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4.0 von 5 Sternen Das Leben geht weiter....
in Kingsbridge.

Ich weiß gar nicht, ob es jemals ein Buch gab, welches 18 Jahre nachdem der Vorgänger erschien, als Fortsetzung veröffentlicht wurde. Natürlich habe ich vor ein paar Jahren bereits "Die Säulen der Erde" von Follett verschlungen. Auch alle anderen Bücher von ihm habe ich gelesen, wobei mir seine historischen Romane...
Veröffentlicht am 8. März 2008 von Andrea Koßmann

versus
206 von 223 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Tore der Welt von Ken Follet
Wie auch im Roman "Die Säulen der Erde" schildert Follet wieder das englische Mittelalter üppig, prall und farbenprächtig mit viel Detailwissen über diese Zeit. Doch vorweg: Der neue Roman gefällt mir persönlich bei weitem nicht so gut wie die "Säulen der Erde". Die Art wie Follet schreibt ist bei beiden Romanen leicht lesbar,...
Veröffentlicht am 22. März 2008 von Helene


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428 von 460 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Leben geht weiter...., 8. März 2008
Von 
Andrea Koßmann "Kossis Welt" (Marl, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt (Gebundene Ausgabe)
in Kingsbridge.

Ich weiß gar nicht, ob es jemals ein Buch gab, welches 18 Jahre nachdem der Vorgänger erschien, als Fortsetzung veröffentlicht wurde. Natürlich habe ich vor ein paar Jahren bereits "Die Säulen der Erde" von Follett verschlungen. Auch alle anderen Bücher von ihm habe ich gelesen, wobei mir seine historischen Romane (hier sei vor allem auch "Die Pfeiler der Macht" erwähnt) immer am besten gefallen haben.

"Die Tore der Welt" ist in erster Linie erstmal wunderschön anzuschauen. In echtem Leinen gebunden und mit einem roten Lesebändchen versehen, ist es ein Schmuckstück für jeden Buchliebhaber. Die Seiten sind hauchdünn und zart, was bei einem 1120-Seiten Buch auch so sein sollte; könnte man es sonst ja kaum halten.

Dieser Roman ist nicht wirklich eine Fortsetzung von den Säulen der Erde. Denn während es in dem ersten Teil um den Bau der Kathedrale in der fiktiven Stadt Kingsbridge geht, spielt die aktuelle Geschichte nun 200 Jahre später rund um die Kathedrale. Ein wenig lernt der Leser über den Bau einer Brücke, aber auch dieser spielt nicht die Hauptrolle in diesem Roman.

Vielmehr ist es das Leben der drei Freunde Caris, Gwenda und Merthin, welches wir durch Jahrzehnte hinweg begleiten. Wir erleben mit ihnen Höhen und Tiefen der Liebe, der Trennung, der Krankheit und der beruflichen Belange.

Folletts sehr einfacher Schreibstil macht es dem Leser leicht, die 1120 Seiten sehr zügig durchzulesen. Leider muss ich anmerken, dass einige Textpassagen sehr langatmig waren und auch mit weniger Beschreibung der Handlung der Geschichte ausgekommen wäre. Allerdings schreibt Follett auch in diesem Roman wieder sehr spannungsnah insofern, dass man wissen möchte, was aus den Personen wird. Wie sie sich weiterentwickeln, was ihnen das Leben im 14. Jahrhundert beschert.

Und wieder einmal wird der Leser daran erinnert (und das ist ja in den meisten historischen Romanen so), dass die Gesetze der damaligen Zeit einfach unglaublich waren und wir uns glücklich schätzen können, in der heutigen Zeit zu leben. Nichtsdestotrotz tauche ich immer wieder gerne in die damalige Zeit zurück. Aber eben nur als Besucher.

