Kundenrezensionen

769
4,2 von 5 Sternen
Sturz der Titanen: Die Jahrhundert-Saga
Format: Gebundene AusgabeÄndern
Preis:28,00 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

231 von 258 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Januar 2011
Das war wirklich ein schönes Weihnachtsgeschenk.

Beim ersten Blick auf diesen Papier-Brocken hatte ich zwar meine Zweifel, ob ich die nötige Zeit finden
würde, um mich da durch zu "quälen". Aber da ich auch die früheren Romane wie Säulen der Erde, Pfeiler
der Macht, Tore der Welt ... von Ken Follett verschlungen habe, machte ich mich noch in der Nacht von
Heilig Abend daran die ersten Seiten zu lesen ... und schon nach wenigen Seiten wollte ich das Buch nicht
mehr weg legen.

Sukzessive wurde mir im Laufe des Buches bewusst, wie wenig ich doch über den 1. Weltkrieg wusste.
Aber man lernt ja bekanntlich nie aus. Und ich liebe es ja zu lernen, ohne zu merken, dass ich lerne :-).

Aller guten Recherche und den Realitätsnähe-Versprechungen des Autors zum Trotz, darf man aber natürlich
nicht vergessen, dass es eben ein Roman und kein Sachbuch ist. Wobei das keine konkrete Kritik sein soll,
denn die paar Eckdaten, die ich im Nachgang mal mit Geschichtsbüchern abgeglichen habe, waren auf jeden
Fall alle richtig in die Handlung eingewoben.

Wie heißt es so schön: Der erste Eindruck zählt, der letzte Eindruck bleibt.

Angekommen auf der letzten Seite hätte ich zu gerne gewusst, wie es nun mit Blick Richtung Weimarer
Republik mit den Figuren weitergegangen wäre, wäre das Buch hier nicht zu Ende. Mit einem solchen
Gefühl nach über 1000 Seiten zu schließen ist schon eine Kunst.

Andere Leser haben die z.T. geringe Entwicklung einiger Figuren kritisiert. Ich für meinen Teil behaupte,
dass es auch in der echten Welt genug Menschen gibt, die auch nach einschneidenden Erfahrungen keine 180
Grad-Wendung vollziehen. Ich persönlich empfinde die Figuren und ihre Entwicklung als realistisch genug,
um mit ihnen mitzufiebern.

Ich würde das Buch mit gutem Gewissen Freunden empfehlen und so vergebe ich auch hier mit gutem Gewissen
empfehlende vier von fünf Sternen :-).
99 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
82 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Oktober 2011
Dieses Buch verdient 5 Sterne! Es wird alles geboten, was man von einem guten Historien-Roman erwarten kann.

Obwohl über 1.000 Seiten stark, ist das Buch fast durchgehend äußerst spannend geschrieben. Es gibt nur vereinzelt etwas langatmigere Stellen. Durch die vom Autor sehr geschickt gesetzten Wechsel der parallel verlaufenden Handlungsstränge wird man aber auch dann regelrecht gezwungen, weiterzulesen.

Die Einbettung in die historischen Begebenheiten vor, während und kurz nach dem 1. Weltkrieg sowie die Auftritte zahlreicher historischer Persönlichkeiten lassen das Geschehen sehr real erscheinen. Es sollte auch erwähnt werden, dass sich der Autor redlich um eine ausgewogene Geschichtsdarstellung bemüht (nicht nur auf deutscher Seite gab es unfähige Politiker/ Adelige usw.).

Da ich der Handlung nicht zu sehr vorgreifen möchte, hier nur kurz die wichtigsten Protagonisten:

- eine walisische Bergmannsfamilie, die sich "hocharbeitet" ;-)
- eine englisch/ walisische Adelsfamilie, die unter der Borniertheit ihres Clanchefs zu leiden hat
- eine deutsche Adelsfamilie, ebenfalls mit borniertem Oberhaupt
- zwei russische Brüder, von denen einer Oktober-Revolutionär, der andere Gangster in den USA wird
- die Familie eines alten US-Senators, dessen Sohn im Beraterstab des US-Präsidenten arbeitet.

