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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht perfekt, aber dennoch lesenswert
Entgegen dem vor allem in den Medien gezeichneten Bild und der scheinbar herrschenden Meinung halte ich Lothar Matthäus nicht für eine Witzfigur, sondern für einen der ganz großen deutschen Fußballer der achtziger/neunziger Jahre und zudem auch für einen talentierten, entwicklungsfähigen Trainer. Eine Fußballerkarriere mit den...
Vor 16 Monaten von Kai Leuner veröffentlicht

versus
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lothar Matthäus steht sich mitunter selbst im Wege.
Das Buch ist ganz gut und interessant geschrieben,lässt sich auch flüssig lesen.Man erfährt sein ganzes Leben quasi von der Geburt bis jetzt,insbesondere auch seine aktive Karriere.Er war zweifellos ein ganz großer Spieler.
(Die EM 2000 hätte er sich allerdings ,aus heutiger Sicht,sparen sollen,damit hat er sich nichts Gutes getan.Auch wenn...
Vor 17 Monaten von Martin Eberhardt veröffentlicht


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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lothar Matthäus steht sich mitunter selbst im Wege., 21. Januar 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Ganz oder gar nicht (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist ganz gut und interessant geschrieben,lässt sich auch flüssig lesen.Man erfährt sein ganzes Leben quasi von der Geburt bis jetzt,insbesondere auch seine aktive Karriere.Er war zweifellos ein ganz großer Spieler.
(Die EM 2000 hätte er sich allerdings ,aus heutiger Sicht,sparen sollen,damit hat er sich nichts Gutes getan.Auch wenn ich damals anderer Meinung war.)
Beeindruckend,wie er sich nach seinen zwei schweren Verletzungen - Kreuzbandriss und Achillessehnenriß,die schwersten Fußballerverletzungen,die es gibt - wieder nach vorne gekämpft hat,und das zu einer Zeit,in der diese Verletzungen,anders als heute,manchmal sogar das Karriereende bedeuteten.Soweit so gut.
Aber man merkt,daß Lothar Matthäus nach Abschluß seiner aktiven Kariere irgendwie den Anschluß verloren hat und sich seitdem "selbst im Wege steht" (siehe Titel meiner Rezi).Genauso hat es auch schon ein anderer Rezensist geschrieben,und dem kann ich nur zustimmen.
Er wollte es machen wie sein großes Vorbild Franz Beckenbauer -Karriere in Amerika ausklingen lassen und dann eine große Trainerlaufbahn anstreben,später vielleicht sogar Funktionär.
Der größte Fehler war sicherlich,daß er seinerzeit den FC Bayern verklagt hat,damit hat er sich viele Feinde geschaffen.
Er hätte Bayern-Trainer und auch Nationaltrainer werden können -hätte ... .
Vor allem frage ich mich,warum er bei all seinen Trainerstellen nach kurzer Zeit wieder aufgehört hat.
Immer hat ihm irgendetwas nicht gepasst.Seine,wie er immer betont,absolute Ehrlichkeit,stand ihm dann doch im Wege.
Das unterscheidet ihn von Beckenbauer,der,wenns drauf ankam,diplomatisch war und ein Gespür dafür hatte,was man wo sagen kann und was nicht
Und dann seine Frauengeschichten.Auch da ist Beckenbauer kein unbeschriebenes Blatt,aber der Lothar übertreibts dann doch.Und wenn die jeweilige Frau/Freundin zuviel Einfluss auf den Job hat ...
Es wäre ihm zu wünschen,daß er doch noch den richtig guten Trainerjob bekommt.Das er es im Grunde kann,hat er ja überall bewiesen.

