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5.0 von 5 Sternen Sherlock Holmes – 9. Die Elfen von Cottingley
Erster Eindruck: Geistiger Vater zu Besuch

Die beiden Cousinen Elsie Wright und Frances Griffith sind trotz des Altersunterschieds von einigen Jahren sehr eng befreundet und verbringen ihre Zeit am liebsten am Flussufer. Da Elsies Mutter ihnen nicht glaubt, dass dort Elfen umherwandeln, nehmen sie ein Foto der ätherischen Wesen auf. Dieses bekommt Arthur...
Vor 7 Monaten von Poldis Hörspielseite veröffentlicht

versus
6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das wars dann wohl!
Zwei Mädchen behaupten an einem Bachlauf in Cottingley Umgang mit Elfen zu haben. Dr. Watson erhält Besuch von seinem Freund Sir Arthur Conan Doyle! Er wird als Kollege von Dr. Watson vorgestellt. Im Afghanistankrieg arbeiteten beide als Millitärärtzte. Von Doyle erfahren Watson und Holmes, der später dazukommt, von den seltsamen Ereignissen...
Vor 8 Monaten von Baumgartner Werner veröffentlicht


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sherlock Holmes – 9. Die Elfen von Cottingley, 16. Dezember 2013
Von 
Poldis Hörspielseite - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes - Folge 9: Die Elfen von Cottingley (Audio CD)
Erster Eindruck: Geistiger Vater zu Besuch

Die beiden Cousinen Elsie Wright und Frances Griffith sind trotz des Altersunterschieds von einigen Jahren sehr eng befreundet und verbringen ihre Zeit am liebsten am Flussufer. Da Elsies Mutter ihnen nicht glaubt, dass dort Elfen umherwandeln, nehmen sie ein Foto der ätherischen Wesen auf. Dieses bekommt Arthur Conan Doyle zu Gesicht und präsentiert es seinem alten Freund Dr. Watson und dem berühmten Detektiv Sherlock Holmes, um es auf Echtheit zu überprüfen…

Neben einigen anderen Labels hat auch Titania Medien momentan eine Sherlock Holmes-Reihe im Programm, in der dem berühmten Detektiv neue Fälle auf den Leib geschneidert werden. In der neunten Folge wird ein Experiment gewagt, das wirklich außergewöhnlich ist: Die beiden Romanfiguren Watson und Holmes treffen dabei auf ihren geistigen Vater und Schöpfer, Sir Arthur Conan Doyle persönlich. Er wird als alter Kriegskamerad von Watson vorgestellt, der die von Watson verfassten Geschichten veröffentlich und so einer breiten Masse zugänglich macht. Hier wurden durchaus gelungen einige Charaktereigenschaften der realen Figur eingebaut, die beweist, wie intensiv sich die Macher des Hörspiels mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Der Fall spielt nach einer kurzen Introszene, in der die beiden Cousinen vorgestellt werden, ausschließlich in den Gemächern des Meisterdetektivs, Szenen außerhalb kommen nicht vor, wie es auch in eingen der Originalgeschichten vorgekommen ist. Der Fall an sich startet recht interessant, da vom Hörer schnell die Existenz der Zauberwesen ausschließen kann, geht es hier eher darum, wie die beiden Mädchen einen klugen Kopf wie Arthur Conan Doyle zum Narren halten konnten. Die Auflösung des Ganzen ist dann nach den zahlreichen Gesprächen sehr ausführlich gehalten und bietet den einen oder anderen Aha-Effekt, der interessante Wendungen erlaubt. Bisher sicherlich die außergewöhnlichste Folge der Serie, die neue Wege beschreitet und neuen Elementen Platz macht. Eine pfiffige Idee , die neugierig macht.

Die Sprecher sind wieder sehr gut besetzt und spielen ihre Rollen sehr glaubwürdig. Sehr gut zusammen spielen Luisa Wietzorek und Maria Koschny als leicht aufgedrehte Cousinen Frances und Elsie, die mit ihrer spontanen und liebenswerten Art die beiden Mädchen gekonnt darstellen können. Elsies Mutter, Polly Wright, wird von Anita Lochner gesprochen, die hier einen recht harten Klang annimmt, ihre leicht raue, sich manchmal überschlagende Stimme passt gut zu der Rolle. Sir Arthur Conan Doyle wird von Sigmar Solbach gesprochen, der sich wunderbar in das Stammensemble einfügt und den beiden starken Stimmen – Joachim Tennstedt und Detlef Bierstedt - eine markante Modulation entgegensetzen kann.

