vermittelt aufrichtig und glaubhaft seine Suche nach Erklärungen, und mich überzeugt vor allem, dass seine Beratungsstelle Menschen tatsächlich hilft. Was immer an Spukfällen auch dran sein mag - entscheidend ist, dass Menschen sich durch ihre Erlebnisse bedrängt und verängstigt fühlen, und dass der Mann da offenbar helfen kann.
Dass das Buch von der Form her einen gelegentlich allzu beschaulichen Bürotag in der Parapsychologischen Beratungsstelle nachspielt ("Es ist Abend geworden in der Hildastraße..."), an welchem der Erzähler auch mal nur in den vielen Briefen stöbert, wirkt mitunter etwas platt und zeigt, wie sehr die Beschäftigung mit der Parapsychologie an den Rand, weg vom universitären Wissenschaftsbetrieb, verbannt ist. Vor allem aber das Schlusskapitel rührt überaus anregend an nichts weniger als an die großen Fragen des Seins. Was ist die Welt, in der wir leben? Vielleicht auch nur ein Spuk.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Februar 2013
Nachdem ich mich hier informiert habe, kaufte ich das Buch. Abgesehen vom Originalpreis (14,99€) der etwas niedriger sein könnte (9,99€) habe ich das bekommen was ich erwartet habe: Unterhaltung. Herr von Lucadou listet viele Briefe auf und erzählt wie der Alltag eines in Deutschland seltenen Spukforschers ist. Von der Gedankenstruktur und seiner Ausdrucksweise merkt man, das er Psychologie und Physik studiert hat. Er versucht bei den meisten seiner Fälle, eine irdische Erklärung zu finden, doch bei manchen Vorkomnissen ist auch er ratlos (Die fliegenden Steine in Italien) Man muss seine Art nicht unbedingt mögen, auch ich stimme nicht mit jeder Aussage überein (Spuk ist nur ein Hinweis auf ein Problem), das macht aber nichts.

Vor dem Buchbeginn schreibt er, er sehe das Buch als sein Lebenswirk. Anschließend nimmt er uns einen (oder mehrere Tage aufgrund das öftere "Es wird dunkel in der Hildatraße) Tag in seinen Berufsalltag mit. Viel ist zu tun, denn er ist gerade aus dem Urlaub gekommen. Zwischendurch erzählt er kurz von seiner Kindheit und den Hindernissen bei der Eröffnung seiner Parapsychologischen Beratungsstelle.

Wer sich für Geister (hat nicht viel mit zutun) oder besser gesagt Übernatürliches/ Spuk interessiert wird zumindest gut unterhalten auf 196 Seiten aus dem Leben eines Parapsychologen.
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56 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. August 2012
Neulich war Herr Lucadou in einem ausführlichen Gespräch im bayerischen Rundfunk zu hören. Er plauderte nett aus dem Nähkästchen und verstand es gar nicht mal so schlecht, Werbung für sein neues Buch zu machen. Sehr geschickt war er im Radio den konkreten Fragen seines Interviewpartners ausgewichen und der Hörer gewann tatsächlich den Eindruck, daß das Buch für Klärung sorgen könnte.
Immerhin hieß es, Herr Lucadou werde dort "interessante Fälle aus seiner Tätigkeit als Spukforscher vorstellen, die er aufgeklärt habe".

Tatsächlich startet man auch gleich im ersten Kapitel mit dem Brief einer Betroffenen, die mysteriöse Vorgänge in ihrem Umfeld schildert (das leicht selbstmitleidige Vorwort, in dem wohl gleich zu Anfang den Skeptikern der Wind aus den Segeln genommen werden soll, vergißt man vielleicht besser sofort wieder).

