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am 7. März 2011
Ich habe einen mittelalterlichen Unterhaltungsroman gesucht ... und gefunden! Nicht mehr und nicht weniger.

Die Geschichte dürfte inzwischen bekannt sein, daher werde ich darauf nicht weiter eingehen.

Ich persönlich stelle 6 Anforderungen an einen Unterhaltungsroman:

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1. Länge

Mit 1296 Seiten findet man hier einen wirklich seeehr langen Roman. Ob das nun gut ist oder nicht, kann nur subjektiv beantwortet werden. Ich finde ein Roman sollte möglichst lang sein, da man sich in der Regel erst nach 200-300 Seiten so richtig an die Charaktere gewöhnt hat. Lieber lese ich also einen Roman, dessen Charaktere ich wirklich gut zu kennen glaube und fiebere mit diesen auf jeder Seite aufs neue mit, statt nur einen kurzen Roman zu haben und diesen bereits durchzuhaben, wenn ich mich so gerade eben mit den Charaktere angefreundet habe. Aber das ist und bleibt Ansichtssache.

2. Der Plot

Die Geschichte muss sinnvoll sein und es ist vorteilhaft, wenn man früh weiß wohin es gehen soll. Ein bisschen Spannung darf natürlich nicht fehlen, aber wenn diese nur durch ständigen Mysterien und Rätsel erzeugt wird und man ständig im halbdunkeln schwebt wird es schwer sich in die Geschichte einzufinden.
Follett bietet hier mit dem Kathedralenbau einen von Anfang an klar dargestellten roten Faden (der Hauptplot) und umrankt diesen gekonnt mit mehreren Nebenplots, die aber immer miteinander verflochten sind und nicht wie viele einzelne Geschichten wirken. Dadurch wird das Buch sehr abwechslungsreich, ohne den roten Faden aus den Augen zu verlieren.

3. Charaktere

In einem guten Roman sollte man sich mit den Charakteren entweder identifizieren können, oder aber sie zumindest verstehen können. Follett erschafft hier nicht nur eintönig gute oder böse Charaktere, sondern verleiht auch dem bösesten Charakter noch etwas menschliches und dem nettesten eine schlechte Eigenschaft.
Obwohl ich (wie die meisten wohl) mit Philip mitgefiebert habe und mir gewünscht habe, dass er seine Kathedrale bekommt, so habe ich doch auch immer den "bösen" William verstanden, der sich als gedemütigtes Muttersöhnchen nichts sehnlicher wünscht als Anerkennung und Ehrfurcht. Und während er (als skrupelloser Bösewicht) tierische Angst vor der Hölle hat, sind die Absichten des frommen Philip nicht immer ganz so fromm wie sie scheinen. Die Charaktere sind also sehr menschlich und nicht eintönig gut oder böse.

4. Beschreibungen

Follett beschreibt die Charaktere und Gebäude (/Landschaften) teils sehr umfassend. Manch einen mags langweilig erscheinen, ich finde es sehr angenehm und fühle mich dadurch wirklich ins Mittelalter versetzt. Ich fand die Beschreibungen nie zu lang o.ä., sondern gut eingebunden in die Geschichte, so dass ich nie das Gefühl hatte, die Geschichte würde auf Kosten der Beschreibung stehen bleiben.

5. Die Sprache

Folletts Sprache ist sehr einfach gehalten. Und genau das erwarte ich von einem Unterhaltungsroman. Das man hier kein sprachliches Meisterwerk vorfindet, darüber sollte man sich im voraus bewusst sein. Die Sätze sind meist kurz gehalten und einfach gestrickt. Dadurch entsteht ein sehr flüßiges Lesen und man muss keinen Satz ein zweites Mal lesen, um ihn zu verstehen.

6. Der "Ich mach mal 2 Wochen Pause" -Effekt

Viele mögen das kennen: Man ist mitten im Buch stehen geblieben und findet nun 1 oder gar 2 Wochen keine Zeit weiter zu lesen. Nach dieser langen Zeit mag man natürlich nicht wieder von vorn beginnen, aber trotzdem hofft man, sich möglichst schnell wieder in die Geschichte einzufinden. Und das gelang mir hier sehr gut. Follett wiederholt wichtige Dinge (Namen, Eigenschaften, Geschehennisse) im Roman oft genug, um einen schnellen Wiedereinstieg zu ermöglichen, aber gleichzeitig nicht oft genug um es beim durchgängigen Lesen nervig wirken zu lassen. Also egal ob man den Roman innerhalb kürzester Zeit verschlingt oder eine etwas längere (Zwangs-) Pause einlegt, man findet sich immer gut zurecht in der Geschichte ohne das Gefühl zu haben alles würde sich ständig wiederholen.