Wie gesagt,daß Buch ist ganz gut geschrieben,liest sich auch schön,aber das eine oder andere Detail hätte er mal besser weggelassen.
Daher mein persönliches Fazit:Drei Sterne .Kann man lesen,aber man muß es nicht haben.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht perfekt, aber dennoch lesenswert, 15. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Ganz oder gar nicht (Gebundene Ausgabe)
Entgegen dem vor allem in den Medien gezeichneten Bild und der scheinbar herrschenden Meinung halte ich Lothar Matthäus nicht für eine Witzfigur, sondern für einen der ganz großen deutschen Fußballer der achtziger/neunziger Jahre und zudem auch für einen talentierten, entwicklungsfähigen Trainer. Eine Fußballerkarriere mit den Stationen Möchengladbach, München, Mailand und New York sowie so ziemlich allen Titeln, die ein Fußballer in dieser Welt erringen kann, ist einfach nur beeindruckend. Ich konnte mich auch nie jenen anschließen, die Lothars erste Trainerstationen belächelt haben: Wien, Belgrad, Salzburg, dazu die Nationalmannschaften Ungarns und Bulgariens - für einen, der in der Bundesliga bislang keine Chance bekam, sind das hochinteressante Stationen, von der persönlichen Weiterentwicklung, die mit dem Leben im Ausland verbunden sind, einmal abgesehen.

Umso gespannter war ich auf die neueste Lothar-Matthäus-Biographie, war sie doch die erste Gelegenheit, über die Medienberichte hinaus etwas über seine Trainerzeit zu erfahren. Leider hat mich das Buch unter dem Strich nicht hundertprozentig überzeugt, weil es letztlich zu sehr an der Oberfläche, zu seicht bleibt, also genau das, was man Lothar mitunter vorwirft. Vielleicht war der Versuch, die (bisherige) Karriere eines Mannes, der in Deutschland und Italien Meistertitel errungen hat, der Weltmeister, Vizeweltmeister und Weltfußballer des Jahres war, um dann als Trainer an exotischen Orten zu arbeiten, auf 224 Seiten zu pressen, ein wenig zu ehrgeizig. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn sich das Buch zum Beispiel auf die letzten zehn, fünzehn Jahre konzentriert hätte, denn mit Lothars Engagement in New York, seine Zeit mit Maren Müller-Wohlfahrt und seinen späteren Trainerstationen hätte es wahrlich genug zu beleuchten gegeben. So aber hechelt das Buch auf besagten 224 Seiten von der Kindheit in Franken bis zum aktuellen Warten auf neue Trainer-Angebote, was leider bedeutet: Für die einzelnen Stationen, etwa Lothars Zeit bei Partizan Belgrad, bleiben gerade einmal fünf, sechs Seiten.Dennoch ist das Buch empfehlenswert, weil es Lothars öffentliches Bild ein wenig geraderückt und vor allem zeigt: Er ist ungeachtet aller peinlichen Doku-Soaps und allzu öffentlich geführter Ehen vor allem und in erster Linie ein (ganz sympathischer) Fußballbesessener, der endlich eine Trainerchance in Deutschland verdient hat.

Wenn Matthäus beispielsweise berichtet, wie er sich voller Enthusiasmus in seinen neuen Trainer-Job bei Red Bull Salzburg stürzte ("Ich setzte mich haarklein mit dem österreichischen Fußball auseinander, bald kannte ich Red Bull in- und auswenig."), um dann unvermittelt Giovanni Trapattoni vor die Nase gesetzt zu bekommen, wenn er erzählt, wie er Trainer beim brasilianischen Clube Atlético Paranaense wurde, kurz vor einem Engagement bei Besiktas Istanbul stand und später bei Maccabi Netanya in Israel arbeitete, ist das höchst atmosphärisch und einfach nur hochspannend. Auch die Zeit als Spieler bei den New York/New Jersey Metro Stars erscheint hier als durchaus wichtiges Puzzleteil für die Entwicklung von Matthäus, nicht - wie es in den Medien vielfach wider besseren Wissens dargestellt wurde - als das jämmerliche Karriereende in einer sportlich bedeutungslosen Operettenliga. Natürlich wäre - und damit kommen wir zu den Schwachpunkten des Buches - es mir lieber gewesen, ich hätte über die New York / New Jersey Metro Stars (heute: Red Bull New York) nicht den Satz lesen müssen: "Seit Beckenbauers Aufenthalten dort Anfang der Achtziger konnte der Club keinen Meistertitel mehr erringen." Das ist grober Unfug. Die Metro Stars sind mit dem legendären Beckenbauer-Club New York Cosmos in etwa so identisch wie der FC Bayern mit 1860 München. Dann gibt es mehr oder wenige flüchtige Kapitel wie "Sex, Skat und zwei Einwechslungen", in denen auf zwei Seiten die WM 1982 abgehandelt wird, ein Seitenhieb auf jene "erfahrenen Spieler", die eine Modenschau im Hotel nutzen, sich "einige Models auf ihren Zimmern ohne die teure Mode am Leib anzuschauen", inklusive. Hier und da hat Lothar auch einen arg verklärenden Blick. So schreibt er etwa über den ihm überaus eng verbundenen Sport-Bild-Journalisten Raimund Hinko: "Raimund war eine Seele, der wollte keinem etwas Böses." Zumindest Jürgen Klinsmann dürfte das etwas anders sehen. Derartige Passagen mindern den Wert des Buches, weil sie naturgemäß die Frage aufwerfen, wieviel vom Rest man glauben darf.

