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am 18. Dezember 2013
Sarah und Bob leben den amerikanischen Traum! Beide haben Spitzenjobs, sind Führungskräfte in der Wirtschaft, verdienen exorbitant, eine siebzig bis achtzig Stunden Woche ist überhaupt kein Thema, und zudem haben sie drei wunderbare Kinder und ein unersetzliches Kindermädchen. Ihren stressigen, bis auf die letzte Minute durch geplanten Alltag kann man nur als Perfekt-A Typ und als hingebungsvoller Workaholic bewältigen, den ihnen zustehenden Urlaub zum Beispiel haben beide Elternteile noch nie ausgeschöpft: ihre Firmen brauchen sie doch!

Dass diese herausfordernde Lebensweise bereits ihren Tribut gefordert hat und sie ihre Kinder mit ihrem Leistungsdruck überfordern, dämmert Sarah erst als sie durch einen selbstverschuldeten Autounfall schlagartig „die Hälfte ihres Lebens“ verliert: sie erleidet einen linksseitigen Neglect, verliert ihre visuelle linke Wahrnehmungsfähigkeit, was u.a. bedeutet: sie isst nur die rechte Hälfte des Tellers leer, liest nur die rechte Hälfte von Wörtern, bemerkt den links von ihr stehenden drei Meter hohen glitzernden und leuchtenden Christbaum im Wohnzimmer nicht als sie von Krankenhaus und Reha wieder nach Hause darf und hat kein Bewusstsein ihrer gesamten linken Körperhälfte! Alltäglichkeiten, die sie zuvor „mit links“ bewältigt hat, werden zu einem riesigen Problem.

Die Geschichte dieses „Change“ geht wahrlich unter die Haut. Das haarsträubende Mammutprogramm der Workaholiks ist so anschaulich, dass der Stress voll rüber schwappt und ich schreie: „So geht das doch nicht, macht mal Pause, kümmert euch um eure wirklichen Bedürfnisse, kümmert euch mehr um eure Kinder!“ Doch Sarah und Bob lachen nur. Sie sind die Besten, rasen auf der Überholspur, haben alles im Griff. Und später möchte ich ihnen Mut machen und ihren sagen, dass sie keine Versager sind, nur weil sie mit den Oberen Zehntausend nicht mehr mithalten können. Aber das geht ja nicht. Sie müssen es selbst herausfinden, – wenn sie es herausfinden! Sarah jedenfalls kämpft mit allen Mitteln darum, wieder in die alte Tretmühle zurückzukehren.

Fazit: Lisa Genova hat mich mit dieser Geschichte wirklich mitgerissen. Ihre Protagonisten sind aus Fleisch und Blut und absolut überzeugend. Ein Lesegenuß!
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 4. Oktober 2011
Lisa Genovas Buch "Mein Leben ohne gestern",war für mich ein sehr eindringliches Leseerlebnis, welches ich wohl nie vergessen werde. Auch in ihrem neuen Buch "Mehr als nur ein halbes Leben"schreibt Lisa Genova wieder über ein Leben mit Handicap.

Emotional, aber auch sehr informativ wird das Leben von Sarah Nickolsen erzählt, die als Vizepräsidentin in einer Consultingfirma arbeitet.Sie liebt ihre Arbeit und so sind ihr 70 bis 80 Wochenstunden Arbeit nicht zuviel .Auch ihre drei quirligen Kinder im Alter von 7 Jahre ,5 Jahre und 9 Monaten, verlangen ihr einiges ab. Aber alles ist bestens organisiert,die Kinder sind in der Schule und der Kinderkrippe untergebracht, ein Kindermädchen regelt den Rest und Sarah schafft es meistens sogar zur Gutenachtgeschichte zu Hause zu sein, um noch etwas von ihren Kindern zu haben.Sie ist ein Multitasking - Talent, die neben Telefonaten sogar noch einige E-mails beantworten kann, während sie in einer Sitzung ist.Auch ihr Mann hat einen anstrengenden Job,aber beide Verdienste sichern der Familie ein Haus in einem beliebten Vorort von Boston und ein Ferienhaus in Vermont.Sarah ist sich bewusst, dass sie ein Leben auf der Überholspur führt und auch ihre Familie zu kurz kommt, aber sie ist auch stolz darauf, dies alles zu schaffen.Bis sie eines Tages auf dem Weg zur Arbeit einen schweren Unfall hat, verursacht durch Unachtsamkeit, da sie während des Fahrens schnell noch ein paar Mails checkt.Mit einem schweren Schädelhirntrauma wird sie ins Krankenhaus eingeliefert.Als sie aus dem künstlichen Koma erwacht, in das man sie gelegt hat, werden ihr nach und nach die Folgen ihres Unfalls mitgeteilt.Das größte Handicap ist ein sogenannter linksseitiger Neglect, der aufgrund einer Schädigung ihrer rechten Hirnhälfte aufgetreten ist.Das Gehirn ignoriert Information auf der linken Seite,sprich,sie nimmt ihre linke Körperhälfte nicht wahr, was dazu führt, dass sie nicht nur eine körperliche Einschräkung der li.Körperhälfte hat,sie nimmt auch alle Dinge,die in ihrem li .Gesichtsfeld liegen ,nicht wahr.Die Erkenntnis, ihr Leben nicht mehr so weiterführen zu können wie bisher und auf fremde Hilfe angewiesen zu sein, fällt ihr mehr als schwer.

