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4.0 von 5 Sternen Ein aufregendes Abenteuer
Es gibt Neues vom irischen Meistererzähler Eoin Colfer! Viele Leser kennen (und lieben) diesen Bestseller-Autor durch seine Artemis Fowl-Geschichten. Wer Eoin Colfer noch nicht kennt, sollte bei seinem nächsten Besuch im Buchladen „WARP – Der Quantenzauberer“ etwas genauer anschauen und die ersten Seiten lesen. Denn neben einer hervorragenden...
Vor 25 Tagen von Katrin veröffentlicht

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zurück in die Vergangenheit
Hätte dieses Buch jemand anders als Colfer geschrieben, hätte ich mit den Schultern gezuckt und gesagt: Na ja, passt schon. So jedoch hat der Autor mit seinen Artemis-Fowl-Büchern und auch den anderen Jugend-und-Nichtjugendbüchern eine dermaßen hohe Messlatte angesetzt, dass ich jetzt direkt ernüchtert dasitze und fast ein wenig...
Vor 1 Monat von progue veröffentlicht


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein aufregendes Abenteuer, 23. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Quantenzauberer (Gebundene Ausgabe)
Es gibt Neues vom irischen Meistererzähler Eoin Colfer! Viele Leser kennen (und lieben) diesen Bestseller-Autor durch seine Artemis Fowl-Geschichten. Wer Eoin Colfer noch nicht kennt, sollte bei seinem nächsten Besuch im Buchladen „WARP – Der Quantenzauberer“ etwas genauer anschauen und die ersten Seiten lesen. Denn neben einer hervorragenden Buchgestaltung wird man augenblicklich von einer außergewöhnlichen Atmosphäre eingehüllt und von einem spannenden Szenario mitgerissen.

Man nehme einen skrupellosen Auftragsmörder aus dem viktorianischen London, der durch einen spektakulären Zeitreise-Unfall an Wissen aus der gegenwärtigen Zeit gelangt und zu einem Super-Schurken mutiert. Füge dessen schüchternen Zögling, der sich den mörderischen Lehrmethoden seines Meisters widersetzt, hinzu und kombiniere das Ganze mit einer sehr motivierten FBI-Junior-Agentin der gegenwärtigen Zeit, die gerade einen verpatzten Auftrag ausbügeln muss. Heraus kommt eine unglaublich unterhaltsame und explosive Mischung, die nicht nur jugendliche Leser begeistern wird.

In „WARP – Der Quantenzauberer" begleiten wir Leser die drei Hauptcharaktere in diesem außergewöhnlichen Roman in zwei verschiedenen Handlungssträngen, die anfangs hundertfünfzehn Jahre voneinander getrennt sind. Nach einigen Zeitsprüngen, einer Quantenverschmelzung mit ungeahnten Folgen, wird es für einen kurzen Moment etwas ruhiger. In diesem Abschnitt wird es sehr wissenschaftlich und dochbleibt die Handlung lückenlos und restlos nachvollziehbar, weil Colfer jedes Detail evident erklärt. Wer die Handschrift Colfers bis zu dieser Passage noch nicht erkennen konnte, bemerkt sie in allen weiteren. Hier zeigt der Autor seinen altbekannten Stil, in dem er schonungslos mit seinen Lesern umgeht…egal wie diese darauf reagieren. Er fügt seine vielseitigen Charaktere gekonnt in die Handlung ein und lässt sie auf verblüffende Art agieren. Und während der Leser über die Zeilen Colfers hinweg gleitet und die Luft um ihnherum durch die oft blutigen, wilden und nervenaufreibenden Verfolgungsjagden vor lauter Spannung knistert, verfliegt die Zeit.

Für ein wenig Entspannung sorgen die temporeichen und witzigen Dialoge in den etwas lockeren aber nicht minder mitreißenden Passagen. Viele witzige Details beinhalten jedoch Anspielungen auf Künstler, Musikstücke und Filme aus der Vergangenheit, die dem etwas jüngeren Publikum wohl kaum bekannt sein dürften.

Die Geschichte lebt von den außergewöhnlichen Charakteren. Auch wenn sie nicht immer sympathisch sind, verliert man nicht das Interesse an ihren Taten oder ihrem Wesen. Zugegeben, im mittleren Teil geriet mein Lesefluss durch den deutlich übermächtig wirkenden Super-Schurken etwas ins Stocken. Doch eine Protagonistin hielt mich konsequent bei Laune: die FBI-Agentin Chevron Savano mit ihrem sehr lockerem Mundwerk, ihrem vortrefflichen trockenen Humor und ihren überstürzten und draufgängerischen Handlungen.

In einer sehr ausgereiften Sprache beschreibt Colfer das dramatische und dichte Geschehen und die imposanten Kulissen. Besonders während der Beschreibungen des viktorianischen Londons kam es mir als Leser so vor, als würde ich selbst mit den Akteuren durch die gefährlichen Viertel ziehen und den Gestank, der aus den Gassen hervorkroch, einatmen und wahrnehmen konnte.

