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61 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im mitteralterlichen Sündenpfuhl
Dieses Buch ist ein richtiger Wälzer; es umfasst 1150 Seiten gute Unterhaltungslektüre. Die Handlung zieht sich über 50 Jahre im 12. Jahrhundert; geschildert wird ein sich wandelndes, mittelalterliches England, mit allem, was dazu gehört.

Der Roman beginnt furios. Eine Hinrichtung und der Fluch einer jungen Frau lassen ahnen, welche Dramatik...
Veröffentlicht am 5. Oktober 2006 von Horst Werner

versus
57 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rache und Vergeltung bis zum Tod.
Zunächst einmal möchte ich zweimal ganz dickes Lob verteilen. Zum einen sind 14,95 Euro für ein Hörbuch mit 12 CDs ein absoluter Schnäppchenpreis. Zum anderen ist Joachim Kerzel einer der besten Vorleser weit und breit. Egal ob bei Grange oder Follett, der Mann kann lesen! Ihm zuzuhören ist immer ein Genuss.

Was Ken Folletts Roman...
Veröffentlicht am 16. Januar 2009 von Thomas Knackstedt


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61 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im mitteralterlichen Sündenpfuhl, 5. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde. Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch ist ein richtiger Wälzer; es umfasst 1150 Seiten gute Unterhaltungslektüre. Die Handlung zieht sich über 50 Jahre im 12. Jahrhundert; geschildert wird ein sich wandelndes, mittelalterliches England, mit allem, was dazu gehört.

Der Roman beginnt furios. Eine Hinrichtung und der Fluch einer jungen Frau lassen ahnen, welche Dramatik sich entfalten wird. Von Seite zu Seite zieht der Autor seine Leser in den Bann. Man lernt Tom, den Baumeister und seine Familie kennen, sowie deren Widersacher, Lord William. Brutalität und Unrecht kennzeichnen das Verhältnis der Adeligen zu ihren Untertanen. Diese wehren sich je nach dem oder ducken sich weg. Mönche sind es, die zu Mäßigung und Menschlichkeit aufrufen. Aber auch unter den Kirchenleuten gibt es schwache und schwarze Schafe. Nur Philip, der junge Prior, setzt sich mit ganzer Kraft für Ausgleich, Frieden und Gerechtigkeit ein. Ihm zur Seite stehen der Baumeister Tom, dessen Sohn Jack und die schöne Aliena.

Heftige Kämpfe und große Gefühle, Verrat und Hingabe sind nur einige Gewürze in dieser Geschichte; immer geht es um Leben und Tod.

Endlich wird der große Plan in Angriff genommen: es soll eine gotische Kathedrale gebaut werden, als Schutz gegen das Böse, als Zeichen für die Macht Gottes und seiner Liebe zu den Menschen.

Ken Folletts Helden leben in einem wenig zivilisierten , recht begrenzten Universum, im Sündenpfuhl. Grausamkeiten sind keine Seltenheit, jeder muß zusehen, wie er sich durchschlägt in dieser Welt der extremen Gegensätze. Der Leser leidet mit, freut sich, wenn das Gute an Boden gewinnt und die Bösen eins auf die Mütze bekommen. Wer will, kann auch tiefgründigeres aus diesem Roman schöpfen. Das Verhältnis von Politik, Macht und Kirche wird deutlich, Handel und Wandel in der mittelalterlichen Gesellschaft bekommem Konturen.

Alles ist superflüssig geschrieben in gleichmäßigem Erzählrhythmus und mit immer neuen Spannungsbögen versehen.

