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103 von 105 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen spätfolgen - ein nachwort fehlt
habe das buch nach 30 jahren wieder gelesen (war damals 13), da ich jetzt 2 maedchen habe, die bald so alt sind wie christiane f. damals als sie angefangen hat und ich, als ich es gelesen habe.
zunaechst: das buch ist immer noch gut und wachruettelnd.
zum inhalt sagen all die anderen rezensionen genug.

einen minuspunkt gibt es aber aus folgenden...
Veröffentlicht am 27. Januar 2011 von Pirelli

versus
29 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ich würde gerne 5 sterne geben...
... ja, würde ich gerne, denn mir gefällt dieses buch, auch nach bestimmt schon 20 mal lesen, immer noch sehr gut! die art, wie christiane, bzw. die autoren, schreiben, ist klar, erschütternd, mitreißend. aber das ist eben der punkt. ich kenne viele, die nach dem lesen nicht irgendwie erschüttert waren, sondern eher geil auf dieses leben...
Veröffentlicht am 2. Juli 2001 von S. Bfeld


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103 von 105 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen spätfolgen - ein nachwort fehlt, 27. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (Taschenbuch)
habe das buch nach 30 jahren wieder gelesen (war damals 13), da ich jetzt 2 maedchen habe, die bald so alt sind wie christiane f. damals als sie angefangen hat und ich, als ich es gelesen habe.
zunaechst: das buch ist immer noch gut und wachruettelnd.
zum inhalt sagen all die anderen rezensionen genug.

einen minuspunkt gibt es aber aus folgenden gruenden:

was mir fehlt ist ein nachtrag zur weiteren lebensgeschichte von christiane f. - immerhin sind seitdem ueber 30 jahre vergangen, und man weiss vieles ueber das weitere leben der protagonistin. das ende des buches zeigt eine postitive situation im leben christiane f's, sodass man glauben koennte, es sei so "einfach", ein neues leben zu beginnen, auch wenn das leben vorher so extrem schwierig war.

das stimmt leider nicht, denn christiane f. ist ihr leben lang suechtig geblieben. die vielen tantiemen, die sie damals bekommen hat (ueber 1 mio. mark, als das buch herauskam) und immer noch bekommt (es reicht gut zum leben), haben ihr das leben sicherlich einfacher gemacht, sie aber nicht retten koennen in ein drogenfreies dasein.
sie hat das heroin zwar mittlerweile (meistens) gegen methadon ausgetauscht und vor kurzem wohl abgesetzt, aber sie hatte immer beigebrauch (weiche drogen, medikamente). begleitet von rueckfaellen mit heroin, weiteren entzuegen usw. hat sie ich auch nie von der szene lossagen koennen.
ein sohn (mittlerweile 14) hat ihr anscheinend viel sinn und kraft fuer's leben gegeben - trotzdem hat die fuersorge ihn ihr jetzt (2010) abnehmen muessen, da sie ihr leben nicht mehr im griff hat.
als spaetfolgen der damals konsumierten harten drogen (insbesondere heroin und psychotrope substanzen wie LSD) hat sie seit jahren zunehmend wahrnehmungsstoerungen u.a., heute leidet sie unter starken wahnvorstellungen, mit denen sie ihr leben nicht mehr bewaeltigen kann - sie ist jetzt 48...

ueber die gefahr der spaetfolgen - koerperlich durch chronische organschaedigungen sowie psychisch durch flash-back und psychosen - sollten die jugendlichen, die das buch lesen, auch bescheid wissen.
daher faende ich es sinnvoll, dieses immer noch vielgelesene und auch aktuelle buch mit einem kommentar/nachwort zu versehen. soviel sollte ein verlag, der den anspruch hat, gute (jugend)buecher herauszubringen, seinen (jungen) lesern schuldig sein. viele werke sind heutzutage mit solch einem update versehen, wenn es neue erkenntnisse, fakten, ansichten gibt.