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ZUSAMMENGEFASST: Man findet hier einen sprachlich einfach geschriebenen Unterhaltungsroman mit einem sinnvoll nachvollziehbaren Hauptplot und viele sich darum rankenden Nebenplots sowie sehr menschlichen Charakteren, in die man sich gut hineinversetzen kann. Wenn man also eine interessante und gut geschriebene Geschichte sucht (kein sprachliches Meisterwerk), um sich ein bisschen ins Mittelalter zu träumen, wird man hier 1296 Seiten pure Freude finden!
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am 5. Oktober 2006
Dieses Buch ist ein richtiger Wälzer; es umfasst 1150 Seiten gute Unterhaltungslektüre. Die Handlung zieht sich über 50 Jahre im 12. Jahrhundert; geschildert wird ein sich wandelndes, mittelalterliches England, mit allem, was dazu gehört.

Der Roman beginnt furios. Eine Hinrichtung und der Fluch einer jungen Frau lassen ahnen, welche Dramatik sich entfalten wird. Von Seite zu Seite zieht der Autor seine Leser in den Bann. Man lernt Tom, den Baumeister und seine Familie kennen, sowie deren Widersacher, Lord William. Brutalität und Unrecht kennzeichnen das Verhältnis der Adeligen zu ihren Untertanen. Diese wehren sich je nach dem oder ducken sich weg. Mönche sind es, die zu Mäßigung und Menschlichkeit aufrufen. Aber auch unter den Kirchenleuten gibt es schwache und schwarze Schafe. Nur Philip, der junge Prior, setzt sich mit ganzer Kraft für Ausgleich, Frieden und Gerechtigkeit ein. Ihm zur Seite stehen der Baumeister Tom, dessen Sohn Jack und die schöne Aliena.

Heftige Kämpfe und große Gefühle, Verrat und Hingabe sind nur einige Gewürze in dieser Geschichte; immer geht es um Leben und Tod.

Endlich wird der große Plan in Angriff genommen: es soll eine gotische Kathedrale gebaut werden, als Schutz gegen das Böse, als Zeichen für die Macht Gottes und seiner Liebe zu den Menschen.

Ken Folletts Helden leben in einem wenig zivilisierten , recht begrenzten Universum, im Sündenpfuhl. Grausamkeiten sind keine Seltenheit, jeder muß zusehen, wie er sich durchschlägt in dieser Welt der extremen Gegensätze. Der Leser leidet mit, freut sich, wenn das Gute an Boden gewinnt und die Bösen eins auf die Mütze bekommen. Wer will, kann auch tiefgründigeres aus diesem Roman schöpfen. Das Verhältnis von Politik, Macht und Kirche wird deutlich, Handel und Wandel in der mittelalterlichen Gesellschaft bekommem Konturen.

Alles ist superflüssig geschrieben in gleichmäßigem Erzählrhythmus und mit immer neuen Spannungsbögen versehen.