Für lange Winterabende bestens geeignet.
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58 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterliche HÖRBUCH-Umsetzung, 4. November 2004
Von 
Apicula (Apiculis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (#1 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde (Audio CD)
Hörbücher sind mittlerweile eine meiner großen Leidenschaften und zudem ein äußerst entspannender Zeitvertreib.
Dieses Werk ist eine äußerst gelungene Meisterleistung, in der Joachim Kerzel sich einmal mehr auf meiner Liste der Top-Vorleser um ein gutes Stück nach vorne gearbeitet hat. Es gelingt ihm nicht, wie zum Beispiel Jochen Malmsheimer in der Hörbuchfassung der "Brautprinzessin" (von William Goldman) die Stimmen der einzelnen Personen einmalig und somit unverkennbar zu charakterisieren, dennoch weiß man bei den Dialogen stets, wer spricht. Ich nehme an, daß das bei gewissen Schriftstellern durchaus zum Problem werden kann; wenn ein Roman zum Beispiel aus lauter Dialogen besteht ...
Entweder schreibt nun Ken Follett seine Dialoge so perfekt, daß es für eine Lesung geradezu geschaffen ist, oder es hat sich jemand Mühe gemacht und eine Bearbeitung des Romans eigens für die Hörbuchfassung geschrieben. Ich weiß es nicht. - Aber ich weiß, wie fesselnd die Geschichte um den Prior Philip geschildert/ vorgelesen wird.
Im Vergleich zu anderen Hörbuchfassungen muss man diesem hier Respekt zollen. Es kommen seltenst Ungereimtheiten auf, es gibt keine einzige Stelle an der unklar gesprochen, genuschelt wird, oder der Text sonst wie unverständlich ist.
Der gigantische Umfang von insgesamt 12 CDs (836 Minuten) hat mich zunächst abgeschreckt und ich befürchte, daß Wenige (so sehe ich es zumindest in meinem Freundeskreis) sich ein Hörbuch von Anfang bis Ende anhören.
Allerdings bin ich seit ich die 12 CD's "durch habe" süchtig nach längeren Hörbüchern. Was zuweilen ein kostspieliges Unterfangen ist, denn Hörbücher in so großem Umfang sind selten als solches Schnäppchen, wie eben zur Zeit ...
Die Tracks sind zirka drei bis 20 Minuten lang; jede CD hat zirka fünf bis sieben Tracks. Das ist wichtig, wenn man mal zwischendurch aufhört. Es gibt auch Hörbuchverlage, die die 70 Minuten einer CD auf einen einzigen Track verlagern, wie zum Beispiel "Der Name der Rose". Man kann sich vorstellen, wie ärgerlich es ist, wenn man nach 15 Minuten einschläft ... Hier hat sich der LÜBBE AUDIOVERLAG richtig Mühe gegeben. Die einzelnen "Bücher" (in die Ken Follett seinen Roman gegliedert hat) werden durch längere Pausen und Musik gut umgesetzt. Die Musik kann manchmal wohl nerven, paßt aber alles in allem gut zu dem Roman.
Dieser Roman in seiner Hörbuchfassung hatte es wirklich angetan. Wie bei einigen Buchrezensionen erwähnt ist dieser "historische Roman" nicht das eigentliche Genre in dem sich Ken Follett bewegt. Also, war ich zunächst skeptisch, ob mich die "Story" überhaupt interessiert. Doch - schon nach wenigen Minuten hinhören -, die Geschichte zieht einen unmittelbar in ihren Bann. Sie ähnelt ein bißchen "Der Name der Rose" von Umberto Eco, hat aber trotz aller Phantasie des Autors einen geschichtlich nachgewiesenen Hintergrund.
Ein allemale unterhaltsames Werk; WENN man sich die Zeit dazu nimmt. Tut man dies - ohne Hast und Hektik - und tut man dies bewußt, dann werden einem "Die Säulen der Erde" eine lange Zeit viel Abwechslung und Entspannung und schließlich eine gute Unterhaltung bieten.
Meine große Anerkennung gebührt Joachim Kerzel, der sich - erwähnte ich es bereits? - einmal mehr als Top-Vorleser bewiesen hat. Ein großes Lob an den LÜBBE Audio Verlag, daß sie ihn als Sprecher verpflichtet hatten.
Das Hörbuch "Die Säulen der Erde" vom LÜBBE Audio-Verlag kann ich einfach nur für beispielaft gelungen befinden und denen weiterempfhelen, die sich gerne einmal in Ruhe etwas Gutes gönnen.
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134 von 152 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine meisterliche Erzählung..., 10. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde. Roman (Taschenbuch)