Kurz und gut: Das Buch lässt Lothars Spieler- und (bisherige) Trainer-Karriere im Zeitraffer passieren, vielfach interessant, wenngleich nicht durchgehend so tiefgründig, wie Matthäus es eigentlich verdient hätte. Unter dem Strich ist das Buch gleichwohl sein Geld wert.
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49 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Super-Lothar steht sich selbst im Weg, 14. Oktober 2012
Per Zufall habe ich bei einem Bekannten von mir die Biografie von Lothar Matthäus (LM) als E-Book entdeckt. Und als ich meine Neugierde bekundete, überließ er es mir (samt Kindle) übers Wochenende. Nach der Schwarzenegger-Biografie, die ich zuletzt las, war ich gespannt auf die Ein- und Ansichten von LM Wenn auch von einem Ghostwriter geschrieben, was aber nichts Schlechtes sein muss.

Schon zu Beginn seines Buches beschwert sich LM darüber, dass man in Deutschland ein Problem mit seiner Person habe: „Egal, wo ich in Italien hinkomme, ob auf Sizilien, in Rom, in Verona oder selbst beim Italiener in München – ich habe dort einen Spitznamen: Il grande. Der Große. Wer in Italien »grande« sagt, meint »Grande Lothar«. Nur hier, in Deutschland, bin ich »der Loddar«. Das ist schon kurios, denn ich finde eigentlich nicht, dass ich fußballerisch für Italien mehr geleistet habe als für Deutschland.“
Ich frage mich: Wenn Deutschland einen LM nicht zu schätzen weiß, warum lebt und arbeitet er dann nicht in Italien? Vielleicht liegt es daran, dass er kein Italienisch kann? ;-). Nein, LM verrät uns, was ihn bislang antrieb: Die große Sehnsucht, endlich seine Qualitäten als Trainer auch in seiner Heimat zeigen zu können. Allerdings habe sich seine große Sehnsucht gelegt, weil er u. a. der Bundesliga zumindest zurzeit keine großen Experimente zutraue. Und dann wird LM schon fast philosophisch: Er habe seinen Wunsch vielleicht nicht begraben, aber doch losgelassen, damit er seinem Lebensglück nicht mehr im Wege steht.

