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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht Disneys Aladdin, sondern viel spannender und märchenhafter
Ich muss gestehen, dass Geschichten, die im orientalischen Bereich spielen, so überhaupt nicht mein Geschmack sind. Aber da mir schon "Arkadien brennt" recht gut gefallen hat, habe ich einfach mal zu einem weiteren Buch von Kai Meyer gegriffen.

Dschinne. Diese unterkörperlosen Geisterwesen, die in Flaschen wohnen und Wünsche erfüllen. Ja,...
Veröffentlicht am 14. November 2010 von Firyar

versus
23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen The Fast and the Furious im Orient
Verbotene Wettrennen auf fliegenden Teppichen, ein tragischer Held, magische Elfenbeinpferde, eine Vorkosterin mit Gift in den Adern und eine Wüste voller schrecklicher Gefahren, durch die ein Wesen streift, das noch furchtbarer ist als die gefährlichen Dschninne ... Das sind die Zutaten für Kai Meyers neuen Roman.

Sowohl die Tatsache, dass die...
Veröffentlicht am 8. Oktober 2008 von Christian Handel


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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht Disneys Aladdin, sondern viel spannender und märchenhafter, 14. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Sturmkönige, Bd. 1: Dschinnland (Gebundene Ausgabe)
Ich muss gestehen, dass Geschichten, die im orientalischen Bereich spielen, so überhaupt nicht mein Geschmack sind. Aber da mir schon "Arkadien brennt" recht gut gefallen hat, habe ich einfach mal zu einem weiteren Buch von Kai Meyer gegriffen.

Dschinne. Diese unterkörperlosen Geisterwesen, die in Flaschen wohnen und Wünsche erfüllen. Ja, irgendwie ist meine Vorstellung da erheblich von Disneys Aladdin geprägt, was wohl etwas weit entfernt vom tatsächlichen Mythos um diese Wesen liegt. Kai Meyer präsentiert hier eine Welt, deren Wurzeln sowohl in der Realität liegen (die genannten Ortschaften gibt/gab es wirklich), als auch in den orientalischen Mythen und Erzählungen. Jedoch wird dies mit einer eigenen Vorstellung verknüpft und somit eine neue Welt erschaffen. So sind die Dschinne hier das Produkt eines "Magie-Unfalls", zwar auch schwebend und ohne Unterkörper, allerdings überhaupt nicht gewillt, den Menschen Wünsche zu erfüllen, sondern eher eine grausame Rasse, die Samarkand abgeschirmt hat und die Wüste, welche jene Stadt und Bagdad verbindet, vollkommen kontrolliert. Es werden auch neue Wesen eingeführt und mythische Wesen etwas anders dargestellt, als man es kennt. Insgesamt eine sehr gute Mischung aus Altbekanntem und Neuem! Keine Sorge, der Leser wird nicht von der fremdartigen Welt erschlagen, sondern langsam herangeführt.

Die Geschichte kommt schnell in Fahrt, nach einigen Seiten befindet sich der Leser schon mitten in dieser tödlichen Wüste und wird immer tiefer in die Wirren der Kämpfe zwischen Menschen, Dschinnen und Sturmkönigen gezogen. Ebenso bleibt ständig die Frage, was es jetzt nun eigentlich mit Sabatea auf sich hat, die ständig darauf drängt, nach Bagdad zu eilen. Welche Geschäfte muss sie da so dringend erledigen? Und wer sind die Sturmkönige, die für diesen Teil Trilogie immerhin Titelgeber sind?

Der Sprachstil ist auf sehr hohem Niveau, ich konnte keine störenden Schnitzer feststellen. Anhand der flüssigen Erzählung und der schönen Erzählweise war ich immer in der Geschichte gefangen, schon von den ersten Seiten an. Besonders gut hat mir die Darstellung der Dschinnen als sehr bösartige Wesen gefallen und die Lust darauf geweckt, mich mal etwas in die arabischen Mythen einzulesen.

Das Buch ist meiner Meinung nach für Jugendliche ab 14 Jahren empfehlenswert, es gibt eine recht erotische Szene und an einigen Stellen wird es ziemlich grausam, was mich persönlich an (nicht von Disney zensierte) Märchen oder ältere Mythen erinnerte.
Empfehlenswert auch für Erwachsene und für alle, die ein Fantasybuch abseits eines phantastischen europäischen Mittelalters suchen, oder sich schon sowieso für arabische Mythologie und 1001 Nacht interessieren.
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44 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen spannende Geschichte mit faszinierenden Elementen, 24. September 2008
Von 
Tanja Timanfaya - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Sturmkönige, Bd. 1: Dschinnland (Gebundene Ausgabe)
Über den Inhalt des Buches wurde hier schon einiges geschrieben, daher halte ich in meiner Rezension Abstand davon, noch mehr zu erläutern und gehe lieber auf die Details ein.