WOW! Follet's "Säulen der Erde" ist genial!!!
Ein junger Prior im mitteralterlichen England, hat sich zum Ziel gesetzt, allen Wiederständen zum Trotz, eine neue Kathedrale in Kingsbridge zu errichten. In den Stationen seines Lebens lernt er viele Freunde kennen, begreift aber auch, was es heißt, sein Leben gegen die großen Mächtigen der damaligen Zeit, zu verteidigen.
Ihm zur Seite stehen der Baumeister Tom Builder und dessen Stiefsohn Jack sowie die Grafentochter Aliena. Alle müssen sich im Verlaufe ihres Lebens mit Leid, Hunger, Gewalt und Tod auseinandersetzen, lernen aber auch aber die "Sonnenseiten" des Lebens kennen (die große Liebe, berufliche Erfolge etc.).
Was Follet hier geschrieben hat, gleicht eher einem Tatsachenbericht, als einer erfundenen Story. Die Lebensumstände der einzelnen Protagonisten werden detailliert dargestellt, wobei die Gefühle jedoch nie zu kurz kommen. Die Probleme der Charaktere sind leicht nachvollziehbar und wirken daher ungeheuer authentisch.
Die Verschmelzung der verschiedenen Biographien von Haupt.-und Nebencharakteren, sorgt für eine rasante Handlung (trotz der 60-jährigen Zeitspanne, von der Follet hier berichtet). Es kreuzen sich die Wege von Königen und Bauern, von Grafen und Handwerkern, von Relegion und Macht....einfach alles wird erzählt...und es wird NIE LANGWEILIG!!!!!
Überraschende Treffen am Wegesrand haben Auswirkungen auf die ganze Gechichte Englands. Die Machthungrigen kommen immer wieder zu unerwarteten Möglichkeiten, sich Phillip und seinem Lebenstraum von der Errichtung einer Kathedrale des Friedens, in dem Weg zu stellen. Dieser wiederum weiß sich zu wehren.
So kommt es also zu Intrigen, Mord und Verrat in einer Zeit, in der Gesetze dem enormen Einfluß der Kirche unterliegen, aus der, wie Follet es ebenfalls vortrefflich zu beschreiben weiß, keineswegs nur demütige, fromme Priester hervorgehen. (es war halt schon immer so)
Mein Fazit: eine Lobeshymne auf Follet..dieses Buch muss man gelesen haben!!
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29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch verändert einem zum Guten!, 31. August 2007
Von 
C. Will "Filmfreak" (Bad Kissingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde (Gebundene Ausgabe)
Ich bin kein großer Buchleser. Las eigenltich immer nur ein Buch pro Jahr.
Dann empfahl mir meine kleine Schwester vor 3 Jahren dieses Buch mit den Worten: "das mußt du gelesen haben". Ich fragte dann um was es sich handelt, und sie antwortete: um einen Dombau und um früher!!!!! Wow, war schon begeistert!! ( sie hat die Gabe jedes Buch so zu beschreiben, das man es wirklich nicht lesen will! )
Also ich fing vor drei Jahren mit den ersten 4 Seiten an, und als ich was las, vonwegen - mit einem Stein nach einem Hund werfen - war für mich dieses Buch auch schon gegessen.
Und als ich dieses Jahr wieder mein Jahres-Buch gesucht habe, war leider nur dieses gerade da.
Also ich lag im Garten und hab mich über die ersten 4 Seiten -mit dem Steinwurf auf den Hund- hinausgelesen, und auf einmal war ich dermaßen gefangen, das ich nicht mehr aufhören konnte. Ich wurde von diesem Buch in eine andere Welt hineingezogen, von der ich nie geahnt hätte. (Und das mir, als passioniertem Film-Junkie).
Ich habe alles deutlicher sehen können, als beim besten Film. Die Emotionen waren wesentlich überzeugender, die Charaktere besser ausgearbeitet, die Geschichte unglaublich vielschichtig! Vor allem war es sehr gut recherchiert. Man glaubt fast, einem Zeitzeugen zuzuhören.
Und was das Unglaublichste ist: .... ich hab die letzten 100 Seiten dermaßen hinausgezögert, weil ich Angst hatte, das dieses Buch jemals enden könnte.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel Hörbuch zum Mini-Preis, 3. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde (Audio CD)
Da "Die Säulen der Erde" im Moment so wunderbar günstig ist, habe ich es mir jetzt endlich auch zugelegt. Die Buchfassung habe ich allerdings nicht gelesen (bin wahrscheinlich einer der letzten, die dies noch nicht getan haben), ich kann mir also über die Kürzungen etc. des Hörbuchs kein Urteil erlauben.

