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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein vordergründiger Horror
Nachdem ich "Menschenhafen" gelesen hatte, habe ich auch die anderen Romane von Lindqvist gekauft, und mir diesen hier zuletzt vorgenommen. Was ich an dem Autor wirklich schätze, sind seine Figuren, die so realistisch gezeichnet sind. Hier folgen wir vor allem drei Betroffenen, die vor kurzer Zeit einen nahen Angehörigen verloren haben. Gezeichnet wird nun das...
Veröffentlicht am 30. Juli 2010 von M. Thiessen

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solides Buch mit Schwächen
Lindqvist hat mit "So ruhet in Frieden" erneut bewiesen, dass er es versteht einem der Leserschaft bekannten Thema ein völlig neues Gewand zu verleihen. Mit großer Liebe zu den Eigenheiten seiner Charaktere schafft er es aus dem klassischen Zombie-Auferstehungsszenario eine zumindest teilweise überzeugende und realistische Handlung zu konstruieren, womit...
Veröffentlicht am 31. August 2010 von Viktor Rodtchenko


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein vordergründiger Horror, 30. Juli 2010
Von 
M. Thiessen (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: So ruhet in Frieden: Thriller (Taschenbuch)
Nachdem ich "Menschenhafen" gelesen hatte, habe ich auch die anderen Romane von Lindqvist gekauft, und mir diesen hier zuletzt vorgenommen. Was ich an dem Autor wirklich schätze, sind seine Figuren, die so realistisch gezeichnet sind. Hier folgen wir vor allem drei Betroffenen, die vor kurzer Zeit einen nahen Angehörigen verloren haben. Gezeichnet wird nun das Szenario, dass die Toten der letzten zwei Monate wieder zum Leben erwachen - und wie die Angehörigen damit umgehen. Nun gibt es ja zahlreiche Zombie-Romane, und immer wieder geschieht es dann in hundert Varianten, dass diese Zombies sich zusammenrotten, über die Menschen herfallen und schlimmstenfalls eine Seuche verbreiten. Das alles passiert hier nicht, und wer auf so vordergründigen Horror hofft, sollte wohl besser die Finger vom Buch lassen. Hier geht es vor allem um den Verlust, den die Menschen erlitten haben, und wie sie damit umgehen. Besonders nahe geht dabei der Strang mit dem depressiven Journalisten, der sich nach dem Unfalltod seines Enkels durch ein sinnlos gewordenes Leben schleppt und dessen Trauer so intensiv erzählt wird, dass es kaum auszuhalten ist. Überhaupt wird in diesem Buch sehr viel getrauert und geweint: um die verstorbenen Verwandten oder auch um tote Haustiere oder Bilderbuchfiguren. So liegt über allem eine schwermütige Stimmung, die nur gelegentlich durchbrochen wird. Wer sich darauf einlässt, nimmt an der Gefühlswelt von Menschen in Extremsituationen teil und hofft und bangt mit ihnen, wobei man selbst nie weiß, was man denn nun eigentlich hoffen soll: dass die Verstorbenen wieder leben oder doch besser dahin zurückkehren, wo sie hergekommen sind.
Einzig das Ende - und das ist wiederum so wie in den anderen Lindqvist-Büchern - ist etwas unbefriedigend, um nicht zu sagen wirr, und mancher Handlungsstrang wirkt nicht abgeschlossen. Das ist etwas schade und verhindert den fünften Stern in der Bewertung.
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales Buch - falsch vermarket, 15. April 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: So ruhet in Frieden: Thriller (Taschenbuch)
Kleine Vorbemerkung: hätte ich den Autor nicht gekannt, hätte ich dieses Buch nie gekauft - denn ich mag KEINE Schwedenkrimis.
Und alle Schwedenkrimi-Fans, die dieses Buch hier schlecht schreiben, sollten ihre Wut und Enttäuschung nicht gegen Autor und Roman, sondern gegen die Abgreifer-Mentalität eines Verlages wenden, der hier einen schnellen Euro machen wollte, anstatt eine ungewöhnliche Geschichte vernünftig unter das geneigte Publikum zu bringen.