Am Anfang dieses Buches fiel es mir sehr schwer, mich für diese Geschichte zu begeistern.Sarahs Leben wird erzählt und ich dachte die ganze Zeit, warum lebt sie freiwillig wie ein Hamster im Laufrad ohne zu merken, dass dies auf Dauer nicht gut gehen kann? Auch ihre Kinder kamen meiner Meinung nach zu kurz, da Sarah ständig mit ihren Gedanken woanders war. Die Kinder wurden vor Videos, Wi und Nintendo geparkt und ihr fiel noch nicht einmal auf, dass ihr ältester Sohn sich nicht altersgerecht entwickelt. Ich fand den Anfang etwas zu"amerikanisch",doch je weiter ich las, je mehr wurde ich in
diese Geschichte hineingezogen.Die einzelnen Schritte , die Sarah auf dem Weg einer teilweisen Genesung geht, die Konsequenzen, die sie aus ihrer Erkrankung zieht, aber auch die Gefühle von Wut, Trauer und zum Schluss auch Stolz wurden gut rübergebracht.Auch das Verhältnis zu ihrer Mutter, die ihr als Pflegeperson zu Seite steht,erfährt eine Wendung, mit der sie nicht gerechnet hat.Alles in Allem wird dem Leser gut nahegebracht, welche Kraft es kostet,ein eingeschränktes Leben führen zu müssen.

Das Buch lässt sich flüssig und schnell lesen.Einige Passagen sind in Kursivschrift geschrieben und geben Einblick in Sarahs Träume, aus denen der Leser auch einiges ersehen kann.

Das Lisa Genova Neurowissenschaftlerin ist, merkt man diesem Buch an. Ist das Gehirn doch das Organ des menschlichen Körpers, das am weinigsten erforscht ist. Umso interessanter fand ich es,hier einiges zu erfahren.Vor allem der Neglect war mir bis dato nicht als Diagnose bekannt.

Das Gesamtergebnis dieses Buches würde ich als gelungen bezeichnen, allerdings hat es mir nicht ganz so gut gefallen wie "Mein Leben ohne gestern",was aber auch an dem Thema "Alzheimer"gelegen haben kann, das für mich noch einschneidendere Konsequenzen in der Lebensführung bedeutet wie ein Neglect diesen Ausmaßes, der hier beschrieben wird.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 23. Juli 2012
Sarah Nickerson führt ein "erfolgreiches" Leben: Sie ist 37 und Vizepräsidentin der Personalabteilung eines großen Unternehmens, was eine 70- bis 80-Stunden-Arbeitswoche bedeutet. Außerdem hat sie drei Kinder, von denen das älteste gerade eben in die Schule geht. Ihr Mann Bob hat einen ähnlichen Job. Sie haben ein mittelgroßes Haus in einem netten Vorort von Boston und ein Ferienhaus in den Bergen von Vermont. Sie fahren beide mit dem Auto zur Arbeit, obwohl es mit der U-Bahn sicher schneller ginge. Ich fragte mich ständig, wer so etwas erstrebenswert finden kann. Wahrscheinlich war das aber die Absicht der Autorin, denn nachdem Sarah einen schweren Autounfall hatte und eine Weile im Koma lag, ändert sich alles schlagartig. Sie nimmt ihre linke Körperhälfte und alles, was links von ihr ist, nicht mehr wahr. Das Essen links auf ihrem Teller bleibt liegen, Texte ergeben keinen Sinn mehr, weil sie deren linke Hälfte nicht sieht. Ein langsamer Genesungsprozess beginnt und Sarah muss sich irgendwann entscheiden, ob sie zurück in ihr altes Leben möchte - und kann.