Passend zu dem Elfenthema werden auch in der musikalischen Begleitung des Stückes sanftere, verspieltere Klänge eingesetzt als bisher gewohnt. Wieder wird dies mit einem klassischen Orchester umgesetzt und passend in die einzelnen Szenen eingebaut. So wirkt der recht lange Dialog in Sherlock Holmes‘ Zimmer deutlich aufgelockert, eine entspannte und leicht phantastische Stimmung entsteht.

Ebenso verträumt und romantisch wie die Träumereien der beiden Mädchen ist auch das Cover aus der Feder von Firuz Askin geflossen. Polly und Elsie sind darauf, wie sie von zahlreichen durchscheinenden Elfenwesen umschwirrt werden. Die Kleidung der Mädchen ist von reichlich Rüschen bedeckt und spielt damit auf die Zeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts an, in dem die Geschichten den Meisterdetektivs angesiedelt sind.

Fazit: Die Grundidee mit den Elfen ist gelungen und setzt, dadurch das hier eine historische Gesichte mit den fiktiven Doyle Figuren verwoben worden sind, andere Akzente als es in den Doyle Geschichten der Fall ist. Die hervorragenden Sprecher und die gute Inszenierung sind lobend zu erwähnen. Der Verlauf, die Dialoge und die facettenreiche Auflösung sind außergewöhnlich und gut durchdacht. Eine Folge die durch ihre Erzählweise punkten kann und dadurch ihren eigenen Charme entwickelt.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschöpf trifft Schöpfer - reizvolles Spiel, 27. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes - Folge 9: Die Elfen von Cottingley (Audio CD)
Die "geheimen" Fälle, die bei Titania Medien von Sherlock Holmes gelöst werden, zeichneten sich bisher schon durch die Lust aus, im Zeitkolorit des frühen 20. Jahrhunderts zu malen und dabei virulente Themen und zeitgenössische Strömungen, den "Zeitgeist" erlebbar zu machen (denken wir an Freakshows, Kinderhandel und -arbeit etc.). Der jüngste und offenbar auch letzte Fall der "geheimen" Fälle übersteigert diese Tendenz zur Reflektion des geistigen Umfelds, in dem Arthur Conan Doyle seine Original-Geschichten verfasste, um einen zusätzlichen dramatischen "Twist": zum einen wird hier ein historisch verbürgtes Ereignis dramatisiert und zum andern tritt der Schöpfer von Sherlock Holmes der von ihm kreierten Figur gegenüber.
Die Elfen von Cottingley sind der perfekte Brennspiegel für alles, was die 1910er Jahre auszeichnet: rückwärts gewandte Romantik, die mit ihrer Elfen- und Feenwelt in Literatur, Malerei und auf der Bühne ("Peter Pan" wird explizit erwähnt) für die Flucht vor den (Kriegs-)Traumata und der Realität des technischen Zeitalters steht, ein idealer Schutzraum vor der kalten Wirklichkeit dieser Epoche. Ferner (und das heute aktueller denn je!) wird eben jene fortschrittliche Technik (hier: der Fotografie) eingesetzt, um die angebliche Existenz der abgelichteten Feenwesen zu beglaubigen. Mediale Manipulation in ihren Kinderschuhen, aber auch hier schon meinungsbildend und wirklichkeitsstiftend, wer könnte den Zeitgenossen verdenken, dass das junge Medium der Fotografie als "Beweismittel" herangezogen wird.
Soviel zur Zeitgeschichte, wie sie sich in dieser Episode spiegelt - der eigentliche Clou der Geschichte ist aber, dass dem skeptischen Rationalisten Holmes der Mann gegenübertritt, der diese Figur geschaffen hat und doch selbst ein völlig konträres Weltbild vertrat: Arthur Conan Doyle, der fest an die Echtheit der fotografierten Elfen glaubte und dies auch in verschiedenen Publikationen vertrat.
"Sechs Personen suchen einen Autor" (so ein Stück von Pirandello) hier mal umgekehrt: ein Autor sucht seine eigene Figur auf und streitet mit ihr quasi auf der von ihm geschaffenen Fiktionsebene - oder betritt Holmes die Wirklichkeit seines Schöpfers?
Diese Gedankenspiele genussvoll zu verfolgen macht den großen Reiz dieser Hörspielfolge aus, das Spiel der Ebenen und die Verschränkung von Historie und Fiktion, Biographie und Werk.
Ist auch diesmal der Kriminalfall nicht allzu tragisch und völlig unblutig, so ist er doch ein reizvolles Spiel mit Autor und Figur, das die "geheimen" Fälle (die ja in gewisser Weise Variationen über das bekannte Holmes-Thema darstellen) quasi essayistisch resümiert und Lust macht, auch die bekannten "echten" Fälle der angekündigten nächsten Folgen zu verfolgen, zumal die Sprecher, wie immer bei Titania, erstklassig agieren. Man ist gespannt, dem Ermittlerduo auf bekanntem Terrain wiederzubegnen!
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das wars dann wohl!, 23. November 2013
Von 
Baumgartner Werner "Baumes1968" (Untereisesheim, Baden-Württember) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes - Folge 9: Die Elfen von Cottingley (Audio CD)
Zwei Mädchen behaupten an einem Bachlauf in Cottingley Umgang mit Elfen zu haben. Dr. Watson erhält Besuch von seinem Freund Sir Arthur Conan Doyle! Er wird als Kollege von Dr. Watson vorgestellt. Im Afghanistankrieg arbeiteten beide als Millitärärtzte. Von Doyle erfahren Watson und Holmes, der später dazukommt, von den seltsamen Ereignissen.

