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am 8. Mai 2014
Achtundfünfzig Jahre ist er mittlerweile alt, der Commissario Salvo Montalbano aus Vigata auf Sizilien. Schon seit einigen Folgen der einzigartigen Krimireihe von Andrea Camilleri setzt sich sein Protagonist mit seinem eigenen Alter und mit seiner Endlichkeit auseinander. Nimmt es da Wunder, wenn der neue, in Italien schon 2009 erschienene Roman „Der Tanz der Möwe“ damit beginnt, dass Montalbano über eine Beobachtung, die er eines Morgens macht, als er auf von seiner Terrasse auf das Meer blickt, in ein tiefes metaphysisches Nachdenken gerät. Er beobachtet eine Möwe, die in einem bizarren Tanz am Himmel kreist, ehe sie zu Boden sinkt und stirbt. Später wird er in dem Fall, den er in diesem Buch zu lösen hat, eine Szene aus den Tatspuren rekonstruieren, die ihn an diesen „Tanz der Möwe“ erinnert und die seine Beobachtung wie eine Prophezeiung erscheinen lässt.

Doch zunächst freut sich vor allem Montalbanos langjährige Freundin Livia auf ein verlängertes Wochenende mit ihm, hat auch schon ganz konkrete Pläne und die entsprechenden Buchungen vorgenommen. Dem Commissario passt das nicht, und so geraten sie schon kurz nach Livias Ankunft in eines ihrer sinnlosen Streitgespräche. Man wundert sich wohl zusammen mit Camilleri, was die beiden nach wie vor an ihrer schwierigen Fernbeziehung festhalten lässt.

Doch man ahnt es schon während Livia für Montalbano den Koffer packen will: aus der Reise wird nichts, weil das Telefon klingelt und Catare ganz aufregt auf seine unnachahmliche Weise meldet, dass Montalbanos Mitarbeiter Fazio spurlos verschwunden ist.

Der Commissario macht sich sofort auf und es vergehen ein Tag und eine ganze Nacht mit rastlosen Ermittlungen, ohne dass er auch nur ein einziges Mal an Livia denkt oder sie gar anruft. Doch die erfährt zwischendurch von Catare, dass es sich um die Suche nach Fazio handelt, hinterlässt Salvo einen verständnisvollen Brief und reist wieder ab.

Montalbanos Ermittlungen ergeben, dass Fazio offenbar in einen Hinterhalt geraten ist. Im abgelegenen Ödland der Mafia findet er zwei Leichen, die große Rätsel aufgeben. Im Laufe der Handlung, als Fazio, nachdem er schwerverletzt aufgefunden wurde, in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, begegnet Montalbano einer jungen Pflegerin, die sich außergewöhnlich entgegenkommend zeigt.

Doch obwohl er immer wieder an sich selbst zweifelt, und sein zweites Ich, mit dem ihn Andrea Camilleri auch in diesem Buch immer wieder diskutieren lässt, ihm rät , sich in den Ruhestand versetzen zu lassen, spürt er gleich, was da gespielt wird. Für den Leser wird das aber wie immer erst etwas später deutlich.

Und wieder einmal wählt Montalbano die schwierige, gefährliche, unbequeme und seine Karriere aufs Spiel setzende Variante, um den Fall zu lösen.

Camilleris Biographie bei wikipedia entnehme ich, dass es zur Zeit noch sechs Romane der Serie gibt, die noch nicht übersetzt sind. Da können sich alle Freunde von Montalbano noch die nächsten Jahre auf gute Bücher freuen.
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am 15. April 2014
Zu Beginn des fünfzehnten Krimis um Inspektor Montalbano von der Kriminalpolizei des fiktiven sizilianischen Vigata taucht überraschend seine langjährige Freundin Livia auf, um mit ihm für einige Tage einen Kurzurlaub zu machen. In den letzten Krimis trat sie ja nur noch telefonisch in Erscheinung. Köstlich ist die Szene gleich zu Beginn, als sich Montalbano mit dem von Livia auserkorenen Urlaubsziel - einem sizilianischen Tal - nicht anfreunden kann. Er hat Bedenken, auf die Filmcrew mit dem Hauptdarsteller Luca Zingaretti zu treffen, welche dort gerade Montalbanos Fälle verfilmen!