Für lange Winterabende bestens geeignet.
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Hörbücher sind mittlerweile eine meiner großen Leidenschaften und zudem ein äußerst entspannender Zeitvertreib.
Dieses Werk ist eine äußerst gelungene Meisterleistung, in der Joachim Kerzel sich einmal mehr auf meiner Liste der Top-Vorleser um ein gutes Stück nach vorne gearbeitet hat. Es gelingt ihm nicht, wie zum Beispiel Jochen Malmsheimer in der Hörbuchfassung der "Brautprinzessin" (von William Goldman) die Stimmen der einzelnen Personen einmalig und somit unverkennbar zu charakterisieren, dennoch weiß man bei den Dialogen stets, wer spricht. Ich nehme an, daß das bei gewissen Schriftstellern durchaus zum Problem werden kann; wenn ein Roman zum Beispiel aus lauter Dialogen besteht ...
Entweder schreibt nun Ken Follett seine Dialoge so perfekt, daß es für eine Lesung geradezu geschaffen ist, oder es hat sich jemand Mühe gemacht und eine Bearbeitung des Romans eigens für die Hörbuchfassung geschrieben. Ich weiß es nicht. - Aber ich weiß, wie fesselnd die Geschichte um den Prior Philip geschildert/ vorgelesen wird.
Im Vergleich zu anderen Hörbuchfassungen muss man diesem hier Respekt zollen. Es kommen seltenst Ungereimtheiten auf, es gibt keine einzige Stelle an der unklar gesprochen, genuschelt wird, oder der Text sonst wie unverständlich ist.
Der gigantische Umfang von insgesamt 12 CDs (836 Minuten) hat mich zunächst abgeschreckt und ich befürchte, daß Wenige (so sehe ich es zumindest in meinem Freundeskreis) sich ein Hörbuch von Anfang bis Ende anhören.
Allerdings bin ich seit ich die 12 CD's "durch habe" süchtig nach längeren Hörbüchern. Was zuweilen ein kostspieliges Unterfangen ist, denn Hörbücher in so großem Umfang sind selten als solches Schnäppchen, wie eben zur Zeit ...
Die Tracks sind zirka drei bis 20 Minuten lang; jede CD hat zirka fünf bis sieben Tracks. Das ist wichtig, wenn man mal zwischendurch aufhört. Es gibt auch Hörbuchverlage, die die 70 Minuten einer CD auf einen einzigen Track verlagern, wie zum Beispiel "Der Name der Rose". Man kann sich vorstellen, wie ärgerlich es ist, wenn man nach 15 Minuten einschläft ... Hier hat sich der LÜBBE AUDIOVERLAG richtig Mühe gegeben. Die einzelnen "Bücher" (in die Ken Follett seinen Roman gegliedert hat) werden durch längere Pausen und Musik gut umgesetzt. Die Musik kann manchmal wohl nerven, paßt aber alles in allem gut zu dem Roman.
Dieser Roman in seiner Hörbuchfassung hatte es wirklich angetan. Wie bei einigen Buchrezensionen erwähnt ist dieser "historische Roman" nicht das eigentliche Genre in dem sich Ken Follett bewegt. Also, war ich zunächst skeptisch, ob mich die "Story" überhaupt interessiert. Doch - schon nach wenigen Minuten hinhören -, die Geschichte zieht einen unmittelbar in ihren Bann. Sie ähnelt ein bißchen "Der Name der Rose" von Umberto Eco, hat aber trotz aller Phantasie des Autors einen geschichtlich nachgewiesenen Hintergrund.
Ein allemale unterhaltsames Werk; WENN man sich die Zeit dazu nimmt. Tut man dies - ohne Hast und Hektik - und tut man dies bewußt, dann werden einem "Die Säulen der Erde" eine lange Zeit viel Abwechslung und Entspannung und schließlich eine gute Unterhaltung bieten.
Meine große Anerkennung gebührt Joachim Kerzel, der sich - erwähnte ich es bereits? - einmal mehr als Top-Vorleser bewiesen hat. Ein großes Lob an den LÜBBE Audio Verlag, daß sie ihn als Sprecher verpflichtet hatten.
Das Hörbuch "Die Säulen der Erde" vom LÜBBE Audio-Verlag kann ich einfach nur für beispielaft gelungen befinden und denen weiterempfhelen, die sich gerne einmal in Ruhe etwas Gutes gönnen.
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am 19. September 2009
Ein ausgezeichnet produziertes Hörspiel des WDR mit hoher Spannungsgarantie. Ich und meine Familie haben uns auf diese Weise eine Nachtfahrt nach Südfrankreich effektiv verkürzt.
Bekannte Sprecher wie Ernst Jacobi (Erzähler), Christian Redl (Philip), Dietmar Mues (Tom), Ingo Hülsmann (Richard), Günter Lamprecht (Sir Hamleigh) usw. bürgen für eine erstklassige Besetzung. Normalerweise mag ich keine gekürzten Lesungen, aber Hörspiele sind hier häufig eine ausgezeichnete Lösung zwischen vollständigem Buch und Hörerlebnis.
Und letzteres ist ein opulentes. Das Mittelalter erstand vor unseren Ohren so lebendig, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte.