ansonsten sehe ich die gefahr, dass der mythos fixerprinzessin mit happy-end zu sehr idealisiert wird.
nachdem sie es in berlin zigmal versucht hat und gescheitert ist, geht sie einfach aufs land, weg von der szene, und schafft es dort - so das gefuehl (und vielleicht auch hoffnung) des lesers am ende des buchs.
leider stimmt das eben nicht - der weg ist (besonders heute) sehr nah in die naechste szene...
wenn es rechtlich oder warum-auch-immer nicht geht, kann man doch zumindest eine empfehlung geben, sich im internet zu informieren, was aus "christiane f. heute" geworden ist, so wie ich es getan habe. man findet schnell auch serioese artikel zu diesem thema, u.a. aus der FAZ, dem stern, dem tagesspiegel etc., sowie meiner meinung nach ernuechternde interview-filme z.b. bei youtube (von ihr selbst aber auch von ihren freundinnen, z.b. stella, die mittlerweile wie fast alle aus dem buch auch gestorben ist)
wenn viel-lesende jugendliche, die heute durch die medienvielfalt ganz anders informationen und eindruecke "konsumieren" als wir damals, das buch lesen und danach ohne weitere reflektion weglegen um zum naechsten buch zu greifen, kommt vielleicht gar nicht so viel von dem an, was das buch bewirken sollte - oder im schlimmsten falle sogar experimentierlust.

zudem hat sich die drogenlandschaft heute sicherlich deutlich veraendert - hasch steht fast auf der stufe von alkohol, viele jugendlichen (und erwachsenen) meinen, mit ecstasy (und aehnlichen drogen) sowie kokain (fast ueblich unter den "erfolgreichen" der heutigen zeit) etc. seien sie weit weg von der geschichte der christiane f., sehen sich nicht gefaehrdet, solange sie nicht in die heroin-kreise geraten. das suchtpotenzial und die spaetfolgen sind aber auch hier bekannt und definitiv nicht zu unterschaetzen.

ich werde noch etwas warten, das buch aber meinen kindern empfehlen zu lesen - mit erklaerungen und gespraechen danach und infomaterial aus dem netz.
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60 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker der nie an Aktualität verlieren wird, 3. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (Taschenbuch)
Vor ca. 14 Jahren haben wir damals im Gymnasium den Film "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" im Religionsunterricht gesehen. Der Zweck war damals, dass wir zum Thema Drogen aufgeklärt und entsprechend abgeschreckt werden.
Wenn ich an meine Gefühle von damals denke, dann erinnere ich mich daran, dass ich gar nicht wirklich abgeschreckt war, sondern dass der Film damals eine gewisse Romantik vermittelte. So ging es damals sehr vielen bei uns in der Klasse, denn wir diskutierten sehr intensiv darüber. Für eine "labilere" Person oder eine, die nicht weiß, wie sie mit den eigenen Problemen umgehen soll, wäre der Film vielleicht noch eher Ansporn gewesen. GENAU DAS war damals meine Meinung.
Nun, 14 Jahre später, habe ich mich entschlossen, doch mal das Buch zu lesen. Und von diesem war ich mehr als beeindruckt. Ich habe kaum ein anderes Buch gelesen, in dem besser beschrieben ist, wie eines nach dem anderen dazu führt, dass man immer tiefer im Drogensumpf versinkt.
Nachdem ich das Buch fertig gelesen habe, besorgte ich mir nochmal den Film "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo". Und nun - nach so langer Zeit - empfand ich den Film ganz anders als noch vor 14 Jahren. Ich sah keinen Funken mehr von Romantik darin, die Bilder waren ekelhaft und abstoßend.
Eine Sache war mir aber sofort klar: Ich verstand 100%ig, warum die echte Christiane F. nicht sehr zufrieden mit dem Film war.
Das Buch beschreibt nämlich wie alles begann, es beschreibt die Welt, in der Christiane aufgewachsen ist. Es zeigt, wie die Umgebung damals in Berlin in der Gropiusstadt war. Christiane erzählt in ihrem Buch das ganze Milieu, die deprimierende Grundstimmung, die Probleme in der Familie...
Auch die Beziehungen / Freundschaften werden im Film teilweise verfälscht oder ganz anders dargestellt als im Buch.
Im Film wird nicht im geringsten darauf eingegangen, wie Christiane ihren ersten Drogenkontakt hatte. Nämlich dass sie schon im evangelischen Jugendzentrum zu Haschisch und Tabletten gekommen ist - zum Teil aus Gruppendynamik, zum Teil aus Neugierde und auch weil sie eine starke Abneigung zu Alkohol hatte und Drogenkonsum im Vergleich als viel "erhabener" empfand. Der Film setzt zu einem Zeitpunkt ein, wo schon viel zu viel "für die Drogenkarriere prägendes" passiert ist, was nicht einmal erwähnt wird.
Im Buch jedoch wird genau beschrieben, was wirklich in Christiane vor ging - was sie empfand, was sie immer weiter sinken ließ... wie sie dann doch am Babystrich landete...
und wie schwer es immer wieder fiel einen Absprung zu schaffen.
Das Buch ist ein echter Klassiker, den man gelesen haben muß. Denn kein anderes Buch beschreibt den Weg zur Sucht so intensiv und bewegend.
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach fast 30 Jahren noch immer aktuell!!, 31. Mai 2006
Von 
Kai "Psychiater und Vielleser" (Lübeck) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (Taschenbuch)
Ein erschreckender, beklemmender Bericht, der - mittlerweile fast 30 Jahre alt - dennoch nichts an Aktualität verloren hat. Nachdem Christiane F. wohl eh die bekannteste (Ex-)Drogensüchtige Deutschlands ist, braucht man zum Inhalt des Buches nicht mehr viel sagen. Das Buch teilt sich grob in drei Teile. Im ersten Teil beschreibt sie ihre Kindheit, der Umzug nach Berlin, ihren gewalttätigen Vater sowie ihren ersten Kontakt mit Drogen (Cannabis). Im zweiten Teil beschreibt sie sehr detailliert und sehr feinfühlig beobachtet ihren "Absturz". Zunächst probiert sie LSD und Beruhigungstabletten, ihr Leben gerät immer mehr aus den Fugen. Schließlich probiert sie auch Heroin, bald auch intravenös. Von hier an geht es immer weiter bergab. Sehr nüchtern und sachlich, aber gleichzeitig auch sehr sensibel schildert Christiane F. den Alltag eines Heroinabhängigen: Morgens aufstehen, erster Druck (Heroin-Injektion), dann anschaffen auf dem "Baby-Strich", um das Geld für die Droge zu organisieren, Stoff besorgen, nächster Druck, wieder anschaffen gehen, Stoff besorgen, usw., usw.