Zum Buch:
Vermarktet in Optik und Beschreibung als Schweden-Krimi bzw. 'Thriller', wird bereits innerhalb der ersten 50 Seiten klar, dass man es hier mit einer weitaus bedrohlicheren und schwerer goutierbaren Geschichte zu tun hat.
Lindqvists Buch ist ein Zombie-Roman, der allerdings Filmen wie dem französischen Les Revenants vom Fantasy Filmfest 2005 (falls den irgendjemand außer mir gesehen hat...) näher steht als Dawn of the Dead oder Resident Evil. Die regionale und zeitliche Begrenzung der Rückkehr der Untoten (nur in Stockholm und nur Tote, die in den vergangenen zwei Monaten gestorben sind, erwachen wieder zum Leben) verhindern ein allzu ausuferndes apokalyptisches Szenario. Stattdessen bleibt genügend Raum für die Frage, wie die Hinterbliebenen damit umgehen, wenn die betrauerten Toten plötzlich wieder leben - allerdings körperlich, geistig und emotional extrem eingeschränkt. Dabei stehen drei Fälle im Vordergrund, wobei in einem Fall der Untote schnell keine Rolle mehr spielt und eher die generelle Bedeutung der Ereignisse für dessen Hinterbliebene (Enkelin und Ehefrau) ins Zentrum des Interesses rücken. Dabei werden auf 450 Seiten en passant Fragen nach dem Umgang mit Verlust und Trauer, nach Schuldgefühlen von Eltern und Kindern, nach Religion und Rationalität, nach Sterblichkeit, Seele und Leben nach dem Tod behandelt, und das alles bei - weitgehend - durchgehaltener Spannung, in grandios düsterer Atmosphäre und mit bisweilen zünftigen Effekten. Keine Sorge also, der Roman ist kein intellektueller Diskurs, sondern macht Spaß und unterhält, bei entsprechender Affinität zum Genre, großartig.
Eher als Henning Mankell und Konsorten drängt sich also der Vergleich zu Stephen King auf. Lindqvist hält diesem Vergleich mühelos stand, da er ein intellektuell größeres Kaliber darstellt, auf Fäkalhumor verzichtet und nicht im letzten Drittel seines Buches die Lust am eigenen Roman verliert und ein hanebüchenes Ende zusammenschustert (ich sage nur 'Es'). Ich hätte nicht gedacht, dass mich ein Roman aus dem Horror-Genre noch mal so packt, wie dieses Buch. Eine glatte Empfehlung also!
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was wäre wenn ..., 29. Oktober 2008
Von 
Julia Zopp (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: So ruhet in Frieden (Audio CD)
Wer hier, nachdem er den Klappentext gelesen und vielleicht auch mitbekommen hat, dass die Verfilmung von John Ajvide Lindqvists vorigem Roman "So finster die Nacht" auf dem Fantasy Filmfest 2008 immerhin das Centerpiece war, eine Zombie-Horror-Geschichte im Rahmen der gängigen Splatter-Klischees erwartet hat, wird enttäuscht werden. Abgesehen davon, dass einige Schilderungen sehr bildlich-drastisch und für mich hart an der Grenze des Erträglichen sind, hat man es hier eher mit sehr philosophischem Psycho-Horror zu tun.

Zunächst einmal erscheint das Szenario hanebüchen, es gibt - so viel wird auch in Rezensionen der Buchausgabe verraten, deswegen erlaube ich mir diesen Spoiler - absolut nicht plausibel erklärt, woher dieses elektrische Feld kommt, warum die Toten erwachen, warum in diesem Zusammenhang die Phänomene auftreten, die eben auftreten. Es passiert einfach, warum, bleibt der eigenen Interpretation überlassen.

Letztenendes fällt es meines Erachtens jedoch leicht, sich darauf einzulassen, weil es auch gar nicht so sehr um die Toten, die "Wiederlebenden", sondern die meiste Zeit um die Lebenden und wie sie mit der Situation umgehen, geht. Damit, dass ihre kürzlich oder vor einigen Monaten verstorbenen Angehörigen - Vater, Ehefrau, Kind - wieder da sind. Und irgendwie eben doch nicht wieder da sind.