"DSdE" hört sich sehr spannend und faszinierend, was sicherlich zum großen Teil auch Kerzels Verdienst ist, der das Hörbuch sehr einfühlsam, anregend und spannend liest. Ich konnte nicht mehr aufhören zuzuhören. Ich hörte es beim Frühstück, beim Zähne putzen, auf dem Weg zur Uni, im Bus usw. Mein ganzer Tag war von Mittelalterfeeling bestimmt. Die Vorrezensentin trifft es mit "Abtauchen" sehr gut.

Fazit: Sehr empfehlenswert auch für Leute, die normalerweise nicht so auf diese Historienschinken stehen (wie ich), aber vielleicht nicht für Hörbuch-Neulinge, denn es ist mit 12 CDs schon sehr umfangreich.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles, was ein guter Roman braucht, 24. August 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde. Roman (Taschenbuch)
Die Säulen der Erde reißt den Leser vom ersten Satz an mit. Der erste Satz lautet: Die kleinen Jungen waren die ersten, die zum Richtplatz kamen. - Daran schließt sich ein grausiger Prolog an, der so viele Fragen aufwirft, dass man einfach weiterlesen muss, um die Antworten zu erfahren. Auf den folgenden Seiten wird man jedoch enttäuscht: Es sind ein paar Jahre vergangen und von der Hinrichtung im Prolog ist keine Rede. Doch zum Glück ist auch die neue Handlung alles andere als langweilig: Sie handelt im Kern von der Entwicklung des fiktiven Ortes Kingsbridge, insbesondere seiner Kathedrale. Drumherum werden Liebesgeschichten und Intrigen gestrickt.
Ken Follett erzählt die Geschichte aus der Sicht von fünf Hauptpersonen, meistens wechselt die Erzählperspektive mit jedem Kapitel. Ich muss gestehen, dass mich die ständigen Perspektivwechsel am Anfang ein wenig genervt haben, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es mit der Hauptperson aus dem letzten Kapitel weitergeht, aber schon nach den ersten Zeilen des neuen Kapitels interessierte ich mich wieder für die andere Hauptfigur. Außerdem verweben sich die Handlungen der Figuren mit der Zeit immer mehr miteinander.
Für Abwechslung ist also gesorgt, zumal diese fünf Hauptpersonen unterschiedlicher nicht sein könnten: Ein Mönch, eine Grafentochter, ein Ritter und zwei Steinmetze bzw. Baumeister. Auch die Charaktere dieser Personen sind grundverschieden. Besonders gut fand ich, dass das Geschehen auch aus den Augen des Bösewichts erzählt wird. So bleibt der Bösewicht keine oberflächliche Figur, die einfach von Natur aus böse ist, wie das in vielen anderen Romanen der Fall ist. Mit der Erzählperspektive des Bösewichts gelingt es Follett, die Gründe für seine späteren Taten klar werden zu lassen (Demütigungen, schwere Kindheit, Angst vor der Hölle, giftspritzende Mutter). Auch der Bösewicht ist somit ein vielschichtiger Charakter, seine verwerflichen Handlungen haben Ursachen, er ist nicht von Natur aus schlecht.
Die Handlung spielt im England des 12. Jahrhunderts, die große Politik bildet jedoch nur den Hintergrund und der Leser bekommt sie nur in groben Zügen mit, dies gilt vor allem für den Bürgerkrieg zwischen Stephan und Mathilde oder kurz: The Anarchy. Es gibt jedoch auch ein paar konkrete historische Ereignisse, die ihren Weg in dieses Buch gefunden haben: Das Sinken des Weißen Schiffes, die Schlacht von Lincoln, die Ermordung von Thomas Becket. Dennoch gilt: Wer meint, er kenne sich nach diesem Buch im England des 12. Jahrhunderts aus, liegt falsch, lediglich der Bau der Kathedrale wird auf ein paar Seiten eingehender erläutert. Ich sehe dies jedoch nicht als Negativpunkt an, schließlich soll ein Roman den Leser unterhalten und nicht unterrichten. Die Unterhaltung gelingt Ken Follett vorzüglich mit den Handlungen der fiktiven Personen. Nur die Liebesgeschichte zwischen zwei Hauptpersonen wurde mir gegen Ende etwas zu kitschig, aber mit dieser Meinung stehe ich wahrscheinlich alleine da.
Leider merkt man gegen Ende des Buches, dass Ken Follett stark kürzen musste: An die Stellen von Szenen treten Berichte, einige Figuren bleiben eindimensional, wichtige Informationen erfährt der Leser in einem Nebensatz. Der Abstand vom vorletzten zum letzten Teil beträgt ganze achtzehn Jahre. Allerdings rührt dieser große Zeitsprung auch daher, dass es den sog. Guten in dieser Zeit auch gut geht; diese Jahre ausführlich zu schildern, würde zu Langeweile führen, auf der anderen Seite hätte man sicher den ein oder anderen Konflikt noch einbauen können.
Diese kleinen Schwächen fallen jedoch gegenüber den Stärken kaum ins Gewicht. Ich will die Stärken noch einmal stichpunktartig aufzählen:
- viele Hauptpersonen, allesamt vielschichtige Charaktere (auch der Bösewicht!)
- unerreicht bildhafter Erzählstil: Eine Spezialität von Ken Follett ist es, dem Leser eiskalte Schauer über den Rücken zu jagen. Es fängt schon mit dem bereits oben zitieren ersten Satz an. Ein wenig später wird ein Neugeborenes im Wald ausgesetzt und der Vater denkt darüber nach, was wohl mit ihm geschieht: Eulen können ihm die Augen aushacken, er kann erkalten und sein junges Leben aushauchen, ein Fuchs könnte ihn wittern... *schauder*
- abwechslungsreiche Schauplätze: der Hauptort der Geschichte ist Kingsbridge, jedoch kommen die Hauptpersonen in viele andere Burgen und Städte, sogar bis nach Frankreich (u. a. Paris) und Spanien (u. a. Santiago de Compostella)
- Spannung: Follett lässt dem Leser keine Atempause: Immer stecken einige der Hauptfiguren in Schwierigkeiten und Konflikten, die den Leser ans Buch fesseln, weil er diese Konflikte gelöst sehen will. Über allem stehen die Fragen, die durch den Prolog aufgeworfen werden. Sie werden während der über 1100 Seiten Stück für Stück beantwortet, die völlige Auflösung findet jedoch erst im vorletzten Kapitel statt, also nach 1146 Seiten.
- Gut fand ich auch die differenzierte Darstellung der Kirche, vor allem im Unterschied zu vielen anderen Historienschinken, in denen die Kirche einseitig als ausbeuterisch und menschenverachtend dargestellt wird. In diesem Roman werden auch die wertvollen Arbeiten der Mönche erwähnt und eine der Hauptfiguren ist ein sympathischer Mönch. Aber es gibt natürlich auch böse Priester: Eiferer und Intriganten, die für ihr persönliches Machtstreben über Leichen gehen.