Diese besonders interessante Mischung aus Zeitreise und Magie und einer deutlichen und bildhaften Sprache, in Kombination mit nachvollziehbaren und außergewöhnlich starken Charakteren, machten „WARP – Der Quantenzauber“ von Eoin Colfer für mich zu einem richtig guten Jugendbuch. Der kleine Cliffhanger, den der Leser dank einer großen Überraschung gut verschmerzen kann, machte mich sehr neugierig auf weiter spannende Folgebände zu dieser Reihe.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zurück in die Vergangenheit, 20. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Quantenzauberer (Gebundene Ausgabe)
Hätte dieses Buch jemand anders als Colfer geschrieben, hätte ich mit den Schultern gezuckt und gesagt: Na ja, passt schon. So jedoch hat der Autor mit seinen Artemis-Fowl-Büchern und auch den anderen Jugend-und-Nichtjugendbüchern eine dermaßen hohe Messlatte angesetzt, dass ich jetzt direkt ernüchtert dasitze und fast ein wenig enttäuscht bin. Dabei sind die Zutaten für ein Knallerbuch alle vorhanden: eine (geradezu antik anmutende, da immerhin aus den 70iger Jahren stammende) Zeitmaschine, eine jugendliche Agentin, die Mist gebaut hat und daher strafversetzt wurde, ein mörderischer Illusionist aus dem späten 19. Jahrhundert, und ein junger Bengel, der beide Zeitalter in sich vereint.
Garrick, der Mordszauberer, will nicht mehr oder weniger als unbegrenzte Macht, und die Zukunft ist die richtige Zeit, sie ihm zu liefern. Dank des Wurmloches mit übermenschlichen Fähigkeiten ausgestattet, steht ihm zur Durchführung seiner Ziele eigentlich nichts im Wege ... eigentlich. Denn da sind immer noch sein ehemaliger Assistent Riley, der Junge, der nichts lieber hätte, als ihn, Garrick, nie wiedersehen zu müssen. Und Chevie, die 17jährige Fast-Agentin mit dem frechen Mundwerk. Beide sind fest entschlossen, den Psychopathen Garrick zu stoppen und müssen dabei immer wieder feststellen, dass sie gegen den Teufel selbst antreten. Erleichtert wird ihnen ihre Aufgabe nicht gerade dadurch, dass ein König der Unterwelt mitmischt, sämtliche super ausgebildeten Elitesoldaten sich abschlachten lassen und mehr Leute aus der Zukunft ihre Finger in der Vergangenheit drin haben, als man eigentlich annehmen sollte.

Wie gesagt, das liest sich alles auch nicht schlecht. Colfers Schreibstil ist wie üblich über jede Kritik erhaben, seine Ideen ganz hervorragend. Doch dieses Mal, so muss ich leider sagen, nicht immer ausgereift. Da reiht sich eine unlogische Begebenheit an die andere, Protagonisten handeln nicht selten völlig absurd, um den Plot in der Spur zu halten, und es wurde teilweise ganz schön blutig, ohne dass das einen der jugendlichen Protagonisten in irgendeiner Form zu berühren schien. Huch, hier wimmelt es vor Leichen - na, macht ja nichts, kommt in den besten Familien vor ... Was mir auch ein wenig fehlte, war Colfers feiner Humor, der hier eher mit großmäuligen Sprüchen ersetzt wurde (nicht einmal schlecht, aber auf Dauer natürlich nicht annähernd so cool, wie man es bei dem Autor gewohnt ist).

Fazit: Tolle Idee gelegentlich schwächelnd umgesetzt. Eher etwas für Colfer-Einsteiger, die keine Vergleichsmöglichkeiten mit seinen anderen Büchern haben, als für Colfer-Veteranen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zeitreiseabenteuer mit einem Superschurken und jungen Helden, 18. Februar 2014
Von 
his & her books - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Quantenzauberer (Gebundene Ausgabe)
Zitat:
„Chevie fragte sich, ob sie jemanden anrufen sollte. Aber was sollte sie demjenigen dann erzählen?
Das FBI besitzt mehrere Zeitmaschinen, um Zeugen in der Vergangenheit zu verstecken.
Oder: Ein mordlüsternder Zauberer ist aus dem neuzehnten Jahrhundert entkommen, um einen Straßenjungen zu töten.
Oder: Der größte Wissenschaftler der Welt ist bei seiner Reise durch ein Wurmloch in einen Affen verwandelt worden.
Es klang ziemlich verrückt, ganz gleich wie man es formulierte.“
(S. 101)

Inhalt:
Die „Geheimagentenquelle“ Chevron Savano wurde als Folge eines öffentlichen Unglücks in ein Londoner Haus zur Observation versetzt. Offiziellen Stimmen zufolge ist „WARP“ ein Teil des Zeugenschutzprogramms, was Chevron (Chevie) aber bezweifelt.

Bis die Kapsel, die sie observiert, zum Leben erwacht und Chevie endlich die Wahrheit erfährt: Dass diese Objekte dafür genutzt worden waren, um wichtige Zeugen in der Vergangenheit zu verstecken – bis der Erfinder mit sämtlichen Nutzungscodes in eben jener längst vergangenen Zeit verschwunden ist.

Nur was passiert mit dem Jungen, der aus der Kapsel tritt und alle warnt, dass der Tod persönlich auf der anderen Seite der Kapsel wartet? Das Aufräumkommando muss in der Zeit zurückreisen, um evtl. vorhandene Spuren zu beseitigen.

Auf diesen Moment hat der ehemalige Zauberkünstler und Auftragsmörder Garrick nur gewartet. Er lauert dem Aufräumkommando auf und überwältigt es. Dem Vorgesetzten Smart entlockt er mittels einer „Nebenwirkung“ der Zeitreise alle Geheimnisse – bis zu dem technischen Wissen aus der ihm fernen Zukunft – was Garrick zum ultimativen Superschurken macht, der auf dem Sprung in die Zukunft ist, um seinen „Lehrling“ zurückzuholen.