Anhand von Fotos von deren Echtheit Doyle überzeugt ist, glaubt er daran, dass es Elfen tatsächlich gibt! Nach der Untersuchung der Fotos bittet Holmes am nächsten Tag die beiden Mädchen mit ihrer Tante und Sir Arthur in die Baker Street. Holmes fällt es nicht schwer zu beweisen, dass die Aufnahmen bearbeitete Fotos, also Fälschungen sind. Sir Arthur bleibt bei seinem Glauben an die zarten Wesen, die sich nur Kindern zeigen.

Als eines der Mädchen mit Absicht seinen Hut liegen lässt, kommt es unter sechs Augen zu einem Geständnis. Holmes rät dazu mit der Lügengeschichte aufzuräumen, damit es für die Mädchen, deren Familien und Sir Arthur Conan Doyle zu keiner gesellschaftlichen Ausgrenzung kommt...

Diese Geschichte ist mit Abstand der unglaubwürdigtste und sehr konstruierte "neue geheime Fall"! Von Arthur Conan Doyle ist bekannt, dass er Arzt war und an Elfen etc. glaubte. Was aber völlig an den Haaren herbeigezogen ist, ist das Zusammentreffen des Schriftstellers mit den von ihm erschaffenen Figuren! Zu 80% spielt die Handlung in der Baker Street 221B. Das ist sehr einschränkend und lanweilig! Sonst sind Holmes und Watson immer unterwegs, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Dieser Teil fehlt hier gänzlich! Auch die Lösung mit den Fotos ist mir zu simpel und eines Sherlock Holmes nicht angemessen!!!

Fazit: Mit dieser Geschichte "begräbt" Titania Medien die "neuen Fälle"! Leider. In der Zwischenzeit sind die neuen Geschichten anderer Labels besser. Bei Titania Medien kehrt man jetzt wieder zu den Klassikern zurück, obwohl die schon x-mal vertont wurden! Schade, dass man sich nichts Neues mehr traut!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ....sehr kurzweilig und mit historischem Kontext, 9. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes - Folge 9: Die Elfen von Cottingley (Audio CD)
An sich greife ich zwar lieber zu den Sherlock Holmes-Hörspielen mit Christian Rode und Peter Groeger. Diesmal gab ich wieder einmal einer der anderen Serien eine Chance....und wurde angenehm überrascht.

Die Sprecher:
Die Sprecher sind (wie sollte es auch anders sein) absolute Klasse. Ich hätte mir zwar stimmlich etwas mehr Unterschied zwischen Holmes Stimme und die seines Freundes Watson gewünscht, aber ein wirkliches Problem ist das nicht.

Die Geschichte:
Die Geschichte hat einen historischen Bezug, denn die Bilder der Elfen von Cottingley gibt es wirklich. Ich habe mir die Elfenbilder gleich nach dem ich die Geschichte angehört hatte im Internet angeschaut. Heutzutage würden sie sicherlich keinen mehr täuschen. Damals war das anders. Mit dem Kniff um die historischen Elfen konnte man Sir Arthur Conan Doyle auch in die Story integrieren. Das es diesmal nicht um Mord und Totschlag geht, ist kein Problem. Eine gute Geschichte kommt auch ohne aus.

Spannung und Atmospähre:
Obwohl die Story keine großen Höhepunkte aufweist und das ganze eher ein Kammerspiel ist, verläuft der Handlungsbogen sehr kurzweilig. Die Stunde verfliegt im Nu. Auch einige humorige Passagen finden ihren Eingang in die Geschichte.