Übrigens: Eines der letzten Kapitel (also ca. auf S. 1140) beginnt dann wieder mit dem Satz: Die kleinen Jungen waren die ersten, die zum Richtplatz kamen.

Fazit: Klarer Kaufbefehl!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Meisterwerk, 5. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde. Roman (Taschenbuch)
Anders kann man dieses Buch sicherlich nicht betitteln.

Selten habe ich ein Buch in die Hände bekommen, in dem der Plot um die einzelnen Hauptpersonen dermaßen genau konstruiert und gesponnen wird. Im Laufe des Buches stellen sich immer mehr und mehr Verbindungen dar, welche die Personen im Hauptfokus des GEschehens stehen, untereinander haben -- zum Teil ohne es zu ahnen. Irgendwo ist immer ein Anknüpfpunkt, der ihre GEschichten und Schicksale verbindet -> und nicht einer davon wirkt gekünzelt oder etwa weit hergeholt.

Die Geschichte einer längst vergangenen Zeit und insbesondere die Kirchengeschichte dieser Jahre ist grandios recherchiert und aufgearbeitet für dieses Meisterwerk. Schreckt es auch sicher viele zuerst aufgrund der scheinbar "trockenen Thematik" und seiner Dicke, so sei gesagt: der Schein trügt. Auch wenn die Seitenanzahl schockt, so liest es sich doch schneller als manches Werk von zwei- oder dreihundert Seiten. Auch die Thematik ist alles andere als "trocken und uninteressant. Wenn auch manche Beschreibungen der Konstruktionen langatmig erscheinen, so wette ich darauf, dass kaum ein Leser beim nächsten Besuche einer Kirche NICHT nach oben sieht um sich die Wölbungen anzusehen oder gar beim Anblick von Kathedralen mit Außenbögen es schafft nicht zu schmunzeln und an Tom Builder zurückzudenken.

