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67 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen also EIGENTLICH...
1. lese ich keine Bücher, die ich mir nicht selbst gekauft habe
2. kann ich modernen Romanen nur äußerst selten etwas abgewinnen und
3. halte ich wenig bis gar nichts von sogenannten „Verschwörungstheorien“.

Aber obwohl auf dieses Buch alle drei Punkte zutreffen, habe ich es an einem Tag verschlungen. Es lag harmlos auf dem...

Veröffentlicht am 22. März 2006 von Evelyn Schulz

versus
18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schöner Schein
OK, das hier ist ein wirklich erfolgreiches Buch. Ist es aber auch ein gutes Buch?

Wenn ich einen Roman lese, will ich nachvollziehbare Charaktäre haben, die vom Schicksal in schwierige Situationen gebracht werden, zweifeln, ihre eigenen Wertvorstellungen auf die Probe stellen müssen, sich widersprechenden Motivationen aussetzen müssen. Hier ist das alles...

Veröffentlicht am 9. März 2006 von Niclas Grabowski


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67 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen also EIGENTLICH..., 22. März 2006
Von 
Evelyn Schulz (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
1. lese ich keine Bücher, die ich mir nicht selbst gekauft habe
2. kann ich modernen Romanen nur äußerst selten etwas abgewinnen und
3. halte ich wenig bis gar nichts von sogenannten „Verschwörungstheorien“.

Aber obwohl auf dieses Buch alle drei Punkte zutreffen, habe ich es an einem Tag verschlungen. Es lag harmlos auf dem Geburtstagstisch meines Freundes, ich blätterte ein wenig darin herum, und dann... kam ich nicht mehr davon los. Völlig vorurteilsfrei, unbeeinflußt von irgendwelchen vorher gelesenen Kritiken, in Unkenntnis des Verkaufsranges dieses Werkes (Bestsellerlisten interessieren mich sowas-von-überhaupt-nicht...). Und die Rezensionen hier habe ich mir erst heute zu Gemüte geführt, neugierig, was andere Leser meinen...

Auf den Inhalt des Buches gehe ich nicht weiter ein - die Gefahr wäre einfach zu groß, etwas zu verraten, das der künftige Leser lieber selbst herausbekommen hätte. Wichtiger ist, daß es Dan Brown von den ersten Seiten an geschafft hat, eine Spannung aufzubauen, die mich gefesselt hat, die mich mitraten, vermuten, wieder-verwerfen ließ. Die mich auch mit-leiden ließ, aber immer mit der Gewißheit und Vorfreude im Hinterkopf: Sie werden es schaffen, sie werden das Rätsel lösen...

Und nebenbei bekam ich Informationen, die mich stutzig machten, mich nachdenken ließen. Ganz sicher werde ich außerhalb des Buches weiterlesen - schon, um herauszubekommen, wieviel von dem Gelesenen Fakt und wieviel Fiktion ist: Was ist dran an den detailliert „auseinandergenommenen“ Da-Vinci-Werken (Mona Lisa, Felsgrottenmadonna, Das letzte Abendmahl...), dem vorchristlichen Frauenkult, der Zahl Phi (nicht zu verwechseln mit Pi), dem goldenen Schnitt, dem Pentagramm, Verschlüsselungstechniken, Anagrammen, Tempelrittern, Maria Magdalena und architektonischen Besonderheiten von Bauwerken (insbesondere Kirchen) Frankreichs und Englands? Ja, ja, ja! Ich WERDE vor einer etwaigen Reise nach Paris oder London noch einmal in dieses Buch schauen, einige der beschriebenen Bauwerke aufsuchen und mit sehr interessierten Augen betrachten...

Es stimmt, wenn man sich ein wenig mit Schriftstellerei beschäftigt hat, bemerkt man das „Handwerkliche“ an dem Roman: Wie Dan Brown die Spannung hält, indem er sogenannte „Cliffhanger“ an den Enden der einzelnen Kapitel platziert, von einem Schauplatz zum nächsten immer gerade dann wechselt, wenn es besonders spannend wird, eine zarte Romanze fürs Herz einbaut, zwischendurch in nicht zu großen Häppchen Wissen vermittelt, den Leser durch das Rätsel-Raten in die Handlung einbezieht... Das hat mich zugegebenermaßen ein bißchen gestört - aber nicht vom Weiterlesen abhalten können.Gerade die Wissensvermittlung handhabt Herr Brown recht geschickt, meines Erachtens viel geschickter als beispielsweise Umberto Eco in „Der Name der Rose“, wo ich wirklich mehrfach –zig Seiten überblättert habe, weil ich wissen wollte, wie nun endlich die Handlung weitergeht... Ich habe auch hier Seiten überblättert, bin aber – anders als bei Eco – immer zu den überblätterten Seiten zurückgekehrt und hab sie quasi „nachgelesen“, nachdem mein Wissensdurst nach dem Handlungsfortgang erst einmal gestillt war.