Schließlich versucht Christiane auch mehrfach, zu entziehen, beschreibt auch hier sehr detailliert und genau die Abläufe, die Situation, die Reaktionen ihrer Freunde und Familie. Und schafft es doch nicht, von der Droge loszukommen, landet immer wieder in dem ewigen nicht enden-wollenden Kreislauf der Drogensucht. Im dritten Teil schließlich schildert sie ihren (von ihrer Mutter erzwungenen) Ausstieg aus der Drogen-Szene, indem sie zu ihrer Tante nach Norddeutschland zieht. Hier schafft sie es endlich, wieder längere Zeit clean zu bleiben, neue Freundschaften, neue Erfahrungen, usw.

Insgesamt ein schrecklich erschütternder Bericht über das Leben eines "Junkies" (damals "Fixer"), wie es wohl beispielhaft auch heute noch für das Leben tausender Jugendlicher (und Kinder!) ist. Das Buch hat mich sehr bewegt und berührt, es ist gleichzeitig furchtbar brutal und sehr sensibel - eben genau wie Christianes Leben in der Drogensucht. Jedenfalls schwer verdauliche Kost, nicht jedermanns Sache, aber dennoch absolut lesenswert! Nach wie vor wird das Drogenproblem von unserer Gesellschaft gerne totgeschwiegen, verleugnet, die Betroffenen als "asozialer Abschaum" behandelt. So ein Buch kann helfen, die eigene Perspektive etwas zurechtzurücken und eigene Einstellungen zu überdenken.
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47 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewertung der 9d (Gymnasium Bammental), 20. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (Taschenbuch)
"Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" von Christiane F. ist ein Buch, das detailliert und minuziös das Leben des drogenabhängigen Mädchens beschreibt.