Fazit:
Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt und schwankte lange zwischen 4 und 5 Sternen. Aber allein die Tatsache, dass eine derart schön erzählte Geschichte mal ohne echte Bösewichter auskommt sollte honoriert werden.
Empfehlenswert.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Umsetzung teilweise langatmig, 5. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes - Folge 9: Die Elfen von Cottingley (Audio CD)
Marc Gruppe nahm sich einer wahren Begebenheit an um die vorerst letzte Geschichte der geheimen Fälle des Meisterdetektivs zu erzählen. Die Geschichte ereignete sich 1917 und stellte sich als Betrug heraus. Die Fotos mit den Feen waren manipuliert. Für das Hörspiel nutzt man die Geschichte um sie von Holmes lösen zu lassen. Arthur Canon Doyle, der die Geschichte damals tatsächlich (außerhalb seines Holmes-Universums) aufgriff und publik machte, weil er dessen Echtheit keineswegs anzweifelte, spielt in diesem Hörspiel ebenfalls mit. Das Thema ist recht interessant und scheint für eine Umsetzung in dieser Serie sehr geeignet. Doch an der Produktion stört mich etwas.

Zwischen Track 3 und Track 7 gibt es ellenlange Dialoge (zum teil Monologe), die recht einschläfernd wirken und die Story keinen Deut vorantreiben. Bei Titania Medien wird ja viel mit Dialogen gearbeitet - doch selten waren sie unnötig wie hier, da sich vieles in dem Gesagten auch wie einer Schleife wiederholt.

Erst ab Track 8 funktioniert die Handlung wieder um mit Track 12 und 13 dann zuende zu gehen. Sprechertechnsich hat man wieder alles richtig gemacht. Als Stimme von Canon Doyle hat man den Schauspieler Sigmar Solbach (Dr. Stefan Frank) ins Studio geholt. Eine weitere wichtige Rolle übernimmt die bekannte Schauspielerin Anita Lochner.

Ab Folge 10 wird sich das Label aus Hilden erstmal wieder den klassischen Fällen des Detetivgespanns widmen. Auch Neuauflagen der alten Holmes-Serie werden dann aufgegriffen.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sherlock Holmes - 09 - Die Elfen von Cottingley, 13. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes - Folge 9: Die Elfen von Cottingley (Audio CD)
Zum Inhalt:
Elsie Wright und Frances Griffiths, zwei junge Mädchen im Alter von 16 und 9 Jahren, versichern in ihrem Heimatort Cottingley, beim Spielen am Bach Elfen gesehen zu haben. Da ihnen die Erwachsenen nicht glauben, beschließen sie, die Wesen zu photographieren. Drei Jahre später gelangt zufällig ein alter Freund von Dr. Watson in den Besitz der Bilder. Dieser Freund, ein sehr bekannter Autor, möchte demnächst einen Artikel zu dem Ereignis im Strand Magazine veröffentlichen und bittet deshalb Sherlock Holmes und Dr. Watson, das Ganze zu überprüfen.

Zur Produktion:
Neben Sir Arthur Conan Doyles Geschichten um den inzwischen weltberühmten Detektiv Sherlock Holmes, dürfte es vor allem seine spätere Leidenschaft für den Spiritualismus sein, die Kenner mit ihm verbinden. Nach einer ganzen Reihe von Todesfällen in seinem direkten Umfeld, versank der Autor in eine tiefe Depression. Trost fand er erst, als er sich dem Spiritualismus zuwandte und versuchte, Beweise für eine Existenz nach dem Tod zu erbringen. Über das Thema Elfen veröffentlichte er dann zunächst einen Artikel im Strand Magazine, welcher als Inspiration für dieses Hörspiel diente, um dann zwei Jahre später sein Buch "The Coming of the Fairies (1922)" nachfolgen zu lassen. Eins muss ich direkt vorwegnehmen: Wer in Folge 9 eine klassische Detektivgeschichte erwartet, der dürfte enttäuscht sein. Stattdessen hat Skriptautor Marc Gruppe hier Fiktion und Realität miteinander verflochten, und die meisten Leser werden wohl schon erraten haben, daß es sich bei Watsons gutem Freund um niemand anderen als Sir Arthur Conan Doyle handelt, der hier gemeinsam mit seinen Schöpfungen agiert. Obwohl die Handlung, abgesehen vom Intro, nur in der Bakerstreet selbst spielt, gelingt es Marc Gruppe, dank gründlicher Recherche, den Hörer bis zum Schluss zu fesseln. In diesem Zusammenhang empfehle ich unbedingt, den entsprechenden Wikipedia-Eintrag parallel zum Hörspiel zu lesen. Auf diese Weise bekommt man einen Eindruck davon, wie der Skriptautor die tatsächlichen Begebenheiten mit dem Sherlock Holmes-Universum verbunden hat. Anhand der dort abgebildeten Photographien, kann man Holmes bei seinen Ermittlungen auch quasi zusehen. Daß es diesmal ein wenig beschaulicher als sonst zugeht, ist nicht unpassend, denn Titania beendet mit dieser Folge vorerst seine Reihe "Sherlock Holmes - Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs", um sich unter dem Titel "Sherlock Holmes" anschließend nur noch Conan Doyles eigenem Werk zu widmen.
Daß die Produzenten Stepahn Bosenius und Marc Gruppe ein gutes Gespür für die Wahl der Musik haben, ist hinlänglich bekannt, und "Die Elfen von Cottingley" bilden da keine Ausnahme. Dem Geschehen entsprechend, werden hauptsächlich sanfte, gegen Ende auch melancholische Melodien zur Untermalung der einzelnen Szenen benutzt, bei denen neben Harfe und Klavier noch diverse Blasinstrumente zum Einsatz kommen. Wegen der Begrenztheit der Handlungsorte auf Cottingley und die Bakerstreet, fällt die Geräuschkulisse nicht ganz so üppig aus wie sonst, ist aber jederzeit adäquat. Das ländliche Ambiente wird mit Hilfe von Vogelgezwitscher und Wasserrauschen zum Leben erweckt, während in der Bakerstreet, bis auf das Entzünden eines Streicholzes, eigentlich nur das Kinstern des Kaminfeuers zu hören ist.