Warum dieses Buch? LM begründet es so: „Ich sowohl den Fans in meiner Heimat als auch den Leuten, die mich Loddar nennen, zeigen, wer ich wirklich bin. Ich habe es zu lange den Journalisten überlassen, über mich zu schreiben. (…) Die meisten haben sich ein Bild von mir gemacht über provozierende Schlagzeilen, abstruse Anekdoten und billige Pointen.“ LM möchte klarstellen, vervollständigen und erklären, was ihn ausmacht. Doch warum lief dann manches schief? Zu oft habe er vergessen, wie interessant er für die Öffentlichkeit sei. Vielleicht habe er zu sehr in sein Privatleben blicken lassen, zu viele Interviews gegeben. Und weshalb? „Nicht unbedingt, weil ich sie geben wollte, sondern – es mag komisch klingen – weil ich ein höflicher Mensch bin und dazu erzogen wurde, auf Fragen zu antworten“, erklärt LM. Aber vielleicht sei es auch sein Kampf um Anerkennung gewesen, der ihn zu offenherzig werden ließ, sinniert LM: „Zu blind und zu naiv, um zu bemerken, wenn jemand meine Gutmütigkeit ausnutzen wollte. Das gilt für Journalisten, aber auch für Menschen in meinem Umfeld, in denen ich ursprünglich Freunde vermutete. Ich habe erst später realisiert, dass sie nichts anderes waren als Profiteure.“

LM sieht sich vor allem als Opfer, auch wenn er dies nicht immer deutlich sagt. Er präsentiert sich als „Ehrlichkeits- und Gerechtigkeitsfanatiker“ und als „Herzmensch“. „Ich handele aus dem Herzen – so sehr, dass ich mir manchmal wünschte, mehr das Hirn benutzt zu haben Aber mein Herz überstimmte regelmäßig den Kopf“, schreibt LM. Er stehe dazu, weil er an das Gute glauben wolle. Weil er sich um andere sorge, weil er vertrauen wolle. „Deshalb bereue ich auch keine Hochzeit, denn sie kamen alle von Herzen. Sie waren alle ehrlich und folgten meinem inneren Leitsatz: Mache es ganz, oder mache es gar nicht!“

Man erfährt, dass die Eltern fürsorglich aber streng waren und der Ton zu Hause derb, aber liebevoll war. Die Eltern haben viel gearbeitet und überließen die Kinder viel sich selbst. ML erzählt, dass er damals wenig Affinität zu (Tages)Zeitungen und wenig Leidenschaft zu Büchern entwickelte. „In die Werke Goethes oder Schillers habe ich mein Leben lang keinen Blick geworfen. Bis heute liegt bei mir kein Buch auf dem Nachttisch. Lieber zappe ich mich vor dem Einschlafen noch einmal durch den Videotext, als ein paar Seiten zu lesen“, bekennt er.
Irgendwie bekomme ich den Eindruck, dass ihm seine „schlichte“ Ausbildung zu Raumausstatter doch etwas unangenehm ist, weil er diese als „Zwischenstation auf dem Wege zum Innenarchitekten“ einstuft. Doch wie hätte das gehen sollen? Denn LM schrieb ein Kapitel zuvor, dass er sich bewusst gegen das Gymnasium und für die Hauptschule entschieden hätte.

Die, wie ich finde, kindlich naive Haltung von LM kommt immer wieder im Buch durch; z. B.:
# So betet er zwar nicht, denkt aber ab und zu an die höhere Macht, die sein „Leben bestimmt und begleitet“. Und natürlich bitte er auch mal um Hilfe. Und in den letzten Jahren habe er u. a. häufig gefragt: „Warum hast Du mir nicht geholfen? Warum hast Du mich im Stich gelassen?“
# Oder wenn LM nach einem Autounfall mit 2,06 Promille Alkohol im Blut „einsichtig“ ;-) schreibt: „Dieser elende Ouzo von dem Griechen im Vereinsheim! Seitdem trinke ich keinen Ouzo mehr.“
# An anderer Stelle schreibt LM zunächst, dass er weder an Horoskope noch an Astrologie glaube. Doch dann kommt alles anders: „Als mir aber kürzlich jemand etwas über meine Planetenkonstellationen erzählte, wurde ich doch stutzig. Ist da vielleicht doch etwas dran?“
# Er wettert gegen die „Fußballprofessoren“, die bei TV-Übertragungen im Studio „über Kollegen ablästern“. Und LM? Der möchte lieber auf der Trainerbank Ergebnisse erzielen. Aber da war doch was? Ach ja: „Die Experteneinsätze bei Premiere für die Bundesliga oder bei Al Dschasira für die WM 2010 haben mich einfach gereizt“, meint LM lapidar.
– All dies steht im Buch des 51-Jährigen (!) so unverblümt und unreflektiert, dass man als Leser verwundert den Kopf über so viel kindliche Naivität schüttelt.