Mehr möchte ich nicht verraten (vermutlich war das ohnehin schon zu viel), aber ich möchte jedem, dem dieses Buch/Hörbuch gefallen hat, auch den französischen Film "They Came Back"/"Les Revénants" von Robin Campillo, an den ich mich mehrmals erinnert fühlte, ans Herz legen.

Zur Hörbuch-Version bleibt mir noch zu sagen, dass mir die Interpretation des Sprechers Sascha Rotermund sehr gut gefallen hat, er wird der Stimmung des Romans jederzeit gerecht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solides Buch mit Schwächen, 31. August 2010
Rezension bezieht sich auf: So ruhet in Frieden: Thriller (Taschenbuch)
Lindqvist hat mit "So ruhet in Frieden" erneut bewiesen, dass er es versteht einem der Leserschaft bekannten Thema ein völlig neues Gewand zu verleihen. Mit großer Liebe zu den Eigenheiten seiner Charaktere schafft er es aus dem klassischen Zombie-Auferstehungsszenario eine zumindest teilweise überzeugende und realistische Handlung zu konstruieren, womit er mich als Leser in seinen Bann zu ziehen vermochte.
Vor allem handwerklich ist Lindqvist ein Könner: Seine Charaktere sind ausgearbeitete Individuen, zumeist keine Helden, die sich angesichts der furchteinflössenden Realität immer mehr zu ihrem wahren Selbst bekennen. Die Frage wie Menschen angesichts einer Auferstehung der Toten reagieren beantwortet der Autor für jeden seiner Charaktere anders, wobei er religiöse, politische, wie auch sehr persönliche Aspekte in seine Betrachtung einbezieht. Wie reagieren die Staatsorgane? Welche Rechte genießt ein Wiederlebender? Erfüllen sich hiermit die Prophezeihungen der Bibel? All diese Fragen behandelt Lindqvist mehr oder weniger detailiert, wobei er oftmals die Perspektive wechselt und seine Geschichte in der Form fiktiver Zeitungsartikel oder Radiomeldungen erzählt.
Gleichzeitig spürt man im Fortschreiten des Romans die lauter werdende Kritik am Umgang mit dem Tod. Denn obwohl die Toten als aufgedunsene Wasserleichen, verwesende Kadaver oder entstellte Unfallopfer und ohne jede menschliche Regung ins Leben zurückkehren, werden sie von den Protagonisten als zurückkehrende Hinterbliebene wahrgenommen. Wortwörtlich heißt es da "Sie hatte sich geirrt, gewaltig geirrt. [...] Elias war tot. Elias war nicht fort."
Obwohl ich das Buch als lesenswert empfand, sind doch auch einige Schwächen zu nennen. Zu schnell akzeptieren Lindqvists Charaktere das Unfassbare und reagieren ohne dabei jemals in einen Schockzustand zu verfallen. Hier kann ich ihm leider nicht ganz folgen und hatte daher zunehmend Probleme mich auf seine Handlung einzulassen. Ob eine Vielzahl von Menschen angesichts der Umkehrung ihrer Realität dazu im Stande wären sei zu bezweifeln...

Fazit: "So ruhet in Frieden" ist sicher nicht der große Wurf, aber wohl einer der besten Zombie-Romane (ohne wirkliche Vergleiche zu kennen). Der Autor behandelt das Thema mit großer Hingabe und hebt sich dadurch von allen Klischees ab. Hier geht es nicht um zerstückeltes, verwesendes Fleisch, sondern um das Drama das mit einem solchen Szenario verbunden wäre.....
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Realistisches Zombie-Szenario; etwas schwermütig und mit einem unbefriedigenden Ende, 28. November 2009
Von 
Florian Hilleberg (Göttingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: So ruhet in Frieden: Thriller (Taschenbuch)
Stockholm leidet unter einer drückenden Schwüle. Plötzlich lassen sich elektrische Geräte nicht mehr ausschalten. Dann ist der Spuk augenscheinlich vorüber, doch als der Stand-Up-Komiker David Zetterberg, die Leiche seiner verunglückten Frau identifiziert beginnt der Alptraum erst. Plötzlich erwachen die Toten und werden von einem Instinkt nach Hause getrieben. Selbst in den Gräbern erwachen die erst kürzlich Verstorbenen. Der Journalist Gustav Mahler befreit seinen toten Enkel aus dem feuchten Grab und bringt ihn nach Hause, um ihn vor der Regierung zu verstecken, die alle Wiedererwachten zu sammeln und zu untersuchen beginnt. Während sich die ersten religiösen Fanatiker sammeln, lässt die Regierung erste Besucher zu den Wiedererwachten. Doch die haben sich verändert und es kommt zum Desaster '