Ihre Gedanken und Gefühle werden so nachvollziehbar und mitreißend geschildert, dass man am liebsten in die Geschichte eingreifen möchte um sie aufzurütteln und vor dem totalen Absturz zu bewahren. Durch die intensive Schilderung entwickelt man als Leser geradezu eine innere Beziehung zu Christiane.

Auch die berliner Schauplätze des Geschehens werden so genau und einprägsam beschrieben, dass man sich richtig in die Handlung hineinversetzen kann, etwa wenn Christiane ihre Kindheit in Gropiusstadt schildert. Gerade die Zitate und vor allem die Bilder ihrer drogenabhängigen "Freunde" vertiefen dabei die Eindrücke auf eine beklemmende Art.

Dabei spricht das Buch, das auf viele Jugendliche vieleicht zunächst abschreckend wirkt, unterschiedlichste Zielgruppen an. Der "Bestseller" erhällt auf der einen Seite seinen Ruf, weil er uns "normale" Menschen durch seine ungeschminkte Art berührt und aufweckt. Zudem könnte er denjenigen Menschen das Gefühl geben, sich im Buch wiederzufinden und sich somit nicht mehr allein zu fühlen, die ähnliche Probleme haben; nicht nur mit Drogen und Prostitution - sondern vor allem mit "versteckten" Problem wie häuslicher Gewalt, Gruppenzwang oder auch dem unbefriedigtem Bedürfniss nach Aufmerksamkeit. Jedoch glauben wir auch, dass das Buch wohl gerade von Drogenbabhängigen kaum gelesen wird: sie möchten sich keinen Spiegel vorhalten.

Das Buch ist zwar fast 30 Jahre alt, hat seine Bedeutung jedoch nicht verloren. Die genannten Probleme sind unserer Meinung nach auch heute noch sehr aktuell, und nach wie vor gelingt es nur wenigen Menschen, so wie Christiane diesen Teufelskreisen zu entrinnen.

Deshalb möchten wir das Buch vor allem allen Jugendlichen, die sich mit diesen Problematiken auseinandersetzen, egal ob in der Schule oder privat,sehr empfehlen. Insbesondere lohnt es sich unserer (!) Meinung nach, das Buch im Unterricht zu behandeln. Die Geschichte von Christiane dient als Abschreckung, teilweise auch als Geselschaftskritik (z.B. Umgang mit Drogenabhängigen) und humanisiert vor allem die Drogenabhängigen, ohne deren Sucht zu verharmlosen.