Meinung:
Ich wusste nicht, auf was ich mich bei „WARP“ einlassen würde. Aber gleich der Einstieg machte mich sehr neugierig und schuf eine besondere und zugleich bedrohliche Atmosphäre. Ich wurde ins London des Jahres 1898 katapultiert und sollte Zeuge eines Auftragsmords werden. Doch alles kam anders als geplant, als der „Dahinzuscheidende“ und der Mörder-Azubi in einem Lichtblitz aufgelöst werden.

Gleich danach lernte ich die FBI-„Agentin“ Chevron Savano kennen. Agentin in Anführungszeichen, weil sie natürlich mit ihren 16 Jahren keine offizielle Ausbildung hat, sondern für eine Art Sonderkommando aus Waisenkindern rekrutiert wurde.
Da dieser besondere Einsatz schief lief, sitzt Chevie nun ihre Nicht-Strafe ab. Im Keller eines Gebäudes, zur Überwachung eines Dings, das an einen Science-Fiction längst vergangener Tage erinnert und von dem ihr Chef, Agent Smart, nicht erzählt, was es damit auf sich hat.

Es kommt, wie es kommen musste. Nach 9 Monaten Langeweile erwacht das Ding zum Leben und ein Junge stolpert heraus – einen Toten zurücklassend, der irgendwie mutiert zu sein scheint.
Der Junge, Riley, faselt davon, dass der Tod höchstpersönlich ihm folgen würde – was natürlich niemand ernst nimmt.
Viel zu wichtig ist die Rückkehr des toten Mannes. Endlich erfährt Chevie, was es genau mit dem Ding auf sich hat.

Die gut durchdachte Welt des Buches konnte mich schnell in ihren Bann ziehen. Um die Protagonistin „jugendbuchtauglich“ und dennoch dem FBI-angehörig zu machen, wurde dieses spezielle Programm ins Leben gerufen. Auch die Idee mit den in der Vergangenheit versteckten Zeugen hat mich sofort begeistert.

Man muss definitiv die „wissenschaftliche“ Seite des Zeitreisehintergrundes als gegeben akzeptieren. Aber da Wurmlöcher ein gängiges Modell dafür sind und Quantensprünge heiß diskutiert, fiel mir das nicht sehr schwer. Wer aber auf „Zauber“ wartet, wie in so manch romantischer Zeitreisegeschichte, wird vermutlich über Quantenschaum und Co. enttäuscht oder gar schockiert sein. Auch die Verschmelzung und die theoretische Möglichkeit, einen Superhelden oder eben das Gegenteil zu erschaffen, klingen zunächst sehr weit hergeholt. Der Autor konnte mich jedoch überzeugen und so wurde diese Idee immer mehr zur Tatsache und ich musste nichts mehr hinterfragen.

Die Geschichte wird von einer dritten Person geschildert, wobei jeder der drei Haupterzählenden (Chevie, Riley und Garrick) seinen ganz eigenen Charakter und Eigenheiten hat, der Erzähler dennoch über den Rahmen der personalen Erzählweise hinaus Geschehnisse schildert. Bei Chevies Perspektive klingt stets der Sarkasmus mit, Riley hat in seinen Gedanken nicht nur mit der Angst vor Garrick, sondern auch mit den vielen Namen und Begriffen der Moderne zu kämpfen, bei Garrick spürt man schon beim ersten „Insider-Blick“ die „psychopathische“ Ader.

Chevie war mir als Protagonistin mehr als sympathisch. Große Klappe, flotte Sprüche und ihre Gedanken sind nicht minder humorvoll. Dazu ist sie jedoch auch stark und selbstbewusst, eine der besten jugendlichen Agenten. Und Chevie weiß, was sie will. Durch ihre Kampfausbildung fällt sie auch in die Kategorie Kick-Ass-Heldin, ihre Moral und der Wunsch, das richtige zu tun ist enorm.

Der Autor präsentierte seine Charaktere jedoch nicht mit einem großen Schlag. Nein, im Gegenteil. Die anfänglich oberflächlich kennengelernten Personen bekommen nach und nach, in kurzen Rückblicken oder Erinnerungsfetzen, sehr viel Farbe, es tun sich auf den ersten Blick niemals erahnte Verbindungen auf, die von Eoin Colfer sehr geschickt eingewoben wurden.

Wie bereits erwähnt war der Einstieg spannend und machte neugierig auf mehr. Ich konnte mich in den Fluss der Seiten gleiten lassen und wurde mit immer höherem Tempo mitgerissen. Zwischendurch hatte ich kleinere, zähere Passagen zu überwinden, insbesondere, was die Zeit nach dem „Rücksprung“ anging. Als die seichtere Stelle überwunden war, nahm die Geschichte wieder an Fahrt auf und ich glitt mit den Charakteren mühelos dahin, wurde immer mehr mitgerissen, auch wenn das Tempo niemals ins nicht-auszuhaltende überging, und steuerte unaufhaltsam dem Ende entgegen – natürlich nicht, ohne einen actionreichen Showdown mitzuerleben. Der Ausgang der Fahrt war sehr gelungen und ich konnte das Buch zufrieden schließen.
Der Epilog jedoch macht jetzt schon neugierig auf die Fortsetzung – auf noch mehr Geheimnisse und Intrigen in längst vergangenen Zeiten.

Urteil:
„WARP – Der Quantenzauberer“ zog mich sofort in den Bann. Gleich einem Wurmloch, schnappte es sich Stück für Stück von mir und katapultierte mich mit hoher Geschwindigkeit durch Raum und Zeit. Eine humorvolle und starke Protagonistin, gut durchdachte Charaktere, Intrigen, Verstrickungen und jede Menge Action glichen mein kleines Tief im ersten Drittel schnell wieder aus. Sehr sehr gute 4 Bücher für den Auftakt des Zeitreiseabenteuers rund um „Agentin“ Savano.