Das Buch ist spannend geschrieben, reicht aber in seiner Intensität bei weitem nicht an Mein Leben ohne Gestern: Roman heran. Mir ging es zu sehr um Schuldgefühle und Aufarbeitung von Vergangenem, es gab einfach zu viele Nebenschauplätze und Wiederholungen des "fehlenden Links". Die Übersetzung lässt an vielen Stellen zu wünschen übrig. Dennoch möchte ich von der Lektüre nicht abraten, denn das Thema ist wichtig - und aufschlussreich beschrieben.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. April 2012
Jede Minute in Sarahs Leben ist verplant und wird immer nur mit nützlichen Aktivitäten ausgefüllt, bis sie eines Tages während einer Autobahnfahrt zu lange auf ihr Handy starrt und zu wenig auf den Verkehr aufpasst. Nach schweren Kopfoperationen behält sie ein Left Neglect, sie ignoriert völlig alles was links ist und muss sich mit viel Mühe wieder im Leben zu Recht finden und versuchen diesen Neglect zu überwinden.

Schon das erste Buch der Autorin hat mich berührt, dieses ist anders hat aber den selben positiven Grundton, auch wenn es gerade um traurige Ereignisse handelt. Das Buch wird nicht kitschig und will auch nie Mitleid erregen, es erzählt und es informiert. Alle Informationen sind sehr geschickt in die Geschichte eingesponnen und wirken nie aufdringlich.
Die Beschreibung über das Left Neglect sind sehr einfach verständlich und doch sehr detailliert beschrieben. Die Folgen und die Probleme, wenn man damit leben muss, sind so eindringlich erzählt, dass man nach diesem Buch sicher nicht mehr während der Fahrt am Handy fummelt.

Ich wünsche diesem Buch sehr viele Leser, von mir bekommt es 5 Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Februar 2014
Sarah Nickerson, beruflich äußerst erfolgreich, extrem ehrgeizig und leistungsorientiert, hat durch harte Arbeit und einem höllischen Tagespensum eine steile Karriere gemacht. Daneben hat sie drei kleine Kinder und einen ebenfalls extrem hart arbeitenden Mann. Beide verdienen viel, der Lebensstandard ist dementsprechend hoch, doch ihn zu halten oder das Ziel, ihn zu vergrößern bedeutet arbeiten bis zur totalen Selbstaufgabe. Dabei muss das perfekte Familienleben der perfekten Eltern und perfekten Ehepartner organisiert werden. Die Beschreibungen dieses Lebens ist der Autorin gut gelungen und man denkt unweigerlich darüber nach.

Doch dann passiert das Unglück, Sarah erleidet ein Schädel-Hirn-Trauma und kann weder ihre linke Körperhälfte noch alles, was links von ihr geschieht, wahrnehmen. Die Autorin beschreibt sehr genau und gut, was das bedeutet welchen Schwierigkeiten Sarah ausgesetzt ist und was es heißt, damit zu leben. Dieser Aspekt des Buchs hat mich sehr bewegt und sensibilisiert.

Sarah versucht ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen und gesund zu werden. In diesem Bereich finde ich das Buch schwach. Die Erlebnisse und Gefühlsbeschreibungen sind wenig intensiv, gehen nicht in die Tiefe und das, was jemand in Sarahs Situation erlebt, egal wie er auch immer damit umgeht, wird viel emotionaler, schwieriger und facettenreicher sein. Genova gelingt es nicht, den Leidensweg, aber auch die Veränderungen, die mit Sarah vorgehen, ihre Erlebniswelt und die verschiedenen Aspekte, denen sie gegenübersteht, überzeugend und realitätsnah darzustellen. Auch der Mutter-Tochter-Konflikt ist nicht überzeugend.