Im Gegensatz zur Wolkenvolk-Trilogie hat mich Dschinnland sehr gefesselt und auch die Personen haben es geschafft, mich zu berühren. Ich finde den Bruderkonflikt sehr gut, aber nicht übertrieben, dargestellt und auch Sabateas Charakter sehr schön geezeichnet - allerdings konnte man schon zu sehr früher Stelle ahnen, was es mit ihr auf sich hat, das finde ich etwas schade.

Kai Meyer hat faszinierende Märchenfiguren entwickelt - passend zur Umgebung 1001 Nacht, in der Dschinnland spielt. Den Narbennarren finde ich eine tolle Idee, die sogar Erwachsenen Gänsehaut bereiten kann, die Szene zwischen Sabatea und dem Ifrit sehr bewegend, die Sturmkönige einfach faszinierend wie sie ihre Tornados reiten!

Der Stil ist typisch Kai Meyer und unterstreicht die Spannung an den passenden Stellen. Kai Meyer spart an den richtigen Stellen mit Worten und nutzt eher Stilmittel - perfekt!

Dennoch kann Dschinnland nicht mit Merle und den Wellenreitern mithalten, da stellenweise Spannung fehlt und die Handlung aus meiner Sicht zu langatmig erzählt wird.

Noch ein wichtiger Hinweis, der aus meiner Sicht auf dem Buchrücken fehlt: nicht geeignet für Kinder unter 14/15 Jahren, da es in den ersten Seiten bereits zu einer sehr detailliert dargestellten erotischen Szene kommt... Eltern sollten diese (ab Seite 50) vielleicht lesen, ehe sie ihren Kindern den neuen Roman von Kai Meyer überlassen.
Diese eine Szene ist aber auch die einzige bedenkliche.

Ansonsten ist das Buch wieder, wie immer, für alle Fans von Kai Meyer uneingeschränkt empfehlenswert!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Orientalischer Zauber!, 27. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Sturmkönige, Bd. 1: Dschinnland (Gebundene Ausgabe)
Zur Aufmachung

Ein wunderschönes Cover! Und dazu noch ein wunderbarer Titel. Ich finde es allerdings etwas schade, dass auf den Folgebänden ebenfalls nicht Tarik zu sehen ist, obwohl er ja eigentlich der Hauptcharakter ist. Der kommt hier leider etwas zu kurz, obwohl er sehr wichtig ist.

Zum Buch

So kenne ich Kai Meyer ja gar nicht! Eine Frechheit, dass dieses Buch als Jugend-Fantasybuch gilt. Es gibt zu Beginn des Buches eine Szene, die eigentlich zensiert werden müsste... tztztz... Also vielleicht nicht der kleinen Tochter vorlesen, die könnte dazu unangenehme Fragen stellen. Aber wer liest auch schon Jugendfantasy seiner Tochter vor?
Das Buch war überraschend anders. Nicht ganz so, wie man Kai Meyer sonst kennt. Er hat hier eine einfach nur geniale orientalische Welt voller Gefahren geschaffen, in der die Magie ausnahmsweise mal als etwas Negatives gilt.
Die Dschinne sind auch anders, als ich sie mir vor dem Buch immer ausgemalt hatte. Gruselig, eklelerregend und bedrohlich in einem. Das macht das Buch sehr spannend und interessant.
Die Charaktere sind auch alles andere als langweilig. Besonders Tarik hat es mir angetan. Er hat mich von Beginn an an den "Prince of Persia" erinnert. Nur ohne das blaue Blut in den Adern und ein wenig verschlagener. Sabatea ist eine Sache für sich. Sie ist äußerst mysteriös, auch wenn man sie als Leser durchschaut, tuen das die anderen Charaktere nicht, da sie ihre Gedanken und Gefühle natürlich nicht kennen. (Das ist übrigens auch die hübsche, junge Dame auf dem Cover)
Was ich auch super fand, waren die Sturmkönige. Rebellen sind ja eh immer cool, aber, wenn sie dann auch noch Stürme erschaffen und damit fliegen können, macht sie das natürlich absolut "obercool". Leider kommt ihnen in diesem ersten Band keine allzu große Rolle zu, aber ich hoffe (und bin überzeugt davon), dass sich das im zweiten Teil noch ändern wird.