Eine absolute Leseempfehlung für jugendliche Abenteurer, die Zeitreisen via Wurmloch und dessen potentieller Nebenwirkungen positiv gegenüberstehen, und allen anderen, die sich auf eine beeindruckende Flucht ins alte London und durch die Zeit aufmachen wollen.

Die Serie:
1. WARP – Der Quantenzauberer
2. Originaltitel: The Hangman’s Revolution
(Voraussichtlicher Erscheinungstermin: Juni 2014)
3. ?

©his-and-her-books.blogspot.de
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5.0 von 5 Sternen tolle Idee, interessant, nachvollziehbar und spannend, 16. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Quantenzauberer (Gebundene Ausgabe)
Meine Meinung:
Chevron, genannt Chevie, Savano wird von Los Angeles nach London strafversetzt. Dort soll die angehende FBI-Agentin auf eine Kapsel aufpassen. 9 lange Monate geschickt rein gar nichts, bis zu dem Tag an dem die Kapsle plötzlich zum Leben erwacht. Aus ihr heraus kommen ein 14-jähriger Junge und ein Toter. Beide stammen aus der Vergangenheit.
Der Junge Riley hat ungeheure Angst vor Garrick, einem Auftragsmörder mit dem Riley im London von 1898 unterwegs zu einem Auftragsmord gewesen ist, denn er weiß dieser ruht nicht bis er ihm gefunden hat.
Chevie ahnt das es mit der Ruhe nun vorbei ist. Ein rasantes turbulentes Abenteuer beginnt …

Das Jugendbuch „WARP – Der Quantenzauberer“ stammt aus der Feder des Autors Eoin Colfer. Es ist der Auftaktband einer Reihe eines mir bis zu diesem Buch vollkommen unbekannten Autors.

Eoin Colfer bringt dem Leser seine Charaktere hier nicht direkt auf Anhieb komplett näher, er lässt sich Zeit sie zu beschreiben und erst nach und nach erfährt man Details von ihnen.
Chevron, genannt Chevie, ist eine äußerst sympathische Protagonistin. Sie ist 16 Jahre alt und quasselt wie ihr der Mund gewachsen ist. Außerdem ist sie frech, schlagfertig und sarkastisch. Chevie weiß ganz genau was sie will, ist dementsprechend ein selbstbewusstes und starkes junges Mädchen. Ihre Art lässt sie dem Leser unheimlich schnell ans Herz wachsen.
Riley ist ein 14-jähriger Junge aus dem London von 1898. Er wirkt sehr ängstlich und macht es einem nicht unbedingt leicht mit ihm klarzukommen. Seine Angst vor Garrick ist immerzu spürbar. Hinzu kommt noch das er sich im London der Gegenwart nicht so wirklich zurechtfindet, hat es doch nichts mehr mit dem London zu tun das er kennt.
Garrick ist schlicht und ergreifend der Bösewicht in der Geschichte. Er ist ein Zauberer und es scheint als wäre er unbesiegbar.

Der Schreibstil des Autors ist toll. Er lässt sich flüssig lesen, ist dem Genre angepasst und verständlich. Die Beschreibungen, besonders auch der britsichen Hauptstadt des 19. Jahrhunderts haben mir wirklich ganz wunderbar gefallen. Es wirkt zwar ein wenig düster ist aber vollkommen passend.
Geschildert wird das Geschehen in personalen Stil aus unterschiedlichen Perspektiven. Eoin Colfer lässt abwechselnd Chevie, Riley und Garrick die Geschichte erzählen.
Die Handlung an sich ist wirklich interessant und vielseitig gestaltet. Die Spannungskurve steigt kontinuierlich an und man wird an die Seiten gefesselt. Das Thema Zeitreisen wird hier gut durchdacht mit Wurmlöchern erklärt und gelöst. Es ist nachvollziehbar beschrieben.

Das gipfelt in einem actionreichen und spannenden Finale. Der Epilog ganz am Ende gefiel mir wirklich gut und macht eindeutig neugierig auf den zweiten Teil der Reihe.

Fazit:
„WARP – Der Quantenzauberer“ von Eoin Colfer ist ein interessant gestalteter Auftaktband der Jugendbuchreihe.
Sympathische Charaktere, eine nachvollziehbar beschriebene Idee und eine Handlung, die kontinuierlich spannender wird und rasant voranschreitet konnten mich begeistern und vollkommen überzeugen.
Absolut zu empfehlen!
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4.0 von 5 Sternen WIPP - weiterlesen ist Pflichtprogramm!, 9. März 2014
Von 
Anette1809 "katzemitbuch" (Rheinhessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Quantenzauberer (Gebundene Ausgabe)
Nach Eoins Colfer erfolgreicher Artemis-Fowl-Reihe, von der mir der Band "Das Zeitparadox" besonders gut gefallen hat und in Erinnerung geblieben ist, erscheint mit "Der Quantenzauberer" ein neues Zeitreiseabenteuer aus seiner Feder und gleichzeitig der Auftakt einer neuen Jugendbuchreihe: "W.A.R.P.".
Wie aus den Artemis Fowl Abenteuern bekannt, mischt Colfer auf gelungene Weise sarkastischen und bizarren Witz, unblutige Spannung, die genau richtig dosiert ist, um gleichermaßen junges wie auch älteres Lesepublikum begeistern zu können und eine Unzahl verrückter Ideen, die man so kaum je in einem anderen Roman gelesen hat: Colfer ist auf seine Art so genial und gleichermaßen speziell, dass man seinen Humor eigentlich mit kaum etwas vergleichen kann, bestensfalls mit seinen eigenen Werken und trotzdem wird man immer wieder neues entdecken, egal, wie viele weitere Bücher aus seiner Feder man bereits gelesen hat.
Wie bei Artemis, bei dem ich vor vielen, vielen Jahren eine Weile gebraucht habe, um mich voll auf die Ideenvielfalt und den besonderen Schreibstil des Autors einzulassen, habe ich auch hier ein paar Kapitel gebraucht, um in der neuen colferschen Welt anzukommen. Selten findet man ein Buch - gerade im Jugendbuchbereich - das ohne die fantastische Handlung beinahe auch seinen Platz in der Physikabteilung finden könnte. Von Quantensprüngen und Einstein zum viktorianischen London und einem ganz speziellen Zeugenschutzprogramm, das gibt es eben nur bei Colfer!
W.A.R.P. steht für Witness Anonymous Relocation Programme - anonymes Zeugenschutzprogramm, bei dem das FBI Zeugen beschützt, in dem sie in der Vergangenheit versteckt werden.