Fazit: Ich wurde exzellent unterhalten. Mehr hatte ich nicht erwartet, und jetzt freue ich mich schon auf die Fortsetzung!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
94 von 111 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. November 2011
Und wieder einmal wagt sich Ken Follett, als dessen Fan ich mich gleich oute, an einen historischen Stoff. In diesem Genre fühlt er sich sichtlich wohl und punktet ein jedes Mal durch ungeheuren Wissenschatz und penibel genaue Recherche. Dennoch unterscheidet sich "Sturz der Titanen" von anderen seiner historischen Werke: Bietet beispielsweise das mittelalterliche Kingsbridge in "Die Säulen der Erde" lediglich den historischen Rahmen der Geschichte, ist die Historie in "Sturz der Titanen" praktisch die Geschichte selbst.
Zunächst stellt Follett sehr gut und anschaulich die politische und gesellschaftliche Situation vor Kriegsbeginn im August 1914 dar, dann beschreibt er detailliert den Verlauf des bis dahin grausamsten (und vermutlich unsinnigsten) Krieges der Menscheitsgeschichte sowie die gesellschaftlichen und sozialen Konsequenzen für die beteiligten Länder, um sein Buch damit zu schließen, die neue europäische Ordnung nach Kriegsende darzulegen.
Natürlich sollte dies kein Sachbuch, sondern ein Roman werden, also mussten fiktive Personen/Familien in die historische Handlung integriert werden. Da es das Ziel von Follett war, ein möglichst weitsichtiges Bild der Kriegsteilnehmer zu liefern, also keinen allzu einseitigen Schwerpunkt auf die Historie eines einzelnen Landes oder einer bestimmten Gesellschaftsschicht zu legen, behandelt er die fiktiven Schicksale einer englischen Adelsfamilie, einer walisischen Bergarbeiterfamilie, eines deutschen Diplomaten, eines politischen Beraters des amerikanischen Präsidenten sowie zweier Brüder aus der Arbeiterschicht des gesellschaftlich rückständigen Russlands. Dies mag ein interessanter Ansatz sein, aber er bringt ein paar deutliche Probleme mit sich:
Erstens fällt es dem Leser so deutlich schwerer, eine persönliche Bindung zu den Charakteren aufzubauen. Man liest beispielsweise ein Kapitel, in dem sich Follett hauptsächlich mit der Situation in Russland beschäftigt, um dann im den nächsten Kapiteln erstmal wieder das Augenmerk auf Deutschland, die USA, England oder Wales zu legen. Wie es um die Schicksale der Russen steht, erfährt man erst wieder gute 50 Seiten später. Dieses sprunghafte Erzählverhalten schafft eindeutig Distanz zu den Einzelgeschichten.
Zweitens dienen die Charaktere in erster Linie dazu, um in irgendeiner Form Zeitzeugen der wichtigsten historischen Ereignisse dieser Epoche zu sein. Es gibt im Roman acht Hauptcharaktere und an so ziemlich jedem bedeutenden Ereignis ist mindestens eine dieser acht Personen (entscheidend oder als Beobachter) beteiligt. Das wirkt schon nach kurzer Zeit sehr unglaubwürdig. Denn wenn diese Personen so nahe am Geschehen sind und mehrfach in eklatanter Weise auf die historischen Geschehnisse Einfluss nehmen, wieso hat man dann nie etwas von ihnen gehört? Ja klar, sie sind fiktiv, aber genau das ist der Punkt: sie repräsentieren gefühlt 1000 reale Personen der Zeitgeschichte und verlieren damit in großem Maße an Glaubwürdigkeit.
Drittens (und das schließt sich nahtlos an Punkt 2 an) versucht Follett natürlich die Geschichten dieser Hauptcharaktere miteinander zu verweben. Das führt zwangsläufig zu beinahe unfreiwillig komischen Situationen. Ein Beispiel: Ein amerikanischer Politiker besucht eine Fabrik in der russischen Millionen-Metropole Petrograd und trifft dort die russischen Brüder. Einer dieser Brüder wandert nach Amerika aus und trifft dort unter Zigmillionen Amerikanern eben genau diesen Politiker und - dessen nicht genug - spannt diesem auch noch dessen Verlobte aus. Wie wahrscheinlich ist das?! Dies ist nur ein einziges Beispiel von unzähligen in diesem Buch.