Fazit

Schreibstil: 5 Sterne
Charaktere: 4 Sterne
Action: 5 Sterne
Emotionale Tiefe: 3 Sterne
Humor: 3 Sterne
Originalität: 4 Sterne

Alles in allem, wie immer ein tolles Buch von Kai Meyer, aber auch anders als seine vorherigen Werke und wieder frage ich mich: Wo nimmt der Mann seine Ideen her?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wilder Ritt durch Khorasan und Kawir, 13. August 2009
Von 
callisto (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Sturmkönige, Bd. 1: Dschinnland (Gebundene Ausgabe)
Samarkand 8. Jahrhundert n. Chr. Fünfzig Jahre vor Beginn dieser Geschichte geriet die Magie außer Kontrolle und schuf die Dschinne. Die Dschinne eroberten die Wüste und töteten nach blutigen Kriegen alle Menschen, derer sie habhaft werden konnten. Die Überlebenden verbarrikadierten sich in großen, gut geschützten Städten, die langsam von einer Trutzburg gegen die Dschinne zu einem selbstgewählten Gefängnis werden. Bis vor wenigen Jahren gelang es noch wagemutigen Schmugglern die Verbindung zwischen Samarkand und Bagdad aufrecht zu erhalten, doch selbst den Schmugglern ist diese Route mittlerweile zu gefährlich geworden, zumal Teppichfliegen als illegal geächtet wurde.
Tarik al-Jamal ist der beste Teppichpilot in Samarkand und war zu seiner Zeit einer der besten Schmuggler. Nach einem Schicksalsschlag, durch welchen er seine erste große Liebe Maryam im Dschinnland auf einer Schmuggeltour verlor, verbringt er sein Leben in Gastwirtschaften und hält sich mit illegalen Teppichrennen gerade so über Wasser. Sein Bruder Junis, welcher Maryam ebenfalls liebte, gibt ihm die Schuld an ihrem Tod und seitdem herrscht Zwietracht zwischen den Brüdern.
Als die entflohene Palastsklavin Sabatea Tarik bittet sie nach Bagdad zu bringen lehnt er zunächst ab, als sie jedoch seinen unerfahrenen kleinen Bruder Junis dazu bringt mit ihr diese gefährliche Reise anzutreten, folgt er den beiden durch die Wüste.
Schon bald stellt sich heraus, dass sie selbst zu dritt den Gefahren, die auf sie lauern, kaum gewachsen sind. Die Dschinne sammeln sich zum Angriff auf Bagdad und auch Sabatea ist nicht das, was sie vorgibt zu sein sondern verfolgt eine eigene geheime Mission.
Dieses Buch spielt, wie die meisten Jugendfantasybücher von Kai Meyer in einer parallelen Welt die unserer ähnlich genug ist um sie wiederzuerkennen, jedoch auch verschieden genug, um sie als fremdartig und faszinierend zu empfinden. Schillernde Figuren wie Amaryllis der Narbennarr mit seinem Leichenlicht und Elfenbeinpferd würzen diese magische Welt.
Kai Meyers Erzählstil ist routiniert, eingängig und fesselnd. Er spielt in dieser neu erschaffenen Welt des Dschinnlandes mit dem Konzept der parallelen Welten, die sowohl der Narbennarr als auch später Tarik wahrnehmen können. Sie leben in ihrer Dimension, nehmen aber auch unsere Welt ohne Magie und Dschinne war und das ängstigt beide.
Anders als die Merle-, Wellenläufer- oder Wolkenvolk Trilogie richtet sich Sturmkönige jedoch nicht an Kinder sondern junge Erwachsene. Die Protagonisten sind Anfang bis Mitte zwanzig, die zwischenmenschlichen Probleme sind deutlich komplizierter (Dreiecksbeziehungen) und mit teils deftigen (extrem überflüssiger und gestellt wirkender) Erotikszenen gewürzt was möglicherweise der Grund ist, warum Dschinnland bei Lübbe und nicht wie die vorher genannten Trilogien bei Loewe erschienen sind.
Insgesamt folgt er dem erfolgreichen und bewährten Trilogie Schema, das man von Kai Meyer gewohnt ist. Teil 1 bereitet die Bühne und führt die Protagonisten ein, ohne zu viel zu verraten. Viele Fragen bleiben offen und gegen Schluss werden neue aufgeworfen und das Buch endet mit einem Cliffhanger.
Die Schrift ist groß und gut lesbar, dadurch wirkt das Buch aber dicker als es tatsächlich ist. Kurzweilige Unterhaltung für ein bis zwei Nachmittage.
([...]
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein rasanter Teppichflug durch den Orient!, 26. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Sturmkönige, Bd. 1: Dschinnland (Gebundene Ausgabe)
Tausend und eine Nacht. So stelle ich mir einen rasanten Teppichflug durch den Orient vor.