' "Wieso "anonym"? Na, wahrscheinlich haben sie das nur reingenommen, damit man die Abkürzung aussprechen kann. Sonst hieße es WRP, und das klingt, als hätte sich jemand verschluckt." ' (S.20)

Die junge Agentin Chevie wird nach London versetzt, wo sie Agent Orange bei der geheimen Arbeit des FBI bezüglich WARP unterstützt. Naja... was heißt unterstützen: seit Monaten sitzt sie vor einer alten Metallkugel, in der Erwartung, dass irgendetwas oder irgendjemand da herauskommt. Eines Tages erwacht die merkwürdige Kugel tatsächlich aus ihrem Dornröschenschlaf und Chevie findet im Keller des FBI einen Jungen vor, der einem Roman von Charles Dickens zu entstammen scheint. Es ist Riley, gerade noch im viktorianischen London unterwegs unter den Fittischen des brutalen, geheimnisvollen und sehr gefährlichen Zauberers und Mörderers Garrick, der auch vor einer Verfolgung des Jungen durch die Jahrhunderte nicht haltmacht. Können Chevie und Riley diesen Unholt gemeinsam aufhalten?

Wenn man das Buch auch kaum vor anhaltender Spannung kaum aus der Hand legen kann, da sich hier die Ereignisse nur so überschlagen, so ist es doch wieder in erster Linie Colfers besonderer Humor, der mich nach einem etwas verworrenen Einstieg nur so durch die Seiten fliegen ließ, und die vielen Seitenhiebe und Zitate auf Klassiker aus Film und Literatur, die man häufig nur als Erwachsener - oder älterer Jugendlicher - verstehen mag, aber auch, wenn man nicht jede Anspielung aufspüren kann, hat man sehr viel Spaß mit Colfers verrückten Ideen, wenn er den Jungen aus dem viktorianischen London auf unsere moderne Welt prallen lässt.

'Riley rülpste. "Diese Take That klingen sehr melodisch. Und dem Himmel sei dank, dass es Harry Potter gibt, sonst wäre ganz London von den dunklen Künsten verschlungen worden." ' (S.111)

Und dem Himmel sei Dank, dass es Eoin Colfer gibt, der bereits an der Fortsetzung schreibt, denn nach dem schon fies zu nennenden Epilog am Ende von "Der Quantenzauberer" bei dem Colfer dem Leser ein paar magere Brotkrumen ausstreut, wie es in seinem WARP-Universum weitergehen könnte, ist für den Leser eins kristallklar: WIPP - weiterlesen ist Pflichtprogramm!
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4.0 von 5 Sternen Rasante Zeitreise-Story, 1. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Quantenzauberer (Gebundene Ausgabe)
Chevie Savano ist eine 17jährige FBI-Agentin. Eigentlich dürfte es so etwas gar nicht geben, aber die Behörde hatte Pläne, um Terrorverdächtige an Highschools aufzudecken und so wurde Chevie in ihrem zarten Alter bereits angeworben. Da das Programm aber aufgeflogen ist und ich Einsatz in der USA damit vorerst unmöglich geworden ist, wurde sie nach London strafversetzt. Hier bewacht sie nun schon seit 9 Monaten im Rahmen eines mysteriösen Zeugenschutzprogramms eine geheimnisvolle Metallkapsel. Besonders spannend ist dieser Job nicht und Chevie langweilt sich fürchterlich – bis zu dem Tag, an dem die Kapsel plötzlich zum Leben erwacht und zwei Personen ausspuckt! Nun erst erfährt Chevie, was es mit dem sogenannten WARP-Programm auf sich hat: die Kapsel ermöglicht Zeitreisen und mit ihrer Hilfe werden gefährdete Zeugen in der Vergangenheit versteckt, bis es zum Prozess kommt. Doch nun scheint in der Vergangenheit irgendetwas schiefgegangen zu sein und die Kapsel spuckt den Auftragsmörder Garrick und seinen jungen Gehilfen Riley aus!

Ich habe bisher noch nie etwas von Eoin Colfer gelesen und hatte somit nicht wirklich eine Ahnung, was mich bei diesem Buch erwarten wird. Die rasante Geschichte hat mich dann auch beinahe etwas erschlagen, so viele Wendungen und Details auf gefühlt so wenigen Seiten!