Zu den Sprechern:
Joachim Tennstedt(Sherlock Holmes) ist wie gewohnt gut in der Rolle des Meisterdetektivs, der diesmal seinen Klienten äußerst zuvorkommend behandelt und bei seinen Deduktionen eher bedächtig agiert. Ihm zur Seite steht, wie gewohnt, sein treuer Freund und Chronist Detlef Bierstedt(Dr. Watson), dessen Part sich jedoch auf das Schwanken zwischen Entrüstung und Verblüffung reduziert. Anita Lochner(Polly Wright) gefällt als freundliche,besorgte Mutter die im Laufe der Ereignisse erst überrascht und dann in Verlegenheit gebracht wird. Mit Maria Koschny(Elsie Wright) bin ich nicht ganz so glücklich. Zwar spielt sie ihre Rolle ausgezeichnet, aber ihre Stimme klingt mir doch zu piepsig für eine Neunzehnjährige. Luisa Wietzorek(Frances Griffiths) hingegen hört sich genau so an, wie ich mir ein aufgeregtes, leicht betretenes, zwölfjähriges Mädchen vorstelle. Gleiches gilt auch für Sigmar Solbach(Sir Arthur Conan Doyle), der mit seiner tiefen, voluminösen Stimme den korpulenten Autor, der die Wahrheit eigentlich gar nicht hören will, absolut authentisch darstellt.

Fazit:
Ruhiger und würdiger Abschluss für die Reihe "Sherlock Holmes - Die geheimen Fälle der Meisterdetektivs".
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Verpatzte Herbstveröffentlichung von Titania Medien, 24. November 2013
Von 
Michael Berger (Frankfurt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes - Folge 9: Die Elfen von Cottingley (Audio CD)
Tja, ich muss mich meinem Vorgänger anschließen. Das ist nun wirklich eine total an den Haaren herbeigezogene Geschichte, obwohl der Titel doch so viel mehr erhoffen lässt.

Eine Zusammenkunft zwischen der Romanfigur Holmes und seinem Erfinder Sir Arthur Conan Doyle wirkt doch äußerst befremdlich beim hören der Geschichte. Auch dass der Fall im Prinzip ohne große Ermittlungstätigkeiten sofort als Schwindel entlarvt wird, lässt keine große Spannung aufkommen.

Gemeinsam mit der Neuveröffentlichung als Folge 10 "Der Vampir von Sussex" ist den Titania Medien hier im Herbst kein großer Wurf gelungen bei der neuen Lauschware. Auch die Geschichten aus dem Gruselkabinett reißen allgemein nicht wirklich vom Hocker, ganz im Gegenteil zu den Frühjahrshörspielen dieses Jahres, die durchgehend spannend und ideenreich konstruiert waren.

Hoffen wir also auf die Neuankündigungen für das Jahr 2014!!!!
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gut, 13. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sherlock Holmes - Folge 9: Die Elfen von Cottingley (Audio CD)
Ein wunderbar spannendes Hörspiel.
Eine fabelhaft neue Sherlock Holmes Serie hat sich da auf den Weg gemacht. Ein Genuss für alle Krimi Fans
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