Alles in allem hat Follett wieder einen wunderschönen Roman geschaffen, doch wenn ich ehrlich bin, hat er insgesamt für mich nicht die gleiche Faszination ausgeübt, wie damals "Die Säulen der Erde". Dennoch gehe ich davon aus, dass auch dieses Buch wieder über Jahrzehnte hinweg ein Bestseller sein wird. Schon allein deshalb, weil jeder Follett-Fan danach greifen wird. Er wird auch nicht enttäuscht werden, aber man sollte seine Erwartungen auch nicht ZU hoch setzen. "Die Säulen der Erde" war und bleibt nun mal das Original und obwohl diese Fortsetzung toll ist, hat sie für mich nicht den gleichen Charme ausgeübt wie ihr Vorgänger.
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206 von 223 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Tore der Welt von Ken Follet, 22. März 2008
Von 
Helene "Döring" (Großstadt mitten im Ruhrgebiet) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt (Gebundene Ausgabe)
Wie auch im Roman "Die Säulen der Erde" schildert Follet wieder das englische Mittelalter üppig, prall und farbenprächtig mit viel Detailwissen über diese Zeit. Doch vorweg: Der neue Roman gefällt mir persönlich bei weitem nicht so gut wie die "Säulen der Erde". Die Art wie Follet schreibt ist bei beiden Romanen leicht lesbar, flüssig und auch mit einigen Lesepausen findet sich der Leser leicht wieder in den Ablauf hinein. Follet hat eben dass, was man angeblich in Literatenkreisen "eine gute Schreibe" nennt, vergleichbar höchstens noch mit J. K. Rawling, dieser Schreibstil verkauft sich bekanntermaßen besonders gut! In "Sachen Sex" hat sich Follet diesmal noch mehr und detailreicher ins Zeug gelegt als je zuvor, weniger wäre auch ok gewesen, doch dem Roman schadet dies meiner Meinung nach aber nicht.
Was ich vermisse - und dass ist meine Hauptkritik- dass ist "der rote Faden" der Geschichte: "Die Säulen der Erde", hier geht es von vorn bis hinten um den Bau einer Kathedrale, mit allen Problemen von der Idee, Planung,Grundsteinlegung, Bauablauf bis zur Fertigstellung, begleitet von zahlreichen "Guten" und "Bösen" Beteiligten, die sich durch den Roman ziehen. Das ist eine klare Linie, die in den "Toren der Welt" fehlt:
hier wird die Geschichte der einzelnen Romanfiguren trotz aller "Kontakte" irgendwie "isoliert" geschildert, ein durchgehender Handlungfaden fehlt einfach. Es werden Brücken, Krankenhäuser usw. gebaut, die Pest bricht mehrfach aus, doch ein "Ziel"- irgendetwas konkretes (wie der Bau einer Kathedrale oder einer Brücke??- manchmal dachte ich das wäre der Punkt-)- findet sich in der neuen Follet-Story leider nicht. Es gibt einfach keinem "Hauptstrang der Geschichte". Die Schicksale der Akteure werden geschildert, Haupt-Merthin baut mal hier mal da, legt Hand an die marode Kathedrale, ergeht sich teilweise in wirklich interessanten bautechnischen Einzelheiten, doch der ganzen Geschichte fehlt das "gewisse etwas", etwa wie in "Die Säulen der Erde". Auch der Ausbruch der Pest, gleich mehrfach, Merthins Reisen, dass alles bringt den Roman nicht wirklich "zum Ziel". Insgesamt ist es zwar schon lohnend zu lesen, aber doch bei weitem nicht so spannend wie sonst. Eine Fortsetzung von 'Den Säulen der Erde'- denke ich - dass ist es mit Sicherheit trotz anderer Meinungen vieler Leser auch nicht. Mehrere Generationen liegen zwischen beiden Romanen und ein wirklicher Zusammenhang lässt sich nicht mehr herstellen. Der "mysteriöse Brief", er ist ein absolut überflüssiger, winziger Bestandteil der Geschichte. Leider nur 3 Sterne, schade, ich mag eigentlich Follet-Romane und hätte auf fast 1300 Seiten etwas mehr erwartet.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen GZSZ im Mittelalter, 25. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt: Roman (Taschenbuch)