Da es in dem Buch viel um das Anschauen im Sinne von „Genauem-Betrachten“ geht, empfiehlt es sich dringend, die behandelten Bilder, Gebäude etc. beim Lesen tatsächlich vor Augen zu haben. Am besten gelingt das mit dieser ILLUSTRIERTEN AUSGABE des Werkes, die auch ansonsten eine sehr schöne Ausgabe - schönes Format, edles Papier, rotes Lesebändchen - ist. Wenn Sie einer solchen Ausgabe habhaft werden, sagen Sie besser Ihre Termine für den Tag schon einmal vorsorglich ab, bevor Sie anfangen zu lesen...

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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sakrileg oder Illuminati? Ein Déjà Vu!, 8. November 2004
Von 
Apicula (Apiculis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REZENSENT)    (#1 HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Sakrileg (Audio CD)
Achtung, in dieser Hörbuch-Rezension (*1) werde ich um ein Stück mehr auf die Erfahrungen mit dem HÖRBUCH eingehen, als dass das hier eine Rezension des Romans „Sakrileg" von Dan Brown wird.
Nachdem ich den ersten Bestseller „Illuminati" von Dan Brown in Buchform regelrecht verschlungen habe, habe ich mich lange geweigert den nächsten Bestseller „Sakrileg" käuflich zu erwerben. Immerhin kostete die gebundene Ausgabe (Taschenbuch war noch nicht verfügbar) über 20 Euro. Als mir amazon.de dann die Empfehlung für das Hörbuch „Sakrileg" für 14,95 Euro aussprach, war der Erwerb desselben nur noch einige Klicks entfernt.

Es verhält sich nun einmal so, dass ich ab und an längere Strecken Auto fahre und dabei ist es bald schon zur Gewohnheit geworden - so ich alleine im Auto sitze, oder Mitfahrer nichts dagegen haben -, dass ich mir zum Zeitvertreib ein Hörbuch zu Gemüte führe.
„Sakrileg" eignet sich - um es gleich vorweg zu nehmen - ausgezeichnet um es sich während einer langen Autofahrt anzuhören.

Die 305 Minuten die ich auf der Strecke Frankfurt - Salzburg dem Roman gelauscht habe, vergingen relativ schnell. Lautstärkeschwankungen oder sonstige Mängel an der Tonqualität der Aufnahme konnte ich nicht feststellen.

Der erste Eindruck den das Hörbuches auf mich macht ist geprägt von der markanten, vor allem aber bekannte Stimme des Sprechers: Wolfgang Pampel. Er ist die „Exclusiv-Synchronstimme" von Harrison Ford. Nun hat amazon.de nicht unrecht, wenn es in seiner Produktbeschreibung einen Vergleich zwischen der Stimme von „Indiana Jones" (Harrison Ford) und der des Protagonisten des Romans, Robert Langdon, heranzieht. Mir kam der Zusammenhang der beiden Charaktere auch in den Sinn. Nicht zuletzt, weil ja auch Indiana Jones sintemalen nach dem „Heiligen Gral" gesucht hat. [Außerdem ... halte ich „Illuminati" und „Sakrileg" für höchst geeignet um es zu verfilmen. Das wird wohl nur noch eine Frage der Zeit sein, bis der sympathische, sportliche, Mit-Vierziger-Typ mit leicht graumeliertem Haar, - Robert Langdon, nämlich - in seinem Tweed-Sakko vor unser aller Kinopublikum-Augen nachts aus seinem süßen Traum - in dem er mit hinter dieser Frau , á la Vittoria Vetra, auf den Pyramiden hinterherhetzt ; einigermaßen erfolglos, wie uns der Autor ja weismachen will - dem Bett geklingelt wird. Harrison Ford wäre vermutlich schon zu alt für die Rolle des Abenteurers, aber mein Geheimtipp ist ohnehin George Clooney :-] - Dan Brown schreibt übrigens schon an einem dritten Roman in dem Robert Langdon irgendwelche Geheimlogen-Machenschaften in Washington D.C aufdeckt ... ]

Der Anfang von „Sakrileg" war für mich wie ein Déjà Vu!
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- Ich hab doch tatsächlich auf's Cover geschaut, ob ich überhaupt „Sakrileg" eingelegt hatte und nicht etwa zum wiederholten Male „Illuminati"! - Kein Scherz ...
Wurde Robert Langdon in „Illuminati" noch in Washington mitten in der Nacht aus dem Bett geklingelt, so wird er es in „Sakrileg" in Paris, wo er gerade zu Gast ist um sich unter anderem mit dem Direktor des Luvre, Jaques Saunière, zu treffen. - Wir wundern uns deshalb auch gar nicht, dass es eben dieser Jaques Saunièreist, der da offensichtlich zu einem grauslich anzusehenden Selbstmord gezwungen wurde und derart verrenkt mitten im Louvre tot herumliegt und nur noch darauf wartet, dass Mister Langdon herausfindet, wozu diese unnatürliche Haltung denn gut sein soll, in die der sterbende Sougniere sich gebracht hat ...
Und das ist nicht die einzige Parallele mit der „Sakrileg" aufwartet. Das ist auch der Grund, warum der Roman stellenweise verdammt langweilig wird. Obwohl er zweifelsohne nicht langweilig ist. Mir fällt auch keine gescheitere Definition ein ...