Allerdings: Vorsicht! Das Hörspiel ist aufgrund einiger brutaler Szenen nicht für zarte Kinderohren unter 10 Jahren geeignet.
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am 27. Juni 2000
Kenn Follett beschreibt ungeheuer plastisch und eindringlich das Leben im Mittelalter. Trotz der ungeheuren Länge dieses Buches - und dem damit verbundenen Drang, über die Kapazitätsgrenzen hinaus zu lesen - wird es nie langweilig oder schwer zu fassen.
Bemerkenswert ist, wie der Autor den oft so rüde, brutal, barbarisch und grausam erscheinenden Lebensgang der Zeit darstellt. Als Leser fiebert man mit, wenn der Kampf des guten Priors gegen finstere Gesellen und Machenschaften (repräsentiert unter anderem durch den Erbfolgekrieg und die geradezu dämonisch wirkende Person William) allen Widerständen trotzend zur "Fertigstellung" der wunderschönen gotischen Kathedrale führt. Dies mag zwar vereinfachend im Sinne des klischeehaften Gut-Böse-Gefechtes sein; allerdings schafft Follett dadurch einen Verständnishorizont, der Probleme des mittelalterlichen Lebens verdeutlicht. Gerade die machtpolitischen Ränke der Monarchen erinnern skuriler Weise an aktuelle Probleme der Politik, so daß der nachdenkliche Leser Grundwahrheiten für alle historischen Epochen ableiten kann.
In jedem folgenden Kapitel erwarten den Leser neue Verschwörungen oder Verwicklungen, Personen oder Zusammenhänge zwischen ihnen. Das erfüllt das Buch, die erzählte Materie und die Vergangenheit mit Unmittelbarkeit und Leben. Genau das, was historische Literatur spannend macht !
Daher auf jeden Fall: Ein tolles Buch, das den Rang von Mußlektüre für den sich bildenden Bücherwurm auf jeden Fall einnehmen sollte !
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am 24. Mai 2000
Dieses Buch ist einfach atemberaubend und so fesselnd, dass man als Leser selbst während Prüfungsvorbereitungen nicht davon loskommt. Ken Follett beschreibt hier detailiert die politische sowie die soziale Situation in England im Mittelalter. Das Hauptthema dieses Buches ist eigentlich der Kathedralenbau zu dieser Zeit, doch es ist einfach erstaunlich, wie Follett die Geschichten von Tom Builder, dessen Nach-und Vorfahren, von Phillip, dem Mönch, und die des Adels von Shiring um dieses an sich simple anmutende Thema ranken lässt und die Linien der Hauptpersonen sich immer wieder kreuzen. Als Leser wird man richtiggehen emotional an die Hauptfiguren gebunden und kann nicht mehr von diesem Buch lassen. Die Geschicht handelt vom Kathedralenbau zu Kingsbridge, dessen Kloster von Phillip geführt wird. Phillip ist wohl einer der gläubigsten Menschen England und hat viele Hindernisse zu überwinden, um das kostspielige und auch teilweise politisch kontroverse Unterfangen des Kirchenbaus durchzusetzen. Dabei macht er sich bedeutende Feinde: William (den Earl von Shiring) und Waleran , der Bischof zu Shiring, der ihn bei dessen Wahl zum Bischof hintergangen hat. William ist der grosse Gegenspieler und das personifizierte Böse. Er herrscht skrupelos über sein Land selbst als die grossen Hungersnöte ausbrechen. Eine weitere Hauptfigur ist Tom Builder, dessen Traum vom Bau einer Kathedrale hier im Kloster zu Kingsbridge Wahrheit werden soll. Er steht um seinem Traum und der Freundschaft zu Phillip willen, Phillip bei. Doch die grossen finanziellen Schwierigkeiten und die ständigen Attacken von William werfen den Kirchebau immer wieder zurück. Follett hat es hier geschafft anhand von Einzelschicksalen alle Seiten zu beleuchten und auch die soziale Situation der Menschen dieser zeit darzustellen. Nichts fehlt in diesem Roman: Liebe, Hass, politische und kirchliche Verwicklungen, Kriege. Einfach ein Meisterwerk. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 10. Oktober 2005
WOW! Follet's "Säulen der Erde" ist genial!!!
Ein junger Prior im mitteralterlichen England, hat sich zum Ziel gesetzt, allen Wiederständen zum Trotz, eine neue Kathedrale in Kingsbridge zu errichten. In den Stationen seines Lebens lernt er viele Freunde kennen, begreift aber auch, was es heißt, sein Leben gegen die großen Mächtigen der damaligen Zeit, zu verteidigen.
Ihm zur Seite stehen der Baumeister Tom Builder und dessen Stiefsohn Jack sowie die Grafentochter Aliena. Alle müssen sich im Verlaufe ihres Lebens mit Leid, Hunger, Gewalt und Tod auseinandersetzen, lernen aber auch aber die "Sonnenseiten" des Lebens kennen (die große Liebe, berufliche Erfolge etc.).
Was Follet hier geschrieben hat, gleicht eher einem Tatsachenbericht, als einer erfundenen Story. Die Lebensumstände der einzelnen Protagonisten werden detailliert dargestellt, wobei die Gefühle jedoch nie zu kurz kommen. Die Probleme der Charaktere sind leicht nachvollziehbar und wirken daher ungeheuer authentisch.
Die Verschmelzung der verschiedenen Biographien von Haupt.-und Nebencharakteren, sorgt für eine rasante Handlung (trotz der 60-jährigen Zeitspanne, von der Follet hier berichtet). Es kreuzen sich die Wege von Königen und Bauern, von Grafen und Handwerkern, von Relegion und Macht....einfach alles wird erzählt...und es wird NIE LANGWEILIG!!!!!
Überraschende Treffen am Wegesrand haben Auswirkungen auf die ganze Gechichte Englands. Die Machthungrigen kommen immer wieder zu unerwarteten Möglichkeiten, sich Phillip und seinem Lebenstraum von der Errichtung einer Kathedrale des Friedens, in dem Weg zu stellen. Dieser wiederum weiß sich zu wehren.
So kommt es also zu Intrigen, Mord und Verrat in einer Zeit, in der Gesetze dem enormen Einfluß der Kirche unterliegen, aus der, wie Follet es ebenfalls vortrefflich zu beschreiben weiß, keineswegs nur demütige, fromme Priester hervorgehen. (es war halt schon immer so)
Mein Fazit: eine Lobeshymne auf Follet..dieses Buch muss man gelesen haben!!
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am 13. Juli 2003
Die Säulen der Erde fand ich schon als Buch toll, aber gelesen von Joachim Kerzel ist das Buch sogar noch ein größerer Genuss. Die Stimme passt hervorragend zu diesem historischem Roman um die Intrigen und Wirren um den Bau einer Kathedrale. Diese Lesung ist an einigen Stellen etwas gekürzt, zumeist wenn es um genaue Beschreibung baulicher Aspekte handelte, aber dadurch wird die Geschichte deutlich flüssiger. Unterbrochen ist die Geschichte gelegentlich mit etwas atmosphärischer Musik, die aber zu keinem Zeitpunkt störend wirkt.
Ich kann dieses Audio-Book wirklich nur jedem empfehlen. Es gibt/gab noch eine preisgekrönte Hörspielfassung vom WDR, aber dies hier ist eine reine Lesung.
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am 3. Januar 2008
Wenn man gefragt wird "Worum geht es in dem Buch denn?", dann kann man gar nicht so recht antworten, weil es so viele Nebengeschehnisse neben dem Bau der Kathedrale gibt.
Der Bau einer Kathedrale hört sich ja im ersten Moment nicht spannend an. Auch, dass das Buch in einem Zeitraum von ca. 50 Jahren spielt hat etwas seltsames.
Aber: keine langatmigen Beschreibungen von Landschaften oder Leuten, keine langweiligen Rückblicke oder sowas (könnte man ja bei der Dicke des Buches vermuten).