Livia ist noch keine fünf Minuten im Haus, als schon die Streitereien beginnen. Montalbano will schließlich nur noch kurz ins Büro fahren, um ein wenig Aktenarbeit zu verrichten und dann rechtzeitig zurückkehren, um mit Livia zu Abend essen und am nächsten Morgen mit ihr pünktlich in den Urlaub aufzubrechen. In der Questura stellt Montalbano aber fest, dass sein langjähriger Mitarbeiter Fazio verschwunden ist. Sofort macht er sich auf die Suche nach ihm und vergisst Livia völlig. Als er dann am nächsten Tag nach Hause kommt, ist diese bereits wieder nach Hause geflogen – also wird es auch in diesem Krimi wieder nichts mit den beiden.

Montalbano zeigt sich als treuer und loyaler Kollege und setzt alles daran, Fazio ausfindig zu machen. Dieser hat offenbar auf eigene Faust eine Spur verfolgt, wurde in der Nacht im Hafen angeschossen und ist seither verschwunden. Montalbano macht sich die größten Sorgen, zumal bei der Suche nach Fazio schnell die ersten Leichen auftauchen. Bald zeigt sich, dass Fazio einer großen Sache auf der Spur war. Als Montalbano die Ermittlung aufgreift, stellt er fest, dass nicht nur ein gefährlicher Mafia-Boss, sondern auch ein hoher Politiker involviert ist. Montalbano zeigt Rückgrat und gibt nicht klein bei. Dabei gefährdet er nicht nur seine Karriere, sondern setzt auch sein Leben aufs Spiel.

Natürlich ist auch wieder eine Frau dabei, die Montalbano betört: In einem Krankenhaus lernt er die attraktive Krankenschwester Angela kennen, die den sich ständig in den Krankenhausfluren verlaufenden Commisario jeweils zu seinem Ziel bringt. Sie spielt im Laufe der Ermittlungen, über die hier nichts weiter verraten werden soll, eine wichtige Rolle. Der liebenswerte Commisario mit seinen schrulligen Eigenheiten steht dabei wie stets im Vordergrund. Die eigentliche Krimihandlung kommt dadurch aber nicht zu kurz. Der Fall ist sehr gut und spannend und die Auflösung schlüssig. Hierfür gibt es ganz klar fünf Sterne.
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So engagiert ist Montalbano dabei, Fazio zu finden, dass er den Besuch seiner weit entfernt lebenden Freundin Livia völlig vergisst. Wieder einmal sorgt sein Beruf für eine gewaltige Beziehungskrise.
Auch in diesem Band würzt Montalbanos kompliziertes Privatleben die ansonsten recht geradlinige Handlung. Obwohl die Richtung, in die sich die Ermittlung bewegt, bald völlig klar ist und die ganz großen Überraschungen und Wendungen ausbleiben, gelingt es Camilleri, eine beachtliche Spannung aufzubauen, die in manchen Romanen der Serie fehlt: Montalbano muss noch nicht ad acta gelegt werden. Mit Herz, Verstand und köstlichen italienischen Leckereien löst er diesen Fall, der ihm an die Nieren geht, weil der Kollege, ausgerechnet seine rechte Hand, in Gefahr schwebt. Oder bereits tot ist. Routiniert hat Camilleri den Todestanz der Möwe als wiederkehrendes – später auch in einem besonders verstörenden Kontext - und den Hörer berührendes Spannungselement eingebaut, ebenso die ein oder andere Figur, die zunächst wie Beiwerk wirkt und plötzlich eine zentrale Rolle erhält.
Trotzdem wirkt der Band nicht wie eine vom professionellen Autor abgewickelte Auftragsarbeit, sondern authentisch, wozu auch die differenziert ausgearbeiteten Charaktere, unheimlichen Orte und geschickt erzeugten Stimmungen beitragen; die Handlung selbst ist, wie bereits erwähnt, recht schmucklos.