Wie schon in "Illuminati" gibt es in „Sakrileg" ebenso Dialoge, bei denen der "Vorleser" einiges vergeigen kann. Im Gegensatz zu Ralph Herforth, aus dessen Mund ich „Illuminati" in Hörbuch-Form vernommen habe, ist Wolfgang Pampel aber eindeutig eine Klasse für sich. Er hat das Vermögen den Darstellern ihren eigenen stimmlichen Charakter zu geben, und vernachlässigt auch nicht den französischen Dialekt. Manchmal hatte ich aber den Eindruck der gute Herr Pampel verschluckt Worte und nuschelt ein wenig. Das nur als „leise Kritik". Denn von der Art und Weise wie er den Roman vorträgt bin ich nachhaltig beeindruckt.

Leider - so muß ich gestehen - habe ich dem Inhalt nicht immer so schnell folgen können, wie nun einmal vorgelesen wird. Besonders als es um Details des „heiligen Gral" geht, musste ich einige Stellen wiederholt anhören. Das ist aber insofern nicht schlimm, weil die CDs a) sehr sinnvoll in ca. 10 bis 14 minütige Tracks aufgeteilt sind und b) habe ich auf der besagter Autofahrt auch zwei Autobahnumleitungen fahren dürfen - es gab Staus genug -, und so hatte ich genügend Zeit um mir den Roman anzuhören. Und zwar so, dass ich auch den Inhalt einigermaßen aufnehmen konnte.
Dem Inhalt konnte ich grundsätzlich, nur um es noch einmal fest zu halten - nur schwer folgen.

Um diese Hörbucherfahrung wieder mit der von „Illuminati" zu vergleichen:
„Illuminati" habe ich als Buch gelesen und war, als ich die Hörbuch-Version anhörte, natürlich schon sehr aufgeklärt über die Handlung.
Bei „Sakrileg" war es da schon schwieriger der Handlung zu folgen. Wenn mir dieser Roman irgendwann recht günstig in Buch-Form unter die Nase kommt, werde ich ihn wohl interessehalber auch einmal lesen. - Die Hörbuchfassung mit ihren 305 Minuten ist jedenfalls gekürzt. Vielleicht wäre eine Gesamtlesung sinnvoller gewesen. Dann hätte man das Hörbuch aber auch nicht zu so einem günstigen Preis auf den Markt gegeben. Ich kann mir zumindest vorstellen, dass ein grosser Teil meiner Probleme was das Folgen der Handlung betrifft, darauf beruhen, dass einige langatmigere erklärendere Stellen des Romanes weggelassen wurden. - Wie gesagt: Man kann nicht alles haben ...

Ich muss an der Stelle allerdings eines einräumen. Hätte ich das Hörbuch zu Hause - nur mal so nebenbei (beim Bügeln, Bohnen schnippeln oder was man zu Hause halt so macht ... ) angehört, ich hätt's mit Sicherheit an einigen Stellen sein gelassen.
Manchmal werden die Exkurse in die Vergangenheit der Heiden und Christen meines Erachtens zu langweilig und die Handlung - es geht schließlich um den heiligen Gral!!! - wird mir zuweilen zu abstrakt. Warum muss ausgerechnet ein Mister Langdon, ein anscheinend langweiliger Symbologie-Professor, in Paris einen Mord aufklären um so nebenbei das Geheimnis des heiligen Grals zu lüften? - Ach, und zufälligerweise hat er wieder eine nette junge Dame - die Enkelin des Ermordeten, wie sich herausstellt - an seiner Seite mit der er quer durch Paris, Frankreich und schließlich LONDON - ja, Sie haben richtig gelesen, London! - hetzt um ... äähh .. ich habe vergessen warum, aber egal. Zum Schluss haben sie den Gral gefunden ... und noch ein paar andere Geheimnisse aufgedeckt, die man zunächst so richtig überhaupt nicht vermutet hat. ... Und nur das ist ja wichtig. Die Spannung und die Überraschenden Wendungen und, dass man gut „unterhalten" wird. - Das schafft dieses Hörbuch allemal. :- )

Die Jewel-Box für die 4 CDs ist wieder einmal eine standardmäßige. Mich stört an diesen Boxen, dass die CDs von diesem Halter in der Mitte herunterfallen und in der Box lose herumfliegen. Wenn ich unterwegs bin, habe ich die CDs in diesen flexiblen Hüllen wie man sie von der Firma "HAMA" an allen Ecken und Enden (sogar bei LIDL ... ) erstehen kann.