Ein Großteil des Buches befasst sich natürlich mit dem fußballerischen Lebensweg und den Erfolgen von LM auf Vereins- und Nationalspielerebene. Dazu gibt es nette Anekdötchen und Geschichten. Ein weiteren, großen Part widmet er vor allem den vielen Ex-Ehefrauen und offenbart, dass er während der Ehe mit Silvia mit seinen Töchtern im Baby- und frühen Kindesalter nicht viel anfangen konnte. Auch verschiedene andere (Liebes-)Beziehungen, wie die zu Maren Müller-Wohlfahrt, greift LM auf. Interessanterweise wird Psychologiestudentin Ariadne mit keiner Silbe erwähnt. Es geht sofort von Liliana zu Joana, mit der er über Heirat und Kinder noch nicht spreche. Man lerne ja aus seiner Vergangenheit, meint ML.

Sein bisheriges Leben(-Spiel) stuft LM als ein turbulentes und unterhaltsames 4:2 ein, wobei er aber den Sinn des Lebens noch nicht erkannt habe, meint LM nachdenklich. Anders sei es bei seinem Lebensthema „Gerechtigkeit“. Er wisse zwar nicht, ob das, was er tue, gerecht sei. Aber er wisse dass er sich oft ungerecht behandelt gefühlt habe. Er wisse, was man da spürt.

Ach ja: Im letzten Kapitel beklagt sich LM noch über die aktuelle Fußballergeneration: „Spieler von heute haben nicht nur an Persönlichkeit verloren. Sie wissen auch mit den alten Tugenden kaum mehr etwas anzufangen. Auch wenn sich die Welt um mich herum noch so zum Schlechten verändert, meine Werte – Ehrlichkeit, Respekt, Verantwortung – werde ich doch niemals aufgeben.“