Vorab: ich schätze Folletts Bücher sehr, die Pfeiler der Macht und die Säulen der Erde habe ich regelrecht verschlugen. Die Tore der Welt allerdings kommen mir ein wenig vor wie "Gute Zeiten Schlechte Zeiten im Mittelalter". Durchaus nett erzählt, aber kein roter Faden, man hat immer das Gefühl, man könnte jetzt einfach mal 10 Seiten auslassen und verpasst nicht wirklich etwas. Es ist eben eine bunte Folge von Intrigen und Beziehungen die entstehen und wieder kaputtgehen, auch die Charaktere sind die typische Seifenoper-Mischung: die Guten, die Bösen, die Undurchsichtigen, die Verschlagenen, die Täter, die Opfer.
Was nicht heißt, es sei nicht kurzweilig zu lesen, von den täglichen Seifenopern im TV fühlen sich ja auch Millionen von Menschen gut unterhalten. Aber mit "Literatur" hat es eben nicht viel zu tun, wer soetwas sucht, wird hier wohl nicht fündig werden.
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37 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen insgesamt enttäuschend, 31. Mai 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt (Gebundene Ausgabe)
Natürlich hat Ken Follett gründlich recherchiert und natürlich kennt er sich im Mittelalter aus. Aber wenn man das auf so vielen Seiten unter Beweis stellen will, dann lassen sich Wiederholungen nicht vermeiden, die Stringenz des Geschehens bleibt nicht gewahrt, manchmal ufert das Erzählen in historisierendes Referieren aus mit der Folge, dass der Leser, der gespannt zu diesem Buch gegriffen hat, allmählich enttäuscht wird und sich zu langweilen beginnt. Für wenig gelungen halte ich die Personenzeichnung. Mal abgesehen davon, dass diese Schwarz-Weiß-Technik, in der das gesamte Personal angelegt ist, auf Dauer ermüdet und Aggressionen weckt, schlimmer ist, dass die Hauptersonen s o nicht dem Mittelalter entstammmen können, ihre Motivation ist modern und daher in der Zeit, in die sie versetzt werden, nicht überzeugend. Das dürfte in einem historischen Roman nicht passieren. Straffer und überzeugender hätte Follett diese Geschichte mit der Hälfte der Seiten erzählen können - weniger wäre hier mehr gewesen!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Noch einfacher als Säulen der Erde, 6. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt: Roman (Taschenbuch)
Das Buch ist eine Wiederholung von Säulen der Erde, nur alles ist langweiliger. Alle Charaktere sind wiederzufinden , nur 2 Jahrhunderte später.
Sehr schade, das Follett so gar nichts mehr eingefallen ist.
Es hat mich an die Ayla Bücher erinnert, wo auch nur das erste interessant war.
Säulen der Erde war SOAP und nun ist es das selbe, wiederholt.
Einen 3. Teil wird sich Follett wohl selber ersparen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen LEIDER IST DIE RÜCKKEHR NACH KINGSBRIDGE...., 10. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt (Gebundene Ausgabe)
dem herrn follett nicht gelungen.
mit diesem buch hat er sich in meiner lesewelt keine siegessäule errichtet.