Das Hörbuch ersetzt meines Erachtens das geschriebene Buch nur bedingt, was mein „Experiment" ja eindrücklich bewiesen hat.
Für mich sind Hörbücher weiterhin ein netter Zeitvertreib; z.B. beim Autofahren.
Vom Preis-/ Leistungsverhältnis ist dieses hier eine zumutbare Anschaffung. Wenn man allerdings WErt auf den Inhalt legt, so würde ich das lesen des Buches dieser gekürzten Hörbuchfassung vorziehen.

Gute Unterhaltung!

(*1) Gelegentlich ärgere ich mich bei amazon.de mächtig über diese witzlosen _Buch_rezensionen, weil bei sie meines Erachtens bei dem Artikel "Hörbuch" nichts zu suchen haben. Gerade bei Hörbüchern - da predige ich wohl, und das auch schon seit Jahren, gegen Wände ... - ist das A & O der Vorleser und die Qualität der Lesung, sowie der Compact Disk im allgemeinen. Die Aufteilung der Kapitel in Tracks, eventuelle musikalische Untermalung ... und nicht zuletzt das beigefügte Booklet mit Zusatzinformationen. Aber ... Auf mich hört ja keiner.

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54 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Indiana Jones und der heilige Gral..., 27. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Sakrileg (Gebundene Ausgabe)
...so könnte man diesen Roman auch untertiteln. Ich habe wirklich selten ein Buch gelesen, das bei mír einen so widersprüchlichen Eindruck hinterlassen hat. Alles in allem ein wirklich lesenswerter Roman aber eine undifferenzierte Sternevergabe gestaltet sich hierbei ungewöhnlich schwierig. Daher erlaube ich mir, das Buch nach den unterschiedlichen Kriterien getrennt zu bewerten:

Originalität des Plots
****
Zwar ist der Themenkreis "Geheimbruderschaften&Gralssuche" extrem reizvoll aber letztendlich ist "Sakrileg" ein (guter) Abklatsch von "Illuminati" - diesmal ermittelt der Symbolologe Robert Langdon eben mit der Enkelin des Opfers anstelle mit seiner Tochter - und statt Bernini steht Leonardo da Vinci im Mittelpunkt. Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass man diese beiden Bücher nach 5 Jahren noch auseinander halten kann.

Spannung und "Schmökerfaktor"
****
Sicherlich liest sich das Buch recht flüssig und zweifellos ist es auch spannend. Aber andererseits fehlt das wirklich überraschende uns so fällt der Drang, unbedingt wissen zu wollen, wie's weiter geht, gegenüber seinem extrem guten Vorgänger "Illuminati" deutlich ab.

Wissensvermittlung
***
Dieser Roman ist vollgeladen mit Informationen über Jesus Christus und Leonardo da Vinci, zwei der wohl interessantesten Menschen (man möge mir diese Formulierung nachsehen) überhaupt. Allerdings beruhen diese "Informationen" weitgehend auf Spekulationen, mit denen Dan Brown meinen bescheidenen Recherchen zufolge ziemlich alleine da steht. Und genau das ist das Problem dabei : die Vermischung zwischen Wahrheit, Spekulation und Fiktion geschieht so unmerklich und hemmungslos, dass es fast schon gefährlich ist, wenn man sich dieses Umstands nicht bewusst ist.

Glaubwürdigkeit
**
Der Held ist so eine Art "Indiana Jones im Tweed-Jacket", ein unverletzlicher Superheld dem alles gelingt. Dazu noch die bereits oben aufgeführte Ansammlung an Halbwahrheiten und Spekulationen - aber ich will man nicht so pingelig sein : die meisten spannenden Romane leiden an Glaubwürdigkeit!

Sprachliche Qualität
***
Auch in dieser Disziplin kann man eigentlich kaum von Qualität sprechen. Das ganze liest sich zwar ganz flüssig aber wirkt irgendwie etwas lieblos runtergeschrieben. Als Bestsellerautor muss man diesbezüglich sicherlich gewisse Kompromisse machen (zumal wenn man schnell auf den Markt kommen will, um noch vom Illuminati-Hype zu profitieren) - trotzdem leidet der Lesegenuss spürbar unter der fehlenden Sprachästhethik, speziell bei den oft flachen Dialogen.
Die Figuren sind dagegen ganz gut charakterisiert. Ihre Lebensläufe sind klar heraus gearbeitet und die Gefühle und Gedanken werden ausführlich beleuchtet.