Chevie und Riley müssen sich zusammenraufen, sind dann aber ein klasse Team und aufgrund des Altersunterschiedes zwischen ihnen muss man hier auch keine kitschige Liebesgeschichte befürchten, wie in den meisten Jugendromanen anscheinend unvermeidbar. Die Handlung ist so voller Action und Spannung, egal in welcher Zeit, dass weder die Figuren noch der Leser groß zum Luftholen kommt. Mir war es vor allem gegen Ende fast ein bisschen zu viel des Guten, aber insgesamt wurde ich hier wirklich bestens unterhalten und ich denke, gerade die jugendliche Zielgruppe findet sich in dieser temporeichen Story absolut wieder!

Das Ende ist abgeschlossen, lässt aber auch reichlich Spielraum für die geplanten nächsten Bände, denn es handelt sich um den Auftakt einer Reihe. Bisher gibt es aber noch keine Informationen, wann und wie es weitergehen wird.
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4.0 von 5 Sternen Spannendes Zeitreiseabenteuer, 28. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: WARP 1 - Der Quantenzauberer (Kindle Edition)
Inhalt
Was soll es anderes sein als eine Strafversetzung? FBI-Junior-Agentin Chevie Savano wurde nach London geschickt, um im Auftrag von WARP eine merkwürdige alte Metallkapsel zu bewachen. Das war vor neun Monaten. Doch dann findet sie in der Kapsel den 14-jährigen Jungen Riley, der aussieht, als wäre er soeben aus einem Buch von Charles Dickens gefallen.
Aber Riley wird von dem fiesen Zauberer und Serienkiller Garrick verfolgt, der ihn durch das London der Gegenwart und der Vergangenheit jagt.

Meine Eindrücke
Die Hauptpersonen dieses Buches sind Chevie, Riley und natürlich Garrick. Chevie ist eine toughe FBI-Junior-Agentin, die so schnell nichts aus der Ruhe bringt. Zusammen mit Riley, dem Jungen aus der Vergangenheit bildet sie ein tolles Team, das von dem fiesen Bösewicht Garrick in einer irrwitzigen Verfolgungsjagd durch die Zeiten gejagt wird. Dabei gibt es jede Menge Action, Tote und überraschende Wendungen. Jedes Mal, wenn ich dachte, ich wüsste wie es weitergeht, hat mich der Autor eines besseren belehrt. Dabei hat Eoin Colfer einen verblüffenden Ideenreichtum bewiesen, der mich begeistert hat.

Immer wieder blitzt Humor durch, was die ansonsten recht düstere Handlung auflockert. Riley hat seine Probleme mit der Gegenwart, (als er sein erstes Auto oder ein Flugzeug sieht) und Chevie hat ein vorlautes Mundwerk, das sie gerne auch mal als Waffe einsetzt. Über diese beiden Figuren erhalten wir nach und nach immer mehr Informationen, wodurch man sich gut in sie hineinversetzen und mit ihnen mitfiebern kann.

Erfrischend finde ich, dass dies endlich mal wieder ein Roman für Jugendliche ist, der ohne eine Lovestory auskommt, da Chevie und Riley nicht gleichaltrig sind. Sie ergänzen sich prima und es hat mir viel Spaß gemacht, sie bei ihrem Abenteuer zu begleiten. Das lag vor allem auch an dem gewohnt flüssigen und unterhaltsamen Schreibstil des Autors, der der jugendlichen Zielgruppe angepasst ist. Ob er wohl deshalb auf ausführlichere Beschreibungen der Handlungsorte verzichtet hat? Schade, mir hätte etwas mehr Ausführlichkeit diesbezüglich gut gefallen.

Die Geschichte ist in sich abgeschlossen. Doch es gibt noch genug lose Fäden und Hinweise auf die Handlung des Folgebandes, die mich neugierig gemacht haben, sodass ich die Fortsetzung auf jeden Fall lesen werde.

Fazit: Ein spannendes und unterhaltsames Zeitreiseabenteuer für Jugendliche ab 14 Jahren und alle die sich gerne von einer fantasievollen und wendungsreichen Handlung mitreißen lassen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Let's Do The Time-Warp Again...", 7. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Quantenzauberer (Gebundene Ausgabe)
Nachdem ich allerorten auf das neueste Werk von Eoin Colfer neugierig gemacht wurde – nicht zuletzt durch die anregende Vorstellung meiner lieben Blog-Kollegin – griff ich bei der ersten Gelegenheit nach dem vielversprechenden Jugendroman „WARP – Der Quantenzauberer“, der ganz in der Tradition britischer Zeitreise-Romane von fantastischen Autoren wie Jasper Fforde, Ben Aaronovitch, Derek Landy, Félix J. Palma und H. G. Wells steht. London, Zeitreise und Fantasy ergibt meines Erachtens nach eine unwiderstehliche Mischung – nicht nur für Liebhaber aller drei Komponenten. Leider ist vor allem der Zeitreisefaktor für viele Autoren eine Herausforderung, die nicht immer plausibel gemeistert wird. Aber nach allem,was ich bisher gehört hatte, schien Colfers Talent durchaus dieser Aufgabe gewachsen zu sein. Und ich sollte recht behalten...