Bodo Wolf als Sprecher vermittelt die düstere Atmosphäre, die von Anfang an über der Geschichte schwebt, ebenso gut wie die Eigenheiten der Figuren und, wo vorhanden, die Spannung innerhalb der Handlung. Auch der Witz und die Ironie, die typisch sind für Camilleris Werke, treten dank dem vielseitigen, das Spektrum der stimmlichen Möglichkeiten gut nutzenden Sprecher an den jeweiligen Stellen gut hervor.
Das Hörbuch präsentiert sich attraktiv aufgemacht und enthält die üblichen Informationen auf dem leporelloartigen Kartonumschlag mit Steckschlitzen für die vier CDs.
Kein Spitzenband der insgesamt sehr lesens- beziehungsweise hörenswerten Serie um Montalbano, doch definitiv einer der besseren: spannende Unterhaltung, bestens vorgetragen!
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Ende fünfzig ist der sizilianische Commissario Montalbano mittlerweile, als er von seiner Veranda aus eine strauchelnde Möwe beobachtet. Hat jemand das Tier abgeschossen? Er nähert sich dem Tier und sieht ihm bei seinem letzten “Tanz” zu, der mit dem Tod des Vogels endet. Kein sehr schönes Vorzeichen an diesem Novembermorgen und entsprechend ungut ist auch das Gefühl, das den Kommisssar beschleicht. Auf der Wache von Vigàta erfährt Montalbano schließlich, dass der Polizist Fazio verschwunden ist. Diese Nachricht kommt dem Commissario nicht nur deshalb ungelegen, weil Fazio sein Lieblingsmitarbeiter ist, sonder auch weil Livia, seine Verlobte, mit der er immer noch ein Fernbeziehung führt, mit ihm verreisen wollte. Angeblich wollte Fazio sich mit dem Commissario am Hafen treffen, doch Montalbano kann sich daran nicht erinnern. Fazio hat offensichtlich auf eigene Faust ermittelt und ist dabei in eine Schießerei geraten. Der Tipp eines Unbekannten bringt Montalbano schließlich auf die richtige Spur. Im sizilianischen Hinterland, das sich fest in Mafiahand befindet, stößt der Kommissar nicht nur auf zwei unbekannte Tote, sondern auch auf Fazio, der eine schwere Kopfverletzung erlitten hat und sich kaum an die Vorfälle erinnern kann. Es muss wohl um Schmuggel gehen - mehr weiß er nicht. Montalbano versucht das Rätsel des nächtlichen Treffens zu lösen. Dabei darf er keine Zeit verlieren, denn jemand hat es auf Fazios Leben abgesehen. Der Fall scheint fast unlösbar, doch dann begegnet ihm die attraktive Krankenschwester Angela, die ihm vielleicht helfen kann. Doch kann er ihr vertrauen?

Montalbano ist auch beim 15. Fall der menschliche und grundsympathische Ermittler als den seine treuen Fans ihn einst kennengelernt haben. Er hat seine Schwächen, wird mit dem Alter immer schussliger und ist schlichtweg kein einfacher Mensch. Seine Art an Fälle ranzugehen - sich in Montalbano eins und Montalbano zwei zu spalten, um alle möglichen Lösungswege durchzuspielen, ist ein kriminalistischer Kunstgriff. Andrea Camilleri ist auch mit “La danza del gabbiano” ein Krimi gelungen, der gleichzeitig melancholisch und humorvoll ist. Eine spannende Sommerlektüre vor sizilianischer Kulisse.
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Der Todestanz der Möwe wird zum durchgängigen Motiv im aktuellen Fall von Commissario Montalbano, der allmählich das zweite Gesicht zu haben scheint.

Da bekommt er endlich einmal wieder Besuch von Livia und vergisst sie über einen neuen Fall total. Montalbano wird alt, er geht nun schon auf die 60 zu und wir in Deutschland sind gerade einmal bei den Übersetzungen aus dem Jahre 2010 angekommen. Fazio, einer seiner Mitarbeiter, ist entführt worden. Ähnlich wie oft sein Vorgesetzter war Fazio auf eigene Faust in einem Fall unterwegs und wird am Hafen entführt. Er ist wohl in die Falle der Mafia getappt, eher zufällig bekommt Montalbano die Information, wo er versteckt sein könnte. In ausgetrockneten Brunnenschächten findet er zwei Leichen, Fazio ist zum Glück nicht darunter. Er wird schließlich völlig verwirrt und ohne Gedächtnis in der Nähe aufgefunden.