John Ajvide Lindqvist wird spätestens seit diesem Roman als der schwedische Stephen King gefeiert. Bereits sein Debütroman 'So finster die Nacht' fand internationale Resonanz und zog einen erfolgreichen Kinofilm nach sich. Nach den Vampiren, hat sch Lindqvist in seinem zweiten Roman den Zombies oder Untoten gewidmet, wenngleich auf einer viel anspruchsvolleren Ebene als in den einschlägigen Filmen von George A. Romero u.a.
Lindqvists Wiedergänger sind keine Kannibalen, die in Scharen über die Lebenden herfallen, sondern verwirrte, seelenlose Kreaturen, die nur einem Ziel zu folgen scheinen: nach Hause zu gehen. Dabei erzählt der schwedische Schriftsteller die Geschichte aus drei Perspektiven und lässt in drei Familien die Toten aus den drei verschiedenen Generationen zu neuem Leben erwachen. Während es bei David und Magnus Zetterberg die Ehefrau und Mutter ist, kümmert sich Gustav Mahler um seinen toten Enkelsohn, bei dem er verzweifelt versucht ein die Versäumnisse zu wiederholen, unter denen seine erwachsene Tochter noch heute leidet. Schließlich begegnet Flora ihrem toten Großvater und erlebt, wie ihre Großmutter zu einer religiösen Fanatikerin wird. Dabei offenbart der Autor einen flotten, unterhaltsamen Schreibstil, der dennoch ein gewisses Niveau hält und sich einer ausgefeilten Sprache bedient. Leider kommt die Handlung nach den ersten Schockmomenten schnell ins Stocken und scheint nicht recht von der Stelle zu kommen. Die Nachrichtenmeldungen beleuchten das Geschehen auf eine sehr reale Art und Weise, doch richtig Spannung mag nicht aufzukommen. Erst als die Situation im, für die Wiedergänger geschaffenen Ghetto eskaliert nimmt die Handlung wieder Fahrt auf. Nur um kurz darauf in einer wirren Mischung aus Kitsch und religiöser Tagträumerei ein unbefriedigendes Ende zu finden. Muss man dem Buch zu gute halten, dass es eben nicht die x-te Schlachtplatte ist, so sehnt man sich am Ende fast eine solche herbei, um die Handlung etwas temporeicher zu gestalten. Nachvollziehbar geschildert wurden jene Extremisten, die in den Untoten eine reale Bedrohung sehen und sich als selbsternannte Zombiejäger auf die wehrlosen Kreaturen stürzen. Hinzu kommt die stete Schwermütigkeit, teilweise sehr anstrengend ist. Ein origineller Versuch Horror mit Drama zu verquicken, der nur in Ansätzen funktioniert.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anders, 5. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: So ruhet in Frieden: Thriller (Taschenbuch)
Ganz gewiss ein Horrorroman der anderen Sorte: Für mich dauerte es einige Zeit, bis ich feststellte, dass das eignetlich Lindquists Version einer Zombiegeschichte ist. Aber hier geht es nicht um liechen, die herumlaufen und Hirne fressen wollen, sondern um Menschen, die mit etwas Unvorstellbarem konfrontiert sind. Was wäre wenn aus unerklärlichen Gründen in eienr Ortschaft die Toten wiederbelebt werden? Wie gehen die Menschen mit dem um, was da Verhältnis von leben und Tod bedeutet? Wie damit, dass ihre Lieben wieder da, aber immer noch sowohl körperlich "beschädigt" (sprich verwest) wie auch geistig verwest sind? wendet man sich an die Wissenschaft oder an die religion? Lindquist gibt keine klaren Antworten, was man bei diesem Thema auch wohl gar nicht kann. Gewisse thematische Ähnlichkeiten (wenn auch nicht vom Erzählerischen) mit Stephen King sind vorhanden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Immer noch unschlüssig, 10. März 2013
Rezension bezieht sich auf: So ruhet in Frieden: Thriller (Taschenbuch)
Selten war ich so unschlüssig nach dem Lesen eines Buches. Ist es genial? Oder doch nur schlechte Fantasie?