Man kann nur sagen: Es dreht sich um Liebe, Intrigen, das Lebenswerk und vor allem um das Gute und das Böse und den verbitterten Kampf untereinander.

Vom Rest sollte man sich überraschen lassen, aber es lässt sich mit gutem Gewissen sagen: Wahrscheinlich das beste Buch, was ich bisher gelesen habe und es war keine Sekunde langweilig!

Unbedingt lesen!
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am 2. Januar 2003
eher widerwillig bin ich an das buch ran, ich gebs zu - über 1000 seiten können schon abschrecken! aber von seite zu seite wuchs die spannung und ich habs - etappenweise, in der straßenbahn, im zug, im bett, eigentlich bei jeder kleinsten 5-Min.-Gelegenheit - in mich aufgesogen!!!
die charaktere sind vielschichtig und interessant dargestellt, die epoche und damit verbundene eigenheiten von land und leute nachvollziehbar beschrieben - ein gut recherchierter roman! mich hat er neugierig gemacht auf näheres zum thema mittelalter, kirche und staat und vor allem zur geschichte des kirchenbaus.
auch das --> hörspiel hab ich mir angehört, zusammen mit meinen 14- und 16j. söhnen auf der autobahn ... sie waren enttäuscht, als wir im lauf der letzten CD an unserem ziel angekommen waren und haben sich die dann gleich gesichert.
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