Es ist wieder passiert. Kai Meyer eben. Ich fange an, und ich kann nicht mehr aufhören. Was habe ich auch anderes erwartet ...
Kai Meyer ist ein Meister darin, phantastische Handlungselemente in ein teilweise historisches Grundpaket zu packen, das hat er in Dschinnland, dem ersten Teil der Trilogie um Die Sturmkönige, wieder einmal eindrucksvoll bewiesen.
Wer schon einmal einen Kai Meyer gelesen hat, weiß ziemlich genau, was er erwarten darf: Spannung, Liebe, Abendteuer, Fantasie. Und das alles sehr glaubhaft und seltsam realistisch zu einem Ganzen geschnürt.

Die Sturmkönige ist wohl eher an Jugendliche gerichtet, das lässt die Aufmachung vermuten, aber ich denke mal, die Bücher sollten auch Erwachsene ansprechen. Das ist ja eigentlich mit fast allen Meyer-Büchern so.

Soweit zum Allgemeinen.

In Dschinnland geht es um die Brüder Tarik und Junis, die nicht besonders gut aufeinander zu sprechen sind. Der Grund ist eine Frau, allerdings eine, die vor sechs Jahren im Dschinnland, jenem gefährlichen Bereich zwischen den Städten Bagdad und Samarkand, von ihnen ging. Maryam wurde von Tarik begleitet, dem Teppichreiter und besten Schmuggler des Orients. Doch der "Narbennarr", eines von vielen schrecklichen Wesen der Wilden Magie, die das Dschinnland inzwischen ihr Zuhause nennen, entriss sie ihm. Vor Verzweiflung versumpfte Tarik in den Tavernen Samarkands und verdiente sich seinen Unterhalt von nun an mit illegalen Teppichrennen.
Doch dann läuft ihm plötzlich die rätselhafte Sabatea mit den noch viel rätselhafteren Augen über den Weg. Sie will, dass Tarik sie nach Bagdad bringt, doch er weigert sich strikt, das verfluchte Land, in dem er einst Maryam verlor, wieder zu überfliegen. Daraufhin wendet sich Sabatea an Tariks Bruder Junis, der sofort einwilligt, mit ihr nach Bagdad zu fliegen.
Tarik kämpft mit sich selbst, aber natürlich muss er den beiden hinterher, denn sein Bruder kennt das Dschinnland und seine Gefahren nur von Erzählungen und Karten ihres Vaters.
Die Gefahr lässt auch nicht lange auf sich warten. Doch was die drei Reisenden nicht wissen: Die Dschinne sind längst nicht die einzigen, die um die Vormachtstellung im Dschinnland kämpfen. Da gibt es nämlich noch die Sturmkönige, Menschen, die auf Wirbelstürmen reiten ...

Wie hat die New York Times einmal sehr treffend geschrieben: "Kai Meyer und seine Figuren verweigern sich jeglichen Schubladen."
Zur Abwechslung mal ein Werbespruch der nicht übertreibt. Denn Meyers Protagonisten handeln oft nicht, wie man es von Romanhelden gewohnt ist. Dafür sind sie viel zu menschlich. Sie haben Schwächen, sind egoistisch, naiv, abwhängig von anderesn, lügen, um ihr Ziel zu erreichen.
Das ist es, was Kai Meyers Bücher so erfrischend macht.