Anregung&Nachhaltigkeit
*****(*)
Das ist aus meiner Sicht die größte Stärke dieses Romans! Dan Brown zeichnet hier ein Bild von Jesus Christus und der Entstehung des Neuen Testaments, das sich denkbar stark von der offiziellen Darstellung der Kirche unterscheidet. Somit wage ich die These, dass nach der Lektüre dieses Buchs niemand mehr eine Kirche betreten kann, ohne dabei an "das Sakrikeg" zu denken!
Anregender und nachhaltiger geht's wirklich nicht mehr :-)

Gesamtbewertung
****
Dieser Thriller ist spannend, unterhaltsam, lehrreich und regt zum Nachdenken an. Trotz einiger Schwächen im Bereich der Glaubwürdigkeit und des Schreibstils bietet es einen großen Lesegenuss. Man sollte diesen Roman unbedingt lesen, aber keinesfalls zu ernst nehmen!!!

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43 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Top-Thriller - aber mit Schwächen, 26. Februar 2004
Von 
B. Preuschoff "preuschoff" (Buchfeld) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sakrileg (Gebundene Ausgabe)
Kurz zusammengefasst: „Sakrileg" ist ein spannender Thriller, der einen nicht losläßt und von seinem Inhalt her hält, was der Titel verspricht - Breitseiten gegen die Institution Kirche und deren Agieren in der Geschichte der christlichen Religionsgeschichte. Kurzweilig geschrieben, macht dieses Buch Spaß und verleitet mehrfach zum Schmunzeln ob der kühnen Behauptungen. Die historischen Hintergründe, soweit wissenschaftlich belegt, sind im Großen und Ganzen korrekt wiedergegeben - einmal unabhängig davon, ob man der daraus abgeleiteten Theorie als solcher folgt.

Es empfiehlt sich grundsätzlich, die „Illuminati" vorher gelesen zu haben, da die Hauptfigur hier nicht mehr großartig eingeführt und vorgestellt wird und doch das eine oder andere Mal mit Randbemerkungen auf den Vorgänger verwiesen wird.

Doch es gibt Schwächen, die hier nicht verschwiegen werden sollen:
1) Hatte Brown in „Illuminati" noch ein Netzwerk gelegt aus hohem künstlerischem Anspruch und nicht jedem bekannten Hintergründen, macht er es sich in diesem Buch etwas einfach. Die dargelegten Theorien über die Geschichte der Christenheit, sowie über den Prieure de Sion, Rosslyn Chapel, die Tempelritter etc. sind altbekannt und in vielen verschiedenen Büchern (z.B. „Der heilige Gral und seine Erben") seit Jahrzehnten nachzulesen. Wenn es auch ein Thema ist, daß Verschwörungstheoretikern unglaublich viel Spielraum gibt und in regelmäßigen Abständen immer wieder hochkocht, hat Brown dies letztendlich für sein Buch nur „abgekupfert" und sich einfach nach Lust und Laune vieles aus diesem Topf herausgegriffen - so heißt z.B. der Museumsdirektor Sauniere doch zu offensichtlich genauso wie der Besitzer von Rennes-le-Chateau...
Wer sich jedoch mit diesen Theorien noch nie beschäftigt hat - für den tut sich, wie bei jedem, der darüber zum ersten Mal liest, viel neues auf, was den Geist anregt.
2) Die Geschichte um die Kryptologin Sophie ist nun doch in Form und Art zu offensichtlich an die „Illuminati" angelehnt - wenn die kurze Liebelei überhaupt für die Geschichte in irgendeiner Art notwendig ist. Dies wirkt mithin zu banal.
3) War „Illuminati" noch getrieben von seiner Geschwindigkeit, der Hatz, jedem der Morde durch Lösen von Rätseln zuvorzukommen, kommt dieser Effekt hier nur schwer zum Tragen. Auch wenn sich die Geschichte schlußendlich in 24h abspielt, kommt der Zeitdruck vergleichsweise nur schleppend rüber. Auch sei mit einem amüsierten Lächeln dahingestellt, wie es drei Personen „aus dem Nichts", so ganz einfach, innerhalb dieser Zeit möglich ist, „so mal eben" die größten Rätsel der Menschheitsgeschichte zu lösen...

Abschließend sei trotz aller Einschränkungen jedem das Buch als spannende Lektüre empfohlen - auch ich habe es in drei Tagen gelesen. Seinen Platz in der Bestsellerliste hat es verdient - wenn es auch gegenüber dem großen Bruder „Illuminati" einen deutlichen Schritt zurücktreten muß.