Kleiner Haken des Werkes ist -wie ich finde- das Ende bzw die Endpassagen. Alles scheint etwas gedrungen, sind die zeitlichen Abfolgen zuvor doch sehr ausführlich beschrieben. Nichtsdestotrotz verzichtet Follett gegen Ende auf alles Belanglose, was die schnelle Abfolge sicher rechtfertigt. Dennoch scheint der Speed etwas zu schnell zu sein.

Alles in allem aber ein Werk, dass nicht nur unglaublich rund ist -- man lernt auch noch einiges dazu ohne es zu merken.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ken Folletts Meisterwerk, 24. Mai 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde. Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch ist einfach atemberaubend und so fesselnd, dass man als Leser selbst während Prüfungsvorbereitungen nicht davon loskommt. Ken Follett beschreibt hier detailiert die politische sowie die soziale Situation in England im Mittelalter. Das Hauptthema dieses Buches ist eigentlich der Kathedralenbau zu dieser Zeit, doch es ist einfach erstaunlich, wie Follett die Geschichten von Tom Builder, dessen Nach-und Vorfahren, von Phillip, dem Mönch, und die des Adels von Shiring um dieses an sich simple anmutende Thema ranken lässt und die Linien der Hauptpersonen sich immer wieder kreuzen. Als Leser wird man richtiggehen emotional an die Hauptfiguren gebunden und kann nicht mehr von diesem Buch lassen. Die Geschicht handelt vom Kathedralenbau zu Kingsbridge, dessen Kloster von Phillip geführt wird. Phillip ist wohl einer der gläubigsten Menschen England und hat viele Hindernisse zu überwinden, um das kostspielige und auch teilweise politisch kontroverse Unterfangen des Kirchenbaus durchzusetzen. Dabei macht er sich bedeutende Feinde: William (den Earl von Shiring) und Waleran , der Bischof zu Shiring, der ihn bei dessen Wahl zum Bischof hintergangen hat. William ist der grosse Gegenspieler und das personifizierte Böse. Er herrscht skrupelos über sein Land selbst als die grossen Hungersnöte ausbrechen. Eine weitere Hauptfigur ist Tom Builder, dessen Traum vom Bau einer Kathedrale hier im Kloster zu Kingsbridge Wahrheit werden soll. Er steht um seinem Traum und der Freundschaft zu Phillip willen, Phillip bei. Doch die grossen finanziellen Schwierigkeiten und die ständigen Attacken von William werfen den Kirchebau immer wieder zurück. Follett hat es hier geschafft anhand von Einzelschicksalen alle Seiten zu beleuchten und auch die soziale Situation der Menschen dieser zeit darzustellen. Nichts fehlt in diesem Roman: Liebe, Hass, politische und kirchliche Verwicklungen, Kriege. Einfach ein Meisterwerk. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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57 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rache und Vergeltung bis zum Tod., 16. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde (Audio CD)
Zunächst einmal möchte ich zweimal ganz dickes Lob verteilen. Zum einen sind 14,95 Euro für ein Hörbuch mit 12 CDs ein absoluter Schnäppchenpreis. Zum anderen ist Joachim Kerzel einer der besten Vorleser weit und breit. Egal ob bei Grange oder Follett, der Mann kann lesen! Ihm zuzuhören ist immer ein Genuss.

Was Ken Folletts Roman angeht, so kann ich nicht ganz in das Horn der grenzenlosen Begeisterung stoßen. Die Story ist lang und spannend, Folletts Schreibe erweckt allerdings den Eindruck, dass er diese Geschichte noch tagelang weiter spinnen könnte. Wer auf mittelalterliche Romane mit Rache, Vergeltung, Hass und immer wiederkehrenden Ränkespielen mit situationsbedingten Veränderungen steht, der wird sich bei den Säulen der Erde vor lauter Begeisterung kaum wieder einfangen können. Wer allerdings Realitätsnähe, einen logischen Plot und eine kreative Geschichte mag, der wird mit dem Stoff seine Schwierigkeiten haben. Zu einfach gestrickt, plakativ Schwarz und Weiß, bzw. Gut und Böse, hat Follett die Figuren und die Story gestrickt.