Ebenfalls gestört hat mich an diesem Buch, dass viele Geschichten sehr klischeehaft sind: eine verbotene Liebe zwischen einem Deutschen und einer Engländerin, eine Dienerin/Geliebte eines Adligen, die nach Bekanntwerden ihrer Schwangerschaft von diesem fallengelassen wird und sich aufgrund dieser Erfahrungen zu einer Kämpferin für das Wahlrecht der Frauen entwickelt, und so weiter. Wirklich originell finde ich das nicht, es verstärkte bei mir vielmehr den Eindruck, dass die fiktiven Geschichten lediglich ein "notwendiges Übel" darstellen, um aus einem Sachbuch einen Roman zu machen.

Da sich Follett dermaßen auf die historischen Ereignisse fokussiert, nimmt er seinem Buch auch einen großen Teil der Spannung. Wer sich zumindest ein wenig in der Geschichte des ersten Weltkriegs auskennt, der weiß in groben Zügen, wie er verlief. Man wird also an sehr wenigen Punkten des Buchs wirklich überrascht werden. Natürlich gibt es zahlreiche Details, die ein interessierter Laie noch nicht wusste, aber lohnt es sich dafür gut 1000 Seiten zu lesen? Ich ertappte mich mehrmals dabei, wie ich mich beinahe schleppend durch die Seiten quälte.

Nachdem ich so viel Kritik geäußert habe, möchte ich zumindest noch einen sehr positiven Punkt erwähnen, der für mich das Highlight dieses Buches darstellt: besonders gut gelungen fand ich Folletts Darstellung der Situation Russlands, die zum Sturz der Zarenherrschaft in der Februarrevolution und zur endgültigen Machtergreifung der Bolschewiki unter Lenin in der Oktoberrevolution geführt hat. Hier machte Follett anhand eines Einzelschicksals sehr gut deutlich, wie der verzweifelte Wunsch nach sozialer Gerechtigkeit und Demokratie in der Bevölkerung letztlich ein Staatssystem hervorbrachte, welches man heute unter anderem mit Rotem Terror und der Person Stalin verknüpft, aber ganz bestimmt nicht mit sozialer Gerechtigkeit und Demokratie.