Aber worum geht es eigentlich? Verknüpft werden zwei Handlungsstränge, von denen einer 1898 im viktorianischen London beheimatet ist und der andere im London der heutigen Zeit: Nach einem vepatzten FBI-Einsatz ist die jugendliche Agentin Chevron Savano strafversetzt worden und verbringt ihre Zeit nun unter der Aufsicht eines miesepetrigen Agenten namens Felix Smart, der sie mit der Bewachung eines Kellers beauftragt. Am gleichen Ort – allerdings etwa 115 Jahre früher – versucht der Assassine und ehemaliger Zauberkünstler Albert Garrick seinen Lehrling Riley zu dem Auftragsmord an einem älteren Herrn – dem Vater von Agent Smart – zu bewegen. Durch die Verzahnung verschiedener Zufälle, gerät Riley durch eine Zeitkapsel ins heutige London, in eben jenen Keller, in dem Chevie Wache schieben muss. Ein FBI-Sonderkommando wird zur Aufklärung der Umstände in die Vergangenheit geschickt, wo Garrick bereits mit gezücktem Messer auf eine Reisegelegenheit in die Zukunft wartet...

Colfer schafft es mühelos, den zumeist sympathischen und vielversprechenden Figuren Leben einzuhauchen und eine unverwechselbare Atmosphäre zu erschaffen. Ihm gelingt, was viele Autoren vermasseln, denn er konstruiert gekonnt die Verwebung verschiedener Zeiteebenen, findet logische Erklärungen, baut Brücken und lässt zeitweise ein paar humorvolle Verknüpfungen einfließen.Vor dem inneren Auge des Lesers entsteht unmittelbar eine viktorianische Welt, die mit all ihren Besonderheiten und ihrer Andersartigkeit beeindruckt; aber auch das London der heutigen Zeit wird durch die Perspektive Rileys und Garricks von einem neuen, interessanten Blickwinkel aus betrachtet.

In Chevie hat der Autor eine starke Powerheldin mit losem Mundwerk entworfen, deren physische und rhetorische Schlagfertigkeit so manchen starken Mann umhaut. Ihr zur Seite gestellt ist Riley, ein Londoner Gassenjunge mit einem guten Herzen und beeindruckender Fingerfertigkeit. Beide treten gegen ihren Nemesis Garrick an, dessen eh schon herausragende Fähigkeiten durch eine Reise in der Zeitkapsel verstärkt wurden, sodass er nun einen Superschurken par excellence abgibt – zumindest, seine Kräfte betreffend. Denn leider ist hier eine Figur kreiert worden, die trotz – oder gerade aufgrund? – ihrer Übermenschlichkeit fade wirkt. Garricks Unbesiegbarkeit nimmt der durchaus rasanten Handlung ein ums andere Mal den Wind aus den Segeln. Obwohl der Schurke im Gegensatz zu den Helden sogar im Titel vertreten ist, wirkt er im Laufe des Geschehens in seiner actionreichen Homogenität eher lästig, eindimensional und unausgereift. Er stellt sich auf den zweiten Blick leider keineswegs als Gentleman-Bösewicht à la Professor Moriarty oder Hannibal Lecter heraus, wie es zunächst den Anschein hatte, denn im Gegensatz zu jenen kriminellen Masterminds gibt es in Garricks Fall keine plausiblen Erklärungen, sondern lediglich das Zufallsprinzip, das immer wieder auf seiner Seite zu sein scheint. Etwas mehr kriminelle Brillanz anstatt plumpe Zufälle, hätten den Leser tatsächlich verzaubern können. Doch so bleibt der Eindruck von einem Taschenspielertrick, während die Ahnung von wahrer Magie langsam verpufft.
Unter diesem Kompositionsfehler leidet auch die Handlung: Stets einen Schritt hinten dran, schaffen es unsere gewieften Helden, das gesamte FBI inklusive Spezialtruppen, die berüchtigsten Verbrecherbanden, Militär und Oberschicht aus zwei Zeitebenen über 300 Seiten nicht, den Widersacher aufzuhalten. Dass dies etwas, nun ja, sagen wir: unrealistisch ist, dürfte jedem klar sein. Diesen Aspekt außer Acht gelassen, wirkt das gegenseitige Sich-über-den-Haufen-Stümpern der verschiedenen Parteien mit einem Augenzwinkern zeitweise sehr amüsant und komödienhaft. Die nötige Tiefe, die das Leserlebnis unvergesslich machen würde, bleibt jedoch aus.

Am Ende wird der atmosphärische Zauber des Anfangs jedoch wieder aufgegriffen, indem Colfer einige neue Nebenfiguren einfügt, von denen zu hören noch sehr viel Freude machen könnte. Der Abschluss befreit und lässt Spielraum für weitere Entwicklungen. Ein kleiner Cliffhänger bringt den Impuls von prickelnder Vorfreude auf den Folgeband.

Leider überzeugt „Der Quantenzauberer“ durch seinen schwachen Mittelteil zu wenig, als dass der Roman mehr als ein nettes Lesevergnügen bereithält. Durch den vielversprechenden Abschluss, das eintauchenswerte Flair, die liebgewonnenen Figuren und der gewohnt überzeugenden Buchgestaltung vom Loewe Verlag, kann man Zeitreisefans, die Spaß an unernsten Schurkenabenteuern haben, das neueste Werk von Eoin Colfer aber durchaus ans Herz legen.
Jüngeren Lesern sollte vielleicht noch gesagt werden, dass in diesem Jugendroman nicht zimperlich mit Mord und Totschlag umgegangen wird. Die dargestellte Brutalität gibt vor allem dem viktorianischen Handlungsstrang die nötige Authentizität und lässt nebenbei die Heldin der Geschichte in einem strahlenden Licht erscheinen, könnte aber zartbesaiteten Lesern etwas zu heftig sein.