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50 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen anfangs super spannend - gegen ende abgeflacht, 18. April 2006
Im Louvre wird der Chefkurator ermordet aufgefunden. Der Tote hat, kurz bevor er sterben musste, anhand einer Reihe von Hinweisen rund um den Tatort auf den Mörder und eine Verschwörung aufmerksam machen wollen. Der Symbologe aus Harvard, Robert Langdon, der sich zufällig in Paris aufhält, wird zu Rate gezogen. Doch dann gerät Robert Langdon unter Tatverdacht und findet in der Codeknackerin Sophie, die auch Enkelin des ermordeten ist, eine Verbündete. Gemeinsam versuchen Sie, den Verschwörern auf die Schliche zu kommen und decken eine geheime Bruderschaft auf.

Die erste Hälfte vom Buch war nicht nur spannend - ich habe sie regelrecht gefressen. Die "Schnitzeljagd" im Louvre mit den ganzen Hinweisen und versteckten Codes war einfach unglaublich. Die Bildbeschreibungen der Da Vinci Werke (ich empfehle jedem entweder einen Bildband oder ins Internet zu gehen) waren zu gut.

Man selbst hat sich noch nie so viele Gedanken gemacht und findet die geheimnisvollen Andeutungen einfach spannend.

Leider flacht die Geschichte mit der Zeit etwas ab. Es bleibt bei einer Verfolgungsjagd und das große Ende mit Pomp und Gloria fällt anders aus, als erwartet. Mehr möchte ich nicht verraten.

Jedoch sollte man das Buch gelesen haben, bevor jetzt im Mai der Film rauskommt (finde ich).

Mir hat es trotz allem gut gefallen - 4 Sterne für gute Unterhaltung.
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schöner Schein, 9. März 2006
Von 
Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
OK, das hier ist ein wirklich erfolgreiches Buch. Ist es aber auch ein gutes Buch?

Wenn ich einen Roman lese, will ich nachvollziehbare Charaktäre haben, die vom Schicksal in schwierige Situationen gebracht werden, zweifeln, ihre eigenen Wertvorstellungen auf die Probe stellen müssen, sich widersprechenden Motivationen aussetzen müssen. Hier ist das alles nicht da. Die Hauptpersonen scheinen mir nicht menschlich nachvollziehbar, sie funktionieren eher wie Maschinen. Die Figuren sind nicht Mensch sondern Rolle, ein Priester ist vor allem Priester, ein Forscher ist vor allem Forscher und ein Held ist vor allem Held, wie ein Bösewicht vor allem Bösewicht ist. Eherlich gesagt, so eine eindimensionale Figurenzeichnung habe ich lange nicht mehr in einem Buch gelesen.

Nun werden viele vielleicht sagen, dass dies ein Unterhaltungsroman ist, in dem man nicht zuviele Ansprüche an die Entwicklung der handelnden Personen und deren Realitätsnähe stellen sollte. Allerdings profitieren auch Thriller sehr davon, wenn man hier sorgfältiger arbeitet. Chandler lesen hilft hier, nur ein Beispiel für einen Autor, der unterhaltsame Thriller mit real scheinenden menschlichen Gefühlen, Motivationen und Konflikten würzt.

Was mir aber noch problematischer zu sein scheint, ist, dass der Autor hier auch für Beschreibung komplexer historischer Persönlichkeiten dieselbe methodische Schwäche an den Tag legt. Da Vinci ist Aufklärer und hat einige geniale Kunstwerke vollbracht, aber wer seine Biographie liest, wird feststellen, dass er keineswegs eine zusammenhängende Lehre oder Ideologie oder Botschaft in seiner Kunst darstellen wollte, einfach weil er sich für viele verschiedene Dinge interressiert hat, die in sich oft widersprüchlich waren. Seine Stärke war es gerade nicht, die Dinge zu einem für alle verständlichen oder durchschaubaren oder gar eindeutigen (wie hier nahegelegt) Abschluss zu bringen.

Und gleiches gilt für praktisch alle in diesem Buch beschriebenen, historischen Personen. Der Blick des Autors ist durch die Theorie der Verschwörung getrübt und verstellt den Blick auf die komplexe Wirklichkeit. Für mich ist die Verschwörung am Ende nicht mehr nachvollziehbar, weil nicht wirklichkeitsnah genug.

Dabei ist die Grundidee schon clever, wenn auch leider verschenkt. Die Verschwörungstheorie in Sakrileg nimmt eine Vielzahl von obskuren Theorien auf, die bereits seit Jahren (in einigen Fällen sogar seit Jahrhunderten) diskutiert werden. Der Blick auf das fragwürdige Verhältnis des katholischen Christentums zum Thema Frau hat schon einige andere Autoren beschäftigt. Daraus einen Thriller zu machen, ist genial, und allein das hat die Verkaufszahlen schon sichergestellt.