++ Mein Fazit ist geteilt:
1. Fans finden im Buch sicherlich viele interessante Details und Fotos aus dem Leben des Erfolgfußballers. Dafür gibt es einen zweiten Bewertungs-Stern.
2. Leser, die auf sensationelle Enthüllungen sowie auf Alkohol-, Frauen- und Sexgeschichten hoffen, werden nur teilweise befriedigt - es hält sich alles im gesitteten Rahmen.
3. Leser, die aus einer Biografie etwas für sich und ihr Leben lernen wollen, rate ich von der Lektüre ab. Denn Lothar Matthäus (LM) präsentiert sich oft noch als kindlich naiver Mann, der sich krampfhaft bemüht, von der deutschen Öffentlichkeit geliebt und anerkannt zu werden. Auch die (Ehe)Frauen wirken hier oft nur wie Statistinnen. Ein neues Bild von sich kann er mit dem Buch nicht vermitteln - eher im Gegenteil!
LM hat ja gute Ansätze und ist sicherlich auch ein netter Kerl. Doch letztlich stellt er sich immer wieder selbst ein Bein beim Versuch, sich selbst ein positives Image zu verschaffen – egal ob es dieses Buch ist oder die Reality-Soap auf Vox. Man wünscht ihm einen passenden, besten Freund (oder einen guten Therapeuten?), der LM hilft,
- nicht immer dieselben Fehler zu wiederholen,
- zu lernen, mit seinen Stärken und Schwächen angemessen umzugehen,
- zu lernen, dass sich Nachdenken/Verstand und Herz/Gefühl auch kombinieren lassen,
- sich nicht (nur) als bedauernswertes Opfer zu sehen
- aus seiner Selbstbezogenheit herauszukommen.
„Nimm Dich selbst nicht so wichtig und nicht so ernst und probiere es auch mal mit Humor!“ möchte man unserem "Loddar" zurufen. Und eventuell hilft auch die richtige Frau an der Seite: so wie aktuell bei unserem "Bobbele". ;-)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut lesbar, 31. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Leicht lesbare Lektüre, gibt Einblick in das Leben des Fußballers L. Matthäus, auch in privater Hinsicht und aus der Jugend.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sachlich und unterhaltsam, 9. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch habe ich einfach mal ausgesucht um mich mit einfach Lektüre beim Lesen zu entspannen. Biografien wie diese lesen sich einfach gut, da man den Hauptcharakter schon viele Jahre aus den Medien kennt. Diese Erzählungen aus seinem Leben lassen den Leser ein bisschen oder machmal auch ein bisschen mehr hinter die Kulissen schauen. Der Schreibstil ist ziemlich einfach gehalten. Positiv finde ich die Aufmachung, dass die Kapitel ziemlich kompakt gehalten sind. Man kommt somit schnell voran besonders wenn man das Buch, wie ich, in vielen kleineren Abschnitten liest. Zum Inhalt kann ich nur sagen, es ist flüssig geschrieben. Die Ausdrucksweise entspricht der des Lothar Matthäus so wie man ihn aus den Medien kennt. Ich persönlich hätte mir mehr Anekdoten über die Wegbegleiter, sprich Mitspieler usw. gewüncht, aber da bleibt der Lothar ganz der Gentleman. Er bleibt sehr diskret und zurückhaltend und wirft nicht mit Dreck um sich. Als persönliches Ziel hat sich Lothar mit diesem Buch gesetzt, dass er endlich auch mal als Trainer in Deutschland eine Chance erhält und nicht bloss auf seine medialen Frauengeschichten reduziert wird. Ich selbst bin nicht so sehr mit dem Fussball verbunden und konnte mich beim Lesen dieses Buches doch nur sehr wundern wie viele Trainerstationen der Lothar schon hinter sich hat. Dabei kann er nahezu noch jedes seiner Trainerspiele detailreich kommentieren, woran Erfolg und Misserfolg lagen. Auch die Argumentationen von Lothar wie er versucht seine Lebensentscheidungen darzustellen ist sowohl gut lesbar als auch verständlich. So ab der WM 1990 hingen die Erzählungen etwas durch. Für meine Begriffe wurden zu viele Gefühlsempfindungen mit eingebaut was ich als langweilig empfand. Interessant wird das Buch dann wieder zu seiner NY-Zeit und als seine Anfänge als Trainer begannen. Insgesamt interessanter und unterhaltsamer Lesestoff.
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5.0 von 5 Sternen Rezension, 8. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ganz oder gar nicht (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch kann ich nur empfehlen.
Unterhaltend geschrieben, mit guten Fotos.
Warum nicht in den neuen Ländern gedruckt?
Ich denke da an den Graphischen Großbetrieb in Pößneck!
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2.0 von 5 Sternen ..., 31. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ganz oder gar nicht (Gebundene Ausgabe)
Schade das Buch war auf den ersten 50 Seiten sehr spannend, aber hat sich dann leider zum Negativen entwickelt und die Spannung verpuffte.. Schade