habe mich auf das erscheinen dieses buches gefreut wie ein kind sich auf weihnachten freut,
aber ich bin fast ein wenig entsetzt, was aus dem erbe von prior philipp geworden ist...

habe selten so lange zum durchlesen eines buches gebraucht wie für dieses,
denn es konnte mich überhaupt nicht fesseln .
pflichtgemäss habe ich es dann doch beendet und es ist nicht ein tiefer eindruck geblieben.

manchmal habe ich mich gefragt, ob es wirklich ken follett war, der das geschrieben hat.

kann man eventuell dem übersetzer auch was in die schuhe schieben ?

die idee über die handlung und der personen wäre gut, aber die umsetzung scheitert vor allem
am zu modernen , oft slang-artigen wortlaut und ausdruck.

habe mich sehr bemüht, es sowieso nicht an den -säulen der erde- zu messen,
aber die -tore der welt- hätten mir auch nicht gefallen, wenn es seinen -vorreiter-
niemals gegeben hätte.

das -techtelmechtel- zwischen merthin und caris ist ein -gschpinnertes-(für nicht-bayern- : albernes)
hin und her .
es ist mir auch zuviel sex drin (nicht, dass ich eine prüde alte jungfer bin )

aber dieses thema dominiert in dem buch zu sehr.

dafür wird die beschreibung der baukunst stiefmütterlich behandelt und alle personen sind
farblose abziehbilder in einer manchmal wirren und unausgereiften handlung.

liebe lesekollegen, will niemanden die freude verderben mit meiner -leider - schlechten kritik.
hätte gerne 5 sterne vergeben, allein schon aus loyalität für ken follett.

das buch lasse ich nur wegen seines schönen einbandes sichtbar in meinem bücherregel stehen,
sonst hätte ich es auf die hinteren ränge verbannt.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein Meisterwerk, 16. November 2008
Von 
C. Pöppelmann (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt (Gebundene Ausgabe)
Okay, die "Tore der Welt" lesen sich ganz fesselnd, jedenfalls in der ersten Hälfte, (und die zweite hält man auch noch durch, obwohl da weniger absolut mehr gewesen wäre), aber herausragend finde ich das Buch in keiner Weise. Vor allem mit der historischen Authenzität ist es absolut merkwürdig bestellt. In den Details ist das Buch wirklich hervorragend recherchiert, in den großen Zusammenhängen oft hanebüchen und voller Unwahrscheinlichkeiten. Das gilt ganz besonders für Caris "Klosterkarriere". Ich bin nicht genau über die historische Faktenlage informiert: Aber wenn es damals überhaupt möglich war, ein Kloster wieder auf offiziellem Wege zu verlassen, dann war das mit Sicherheit eine absolute Ausnahme, für die man viel Vitamin B brauchte und über die letztendlich nur der Papst entscheiden konnte. Ganz sicher konnte einen nicht gerade mal eben der Ortsbischof von den ewigen Gelübden entbinden. Aber noch ärgerlicher als diese Lässigkeit mit den historischen Tatsachen finde ich, dass Follet seine eigene Linie nicht ernst nimmt. Am Anfang, als Caris noch Novizin