Alles in allem bin ich in der Bewertung dieses Buches sehr zwiegespalten. Einmal mehr verdient sich Follett zwar jegliches Lob für seine unglaublich detaillierten Recherchen. Aber an seinem Versuch, sein ganzes Wissen in eine (weltum-)spannende Geschichte einzubetten, musste er eigentlich zwangsläufig scheitern. Daher habe ich mich für drei Sterne entschieden.
66 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. August 2013
Anhand des Schicksals von 5 Familien aus England, Deutschland, Rußland und den USA schildert Follett im ersten Teil seiner Jahrhundert-Trilogie die Geschichte von 1911 bis 1924.
Von Bergarbeiterstreiks in Wales, über den 1. Weltkrieg bis zur russischen Revolution. Herrenhäuser, Armutsviertel und Schützengräben sind die Schauplätze.
Wenn es darum geht, korrekte geschichtliche Fakten in einen spannenden Roman zu verpacken, kann es kaum ein Autor mit Ken Follett aufnehmen.
Zum Glück ist der zweite Teil, Winter der Welt, bereits letztes Jahr erschienen, so dass ich bald weiterlesen kann. Der dritte Teil erscheint wahrscheinlich im Herbst 2014.
In diesem Buch steckt für jeden Leser Etwas: Sozialdrama, Liebesgeschichte, Politthriller, Kriegsdoku... keine Seite ist langweilig. Der Weg in den Weltkrieg und in die Veränderungen dieser Zeit wird interessant geschildert.
Trotz der Fülle an Protagonisten kommt keine Verwirrung auf. Man mag Alle und gewinnt sie im Laufe der über 1000 Seiten als gute Freunde.
Ganz großartig ist die neutrale Haltung: Fehler und Versäumnisse aller Nationen werden geschildert - Niemand wird verteufelt!
Als Thrillerautor ist Follett wirklich gut - aber als Autor großangelegter Stoffe läuft er erst zu seiner richtigen Form auf.
Sturz der Titanen ist ebenso gut wie Die Säulen der Erde. Vielleicht aber noch interessanter, weil es eben einen großen Teil deutscher und europäischer Geschichte beleuchtet!
5 satte Sterne! Besser geht nicht!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. April 2013
Vier Länder, vier Familien, der Erste Weltkrieg, das ist der Inhalt von dem Bestseller "Sturz der Titanen". Ken Follett erklärt Geschichte anhand mehrerer Familien aus England, Deutschland, Russland und Amerika. Er lässt sie die Geschichte zu Beginn des Zwanzigsten Jahrhunderts erleben und erleiden.
Dieses Buch ist Geschichtsunterricht pur. Wir leiden mit den Männern in den Schützengräben, den Frauen zu Hause, hungern mit den Bauern und Arbeitern im zaristischen Russland.
Ken Follett hat unglaublich genau recherchiert. Es unterlaufen ihm, so weit ich das beurteilen kann, keine Fehler. So genau wie dieses Buch war der Geschichtsunterricht in meiner Schule nicht. Dafür gilt ihm meine Hochachtung und fünf Sterne.
Dass Ken Follett schreiben kann, hat er mit seinen früheren Werken bereits bewiesen und auch in diesem Werk wieder unter Beweis gestellt.
Die Protagonisten sind gut gezeichnet, sie haben eine Seele.
Manche Beschreibungen erschienen mir etwas zu langatmig. An einigen Stellen hätte ich mir etwas mehr Tempo gewünscht.
Dennoch war für mich dieses Werk ein Genuss, hauptsächlich, weil ich große Einblicke in das Geschehen zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts erhalten habe, die mich wieder etwas klüger haben werden lassen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. August 2014
Ich war aufgrund der Kategorie "Historischer Roman" unsicher, ob mir das Buch gefallen würde. In Gedanken bereitete ich mich schon auf seitenweise geschichtliche Abhandlungen und Erläuterungen vor, wie sie in jedem Geschichtsbuch aus der Schule bekannt sind.

Ich wurde eines besseren belehrt. Das Buch erzählt Geschichten hinter der Geschichte und ist kurz vor und während des ersten Weltkrieges angesiedelt. Diese Geschichten sind zwar frei erfunden, ordnen sich aber ungeheuer realitätsnah in den historischen Kontext ein. Es erzählt das Leben mehrerer Familien, welche vor, während und nach dem "Großen Krieg" versuchen, ihr Leben zu meistern.

Durch die sehr einvernehmende Erzählweise identifiziert man sich zu 100% mit den Protagonisten, und fühlt und leidet mit ihnen. Dadurch dass die Geschichte aus Sicht mehrerer (teils verfeindeter) Parteien erzählt wird, gibt es kein klassisches Gut und Böse.