Und nun singen wir alle den "Time Warp"-Song aus der Rocky Horror Picture Show: „Put your hands on the hips...“
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tolle Idee aber in der Umsetzung viele brutale Szenen, 2. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Quantenzauberer (Gebundene Ausgabe)
Die junge Nachwuchsagentin Chevie soll eine alte Metallkapsel bewachen. Doch nach Monaten erwacht diese zum Leben… heraus kommt ein Junge, aus der Vergangenheit.

Das Buch ist für mich ein Jugendbuch, kein All –Age Roman. Vom Stil her sehr detailliert geschrieben. Die Handlung war actionreich. Was für mich das größte Manko am Buch war, es war sehr mit sehr viel brutalen Szenen ausgestattet und auch mit Blut und blutigen Details wurde nicht gespart. Das fand ich persönlich keineswegs fesselnd, sondern es führte eher dazu, dass ich das Buch fast nicht weiterlesen wollte. Die Idee die hinter der Geschichte steht, ist durchaus spannend. Zeitreisen mit Wurmlöchern, klingt spannend. Allerdings auch hier gab es Dinge, die mich nicht überzeugten. Beispielsweise kam es bei einigen zeitreisenden zu Mutationen, aber die Hauptprotagonisten waren natürlich immer unversehrt. Es sind Kleinigkeiten, die mir als Leser auffallen und mich ein wenig wundern. Aber am meisten stört mich die Brutalität, die da beschrieben wird. Das Buch konnte mich nicht wirklich fesseln. 2,5 Sterne
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Action geladener Bcuh-Blockbuster mit kleineren Schwächen, 7. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Quantenzauberer (Gebundene Ausgabe)
Schon als ich das erste Mal das Cover gesehen hatte wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Das liegt zum einen daran, dass mich das Cover einfach von vorneherein überzeugt hat. Ich mag die altertümlichen Schriften, die zur Gestaltung verwendet wurden. Zu erkennen sind die Protagonisten des Buches, im Vordergrund der Bösewicht, dahinter die beiden Retter der Geschichte und ein Haus, das in der Geschichte eine ganz entscheidende Rolle spielt. Geheimnisvoll und spannend ist das Cover wirklich sehr gut gelungen, auch wenn es vermuten lassen könnte, dass es hier um ein Jugendbuch handelt. DAS IST NICHT DER FALL!

Die Idee der Zeitreisekapsel (wenn ich das verrate, sage ich nicht zu viel, das geht ja eigentlich schon aus der Kurzbeschreibung hervor) ist ja nicht mehr ganz neu. Viele Romane haben das Thema bereits verarbeitet. Die Art und Umgebung, in der das hier allerdings stattfindet ist vollkommen neu und sehr kreativ. Die Zeitkapsel als Erfindung unter militärischer Geheimhaltung in der heutigen Zeit bringt viel Spannung mit sich, die es auszuschöpfen gilt.
In dem Buch gibt es zwei Protagonisten. Zuerst lernen wir die siebzenjährige Chevie kennen. Sie ist US-Amerikanerin indianischer Abstammung. Eine Weise. Durch eine Undercover-Aktion ist sie so jung zum FBI gekommen, doch leider ist dieser Einsatz fehgeschlagen. Strafversetzung. Rumsitzen in einem alten Londoner Haus. Chevie wirkte auf mich zuweilen ein wenig langweilig. Ich fand, dass sie einfach zu aufgesetzt wirkte, nicht natürlich. Es fiel mir schwer mich auf sie einzulassen.
Riley dagegen, der anderer Protagonist, den wir im Laufe der Geschichte kennen lernen, mochte ich von Anfang an sehr gerne. Er ist so sympathisch, natürlich, so realistisch, dass man gar nicht anders kann als ihn zu mögen.
Dann ist da noch der Bösewicht, das Covermotiv, über den ich nicht allzu viele Worte verlieren möchte, um keine Überraschung vorweg zu nehmen:
Ich hätte sehr gerne mehr über ihn gewusst, mehr über seine Beweggründe, weniger Schwarz-Weiß Malerei. Was mich aber vor allem gestört hat, ist seine plötzliche Verwandlung, die einfach in ein paar Szenen viel zu übertrieben worden ist und somit die Geschichte nicht vorangetrieben sondern einfach nur unglaubwürdig hat erscheinen lassen. Das ist Schade und hätte vermieden werden können.
Der Schreibstil ist außerordentlich gut gelungen. Sehr überzeugend, flüssig zu lesen und was mich vor allem mitreißen konnte waren die Beschreibungen der Umgebungen.
Das letzte Drittel des Buches hatte leider kleinere Längen, das Buch hat sich für mich in die Länge gezogen, als man nur noch von einer blutigen Kampfszene in die nächste zu kommen, Kürzungen oder ruhigere Szenen hätten hier sehr zur Entwicklung beigetragen und vielleicht auch ein paar kleinere logische Unklarheiten zu beseitigen.

Das Buch ist weder außerordentlich gut, noch außerordentlich schlecht. Ich habe es als eher durchschnittlich empfunden. Vor allem einer der Protagonisten ist sehr sympathisch, der Bösewicht interessant. Die Geschichte zur Idee ist sehr kreativ, doch leider scheitert das manchmal an der Umsetzung, bei der kleinere Längen und logische Fehler zu erkennen sind. Wer sich auf einen Action-Blockbuster mit viel Blut und Spannung freut, und sich nicht an kleineren Fehlern oder Wiederholungen stört, der ist hier richtig. Daher gibt es von mir eigentlich 3 1/2 von 5 Sternen bzw. drei ganze Sterne.

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Der Quantenzauberer
Der Quantenzauberer von Eoin Colfer (Gebundene Ausgabe - 17. Februar 2014)
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