Ich tendiere etwas mehr zur Genialität, da alleine das Thema irgendwie spannend ist.
Alle Verstorbenen der letzten 2 Monate erwachen wieder und werden zu friedlichen Zombies. Eine gelungene Mischung aus "The walking dead" und "Torchwood - Die Kinder von Eden".
Ich als Vater zweier Kinder fand das Buch allerdings manchmal hart an der Grenze weil ...(kann man sich denken, möchte aber nicht zu viel verraten).
Zusammenfassend würde ich sagen, mal was anderes. Spannend, klar auch ein paar Längen, aber dennoch gut.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein überraschendes Highlight, 23. August 2012
Rezension bezieht sich auf: So ruhet in Frieden: Thriller (Taschenbuch)
Stockholm, August 2002: Es herrscht eine unerträgliche Hitzeperiode in der Stadt vor, die Bevölkerung leidet an unerklärlichen Kopfschmerzen, sämtliche Strom- und Lichtquellen lassen sich nicht mehr ausschalten. Plötzlich, ohne Vorwarnung, ist alles vorbei.
Jedoch muß sich die Regierung nun mit einem unerwarteten Problem auseinandersetzen: Verstorbene, die nicht länger als 2 Monate tot sind, erwachen plötzlich wieder zum "Leben", verlassen ihr Sterbebett oder die Leichenhalle und wollen nach Hause "heimkehren". Die "Wiederlebenden", wie sie die Regierung vorsichtig nennt, sind jedoch vorerst noch friedlich und keine Bedrohung, bis man sie aus organisatorischen Gründen wegsperrt und eine Diskussion um Ethik entbrennt.

Anhand des Schicksals einer trauernden Mutter, die druch einen tragischen Fenstersturz ihren kleinen Sohn verliert, eines Familienvaters der unerwartet seine Frau betrauern muß und zum alleinerziehenden Vater wird sowie einer hellseherisch veranlagten Großmutter, die in diesen Ereignissen den Weltuntergang nahen sieht, werden dem Leser gleichzeitig Hoffnung und Verzweiflung der betroffenen Familien nahe gebracht.

Ich habe das Buch als Mängelexemplar erstanden und habe mir - wie offenbar viele andere, enttäuschte Leser auch - einen Zombieroman à la "Resident Evil" erwartet. Ich wurde jedoch alles andere als enttäuscht von der Geschichte, die mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Denn hinter diesem Titel versteckte sich für mich ein unerwartetes Highlight, dieses Buch ist zu meinem Glück alles andere als ein Gruselroman.
Sehr spannend, stellenweise sehr traurig und nachdenklich machend, spricht dieser Roman unsere Vorstellung vom Leben nach dem Tod an, aber auch unsere Auseinandersetzung mit der Trauer und dem Umgang mit dem Verlust eines geliebten Menschen. Vor allem mußte ich mich an vielen Stellen selber fragen, wie hättest du selbst in dieser oder jener Situation gehandelt?

Für mich war der Roman ein Pageturner, der mir 2 Nächte lang den Schlaf geraubt hat, weil ich nicht aufhören konnte!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Liebe, Schmerz, Trauer, Tod ....... und Zombies, 26. Dezember 2010
Von 
OldboY - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: So ruhet in Frieden: Thriller (Taschenbuch)
Stockholm, Schweden im Jahr 2002. Es ist schon seit Tagen unglaublich heiß. Kein Wind regt sich, kein Regen, keine Abkühlung für die Menschen in der Stadt. Es ist als würde sich ein elektrisches Feld über alles Lebendige legen. Die Menschen haben unerträgliche Kopfschmerzen. Plötzlich ist alles vorbei. Doch dann beginnt das Unfassbare.....