ist (und da konnte man auch im 14. Jahrhundert ohne große Umstände wieder austreten) tut Merthin als wäre sie damit unweigerlich auf ewig für ihn verloren. Später als sie dann nicht nur die ewigen Gelübde abgelegt hat, sondern sogar als Äbtissin eine herausragende, öffentliche Stellung hat, hängt es dann angeblich nur noch von ihrem persönlichen Willen ab, ob sie bleibt oder austritt. Auch dass der Nobody Philemon noch nach dem Tod seines Mentors unaufhaltsam Karriere macht, passt schlecht ins 14. Jahrhundert mit seinen Standesschranken. Meiner Meinung nach sind weder die Story noch die Figuren wirklich lebendig und in sich stimmig, sondern "auf Effekt" getrimmt. Und damit wird das Buch trotz guter Details zur Massenware.
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113 von 135 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nach 18 Jahren alles noch mal !, 30. Mai 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt (Gebundene Ausgabe)
Die Säulen der Erde in allerbester Erinnerung - dieser Follett hat erst meine Leidenschaft für historische Romane geweckt - habe ich mir die "Fortsetzung" sofort nach Erscheinen zugelegt. Und noch nie habe ich die Investition in ein Buch direkt nach Erscheinen so bereut! Denn schon nach den ersten Kapiteln war mir klar, dass ich nicht 1300 Seiten spannende Weiterentwicklung der Säulengeschichte vor mir hatte, sondern einen total vorhersehbaren Abklatsch davon. Alle Personen tauchten wieder auf - mit neuen Namen und leicht veränderten Berufen oder gesellschaftlicher Stellung: das Paar, dass nicht zusammenkommt (oder doch, aber wie gehabt erst ganz am Ende) der Böse und der Gute, der Herr und der Knecht, ein paar Mönche und mutige und emanzipierte Frauen, sogar die dominante und intrigante Mutter tauchte wieder auf! So kann jeder 1000 Seiten zusammenschreiben: Man nehme einen Bestseller und einen Würfel und mixe alles ein bisschen um, lasse den Schauplatz gleich und lege die Geschichte zeitlich in ein anderes Jahrhundert und wenn dann noch ein "guter" Name als Autor darüber steht, geht das Geldverdienen ganz von alleine!
Die zum Teil an den Haaren herbeigezogenen Handlungsstränge und ständigen Wiederholungen (glaubt Herr Follett, dass seine werte Leserschaft nicht in der Lage ist, zu behalten, was sie 200 Seiten vorher gelesen hat?) nervten bald nur noch, und zwar gewaltig! Hier wurde allzu deutlich, dass offensichtlich für 49 Mio Vorschuss mindestens 1300 Seiten erwartet wurden. Ich war mehr als einmal nahe daran, das Buch wegzulegen. Weil ich so etwas aber aus Prinzip nie tue, habe ich dann alternativ große Passagen einfach nur noch quer gelesen. Das dies völlig ausreichte, um in der Handlung zu bleiben, sagt m. E. alles über die Qualität des Buches. Herr Follett sollte einmal bei Rebecca Gablé nachlesen, wie man "Fortsetzungen" schreibt, die dieser Bezeichnung auch gerecht werden.