Fazit: Ich habe das Buch in einem Rutsch durch gelesen und konnte es kaum abwarten, mit dem Nachfolger "Winter der Welt" zu beginnen. Sicher, für die Strand-Lektüre eignet sich das Buch nicht. Aber wer eine spannende Geschichte lesen möchte, welche trotz ihres historischen Kontextes immer noch aktuelle Brisanz hat, ist hier sicher gut bedient!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. November 2014
Denis Scheck hat den neuesten Roman von Ken Follett,“ Kinder der Freiheit“, total verrissen. Er hat bemängelt, dass Follett die Weltgeschichte am Schicksal von gerade nur fünf Familien erklärt. Ich vermute, dass im „Sturz der Titanen“ diese fünf Familien erstmals gezeigt werden.
Die Wege dieser Familien kreuzen sich ständig und diese Häufung von“ schicksalhaften“ Zufällen irritiert. Andererseits ruft der Roman eine Fülle von historischen Ereignissen in unser Gedächtnis. Gerade weil Ken Follett sich deutlich bemüht, eng an der Geschichte zu fabulieren, ist er wohl gezwungen die bei ihm sonst gewohnten Spannungselemente etwas zurückzufahren. Dafür entschädigt er uns mit vielen echten historischen Zitaten.
Im übrigen ist der Roman wie immer bei Follett sehr unterhaltsam und zum Teil auch ergreifend. Diese Mischung aus Hiistorie und Kolportage will uns unterhalten und das ist ihr sehr gelungen.
Ich schätze Denis Scheck außerordentlich, aber die „Kinder der Freiheit“ werde ich mir nicht entgehen lassen
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Februar 2013
Ein typischer Follett! Die Geschichte wird aus der Sichtweise mehrerer Familien, in mehreren Ländern (Deutschland, Russland und England) erzählt. Im Laufe des Buches werden die Familien miteinander verwoben, was das Buch zu einer flüssigen Geschichte macht. Es ist super spannend zu lesen, wie "klein" die Welt doch sein kann. Historisch hat Ken Follett es wieder einmal geschafft, dem Leser eine bestimmte Zeit näher zu bringen, auf Grund seiner guten Recherchen und seinem guten Schreibstil. Er schafft das, woran mancher Lehrer verzweifelt. Kein Lehrer hat mir den Krieg und seine Auswirkungen besser beschrieben, als Ken Follett das vermag. Man lernt halt nicht aus, was ein guter Nebeneffekt beim lesen eines Romans ist.
Mein Fazit:
Wer Interesse am Geschehen des Krieges, einer "verbotenen" Lovestory und Familiengeschichten hat, ist super beraten mit diesem Buch.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Oktober 2014
Ich finde, das ist gut gemacht, wie zu Beginn des Romans die Sprache der Walisischen Bergarbeiter rübergebracht wird, auch wenn manche Leute das offenbar nicht kapieren tun und für schwachen Stil halten tun :) - so kann man sich vertun. Das ist kein stilistischer Mangel, würde ich sagen, sondern so gewollt, zumal als Abgrenzung gegenüber den Gesprächen anderer, akademisch gebildeter oder adeliger Romanfiguren.
Der erste Satz ist sinnbildlich für die gesamte Trilogie: An dem Tag, an dem der junge Malocher zum ersten Mal in die walisische Kohlengrube fahren tut, steigt in London George V. in einer prunkvollen Zeremonie auf den Thron. Für den einen geht es runter, für den anderen rauf - bis im Ersten Weltkrieg die Titanen stürzen und alles auf den Kopf gestellt wird. Für mich der aus historischer Sicht gelungenste der drei Bände, da kann man noch so meckern tun.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
143 von 177 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Drei Länder. Drei Familien. Ein Jahrhundert.Europa 1914. Eine deutsch-österreichische Aristokratenfamilie, die unter den politischen Spannungen zerrissen wird. Eine Familie aus England zwischen dem Aufstieg der Arbeiter und dem Niedergang des Adels. Und zwei Brüder aus Russland, von denen der eine zum Revolutionär wird, während der andere in der Fremde sein Glück sucht. Ihre Schicksale verflechten sich vor dem Hintergrund eines heraufziehenden Sturmes, der die alten Mächte hinwegfegen und die Welt in ihren Grundfesten erschüttern wird. (Quelle: amazon.de)