Aha - da spukt es also! Ein Geist wandert in der Wohnung umher, die Familienmitglieder werden in Angst und Schrecken versetzt. Gleich wird wohl sicherlich geschildert, wie Herr Lucadou (er ist schließlich promovierter Physiker, was er auch gerne betont!) den Fall untersucht und unter Einsatz von naturwissenschaftlichem Sachverstand, Logik und fundierter Fachkenntnis Aufklärung herbeiführt.
Aber nein - jetzt driftet der Autor erstmal zur völlig nebensächlichen und naiv formulierten Rahmenhandlung ab, dem spannenden Büroalltag eines Spukforschers, der hauptsächlich aus trivialer Konversation mit der Sekretärin ("...soll ich Ihnen einen Tee kochen?") und ähnlichen Nebensächlichkeiten zu bestehen scheint, und den Leser quälend durch das ganze Buch begleitet.
Doch noch hält einen das Versprechen bei der Stange, jetzt werde dann wohl eine fundierte Analyse des Briefes erfolgen. Also weiter.
Da steht es dann schwarz auf weiß: "...ich notiere mir "Hypnagoger Zustand" und "Gestaltwahrnehmung"..."
"Ach so", denkt man sich "dann ist ja alles klar. Hätte man sich ja gleich denken können, daß das Gestaltwahrnehmung ist. Wenn das so ist, dann lese ich doch lieber noch ein paar Details über das Büro von Herrn Lucadou!" Dieses wird von Besuchern wegen der altmodischen Ausstattung wohl als etwas zu dunkel empfunden - aha!

Dieser Anfang ist symptomatisch für das ganze Buch.
Einige kurze Briefe als Fallbeispiele (hier werden wirklich Klischees bedient). Keine Erklärungen oder sinnvolle Theorien. Dafür eine Menge lustlos hingeworfene Pseudofachausdrücke wie "Gestaltwahrnehmung" oder die sogenannte "Verschränkung", die anscheinend die Lieblingserklärung des Autors darstellt. Leider fand sich im gesamten Buch nicht ansatzweise ein Hinweis, was denn diese Verschränkung wohl sein könnte, und auf welchen physikalischen Grundlagen oder Gesetzen diese beruht (übrigens auch nicht in den entsprechenden Veröffentlichen in Fachzeitschriften, die ich, um den Begriff dieser Verschränkung zu verstehen im Anschluß an das Buch tatsächlich gelesen habe).
Zusätzlich endlose, schlecht geschriebene biographische Details und wörtlich wiedergegeben Beratungstelefonate mit Betroffenen. Diese telefonische Beratung scheint bei den Beratenen wohl einen seltsamen Eindruck zu hinterlassen - Herr Lucadou hält sie nicht für paranoid und das ist wohl sein Verdienst - sinnvolle Erklärungen kann oder will er den Menschen gleichwohl auch nicht anbieten.
Bei allen geschilderten Telefonaten scheint der Ablauf der gleiche zu sein: stellen die Leute unangenehme oder konkrete Fragen, werden sie vertröstet. Die Floskeln scheinen zu sein "das nimmt jetzt sehr viel Zeit in Anspruch, das genauer zu erklären" oder "die Psyche des Menschen ist mit der ihn umgebenden physikalischen Welt eng verschränkt. Wie genau das allerdings der Fall ist, kann ich ihnen gerade nicht erklären, weil..." oder "wenn sie wissen wollen, wie wir mit dem Kopf auf die Physik einwirken können, dann dauert die Erklärung leider etwas länger...".
Solche oder ähnliche Sätze finden sich im Buch wortwörtlich. Was das genau mit Beratung und Aufklärung zu tun hat wurde mir nicht klar, dafür gab es allerdings noch mehr interessante Details des Büroalltages zu entdecken, in dem Herr Lucadou beispielsweise gerne auch mal einen Apfel verspeist.
Ich hatte (selbst promovierter Physiker) im Laufe des Buches immer mehr den Eindruck hier für dumm verkauft zu werden. Die Fachbegriffe (oder waren das am Ende gar keine?) wurden nicht eingeführt oder definiert, die sogenannte allgegenwärtige Verschränkung "spukte" im ganzen Buch herum ohne anständige Erklärung. Bei manchen Sätzen (vor allem gegen Ende des Buches als der Autor dann schon fast philosophisch wird) wurde es dann so hanebüchen, daß man im Prinzip nur noch lachen konnte, was ich mehrmals hezhaft getan habe. Ein Fachbegriff reihte sich an den nächsten ohne erkennbaren Sinn und Inhalt - das ließ sich nur noch mit Humor ertragen!
Insgesamt gibt es in dem ganzen Buch tatsächlich exakt EIN Beispiel, in dem Herr Lucadou einen Fall mit Hilfe seiner Kenntnisse aus der Physik aufklären konnte: ein Teekessel empfängt Radiowellen, was die Geisterstimmen in der Wohnung des Betroffenen erklärt. Dies war übrigens auch das Beispiel, das im Radiogespräch als Aufhänger des Buches dargestellt wurde und aufgrund dessen ich überhaupt erst das Buch kaufte. Ich erhoffte mir eben physikalische Erklärungen angeblich übersinnlicher Fälle.
Sucht man allerdings nach ähnlichen Fällen, die vom "Geisterjäger" und Buchautor auf vergleichbare Weise gelöst wurden, was ich nach der unerfreulichen Lektüre des Buches tat, so wird man nicht wirklich fündig. War das am Ende der einzige gelöste Fall und alle anderen sind auf die "Verschränkung" zurückzuführen, beziehungsweise durch diese "physikalisch" zu begründen? Na dann Bravo! Das würde manches erklären.