John A. Lindqvist hat mit "So ruhet in Frieden" einen weiteren gut lesbaren und vor allem sehr innvoativen Roman geschrieben und damit an den Megaerfolg "So finster die Nacht" angeknüpft. Der Stil von Lindvist ist einfach unverwechselbar. Er konfrontiert alltägliches mit makabren Horror-Elementen und spiegelt dadurch das Innenleben der Protagonisten im Angesicht unfassbarer Vorgänge. Das ist äußerst clever gemacht und verdient zunächst einmal Respekt.

MAn darf hier nicht den Fehler machen und einen "Schweden-Krimi" erwarten. Genauowenig sollte man nach typischen Horrorelementen suchen. Glauben Sie mir, die gibt es in dem Roman auch, aber sie stehen nicht im Vordergrund. In erster Linie hat J.A. Lindqvist einen Roman über den Umgang mit dem Tod und die damit verbundene Trauer geschrieben. Wie wäre es, wenn die Lieben plötzlich wieder vor der Tür stehen? Hat man endgültig mit dem Schicksal abgeschlossen? Wie würde man in einer solchen Situation selbst umgehen? Und wie geht unsere Gesellschaft mit dem Problem um? Episodenweise schildert uns Lindqvist verschieden Reaktionsmöglichkeiten und Persönlichkeitsstrukturen. Der technokratisch-verwaltende Umgang der Politik mit den Zombies ist streitbar aber realistisch dargestellt.

Letztendlich gründet das Buch auf einer hervorragenden Idee, die leider an ihrem eigenen Anspruch gescheitert ist. J.A. Lindqvist ist ein großer Moralist und so liest sich seine GEschichte in erster Linie als sozialstaatskritische Utopie eines gewandelten Schwedens. Früher war das Land einmal durch und durch sozialdemokratisch. Als der Sozialstaat vor dem Kollaps stand und das Geld ausgegeben war, mussten die Schweden umdenken und haben ihr Land seit den 90ern dem Markt geöffnet. In diese Zeit fällt Lindqvists Handlung.

Es war einfach nicht möglich, diesen gesellschaftspolitischen Hintergrund in eine derart phantastische GEschichte einzubauen. Das hatte zwar (politisch umgekehrt) in "So finster die Nacht" wunderbar geklappt. In seinem zweiten Buch geht jedoch alles drunter und drüber und der Leser weiß mehr als nur einmal nicht wo der Weg hinführt. Große Teile des Buches bleiben daher ein Rätsel was den LEsespaß doch drastisch beeinträchtigt.

Alles in allem hätte ich J.A. Lindqvist für die Idee geren 5 Sterne gegeben. Der eigene Anspruch des Autors war jedoch zu hoch, sodass ich dieses Buch nur mit Einschränkungen weiterempfehlen kann. Wer Schweden_Krimis mag, sollte aber auf jeden Fall die Finger davon lassen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragend!, 27. November 2009
Rezension bezieht sich auf: So ruhet in Frieden: Thriller (Taschenbuch)
Die Meinungen über dieses Buch gehen sehr weit auseinander, was wirklich zum größten Teil an der Erwartungshaltung der Leser liegt. Viele verlangen hier eine Handlung, die ihnen auf dem Silbertablett präsentiert wird. Dabei geht es in dem Buch weniger um die Wiederlebenden. Und es ist auch völlig egal, was dieses elektrische Feld ausgelöst hat. Es geht um Menschen in Extremsituationen, die Trauer verarbeiten müssen und die einen geliebten Menschen verloren haben. Jeder, der das erlebt hat, weiß, wovon in diesem Buch zwischen den Zeilen wirklich die Rede ist! Wie wichtig ist es, jemanden loslassen zu können, sich keine Schuld zu geben, sich keine Vorwürfe zu machen... Das will uns das Buch sagen: Geht gut miteinander um, dann können die Toten auch in Ruhe von dannen ziehen.
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So ruhet in Frieden
So ruhet in Frieden von John Ajvide Lindqvist (Audio CD - 16. September 2008)
EUR 5,35
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