Wenn man sich vornimmt einen Roman wie "Sturz der Titanen" zu lesen, sollte man sich Zeit nehmen, denn man sollte sich gewiss sein, dass die Story keine tagelange Pause verzeiht. Dafür ist die Handlung viel zu komplex.
Anfangs hatte ich ein paar Berührungsängste, nicht allein dadurch verursacht, dass das Personenregister so umfangreich ist. Auch die 1020 Seiten schreckten mich ein bisschen ab. Aber dann siegte meine Neugier auf das Buch und ich habe mich vollends auf die Geschichte eingelassen und schon nach 70 Seiten war ich komplett in die Handlung versunken.

Follett zeichnet ein fantastisches und vor allen Dingen verständliches Bild der politischen Ereignisse von 1914 bis 1920. Auch Leser, die wenig politisch interessiert sind oder früher Geschichte nicht gerade als ihr Lieblingsfach bezeichneten ' so wie ich ;-) ' wird dieses Buch gefallen.
Dem Autor ist es gelungen immer wieder unvorhersehbare Wendungen mit einzubauen, die mir beim Lesen entweder rote Wangen, Atemlosigkeit oder auch ein paar Tränchen bescherten. Schwangerschaften, Trennungen, geheime Liebschaften und viel Sex ' Follett geht hierbei aufs Ganze!

Am meisten berührt hat mich dabei die Liebesgeschichte zwischen Maud und Walter. Ohne Kompromisse kämpfen sie bis zum Schluss um ihre Liebe, auch wenn sie dafür einige Rückschläge in Kauf nehmen mussten.
Nicht nur diese zwei sind es, die mit ihrer Entwicklung in diesem Roman beeindrucken. Da werden ein Zimmermädchen zur politisch engagierten Kämpferin und ein Gauner zum Offizier.
Was mir jedoch ein fehlte war noch mehr Facettenreichtum bei den Figuren. Ein Betrüger bleibt bei Follett ein Betrüger und ein Adliger bleibt ein vorurteilsbeladener Snob. Und auch der eben angesprochene Offizier bleibt letzten Endes nichts weiter als ein Ehebrecher und Dieb.

Genauso hat das Buch ein paar überflüssige Längen.
Der Anfang war brillant und spannungsvoll konstruiert. Und auch große Teile in der Mitte der Handlung flogen nur so dahin. Nicht zuletzt durch den relativ flüssigen Schreibstil. Diese Kapitel waren ereignisreich und vor allen Dingen abwechslungsreich. Aber zwischen ca. Seite 700 und 900 ging es nur noch politisch zu und das auf so zähe Art und Weise, dass ich mich wirklich motivieren musste das Buch bis zum Ende zu lesen. Lediglich die Neugier über die weiteren Geschehnisse trieb mich an durchzuhalten. Schlussendlich wurde ich dann auch mit einem für mich zufrieden stimmenden Ende belohnt. Ich erhoffe und wünsche mir die Fortsetzung ein bisschen weniger politisch.

An meiner Rezension merkt man sicher schon, dass ich hin und her gerissen bin zwischen Begeisterung und netter Unterhaltung. Ich kann mich wirklich nicht entscheiden. Einerseits hat Follett die politischen Ereignisse sehr anschaulich beschrieben, dann gab es wie schon erwähnt Kapitel in denen es stur nur um Revolution, Aufstände etc. ging.

Fazit: Lesenswert ist "Sturz der Titanen" auf jeden Fall, aber man darf nicht zu viel erwarten.
55 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen

Kinder der Freiheit: Roman (Jahrhundert-Trilogie, Band 3)
Kinder der Freiheit: Roman (Jahrhundert-Trilogie, Band 3) von Ken Follett (Gebundene Ausgabe - 16. September 2014)
EUR 29,99

Die Säulen der Erde
Die Säulen der Erde von Ken Follett (Taschenbuch - 2010)
EUR 12,99