Abschließend möchten wir sagen, dass das Buch Pflichtlektüre für alle Schüler werden sollte, da gerade sie gefährdet sind, eine Drogenkarierre zu beginnen.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierend dramatisch und zum mitfühlen geschrieben..., 7. April 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (Taschenbuch)
"Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" von Christiane F. ist für mich das mitreißendste Buch, was ich je gelesen habe.
Die genauen Darstellungen und Abläufe des Suchtverlaufes und wie Christiane F. immer weiter in den Drogensumpf abrutscht machen nicht einfach nur nachdenklich sondern man erhält ein solches Mitgefühl für dieses damals junge Mädchen, dass man am liebsten versuchen würde ihr irgendwie zu helfen.
Das Buch beschreibt nachvollziehbar, wie es dazu kommen kann, dass ein unschuldiges junges Mädchen (oder Kind) immer weiter abrutscht. Und jeder der irgendeiner Droge verfallen ist (und sei es "nur" das rauchen) fühlt sich beinah ertappt wie sich Christiane sich imemr wieder einredet nciht süchtig zu sein und immer aufhören zu können, wenn sie nur wöllte.
Ich habe das Buch nun 3x gelesen und auch wenn ich weiß wie es endet, entwickle ich imemr wieder ein unglaubliches Mitgefühl was sich bei mir sogar in Melancholie umschlägt.
Die einzigste Kritik die ich daran seh ist, dass die Einstiegsdroge Zigaretten zu sehr verharmlost wird, denn eigent hat es bereits damit angefangen.
Schade ist auch, dass es beinah keine "aktuelleren" Berichte über solche Dramen gibt... Denn auch wenn man hoffen sollte, dass die Gesellschaft von so einem Buch zurechgerüttel wurde, ist wohl jedem bewusst, dass es damals wie heute kaum anders aussieht und ich glaube, dass eine aktuelle story die Aufmerksamkeit auf das Drogenproblem wieder anheben und dort ansetzen kann, wo Christiane F.'s Leidensgeschichte den Grundstein gesetzt hat.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ein äußerst bewegendes, aufrüttelndes Buch", 18. März 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (Taschenbuch)
Das Buch "Christiane F.- Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist eine spannede, schreckliche, aufrüttelnde und interessante Biographie zugleich. Die ehemalige Drogenabhängige berichtet in einem lebendigen, detailierten Stil, der nur wenige Einzelheiten auslässt. Auch wenn ich nie ernsthaft darüber nachgedacht habe Drogen zu nehmen, sind die beinahe haarstäubenden Beschreibungen in dem Buch einer der vielen Gründe es nicht zu tun. Christiane F. ist in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen, um die sie nicht zu beneiden ist. Doch sicher kann man ihr keinen Vorwurf machen, aber sie umsomehr bewundern, dass sie es geschafft hat unabhängig zu werden, zu überleben und darum, dass sie trotz gegebener Ereignisse ein normales Leben führt...
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen erschreckend und faszinierend zugleich, 20. Januar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (Taschenbuch)
Meiner Meinung nach ist dieses Buch eine fantastische Autobiographie, die dem Leser die ganze Härte der Realität ungeschminkt und ohne Tabus vor Augen führt. Es zeigt die ausweglose Situation der Jugendlichen, die in Betonwüsten durch Verbote immer mehr in ihren Freiheiten eingeschränkt werden. Keiner kümmert sich um ihre altersspezifischen Probleme. So suchen diese Jugendlichen immer mehr Halt in Cliquen, in denen sie Frust, Langeweile und Ausweglosigkeit mit Alkohol und Drogen zu kompensieren versuchen. Die Leser werden so durch die Schilderung der Umstände, die Christiane unverhüllt und mit einem immensen Erinnerungsvermögen wiedergibt, abgeschreckt und zum Nachdenken angeregt. Das Buch öffnet vielleicht manchen die Augen, die mit dem Gedanken Drogen zu probieren schon mal gespielt haben und halten sie vom ersten Mal ab. Denn einmal ist nicht keinmal, sondern einmal zu viel!!! Das Buch ist ein Meisterwerk, jedoch wäre es schön gewesen zu erfahren, wie es Detlef, Christianes großer Liebe, ergangen ist. So sehr im Buch darauf eingegangen wird, so wenig erfährt man am Schluss des Buches über ihn. Nichtsdestotrotz werde ich dieses Buch immer weiterempfehlen, weil es schonungslos nicht nur den Verfall des Körpers bei Drogenkonsum aufzeigt, sondern auch die Begleiterscheinungen wie Prostitution, charakterliche Veränderungen und Beschaffungskriminalität. Erschreckend finde ich auch die Summe, die ein durchschnittlicher Fixer wie Christiane damals an einem Tag „verdienen" musste: ein sogenanntes „Viertel" kostete zwischen 30 und 40 DM, also betrugen die Kosten der Tagesration etwa 100 DM. Mit den Nebenkosten