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4.0 von 5 Sternen Gelungene Variation
Als Poe-Fan mit der Erwartung einer getreuen Umsetzung der literarischen Vorlage sollte man bei dieser Reihe vorsichtig sein. Allzu leicht wird man das, was der Meister geschrieben hat als entstellt, verkürzt, verfälscht finden.

Lässt man sich aber auf das Konzept der Reihe ein, das eine Rahmenerzählung um einen namen- und erinnerungslosen...
Veröffentlicht am 29. Januar 2009 von brudervomweber

versus
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Leider ist nichts übriggeblieben von Poes Geschichte...
...man könnte sogar sagen, dass es sich bei diesem Hörspiel ÜBERHAUPT NICHT MEHR um eine Hörspielfassung von Poes "Morde in der Rue Morgue" handelt, es wir eine völlig andere Geschichte erzählt. Die Hauptfigur der eigentlichen Erzählung (Chevalier Auguste Dupin) kommt nur noch für ungefähr 10 Sekunden (keine...
Veröffentlicht am 24. Dezember 2004 von Maldoror


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Variation, 29. Januar 2009
Als Poe-Fan mit der Erwartung einer getreuen Umsetzung der literarischen Vorlage sollte man bei dieser Reihe vorsichtig sein. Allzu leicht wird man das, was der Meister geschrieben hat als entstellt, verkürzt, verfälscht finden.

Lässt man sich aber auf das Konzept der Reihe ein, das eine Rahmenerzählung um einen namen- und erinnerungslosen Protagonisten strickt, der sich aus einer Eingebung heraus den Namen Edgar Allen Poe gegeben hat und sich auf Anraten seines Arztes durch Reisen und das Zulassen seiner beklemmenden Träume wieder seiner eigentlichen Identität anzunähern versucht, kann man aus der Variation von Motiven der jeweils titelgebenden Erzählungen Poes durchaus Vergnügen ziehen.

"Die Morde in der Rue Morgue" bildet eine der komplexeren Erzählungen Poes und präsentiert zudem weniger ein Szenario des Schreckens als dessen logische Aufklärung durch den ältesten Meisterdetektiv der Literatur: Auguste Dupin. Entsprechend nimmt die Rahmenhandlung auch nur einen sehr geringen Teil dieser Folge ein. Poe und Leonie Goron sind in New Orleans eingetroffen und steigen in einer Pension ab. Kaum dort angekommen, driftet Poe auch schon in einen seiner Träume ab, der Bilder aus Poe Detektivgeschichte variiert.

Ich war gespannt, wie die Macher der Serie diese Vorgabe umsetzen würden. Den für gewöhnlich desorientierten und (pardon) begriffstutzigen Poe der Hörspielreihe in der Rolle eines Meisterdetektivs konnte ich mir kaum vorstellen. Und in der Tat zäumt die Folge die Erzählung vom anderen Ende auf, indem sie die Geschichte des Zustandekommens jenes Verbrechens erzählt, das Dupin in Poes Geschichte am Ende aufklärt. Dabei wird zugegeben ein wahrer Mischmasch aus Elementen anderer Abenteuergeschichten zusammengebraut, der mir dennoch zu gefallen wusste: Stevensons "Die Schatzinsel" wird ebenso zitiert wie Melvilles "Moby-Dick", und die Poeschen Motive werden ebenfalls wie gewohnt dekliniert. Da ich die Erzählung kannte und die Lösung des Falles mir dadurch geläufig war, wusste ich diese Variante durchaus zu schätzen.

Insbesondere die Atmosphäre der Reihe, die sich dem fast ununterbrochenen, aber nichtsdestotrotz perfekt getimten und von Stil und Instrumentierung jeweils ideal dem Inhalt angepassten Einsatz von Musik und der ebenfalls stimmigen Geräuschkulisse verdankt, kommt in dieser Folge in besonderer Weise zur Geltung. Gerade die teilweise hier kritisierten schrillen Elemente empfand ich als sehr passend eingesetzt. Trotz des wie üblich kleinen Sprechercasts kommt keine Langeweile auf.