Auf jeden Fall musste ich heute gleich los, um mir den zweiten Band Wunschkrieg zu besorgen. Der dritte, Glutsand, soll September 2009 erscheinen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Unterhaltung, 4. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Sturmkönige, Bd. 1: Dschinnland (Gebundene Ausgabe)
Kai Meyer strickt sein übliches Konzept: einige realistische Namen, ein Haufen grotesker Monster, eine bedrohte Menschheit und viel Magie und viele Kämpfe. Und natürlich ist auch dies eine Trilogie, deren erster Band hier vorliegt.
Zu Beginn der Geschichte spürt man noch den schlechten Kai Meyer: atemloses Gehetze, das keine Action ist, und dazwischen schwülstige Bilder, süßlich und nichtssagend zugleich. Doch das verschwindet - zum Glück - recht rasch. Trotzdem gelingt Meyer noch nicht der richtige Einstieg und das eine oder andere Mal hat das Buch eine allzu aufgeblähte Stelle. Erst zur Hälfte findet er dann zu dem guten Kai Meyer zurück, und ab dem Moment, ab dem das erste große Rätsel verdichtet und formuliert wird, reißt die Spannung bis zum Ende nicht mehr ab. Solch einen durchmischten Erzählstil kennt man von ihm. Seinen Fans wird er mit diesem Buch einen weiteren Grund liefern, ihn zu verehren. Da es Meyer seit einigen Jahren auch mehr und mehr gelingt, die Handlungen seiner Figuren nahtlos in einen großen Erzählablauf einzufügen, wird man auch als etwas distanzierterer Leser seinen Spaß an dem Buch haben und sich auf das nächste Buch freuen.
Gute Unterhaltung also, ohne allzu großen Tiefgang. Nur manchmal blitzt auf, dass es den Kai Meyer gegeben hat, der auch Philosophie studiert hat; so, wenn er den König der Dschinne sagen lässt: Die Welt ist eine Liebschaft zwischen Vernunft und Unvernunft. Zwischen Magie und Gewöhnlichkeit. Warum die beiden Liebenden auseinanderreißen?" Davon hätte ich gerne mehr; natürlich, ohne die Unterhaltung preis zu geben. Denn dazu liest man Romane und dazu liest man auch Kai Meyer.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atemberaubender Orient, 29. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Sturmkönige, Bd. 1: Dschinnland (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Tarik al-Jamal war einst ein berühmter Schmuggler. Sein Handwerk lernte er von seinem Vater und mit seinem Wissen konnte er die Wüste und die darin lauernden Dschinn bezwingen. Doch dann starb seine große Liebe Mariam und mit einem Schlag veränderte sich alles. Tarik bestreitet nun seinen Lebensunterhalt mit illegalen Teppichrennen und ertränkt seine Schuldgefühle in billigem Wein. Mit seinem jüngeren Bruder Junis redet er schon lange nicht mehr. Zu groß ist Junis Zorn auf Tarik, den er für Mariams Tod verantwortlich macht.
Niemals würde Tarik wieder ins Dschinnland fliegen.
Aber dann kommt alles anders. Die geheimnisvolle Sabatea taucht auf und wickelt beide Brüder um ihren Finger. Und als Junis Leben in Gefahr gerät, muss Tarik erkennen, was ihm wirklich wichtig im Leben ist.

Meine Meinung:
Kai Meyer versteht sein Handwerk. Die Spannung, die er schon auf den ersten Seiten aufbaut, ist gewaltig. Konflikte, Emotionen, Schuldgefühle und schillernde Charaktere, alles fliegt einen schon im ersten Kapitel um den Kopf.
Was mich wirklich erstaunt hat, ist, dass Kai Meyer dieses atemberaubende Tempo aufrecht erhalten kann. Ich wartete schon förmlich auf den Hänger in der Geschichte, aber er kam nicht. Der erste Teil der Sturmkönige-Trilogie hat mehr als 400 Seiten und trotzdem bleibt der Spannungsbogen bis zum Ende hin straff gespannt. Ja, sogar noch über das Ende hinaus, so dass ich mir sofort im Anschluss den zweiten Teil besorgen musste.
Die Welt, in die der Autor uns einführt, ist genauso gigantisch wie seine Konflikte. Die Geschichte spielt in einem alten Orient, in dem es fliegende Teppiche und wütende Dschinn-Horden gibt. Dabei wird die Umgebung so lebhaft beschrieben, dass ich mich fühlte, als säße ich auf einer Sanddüne inmitten dieser Welt. Bei Kai Meyers lockerem Schreibstil ist es nicht schwierig, sich den Palast von Samarkand, Dorfruinen und schillernde Oasen vorzustellen.