Das Buch habe ich mittlerweile wieder verkauft. Positiv festzustellen ist, daß es auch in gebrauchtem Zustand noch einen anständigen Preis einbringt, was die Bewertung mit einem Stern erklärt.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Dezember 2012
Ich habe schon ein anderes Buch dieses Autors gelesen: „Psi-Phänomene. Neue Erkenntnisse der Psychokinese-Forschung“. Der Punkt, der in beiden Büchern herausgearbeitet wird: es gibt parapsychologische Phänomene und sie existieren auch dann, wenn sie unserem gesunden Menschenverstand widersprechen, ja sogar, wenn sie in gewisser Weise unsere derzeitigen Erkenntnisse hinter sich lassen. Der Autor wiederholt dies in seinen Büchern zwar unermüdlich, aber genau da beginnt anscheinend bei Vielen der Widerspruch so stark zu werden, weil sowas sich nicht mehr ins alltägliche Denken integrieren lässt. Außerdem beleuchtet von Lucadou die „Elusivität“ der parapsychologischen Effekte, d.h. sie entziehen sich der exakten Beobachtung und sind auch nicht labormäßig kausal wiederholbar. Weil genau das ihr Kennzeichen ist, passen sie auch so schlecht in das etablierte Weltbild. Dass „ich“ ein Teil eines Systems sein kann, welches sogar materielle Auswirkungen erzeugt, ohne dass es dazu eine Kausalität (mit „Kausalität“ kann hier schon ein Lächeln gemeint sein) braucht, kann zwar oft wiederholt werden, es wird dadurch nicht besser. Es hieße ja, dass wir – auch – in einer Welt leben „in der das Wünschen noch geholfen hat“. Möglicherweise eine hinreichendere Erklärung für den Schützen, der sein Ziel auch im Dunkeln trifft.
Das Buch ist eine angenehme Lektüre, die zwar ohne Mathematik oder Physik auskommt, aber vom Leser eine gewisse Vorurteilslosigkeit verlangt. Hilfreich wohl auch, wenn man selbst schon das eine oder andere erlebt hat, das man sich nicht erklären konnte. Anschauliche Fälle beschreiben die auftretenden Phänomene, ihren Sinn und mögliche Strategien, damit umzugehen. Ich habe das Buch mit Freude gelesen, obwohl es einen nicht gerade vor Spannung zerreisst, und kann es empfehlen.
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Juli 2012
Ich kannte Herrn Lucadou schon aus dem Fernsehen, wo er mal in Talkshows zu Gast war. Er geht an die ganze Thematik Spuk usw. wissenschaftlich ran und unterscheidet sich von Däniken usw., die mit wilden Theorien aufwarten.