Fazit: Wer nicht als Poe-Purist oder dessen Nachlassverwalter an diese Reihe herangeht, sondern das freie Spiel mit den Inhalten seiner Kurzgeschichten und Erzählungen zu akzeptieren und zu schätzen weiß, der ist mit dieser Folge gut bedient. Immerhin ist dieses Hörspiel zum Zwecke der Unterhaltung gedacht, nicht als literaturwissenschaftliche Abhandlung. Und es gab in dieser Reihe wirklich schon Schlechteres.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Leider ist nichts übriggeblieben von Poes Geschichte..., 24. Dezember 2004
...man könnte sogar sagen, dass es sich bei diesem Hörspiel ÜBERHAUPT NICHT MEHR um eine Hörspielfassung von Poes "Morde in der Rue Morgue" handelt, es wir eine völlig andere Geschichte erzählt. Die Hauptfigur der eigentlichen Erzählung (Chevalier Auguste Dupin) kommt nur noch für ungefähr 10 Sekunden (keine Übertreibung!) vor. Die klassische Detektiverzählung Poes ist nicht mehr vorhanden.
Ein weiteres Problem der Serie an sich ist, dass die von den Machern hinzugefügte (recht langweilige) Rahmenhandlung nun jeweils fast mehr Raum einnimmt, als die eigentliche Geschichte. NEVERMORE!
P.S. Der Titelsong von "Orange Blue" (sic!) ist außerdem eine echte Zumutung.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Selten so enttäuscht......, 14. Juni 2005
Als ich beim stöbern das erste Mal auf die Edgar-Allan-Poe-Hörbücher gestoßen bin, war ich begeistert! Bei diesem Autor - das muß Unterhaltung vom Feinsten sein. Dachte ich jedenfalls. Doch die Umsetzung hat mich zutiefst enttäuscht. Die musikalische "Untermalung" ist so schrill und nervig, daß einem die Ohren klingen und sogar stellenweise ein hören des Textes erschweren. Und Iris Berben als junges, unschuldiges Mädchen ist in meinen Augen eine glatte Fehlbesetzung! Ich sammle seit 28 (!) Jahren Hörspiele/-bücher, doch selten war ich so enttäuscht wie von diesem Silberling. Schade!
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4.0 von 5 Sternen Nicht ganz so gut, wie die bisherigen Folgen!, 4. November 2005
Von 
Michael Krause (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Poe und Leonie sind in New Orleans angekommen. Während Leonie nach dem Schicksal ihrer verstorbenen Freundin suchen will, bringt ein Albtraum Poe ins Grübeln, ob er die Suche nach seiner Identität wirklich alleine fortsetzten soll.

Die Messlatte, welche die Poe-Serie mit ihren bisherigen Folgen sich selbst auferlegt hat, erreicht sie mit dieser Folge nicht ganz. Sicher sind „Die Morde in der Rue Morgue“ wie immer spannend und unterhaltsam, aber nach dem Hören bleibt man ein wenig ratlos zurück. Das Motiv der Morde wird einfach vergessen und auch in der Rahmenhandlung um Poe und Leonie gewinnt man keine neuen Erkenntnisse.

Fazit: Nicht so gut wie die letzten Folgen, aber immer noch ein Garant für kurzweiligen Hörgenuss!