Fazit:
Ich würde "Dschinnland" allen Menschen ab 14 Jahren empfehlen. Ob Mädchen oder Junge spielt dabei keine Rolle, die Trilogie ist für beide Geschlechter und auch für Erwachsene interessant. Dass das Buch sich an eine etwas ältere Altersgruppe richtet wird schnell bei den Liebesszenen deutlich. Wer aber ein entsprechendes Alter erreicht hat, muss Die Sturmkönige unbedingt lesen.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Teppichritt ins ungewisse Dschinnland, 12. September 2008
Von 
Nicolai Wolf "Leseratte" (Bremen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die Sturmkönige, Bd. 1: Dschinnland (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Alles entscheidet sich in einem nervtötenden Teppichrennen. Ein Bruder, eine Feuerwand, eine unbekannte, schöne Frau, und der Weg scheint vorgezeichnet.
Tarik, der beste Teppichreiter im Land Sarmakand und sein Bruder Junis, der ihn eines Besseren belehren will. Doch im waghalisen Rennen trifft Tarik auf eine Frau, die ihm eine wunderschöne Nacht schenkt und ihn bittet eine mörderische Reise mit ihr zu machen - nach Bagdad und damit durchs Land der Dschinne. Er weigert sicht, doch kommt alles ganz anders als erwartet.

Rezension:
Schon in seiner vorangegangenen Trilogie "Wolkenvolk" beweist Kai Meyer ein unbeschreibliches Gefühl für das Beschreiben von Landschaften und schafft damit eine beeindruckende Atmosphäre, die nicht viele Autoren heraufbeschwören können.
So setzt er dies auch wieder in seinem neuen Erstling der Trilogie "Die Sturmkönige" beeindruckend um. Es wird nicht lange gefackelt und rumpalabert, sondern der Leser wird gleich in die "Action & Plot" hineingeschmissen und findet sich sofort in der Geschichte wieder. Die Hauptcharatere sind gerade zu hinreißend ausgedacht (Tarik und sein Bruder Junis, sowie Sabatea) und blühen förmlich auf. Diese entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter. Man lernt Eindrücke und Gefühle von dem jetztigen und des damaligen Leben der Charaktere kennen, die nur all zu menschlich sind.
Die Handlung selbst ist gut durchdacht und der Leser kommt nur selten zum durchatmen, denn nicht nur die Geschichte ist eine, die man nicht häufig findet, sondern auch die Wesen, die Kai Meyer erschaffen hat, lassen einen staunen und schaudern. Gerade die Dschinne werden als bösartige und brutale Wesen dargestellt (nicht wie von "Jonathan Stroud - Bartimäus"). So wird manchmal auch nicht zimperlich herumgeschwafelt, sondern es geht einige Male heftig zur Sache. Dies bringt der Geschichte selbst aber nur Pluspunkte.

Fazit:
Es ist schwer über dieses Buch eine Rezension zu schreiben. Man sollte es lieber selber lesen und sich seine eigene Meinung machen, doch eines ist sicher; wer Kai Meyer und dessen Schreibstil mag, wird mit dem Buch "Die Sturmkönige - Dschinnland" seine reine Freude haben.

5 Sterne
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23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen The Fast and the Furious im Orient, 8. Oktober 2008
Von 
Christian Handel "Darkstar" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Sturmkönige, Bd. 1: Dschinnland (Gebundene Ausgabe)
Verbotene Wettrennen auf fliegenden Teppichen, ein tragischer Held, magische Elfenbeinpferde, eine Vorkosterin mit Gift in den Adern und eine Wüste voller schrecklicher Gefahren, durch die ein Wesen streift, das noch furchtbarer ist als die gefährlichen Dschninne ... Das sind die Zutaten für Kai Meyers neuen Roman.

Sowohl die Tatsache, dass die bisher von ihm verfassten Trilogien allesamt Jugendliteratur waren als auch die Covergestaltung von Dschinnland" lassen die Vermutung aufkommen, beim Auftaktband der "Sturmkönige" würde es sich ebenfalls um einen Roman handeln, der sich überwiegend an ein junges Publikum richtet. Stattdessen überrascht "Dschinnland" damit, dass es sich nicht so ohne weiteres den zur Zeit so beliebten "All Age"-Stempel aufdrücken lässt. Vielmehr scheint Meyer darauf bedacht gewesen zu sein, einen Fantasy-Roman bewusst für ein erwachsenes Publikum zu verfassen. Gleich zu Anfang präsentiert er eine Sexszene in luftiger Höhe, die Figuren des Romans sind allesamt volljährig, keine Heranwachsenden, und die Romanhandlung ist wesentlich gewalttätiger als man das aus Meyers Jugendbüchern kennt.