Fazit: Wer Die Säulen der Erde nicht gelesen hat, für den mag Die Tore der Welt - wenn auch nicht meisterliche - aber doch ganz nette Unterhaltung sein.
Für alle anderen gilt: Finger weg und Geld und Zeit in bessere Bücher investieren!
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45 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solides Handwerk, mehr nicht, aber auch nicht weniger, 1. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt (Gebundene Ausgabe)
Also wer den Vorgänger gelesen hat, wird hier definitiv nicht enttäuscht! Ich weiß zwar nicht, ob Die Tore der Welt 50 Mill. Euro (!) Vorschuss wert sind, aber mir soll das egal sein...ich muß sie ja nicht bezahlen.
Worum geht es?
Ralph und Merthin sind die aufgeweckten Söhne eines armen Ritters vom Lande und Caris die sinnliche Tochter eines wohlhabenden Kaufmannes. Gwenda schließlich ist die Tochter eines Taglöhners und Gelegenheitsdiebes. Und alle vier treffen sich am Wollmarkt von Kingsbridge - genauer gesagt im Wald nunweit von Kingsbridge. Dort werden sie Zeugen eines Verbrechens und schwören sich gegenseitig, niemals jemandem davon zu erzählen.
Die Kinder werden erwachsen und haben weiterhin Umgang miteinander ' auch wenn sich ihre Lebenspläne grundlegend voneinander unterscheiden.
Dem Autor macht bei der Beschreibung von Zeit, Sitte und Gesellschaft so schnell niemand etwas vor. Historiker dürften hier kaum etwas zu bemängeln haben und für diesbezüglich anspruchsvolle Leser ist es ein wahres Vergnügen, an Folletts Schilderungen teilzuhaben!
Was dagegen die Ausgestaltung der Akteure angeht, da stehen Follet eher nur schlichte, handwerkliche Mittel zu Verfügung. Es funktioniert zwar alles, die Guten sind gut, die Bösen böse, aber wer es hier realistischer und anspruchsvoller erwartet hat und weniger holzschnittartig, bleibt unzufrieden zurück.
Aber dieses Buch ist eben nicht auf Seelenerforschung aus, sondern auf Unterhaltung und von ein paar ganz wenigen Längen einmal abgesehen unterhält dieser Follett bis zur letzten Seite!
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Einfache Story mit klischeehaften oder unfehlbaren Charakteren, 24. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt (Gebundene Ausgabe)
Zunächst möchte ich auf die wirklich zutreffende Rezension von Helene Döring verweisen (vergibt allerdings drei Sterne).
Ergänzend muss noch gesagt werden, dass ich persönlich fast allen Haupt-Charakteren irgendwann überdrüssig wurde:
Merthin als der moralisch (fast) unfehlbare Mann mit grenzenloser Intelligenz und weitreichendem Verständnis für die Meinungen und Bedürfnisse seiner Mitmenschen - naja! Gerade im Mittelalter eher unwahrscheinlich, oder? Außerdem kann man Merthin als Visionär sehen, der seiner Zeit gedanklich weit voraus war und auf den so manche Erfindung im Bauhandwerk zurückgehen könnte - meiner Meinung nach viel zu dick aufgetragen und historisch nicht korrekt (aber es ist ja ein fiktiver Roman...).
Caris: "Typisch Frau" könnte man an vielen Stellen sagen. Der Aufbau ihrer Person zu einer Heiligen, ihre Wiedervereinigung mit Merthin - alles gut, alles schön, alles wie im Märchen. Ich habe es gerne etwas realistischer mit Ecken und Kanten.
Ralph: Viel zu klischeehaft, obwohl vor dem Hintergrund des Mittelalters eventuell sogar recht realitätsnah. Ich habe allerdings gehofft, dass er früher stirbt. Das hätte der Story eventuell neuen Schwung verliehen.
Gwenda: Läuft in der Geschichte so mit. Sicher gewinnt sie am Ende mehr an Bedeutung, aber dadurch wird aus ihr auch kein interessanter Charakter mehr. Wulfric finde ich im Rückblick fast nicht erwähnenswert.
Sehr nervig sind die Intrigen und das Gehabe von Philemon und Godwyn. Hier hatte ich beim Lesen gehofft, dass es entweder schnell vorbei ist mit beiden oder sie sich irgendwie ändern.
Zuletzt noch zwei Anmerkungen: Der Roman kommt stellenweise wie ein Porno daher. Weniger wäre dabei mehr gewesen. Und dann noch dieses große Geheimnis um den vergrabenen Brief - völlig belanglos! Es hat so gut wie keine Bedeutung für die gesamte Geschichte, sieht man mal von der Bischofswahl am Schluss ab. Schade, denn man vermutet mit Recht die ganze Zeit, dass es mit der Enthüllung des Briefs nochmal zu einer turbulenten Wendung kommt.
Fazit: Alles wendet sich am Schluss zum Guten, die Spannung ist sehr mäßig. Das bedeutet für mich, dass das Buch zum einen nicht an "Die Säulen der Erde" heranreichen kann, zum anderen aber auch, dass ich das schriftstellerische Können von Ken Follet mal wieder überschätzt habe. Langsam habe ich genug von diesem Autor, der immer so hoch gelobt wird, dessen Bücher die Versprechen aber bei weitem nicht halten können. Auf den letzten 400 Seiten musste ich mich mächtig quälen.
Zwei Punkte gibt es von mir nur deswegen, weil die Geschichte schön flüssig zu lesen ist, was gerade bei dem Umfang eine Rolle spielt und weil ich England im Mittelalter als Schauplatz mag.
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Die Tore der Welt: Hörspiel WDR.
Die Tore der Welt: Hörspiel WDR. von Ken Follett (Audio CD - 11. August 2009)
EUR 5,13
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