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5.0 von 5 Sternen Absurd, skuril - genial!, 11. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Morde in der Rue Morgue - Cassette (Hörkassette)
Eine wirklich herrlich skuril-bizarre Geschichte vom Erfinder der modernen Kurzgeschichte (man kann immer noch von den drei Fragezeichen lernen!). Der Affe - das ewige Sinnbild für alles Urtümliche im Menschen, vor dem sich der Mensch sein Leben lang fürchtet (ich erinnere nur an Mahlers Lied von der Erde, in dessen ersten Satz in der Textgrundlage von einem Affen die Rede ist, der grinsend von einem Grabstein herab über den Friedhof hinausheult in den süßen Duft des Lebens - SCHAUDER). Dieser Affe ist Ausgangspunkt der Katastrophe, die sich stimmungsmäßig immer mehr verdichtet - wunderbar im Hörspiel umgesetzt. Die ganze Skurilität der Geschichte findet seinen Platz in der atmosphärischen Gestaltung mit einem herausragenden Ulrich Pleitgen, wobei vor allem die musikalische Untermalung ein Extralob verdient. Lübbes Poe-Serie bleibt auf höchstem Niveau ein Riesenhit, von dem man sich nur schwer und ungern loslösen will und nach immer mehr lechzt. Neben dem Malstrom in meinen Augen die beste Folge der neuen "Staffel". Ein absolutes Must-have! Volle Punktzahl (klar)!
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4.0 von 5 Sternen Serie versus Original, 2. Februar 2005
Von Ein Kunde
Dies ist der siebte Teil der Hörspielserie "Edgar Allan Poe" von Lübbe Audio. Natürlich geht das Serienkonzept diesmal arg zu Lasten der Original-Story von Poe, dafür aber kommen wir in der Serie selbst einen ganzen Schritt weiter und erfahren sehr viel Neues über den Mann, der sich Edgar Allan Poe nennt. Wer die sechs vorherigen Folgen nicht kennt, kann mit "Rue Morgue" wohl recht wenig anfangen!
Es ist ein verwirrendes Hörspiel, aber gerade der Gag, quasi die Vorgeschichte der Poe'schen "Rue Morgue" zu erzählen, ist brillant. Genauso die Sprecher: Toll Ulrich Pleitgen und absolut überzeugend Iris Berben! "Nur" 4 Sterne weil ich mir etwas mehr Spannung gewünscht hätte, dafür vielleicht weniger "Affen".
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht mein Geschmack!, 6. April 2005
So langsam wurde ich immer enttaeuschter, je mehr ich von den CDs Edgar Allan Poe's gehoert habe. Dieser siebte und vorerst vorletzte Teil ist nun wirklich nicht mein Geschmack.
Ein Seemann, der zwei Damen kennenlernt und ein "verrueckter" Affe! Das kann ja schon fast nichts werden. Gut, das ist jetzt vielleicht ein wenig boese gesagt, aber ich haette mir mehr erhofft.
Meist verspricht die Titel mehr, als der Inhalt hergibt. Schade eigentlich!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Vom Original nicht mehr viel übrig, 11. März 2005
Diese Rezension betrifft die Hörspielfassung von Lübbe.

Dieses Hörspiel stellt den siebten Teil der Edgar-Allan-Poe-Hörspiel-Reihe von Lübbe dar. Auch hier wird die in der Vergangenheit begonnene Rahmenhandlung über den an Gedächtnisschwund leidenden Unbekannten, der sich nun Edgar Allan Poe nennt, fortgesetzt. Im Vergleich zu den Teilen 5 (Sturz in den Mahlstrom) und 6 (Der Goldkäfer), wo die Rahmenerzählung rund die Hälfte der gesamten Hörspielzeit einnahm, wird hier der eigentlichen Erzählung - in einen Traum verpackt - wiederum mehr Raum mehr eingeräumt.

Allerdings ist von der Poeschen Erzählung kaum mehr etwas übrig geblieben. Natürlich spielt wie im Original ein Orang-Utan eine Rolle und er tötet auch eine Person (im Original sind es zwei), aber damit hat sich auch schon die Ähnlichkeit. Poes Erzählung gilt als Vorläufer für Arthur Conan Doyles Hauptwerk. Wie bei Doyle, ist hier ein Icherzähler, gemeinsam mit einem Genie der Beobachtung (Dupin - Holmes), bei der Aufklärung eines Falles zu beobachten. Dieser wohl wesentlichste Aspekt wird in diesem Hörspiel allerdings vollkommen ignoriert - Dupin wird ein einziges Mal erwähnt. Die Lösung des Rätsels steht überhaupt nicht zur Debatte, handelt es sich doch im Hörspiel um einen Entwicklungsroman, während Poe einen Enthüllungsroman geschaffen hatte.

Sogar die Erzählperspektive wird gewechselt, während bei Poe der Icherzähler der Freund von Dupin ist, ist der Icherzähler im Hörspiel, der Seemann in dessen Eigentum der Affe steht. Es wird aber noch schlimmer - denn gut 80 % des Inhaltes sind vollkommen neu erfunden und finden sich bei Poe überhaupt nicht. Bei Poe gibt es keine Geschichte zwischen dem Seemann und den beiden Opfern, im Hörspiel macht aber just jenes den größten Teil der Story aus.