Dennoch scheint es ein bisschen so, als habe er seine - zugegebenermaßen gut funktionierende - Formel für phantastische Trilogien auch für die "Sturmkönige" angewandt: Man entnehme zahlreiche mehr oder minder bekannte phantastische Elemente eines bestimmten Kulturkreises, würze sie mit eigenen Einfällen und füge sie dann so zusammen, dass daraus etwas Neues entsteht. Diesmal konzentriert der Autor sich aber weniger auf magische Momente als auf düstere Szenen. Das ist an sich auch nicht schlimm und funktioniert über weite Strecken des Buches auch gut. Trotzdem wird der Leser das Gefühl nicht los, dass etwas an Dschinnland" fehlt.

Daran mögen die Hauptprotagonisten mit Schuld sein, die zwar begrüßenswerst anders sind als Jugendliteratur-Standard-Charaktere, aber - zumindest was die beiden Brüder angeht - in die Kategorie Anti-Held passen. Dadurch verleiht Meyer dem Roman einen recht dunklen Grund-Tenor, der im starken Kontrast zu der phantastisch-orientalischen Welt steht, in der sich die Charaktere bewegen und die von deren Wesenszügen etwas überschattet wird.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass der Autor mit großen Bildern spielt, zumindest in der Hörbuchfassung dem Zuhörer jedoch verschlossen bleibt, was sich tatsächlich hinter einigen Wesen, Begriffen und Ereignissen verbirgt: Was hatte es mit dem Ausbruch der wilden Magie tatsächlich auf sich? Was sind Dschinne eigentlich genau? Was muss man sich unter den Roch vorstellen? All dies sind Fragen, von denen man hofft, dass sie zumindest in einem der beiden Nachfolgebände geklärt werden, die einen jedoch nach dem Ende von Dschinnland" mit einem etwas schalen Gefühl zurücklassen.

Andererseits erweist sich Kai Meyer dennoch ein weiteres Mal als formidabler Wort-Schmied, dem es über weite Strecken gelingt, seine Leser zu packen und eine unterhaltsame, turbulente Geschichte aus großen Bildern und rascher Action zu erzählen. "Dschinnalnd" hat ein bisschen was von The Fast and the Furious meets Tausendundeine Nacht und sowohl für seine ungewöhnlichen Mixturen als auch für seinen wunderbare Art, mit der deutschen Sprache umzugehen, muss man Kai Meyer einfach Respekt zollen. Auch wenn sich der Auftaktband der "Sturmkönige"-Trilogie nicht als auf jeder Ebene überzeugend erweist, finde ich es gut, dass Meyer versucht, ein Stück weit die mit der Merle-, der Wellenläufer und der Wolkenvolk-Trilogie breitgetrampelten Pfade zu verlassen und bin gespannt darauf, wie es im zweiten Band weiter geht. Und bis zum Erscheinen von "Glutsand" ist es ja auch erfreulicherweise nicht mehr allzu lange hin.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder einmal ein Meisterwerk aus Meisterhand, 13. August 2009
Von 
Dominik Mühlbauer (Straubing) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Sturmkönige, Bd. 1: Dschinnland (Gebundene Ausgabe)
Kai Meyer zählt für mich zu den absolut BESTEN Autoren. Er schafft es immer wieder Geschichten in unglaublich realistischer Weise aufs Papier zu bringen, sodass man seine Bücher am liebsten nicht mehr aus der Hand nehmen möchte.

Auch mit dem ersten Teil seiner neuen Trilogie "Die Sturmkönige - Dschinnland" hat er sein Können wie immer perfekt unter Beweis gestellt und meiner Meinung nach, seine sonst schon überragenden Leistungen, nochmals übertroffen.

Dschinnland ist spannend, vom Anfang bis zum Ende. Eine Packende Story, tolle Figuren und jede Menge von Meyers lebendiger Geschichtenerzählkunst.

Dieses Buch ist jedem zu Empfehlen, der ein Buch sucht, dass ihn so richtig in seinen Bann zieht.
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Die Sturmkönige, Bd. 1: Dschinnland
Die Sturmkönige, Bd. 1: Dschinnland von Kai Meyer (Gebundene Ausgabe - 16. September 2008)
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