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine Fussballlegende erzählt, 2. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ganz oder gar nicht (Gebundene Ausgabe)
eine Fussballlegende erzählt aus dem Leben und von der vergangenen Karriere.Hier erfährt man wie alles anfing , wie der Weg begann um deutschlands Rekordnationalspieler zu werden
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11 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Erwartungen nicht erfüllt, 21. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ganz oder gar nicht (Gebundene Ausgabe)
Ich habe mir das Buch vor etwa einer Woche bestellt und die ersten 150 seiten zu lesen war noch schaffbar, jetzt den zweiten teil des Buches zu lesen war für mich schon fast eine Qual. Unser Loddar oder auch Il Grande Matthäus wie er in Italien angeblich genannt wird beschreibt teils genau das was ich mir erhofft habe: Einblicke in die Nationalmannschaft und Sauf- und Sex-Skandale. Das hört sich jetzt ja an sich für bestimmte Leute wie mich interessant an, aber die Tatsache dass das Buch von jmd anderen geschrieben wurde stört mich schon sehr. Das Problem ist dass der Inhalt zwar typisch Loddar ist : Widersprüchlich und naiv; der Schreibstil allerdings erinnert so gar nicht an ihn, man kann sich dabei nicht Herr Matthäus vorstellen wenn man es liest und Sprache und Inhalt passen nicht zusammen. Trotz allem habe ich anfangs zu 50% bekommen was ich wollte: Einblicke und Skandale und natürlich eine grenzenlose Selbstüberschätzung. Aber gerade letzt genanntes nervt nach circa 100 Seiten nur noch. Ich empfehle jeden den dieses Buch interessiert erstmal bei Freunden zu fragen oder in der Bibliothek ob man es sich ausleihen kann, denn dieses Buch werde zumindestens ich nie wieder anfassen. Zum einmaligen lesen einigermaßen geeignet, allerdings ist das auch Alles. Dass jmd der kein Fußball Fan ist überhaupt interesse daran hätte, wage ich zu bezweifeln.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lothar Matthäus, 11. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Ganz oder gar nicht (Gebundene Ausgabe)
Alles fing damit an,dass in der fränkischen Provinz ein Junge stundenlang den Ball gegen eine Mauer schoss. Aus dem Talent wurde schnell ein Torjäger, der es allen zeigte und als Erwachsener die Welt eroberte. Neben seinem beispiellosen sportlichen Erfolg und seiner Genialität auf dem Platz ist Lothar Matthäus bis heute auch für seinen mutigen bis wagemutigen Umgang mit den Medien bekannt. Die Öffentlichkeit glaubt ihn zu kennen, doch das Bild ist falsch und voller Klischees. Was hat ihn geprägt? Welche Fehler hat er gemacht? Wie hat er sich nach Rückschlägen immer wieder zurückgekämpft? Was sind seine Pläne für die Zukunft? Seine biografische Inventur ist eine selbstkritische Rückschau, eine Aufarbeitung, aber keine Abrechnung. In seiner Autobiografie zeigt Lothar Matthäus, wer er wirklich ist, ein visionärer Trainer, ein Lebenskünstler mit viel Humor, ein verantwortungsvoller Vater, und vor allem, ein Mensch, der sich bei allem, was er tut , von seinem Herzen leiten lässt. Lothar Matthäus ist eine Legende, viele seiner Tore schrieben Fußballgeschichte. Doch der Rekordnationalspieler musste auch Niederlagen wegstecken, auf dem Platz wie im Privatleben. Nach seiner aktiven Laufbahn wurde Matthäus zum Liebling der Boulevardmedien, seine bedingungslose Ehrlichkeit brachte ihm in der Öffentlichkeit auch Kritik ein. Lothar Matthäus, geboren 1961, war zweimal Weltfußballer des Jahres. Als Vereinsspieler war er unter anderem für Borussia Mönchengladbach, den FC Bayern München und Inter Mailand aktiv. Seine 150 Länderspiele sind ebenso Rekord wie seine fünf WM-Teilnahmen. Als Kapitän führte er Deutschland 1990 zum dritten WM-Titel. Als Trainer ging er zu Partizan Belgrad, wurde Meister und führte die Mannschaft in die Champions League. Weitere Trainerverträge führten nach Österreich, Ungarn und Brasilien. Heute ist er einer von vier Ehrenspielführern des DFB. Zum ersten Mal erzählt er nun ganz persönlich seine Geschichte. Authentisch,selbstkritisch und mit großer Offenheit bilanziert er sein Leben und macht große Momente aus drei Jahrzehnten Weltfußball lebendig. Ein interessantes Leben führt Lothar Matthäus heute noch, so ist auch sein Buch, aus dem Bastei Lübbe Verlag Köln, für mich ein Bestseller. Er schreibt schonungslos und auch mit witzigen Passagen. Es ist für jeden Leser verständlich und ohne Schnörkel geschrieben.
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Ganz oder gar nicht
Ganz oder gar nicht von Martin Häusler (Gebundene Ausgabe - 12. Oktober 2012)
EUR 19,99
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