Was fängt man jetzt mit so einem Buch an? Mir persönlich hat das lesen keinen Spass gemacht. Ich bin mir allerdings im klaren, dass ich damit wohl in der Minderheit bin. Ein Freund, der das Buch auch gelesen hat, lobte die Spannung, die durch den schnellen Wechsel zwischen verschiedenen Schauplätzen und Personen entsteht. Mich nervte genau das, weil ich finde, dass man Szenen in Romanen nicht ständig künstlich abbrechen sollte. Vielleicht kann man sagen, dass für den Vielleser viele der angewandten Techniken eher nicht wirken. Aber auch eine Liebhaber von Fünf-Sterne-Restaurants geht gelegentlich gerne an die Curry-Wurst-Bude.

Gelungen finde allerdings selbst ich die Kombination des Textes mit den Bildern von Kundewerken und Architektur. Diese sind in den Text direkt integriert, was leider selbst bei Sachbüchern selten ist. Man muss nicht hin- und herblättern. So kommen viele der sehr visuellen Gags des Autors gut herüber. Für mich ist das vielleicht die Größte Stärke des Buches: Die (wenn auch sehr inhaltlich fragwürdige, aber immer unterhaltsame) Reinterpretation der Kunstwerke.

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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr spannend, aber ..., 7. Juni 2006
Das Buch ist in jedem Fall sehr spannend geschrieben. Man wird wohl auch zweifellos zum Nachdenken über das Verhältnis der Kirche zum Christentum angeregt. Wer sich allerdings ein wenig mit Kirchengeschichte auskennt, dem wird schnell klar, daß Dan Brown historische Fakten (z.B. die Hexenverbrennungen, Konzil von Nicäa) benutzt, die in sein Konzept von der Verbannung des "sacred feminine" aus der Alltagsreligion taugt.

Von der Handlung her ist es auch etwas unglaubwürdig, daß die handelnden Personen einen Code nach dem anderen praktisch in Sekundenschnelle und unter großem Druck (Verfolgung) brechen.