Außerdem läuft trotz der Tragödie, die diese Familie erlebt, trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten, trotz Problemen mit dem ältesten Kind alles zu glatt. Alles löst sich auf wunderbare Weise irgendwie zum Guten und das in kurzer Zeit, Probleme tauchen auf, aber eigentlich sind sie keine, weil die Lösungen auch bald zur Hand sind. Das ist unrealistisch wie auch die Tatsache, dass die Familie kein Sozialleben zu haben scheint.

Klischees werden abgearbeitet, weil sie zu der Problematik dazugehören (z.B. der Sohn prügelt sich, weil die Mutter von einem anderen Kind als Krüppel bezeichnet wird), aber das war dann alles dazu. Auch Sarahs Verhalten ist eher klischeebehaftet. Bezeichnenderweise ist Sarahs Schicksal durch einen Unfall und nicht durch Krankheit verursacht, was statistisch viel wahrscheinlicher gewesen wäre, doch dann hätte sich das Buch viel mehr mit der Frage auseinander setzen müssen, ob der Lebensstil nicht die Ursache gewesen wäre und Sarah sich hätte eingestehen müssen, dass ihr Körper nicht immer das von ihm verlangte hätte leisten können, das sie nicht die Unbesiegbare war.

So läuft das Buch mit wenig Tiefe regelrecht auf eine Art Happy End zu. Es ist die Beschreibungen eines Menschen, der einen schweren Schicksalsschlag erlebt hat und dessen bisherigen Lebens zusammenbricht, die nicht wirklich realistisch ist. Jemand der so gelebt hat und nun quasi auf null gezwungen, hilflos und abhängig wird, wird sicher viel mehr erleben und durchmachen, als von der Autorin dargestellt und auch der erzwungene Schwenk in der Lebensplanung erfolgt viel zu einfach.

Ich finde die Thematik äußerst interessant, aber die Umsetzung durch die Autorin hat mich bei weitem nicht überzeugt.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. März 2012
Sarah und Bob führen mit ihren drei Kindern ein glückliches, aber von Arbeit geprägtes Leben. Sie ist Vizepräsidentin eines großen Beraterunternehmens, er kämpft sich in Zeiten der Wirtschaftskrise durch und versucht seinen Job zu halten. Die Folge: beide arbeiten wie verrückt, der Zeitplan lässt fast keine Pausen mehr zu - nur logisch, dass da auch unterwegs im Auto gearbeitet wird. Handy und Laptop liegen immer bereit. Eines Tages führt genauso so eine Situation dazu, dass Sarah einen Autounfall hat - ihre Augen waren auf das Handy gerichtet. Als sie nach 8 Tagen wieder erwacht, stellt sie nicht nur fest, dass eine Seite ihres Schädels rasiert ist. Mit Entsetzen erkennt sie auch nach und nach, dass die andere Seite ihrer Welt verschwunden ist. Die linke Seite ihres Körpers existiert im Kopf nicht mehr - sie kann ihr Bein nicht mehr richtig bewegen, weil es nicht mehr da ist, sie sieht nicht, wer links zur Tür reinkommt, weil es kein links mehr gibt. Sie ist den halben Teller leer, zeichnet eine halbe Uhr, und schminkt sich nur noch zur Hälfte. Als nach 10 Wochen nur kleine Verbesserungen dieses Phänomens auftreten - und dies nur durch Tricks - wird klar, dass sie möglicherweise ein Leben lang beeinträchtigt sein wird ...
Lisa Genova hat ein großes Talent diese mehr oder weniger unbekannte Erkrankung anschaulich zu beschreiben. So vieles, was in Sarahs Leben normal war, ist plötzlich ein unüberwindbares Hindernis. Die Knöpfe an der Bluse, Schnürsenkel, ja selbst eine Kühlschranktür, die falsch aufgeht. Sarah muss lernen mit ihrem Handicap zu leben.

Die in diesem Buch beschriebene Krankheit gibt es wirklich - man nennt sie Neglect. Sie ist eine Störung des Gehirns, die nach einem Schlaganfall oder einem Schädeltrauma auftritt. Meist ist die rechte Seite des Gehirns physisch betroffen, was zu Folge hat, dass die linke Seite plötzlich aus dem Leben verschwindet. Das Problem dabei ist, dass die Menschen, die darunter leiden, den Fehler als solches gar nicht bemerken - bis sie eben einfach umfallen, weil ihr linkes Bein nicht mitspielt oder gegen ein Objekt laufen, dass sie nicht sehen können.