In sechs Büchern führt uns Follett nach England in die Zeit von 1135 bis 1174. Dabei zeigt er uns das Land, so wie er es sich vorstellt. Er beschreibt die Geburt eines Findelkindes, das in ein Kloster kommt. Dort beginnt gerade der junge Mönch Philip seinen Aufstieg in der Kirche. Philip wird Prior der Priorei Kingsbrigde und hat sich fortan mit dem Bischof Waleran und der Familie Hamleigh auseinanderzusetzen. William, Sohn der Hamleighs, wird von der Grafentochter Aliena abgewiesen. Er vergewaltigt sie und schafft sich damit eine Feindin auf Lebzeit. Währenddessen wird das Land im Kampf um die Krone zerrissen. Mathilde von England und Stefan streiten um den Thron. Zentraler Mittelpunkt der Geschichte ist dabei der Bau der Kathedrale in Kingsbrigde. So lässt uns Follett über fast 40 Jahre an der Geschichte des Kingsbrigdes teilhaben, führt weitere Personen ein, verpasst ihnen böse Gegenspieler und lässt einer Ränke die nächste folgen. Das zusammenzufassen würde Seiten brauchen. In diesen plakativen Ränkespielen liegt, meiner Ansicht nach, die Schwäche des Romans. Wenn jeweils ein Guter und ein Böser sich bis zum Tod hassen und der Autor die beiden Gegenspieler immer wieder in verschiedenen Ämtern wie Prior, Graf, Richter, Vogt oder Bischof gegeneinander aufstellt, dann wird der Plot(leider) total unglaubwürdig und landet komplett im schriftstellerischen Mainestream.

Ob Follett das wollte? Ich weiß es nicht. In jedem Fall erschließt er sich eine gewaltige Leserschaft. Obwohl, das wäre mit einem glaubwürdigeren Stoff sicher auch nicht zu verhindern gewesen. Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen: Wer Die Säulen der Erde als ganz große Literatur bezeichnet, irrt vermutlich.

Ich habe, wie immer, Joachim Kerzels außerordentliche Stimme genossen. Mir die Geschichte quasi nebenbei angehört und mich über den günstigen Preis des Buches gefreut. Das wars dann aber auch schon. Es heißt mal wieder: Entscheiden sie selbst!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Mittelalter hautnah und spannend, 27. Juni 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde (Taschenbuch)
Kenn Follett beschreibt ungeheuer plastisch und eindringlich das Leben im Mittelalter. Trotz der ungeheuren Länge dieses Buches - und dem damit verbundenen Drang, über die Kapazitätsgrenzen hinaus zu lesen - wird es nie langweilig oder schwer zu fassen.
Bemerkenswert ist, wie der Autor den oft so rüde, brutal, barbarisch und grausam erscheinenden Lebensgang der Zeit darstellt. Als Leser fiebert man mit, wenn der Kampf des guten Priors gegen finstere Gesellen und Machenschaften (repräsentiert unter anderem durch den Erbfolgekrieg und die geradezu dämonisch wirkende Person William) allen Widerständen trotzend zur "Fertigstellung" der wunderschönen gotischen Kathedrale führt. Dies mag zwar vereinfachend im Sinne des klischeehaften Gut-Böse-Gefechtes sein; allerdings schafft Follett dadurch einen Verständnishorizont, der Probleme des mittelalterlichen Lebens verdeutlicht. Gerade die machtpolitischen Ränke der Monarchen erinnern skuriler Weise an aktuelle Probleme der Politik, so daß der nachdenkliche Leser Grundwahrheiten für alle historischen Epochen ableiten kann.
In jedem folgenden Kapitel erwarten den Leser neue Verschwörungen oder Verwicklungen, Personen oder Zusammenhänge zwischen ihnen. Das erfüllt das Buch, die erzählte Materie und die Vergangenheit mit Unmittelbarkeit und Leben. Genau das, was historische Literatur spannend macht !
Daher auf jeden Fall: Ein tolles Buch, das den Rang von Mußlektüre für den sich bildenden Bücherwurm auf jeden Fall einnehmen sollte !
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Die Säulen der Erde
Die Säulen der Erde von Ken Follett (Gebundene Ausgabe - 1. August 1990)
EUR 24,90
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