kam man so schnell auf 4000 DM netto im Monat, wie Christiane erzählt. So hoch war damals das Gehalt eines Bankdirektors. Außerdem kannte sie auch Fixer, deren Tagesration sich auf 4 Gramm belief. Das machte damals je nach Dealer und derzeitig üblichem Preis zwischen 500 und 850 Mark pro Tag!!! Wenn man die Kosten im Monat ausrechnet, wären das ungefähr 20.000 (!!!) DM. Vielleicht machen sich manche auch Gedanken darüber, wie Christianes Leben weitergegangen ist: Nach turbulenten Jahren in Amerika und Griechenland lebt die heute 38-jährige mit ihrem kleinen Sohn allein in einer bescheidenen 2-Zimmerwohnung in Berlin-Neukölln. Den Kampf gegen die Droge hat sie immer wieder von Neuem geführt. Denn vor Rückfällen ist kaum ein ehemaliger Junkie sicher.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen das schrecklichste Buch das ich je gelesen habe, 30. Juli 2001
Rezension bezieht sich auf: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (Taschenbuch)
Als ich zwölf wurde drückte mir meine Mom das Buch in die Hand - ich habe es verschlungen - das war vor 14 Jahren, seitdem habe ich es mindestens 10 mal gelesen und bin immer wieder gespannt wie andere dieses Buch empfinden. Bei dem was ich hier lese entdecke ich meine Empfindungen wieder, aber einige Kommentare erschrecken mich oder machen mich arg wütend: Wie kann es Eltern geben, die Ihren Kindern dieses Buch verbieten aus Angst? Völlig unbegründet!!! Jeder der nach dem Lesen dieses Buches noch Lust hat Drogen zu nehmen oder sich gar durch die Lektüre dazu animiert fühlt, dessen evt. Drogenkarriere war schon vorher bestimmt und kam bestimmt nicht durch das Lesen dieses Buches zum Vorschein... Desweiteren gibt es hier Leute die nur vier Sterne vergeben, weil man nicht weiß was aus Detlef & Co wurde...HALLO, das Buch ist kein Roman-schon mal daran gedacht das C. zum Zeitpunkt des Erscheinens selber nicht wußte was aus Ihrer Fixerclique geworden ist?? Was mich wirklich interessiert ist was aus Christiane wurde. Die Gerüchte reichen von Ihrem Tod bis zu einem Leben in Griechenland, bzw Berlin inkl. HIV-Infektion
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen MIR FEHLEN DIE WORTE!!!, 17. April 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (Taschenbuch)
Dieses Buch ist echt faszinierend!! Ich bin 13 Jahre alt und ich habe von vielen Mitschülern gehört, nachdem ich ihnen von diesem Buch erzählt habe, dass ihnen ihre Eltern verboten haben dieses Buch zu lesen. Ich denke nicht das es schlimm dieses Buch mit meinem alter zu lesen!!! Eltern denken, dass es zu brutal für uns ist! Aber es ist nicht so!! Die Menschen sollten mehr über die Realität nachdenken und vor den Problemen auf dieser Welt nicht davonlaufen, sondern sich damit konfrontieren!!! Sie sollten sich der Wahrheit stellen und diesen Menschen versuchen eine Chance zu geben, ihrem Leben einen neuen Sinn zu geben!! Dieses Buch ist das beste was ich je gelesen habe mit meinen 13 Jahren und ich kann es nur weiterempfehlen!!! Am 24.April 2001 halte ich ein Referat darüber und ich würde mich freuen, wennn es nicht nur meine ganze Klasse, sondern auch mehrere Schulen dieser Welt lesen würden!! Menschen die aus Drogen etwas gutes schöpfen können, nachdem sie dieses Buch gelesen haben, kann ich nicht wirklich verstehen!! Klar, es zeigt, dass alle Probleme für einige Zeit verschwinden und du dich super fühlst!! Aber was ist mit den Problemen danach?? Die Probleme verschwinden zwar für kurze Zeit,...aber diese sind nur klein!! Die Probleme die danach folgen sind viel schwerwiegender und verfolgen dich dein gesammtes Leben!! Abgesehen von körperlichen, folgen psychische Schäden!! Und wie Christiane selber sagte,...einmal ein Jumkie, immer ein Junkie!!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hörenswert., 10. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (Audio CD)
Dieses Buch ist in geschriebener, wie auch in gesprochener From ein Klassiker, keine Frage.
Eine berührende Geschichte, die keinen kalt und viele Fragen aufkommen lässt.

Besonders erwähnenswert finde ich jedoch die gut gewählten Sprecher.
Dieses Hörbuch wird hauptsächlich von Anna Thalbach gelesen, was sie -wie ich finde- unglaublich gut macht.
Durch ihre angenehme Stimme und lebhafte Umsetzung wird die wahre Geschichte der Christiane F. noch ein Stückchen aufschlussreicher und ergreifender.

Ein gut gelungenes Gesamtpaket.
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Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
Wir Kinder vom Bahnhof Zoo von Kai Hermann (Audio CD - 17. März 2011)
EUR 16,99
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