Nach ihrem Debütroman "Mein Leben ohne Gestern" ist dies ein ebenso dramatisches, wie emotionales Buch, das vielleicht auch ein Licht auf unser eigenes Leben wirft - vor allem dann, wenn mitten unter einer Autofahrt das Handy klingelt.
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am 18. Januar 2013
Ich habe das Buch vor ein paar Jahren im Orignal ("Left neglected") gelesen und inzwischen mehrmals verschenkt in englisch und in deutsch. Der Roman ist nicht nur unterhaltend sondern auch sehr wirklichkeitsnah. Es könnte eine Biographie oder ein Documentary sein. Da ich im selben Beruf wie die Autorin tätig bin, kann ich das gut beurteilen. Man sieht Patienten mit solch halbseitigen Ausfällen in der Klinik, aber man weiß nicht, wie sie mit ihren Schwierigkeiten im Alltagsleben fertig werden. Die Autorin beschreibt den langen Weg der Genesung und die typischen emotionellen Scnwankungen, die damit verbunden sind. Die Genesung ist nicht perfekt. Der Einschnitt in das Leben der Karrierefrau durch einen selbstverschuldeten Verkehrsunfall war plötzlich und hat schlagartig alles verändert. Wie auch in den bekannten, aus der Praxis gegriffenen Erzählungen des Neurologen, Oliver Sacks, beschreibt Lisa Genova die allmähliche Anpassung der Patientin an die neuen Verhältnisse. Man findet wieder Lösungen und Wege, die das Leben lebenswert machen. Dabei spielen Familie und Freunde keine geringe Rolle, denn auch für sie hat sich vieles verändert.
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am 1. Juli 2014
... kann leider nicht an die Qualität seiner Vorgängers "Mein Leben ohne Gestern" anknüpfen.

Für meinen Geschmack akzeptiert die Hauptperson Sarah das Handicap viel zu sehr.
Schon vom ersten Moment an, als sie im Krankenhaus aufwacht mit diesen Verletzungen, geht sie viel zu locker damit um.
Sehr oft gerät sie in Situationen, in denen die Tragweite ihres Neglects sichtbar wird, und ihr Puls scheint darüber ganz cool zu bleiben, für meinen Geschmack zu cool. Man hat das Gefühl, dass nichts sie Aufregen kann, obwohl es sehr oft Stellen dafür gibt, in denn ich selbst aus der Haut gefahren wäre.
Immer wieder erhofft man sich, das endlich was passiert, aber die Story plätschert einfach weiter vor sich hin. Ein bisschen schade fand ich auch, wie schnell die Mutter nicht mehr da war, dafür, dass sie sich so liebevoll aufgeopfert hat und ihre Tochter pflegte, kam dieser endgültige Abschied viel zu kurz (wurde nur angeschnitten).
Fazit: Das Buch lässt sich gut lesen, aber allzu viel Tiefgang darf man sich nicht erhoffen.
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am 9. Januar 2013
Wie schon in "Mein Leben ohne gestern" erzählt Lisa Genova auch in diesem Buch sehr einfühlsam und authentisch die Geschichte einer jungen erfolgreichen Frau, die mitten im Leben steht. Nach einem schweren Autounfall mit Kopfverletzung muss sie erst wieder zurück in ihr altes bzw. in ein ganz neues Leben finden. Die Thematik, die Charaktere und der Handlungsverlauf gefallen mir sehr gut.
Einen Stern ziehe ich für die für die (v.a. am Anfang sehr auffällige) starke Ähnlichkeit dem Hauptcharakter mit der Hauptfigur aus "Mein Leben ohne gestern" ab. Da ich beide Bücher direkt hintereinander gelesen habe, war das etwas irritierend für mich.
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am 18. März 2014
Gut zu lesen, wenn man nichts Tiefgreifendes sucht. Was mich wirklich stoert, sind die top hochausgebildeten Protagonisten, die wieder einmal an den besten Universitaeten Amerikas studiert haben und die anspruchvollsten Jobs haben und in diesen Jobs natuerlich auch die Besten sind. Die nebenbei drei Kinder und Karriere und Luxusleben wuppen und waehrenddessen nie an irgendwas zweifeln. Es verwundert, dass die Helden nicht schon viel frueher mit dem Auto verunglueckt ist (wahlweise durchgedreht, den Mann erschossen hat oder irgendwo zusammengebrochen ist.).
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