Die Lösung des Falls verläuft in bewährter camillerischer Routine. Die Dimensionen sind politisch, gesellschaftskritisch und aktuell, ein kulinarisches Beiprogramm gibt es natürlich auch. Die Verwicklungen sind wieder erotisch eingefärbt, diesmal wird eine attraktive Krankenschwester auf Montalbano angesetzt, über die die Mafia an Fazio heranzukommen versucht. Montalbanos Aufklärungsgespür trägt manchmal schon fast esoterische Züge. Der Showdown funktioniert, ist spannend und authentisch für den Commissario, den Camilleri sich ausgedacht hat. Köstlich ist wieder sein Spiel im Spiel, wenn er mit seiner Filmfigur kokettiert oder mit dem Autor spricht, sowie Selbstgespräche zur ständigen Begleiterscheinung werden. Das Lesevergnügen ist noch ungetrübt, Camilleri muss aber aufpassen, dass er nicht überdreht. Die ironischen und satirischen Elemente tragen noch die Verrücktheiten, das kann aber schnell kippen.
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am 16. Juni 2016
...und Literatur-Professor ist nach wie vor in Hochform (obwohl auch schon 91jährig), sein Commissario scheint zwar körperlich ein wenig nach zu lassen, aber der gute Montalbano ist ja auch nicht mehr der jüngste.
Die Fälle scheinen immer mehr zweitrangig zu werden, dienen nur dazu, die Protagonisten durch die Geschichte zu tragen, aber wie immer wird auch in diesem Buch ein aktuelles Problem Italiens angesprochen. Dazu ein ordentlicher Schuss derber Humor und ein Blick in die ausgezeichnete Küche Sizilliens, der ewige Kampf gegen die Mafia und bemerkenswert gut gezeichnete Haupt- und Nebendarsteller, in diesem 15. Fall wieder in der Übersetzung von Rita Seuß und Walter Kögler.

FAZIT: "La Danza del Gabbiano" ist ein wirklich empfehlenswertes Buch, in dem der Montalbano-Fan alle bekannten Charaktäre wieder findet, aber auch der Erstleser von Camilleri wird seine Freude am Geschriebenen haben.
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am 11. Mai 2016
Witzig und spannend - ein klassischer Camilleri. Natürlich wieder mit detaillierter Beschreibung italienischer Gaumenfreuden und cholerischen Wutanfällen. Für mich die perfekte Urlaubslektüre.
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am 30. Juni 2016
Ich bin ein Fan von Camilleriundseinem Commissario Montalbano. Die Figur Montalbano ist hervorragend dargestellt, vorallem mit hohem Charakterwert. Sizilien als Region passt bestens dazu.
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am 18. Mai 2014
Commissario Montalbanos Tag beginnt schon nicht gut: Nachdem vor seinen Augen eine Möwe einen dramatischen Todestanz vollführt (schlechtes Omen?) muss er feststellen ,dass sein hoch geschätzter Mitarbeiter Fazio, der offenbar auf eigenen Faust Ermittlungen anstellte, unter Besorgnis erregenden Umständen verschwunden ist.Die Suche nach ihm und weitere Ermittlungen führen zu mehreren Toten, zur Mafia und korrupten Politikern. Wie in den Camillieri-Romanen üblich, geht es wieder um gutes Essen, die üblichen Probleme mit Montalbanos Langzeitfreundin Livia aus Genua, seine Schwierigkeiten mit dem Älterwerden und eigenwillige Ermittlungen am Rande der Legalität, wobei der Commissario auch selbst in Gefahr gerät. Da er jedoch alle Intrigen wittert und selbstverständlich durch scharfsinniges Überlegen die Hintergründe kombiniert, bleibt er natürlich am Ende - ohne hier zuviel zu verraten - der Sieger. Das Ganze liest sich schnell und flüssig- gute Unterhaltung mit dem sympathischen Montalbano, etwas mehr Spannung könnte jedoch nicht schaden.
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am 13. Mai 2016
Ich liebe diesen Autor und das Gefühl von Sommer, Ferien und Dolce Vita, dass ich beim Lesen jedesmal aufs Neue erfahre. Danke Andrea
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