Als Unterhaltungsroman in jedem Fall lesenswert, aber man sollte ihn auch als solchen betrachten und die Thesen nicht allzu ernst nehmen.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Da Vincis Rätsel, 5. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Sakrileg (Gebundene Ausgabe)
Der Direktor des Louvre wird in seinem Museum ermordet aufgefunden. Der bereits aus „Illuminati" bekannte Symbolforscher Robert Langdon befindet sich in Paris und da er mit dem Direktor eine Verabredung hatte, wird er des Mordes verdächtigt. Aus dieser Ausgangslage ergibt sich zunächst der Stoff für ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel der französischen Polizei und Langdons. Was das Buch allerdings so spannend macht, ist die Tatsache, dass nicht nur die Polizei Langdon fangen will, sondern dass dieser auf seiner Flucht zahlreiche Rätsel entschlüsseln muss, die sich aus Leonardo da Vincis Werken und aus Hinweisen, die der ermordete Direktor des Louvre gegeben hat, ergeben. Gegenspieler Langdons sind der unerbittliche Capitaine Fache und ein mysteriöser mordender Albino-Mönch. Seine Verbündete wird Sophie Neveu, die Enkelin Saunieres, des Direktors. Da Langdons Hauptberuf Symbolforscher ist, strotzt das Buch natürlich vor zu entschlüsselnden Hinweisen. Viele ergeben sich aus da Vincis Werken - allein die Interpretation der Mona Lisa macht das Buch schon lesenswert. Im Laufe der Flucht, die von Paris nach London und schließlich nach Schottland führt, tauchen Langdon und der Leser immer tiefer in die geheime Welt von Bruderschaften, Opus Dei und geheimer kirchlicher Machenschaften ein. Handwerklich interessant bei diesem Werk ist die Tatsache, dass die erzählte Zeit eine Nacht und einen Tag umfasst und dass das Buch einen Umfang von 600 Seiten hat, sodass eine atemberaubende Handlungsdichte entsteht. Wenn man bei der Lektüre nicht vergisst, dass es sich um ein fiktionales Werk handelt, dann hat man allerdings ein sehr kurzweiliges Lesevergnügen.
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91 von 114 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Vorurteile über das "alte Europa" am laufenden Band, 4. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Sakrileg (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist ein Thriller, und an sich soll man Thriller nicht überbewerten. Es ist obendrein ein schlecht gemachter Thriller, der von haarsträubenden Zufällen und Ungereimtheiten nur so überquillt (insbesondere wenn die ersten drei Viertel der story durch die spätere Decouvrierung des Bösewichts ad absurdum geführt werden). Überdies handelt es sich um eine billige Imitation der Masche, die Umberto Eco mit weitaus höherer Intelligenz und Sachkenntnis im "Foucaultschen Pendel" vorgeführt hat: Man mische einen Cocktail aus christlicher Mythologie, antiken Geheimbünden, heutigen politischen Organisationen mit dubiosem Ruf (Opus Dei), pseudowissenschaftlichem Seemansgarn, schönen und edlen Helden sowie geldgierigen und körperbehinderten Schurken - und schon ist ein Thriller fertig. Was aber diesen Thriller besonders macht: Er ist nicht nur reine Unterhaltung, sondern jubelt der (eigentlich: US-amerikanischen) Leserschaft gezielte Vorurteile über das "alte Europa" unter. Schon die Szene, mit der der Held (was könnte die Tugenden der USA besser repräsentieren als ein gutaussehender Harvardprofessor?) eingeführt wird, spiegelt den Alptraum eines jeden Durchschnittsamerikaners wider: Ein Amerikaner wird in Paris von der französischen Polizei verhaftet. Das einzig rettende Terrain ist die amerikanische Botschaft, die zwar in Sichtweite liegt, zu der aber der Zugang versperrt ist. Diese Horrorvision wird kräftig ausgewalzt. Das französische Justizsystem wird als korrupt und willkürlich dargestellt. Französische Gefängnisse seien schlimmer als der schnelle Tod. Das was Dan Brown (vollkommen falsch) für "Interpol" hält, ist ein Netz von totaler Überwachung, das selbst die Gestapo in den Schatten stellt (da wird auch kurzerhand eine Meldepflicht erfunden, die es in dieser Form in Frankreich gar nicht gibt). Die französischen Steuern auf denkmalgeschützte (!) Häuser ruinieren ihre Besitzer. Englisch ist die einzig "reine" Sprache. Als die gesamte Mannschaft nach England flieht, ist man kollektiv froh, endlich wieder in ein "zivilisiertes" Land zu kommen. Andererseits unterstellt Brown voller Naivität, dass europäische Verhältnisse in vieler Hinsicht mit amerikanischen identisch seien: Beispielsweise wenn ein Portier einer Schweizer Privatbank einen gravierenden Fehler begeht, wird das damit entschuldigt, dass es sich um einen völlig unqualifizierten Angestellten mit einem 15-Euro-Stundenlohn handele. Ist Brown unbekannt, dass solche Schlüsselpositionen bei Schweizer Banken mit exzellent ausgebildeten und deutlich höher bezahlten Mitarbeitern besetzt werden? Um für einen Geldtransportfahrer gehalten zu werden, gibt sich der Bankenvorstand betont proletarisch, weil LKW-Fahrer in den USA wohl der untersten gesellschaftlichen Kaste angehören. Weiss Brown denn nicht, dass solche Positionen in Europa mit hochqualifizierten Fachleuten - häufig ehemaligen Kripo-Beamten - besetzt werden? Vollkommen abenteuerlich wird es, wenn ein französischer Polizeibeamter auf einmal die Kompetenzen eines englischen Innenministers aufweist, der die lokale Polizei in allen möglichen englischen Städten nach Belieben befehligen darf. Alles in allem erweist sich Europa als ein Kontinent, der für USA-Bürger höchst gefährlich ist. Warum? Weil man Europa nicht kennt. Man kennt das Justiz- und Polizeisystem nicht, das schlimm sein muss, weil es anders als in den USA ist. Mit völliger Selbstverständlichkeit wird ganz Europa als durch und durch korrupt dargestellt (insbesondere französische, italienische und englische Grenzschützer). Europa ist ein dunkler Kontinent, wo noch Mythen gedeihen und der von Geheimbünden durchzogen ist. Das ist der Stoff, der braven Amerikanern die kalten Schauer in den Nacken jagt, die man von einem Thriller erwartet. Und am Ende sind die Amerikaner natürlich die besseren (die dann auch noch das historische Erbe Europas erhalten müssen). Ich meine, der bessere Schriftsteller ist immer noch Umberto Eco - und das mit gewaltigem Abstand.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eigenwillig, zuweilen vorhersehbar aber unterhaltsam, 22. November 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Sakrileg (Gebundene Ausgabe)
Eigenwillige Interpretationen von Kunstartefakten, einfach vorhersehbare Handlung aber insgesamt wirklich spannend. Das trifft auf Illuminati und Sakrileg zu, wobei ich das Erstere für das eindeutig bessere halte. Der Autor verfügt über eine flüssige Sprache hat aber zu Weilen das Bedürfnis, dem Leser unbedingt alles mitteilen zu wollen was er recherchiert hat, ein wenig lehrerhaft. Eine Woche bevor ich Sakrileg begann war ich in Paris und hatte die Gelegenheit Mona Lisa im Louvre mit Louvre-Kommentar zu sehen. Die Interpretation die Brown darstellt hat leider gar nichts damit zu tun; so verhält es sich mit einigen anderen Werken auch. Wirklich störend empfinde ich den blutrünstigen Einband - hätte es nicht gebraucht und wird dem ganzen nicht gerecht.

Also, nicht zuviel denken und sich einfach unterhalten lassen.

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Sakrileg (Director's Cut): gekürzte Romanfassung von Dan Brown (Audio CD - 6. März 2006)
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