Das Hörspiel selbst ist recht gut gemacht, kann aber an die Qualität der beiden Vorgänger nicht anschließen. Natürlich kann ich jetzt nicht empfehlen: "Lassen Sie diesen Teil aus" denn das würde ja ein Loch in der Rahmenhandlung hinterlassen. Und so gebe ich auch zwei Sterne - einen weil ich Null nicht geben kann und einen weil das Hörspiel solide gemacht ist und die Rahmenerzählung weitergeführt wird.

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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der bisher schwächste Teil dieser Lübbe-Reihe, 19. Juni 2005
Die „Independence" hat New Orleans erreicht. Poe und Leonie Goron gehen gemeinsam von Bord und mieten sich zunächst ein Hotelzimmer. Dort beginnt der nächste Alptraum für Poe:
Er ist Gunn, ein Matrose aus Malta, dessen Schiff unterging und der sechs Monate auf einer einsamen Insel verbringen musste. Dort läuft ihn ein Orang-Utan zu, den er auch zurück in die Zivilisation nimmt. In Paris angekommen, rettet er einer jungen Frau das Leben. Ihre Mutter lädt ihn zum Dank in ihr Haus in der Rue Morgue ein. Gunn verliebt sich in die junge Frau und verspricht ihr und der Mutter seine Hilfe bei ihren finanziellen Problemen. Als er jedoch in sein Hotelzimmer zurückkehrt, sitzt sein Affe mit einem Rasiermesser im Badezimmer und bedroht Gunn. Der Affe flieht und erreicht schließlich das Haus der L'Espanayes in der Rue Morgue, wo er die beiden Frauen auf grausamste Weise zurichtet.

Der siebte Teil der Poe-Reihe vom Lübbe-Verlag ist einfach nur schwach und enttäuschend: eine langweilige Geschichte ohne besondere Neuigkeiten über die Identität des unter Amnesie leidenden Poes sowie eine nervtötende Musik. Natürlich hat auch dieses Hörspiel mit der literarischen Vorlage - außer der bestialischen Ermordung der Damen L'Espanayes durch einen wild gewordenen (bzw. gebliebenen) Orang-Utans - nichts gemeinsam. Erstens ist es nur ein weiterer Alptraum des gedächtnissuchenden Poes und zweitens ist der Hörer beim Mord direkt dabei, während im Buch der Mord bereits geschehen ist und der Leser erst nach und nach die Zusammenhänge erfährt. Die Original-Version ist meines Erachtens um einiges spannungsgeladener. Diesen Teil hätte sich der Verlag wirklich sparen können. Da der Erzähler / Poe auch im achten Teil seinen bisherigen Leidensweg für den Hörer kurz skizzieren und er sich mit Miss Goron noch immer in New Orleans aufhalten wird, ist es nicht weiter schlimm, diesen Teil verpasst zu haben. Zwei Punkte nur deshalb, weil die Schauspieler erneut solide Arbeit leisten und die Rahmenhandlung ein Fünkchen Spannung beibehält.

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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mittelmäßige Geschichte, 17. Januar 2010
Von 
Villette - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
In dieser Folge der Edgar Allan Poe-Reihe kommt der Mann ohne Identität mit seiner neu gefundenen Freundin in New Orleans an, nimmt mit ihr ein Zimmer und fällt ziemlich schnell in einen Alptraum-Schlaf. Die Rahmenhandlung bringt also nicht viel Neues, außer vielleicht die Tatsache, dass der Protagonist sich gerade verliebt. Der Alptraum erzählt die Geschichte eines Mannes, der mit einem Teil eines gefundenen Schatzes und einem Orang-Utan nach Paris kommt und sich in eine Frau aus der Rue Morgue verliebt. Um diese aus ihren Schulden zu retten, will er den Rest des Schatzes holen. Doch leider wird seine Wohnung ausgeraubt und sein Affe kommt frei. Der macht sich auf den Weg in die Rue Morgue und zerstört alle Pläne des Schatzsuchers.
Sprecher und Effekte sind wie immer sehr gut.
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Die Morde in der Rue Morgue - Cassette
Die Morde in der Rue Morgue - Cassette von Edgar Allan Poe (Hörkassette - 2004)
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