In dem Buch werden Fälle aus seiner Praxis geschildert und wissenschaftliche Ansätze für die Erklärungen geliefert. Endgültige Antworten auf Spuk und Erscheinungen hat die Wissenschaft auch heute noch nicht, aber interessante Ansätze.

Das Buch ist leicht verständlich geschrieben und nicht zu wissenschaftlich. Alles wird für den "Normalleser" erklärt.

Ich habe eigentlich eine reine Sammlung von seinen Fällen erwartet, stellte dann aber erst entäuscht fest, dass er auch seinen ganzen Werdegang mit aufzeigte. Die Entäuschung wich dann aber zum Glück schnell, da alles insgesamt interessant war.
Für meine Verhältnisse habe ich das Buch verschlungen und kann es auch jedem weiter empfehlen, der das Thema Spuk usw. nüchtern sieht. Esoterisch veranlagte Leser könnten wohlmöglich entäuscht werden, da das Thema mit klarem Verstand angegangen wurde.
Für mich, der eher an wissenschaftliche Erklärungen der heute noch nicht erklärbaren Phänomene glaubt, war es die richtige Wahl.
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am 27. Juni 2015
Ein sehr gut geschriebenes Buch, das ich mittags bekam und am Abend ausgelesen hatte. Sehr interessant geschrieben. Es werden nicht nur Fälle beschrieben und erzählt, sondern auch Erklärungsversuche geboten. Jedem, der sich für dieses Themenfeld interessiert, kann ich es empfehlen. Es lohnt sich.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Juni 2013
Ich habe hier bei Amazon die Buchvorschau durchgelesen und war sofort hin und weg von den Geschichten. Die ersten ca. 30 Seiten lesen sich wie geschmiert. Herr von Lucadou erzählt von Geistergeschichten, die täglich bei ihm in Form von E-Mails, Telefonanrufen oder Briefen einlaufen. Ich habe stellenweise Gänsehaut bekommen, weil ich es nicht fassen konnte, dass es wirklich so gruselige Vorkommnisse gibt, die tatsächlich so passiert sind...

Dann wird ein Cut gemacht und Herr Lucadou erzählt von seinem Leben, wie er überhaupt zu diesem Thema gekommen ist, was er studiert hat, ein paar Geschichten aus seiner Kindheit. Das finde ich - um ehrlich zu sein - langweilig.

Es ist absolut sein Recht, in seinem Buch biografische Daten loszuwerden, aber doch bitte nicht über 20 und noch mehr Seiten. Da war ich von diesem Buch etwas enttäuscht. Ich wollte Spukgeschichten lesen. Mit dieser Haltung habe ich mir das Buch gekauft.

Deshalb: In dem Buch werden Schauergeschichten erzählt und auch aufgelöst. Jedoch schalte ich total bei den Erklärungen ab, wie ein solcher Spuk entsteht. Ich musste mir diesen Teil mind. 4 mal durchlesen um nur annähernd zu verstehen, wie denn endlich ein Spuk entsteht... Herr von Lucadou drückt sich hier sehr fachspezifisch aus und wirft nur so mit Fremdwörter um sich.

Fazit: Wer wie ich das Buch nur gekauft hat, um wirklich erlebte Gruselgeschichten von Menschen zu lesen, der wird zwar nicht enttäuscht, aber auch nicht befriedigt. Wenn man die biografischen Teile weglässt, finde ich trotzdem, dass diese Buch ein sehr interessantes Buch ist.
Ich würde es weiterempfehlen.
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